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3.5.1912 Zweites Blatt
 
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Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben.

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Darmstadt, 2. Mau Wegen -vergehen« gegen das P o st g e s e tz wird der Inhaber der ,.Holen Radler", I. 8. Schwattmg, zu einer Äeldiiraie von 80 WIL verurteitt, da er etwa zUO geichtonelie Briese, entgegen den postalischen Beilmunungen, durch einen seiner Boten zur Verteilung bringen lieü. Ter V o i c wurde zu einer Eetdslraie von 4 0 M k. veruiteitu Tie Ltrast richtete sich nach den gesetzlichen Vefnmmniiflen, welche das 'Jldit- iache des zur Verwendung noiivendig geiuejenen Vortos lemeyt.

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des Getreidehandels. Im

Sonnenschein Rlarcrpmune/ Sonnenschein

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lang der Handelskammer in .Hreie.D bei der Reichsregierung da jur oeriüenbet, baß einem infolge des ualieniich-ui etlichen Krieges ui den Tarbaiiellen &uruugeyaltenen Tarnpsichiffes, ivelches für deutsche vir men und auch rür die bdreffeiwe hiesige iiirma bt* stimmte vveireibelaoiuigen birgt, die Turchiahn nach Rotterdam gejtattct wird. Lecher und alle Bemühungen in dieser ^Ungelegen» heil bisher vergeblich geblieben.

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fc. Wiesbaden, Wi'**. H e u- lind Stroh markt. Angeiabren roaien 6 Wagen mit Heu unb Strolu Man noiieite: peu ii.7O-0.00 'Uif., l r o 0 tRichtilroh) 5.206.60 Inf. ,x r u cb t m q r 11 Haler 23.023.20 'Uif. Alles <ür 10J Kilo.

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Grotzhanoiung für Oktceioe» und in die Hansels.arnrner durch Vermitt»

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Luftkcyzsfahrt.

Zum Unfall des5 i e m e n 4 - S d> u d e r t".

Berlin, 2. Mai. Ueber den Unfall des 3iemeiusedtudret* Lufischiifes wird von zuständiger Stelle mitgeieilt : Tas si.mens- s-Q,uuerr-Luftschifs flug heute vormittag b Uhr vom Biesdorfer Gelände auf. Cs beabsichtigte auf dem Viüggelfee eine toahet- lanbung vorzunehmen, was auch vorzüglich gelang. Bei dem zweiten Ver.uch tauchten iedoch die Gonuein liefet ins tüancr, io bau die laufenden festlich en Propetter dcrS Wasser berührten und verbogen wurden. Die ytiLfavrt zur ^>alle wurde niu den uiwerfebrten Propellern angetreten. Lis zu der Landung in Bies- uurf oas ^aug.eir iwguuvuen werden iuuie, neun: im heraus, bau es bei der Hßanerlanuung unklar geivorden war und muM naj.ig ab rollte und infolgedessen nicht rechtzestig erfaßt werden tonnte. Tas Luftschiff ging imolgeoesfen mit den drei Gondeln in den Wald und zoa eine furche, wobei sämlliche Propeller ver­borgen wurden. Nachdem es vom Walde freigekommen war, stieg uns Luftnhtfs zstta iuj ruceier ut uie x>ui/c. vier wurden m Der Luft so gut wie möglich die Propeller gerade gerichtet und dann zur Landung auf den Feldern zwischen Kaulsdorf und der vallonhalle geschritten, wo man w.Z.i der Feldarbest auf aus­reichende Hilse rechnen konnte. Vv.t hier wurde das Luttia-iff in die volle geschleppt,, wo es ll1 > Ui/r eintraf. Tie vuile nt vollständig unbeschädigt. Auch die übrigen Beschädigungen sind gering.i

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Ter Lärm in der Marburger Ströme.

Nachdem das Autoungebener, das das Buseckertal mit ÖicßftV verbinden sollte, glücklich beseitigt ist, passiert die Marburger Straße jeden Tag drei- oder viermal ein Auto wem es gehört, hat Einsender nicht feststellen können das statt der üolichen pupe ein Blasinstrument führt, das an die Trompeten von Jericho erinnert und geradezu alarmierend und belästigend wirkt. Vielleicht liest der glückliche Besitzer dieses Autos diese Zeilen- um sich zu Gemüt zu führen, daß die gewohnte Hupe völlig als Warnungssignal genügt, und dag man auf seine Milmensasen, die ohnehin vom zunehmenden Lärm geplagt werden und sich dagegen schützen müssen, ein wenig Rücksicht nimmt. X.

