Vermischte».
H Verein „Deutsches S h m p h o n i e h a u s", r?k^,wie ^^atfung eines Festspielhauses zur nationalen Beethovens nach den Plänen des Münchener Architekten nnfk sT a c r. $ur Aufgabe gestellt hat, hielt am Dienstag nler Dem Vorsitz des Generalintendanten Baron von P u t l i tz in ^rungart eine Sitzung ab, der auch Herzog Albreckft iw» 29ürttcm< ^b,^"U>ohnte. Ter Vorsitzende teilte mit, daß sich ein Ehrenausschuß gemidet habe, dem 16s) Mitglieder angeboren. Paul Eblers- Zäunchen legte die Gründung Tür die Errichtung des Snm- pyoinchauses dar, dessen Idee sich auch das loürttcmbcrgischc ^tonigspaar zu eigen gemacht habe. Architekt Pros. B o n a tz - Stuttgart erläuterte das Projekt und begründete den Wunsch, Daus auf der ideal gelegenen Karlslwhe in Stuttgart zu cr- rtchten. Die Versammlung beschloß einstimmig, das Symphonic- ^aus in Stuttgart zu errichten. Die Eröffnung ist auf den 150. Geburtstag Beethovens im Jahre 1920 geplant. Oberbürgermeister Lautenschläger sicherte die nachdrückliche Unterstützung der ^tadt zu. Es wurde ein Beirat gckwäM, der die weiteren Arbeiten in die Hand nehmen wird.
* E i ii schandbares Säuglingsheim. Mehrere Pc tersburgcr Stadträte erklärten nach Besichtigung des städtischen Säuglingsheims im Stadtteil Fontanka, das Asyl lei eiii Schandfleck der Petersburger Stadtverwaltung, die gerichtlich zur Verantwortung gezogen werden müßte. 60 Proz. der Säuglinge sterben an hunger, da fünf Ammen durchschnittlich fünfzig Minder stillen müssen. Ventilation und Sauberkeit fehlen völlig. Die Kinder liegen ohne Leibwäsche in schmutzigen Lumpen gehüllt.
* Flüchtiger Rechtsanwalt. Aus Karlsruhe wird gemeldet: Gegen den verschwundenen Rechtsanwalt Karl Lorenz 0t ein Haftbefehl erlassen worden. Von dem ihm befreundeten Prof. Schn rt h von der Kunstakademie vor einigen Jahren zum Testamentsvollstrecker ernannt, hielt Lorenz die Auszahlung des Ver- mögens, das Schurth, der inzwischen verstorben ist, seiner heimat- Itadr vermacht hatte, zurück. Als dieser Tage das Nachlaßgericht energische Schritte unternahm, flüchtete Lorenz heimlich.
* Selbstmord. Aus Berlin wird gemeldet: Der in einem Krnematogravhenthcatcr angestellte 37 jährige L e u t n c r schnitt ttch in Abwesenheit seiner Frau vor den Augen seiner beiden Kinder an bei rechten hnad die Pulsader durch. Die Kinder flüchteten zu Nachbarn; als diese herbeieiltcn, war der Lebensmüde schon verblutet.
Kleine Tageschronik.
Tie K aiserin wird sich am Freitag nach Wilhelms- Höhe begeben und dort etwa 10 Tage Aufenthalt nehmen.
In Würzburg wurde der Bankier Josef Röser verhaftet. Er war Begründer der Süddeutschen Volksbank in Mcrgent- heim, die nach Vertust von 650 000 Mark am 15. Oktober liquidieren mußte.
Nach einem Funkspruch vom „Imperator" rettete der Dampfer „Barcelona" der Hamburg-Amerika-Linie die Mannschaft des ertglischen Schoners „Hyptum Emperor" auf hoher See.
vüchertisch.
