oberuttgi Koüstlantinopels durch Mahmirb Schefket errichtet Morden ist. Es nahmen alle Botschafter daran teil.
Es wird bestätigt, daß ein zweiter Urheber beS Anschlags, Kadri, verhaftet worden ist. Dschewad Bey, etn Vetter des Besitzers des Automobils, ist anscheinend als Teilnehmer an dem Anschlag verhaftet worden. Er legte das Geständnis ab, das Automobil in TMchti bei Pera aufqefunben zu haben.
Der Mörder M ahmuds, Töpvl Tewftk, soll 28 ^ahre oft, lahin, von häßlicher-, hagerer Gestalt sein und das Aussehen eines Apachen haben. Er ist seiner Zeit wegen Ermordung emes Zollbeamten verurteilt und nach mehrjähriger Kerkerhaft begnadrgt worden. Es wird er-ählt, Topal Tewftk habe auf der Flucht, nach der Mordtat auf die ihn verfolgenden Wachleute geschossen und sich dann in einem in Der Nähe befindlichen Hotel versteckt. Hier wurde er in einein tHofctt entdeckt, wo er gleiche Patronen, wie die waren, von denen der Großwesir getroffen wurde, wegge- worsen Ijattc. In der Hotelküch? und unter der Treppe wurden ?wei Revolver und ein Messer gefunden. Topal Tewftk Neut jode Täterschaft in Abrede, er wurde aber von einer turkuchen Frau als einer derjenigen erkannt, die auf den Großwesir Schüsse abgegeben haben. Anf dem Transport nach dem Gefängnis des KriegsgerickUs wäre er von der erbitterten Menge beinahe gelyncht worden. Die Gendarmen und Wachleute nahmen ihn in Schutz. Die vier Personen, die sich in dem Automobil befanden, wurden bisher nicht geftlndcn.
Lin spanisches Kanonenboot gesunken!
Aus Madrid wird gemeldet: Das Kanonenboot „General Chonchas" sttandete gestern, 11. Juni, bei Alhucemas (Spanisch-Marokko). Die Besatzung und die Geschütze konnten gerettet werden. Das Schift gilt als verloren.
Nach einer Blättermeldung wurde das gestrandete Kanonenboot „General Cyonchas" voneiner großen Anzahl Rifleuten angegriffen. Der Kapitän des Schiffes und sieben Matrosen wurden getötet, zwei Offiziere und 20 Mann verwundet. Das Kanonenboot „Sauren" nahm die Verwundeten auf.
Bei dem Kampf, der sich etwa. 10 Kilometer von Te- luait abgespielt hat, verloren die Spanier 15 Tpte, darunter einen Major, und 40 Verwundete, darunter mehrer? Offiziere.
Tetuan, 12. Juni. Die militärischen Operationen wurden gestern früh wieder aufgeuommcn. Oberst Gareia Moren o besetzie die Brücke bei Busseja, die zehn Kilometer westlich von der Stadt über den Fluß. Rhmis führt. Die Beduinendörfer Meniäl ttnb Amsal wurden mit Geschützen beschossen. Die Jnfanterieabteilungen entwickelten sich auf den spanischen Befestigungen bei Dersa. .Der Kampf um den Besitz der Brücke war sehr heftig und 'sehr verlustreich. Er dauerte bau 1 Uhr mittags bis 1 0 Uhr abends. Die Spanier verloren insgesamt 6 Tote und 15 Verwundete, die Riftchützeu 6 Tote und 20 Verwundete. Das Gros der ermüdeten Truppen zog sich unter dem Schutze der Kavallerie in das Lager zurück. Ein Bataillon ist mit der Befestigung der Brücke bcschäfttgt.
Deutsches Reich.
Zum Regierungsjubiläum des Kaisers wird Präsident Dr. Kämpf im Reichstage zu Beginn der SamstagSsitzmig eine Ansprache an den Reichstag richtest. Von weiteren Festlichkeiten ist vom Reichstage Abstand genommen worden.
