Ausgabe 
31.1.1912 Erstes Blatt
 
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ES wird hiermit zur öffentlichen LeniumiS fltfira&t, daß irt dem 1. beniidjcn Wahlkreis iöcrr Oberlehrer Dr. Wamer zu Butzbad, mir 13 032 von 24 916 gültig abgegebenen istunmen zum Reichs tagSabgcoroneten gewählt worden ist.

Gießen, den 26. Januar 1912._

Der Wahlkommisfär.

Dr. Usinger. _________________

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Zraischen der Lli ist ein Konflili ig der Negierung zo; tgen hdrvorgmi^; rtadtvecoldneteMü chung beschlossen, tc nuc die Personn ilommen von 10 0031 Mg in mehreren g durch den Bch.! bnechtigt erwiesen V nd Frankfurt bested der Regierung >ren ablehnenden v. b daß sie es nid? etwaigen Einquarlr ise abwälzen wolle, i 1 bei der ZugruM tUt 448 Personen k äsMts soll als gelten.

l. adtBadOrbvL tel ein lifa IW- zugesallen, dessen < 5 linden tollten. 1 tn Einivruch., 3® issel wurden emige. aiichtigt, Io daö mchnie der ;rb verbleibenden M ,00 000 Mk. enech.

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Carl Ber£

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3 1 senheit des Gunderloch besannt wurde, machten beide von L cu auS verschiedene Vergnügungsfahrten, bei denen d Rest deS Gunüerlochschen Vermögens vergeudet wurde, ff .erloch ließ durch Müller auch seinen Schwager und seine 3 raster noch einmal heimlich zu sich Tommcn, von denen er 1 t nit Tränen in den Augen und zärtlich wie nie zuvor ver aj > ^dete Am Tage vor dem Mord machten Gunderloch und *1 üt eine Automobilsahrt nach Aschafsenbura. vier rautten |! nneinschaiilich eine Jagdflinte für 45 Mk und 20 ^tud B: tpalrmten Nr. 0. Müller zahlte mit einem Tausendmark- I>1 n, den er ftir$ zuvor von Gunderloch erhalten hatte. Auf M |Lt5 Veranlassung wurden Flinte und Patronen in graues 1 zapier einaepackt Dann fuhren beide nach loause surud 5 der WirtschaftZu den drei Lasen" siel dem Wirt das Be^ r> rn der beiden aus. Müller war niedergeschlagen und stierte »i: ich hin, während Gunderloch lebhaft auf ihn einiprach

der Unterhaltung hörte der Wirt die Worte Gunderlochs: Uller brauche keine Angst zu haben, ihm könne nichts panieren: r ri bet einzige, der etwas bekomme; die Sache sei bald vor- Ul: und dauere nicht mehr lange. Noch vor Mitternacht fuhren 6-lf im Automobil bis kurz vor Nieder-Dorfeldcn. Muller kiihtte mit einem 20-Mark-Stück, der Chauffeur sah, daß er en 400 biS 500 Mk. in Gold im Portemonnaie hatte. Daraus fcrnren sich beide Männer schweigend; Müller ging nach Nieder - Tc klden, Gunderloch begab sich mit dem Paket, m dem^ Flinte Ni Patronen eingepadt waren, nach Rendel. Wenige Stunden g rt hatte er den fünffachen Mord vollbracht. Müller aber ncte nach der Tot, überhaupt mit Gunderloch zusammen c-ksen zu sein Aus allen diesen Gründen glaubte die Anklage- t tdc den Schluß ziehen zu können, daß Müller von dem Vor- fct 11 deS Gunderloch gewußt, eS aber unterlassen habe, recht- MU 3 die Polizei ober die Bedrohten zu warnen. Nach umlang. * 3er, fast den ganzen Tag in Anspruch nehmender Beweis- <. nlime fällte das Gericht solaende Entscheidung: Es ist m B nt Grade wahrscheinlich, daß Müller von dem Mordplan gniiH seine Angaben, um die Belastungsmomente als harmlos

