kennen, welch großes Interesse den Ausführungen entgegen- gebracht wurde. Die Vorträge wurden auf Veranlassung des Krieger- und Gemeinnützigen Vereins gehalten.
Kreis Büdingen.
- 1. Ranstadt, 27. März. In einer hiesigen Ziegelei verunglückte dieser Tage der 26jährige Ziegler L. Rullmann von Ober-Mockstadt dadurch, daß ihm herabs'.ürzende Erbmassen in einer Grube starke Quetschungen der Brust herbeisührten. Kurze Zeit darauf erlag der Verunglückte seinen erheblichen Verletzungen.
KreiS Alsfeld-
- --Alsfeld, 27. März. Die Spar- und Leih - taffe für den AmtSgerichtSbezirk Alsfeld G. m. b. H. wählte in ihrer letzten Mitglieder-Versammlung an Stelle des verstorbenen Direktors Altbürgermeister Arnold den Landtags- Abgeordneten Justizrat Reh als Direktor und an dessen Stelle als Mitglied des AerwaltungSauSschusfeS Bürgermeister Dr. VSlfing.
Kreis Schotten.
S Dom oberen Vogelsberg, 27. März. Infolge oeS milden Winters sehen die Getreidefelder oorzüg. lich aus. Ebenso haben sich Wiesen und ttleeäckec bis jetzt ausgezeichnet entwickelt, was für die Landwirte von großem Mutzen ist, da dir Heuoorräte, die voriges Jahr äußerst knapp aufgespeichert werden konnten, zur Steige gehen. — Der erste Hasensatz ist gut daoongekommen, so daß sich auch günstige Aussichten für die diesjährige Herbstjagd eröffnen. Bedeutende Nachpflanzungen von Fichten werden eben in jungen Hegen oorgenommen, da im verfloflenen Sommer viele dürr geworden sind.
- L Ober-Seemen, 27. März. In der Nähe von Volkartshain landete dieser Tage ein Luftballon, der die .Aufschrift ,Gelsenkirchen* trug. Der Ballon, der um 6 Uhr niederging, war mittags um 12 Uhr mit zwei Insassen, einem Herrn aus Elberfeld und einem anderen aus Krefeld, in Neuß aufgestiegen. Abends um »/,9 Uhr wurde der Ballon von hiesiger Station aus nach dem Herkunftsorte geschickt.
Starkenburg und Rheinhessen.
b. Mainz, 27. lNärz. In der heutigen Sitzung ver -Stadtverordneten wurde für das 17. Deutsche Bundes- in Frankfurt ftattfinbct, eine Ehrengabe von oOO sDtxtrt bewilligt. — Die Lernmittel an sämtliche Volks- schüler sollen t>mv jetzt ab ohne Antrag der Eltern frei von der Stadt geliefert werden, da bisher nur etwas über 1 Prozent von der freienn Lieferung keinen Gebrauch gemacht hatten. 2ie Stadtverordneten stimmten dem Antrag dec Bürgermeisterei zu.
™ Mainz, 26. März. Ter hiesige Verein für Flugwesen hatte an den Großherzog die Bitte gerichtet, daS Protektorat über den Verein zu übernehmen. Der Groß- Herzog hat dieser Bitte entsprochen. In dem Antwortschreiben hat der Großherzog von den großen flugsportlichen Veranstaltungen anläßlich des zweiten beutfckzen Zuverlässigkeüsfluyes am Oberrhein 1912 mit Interesse Kenntnis genommen und bie Einladung au den Veranstaltungen, die in den Tagen 15.. 16. (Himmelfahrt) und 17. Mai auf die dritte Hauptetappe Mainz entfallen — Ankunft der Zuverlässigkeitsflieger (25 Piloten), .besondere Schauflüge (8 Flieger), Abfahrt der Iuverlässigkeits- -flieger mit Höhenivettbewerb, Tellnahme von einem oder zwei Zeppelinschissen angenommen.
KreiS Wetzlar.
