Ausgabe 
31.1.1912 Drittes Blatt
 
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162. Jahrgang

Drittes Blatt

L 26

Urfchetm tR-stch Ausnahme deA Cenniagi.

(BH*/,

eine bÄusliche Trinkkur mit

Dietz.

Müller.

As*mann*bün*»er natürlichem Glchhtasser. Rein natürliche Füll>111 c. mit natürlicher Kohlensäure auj.'e- telcberL Broschüre mit Heilberichre i und Arzt Gutachten freL Brunnenverwaltung Gichtbad Assniannshausen am Rhein.

Depot für Jmn Weisel, Telephon <35.

Fahnenweihfest. ,

-g. £> u n g e n , 29. Ian. Gestern abend sprach im Saale der Traube" Provinzialrabbiner Tr. Hirschfeld überDieVol ker- lieb c der Jude n". Tie von hier und aus der Umgegend lehr zahlreich erschienenen Zuhörer, darunter ein großer Teil Nicht- Israeliten, folgten mit größtem Interesse den Ausführungen. Großer Beifall folgte dem einstündigen Vortrag. Lehrer Isaac gab den Gefühlen des Tankes Ausdruck.

Kreis Schotten.

O Laub ach, 29. Ian. Auf Beranlassung des hiesigen Gewerbevereins wurde imSckchtzenhof" hier ein Vortrag von Ncalgymnasiallehrcr Ka h l aus Darmstadt gehalten. Tas Thema lautete:Durch welche Mittel der Staatshilfe und der Selbsthilfe kann die wirtschaftliche Lage des Hand- ivcrks gebessert werden". Ter Redner verstand es, die Zuhörer zwei Stunden lang zu fesseln. Ter Vortrag klang aus in Der Mahnung, zu festem Zusammenhalt und Amchluß an den Gewerbeverein. Tie zahlreiche Versammlung spendete reichen Be^frud en, 30. Ian. Hier k-m der Arbeiter S?n ö 6, beirn^Fällen eines Baumes so unglücklich zu Fall, daß er sich in ärztliche Behandlung begeben mußte. Er soll der Klinik- in Gießen zugesührt werden.

= Ulfa. 29. Ian. Zur Feier von Kaisers Geburts- t a g hielt unser Turnverein gestern abend im Tätlichen Saale eine Abendunterhaltung mit thematischen Vorführungen ab. Es war in dem jungen Verein die erste Veranstaltung dieser Art, und mit Stolz dürfen die Mitglieder darauf zurückblicken. Alle Mitwirkcndcn gaben ihr Bestes und ernteten slürmisckicn Beifall. Lehrer Magnus hatte die mühevolle Arbeit des Ein­studierens der Rollen, sowie die Leitung des ganzen übernommen. Der Turnverein Nidda war mit Rat und.Tat behilflich.

Mittwoch, 51. Januar 1912

Hotafionfbrud imbßexinp der 8t 0 blldltn Unuwrfuätl - 8.id>* unt stnnötudtsct 9l lange. Ließen.

Au» Statt und Land.

Gienen, 31. Januar 1912.

ttieWietzener LomtNendlSNer- werden dem #tln*rtflere etermal wöchenilnd deig-legt. daß Krelslletl (Bi lai Xrets »letzetf »rvennal »vchenilich IteLaadwtrtlchasillche» Lett« fragen" erscheinen awnailid) <roeu:iaL

<5ericbtsiaaL

Darmstadt, 29. Jan. In der vom Reichsgericht nach Aushebung des Mainzer freisprechenden Urteils an die Straf­kammer Tarmstadt verwiesenen Beleidigungsklage des Notars Tr. Gärtner in Worms gegen den Gerichtsassessor Günther in Mainz fällte die Strafkammer in Tarmstadt ebenfalls ein freifprechendes Urteil. Beide Herren waren während der Ver­wendung des Assessors am Amtsgericht Pfeddersheim in einen Zwist geraten, der eine Forderung von selten des Assessors zur Folge haue, die aber durch den Ehrenrat beigelegt wurde. Beide

Redaktion. ®ypebttton und Druckerei' ©dmfc fhaee 7. ©xpröinon und Verlag 6L ReödftiorceswUa. ret.-Adr^A.^eiger<»'esen.

