Ausgabe 
4.10.1913 Viertes Blatt
 
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Nr. 235

163. Zahrgang

Viertes Blatt

Erschein! täglich mit Ausnahme des Sonntags.

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Was das Odol besonders auszeichnel vor allen anderen Mundreinigungs­mitteln, ist seine merkwürdige Dau <y> Wahrscheinlichkeit nach daraus zurückzusüh-

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rsttn Zahnärzten habe niedergelassen.

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nachm. Sonntags 912.

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Gießener Strastammer.

Gießen, 3.

Ein falsches Fünfmark stück wurde eingezogen.

Vertagt auf einen noch zu bestimmenden neuen Termin wurde

Nicht cr sch ie n en waren der Korbmacher 5). K. von G., der vom hiesigen Schöffen­gericht wegen versuchter .Gefangenbefreiung bestraft ist, und, der Fuhrmann PH. Sch. von G., der ebenfalls vom hiesigen Schöffen­gericht wegen Widerstands verurteilt ist. In beiden Sachen waren die Berufungen der Angeklagten infolge deren Nichterscheinens als­bald ohne Sachverhandlung zu verwerfen.

Wegen Beleidigung eines Schutzmanns, der hier nach einem Straßenunfall das heran­drängende Publikum auffordertc, die Straße freizuhalten, ist der Händler L. G. von G. zu zwei Wochen Gefängnis vom hiesigen Schöffengericht bestraft worden, welches einerseits die leichte Er­regbarkeit des Angeklagten, anderseits aber auch die Schwere der Beleidigung berücksichtigt hat. Ter Angeklagte verfolgte Berufung zwecks seiner Freisprechung oder doch, um eine Herabsetzung der Strafe zu erreichen. Das Berufungsgericht kam auf Grund der erneut vorgenommenen Beweisaufnahme zu dem Ergebnis, daß die Strafe durchaus der Sachlage entspricht und verwarf die Be­rufung.

Wegen Veruntreuung einkassierter, seiner Firma gehöriger Geldbeträge wurde der Reisende K. I. von G. zu einem Monat Gefängnis verurteilt.

Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde in folgenden drei Sachen verhandelt: Der Schuhmacher Ehr. Sch. von G. hat sich an seiner Pflegetochter, deren Vormund er war, sittlich vergangen: Urteil: ein Jahr und zwei Monate Gefängnis, worauf zwei Monate Untersuchungshaft angerechnet werden. Der Händler P. M. V. von N.-M. hat sich der Blutschande, begangen an einer seiner Töchter, schuldig gemacht. Er ist wegen Sittlichkeitsdelikts bereits vorbestraft und erhält unter Einbeziehung der ihm durch Urteile der hiesigen Strafkammer vom 18. April und 9. Mai 1913 zuerkannten Gefängnisstrafen von fünf und zehn Monaten eine Gesamtzuchthausstrafe von vier Jahren sechs Monaten, auf die ein Monat Untersuchungshaft angerechnet werden; auch werden ihm die bürgerlichen Ehren­rechte für die Dauer von zehn Jahren aberkannt. Der Haus­diener E. S. hat in Bad-Nauheim öffentlich durch unzüchtige Hand ­lungen an drei verschiedenen Tagen.Aergernis gegeben. Er erhält hierfür insgesamt 6 Wochen Gefängnis, die durch die Unter­suchungshaft verbüßt sind; soweit er sich der öffentlichen Beleidi­gung bei diesen Gelegenheiten schuldig gemacht haben soll, erfolgt Freisprechung, da der Tatbestand der Beleidigung nicht vollständig gegeben ist.

25. Versammlung deutscher Philologen und Schulmänner.

( ) Marburg, 3. Oft.

Die Verhandlungen des Philologenkongresses fanden heute durch eine allgemeine Sitzung in der Aula der Uni­versität ihr Ende. Professor G-erke-Breslau hielt zunächst einen interessanten Vortrag überEine Niederlage des So­krates" und dann machte Direktor Fuhr-Marburg einige ge-i schäftliche Mitteilungen. Als Ort der nächsten Tagung wurde Münster gewählt. Gemeldet hatten sich außerdem noch Dresden, Eisenach, Hannover und Düsseldorf. Mit einem Ausflug nach der Saalburg wurde dann die Tagung ge­schlossen.