X. Krofdorf, 27. März. Wie schon kurg berichtet /tmtbe, hat der Gemeinderat rn seiner letzten Sitzung die zwischen Oberbürgermeister Mecum und Bürger- meister Braun durchgesprochenen Bedingungen, unter denen eine Straßenbahnverbindung Gießen —Krofdorf zu erreichen sein würde, gcbllligt. Hebet die Bedingungen wird von den beteiligten Stillschweigen bewahrt, da ein Vertrag noch nicht besteht und die Zu- »limmung der Gießener Stadtverordneten noch aussteht. Unsere Gemeinde i t bei der eleltr. Lichtanlage mit Gießen gut gefahren und ho ft dasselbe von der Straßenbahnverbindung. Der wirtschaftliche Vorteil einer modernen und regelmäßigen Fahrtverbindung wird für unsere Gemeinde außerordentlich groß sein. Neben der Möglichkeit, daß dadurch Arbeiter und Produkte bequem und billig zur Stadl gelangen können, wird Krofdorf mit seinem Wunderbaren Wald und die alte Feste Gleiberg Gießen nähergerückt.
O Hochelheim, 27. Mürz. TaS dürftige Futterjahr 1911 macht sich jetzt in vielen Haushaltungen geltend, die Milchwirtschaft ist vielfach zurückgegangen. Infolgedessen fehlt es den Msesabci- kanten vielfach an dec Kasematte, die auch im Preise'sehr ge- sttegen ist.
Hessen-Nassau.
0 Ma rburg, 27. März. Unsere Stadt ist jetzt um zwei große Wohlfahrtsanstallen reicher geworden. In der Universitais- straße wird in der nächsten Zeit daS sog. PhilippshauS eröffnet, das christlichen Versammlungen dienen soll und womü auch ein Hospiz verbunden sein wird, und weiter ist seit gestern auch der westlich der Stabt aus BergeShohe liegende Elisabethhos von zahlreichen weiblichen Insassen bezogen worden.
wandern nnd Reisen.
MW Friedberg, 24. März. Der Taunusklub „Welte rau", der mu einer Anzahl seiner Mitglieder als Zweig- v er ein auch dem B. H. E. angehört, hielt gestern abend rnuer dem Vorsitz von Finanzrat H o o s - Friedberg bei Gastwirt Ph. Steinhäuser hier seine 31. Hauptversammlung ab. Nach dem Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden war der Klub im ab- gelausenen Vereinsjahre rege tätig, durch Anbringung von neuen Markierungen, Wegweisern und Schildern im ArbeüSgebiet und durch Wanderungen. Es wurden 12 Programmwanderungen aus- geführt mit einer Gesamtteilnehmerzahl von 301 (gegen 221 im Vorjahre). An mindestens neun Touren beteiligten sich Fräulein Kissel und Frl. Wichmann-Bad-Nauheim, Prof. jkamer-Fried- verg und Schriftsteller Wichmann, Kaufmann Weber und Ober- lchrer Fuldner-Bad-Nauheim. Ihnen werden bei einer befon- sonderen Veranstaltung Wanderauszeichnungen überreicht. Außerdem werden auch die Wanderer ausgezeichnet, die innerhalb fünf Fahren sich an 25 Wanderungen beteiligt haben. Es lind dies Direktor Dörr und Geometer Ritzett-Friedberg und Rechnungsrat Kissel-Bad-Nauheim. Die Mitgliederza^ beträgt jetzt 312 (201 in Friedberg und 111 in Bad-Nauheim>; davon gehören 90 dem Vogelsberger Höhen-Club an. Auch die daraus von Reallehrer Koth-Friedbcrg v rg narnmme Rechnungsvorlage ergab eine Günstige Entwicklung. Tas Vereinsvermögen beträgt jetzt 1148,59 Mk. Außerdem ist der sogen. Turmbaufonds, der zwecks Errichtung eines Aussichtsturms auf dem Steinkops vorhanden «Ü, auf 1343,20 Mk. angewachsen. — Aus dem Bericht des ßanberwatts Geometer Ritzert-Friedberg ist hervorzuheben, daß Verhandlungen mit Nachbarvereinen gepflogen worben sind, als )eren Ergebnis zwei größere Markierungslinien nach dem Vogels-- .^rg entstehen werden, die eine von Friedberg ausgehend und J&er die Sternbacher Kirche, Kloster Engelthal, Altenstadt und die «tonneburg nach Gelnhausen führend, Die zweite in Bad-Nau- Vim beginnend und über Steinfurth, Münzenberg, Muschcn- Inm, ^Arnsburg, Lich, Nonnenroth, Laubach und Lauterbach «ch Schlitz führend (blauer 0)- — Bei der Neuwahl des "oxtzgndes wurde der ^orjtaßb roiebergeroä^lt. — Von den, Sß'