Der Kronprinz
richtete an den Präsidenten des Reichsausschusses für olympische Spiele Staatsminister v. Pod- bielski folgendes Telegramm: Euer Exzellenz danke ich bestens für den freundlichen Bericht über den imposanten Verlauf der S t a d i on e r ö f f n u n g. Mit dem lebhaften Brauern, diesem bedeutungsvollen Ereignis in unserem deutschen Sportleben nicht haben beiwohnen zu können, verbinde ich meinen aufrichtigsten ititb besonderen Dank an Euer Exzellenz für die der deutschen Sache bei dieser Gelegenheit geleisteten ausgezeichneten Dienste.
Der Budgetausschuß des Reichstages beendete am Donnerstag die erste Lesung des Gesetzentwurfs betreffend das Erbrecht des Staates und nahm die Vorlage mit den im Laufe der Beratungen beschlossenen Aenderungett an.
Ausland.
Die französische Kammer,
die am gestrigen Donnerstag wieder über die Wehrfragen verhandelt hatte, beschloß barauf, in der nächsten Woche weitere Sitzungen zur Beratung des Gesetzes über die dreijährige Dumstzeit abzuhalten. Dann wurde die Sitzung aufgehoben.
Aus Stadt und Tand.
Gießen, 13. Juni 1913. Schützet unsere Anlagen!
Beim Anblick der schönen gärtnerischen Anlagen unserer Stadt ist man freudig geneigt, dem Stadtgärtner und seinen Gehilfen ein Lob auszusprechen, denn man erkennt nicht nur künstlerisches Geschick, sondern auch unablässige, sorgsame Pflege. Da ist cs denn natürlich verdrießlich, wenn dlirch unbedachte ober mutwillige Hand auf dem üppigen Rasen Papierfetzen und dergl. ansgestreut werden, ober wenn die Besitzer unserer vielgeliebten Hunde es dlilden, daß die frischen, grünen Flächen oder die lieblichen Beete zerkratzt und beschädigt werden. Wir wollen es nicht empfehlen, an allen Ecken und Wegen ein polizeiliches Verbot anzuschlagen, wo- nach „die Anlagen dem Schlitze des Publikums empfohlen werben*. Man muß aber desto entschiedener bei allen passenden Gelegenheiten verlangen, daß alle Verunzierungen und Beschädigungen der Anlagen verntiedcn werden; Kinder müssen ermahnt und Hunde in der Röhe der Anlagen an der Leine geführt werden! Wir wollen mit dem fett gebrneften Satze „Schützet dic Anlagen!" künftig öfter biete Notwendig- feit in Erinnerung bringen.
Hygiene des Säuglingsalters.
Die ärztlich geleiteten Beratungsstellen und Hausbesuche der Kreispflegerinnen helfen im G r o ß h e r z o g - tum Hessen seit einer Reihe von Jahren die Säuglingssterblichkeit bekänrpfen und das Gedeihen und das Wach s - tum des Kindes fjeben. Neuerdings hat man mit prak tischen Wanderkursen, in denen in 12 tägigen Kursen das Wissenswerte über Ernährung, Pflege, Kleidung usw. des Kindes gelehrt wird, gute Erfolge erzielt. Dock) ist es natürlich nur möglich, diese Kurse mit beschränkter Teil- nehmerzabl und aneinander anschließend abzuhalten, so daß sie erst nach und nach einer verhältnismäßig größeren ZM von Frauen und Mädchen zugute kommen können.
Um nun alten Schichten der Bevölkerung unseres GrvH- herzogtums noch außerdem die richtige Pflege des Säug- lttvgs in praktischer, ganz übersichtlicher Werse vorzuftchren, hat die GroMwzogliche Zentrale alles in dieses Gebiet gehörige Material, Hygienisches und Unlchgienisches ge- ammelt. Es ist zu einem Wand ermuseum vereinigt worden, das zuerst einige Monate in Darmstadt ausgestellt und dann in anderen Städten und Ortschaften Hessens gezeigt wird. Diese Ausstellung ist so reizvoll zusammengestellt und so zweckmäßig angevrdnet, daß sie für jedermann, nicht nur für Mütter Interesse hat. Ihre über» ichtliche Anordnung hilft uns, alles Nützliche und Schädliche im Leben des .Kindes zu erkennen. Um vor allem auch den untertags Beschäftigten Gelegenheit zum Besuch des Museums zu geben, wird es nach Möglichkeit in^den Abendstunden offen gehalten werden. Fack)männische Führungen sollen außeroem für Vereine und Gruppen statt- inden. Das Wandevmuseum wird voraussichtlich in den ersten Julitagen im alten Hoftheater in Darmstadt eröffnet.