** Tic zunehmenden Tage machen sich jetzt schon deutlich bemerkbar. Während zur Jahreswende die Sonne erst mir 8,14 Uhl erschien, geht sie jetzt punlt 8 Uhr aus.^ Noch großer aber ist bei Loiininuntergangsunterschied. Mitte Dezember ver- lhj uns das Tagesgestirn bereits vor 4 Uhr nackpnittags, zur Jahreswende 3,53 Uhr, dagegen jetzt erst 4,23 Uhr. Wir haben bu d eine Stunde länger Tag als zurdunkelsten" Zeit, und werden ei, reckstbald deutlich meilen, daß es dem Frühling entgegengehl.

** Vom N aturheilvcrein Gießen wird uns gc- xf)ric6en- Ter Verein hat in der Person des praktischen Arztes Ir in ob H. W in sch für den öffentlichen Vortrag vom 5. Februar richt mir einen fe ss e l n den R ed ne r gewonnen, der es versteht, amdtaulid) und leicht verständlich Tür jedermann zu sprechen, son­dern vor allem einen erfahrenen älteren Arzt, rbonnen auch kcienpraktiker mindestens zurzeit vielfach noch gar nicht entbehrt Heben, so lange sich die offizielle Medizin, die Schule allen grund- jd lidien und sbstematiscken Anschauungen der Naturheilkunde ver- sck, w'st, so ist es dock ein sehr zu begrüßender FortlchrUt, daß Lc in immer wachsender Zahl approbierte Aerzte dieser methodnchen k-ditung in der Heillünde zuwenden. Es muß wwder und immer tr.eber betont werden, daß die Anerkennung der Parität au! dem 14:biet der Heilkunde ebenso durchgesetzt werden muß, wie auf * len der religiösen Ueberzeugung: denn die Gegensätze sind noch lange nickst überbrückt und wir find heute weiter denn jcdavon irticrnt, in der Medizin die allein wahre exakte Wllienichast in sttschunq der Heilkunde zu besitzen.

* Vom Frauen st im mrechtsverein schreibt man uns: Zu einem öffentlichen Vortrag d.s Frauenstimmrechtsvereins ist die ehemalige Polizeiassistentin Sck'weuer Henriette Arendt, deren Tätigkeit in Stuttgart unvergesseii i|t, gewonnen worden. N-ch ihrer Entlassung 1908 widmete sic ihre ganze Arbcilskiatt dem Gebiet, das sich ihr in ihrer Tätigkeit als Polizeiassistentin : al s das am meisten vernackstässigte offenbart hatte: der Hürsorgr fÜT Personen, die weder vom <;taat iiock» von der Gemeinde, noch Laon irgend einer sozialen Instituts in in C bljut genommen werden. 8wrnehmlich schenkt sie ihre Hauptausmerksamkeit den Kindern, die i ab- überflüssige Objekte im Kampf ums Dasein von gewissenlosen Mittcrn und Pflegecllerii auf die Straße gestoßen^ verkauft oder ; nnßhandelt wurden. Einem unsagbaren Elend ist Schwester >ben- riitte aut die 2mir gekommen, und als erste in Europa gelang es ihr, die Fahrten internationaler Händler und Agenten- auizu- Daii'en und einen regelrechten Kinderhandel feitzustellen, der an ürisbehnung und Gefährlichkeit dem internationalen Mädchenhandel kuirckiaus gleichkommt. Niemand, der nur eine Ahnung von diesem : schändlichen Treiben hat, kann gefühllos daran vorübergehen. Mit levundernswerter Tatkraft hat Sckstvcster Henriette Arendt be 'Minen, diese unglücklichen Wesen zu sammeln und in gute Hande ui geben. Entweder behält sie die mißlstindetten Kinder in ihrem . Pflegeheim in Stuttgart, oder sie kommen durch ihre Vermittlung mi ordentliche Familien, unterstehen aber ihrer VormundschaN I.r eigene Mittel der Schwester nicht zur Verfügung stehen, muß iia die Kinder ans dem Ertrag ihrer Vortragsreisen^und den frei- willigen Gaben reicher Kinder freunde erhalten. So schickte^ ihr

Heyse von seinem Nobelpreis 1000 Mk., und ähnliche istip

Märkte.

fe. Frankfurt a. M., 30. Jon. Heu- und Stroh markt Angewbren umreit 7 Wogen Heu und 3 Wogen Stroh. Man notierte: veu 4.--U-4.50 A.k., StrohIKornlongsirobl 2.60-2.90 Mk., p irrslroh 0/>0-0,60 Alk. Alles st'ir 60 Klio. Geschält in peu lebba't. tu Slioh gedrückt. Tie Zufuhren waren aus Obeihehen, den Kreisen Tiebnrg und Honon.