DieSiebener ZamilienblStter" werden dem Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das Ktdsblatt für den Ureis Sietzen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweiinal.

Samstag, 4. Oktober 1913

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäls - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Süsser Apfelwein

Vie ttap-llairo-8ahn.

Am 6. Juni d. I. wurde die Teilstrecke Elisabethville- Kambove der Kap-Kairo-Bahn im Kongostaat fertiggestellt. Die neue Strecke ist 160 Kilometer lang. Damit sind, wie dieMitteilungen des Vereins für das Deutschtum im Ausland" berichten, von Kapstadt aus etwa 3500 Kilometer nach Norden fertiggestellt und es fehlen bis Bukama, wo die Bahn den Kongo erreichen soll, nur noch 466^Kilometer. Der Kongo bildet dann auf einer weiteren Strecke von 1440 Kilometern die nordsüdliche Berkehrsstraße. Da im Norden für die Engländer nur noch eine Umgehungsbahn der Nilfälle von Rejaf nach Tufile mit ca. 150 Kilometern und für die Belgier die 800 Kilometer lange ostwestliche Ver­bindungsbahn von Stanleyville bis Mahagi am Albcrt- see zu bauen ist, wosiir die Eisenbahngesellschaft du Congo superieur aux Grands Laes Africains von der belgischen Regierung bereits die Bauerlaubnis erhalten hat, so dürfte in wenigen Jahren der Kap-Kairo-Weg geschlossen sein. Und dabei glaubt man noch", bemerkt zu ähnlichen Mit­teilungen die in Johannesburg erscheinende Zeitschrift Süd-Afrika",England würde Mittelafrika freiwillig dein Deutschen Reich überlassen?"

Spielplan der Gießener Stadttheaters.

Direktion: Hermann Steingoetter.

Sonntag, den 5. Oktober, nachmittags 3VZ Uhr, bei kleinen Preisen:Der Königsleutnnnt." Ende 57< Uhr. Abends 71/, Uhr, bei kleinen Preisen:Ciindenböcke." (Neuheit!) Schwank in drei Akten von Gbhardt Schätzler - Perasini. Ende 9'/, Uhr. Dienstag, den 7. Oktober, abends 8 Uhr (2. Tienstag-Abonne- ments-Vorstellungl:Majolika." Ende gegen 10 Uhr. Mittwoch, den 8. Oktober, abends 7 Uhr (2. Mittwoch-Abonnements.Vor­stellung) :Prinz Friedrich von Homburg." Ende ä/9 Uhr. Frei­tag, den 10. Oktober, abends 8 Uhr (2. Freitag-Abonnements-Vor- stellungs:Kater Lampe." Ende 107, Uhr. Sonntag, den 12. Oktober, nachmittags 3*/2 Uhr, bei kleinen Preisen:Tie fünf Frankfurter/' Ende gegen 5% Uhr. Abends 7ft, Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (unter Mitwirkung der Kapelle des hiesigen Infanterie-Regiments):Püppchen." Ende 10^ Uhr.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: e^§)51. Redaklion:^^112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.

Die Prämiierung beim Pferbemarit.

(Schluß.)

th. Gießen, 3. Oft.