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* "- In Audienz empfing der Großherzog am 11. Juni u. a. 'den Regtermrgsrat Herberg von Friedberg: den Professor Dr. Hübner von der Universität in Gießen: den Bürgermeister Dr. Kayser von Bad-Nauheim; den Dekan Schäfer von Büdingen.
* * Pfarrpersvnalien. Der Großherzog hat 'dem Pfarrer Johannes Eßcking er zu Auerbach a. d. B die evangelische Pfarrstelle zu Rodheim v. d. H., Dekanat Rodheim, übertragen. , t
* * Lehrerpersonalien. Der Großherzog hat den von dem Fürsten zu Psenburg und Büdingen zum Oberlehrer an dem Wolfgang-Ernst-Gymnasium zu Büdingen präsentierten Oberlehrer Dr. Georg Appel für diese Stelle bestätigt.
** Bahnperson alien. Ernannt wurden: Aushelfer Nickelzu Mücke zum Weichensteller, die Ran gier - ührer Joh. Weber und Gümbel zu Gießen zu Stationsschafftern, Hilfsschaffner H. Lotz zu Wetzlar zum Schaffner. — Versetzt wurden: Bahnmeister Numrich von Sterbftitz nach Friedbera, Bahnmeisterdiätar Möller von Lauterbach nach Fulda, Bahnmeisteraspirant Sch weiß (früher in Gießen) von Frankfurt nach Friedberg, Magazin- aufteher I m k e l l e r von Hanau nach Friedberg. — P r ü - ungen be standen: Die Lokomotivheizer Roth zu Rennerod und Milchsack zu Gedern zu Lokomotivführern.
** Papier, Früchte, Obstreste und sonstige Mfällc sollte man nicht auf Bürgersteige und Straßen tverfen. Hierdurch werden die Straßen verunreinigt und Gefahren für die Passanten hcrvorgeruscn, die durch Ausgleiten auf Obstresten und dergleichen KU Falle kommen und sich erheblich v'erletzen können. (Siche amtliche Bekanntmachung.)
** Die Hessische Handwerkskammer hat Ein- labungen für ihre am Montag, 23. Juni in Darmstadt ftattfinbenben 18. Sitzung ergehen lassen. Aus der Tagesordnung ist hervorzubeben Gehaltsregelung, Neuaufstellung )er Lehrlingsrolle, Errichtung neuer Gesellenprüfungsausschüsse, Abänderung der Gesellenprüfungsordnung, Erhöhung der Prüfungsgebühr, anßcrtcrminliche Prüfungen, Vereinfachung der Geschäftsführung der Prüfungsausschüsse, Regelung des weiblichen Lehrlingswesens, Organisation der Lehrstellenvcrmittelung, Abänderung der Meisterprüfungs- orbmmg. Staatliches, städtisches und privates Submissionswesen, Submissionsstelle bei der Handwerkskammer, Einziehungsstelle der Handwerkskammer, Hessische Handwerkcr- zentralgenossenschast usw.
** D i e Mitteldeutsche Kreditbank, die Bank für Handel und Industrie soivie die Gew erbe bank schließen am konnnenden Montag ihre Geschäftsräume mittags um 1 Uüü (siehe heutige Anzeige).
** Anläßlich des Regierungs-Jubiläums des Kaisers findet Sonntag, vormittags 9Vs U h r , in der Synagoge (Süd-Anlage'. ein F e st g o 11 es d i e n st statt.
** Studentische Nnterrichtskurse. Ter deutsche Kursus am Montag, 16. Juni fällt aus und wird dafür am Mittwoch, 18. Juni abgehalten.