Ltttgcsandt.

(Für Form und Inhalt aller unter die,er Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Reoattion dem Publilurn gegenüber (einerlei Verantwortung.)

Gießen, 3. Mai.

3um Eingesandt in Nr. 103 erhalten wir folgende Erwiderung: Ter Einsender sieht einen Wolf, wo tatsächlich ein Aeng» lieber i. S. des Leitartikels des Tarmstädter Täglichen Anzeigers mit gutem Gewissen ein Mahnwort an Leidensgefährten gerichtet hat. Mst Freuden würde der Mahner die Einführung der preußi- schen Besoldungsordnung begrüßen, sie roüroe ihm noch LU Proz., mehr als die Regierungsvorlage bringen. Also, »ctr Ein- sender, legen Sie manchmal die nur zu oft schief geschlifiene Partechrilie ab und wittern Sie nicht überall Unredlichkeit. ES kommt ja vor, daß in diesen leidigen Streitigkeiten Nevenbezüge, freie Wohnung u. Ügl. bei Vergieiujungen emiadj tot geschwiegen werden, damu richten sich fotdfc Unternehmungen aber von jcibit.

Ter ängstliche Mahner darf die Gelegenhest bcnu&en, den allzu Scbarien noch eins vorzuhallen. Ist nicht mit großer Bestimmtheit behauptet worden, daß unter den einzelnen Mini­sterien und den einzelnen Abteilungen derselben hartnäckige Kumpfe über die Vorlage itattgemnoen Haven? Tag an der ©armäetigteu, mit der die einzelnen Abteilungen die Forderungen für Die ihnen un.erstellten Bearntenklassen vcnochten haben, die neue Besoidungs- ordnung geschestert ist? Tie jetzige, auch den Mahner nicht beirie- digende Vorlage nur ein Kompromiß ist? Ist jcinano so harmlos, zu glauben, daß, was z. Zt. innerhalb des Ministeriums unmögiu.1 war, mit Hilfe des Landtags gelingen, daß gar ans deS Landtags Initiative unS eine preugische Beioldungsordnung in absehbarer Zeit beschieden würde'? Wer so harmlos ist, warte auf die Taube auf dem Tache, mir ist der Sperling in der Hand lieber.

11. Bon gut unterrichteter Seite liegen noch Mitteilungen über folgende Gegenstände vor, worüber Interessenten Nähere» auf dem Sekretariat der.Handelskammer erfahren: a) Internationale Ausstellung in Gent 1913, b) Internationale Baufach-Ausstel- lung in Leipzig 1913, c) Baltische Ausstellung in Malmö 1914, d) Formular für 2lgentur*Vcrträge, entwon'en von der Handels- kammcr in Berlin, e) Eröffnung eines Zollamts in ttijero, f) neue Tarabestimmungen in Frankreich, g) Lieferungen für ausländische Bebörden, h) zweifelhafte Firmen im Auslande (Belgien, Frank­reich, Großbritannien, Italien Niederlande, Rumänien, Rußland, Aegypten, Vereinigten Staaten von Amerika.

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FuldaGießen zwei neue Personenzüge eingelegt und zwar ein Personenzug 528 (Fulda 7.01 Dorrn., Gießen an 9.45 Dorrn.) und ein Personenzug 527 (Gießen ab 3.3o nadjm., Fulda an 6.12 nachm.). Tie Züge erhallen in Fulda und Bietzen gute Anschlüsse und vermitteln auch einen günstigen Anschluß nach und von den anschließenden Nebenbahnen. Mit dieser Zugver- mehrung ist einem schon längst empfundenen Verkehrsbedürfnis, welches der Handelskammer wiederholt Veranlassung zu Vorstellun­gen bei der Eifenbahnverwaltung gegeben hat, entsprochen worden.

i) Sommerfahrplan der Biebertalbahn. Zum Sommer fahrplan der Biebertalbahn sind eine Rtthe von Wünschen geäußert worden, welche jedoch nur zum Tell Be-

Gießen. Tic auf Grund von Klagen über die zu langsame Beförderung von Postpaketen zwischen Leipzig und Gießen nut der Post- und Eisenbahnverwaltung gc ührten Verhandlungen haben zu einem befriedigenden Ergebnis nicht geführt, naüibcm sich herausgcstellt hat, daß die durch das Umsetzen der Postwagen verkürzte Umladezeit auf dem Bahnhose Bebra eine schnelle Bc- förberung ausschließt.

