Ausgabe 
7.5.1913 Erstes Blatt
 
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im 74. Lebensjahre.

Bensheim, Giessen, North Dover,

den 6. Mai 1913.

Die Beerdigung findet statt: Donnerstag, den 8. Mai, vormittags 11V4 Uhr,

das Seelenamt Donnerstag früh V26 Uhr.

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gehilsen-Verbände Th. Morgenstern-Berlin. 5. Zur Konkurrenz- klanfel Inslizrat Sonnenield-Berlin. 6. Zur Sonntagsruhe t in Handelsgewerbe Gustav Wolfs-Bcrlm. 7. llel*?y die Vertretung der Parteien vor den Kausinannsgerichtcn Mag.-Rat Dr. Landsberger-Charlottenburg.

gjchieführt. M ;3ren erst Wf

In tiefer Trauer:

Prof. Joseph Geyer, Grossh. Oberlehrer Carl Maria Geyer

Dr. med. Franz Geyer, prakt. Arzt Eline Geyer geb. Krieg

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Letzte 2 rcrcy richten.

Essad Pascha albanischer Kriegsmini st er?

Wien, 7. Mai. Tie österreichischen und italienischen Konsulatsbehörden in Valona und Durazzo unter­handeln im Auftrage ihrer Regierungen mit Essad Pascha wegen des Eintritts als Kriegsminister in die provi­sorische (libanesische Regierung in Valona.

Die erste Gieszerrer Bügel-Anstalt, sowie das

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Alle Ucberschüsse kommen den Versicherungs­nehmern zugute.

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Amtlicher Wetterbericht.

Wetteraussichten in Dessen für Tonner-iag, den 8. Mai 1913: Niederschlage und Bewölkung vorläufig abnehmend, etwas milder.

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Nachfeier zum ZrühjahrsZportfest bei Mitglied Boller.

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Versicherungsbestand im März 1913:

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Statt jeder besonderen Anzeige.

Heute nacht entschlief sanft unsere liebe, gute Mutter, Schwieger­mutter, Grossmutter, Schwester und Tante .

Frau Katharina Geyer geb. Herrmann

Witwe des Grossh. Gymnasialdirektors Dr. J. B. Geyer

** 91 it f b e in Verbandstage der K a n s l e u t e»B ei­siger der finuhnomiöncücbic Deutschlands, der vom 23.25. Dlai in D i'l s s c l d o r > abgcbaUeu wird, werden iolgende Vorträge ge­halten 1. Tasl' e r n l e i cb swcseu vor den K a u s m a n n s» geri ch t e n (5. Trossen Tüiscldors. 2. lieber die Angestellte n- Versr cb c v u n g Ncgiernugsrat Eugen v. Tnlzig-Koblenz und Emil Aian-Verlin. 3. lieber Orts- un d B r a n ch e g e b r d it die im Handelsgewerbe nut Bezug aus die Hiechlsvrechung C. Grone- waldt-Berlin. 4. Gutachter- A u s s ch üsse und Handlungs-

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dert Wohnhäuser und öffentliche Gebäude ein. 400 Fa - Milien sind obdachlos.

* E insturz eines Z i r s u s s c s. Aus Madrid luirb gemeldet t Während einer Vorführung stürmte gestern abend der Zirlus Borsca in Pucrtollodv ein. Etwa 2000 Per- Ionen stürzten den Ausgängen zu. Zwei Besucher wurden getötet, vierzehn ivurden tödlich und 250, meist Frauen und Binder, mehr oder weniger schwer verletzt.

* W ü st e Ausschreitungen. Aus Syrakus (New Port), 0. Mai, wird gemeldete Während eines Ar­beit e r a u s st a u d c s erfolgten wüste Schlägereien und Revolverschießereien, wobei 25 Personen verwundet wur­den. Vier Schußleute und acht Italiener wurden ins Krankenhaus geschafft. Ein anderer Kampf fand bei der Kathedrale zwischen der Feuerwehr, Schutzleuten und 500 Italienern statt.

* Zwanzig M a n n ertrunken. Aus Lissabon wird gemeldet: Bei Kap Mondego ist ein Fischerboot unter gegangen; zwanzig M ann sind ertrunken.

Eine Bombe im Postamt. Auf einem Postamts im Südostbezirk Londons wurde unter den Briesen beim Sor­tieren eine Sendung ohne Adresse gefunden, die eine Nitro- g l y z e r i n b o m b e enthielt. Die Ladung war stark genug, um das Gebäude, worin mehrere öunberf Mann arbeiteten, in die Lust zu sprengen. Mau vermutet, daß es ein Anschlag der Anhängerinnen des Frauenwahlrechts ist.