** Ab o n n e me n t s k o nze rt u n s e r e r Militärkapelle. Trotz der kühlen Witterung'hatte sich das gestern abend in Steins Garten ab gehaltene Konzert eines überaus großen Besuches zu erfreuen. Schon vor Beginn des Konzerts hatte sich der Saal so sehr gefüllt, daß nicht alle Besucher Platz finden tonnten und noch ein großer Teil int Garten verblieb. Nachdem Obermusikmeister Löb er aber mit dem Konzert int Garten begann, machte sich auch der größte Teil wieder aus dem schützenden Saal hinaus in die >— Sommerfrische! Freilich nicht nach jedermanns Sinn. Aber em Weiterspielen int Saal hätte größeren Zeitverlust zur Folge gehabt. Die Vorträge wurden mit großem Verständnis zu Gehör gebracht. Die Ouvertüre „Der Braitd von Moskau" muß erst mehrmals gehört worden sein, um auch den Laien zu erfreuen. Die Wagnerianer kamen besonders auf ihre Rechnung. Hatte doch Herr Löber anläßlich der Zentenarfeier des großen Meisters den zweiten Teil des Konzerts nur ihm gewidmet. Die kunstvolle Wiedergabe ist sehr zu loben. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der als Solist hier wie auswärts sehr geschätzte und beliebte Körnet ä piston-VirtuoS Herr Kammermusiker Kümmel aus Darmstadt. Sämtliche Vorträge dieses Künstlers wurden vorzüglich wiedergegeben und man ist erstaunt, mit welcher Fertigkeit er es versteht, seinem Instrumente diese Klangfülle zu entlocken. Das Publikum zollte ihm seine besondere Anerkennung schon beim Auftreten Und er mußte sich zu verschiedenen Zugaben verstehen.
hr. Konzert einer englischen Bergmanns- Kapelle. Zurzeit unternimmt eine englische BergmannS- Kapelle eine Konzertreise durch Deutschland und wird in den meisten größeren Städten von West- unb Sübbeutschland Konzerte geben. Auch in Gießen wird sie auftreten unb zwar am Sonntag im Garten ober Saale des Casö Leib. Diese Bergmanns-Kapelle kommt anS Eastleforb in ber Grafschaft Porkshire. Die Kapelle hat sich einen anerkannten Ruf als Konzertkapelle erworben unb für ausgezeichnete Leistungen über 100 Preise erhalten.
** Grammophon platten zu in Kai ser jubiläum. Mit Genehmigung des Kaisers erscheint eine Anzahl Grammophon- Festaninayinen anläßlich des 25jährigen Regierungs-Jubiläums. Tie Festatlfttahmen sind der Belehrung cMspreck>eno künstterisch ausgestartet. Jede Platte trägt in der Mitte das Relief-Bildnis des Kaisers mit einer eingravierten Widmung. Tie Platteirserie umsaßt Beittäge, die der Kaiser besonders liebt, „Prinz Eugen", „Tas Herz am Rhein", 3 Lieder, komponiert von Oscar von Ehelius n. a. Ter Verlaus ber Festausnahnren erfolgt zum Besten des Kais er -Wilhelm Kinderheims in Mtlbeck, dem der Kaiser ganz besonderes Interesse schenkt. Tic Festanfnohmen fiitb bei lirnft Challier ohne Kaitftüvang yi hören.
Kreis Büdingen.
D Usenborn, 12. Juni. Der 10 jährige Knabe des Hüttenarbeiters H. Kehrn hier hatte an ber Hand eine kleine Pustel, die sich nach einigen Tagen zu einer sogenannt^'. „Giftblase" entwickelte. Es stellte sich Fieber ein und bis ärztliche Hilfe cingriff, war es zu spät —
Blutvergiftung war eingetreten unb der arme Junge starb unter großen Schmerzen. Vielfach mißt man diesen kleinen Geschwürchen keine weitere Bedeutung bei; anstatt zeitig einen Arzt zu Rate zu ziehen, soll mit Hausmitteln geholfen werden. —
Kreis Lauterbach.