Zuchtstuten mit Fohlen ober nachweislich ge­best, Arbeitsschläge: I. H. Häuser Nieber-Weisel 8 jähr, mit Fohlen 1. Pr. A. Heinz Nieber-Weisel 3 jährig. Fuchs 2. Pr. I. C. Düringer Ober-Hörgern 7 jähr, hellbr. 3. Pr. A. T-ornassenheirn 9 jähr. Rotschimmel 4. Pr. PH. Schäfer III. Großen-Buseck 7 jähr, braun mit Blässe 5. Pr. Freiherr E. v. D i e m a r - Eberstabt 5 jähr. Rotschimmel 6. Pr. Äug. Petry Hattenrob 4 jähr. Fuchs m. Fohlen 7. Pr. R. Krausgrill II. - Nieber-Weisel 4jähriger Fuchs 8. Pr. W. Wagner II. Pohlgöns 5 jähr. Brauner 9. Pr. I. H. Häuser Nieber-Weisel 4 jähr. Fuchs 10. Pr. Wettere Preise in Form von Anerkennungen wurden gegeben an: G. Buteron II.-Röthges bei Laubach, A. Volk III.-Pohlgöns, W. Klotz Vl.-Holzheim, H. Hör lach VIII.-Eberswbt, L. Wald I.-Steinbach, P. Häuser II.-Nieber-Weisel, I. Petrr- Dornassenheim, H. Häuser III.-Nieber-Weisel, H. E. Rompf- Langenhain unb W. SBcbemann»(Eberjtabt.

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Mitein

Telephon M4 Mfparvereins

Mines öh-jahr ln s° stwndlichcr aul diesen, Weae aus. a

Stober 1913.

Hauptlehrer.

Herrn Adolf FischerOlaf", Reiter: Besitzer. 4. Preis Frl. KüchlersFanny", Reiterin: Frl. Alix Küchler.

VII. Jagd mit Auslauf.

1. Preis Herrn Adolf FischersOlaf", Reiter: Besitzer.

2. Preis .Herrn Werner BichlersBobtz", Reiter: Besitzer.

3. Preis Herrn Dr. Gg. Gails.Hans", Reiter: Besitzer. 4. Preis Herrn Hch. NickelsPrinz", Reiter: Herr Kroner, Vilbel.

auch die Emissionsbanken mit der Zufuhr neuer Wertpapiere sich Zurückhaltung auferlegen müssen. Erfreulich^ ist die feste Haltung, bic ber deutsche Anleihemartt jetzt zeigt, tsinb bie Kursavancen im Vergleich zu bent vorausgegangenen Rückgang bis jetzt auch nur recht winzig, so konnte sich die mäßige Besserung boch wenig­stens behaupten. Ueberhaupt hat sich bas ganze Kursnioeau in der letzten Woche nicht wesentlich mnschoben. Die Künbigung des trans­atlantischen Schiffahrtsparts chatte vorübergehenb auf SchiffahrlS- atticn etwas gebrückt, weil man an eine Verschärsimg ber Kon­kurrenz dachte, bann trat aber wieder Erholung ein, weil rnanl ber Ansicht zuneigte, daß roieber eine neue Verständigung auf etwas veränderter Grundlage zustande tomntt. So blieb auch bic Auf­lösung bes Rheinisch-Westfülischen Zement-Syndikats ohne stärkere Wirkung auf die an ber hiesigen Börse gehandelten Zemclttakticn, zumal neuerbings Bestrebungen zur Zusammenhaltung derselben cingclcitct werden, nur Heidelberger waren gedrückt. Für Elektrizi- tätsaktien bestand etwas Nachfrage, die mit einem zu erwartenden günstigen ^lbfchluß der Allgemeinen Elettrizitäts-Gcfellscktaft be­gründet wurde. Für Klcycr Aktien soll für das erhöhte Aktien­kapital wieder eine Dividende von 30% in Aussicht stehen. Die Badische Maschinenfabrik in Turlach beantragt wieder 9% Divi­dende, obwohl der Reingewinn um 55 000 Ml', auf 265 000 Mk. zurückgegangen ist. Um die Dividende in der vorjährigen Höhe aus- sckmtten zu können, dürfte also ber Gewinnvortrag stärker heran- gezogen werben. Zugleich soll das Grundkapital um 500 000 Ml. auf 2 Millionen Mk. erhöht werben. Ob bann für das erhöhte Kapital noch eine gleichhohe Verzinsung erwartet werden kann, bleibt abzuwarten. Privatbiskont 41/2°;o-

Kelterei Kob^ L,et>igstr. 9

Börsen-Wochenbericht.

Frankfurt a. M., 3. Oft.