Uägcn knüpf re sich vor allem an den des Professors Strahier- tiricbberß, der TaunuSklub möge die Bestrebungen der Jung- deutf chla n d-B eweg u ng unterstützen und dem Bund all Mitglied beitveten, eine lebhafte Aussprache Ter Vorstand erklärt« sich bereit, sich mit dem Gegenstand näher zu befassen. Biel Anllang fand em Antrag von Lehrer Oswald, der an den Vorstand daS Ersuchen richtet, der Frage der Einrichtung einer Schüler- und Studenten Herberge im Arbeitsgebiete des TaunuSklubs „Wetterau" näherzuttetcn. Auf Vorschlag von Finanzrat Hoos wird aus der Versammlung heraus ein AuS- jchuß gewählt, der gemeinsam mit dem Vorstand die Frage der Iugendwanderungen und Schillerherbergen bearbeiten soll.
Die Berliner Untergrundbahn unter IDaflcr.
Ter bereits gestern mttgeteilte Wassereinbruch in her Berliner Untergrundbahn hat seinen Grund in dem Bruch beS durch die Spree führenden Tunnell. Wir erhalten darüber noch folgende Meldungen:
Berlin, 2,. März. In der Baugrube der Unter- ^rundbahn brach in der vergangenen Nacht in der Mitte der Spree zwischen der Stralauer und der Wallstraße die Stirn- wand del Fangdammes und große Wassermassen ergossen sich in die 10 Meter tiefe Baugrube, wo 80 Mann mu Be- tonierungSarbeiten beschäftigt waren. Der .fertiggestellte Bau in der Spree sowie die Baugrube in der Spree und in der Stralaper und Klosierstraße bis zur Kunstschule sind völlig unter Wasser gesetzt. Ein Arbeiter und zwei Pferde konnten durch Polizei und Feuerwehr rechtzeitig gerettet werden. Wegen der Einsturzgefahr ist die Brücke über den Tunnel für den Verkehr gesperrt. DaS Wasser drang am Bahnhof Sptttelmarkt ein, und man befürchtet, daß eS weiter bis zum Bahnhof Leipziger Platz vorbringt. Der Verkehr zwischen ben beiden Bahnhöfen wurde vollkommen einge- stellt. Der Schaden ist sehr erheblich. Man sängt jetzt durch Zwischenschächte bad Wasser ab, damit cS nicht größeren Schaden anrichtet. Nachdem das Wasser in der Baugrube bis zum Spreeniveau gcsttegen war, wurde die Brückensperrung wieder aufgehoben. Ueber die Ursache des Wasser- durchbrucheS kann bisher besttmmtes nicht angegeben werben, doch scheint die starke Strömung des SpreewasserS den Bruch der Spundwände herbeigefuhrt zu haben
Berlin, 27. März. Die Durchbruchstelle im Spreetunnel der Untergrundbahn bietet am Abend beim trüben Laternen!icht ein noch traurigeres Bild der Verwüstung als am Tage. Die Hoffnung, daß man schnell mit den Ausschöpfungs- und Ausräu- mungSarbeiten fertig werden würde, um morgen den Betrieb wieder aufnehmen zu können, hat sich als trügerifd? erwiesen. Man versucht zwar durch Zementsäcke das Wasser vom Bahnhof Sptttelmarkt abzudämmen, doch ist der Erfolg sehr gering. Die Wassermassen sind von heute mittag btS zum Abend noch 70 Zentimeter gestiegen, so baß sie jetzt nicht nur bie Gleise, sondern auch die Bahnsteige überfluten. Wahrend ber Nacht werden sechs Kreiselpumpen ausgestellt, von denen jede in der Sekunde 138 Liter aufzusaugen vermag, um aber bis morgen abend die gesamte Wassermenge aus ber Strecke Spittelmarkt bis Leipziger Platz entfernen zu können. Müßte man 15 Kreiselpumpen in Betrieb setzen. In der Praxis wird die Arbeitsleistung zum Teil wieder zerstört, weil die Spree fortgesetzt neue Attacken auf die Notschutzwände ausübt. Zu allem Unglück trat heute abend noch Kurzschluß in der elektrischen Leitung ein, so daß man, falls der Strom nicht wiederhergestellt werden kann, die Pumpen durch Lokomobilen treiben muß. TaS Straßenblld ist naturgemäß in allen Stationen gleich lebhaft. Die Aufnahme des Betriebes wird sicherlich nicht vor einigen Tagen erfolgen können. Wann ber Spreelunnel sein früheres Aussehen zeigen wird, ist noch gar nicht abzusehen.