* Eifersucht der Schwiegermutter. Aus Hoh en salza: Am Abend vor der Trauung versuchte eine Frau Wasicltzwika aus Eifersucht ihren zukünftigen Schwiegersohn Zani'owsli, nachdem sie ihn vollständig be­trunken gemacht hatte, mit einem Rasiermesser zu ermorden. Zawikowski erwachte aber nni) schlug der Frau das Messer aus der Hand. Er hat jedoch schwere Verletzungen erlitten.

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Planmäßigeu.gründlicheVorbildungfür a lle Klassen höherer Lehranstalten, für das Examen der Einjährig- Freiwilligen. für Primareife, und Maturilätsexamina-

Das Institut ist eine der ältesten und erfolgreichsten höheren Privatlehranstalten Mitteldeutschlands. Im Zeit­raum von 40 Jahren haben 522 Schüler des Instituts bei zahlreichen Prüfungskommissionen Deutschlands ihre Examina mit Erfolg gemacht, die meisten durch ein­malige Prüfung. Von denen, die die Prüfung wieder­holen mußten, haben innerhalb 4 Jahrzehnten nur fünf ihr Ziel auch dann nicht erreicht. Das Institut bietet also eine fast vollkommene Sicherheit für das Bestehen seiner Schüler, wenn diese der Führung zum Examen beharrlich folgen.

Nachhülicuntcrriclit wird, wie stets seit vierzig Jahren, an Schüler anderer Lehranstalten nicht er­teilt. Die Erfolge des Instituts sind darum niemals fragliche, meist gar nicht nachweisbare Teilerfolge, sondern volle Erfolge des Instituts allein, die, wie auch in diesem Frühjahr wieder, das Institut bei seinen eigenen Schülern erzielte. Nur wer diesen Punkt rich­tig versteht, wird wissen, wie er die Schülerzahl und die Erfolge, mancher Privatschulen einschätzen muß.

Staatlich beaufsichtigt sind im allgemeinen Sinne alle Privatanstalten Hessens, d. h. sie können bei skandalösen Zuständen und Vorkommnissen gemaßregelt oder geschlossen werden. Mit diesem allgemeinen Ver­hältnis kann die Reklame im besonderen keine Parade machen. Wollte man eine Privatschule, die großer Freiheit und Selbstbestimmung bedarf, oder die gar ein buntes Gemengsel von Unterrichtszielen aufstellt, staat­lich beaufsichtigen, so wäre das für die Schulbehörde ein kompliziertes pädagogisches Kunststück. Privat­anstalten dieser Art kennen keine staatliche Aufsicht, ähnlich der unserer Staatssehulen. Eine so gemeinte Beaufsichtigung wäre ein Phantasiestück der Reklamen­sucht, die auf den Satz vertraut: Mundus vult decipi, ergo decipiatur!

Das Institut hält die Disziplin unter allen Um­ständen aufrecht und schreitet nötigenfalls zur Ent­lassung. Dabei hat es aber stets den Grundsatz ge­wahrt. daß Entlassungen aus dem Institut den Eltern keine finanziellen Nachteile von Belang bringen dürfen. Eine junge Privatschule dahier hat in dieser Hinsicht eine Bestimmung ganz abweichender Art. Da heißt es im Prospekt vom 1. März 1913, 8 12, wörtlich: ..im Falle der F.ntlase.unghaben answärlige Schüler tiießen innerhalb 24 Stunden zu verlassen, widrigenfalls sich ihre gesetzlichen Vertreter einer Konventionalstrafe von 500 Mk. unter­werfen. Soll diestaatliche Aufsicht auch solche Ungeheuerlichkeiten verantworten? Man darf von unserer Schulbehörde erwarten, daß sie mit dem Aus­druckstaatliche Aufsicht keinen Gebrauch zull'.ßt, der im Publikum zu Mißdeutungen und schädlichen Folgen führen kann.12096

Märkte.

fc. Frankfurt a. M Schweinemarktbericht vom 7. Mai. Ansgetricben waren 1732 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewichts 54.0057.50 Alt.. Schlachtgewicht 70.00 72.50 Ulf., voll fleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht .54.0055.00 Mk., Schlachtgewicht 68 71.oO Mk.; volMcischige Schweine von 100120 kg Lebendgewicht 55.0057.00 Alk., Schlachtgewicht 70.0073 Alk.; vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 55.00-57.50 'Mk., Schlachtgewicht 7072.00 Mk. Geschäft mastig rege, bleibt lieberstand.