Wenn man an bie Vorgänge aus dem Balkan auch gerade feine tiefergehenden Besorgnisse mehr knüpft, so erzeugen sic boch immer ein gewisses Unbehagen und lassen an der Börse keine gehobene Stimmung auftommen. Dazu kommt ferner, baß auch^bie Wirt- sck>aftslage noch recht ungeklärt ist unb einen sicheren Schluß auf bic weitere Entwickelung nicht zuläßt. Namentlich in ber Schwer- inbustrie sieht es wenig günstig aus; die Preisherabsetzungen sinb noch immer an der Tagesorbnung, was für eine wemg günstige Lage ber Eiseninbustrie spricht. Nun hat auch bas Rohtftsm- Synbikat sich veranlaßt gesehen, Pveiskonzessionen zu machen unb das Kohlen-Synbikat dürfte in nicht ferner Zeit, soweit ber von ber Eiseninbustrie benötigte Koks in Betracht kommt, diesem Beispiele folgen. Damit würbe den Hüttenwerken allerdings ein Dienst erwiesen, denn sie lämen dadurch in die Lage billiger zu produ­zieren. Niedrigere Erzeugungskosten erhöhen aber wieder ifce Wettbewerbsfähigkeit unb schaffen eine gesteigerte Msatzmöglich- teit. Das ist von besonberer Wichtigkeit, weil Amerika feine hohen Zollmauern jetzt teilweise nieberlegt unb damit unserer Industrie Gelegenheit gibt, bic Ausfuhr nach der neuen Welt zu steigern. Solchen Erwägungen mag es zuzuschreiben fein, daß trotz der mancherlei ungünstigen Berichte, die aus der^ Eisenindustrie ein­gingen, auf dem Montanmarkr keine flaue Stimmung Platz ge­griffen hat. Ueberdies würbigt man auch, baß unsere großen Hüttenwerke burch innere Kräftigung sich auf eine Abschwächung des Eisenmarktes bereits eingerichtet haben unb ihre Mtionäre infolgedessen den Rückgang der Konjunktur nicht in dem Maße zu verspüren haben werben, als wenn in den guten Jahren bic er­zielten Gewinne voll ausgeschüttet worben wären. Gegen Aus­gang ber Woche konnte sich bic Stimmung an der Börse sogar, etwas befestigen, weil ber Quartalswechsel mit seinen großen Ansprüchen an ben Geldmarkt gut überwunden wurde und der Zinssüß etwas nachgelassen hat. Freilich dürfte aus eine Er­mäßigung der offiziellen Bankrate kaum zu rechnen sein, weil die Bank von England sich veranlaßt gesehen hat, die Diskonto- schraube anzuziehen, um den starken Goldentziehungen etwas ent­gegenzuarbeiten. Industrie, Handel und Landwirtschaft werden also voraussichtlich noch weiterhin bie schivcre Bürbe eines 6%igcn Zinsfußes zu tragen haben; aber am offenen Markt dürfte sich die Flüssigkeit doch etwas mehr ausprägen und dadurch dürfte ber Bobcn für eine mäßige Geschäftsbelebung vorbereitet werden. Große Anforberungen dürfen allerdings an ben Geldmarkt vorerst nicht gestellt werden, dazu ist er noch zu schwach und deshalb werden

einä Sache gegen ben Unternehmer F. Ls. W. in N. und mehrere Mitange- fiagte wegen Urfunbenfälschung, ba in letzter Stunde eine Zeuge mitgeteilt hat, baß er am Erscheinen verhindert sei.

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Darmstadt 6111 '»tb^V Gesell- lhStUSitzungen. Familien-

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Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Eberheffen

Reisen nach Russisch-Zentralasien.

Wir werben gebeten, folgende Notiz zu veröffentlichen:

In letzter Zeit ist cs wieberholt vorgekommen, baß deutsche Reichsangehörige, .bic sich zu Geschäfts- ober Vergnügungsreisen nach Russisch-Zentralasien begeben wollten, beim Eintreffen bort an ber Weiterreise verhindert worben sinb, da sie nicht im Besitzt ber erforderlichen E r l a u b n i s d e r r u s f i s che n R c g i e ru n g zum Betreten des Landes waren. Sic,mußten sich bann meistens von Baku aus telegraphisch an bic deutsche Botschaft in St. Peters­burg um Erwirkung ber Reifeerlaubnis wenden unb unter großem Zeit- unb Gelbverlust abroarten, bis bic Mitteilung von der Er­teilung ber Erlaubnis eintraf.