= Wallenrod, 12, Juni. Em junger Bursche von hier verletzte sich mit der Säge am Finger. Um das Bluten ber Wunde zu stillen, strich er Wagenfett darauf. Das Fett erfüllte zwar diesen Zweck, aber bald schwoll der Arm bis zur Schulter an. Das vermeintliche Heilmittel hatte eine starke Blutvergiftung heroorgerufen.
)( Unter-Wegfurth, 12. Juni. Ein gutes Geschäft machte ein hiesiger Einwohner durch den Bau der neuen Nebenba hn streck« Schlitz — Nied er -Aula. Tie projektierte Bahnlinie durchschneidet nämlich die Ecke seiner Scheuer. Der Geländeerwerbsausschuß, bot ihm 6000 Mk., damit er die Scheuer nieberlegen und außerhalb des Bahnbereichs wieder aufbauen könne. Nach sachverständigem Gutachten war dieses Angebot weit über den eigentlichen Wert der ganzen Scheuer bemessen, aber der Eigentümer gab sich hiermit nicht ^uftieden, er verlangte 8000 Mk. Dieser Preis war aber dem Ausschuß fru. hoch und er beantragte, da man sich nicht einigen konnte, Enteignung des Grundstücks. Bevor man jedoch dazu schritt, hatte man einen andern Plan ersonnen, der auch eine Einigung auf gütlichem Wege herbeiführte. Der Scheuerbesitzer erhält für die Scheuerecke 6000 Mk., der übrige Teil, kann stehen bleiben. Da dem Besitzer die Scheuer für seinen landwirtschaftlichen Betrieb nach (Entfernung des in den Bahnkörper fallenden Teils noch groß genug ist, wird er von einem Anbau auf der andern Seite Abstand nehmen. Er hat somit einige tausend Mark durch den Bahnbasttz gewonnen.
Kreis Friedberg.
L Friedberg, 12. Juni. Der Tetaillisten - Verein hat einstimmig beschlossen, die Geschäftsleute aufzuiorbern, Montag, 16. Juni, von l1/, Uhr die Geschäfte zu schließen.
Starkenburg und Rheinhessen.
w Darmstabt, 12. Juni. Privattelegramm, biestern abend wurde der 36 Jahre alte Rangierer Andreas Schinidt aus dem hiesigen Güterbahnhofe von einer Maschine ersaßt und sofort getötet.
bs. Darmstadt, 12. Juni. Die Sitzung der Stadtverordneten stimmte heute dem Anträge zu, etwa 3,5 Hektar Gelände bent Reiche zum Bau von Kasernen und technischen Anlagen zu über lassen. Voraussetzung dabei war, baß die Kasernen in die Nähe des Hauptbahnhofes gelegt werben würben. Bei ben Bauten, bie nur zustande kommen, wenn die neue Vorlage in ihrem ganzen Umfange bewilligt wirb, sollen besonbers bie einheimischen Gewerbetreibenben berücksichtigt werben. Eine längere Aussprache ergab sich über bie Beiträge ber Stabt zu ben Ausstellungen bes Jahres 1914. Es würbe vorgeschlagen, bie Stabt möge sich mit einem Gesamtbeträge von 40 000 Mk. beteiligen. Davon sollen 30000 Mk. für bie beiben Ausstellungen auf ber Mathilbenhöhe (Kunstausstellung und Wohnungsausstellung) bestimmt sein unb 10000 Mk. für die retrospektive Ausstellung im Resibcnzschloß. Der Beitrag von 30 000 Mk. würbe gegen die Stimmen ber drei Sozialbemokraten, der von 10000 Mk. gegen 8 Stimmen bewilligt. An diese Bewilligung wurden u. a. Wünsche geknüpft, daß man auch hier bie einheimische Arbeiterschaft, sowie bie ftübtischen Ge- merbetreibenbe berücksichtigen möge; ein etwaiger Ucberschuß solle als Fonbs angelegt werben für fünfte Ausstellungen.