Kartofselmarkt-Bcricht vom 29. Januar 1912. De r l t n: 'Jlotc ^aber t 4.4'o.uu, andere rote Sorten u'ir. 0.000.00, Magniun bonutn Alk. 4.30-0.00, weiße runde Alk. 4.00-".00. Weit'fli-tidiige rote 0.00, Gelbfleischige weiße <06. Breslau: Rote Tober Tlt. 2.90-3.0, andere rote Sorten 2.90 btd 3.00, Magnuni bomun Alk. 3.203.50, weiße runde Mk. 3.00~ 3.10. w , e g ii i ft: Rote Tober Bit. 3.30-0.00, andere rote Sorten

3,200.00, 'JJlagnum bonnm Mk. 4.' 0O.uO, weihe runde 'Ult. 3.600.00 Tort m und: Ttannum bonum 3.704.00, ivetße runde Mk 3.00 bis 8.30, Getbstetschtge rote <70-4.00. w e 11) 11 g : Rote Tober Pik. 0.00, andere rote Sotten 3 <0-0.00, Macinum bonnm 3.90000, weiße runde Aik 3 70 - 0.00, Gelb- steckchige blaue Mk. 0.00-0'00, ^elbsie.schige rote Mk 0.00-0.00. Magdeburg: Rote Taber Mk. 3.1O-3.30, andere rote Sorten 0 00, Mrtgiunn bonum Mk. 3.603.76, wettze r.mde Bit. 3.10 bis 3 3". Gelbfleischige rote Mk. 3.503.75, weiße Mk. O-Oo0.00. Krefeld: Rote Tober Mk. 0.00 bis OJJO, andere rote Sotten Bit. O.uO0.00, Magnum bonum Bit. 3.804.00, weiße runde Oj)6o."O, Gelbflestchige blaue Mk. u.OO0.00, rote 3 6)3.80. (Alles für 50 Kg.l

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Gderheffen

Ciifticbinabrt.

ZuverlSssigkeitsflua am Oberrheim

Berlin, 29. Jan. Unter dem Vorptz des Prinzen Heinrich sand im Kaiserlichen Automobilklub eine Besprechung Tür den in der zweiten Hälfte des Mai ge.pl aut en zweiten Zu« verlLssigkeitsslug am Obcrrhem statt. Nach der Be­richterstattung wurde beschlossen, den eigentlichen Zuverlässigkeit'. - stug Ehrenpreis) von den Ortsslugen GAbvrene) vollstanbig zu trennen. An den Flügen nehmen zahlreiche Militärflieger und drei oder mehr Luftschiffe teil. Tic Flugzeuge müsjen in ^.eutichland hergestellt fein.

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 29. Jan. Gestern abend fand im Hotel Trapp dahier der stark besuckste A b s ch i e d s k o m m e v»s der Abi- mrienten des hiesigen Lehr ersem inars statt. Eine Anzahl Lehrer des Seminars, Angehörige der Abgehenden, viele Lehrer aus Oberhessen und Bürger der Stadt mit ihren Tarnen hatten 'ich dazu eingehtnben. (Sborlieber der Abiturienten wechselten mit komischen Vorträgen und zwei Theaterstücken ab. Von den Scheidenden hielt der Seminarist Jmmerheißer die Ansprache. Pros. S ch ö e! sprach im Namen des Lehrerkollegiums. Von 12 Uhr an fand Ball statt.

Kreis Wetzlar.

X Wißmar, 29. Jan. Trotz des gegenwärtigen äußerst gelinden Winters brachte die gestrige zweite H o l z v e r st e i g e- r u n g erhöhte Preise. In den Tisttikten Stümpfe, Becken, Kennel­heck kamen 820 Raummeter Buchenscheit und Knüppelholz, dazu über 2000 Raummeter Reisig zum Aufgebot. Erstttassiges Schcil- holz war sein: begehrt und stellte sich im Durchschnitt auf 10 Mk., Die gemischten Reiser wurden mit 5060 Pfg. pro Raummeter bezahlt. Wißmar besitzt eine wohlgepflegte Gemcindewaldfläck-c von etwa 700 Hektar: der Holzschlag ist noch nickst beendigt.