Deshalb seien hier bie russischen Bestimmungen über Reisen von Auslänbern nach Russisch-Zentralasien im nachstehenden erneut in Erinnerung gebracht: Auslänber bedürfen für Reisen nach Russisch- Zentralasien einer besonderen Erlaubnis der russischen, Negierung, die für Deutschs durch Vermittelung der Deutschen Botschaft in St. Petersburg nachzusuchen ist. Die Erledigung der Gesuche um Ertei­lung der Reiseerlaubnis ersordert ebenso wie diejenige von Gesuchen um Gestattung der Waffeneinfuhr und der Führung von Waffen in Rußland fünf bis sechs Wochen von dem Zeitpunkt an, wo die Gesuche ber russischen Regierung zugegangen sind. Die an die Deutsche Botschaft gerichteten Anträge um Erwirkung der Er­laubnis siird zweckmäßig durch das Auswärtige Amt zu leiten. Wird ber Antrag unmittelbar bei ber Botschaft gestellt, so emp­fiehlt es sich, eine behördliche Bescheinigung beizusügen, baß ber Erwirkung ber Erlaubnis steine Bcbcnkcn entgegenstehen. In beiben Fällen werben die Rcifenben gut tun, bic Anträge so frühzeitig zu stellen, baß noch für etwaige Rückfragen Zeit bleibt. Irr ben Gesuchen um Erteilung ber Reiseerlaubnis ist Zweck, Zeit unb Ziel ber Reise genau anzugeben: die Gesuche um Ge­stattung ber Waffeneinfuhr unb b,cr Mitführung von Waffen müssen bereu genaue Beschreibung sowie Angaben über ihre Anzahl unb ihren Zweck enthalten, auch bas russische Grenz­zollamt bezeichnen, über welches bie Einfuhr ftattfinben sosl. Die Einfuhr von Gewehren mit gezogenen Läufen ist verboten. Der Waffenpaß kostet 2,25 Rubel.

CHftfcbifyabrL

Ein Sturz des Fliegers Dahm.

H a m b u r g, 3. Okt. Der Flieger Dahm, der um 12.16 Uhr Nachts mit seinem Monteur int Wasserflugzeug zum Fluge nach V?emel aufgestiegen ist, stürzte, zwischen 1 und 1V2 Uhr Morgens vor dem neuen Hasen Schulau anscheinend infolge einer Benzin-Expl 0- fion in die Elbe, auf der dichter Nebel herrschte. Hamburger Herren, die eine Segelpartie unternahmen, wur­den durch die Hilferufe des Fliegers aufmerksam und alarmierten die Besatzung des in der, Nähe liegenden Zollt reuzersFalke", der die beiden Flieger an Bord nah m. Dahm, der sich an dem Propeller des Flugzeuges feftgehalten hatte, wurde leichtverletzt, wäh­rend der M 0 ii l e u r s ch w e r v e r l e tz t in das Krankenhaus gebracht wurde. Das Flugzeug wurde durch den Schlepp­dampferHai" geborgen.

Gietzener Reilerseft.

Gießen, 2. Okt.