— Eckcrmanns Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens. Herausg. von C. Höfer, mit einer Einleit, von L. Geiger. Mit 73 Bildnissen, Abbildungen und Plänen in Leinenband 3 Mk. In neuem Gewände erscheint das alte Weisheilsbnch der Deutschen, die unentbehrliche Ergänzung zu den Werken Goethes. Die Bilder verdankt die Verlagsbuchhand lung fast durchweg dem besonderen Entgegenkommen des Goethe- Nattonalmusenms und der Großherzogi. Bibliothek zu Weimar: ausführliche Anmerkungen und ein ausführliches Register erhöhen den Wert dieser neuen Ausgabe.
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le. Frankfurt a. M. Schwei nemarktbericht vom 5. Rov. Anlaetrieben ivoren 18^5 Schweine. Voklfleischige Schweine von 80 bis 100 ke: Lebendgewicht 60.00 — 63.'". Mk„ Echlachtgeivick't 78.00—80.00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 kg-Lebendgewicht 60.00—62.00 Mk., Schlachtgewicht 77.00—80/0 Mk.: voll'lciscbige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 60.00—63.00 Mk., Schlachtgewicht 78.00—80 8'lk.: vollfleiscknqe Schweine von 120 bis 160 kc Lebendgeivicht 60.00—63.00 Mk* Schlachtgewicht 78—8'-.00 Mk. Bleibt Ueberstand.
kv. Frankfurt n. M., 5. Nov. fOrig.-Telegr. des „Gieß. Anz.'f Sinnliche Notierungen der heutigen Frucht markt v rei >e. Wetzenshiesiger) Mk. 19.0 -19.10, Kurhessischer Mk. 19.0>-19.10, Wetterouer Mk. 00.00—00.00. Roggen shiengerf Mk. 16.00 bis 00.0 ; Gerste sMetterauer) Mk. 16.50—17.0°, Gerste, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 16.50-17.5 , Laser Mk. 16.00—17.00, Mais Mk. 14.25 bis 14.50, B eizenn cbl 0 9) f. 82.50—32.75^ Weizenmehl I Mk. 80.50—30.75, Weizenmehl III D!k. 27.25—27.5", Noggen- mehl 0 Mk. 27.75—28.00, Roggenwchl 0/1 Mk. 26.50—26.75, Roggenwebl I Alk. 00.00 -00.00, Weizenkleie Mk. 9.15-9.25, Wetzenschalen Mk. 9 35—9.5ty Roggentleie Mk. 11.10—11.25. Atalzkeiine Mk. 12.00—12.25, Biertreber 12.25—12.60V Raps Mk. (0.00—00.00, Futtergersle Mk. 00,00—00,00. Alles per 100 Kg. ab hier.
io. Frankfurt a. 4. Nov. Heu- und St roh markt. Am heutigen 'Dioift war weder Heu noch Stroh angesahren.
Amtlicher Wetterbericht.
Wetterauösichten in Hessen stir Donnerstag, den 6. Nov. 1913: Veränderlich, meist trüb und regnerisch, westliche Winde.
Letzte 21acbricbtcn,
DieKruppschenLieferungennachBelgien.
Brüssel, 5. Nov. „Le Soir" behauptet, unter dem Kriegsminister Hellebannt seien bei der Firma Krupp acht Kanonen für 4 800 000 Franks bestellt worden, trotzdem Schueider- Creuzot für 2' ° Millionen Franks die gleichen Kanonen liefern wollte. Die Dokumente über diesen Handel seien von dem mit der.Untersuchung beauftragten 'Ausschuß im Januar 1913 und jetzt wieder vergeblich an zuständiger Stelle eingefordert worden.
Das Flensburger Verbot.
K r i st i a n i a , 5. Nov. Die lnesigen Abendblätter bringen das Flensburger Verbot der Amundsenschcn Borträge ohne Kommentar. Das „Morgenbladel" glaubt an em übereiltes Borgern eines einzelnen Beamten. Man müsse abwatten, ob der Kaiser oder die Reichsregierung, sich noch äußern würden.