Abbach, 29. Jan. Kaisers Geburtstag wurde auch hier in würdiger Weise gefeiert. Während Schule und Krieger- vcrein besondere Feiern abhielten, war für Samstag ein Fest- gottesdieiist für die gesamte Gemeinde angeorbnet, in bem Pastor Teubner eine erhebende Ansprache hielt.

Hessen-Nassau.

Marburg, 29. Jan. An der abschüssigen Rotenberg- straste scheuten heute d i e P fer d e eines Einwohners aus Eln­hausen. Ter Mann sprang vom Wagen und wurde schwerverletzt unter den Rädern hervorgezogen. Tie Pferde rasten Dann weiter, wurden aber bald sestgchatten. Tie Frau des Verunglücklen, die auf dem Wagen sitzen geblieben war, kam mit dem Schrecken davon.

f] 5 ra'nfenberg, 29. Jan. Ter langjährige Landrat unseres Kreises, Geh. Reg.-Nat Riesch, ist fcute gestorben

ii Gladenbach, 29. Jan. Seit zwei Tagen hat der sog. Wunderdoktor von H arten ro b", der Naturheilkandize Tikomeit, wieder im hiesigen Untersuchungs-Gefängnis Aufenthalt nehmen müssen^

ungen unterstützen das Heim, ^bre schritten: rDrnenmabc bti armh rzialeit",Erlebnisse einer Polizciaiiistentin",Mcmchen. ic den Pwd verloren" (mit Geleitwort Von Fricdr. Naumann tnb , Kleine, weiße Sklaven" sind am Vortragsabeatd im «aal auf!ich zu erwerl.n. Henriette Arendt ist übrigens als vorzug- iche Rednerin belannt, so daß der Besuch ihres Vortrags emp. ohlcn werden kann. _ , .

** Ter Kriegerverein feierte am Sonntag abend in Steinä Saalbau neben der Feier des Geburtstages des t a i s e r s sein 3 8. Stiftungsfest. Tie Teilnahme war lehr iroß. Tie Festfolgc war f-orgfä.tig gewählt und ihre .lu§runrung and den größten Beifall. Ten Prolog sprach Fräulein Waas. Ter Vorsitzende Gabriel begrüßte die Erschienenen, beionvers jte Vertreter des hiesigen Offizierskorps, des Kreisamts, den Zezirkskommandeur und Generalleutnant Klingelhöwr. Xtr Vor itzende erinnerte daran, wie Generalleutnant Klingelhoter als Oberst vor fünf Jahren die Mitglieder des hiesigen Kriegervereins m Saarbrücken durch seine Negimentsmusik empfangen ließ, wie .r den Abend mit ihnen verbrachte, und wie er bann am nächsten Morgen seinen dlbjutanten und die ReUmentsmusik zur VerNigung stellte, als die Schlachtfelder und ba5 \SbrcntaI besichtigt wurden. In das am Sckstuß der Ansprache ausgebrachte Kaiserhoch wiirde egeiftert eingestimmt. Geiieralleutnant K l i n g e l h ö s c r dankle namens der Gäste und ermahnte bei den heutigen schweren Zetten, zum festen Zusammenschluß aller patriotischen Vereine, sein Hurra galt bem Kriegerverein Gießen. Ein Glanzpunkt des Abends war die Ucberrcichung von Ehrenurkunden an die Veteranen des Vereins. Nock? in bester Rüstigkeit standen sic aut der Bühne, nie Kämpfer von 1870 71, um in einer kernigen Ansprache des Vorsitzenden iljrc Ernennung zu Ehrenmitgliedern zu enahren und die Uvl'unbcn in Empfang zu nehmen. Reckiliingsrat H en f c l oanlte für diese Auszeichnungen. Ein Tanz bildete den Schluß Der Feier.

Landkreis Gießen.