6. Eisenbahnangelegenheiten.

a) Für die beantragte Herstellung des Anschlusses zwischen dem Personenzug 519 AlsfeldFulda und dem Schnellzug D 88 FuldaElmWürzburgMünchen konnte eisenbahnieckig ein Be­dürfnis für die Zeit vom 1. Oktober bis 30. April nicht an­erkannt werden.

b) Tie beantragte Herstellung eines Anschluss eSzwischen dem in Alsfeld um 1.40» abgehenden Zug 525 an den Schnellzug D 90, welcher 2 23 nachm. in Fulda abgeht und in Elm den Anschluß nach Bayern vermittelt, konnte nicht erreicht werden, weil der Personenzug 525 (Finda an 2.4j nachm., wegen seiner Anschlüsse in Gießen sestliegt unb nicht früher in Fulda angebracht werden kann.

c, Vom 1. Mai d Is ab soll ein neuer Eilzug von Kassel über Nordhauscn Halle nach Berlin ein­gelegt roerben; der Zug soll in Kassel 6.35 Uhr vorm. abfahren und in Berlin 12.53 nacknn. ankommen. Tie Handelskammer hatte den Wunsch ausgesprochen, daß dieser neue Eilzug seinen Ausgangs- vunkt schon in Gießen nehmen möge. Tie Eisenbahnverwaltung konnte diesem Antrag nicht naher treten, weil bei Der normen- bigeu frühen Abfahrtszeit in Gießen (jpäieften-3 um 4.UU vorm von vornherein eine ausreichende Besetzung auf der Strecke (HießenMarburg ausgeschlossen märe.

d) Ter schon wiederholt gestellte Antrag auf Herstellung einer späteren Abendverbindung von Kassel nach Frank- i u r t a. M soll daraufhin geprüft werden, ob und üi welcher Helfe einem etwa vorliegenden Verkehrsbedürfnisse cnnprod>at werden könne.

7. Bestellung von Sachverständigen. Ter Kaus- rnännische Verein in Alsfeld hatte an die Handelskammer das Ersuchen gerichtet, darauf hinzuwirken, daß in Alsfeld ein be­eidigter Sachverständiger für Futtermittel, Kartoffeln usw. und ein Ersatzmann für ihn bestellt werde. Unserem Anträge ent­sprechend sind denn auch die Herren Georg Zinn und Josef Rothschild III. in Alsfeld am 19. März d. IS. vom Großh. Amtsgericht in Alsfeld als Sachverständige für Gutachten illnw Getreide, Mehl, Kartoffeln, Futter- und Tüngemittel gerichtlich beeidigt worden.

8. BerufSgenosscn schalt für den T e t a il h a nd el. Von Unternehmern von TetailgesckMen ist beim Bundesrat die Er­richtung einer eigenen Berufsgenossenschaft beantragt worden. Tas Rcichsversick)erungsamt hat deshalb die amtlichen Handelsver­tretungen zu einer gutachtlichen Aeußerung über Zweckmäßigkeit unb Art einer versicherungsrechtlichen Abgrenzung der Tetail- handelsbetriebe vom übrigen Handel, sowie ferner über die Bil­dung einer Handelsberussgenossenschaft, in welcher Grotz- und Klcinhandelsgeschäste vereinigt sein würden, aufgeforbert. In ihrem Bericht an das Reichsversicherungsamt hat die Handelskammer zunächst darauf hingewiesen, daß sic sich bereits im Jahre 1906 für eine einheitliche Regelung der Unsalloersicherung im Klein­handel durch Ausdehnung der Unfallversicherungspfllcht aus alle Kleinhandelsgeschäfte für den ganzen Umfang ihres Betriebes, b. h. auch auf die bisher nicht versicherungspslichtige rausmanmschc Tätigkeit und durch Errichtung einer besonderen Berufsgenosseu- schaft für den Kleinhandel ausgesprochen habe.