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sondern wissenschaftlich anerkannte Tat­sache, dass der Kakao berufen ist, eine be­sondere Rolle im Wirtschaftsleben eines Volkes zu spielen. Er besitzt alle die Be­standteile, die zur Ernährung des mensch­lichen Körpers nötig sind, wie Eiweiss, Fett, Kohlehydrate und Mineralsalze. Kakao bildet daher frisches Blut, stärkt Muskeln, Nerven und Gehirn und schafft so Gesund­heit, seelische Stärke und Widerstandskraft

Reichstag und Bundesrat erkannten diese hervorragenden Eigenschaften des Kakaos für die Volksemährung und Volksgesund­heit dadurch an, dass sie durch Herab­setzung des Zolles das wertvolle Nahrungs­mittel breiteren Schichten des Volkes zu­gänglich machten.

Kakao bewahrt nur dann volles, frisches Aroma und stets gleichmässigen Ge­schmack, wenn er durch luftdichte Verpackung gegen fremden Geruch ge­schützt ist Man kaufe daher Kakao stets in Originalpackung.

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hinzustellen, sind unzureichend Gleichwohl fmtn die äußerste Möglichkeit nickt als ausaeschlofien gelten, da« Gunderloch ,ihn über daS von ihm beabsichtigte Verbrcdpen tm Unklaren getanen hat. Es erfolgt deshalb mangels ausreichenden Be­weises Freisprechung. Eine zahlreiche Zuhorerschast, ins- besondere aus Rendel, hatte bis zur Verkündigung des UrteUS im «itzungssaa 1 e fick an'gcbaüen

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Vermischter.

U eh er ein schweres Brandunglück, !»ssich gestern im Nürnberger Betriebe der Maskhinenbau-AfliengeiellschaN in Augsburg Nürnberg ereignete, gibt die Fabrik.eitung lolgknde Auskunft: Zn dem Probierraum entstand gegen -'.b Uhr aut unaufgeklärte Weise ein Schadenfeuer, daß das .^olzgeruue er­faßte Durch auslaufendes Schmieröl wurde das «.reuer stark genährt. Eine durch das Feuer verursachte Exvlo,ion ver­hinderte die rasche Entfernung des Bedienungsperwnals, >o daß mehrere Ingenieure und Monteure schwere Brandwundeii er­litten. Bei den Aufräumungsarbeiten fand man vier Tote; die Zahl der Verletzten beträgt 11. Aut der llnglucksstelle er­schienen Nackt'üge der Siemens-Schuckert-Feuerwehr, d.e stadtucke Feuerwehr, das eigene Fabrik- und L-anltatsperional und die Nürnberger Sauitätskoloune mit acht Wagen, die ^taatsrniwalt- schäft und die Baupolizei. Das Feuer lvar nach einer Stunde gelöscht. Ter Sachschaden ist kein wesentlicher. Tcr Betrieb wird in vollem Umfange ausrechterhalten. Bon ben 11 Schwer­verletzten sind 5 im Krankenhaus gestorben.

Kleine Lagcschronit.

Am 25. Januar erhielt bei einer Mensur m GreifS- wald ein Er.anger Student einen Lungenstich, an dem er am 28. d. Mts. gestorben ist. r,___ . _ _

Auf dem Postlureau in Greenable verschwand ein Post- beutel mit 22 OOP Francs.

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Letzte UiicbridUen.

Paris, 31. Jan. Ter .üricgsministcr hat zur För­derung der fachmännischen Ausbildung der Unteroffi-, ziere der Kriegsflotte besondere P r ü f u n g e n für sie vorgeschrieben. t m

Lissabon, 31. Jan. Die Wohnungen des Prä­sidenten und der M i n i st e r werden polizeilich de wacht Der Administrator der Provinz Alentjo Demoita wurde durch Beil hiebe getötet. Tie Garnison in Lissabon ist verstärkt worden. 150 Personen sind in den letzten Tagen verhaftet und aus ein Schiff ge- bracbl worden.

Amtlicher Teil.

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