Berlin, 27. lutär». m i* gelungen, in dem Tunnel der Untergrundbahn vor dem Spittelmarlrbahnhof eine Spundwand herzustellen. Gleichzeitig wurde eine Tampspumpe mit einer durchschnittlichen Förderung von über 3000 Liter in der Minute in Betrieb gesetzt Schätzungsweise sind annähernd 100 000 Kubikmeter Wasser in den Tunnel eingebrungen.
Die Banträuber im Automobil.
Die Nachforschungen ber SicherheitSbehörbe nach den Automobilbanditen blieben bisher vollständig vergeblich. Man will die Verbrecher an den verschiedensten Orten gesehen haben, aber alle diesbezüglichen Angaben erwiesen sich als unrichttg. Mir erhielten darüber folgende Nachrichten:
Paris, 27. März. In Dünkirchen verständigte ein Casstier die Polizei, daß ihm zwei Leute wegen ihrer Aehnlichkeit mit den Banditen aufgefallen seien. Als die Polizeibeamten eintrafen, waren die beiden Leute verschtounden. Auf der Marmortafel des Tisches, an dem sie gesessen hatten, war die mit Garnier unterzeichnete Bemerkung zu lesen: Chantot, ber gefährlichste Mann Griechenlands, ist daS Urdlld beS verbrecherischen Automobilisten. Die Polizei glaubt, daß eS sich um einen schlechten Scherz handelt. Eine ähnliche Szene spielte sich fast um dieselbe Stunde in Rouen ab. Ein Witt tdeponierte der Polizei, daß einer seiner Gäste, auf den ber Steckbrief Garniers paffe, ein Zeitungsblatt zuruckgelassen habe mit der Aufschrift: Niemals werdet ihr mich festnehmen. Garnier. Die Polizei fahndet auf ben Mann, obgleich sie überzeugt ist, daß eine Täuschung vorliegt.
Paris, 27. März. In Dünkirchen ivurden außerdem am Dienstag vier Leute angehalten, die eine gewisse Aehnlichkett mit den Automobilbanditen hatten. Es stellte sich jedoch heraus, daß es vier bekannte Flieger waren, die in Dünkirchen eine Fliegerschule errichten wollen. In Mery (Depatternent Oise) wurde gestern abend der Pariser Schnellzug von der Gendarmerie und einer bewaffneten Volksmenge umringt, bie „Schlagt ihn tot’." rief. In dem Zuge befanden sich drei Automobilisten, bie in Valmondois ihren Sagen verlassen und den Zug bestiegen hatten, was zu dem Gerüchte Anlaß gab, daß sie die Auwmobilbandüen seien. Die Reisenden wiesen jedoch nach, daß sie friedliche Kaufleute seien. In Courbevois bei Paris wurde der Karabiner gesunden, mit dem einer der Banditen nach der Bluttat von Chantilly bie Verfolger abgewehrt hatte. Die Nachforschungen ergaben, baß ber Karabiner aus einem am 24. Dezember vorigen Jahres bei einem Wafsenschmieb in ber Rue Lafayette verübten Einbruchs- biebstahl berrühn, als beifen Urheber vor einiger Zeit ein Anarchist namens Kibaltschitch unb bie verantwortliche Redakteurin an der Zeitung „Anarchie", Frau Maittezean, oerhastet wurde.