Tic Handelskammer vertritt auch heute noch diesen Ltand- vunkt und hat sich daher ganz auf den Boden der von dem -betau* listenverbande von Rheinland und Westfalen sowie der Bereinigung von kaufmännischen und gewerblichen Vereinen des Han­delskammerbezirks Bochum an den Bundesrat gerichteten Tenk- schrist gestellt, in tvelcher an der Hand ziffernmäßiger Unterlagen die Gründe für die Errichtung einer Äletn* handelsberufsgenossenschaft in überzeugender Weise bargelegt wer­den. Ter Errichtung einer Handelsberussgenossenschast, welche Groß- und Kleinhandeisbetriebe vereinigt, konnte die Han­delskammer das Wort nicht reden. Tenn der (Seiabrentanf einer Handelsberufsgenossenschaft könnte den Eigentümlichkeiten des Kleinhandels und der Berschiedenartigkeit 1 einer Betriebe doch nicht in wünschenswertem Maße angepaßt werden unb eS würde auch hier der Fall eintreten, daß der Kleinhandel, genau wie bei der Lagereiberufsgenossenschaft, in unverhallnismäßiger Weise zu Gunsten des Großhandels zu den Kosten einer HandelS- berufSgenossenschast beizutragen hätte.

9. Zur Revision oes Gefahrentarifs zur La­gereibe rufsgenofs en schäft hat sich die HandclsUunmer dahin ausgefvrochen, ba., Der neue Gef.ih.entarif nicht den Wünschen der Te.aillisten entchreche, da er: a) die Detallbetriebe auf die gleiche Tar f .uie s i le die n fil'g" - cidrrcn Engrosbetriebe, b) innerha.b der Detailbetriebe keinen Unterschied macht zwischen den Kl . . . .i.i - ...i.j-n, uie ouru) oahrüühle,

Hcizu.:gS^ ug.n, F d '^ulcmobile bedeutend Unfall-

gefährliu.r fuib, c, Dl. luuiilen Betriebe dadurch, daß sie ge­werblich. gestellte n.u.t beicoufiigcn, einen viermal so hohen Beitrag zayten müh en ..is tue größeren Be.riebe, die geioerblichc

ei Tie Handelskammer hatte die Einstellung eines direkten Wagens II. und IN. Klasse nach Thürin­gen in den von Gießen 1.29 Uhr nackm. abgehenden Schnell­zug D 4 5 beantragt. Ta aber der <-chnell;i^ D 4o durch die Aufnahme des Zugteils von der Lahn in GJicßen Dollitanbig ausgelastet ist, so ist auch mit Rücksicht aus die erhöhte <yafo> geschwindigkeit des Zuges im Bezirk Kassel die Führung wei­terer Kurswagen ausgeschlossen. ,

f. Einem Anträge auf Einführung von sonntags* karten von Wetzlar nach Gietz en konnte nicht statt- gegeben werden, da Sonntagskatten grundsätzlich nur den Be­wohnern größerer Städte Gelegenheit zur Erholung in Treier Lutt geben sollen und außerdem durch die in Wetzlar seit ieher bestehenden Sonntagskarten nach Bad-Nauheim, Braumeis, Bad- Ems, Krofdorf, Gleiberg, Limburg und Weilburg dem Ausflugs- rerkehr in ausreic^ndem Maße Rechnung getragen seu

g) Tie Reisenden der MainWeserbahn mit ihren Aw- chlußlinien haben seit dem 1. Mai v. I. unter cinn erheb­lichen Verschlechterung des Verkehrs mit Bayern zu leiden. Während bis zu dem genannten Termin in Frankfurt a. M. ein Uebcrgana von D 180 auf den D 160 nach WürzburgMünchen bezw. GemündenKis- ingen möglich war, so ist ein solcher durch die an sich un­bedeutende Früherlegung von D 160 um 4 Minuten ab Frankfurt 7.10, jetzt 7.06) bezw. Spaterlegung von v 180 um 12 Minuten (früher an Frankturt 7.06 je&t 7 18) jeit bem 1. Mai v. Is. nicht mehr zu erreichen. In Gemeinschast mit der Handelskammer in Wetzlar hat deshalb die Handelskammer bei der Königl. Eisenbahndlrektion in Frank,urt a. M. eute Wieder- Herstellung der seitherigen guten Verbindung nach Bayern be­antragt und zwar entweder durch etne Verschiebung der Ab­fahrtszeit von D 160 um y> Stunde oder eine öüaterlegung des D 44 um IV* Stunde. r.

gvermehrung auf der Strecke Fulda Vom 1. Mai d. Is. ab werden aus der Strecke Personenzüge eingelegt ilba 7.01 vorm., Gießen an

rücksichligung gefunden haben. ._ .

k) Bei der Kgl. Eisenbahndirektwn Frankfurt a. M. ist der Anschluß der Güterabfertigungsstellen Grotzen- Buseck und Reiskirchen an das Fernsprechnetz be­antragt worden. , .