Vom prächtigsten tzerbstwetter begünstigt veranstaltete der Gießener Reiter-Verein am vergangenen Mittwoch feine diesjährige Reit- und Fahrkonkurrenz. Schon frühzeitig ent­wickelte sich aus dem Festplatze an der Pichler'schen Hardt reges Leben und Treiben. Eine große Zahl Wagen und Au­tos brachten die Zuschauer zu den Tribünen und es ist mit ganz besonderer Freude zu begrüßen, daß auch die Gießener Damen in so großer Zahl der Veranstaltung des Reiter-Ver­eins ihr Interesse nicht versagten und das Bild durch die neuesten Herbsttoiletten zu einem farbenprächtigeren gestalte­ten. Der gebotene Sport war durchweg sehr gut. Die Mel­dungen zu den einzelnen Konkurrenzen waren infolge der Be­teiligung der Herren Offiziere des hiesigen Regiments und einiger Herren vom Wetterauer Reiter-Verein, Friedberg sehr- zahlreich eingegangen. Das Preisreiten, zu dem 18 Mel­dungen eingelaufen waren, mußte sogar in zwei Abteilungen geritten werden; bei den beiden Springkonkurrenzen stellten sich je 10 Teilnehmer den Preisrichtern und me Damenreit- konkurrenz hatte fünf Unterschriften erhalten. Das inter­essanteste Bild bot wohl die zum Schluß von Herrn Haupt­mann Poly angeführte Jagd, die über zum Teil sehr schwie­riges Gelände führte u. die in einem Auslauf über 300 Mtr. endigte. Vierzehn Reiter hatten sich hierzu dem Master ge­stellt die die geforderten Hindernisse sämtlich ohne Unfall genommen haben. An den Fahrkonkurrenzen beteiligten sich ein Tandemgespann und fünf Einspänner. Herr Univ.-Reit­lehrer Himmrich zeigte in fast allen Konkurrenzen feine Reit­kunst außer Konkurrenz. Möge der gute Verlauf dieser ersten Veranstaltung dem Gießener Reiter-Verein ein Ansporn fein zu weiterer fleißiger Arbeit auf dem Gebiet des schönen und gesunden Reitsportes. . .

Nachstehend geben wir kurz die Resultate der einzelnen Konkurrenzen:

I. Rcttkonkurrenz.

1 chi-eis Herrn Hauptmann SchwcndysElektra", Reiter: Besitzer 2 Preis Herrn Louis Lotz'Hektor", Reiter: Besitzer. ? Breis Herrn Major GroßmannsNora", Reiter: Betttzer. 4 Preis Herrn Fritz SchlütersLore", Reiter: BKtzer 5 Preis Herrn Ti^arzt MüllersRenate", Reiter Herr Dr. Gclpkc.

II Damenrcitkvnkurrenz.

1 Breis Herrn Universitäts-Reitlehrer HimmrichsCato", nr-rf Lisch Schwan. 2. Frl. Alix KüchlcrsFanny", Reiterin:' Frl.' Mchler. 3. Pr. Herrn Tierarzt MüllersRenate", Reiterin: Frau Käte Nremann

III Fahrkonkurrenz für -L a n b c m g e | t>a n n e.

1 Preis Herr Karl Brückmann, Burghos.

rv Leichte Springkonkurrenz.

1 Preis Herrn Fritz SchlütersLoreft Reiter: Herr Ad. 9 girei^ Herrn W LoebersDrana", Retter: Be- fchcr.^3.^Preis Herrn Hauptmann CoulmannsBubi". Reiter: SefitM?r'V Fahrkvnkurrcnz für Einspänner.

1 Breis Herrn E. NiemannsQueen", Fahrerin: Frau Nien!anm 2. Preis Herrn C. BrückmannsKuckie , Fahrer:

T »frn! to~ Ä1 °Jw" leitet: ttetotr. 2. ÄSS»« R°it°r: .Besitz--. 3. Weitz

Restaurant Giessen

reu ist, bau sich das Odol beim Mundspülen förmlich in bie Zäh­ne unb bie Mundschleimhaut einfaugt, diese gewissermaßen impräg­niert und so gleichsaui die Muudhöhlemit einer mikroskopisch dünnen, aber dichten antiseptischen Schicht überzieht, die noch ft u n b e n t a n g , nachbem man sich den Mund gespült hat, ihre Wirkung äußert. Diese Dauerwirkung besitzt kein anderes der für die tägliche Mund- und Zahnpflege überhaupt in Betracht fom- menben Präparate. Sie gibt demjenigen, der Odol täglich gebraucht, die Gewißheit, daß sein Mund ftunbeulang geschützt ist gegen die Wirkung der Gärungsstoffe und Fäulniserreger, die die Zähne zerstören.

Preis:/i Flasche (Monate ausreichend) M. 1.50,

'/r Flasche M. -.85. (C21/,

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