m) Offenbach a. M., 12. Juni. In ber Sitzung der Stadtverordneten machte der Vorsitzende 06erbürgermeiftec Dr. Düllo von einer Eingabe des Haus und Grundbesitzervereins Mitteilung, die eine anderweitige Regelung des W a s s e r z i n s e s erstrebt. Die Eingabe wurde der Betriebsbaudepritation überwiesen. Dem Ausschuß Offenbach im Dlumenschmrrck wurden 300 M. Beitrag gewährt. Weiter wurde beschlossen, bei Rechtsverfolgunglw im Ausland, namerrtlich in der Schweiz, durch den Berufs- Vormund, die Gerichts- und Zwa n gsvollstreckim g sko ft en auf die Stadt zu übernehmen für den Fall, daß sie von dem Gegner nicht beizubringen sind, unter Beschränkung, auf höchstens 20 Mk. im Einzel fall. An den Volksschulen soll der Werkunterricht eingeführt werden. Für die Teilnahme von drei Lehrern an einem in Leipzig ftattfinbenben Werkunterrichtslursus sowie zur Ausbildung weiterer Lehrer im Werkunterricht wurden 2000 Mk. bewilligt. Die Vorschläge ber Oberrealschulen am Rathaus und Friedrichsplatz für bas Jahr 1914, die 20 456 Mk. und 36 715 Mk. Zuschuß erfordern, wurden genehmigt. Für die Gasabgabe durch Automaten wurde eine dritte Rate von 50006 Mk. bewilligt. Außerhalb der Tagesordnung wurde der Vertrag mit den Schweine- inetzgern, der unter Aufgabe der städtischen Schlächterei und Wurstfabrik die Errichtung eines paritätischen Preis- fesftetzrmgsausschusses bestimmt, angenommen und der Oberbürgermeister zum Mschluß des Verttags mit den Schweinemetzgem ermächttgt. Stadtv. Bruhns unterzog die ablehnende Haltung des hessischen Schulministeriums gegen die von der Stadtverordnetenversammlung einstimmig genehmigte und von der Kreissck)ulkommifsivn befürwortete Ortssatzung über die Pflichtfortbildungsschule für Mädchen einer scharfen Kritik. Auch die übrigen Redner brachten ihr Erstaunen über die Haltung des Ministeriums zum Ausdruck.
Kreis Wetzlar.
— Atzbach, 12. Juni. Gestern Abend erstrahlte unsere Dorfstraße zum erstenmale ini elektrischen Licht und von heute ab kann eS in allen angeschlosscnen Häusern benutzt werden. Etwa 30.Hausbesitzer machen von dieser Neuerung keinen Gebrauch, sie wollen sich mit dem bisherigen Licht begnügen.
Hessen-Nassauc
b. Biedenkopf, 12. Juni. Nächsten Diontag nachmittags 2 Uhr wird für den AussichtSturm auf der „Sackpfeife" der Grundstein gelegt. Bis jetzt wurden 5300 Mk. für den Turmsgesainmelt; den noch fehlei'den Relt- betrag von 3000 Mk. will der Kreis unter der Bedingung beisteuern, daß der Turm den Namen Kaiser Wilhelm II.-Turm führen soll.
w. Limburg a. b. L., 12. Juni. Gestern nachmittag verunglückte das mit drei Mesonen besetzte Automobil des Frankfurter Verkaufsbureaus der Aachener-^ Ntannes' mannwerke beim Dorfe Malmenich, indem es in einer Kurve gegen einen Baum fuhr. Das Automobil wurde voll-
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— Der Ko bes Kornmitti kominissionäi schulden für d Unterschied Wisch' Wunqssubsätul.. L. 310 -. D
iieschjossen, nronad und üiittennittel slagte hatte seine lommiüionür für dec Klägerin n R. hatte benmäd hir an sie abge für iich verwendet konnte, so stritt Schaden zu trao dieser Beträge haurisächtich ge hafte Beaussiclüs Lberlandesgerick nach § 278 W feiner bäient habe unb , über tu qldcfcm Ui i ,
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1 chelimiqung des ^ntten übertrage, 35 in eigenem f wenn ec im
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