1) Ter Eisenbahndirektion Altona ist nach Anhörung der beteiligten kreise ein ausführliches Gutachten über die Bei- ladung von Gütern in P r i v a t g ü t e r wa g c n, ins­besondere Privatbierwagen, erstattet worden. _

m) Tie Einführung des Frankaturzwang s s u r leere Emballagen, welche von der Handelskammer Wies­baden beantragt unb diesseitig befürwortet worden war, ist mit der Begründung abgelehnt worden, daß die Ausdehnung des Fran­katurzwanges auf alle leeren Emballagen ober aus leere Wein­fässer, ober aus alle Kisten mit leeren Flaschen der Eisenbahn- Verkehrsordnung widersprechen und außerdem die Ausdehnung des Frankaturzwanges von einem großen Teile der Verkehrstreiben- ben sehr unangenehm empfunden werden würde.

n) Laut Mitteilung der Königl. Eisenbahndirektton <jran!- furt a. M. sind die Uebergangsstationen angewiesen worden, vom 1. Juni d. Is. ab ohne ausdrückliche Vorschrift des Ab­senders oder Empfängers Sendungen nach Kleinbahn- sl a t i o n e n, bei denen im Frachtbriefe unter dem AusdruckBe­stimmungsort" eht: Kleinbahnstation nicht angegeben ut, der Kleinbahn nicht mehr zur Weiterbesörderu.ig zu übergeben, son­dern die Empfänger vom Eingang der Güter zu benachrichtigew Es liegt also im Interesse der Absender, die Weiterbeförderung nach Kleinbahnen im Frachtbriefe vorzuschreiben.

Witterung kommt dem Fnichtansatz sehr zu s'tatten. Hoffentlich macht ein Frost die Hoffnung auf em gutes Lbstiahr nicht zu 1 e4°21beSfl hingen, 29. Avril. S ch ö U e n g e ri ch t S1 i ß U n a. Der Landwirt K. W. und sein Sohn, der TienslkneMt H. W. von Bindiachsen, sind der Psandverauverung angeklagt. R. W wird zu einer CtzeiangniSstraie von 5 Tagen verurteilt, se.n Lohn , dagegen sreigesprochen. - Ter Ru'er I. B. oo.. ^rbad, bau'* in der Wirtschaft seines Brudeis m Vublngen dem Tienst- fnedit R 6 I. von Re'enrod, Der angeblich noch Zechschulden Halle, mit einem Stocke mehrmals auf den «opf geschlagen: er wurde , deshalb wegeu Rörververletzung m eine weidslrase von 2011M. oder 4 Tagen Gesängnis verurleill.

Kreis Lauterbach.

Lauterbach, 2. Mai. Am Mittwoch abend wurde hier eine Iugendwehr gegründet. Herr Schulrat Andres hieß die Erschienenen herzlich willkommen. 'Man besprach dann die Einzelheiten und schritt dann zur Wahl des Ausschusses. Als Vorsitzender wurde Baron Hans von Ried, efel zu Eljenbach und als sein Stellvertreter Bürgermelller Stöpler, zum Schriftführer Herr DHerbem, zum Stell- Vertreter Herr Ehren klau und zum Schatzinellter Herr M öller gewählt. Als Beisitzer wurden Cberpiarrer Muller, .Rreiörat von Bechtold, Dr. Röhler und H. Lang bestimmt. Als UebungSleiter wurde Baron Hans von Riedesel zu Eisenbach und zu seinem Stellvertreter Jorurat Euleseld oorgeschlagen unb gewählt. AIS Führer sind Forstrat Euleseld, Forstasiessoc Zimmer und Lehrer Wolf, Und als Helfer die Herren Kirfchbaum, Wasser, Tahmer und Rehn tätig. Am Schluffe wurden noch einige Fragen über Ausrüstung usw. besprochen. Tic eme Hebung der Lauter- bacher Iugendwehr findet nächsten Sonntag nachmittag statt.

Starteuvutfl uno »HjciuHtum.