Griechenland und die Türkei.
K o n st a n t i n olpel, 5. Nov. An der Pforte verlautet, die Botschafter der Triple- Entente hätten dem Groß- wesir beim gestrigen Diplomatenempfang empfohlen, den Friede n s s ch l u ß mit 65 r i e d) e n 1 a ii b zu beschleunigen.
Zu dem Eisenbahnunglück in Melun.
M dun, 5. Nov. Das Eisenbahnunglück wird auf Fahrlässigkeit des Lokomotivführers des Schnellzuges zurückgeftihri, der dem don Marseille mit einer Fahrgeschwindigkeit von 90 Kilometern in der Stunde kommenden Zuge, trotzdem ihm die Signale die Durchfahrt burrf) Marseiile nicht freigegeben hatten, auf dem Geleise weiterfuhr, auf dem der Ponzug ankam. Nach dem Zusammenstoß explodierte der Gasbehälter und setzte die Trümmer in Brand. Hilfe itturde sofort ausgeschickt, aber die Rettung der Verunglückten war sehr erschwert, da die Unglücks stelle nur vom Schein von ^Fackeln und Petroleumlampen erhellt war. Die Lokomotive des Schnellzuges war dem Postzuge in die Seite gefahren und hatte jid) über einen Meter tief in den Erd hoben eingewühlt. Bis um Mitternacht waren 13 Leichen geborgen und 14 Verletzte ins Hospital gebrad)t worden Um 3 lUjr waren noch zwei verkohlte Leichen unter den Trümmern hervorgeholt worden. Fackeln und Lampen waren abgebrannt, so daß vollständige Finsternis herrschte. Die Verwirrung war uri- beschreiblich, die Rettung der Verunglückten außerordentlich schwer. Eine junge Frau war unter den Tender der Lokomotive geraten und hatte das Bewußtsein verloren. Sie wurde rechtzeitig gerettet. Ein Hauptmann der Infanterie starb im Hospital. Ein Post beamter sagte ans, bei dem Zusammenstoß habe sich der Zug in einer Geschwindigkeit von 40 Kilometer befunden. Ersah Menschen, die wahnsinnig davonstürzten. Er glaubt, daß etwa 20 Menschen getötet worden sind. Neun Leichen sind noch nicht erkannt. Ter Zugführer ist leicht am Kopfe verletzt worden. Der Heizer blieb unverletzt.
NOWACK il-Hausfür-——, . isstattungen
EMM llerfe-ldtt
1913.
-7281
Lebensjahre.
ihrem
innigen
sagen
Hinterbliebenen
7279
Lieh, 4. November 1913.
Traisa b. Darmstadt, den 4. Novi
. unsere liebe Mutter
Die tief trauernd Hinterbliebenen:
Karl Krimmel Mariechen Krimmel
Krankheit in Weissenfels
Clara König geb. Rosalsky Professor Walter König.
Giessen, Hofmannstrasse 11. [7285
Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben Gatten, unseres guten Vaters, Schwiegervaters und Grossvaters
tatt besonderer Mitteilung.
'. November abends verschied sanft nach kurzer
, den 7. November, elstrasse 12 aus.
Jahren zu sich
Die Beerdigung findet statt in Traisa Fr nachmittags 3'/, Uhr, vom Trauerhause
Tiefbewegt erfüllen wir hiermit wiederum die traurige Pflicht, dass Gott der Allmächtige gewollt, hat. auch meine unvergessliche, innigst geliebte Gattin, um ihr einziges Kind so sehr besorgt gewesene Mutter, unser.- liebe Tochter, Schwägerin und Tante
nach sehr langem, schwerem Leiden im Alter v< in die Ewigkeit abzurufen.
Giessen, den 5. November 1913.
Danksagung.
Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir auf diesem Wege herrschen Dank. 7283
Die trauernden Hinterbliebenen :
Frau Peter Volk Witwe und Kinder.
Pelze und
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