A Birklar, 29. $an. Ter Konsumverein hielt am Samstag seine .Hauptvenammlung. Tie Erstattung des Jahres­berichts zeigte ein günstiges Geschästsiahr, die Mitgliederzahl be­trägt 75, der Umsatz stieg aut rund 40000 Mk. An Dividenden werden laut Beschluß der Versammlung 10 v. H. verteilt. linier Kriegerverein hielt seine Jahresversammlung mit Kaisersgeburtstagsfeier ab. Bei der Borstandswahl wurde der bisherige Vorstand wiedergewählt. . ,,. , ... .

A O d e n h a u s c n , 29. Jan. Tas H a s s ia b e z i r k s f e st für den Bezirk Grünberg findet hier am 16. Zchni statt. Unser Kriegerverein, der erst zwei Jahre besteht,, feiert zugleich |ein

Herren sind Reserveoffiziere. Inzwischen hörte der Assessor, daß kein Wegner eine Beschwerde und Anzeige über das Tuen beim Ministerium nngeteitin hatte Ter Assessor und .'^in Kartell - träger wurden aber sreigewrochen, da der Fall tnapiimcn ia erledigt war. Günther war nun über die Anzeige deS Notar» beim Ministerium so erregt, daß er die Tatsache dem Ebrenrat meldete und dabei ausführte, bau Gärtner cm ^wohnlicher Denunziant sei, der jedes Anre > t verloren habe, als Gbren- mann angesehen zu werden. DaS Urteil lautete, rote eingangs schon ermähnt, beide Male auf Frcriprechung

Karlsruhe, 29. Jan. Unter enormem Andrang dew Pu­blikums begann heute vormittag vor dem hiesigen Sckiwurgertcht der Prozeß gegen bett Schloß er Frick) rich Wilhelm Hager, geboren am 29. Juli 188a zu Rn st heim, anaeklagt wegen Mordes, begangen an der geschiedenen irrau Z mecker im Germershetmer Walde am 10. üu^uit 19J1. «-er An­geklagte, vom Vorsitzenden gefragt, gab zu, jchuld daran zu fein, daß die Fran Zweck er gestorben sei. habe ue aber nicht mit Vorsatz getötet. Tic Verhandlung, zu der 9J Zeugen geladen sind, wird vorausfici tliäi drn einern.

(Ehmctaiidt,

(Für Form und Inhalt aller "unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber leinerlet Verantwortung.)

Wetter selb. Wenn auch bie Verhältnisse auf der Halte­stelle We11erfeld an der HunaenRiücker Eisenbahn, da-- durch in etwas gebessert wurden, daß die Bretterhütte zu einem festen Gebäude umgeänbert und mit Türen und Fenstern versehen wurde (früher war der einzige Sckiutz für den auf den Zug warten­den Passagier ein etwa 40 Schritte entfernter Wald-, so konnte doch der Zustand noch bedeutend verbessert werden, wenn auch ein Ocfchen ein Ofen braucht es bei der Kleinheit des Zimmer- chens nickst zu sein aufgestellt würde. So gut das Zugpersonal die zwei Lampen bedienen kann, kann auch ein Füllöschen bedient: werden Es ist keine Kleinigkeit, ui erlsttztcm Zustand (öic Halte- stelle liegt auf einer Höhe und ist V< Stunde von Wetterfeld end- fernt\ in einem ungch iztern Zimmer auf den Zug zu nxnlciL, Tn Einsender, der auch auf den Zug warten mußte, hatte sich durch Erkältung eine sechswöchige Krankheit zugezogen.

' n beftimmtcr Breite völlig burchfchiiciden. Die Pfluy- | char wirft einfach bie geschnittene Scholle glatt auf die :Seite, der Graben ist fertig. Ter zweiteSech" ist je nach fer Schwere des Pflugs und der vorhandenen Kraft aus I 'erschicdene Breiten einzustellcn.

Für bie Land- und Forstwirtschaft bedeutet die ErNH- iluiifl eine ssroße Ersparnis an Zeit und Geld und die Zeit trieb nicht fern sein, wo der Georgsche Grabenpslug auf ed-'m Gute, in jedem grötzern landwirtschaftlichen Betrieb ;,u finden fein wird, zumal der Erwerb des an jedem Pfluge inu)ringbarenAnsatzes mit dem zweitenSech" olxne er­hebliche Kosten möglich ist. Welche Würdigung der Georgsche fl)iabcnpHug bereits gesunden hat, geht aus der Tatsache !>eivor, daß er auf der 1911 abgehaltenen Turiner Welt- risstcllung mit der goldenen Medaille ausgezeich­net worden ist, eine Pariser deutsche Firma hatte für ;jCTrn Georg die Ausstellung seines Grabenpflugs ver-- uittdt. Diese Firma und eine deutsche Fabrik lanbtoiri- jclmstlicher Maschinen stehen mit dem Erfinder wegen Er- lvceb der von ihm gelösten Patente vor dem Abschluß, latente sind bereits erteilt für Deutschland, Frankreich, Belgien, Ungarn, England, (Sanaba und Rumänien.