ArmShe im, 2. Mai. TaS 33. Kirchengesang. fest deS Evang. Kirchengesangvereins für Hessen wird am nächsten Sonntag hier gefeiert werden. Es beginnt vor- mittags mit bet Hauptprobe dec Vereine von Albig, 'Arms­heim, Eppelsheim, Flonheiin, Gundersheim, Ober-FlörSheiw und Uffhofen unter der Leitung des KirchenmusilmeisterS Prof. LtendelSsohn; unter dem Vorsitz von Prälat D. Or. Flörmg folgt die Hauptversammlung. Im FestgotteSdicnit in Fen- prediget Pfarrer Eschenröder von Worms, Liturg Pfarrer Durst von ArmSheim, während die Orgel von Stabtorganifi Zimmermann von WormS gespielt wird. Eine gesellige "Nach­feier mit Ansprachen unb Gesängen soll bas Fest befchliegen.

Kreis Wetzlar.

LaunSbach, 2. 'JJiat. Eine rege Bautätigkeit hat hier eingesetzt. Neben ben Bauernhöfen entstehen fortgesetzt überaus pcaltisch eingerichtete Arveiterhäuser. Dazu erbaut die Gemeinde inmitten des Dorfes ein großes Backhaus mit Gemeinderatsstube, Armenwohnung und Arrestzelle. In Er- mangelnhg einer Güteroerladestelle müssen bie Baumaterialien meist vom Bahnhof Wißmar angesahren werben.

4. Sitzung Großhcrzoglichcr Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach.

Protokoll-Auszug.

Gießen, ben 23. April 1912.

Anwesend sind die Herren- Geh. Kommerzienrat Heichel­heim als Vorsitzender, Kommerzienrat Schirmer als 1. stellver- ' iretenber, Kommerzienrat Grünewald als 2. stellvertretender Vor- uvender, Türbcck, Friedberger, Grünewald, Kommerzienrat Hoos, Noll, Röhr, DtMl, Stammler, Zurbuch unb der Syndikus.

1. Hinterlandbahn Gießen Lohra. Nachdem bie Handelskammer bereite in einer Petition an das Großh. Mi- . mfterium des Innern dahin vorstellig geworden ist, daß die Bestrebungen ber Stabt Gießen auf Erbauung einer Hinterland­bahn GießenLohra seitens ber Großh. Regierung die tatkräf- - tigste Förderung erfahren, hat sich weiter die Handelskammer be­reit erklärt, in Unterstützung eine Eingabe ber Großh. Bürger­meisterei an ben Herrn Minister der öisentlichen Arbeiten Unterlagen über das wirtschaftliche Interesse von Handel unb Industrie ber Stadt Gießen an der projektierten Bahn zu beschaffen.

2. Fernsprechverkehr Gießen Berlin. Schon im Jahre 1910 halte die Handelskammer in einer Eingabe an die Kaiserliche Ober-Postdirektion in Tarmstadt auf did unzuläng­liche Fernsprechverbindung zwischen Gießen und Berlin hingewiesen und aus diesem Griinde die Herstellung einer direkten Fernspreck>- leitung GießenBerlin beantragt. Ter Antrag war jeboch ab­gelehnt worden. Nunmehr hat die Handelskammer, indem sie die Bedürinisfrage von neuem bejahte, beschlossen, ihren Antrag zu wiederholen.

3. FernsprechnachtbicnstinGießen. An das breiige Kaiserliche Telegraphcnamt hatte die Handelskammer das Eriuchen gerichtet, bei bet Kaiserlichen Oberpostdireklion in Tarrniladt zu beantragen, baß bet beschränkte Nachtdienst bei ber hiesigen Fetn- ivrechvermiltelungsstelle dauernd eingerichtet wird, auch ohne daß die Handelskammer die Gewähr für die Einnahmen in einer be» stimmten Höhe übernimmt Diesem Anträge ist entsprochen worden.

4. Beschädigung von Postpaketen. Klagen über Be- l'cbäbigung von Postpaketen mit Zigarren als Inhatt hatten der Handelskammer Veramassung gegeben, bei dem Reickispoitamt da­hin vorstellig zu werben, daß künftig diesen Paketen eine wtg- tältigerc Behandlung zuteil werde. Tiefem Grfudjcn entsprechend hat das Reichspostamt den Postanstalten die sorgsame Belwnd- lung von Paketen mit Zigarren erneut zur P|licht gemacht.

5. Postpaketverkehr zwischen Leipzig und

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