Paris, 27. März. Mehrere reiche Privatleute haben dem Direktor ber Sicherheitsbehörde Guichard ihre Automoblle zur Verfügung gestellt, um ber Polizei bie Verfolgung ber Auwmobil- banbiten zu erleichtern. Tas Anerbieten wurde jedoch ab gelt b n t.
Paris, 27. März. Polizeipräfekt Lspine verfügte, daß nunmehr die oft sehr bedeutenden Einnahmen am Totalisator auf dem Rennplätze stets unter Bewachung von 20 mit Revolvern bewaffneten Schutzleuten nach Paris gebracht werden fallen. Wie festgestellt wurde, sind bie Automobilbanbuen durch einen vor einigen Monaten verübten Waffenbiebstahl in den Besitz von 19 Revolvern, 9 Repetierkaradinern unb 6 Jagdgewehren gelangt.
vermischtes.
* I rn Schneesturm umgetommen. Ter Amtsrichter Weiß, der Amtsgerichts'ekretär Meindl unb ber Ingenieur Pichler aus Ingolstadt unternahmen am Sonntag eine Scbliahrt von Kitzbuhel auf den Bengdstein. Sie gerieten in einen iurchtöarcn Schneesturm, bei dem Weiß infolge ber Ueber- anftrengung bewußtlos zusammenbrach. Seinen Begleitern adano. cj iiuQi zweitägigen großen Anstrengungen, Kufstein zu erreichen. Gestern früh ist eine .Expedition abgegangen aur Die Suche nach Weiß, der voraussichtlich bereits tot ist.
* Juwelenräuber. In Warschau Deriutfjten gestern abend drei LäSdlLD der IichMriü totes Jmselengcicvaftes. im
Torweg des Wohnhauses eine Lebertasche mü Juwelen unb Uhren iu entreißen. Aus ihr Htlfeaeschrei eilten mehrere Herren herbei, bie von ben Räubern burch Schüsse verwunbet würben. Ein zu'Lllig vordeigehenbec Polizeiagent pcriolgte bie Strolche und verwundete sie durch mehrere Schüsse. .Einer wurde fest- genommen, die anderen entkamen.
Kleine Tagerchronik.
Gendarmerie und Feuerwehrleute haben am Dienstag abend bei dem Torfe geringen an der Werra einen Zigeuner auf- gespurt, ber, al» er sich entdeckt sah, auf feine Verfolger etwa 10 ^diuife abttucac, von denen einer einen Feuerwehrmann verletzte. Ter Zigeuner wurde verhaftet. Cb er zu Der Bande gehört, die den Fuldaer Förster ermordet hat, ist nod) nicht festgestellt.
Am Mittwoch ist auf Zeche Kaiserstuhl bei Dortmund bie Trommelnabe ber Förderungsmaschine gerissen Infolge dieser Störung müssen 600 Arbeiter etwa vier Wochen feiern.
Der 20-iübrige Färber Rixgens aus Raydt bei Düffel- darf, ber sich vor einigen Tagen der Görlitzer Polizei gestellt hat. wurde al- ber Bankräuber ermittelt, ber im 'Jluguft 1911 in zwei Breslauer Bankgeschäften unter Drohung mit bem Revolver einen Raubanfall versucht hatte, aber versä-eucht worden war
Gestern wurde bemerkt, baß aus einem Zimmer beS Märkischen MuseumS in Berlin ein Bild von ber Wand ver- schwunben war, eine Hanbzeichnung von Papin, ein Bildnis Fellners barstellend. Das Bild war von ber Wanb ordnungsgemäß losgeschraubt. ES steht noch nicht fest, seit wann da- Bllb fehlt.
Der 70jährige Besitzer Hancn bet Schtoachenwalber Mühle bei dürfte nroalbe stürzte in ber Tunlelheit von dem Stall- hoben herab unb blieb schwer verletzt liegen. Seine Frau wollte auS einem benachbarten Otte Hilfe holen, wurde aber unterwegs von einem Herzschlag getroffen.