ic. Frankfurt a. M., 7. Mai. (Orig.-Telegr. desGien. 91m.) Amtliche Notierungen der heutigen Frucht marktvrei ie. Weizen (Hiesiger) 21.7500.00, Kurhessischer Mk. 21.60-00 00, Wetterauer Alk. 00.0000.00. Roggen (hiesiger) Mk. 17.55 bis 17.60, Gerste (Wetterauer) Mk. 00.0000.00, Gerde, kranken, Pfälzer, Nied <91 f. OO.i'O00.00, Hafer Mk. 17.5019.00, Mais Ml. 16.00 bis 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 32.5032.75, Weizenmehl I Mk. 30.5030.75, Weizenmehl III Alk. 27.2527.50, Noggen- mehl 0 Mk. 27.7528.00, Noggenmehl 0/[ Alk. 26.502(5.75, Noggenwebl I Alk. 00.0000.00, Weizenkleie Mk. 10.60-11.80, Weizenschalen Alk. 11.00-11.15, Noggenkleie Alk. 11.25-11.50. Malzkeime Alk. 13.0013.25, Biertreber 14.0014.25, Raps Mk, 00.0000.00. Alles per 100 Kg. ab hier.

fc. Frankfurt a. M., 7. Mai. (Orig.-Telegr. des .Giest. Anzeigers".) Ka rt o f f el m arkt. Man notierte: Kartoffeln in Wciggoics Mk. 4.505.00, im Kleinhandel Alk. 5.506.50, für je 100 Ng.'

Vermischtes.

v * K o p f s p r ü 11 g e b eim Baden i n Badeanstal­ten sind nicht selten mit Lebensgefahr verbunden. Dr. Fromme stellte in der Medizinischen Gesellschaft in Göt­tingen am 23. Januar einen Studenten vor, welcher im Stadtbadehause einen Hechtsprung gemacht hatte und dabei mit der Stirn auf die Steinfliesen des Bassins anf- Feschlacsen war Es stellten sich Kopfschmerzen und Er­brechen ein, weiterhin eine zunehmende krampfartige Läh­mung der linken Körperhälfte und schwere Benommenheit. Diese Symptome deuteten auf einen Blutergust in die rechte Gehirnhälfte, welcher durch Schädeltrefianation ausgesucht und dann entfernt wurde.

Sturm und Seenot. Aus Cuxhaven wird gemeldet: Seit gestern nachmittag herrscht bei Helgoland ein ortänartiger Südoststurm. Tie aus der Reede anteruden Schifte mustten den .Hasen aussuchen, um nicht auf Strand getrieben zu werden. Die Rettungsstation Travemünde der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphiert: Am 5. Mai von dem bei Niendorf gestrandeten deutschen SchonerVenus" sind drei Personen durch die Mannschaft der Raketenstation Travemünde gerettet. Die Rettungsstation Treptow-Werdeep telegraphiert: ftint 5. Mai von dem deutschen GaffelschonerAdolf", Kapitän Engellandt, gestrandet zwischen Horst und Deep, sind fünf Per­sonen gerettet worden durch die Mannschaft der Raketenstation Treptow-Werdeep. Die Rettungsstation Großdruck) telegra­phiert: Am 5. Mai von dem deutschen HaffkahnArche", Schif­fer Sartorius gesunken im Frischen Haff, sind sechs Personen gerettet worden durchs das Rettungsboot der Station.

* D i e Deutsche Gefells ch a ft für Volksbäder trat in Breslau zu ihrer 14. Hauptversammlung zusammen. Aach dem Geschäftsbericht zählt die Gesellschaft gegenwärtig 870 Mitglieder. Der Kassenbericht weist einen Bestand von 6000 Mark ans.

* Eine dramatische Verhaftung. In San Remo erschien, begleitet vom deutschen Konsul, gestern abend intEuropäischen Hof" ein Polizcikommissar, um den Bank­beamten Steuernagel zu verhaften, der in Frankfurt (Main'' einen Diebstahl von 80000 Mark begangen haben soll. Obwohl man ihn daran zu hindern versuchte, jagte sich Steuernagcl mit dem Revolver vier Kugeln in den Kopf. Er wurde sterbend ins Hospital gebracht. 6b 000 Mark wurden bei ihm noch gefunden.

* Grvste Feuersbrunst. Aus Posen wird gemeldet: JnBclzvc bei Lublin äscherte eine Feuersbrunst über hnn-

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