Tic Löspng der Aufgabe erscheint außerordentlich ein - f foS'": statt >dcs einen Messers,Sech" genannt, das den lAeden ausschiieidet, auf der einen Seite, hat unser Schmied * ein zweitesSech" angebracht, das mittelst eines auff^z- $g»aren Ansatzes p ngeschroben wird, so daß beide ,^Sech" 1 jmralell, gleichlaufend zu einander stehen und den Boden

Ein hessischer Bauernschmied als Eifinder.

In Ilbeshausen wohnt ein erfinderischer Kopf ,?r Landwirt und Schmied zugleich, der innerhalb der Gebietes seiner Berufe diese und jene Verbesserung fick ivsgesonnen und ins Werk gesetzt hat, die Arbeitserleich

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Die Direktion:

, ,'rungen brachten. So beschäftigte Otto Georg sich sei fahren mit dem Gedanken, wie der Pflug zu Der »elfern sei, um damit Gräben herzustellen, ohne daß di ^lenschlichc Hand eine wesentliche Nachhilfe zu leisten habe tk; Anwendung des jetzt im Gebrauch befindlichen Pfluge-: krirb die emporgehobene Scholle wohl auf die settc ge

egt, aber nicht völlig ausgehoben und so muß nachgc- Shvlfen werden, abgesel.cn davon ist auch der Auswurf nich » ;pi gleichmäßiger Stärke, so daß eine erhebliche Hand- 1 plrbeitSleistung einsetzen muß, um die gleichmäßige liefe . ppd Breite des Grabens zu bewerkstelligen. Allen diesen | ^cirijtcilen hat der Ersinder des neuenGrabenpfluges"

rbzeholsen, sein verbessertes Werkzeug hebt die Erde gleich- | Mäßig heraus, ein gleichmäßig tiefer Graben die Tiefe * und Breite kann nach Belieben bestimmt werden wixd euSgehoben, die Erde wird in geschlossenen Schollen glatt nrten die Furck)e gelegt. .Hiermit ist der Land- und <yoi1t=- Ivirtschaft ein Werkzeug in die Hand gegeben, das eine nepgc Ersparnis an Arbeitskraft bedingt und die Anlage von Gra­bt i fast kostenlos macht, während die Herstellung in der iii.'jcften Zeit vor sich geht Besonders ist der Georgsche istubenpflug von höchstem Werte für die Torfgewinnung, Iii die Kultur großer Haideslachen, für Entwässerungen

in Großen, ja auch in militärischer Beziehung kann der löflug zum Aufwerfcn von Erdoerschanzungen mii grogem mfolfl angcwcndct werden. Je nach der vorhandenen Slraft f lin-iieu Gräben bis zu einem Meter Breite aufgeworfen

werden, im zehnten Teil der Zeit, die für Handarbeit no-

Ursprung der meisten Leiden.

Unzöhtia ünb bie SchmcrzenSsymiome und Schwächeznstänbc, deren Uifprunn in derBlutarmui des Organismus au suchen ut. 4lUaemcinc Schwäche, ichnelles Ermüden, Schwindel und Cbn- machisanfälle, Kovi und Rücken ch.nerzeu, Äerzklopfeu, .vurcht- und *2lnaitacfübl, Riederpe chl.agenbeit, mb les, blaues -jmofeben, vevidiiuinbcn, meiui bas Blui in ber aenunenben meenne unb iidj- liaen ttusammenievuna im Möipcr freut. Rach wchenfchmttichen 9leurenmnen beruorrnnenber Aerzte iit Leciferrin bas zuvorlantete blnibilbenbe und tiafimenbc Prävarat, und wirb von zahlreichen Aeizten bei odeneriväbuten Lu mviomen verorbnet.

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