Auf bem Zier ker See in Mecklenburg würbe ein Segelboot, in dem ber Einjährig-Freiwillige Peters aus Köln unb ber Sohn bes Restaurateurs Petersen aus Neustrelitz eine Fahrt unternahmen, von einer heftigen Boe ersaßt und zum Kentern gebracht. Beide Insassen ertranken. Tic Leichen sind noch nicht geborgen.
Ter Brauereidirektor Hauptmann a. D. Dr. Alfred Mau - ritz in München stiftete dem 18. Infanterieregiment 5000 Mk für Unterstützung RegimentSangehönger.
Ter kaiserliche Förster Ichtencgger sprang bei Ischl, weil er Tienftentlassuna zu befürchten hatte, von einer 40 Meter hohen Felswand und blieb mit zerschmetterten Gliedern liegen.
Vier Kürassiere des 9. französischen Regiments in Noyon überfielen in später Stunde eine SchnapSwirttn, bie ihnen ben Eintritt verwehren wollte, mißhanbelten sie und ihre alte Tante furchtbar, schlugen mit ben Säbeln auf zu Hilfe eilende Passanten und mißhandelien bann iwch einen Schmieb unb einen Wachtmeister, bis eS enblich einer Patrouille gelang, sie zu entwaffnen unb festzunehmcn.
Von ber Labung ber „(Sofana", die vor kürzem bet einem Zusammenstoß mit dem deutschen Schiff „Pisagua" in den Grund gebohrt wurde, ist von Tauchern eine jtiftc mit öJolb geborgen worden.
Ein Zyklon richtete in Buenos-Aires bedeutenden Schaden an. Acht Personen wurden getötet, 30 verletzt. Gleichfalls wütete ein Zyklon im Distrikt Innin unb tötete 10 Personen und verletzte 20.
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Gericht-saat.
London, 27 März. Gestern begann vor dem Londoner Schnmraericht gegen 26 Frauen, bie am 1. März irrt Lonboner Westend bie Fenster eingeschlagen hoben, die Verhanblung. Das Urteil lautet in verschiedenen FÄlep auf 4 biS 6 Monate Gefängnis.
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*- Amtlicher wctierdcricht.
Oesfentlichev Wetterbienst, Gießen.
Wetteraussichten in Hessen für Freitag, den 29. März 1912: Wolkig, boch meist trocken, kühl.
Danksagung
Familie Wagner
Besold icrt einen
Für bie vielen Beweise herzlicher Tellnahme bei bem un8 betroffenen schweren Verluste sagen wir innigsten Dank.
Letzte Nachrichten.
Die hessische Beamtenbesolduagevorlage.
Gießen, den 28. März 1912. 232S
bs. Darmstabt, 28. März. In ber Ersten Kammep hielt Finanzminister Braun bie Einführungsrebe iur ~ ‘ bungsresorm-Vorlage. Die Vorlage erforbi Mehraufwand von 2299230 Mark. Zur Deckung werden in erster Linie benutzt bie 460 220 Mack, bie der diesjährige Voranschlag als Ueberschuß ergibt, sowie 400000 Mark aus den
Eisenbahnüberschüssen. Vom 1. April 1913 ab ist außerdem' die Erhöhung der Einkommensteuer von 115 auf 120 Prozent und ber Vermögenssteuer von 95 Pfg. auf 1 Mk. für 1000 Mk. Vermögen vorgesehen. Die Beamtendesol- bunaen sotten in folgenber Weise erhöht werden: Einkommen unter, 1500 Mark werden um 13 Prozent, von 1500 bis 2000 Mark und 12 Prozent, von 2000 bis 3000 Mark um 11 Prozent, von 3000 biS 4400 Dtark um 10 Prozent, von 4400 bis 6000 Mark um 8 Prozent, von 6000 bis 7000 Mark um 6 Prozent zach über 7000 Mark um 4 Prozent erhöht.
B!
bs. D a r rn st a d t, 28. März. Die für das nächste Iahv angesetzt gerocfenc Ausstellung der Darm städter« Kun nler ko lonie ist auf Veranlassung deS Großherjogs auf das Jahr 1914 verschoben worden.
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Familie Malkomesius.
Gießen (Mittelweg 14), 28. März 1912.
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme beim Hinscheiden unseres guten KindeS
Emmi
sagen innigsten Tank


