Ausgabe 
26.11.1912 Erstes Blatt
 
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Dte heutige Nummer umsaszl 10 Seiten«

verging, ohne das; Prohaska in Uesküb eintraf, erklärte Edl nunmehr, die Reise fortsetzen zu wollen. Lein fcr»

Wien,

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bischer Begleiter, Ministerialsekretär Ralitsch, entgeg­nete, cs fct ihm aus privaten Gründen nicht möglich, vor Montag abzufahren, worauf Edl erklärte, sich bi - Montag zu gedulden, dann aber die Reise unbedingt fortzusetzen Darauf wurde ihm von den serbischen Bel v den in Uesküb erwidert, man hoffe, das; die Eisenbahn nach Prizrend, an der einige Beschädigungen vorgetommen seien, bis zum

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feierte, wurde begeistert ausgenommen. Tie Vertreter der Stu­dentenschaft wohnren in Wichs der Vorstellung bei.

Tic Nachmittagsvorstellung brachte das Rotkäppchen in einer hübschen Einrichtung, die bei den zahlreichen anwesenden Kleinen eine jubelnde Begeisterung hervorries. Fräulein Thale alv Rotkäppchen, Fräulein Gaffrey als ihre Mutter, Herr V o l d als Jäger und Herr Grosser als Wols sind in erster Linie zu erwähnen, aber auch alle anderen taten sich rühmlichst hervor.

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Sommer un; i Winter besuc- lt Hofhelm 1,1 anklurti.M.Prcs;« le-KiMiyu.Neniui

US Rumänien.

Bukarest, 25. Nov. Ter König empfing heute nachmittag Osman Nisa in i P a sch a in l > ..stündiger Audienz, der um 4 Uhr nachmittags eine 3, stündige Konfe­renz mit dem Ministerpräsidenten Majoresou folgte. Im Verlaufe des Abends empfing Knnig Karol den Mi­nisterpräsidenten.

lieber den Konsul ProhaSta

liegen, wie aus Wien gemeldet wird, noch keinerlei Nachrichten vor Konsul Edl befindet sich noch in Uesküb, wo er am letzten Samstag cingetrosfen ist. Edl wollte sofort nach Prizrend weiter reisen, blieb jedoch da, da ihm von serbischer Leite mitgeteilt wurde, das; Prohaska bereits unterwegs nach Uesküb sei. Als aber der Sonntag

England mit in den Konflikt hineinzichen würde. ä.er Instinkt sagt uns, das; d i c W e I t nicht s o v e r - rückt ist Wir sind jedenfalls nicht verpflichtet, die ser­bischen Ansprüche zur Parteifrage zwischen dem Dreibund und der Triple-Entente zu machen." Das Blatt fahrt fort: Wenn der Balkanbund gutem Rate zugänglich ist, wird er möglichst schnell auf der gegenwärtigen Basis Frieden schließen. Für die Verbündeten sowie für die Mächte ist die einzig sichere Linie, alle rein europäischen Fragen bis nach dem Friedensschluß zu vertagen."

Nov. Die auswärts verbreiteten

gearbeitet.

Ofenpest, 26. Nov. In einem gestern abend ab gehaltenen Minister rat wurde die Lage als ernst be­urteilt. Trotzdem versuchte Oesterreich-Ungarn alles, um den Frieden ausrechtzuerhalten. Die Einigung sei in we­nigen Tagen zu erwarten.

Der BerlinerLok Anz" will aus O f e n p e st erfahren haben, eine serbische Erklärung, das; Serbien in der^alba Nischen Frage die österreichischen und italienischen Forde rungen anerlennen will, steh? bevor. Dagegen hoff? Ser­bien, gänzlich unerfüllbar, auf ein Nachgcbcn Oesterreichs in der Adriafrage.

Indiplomatischen Kreisen" Wiens verlautet. Oester­reich hätte nichts gegen einen albanisckien Handels-, Hafen, der Serbien vollständig zur Verfügung gestellt wird und mit der serbischen Grenze durch eine serbische Bahn verbunden ist.

Wien, 25. Nov DieMilitärische Korrespondenz" schreibt' Die in der Levante befindlichen Schiffe des öfter reichisch ungarischen Geschwaders ind nach den heimischen Gewässern zurüclberuscn worden, da ih c Anwesenheit dort nicht mehr nötig ist und im Hinblick auf die großen Kosten nicht weiter als gerechtfertigt erscheint. Es bleiben bloß der KreuzerAspern" in Konstantinopel und der Kreuzer Maria Theresia" in Saloniki zur Verfügung des Botschaf­ters bczw des Generalkonsuls.

Die Stimmung der deutschen Reichsregierung.

DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt:

Die hiesige Berliner Börse war heute ungünstig beein­flußt durch einen Artikel derNeuen Gesellschaftlichen Korrespondenz", der sich aufeine besonders vorzüglich unterrichtete Seite" beruft. De- Artikel enthält folgende

Willy Bnrinestcrs Abschied von D a r m ü a d t. Aus Darmstadt, 24. Nov. wird uns geschrieben: Der Geiger - könig Willy Burmester, der nach mehrjährigem Aufenthalt in Darmstadt als Professor nach München übersiedelt, nahm am Sam« lag abend von seiner Berehrergemeiude mit einem großen Konzert im Saale der Turnhalle am Wooäsplan Abschied. Das Gros-l erzogspaar und die Hofgesellschaft hatten infolge des Ab lebens der Haushofmeisterin ihr Erscheinen absagen lassen Der Künstler eröffnete d.n Abend mit der E-moll-Sonate von Beethoven. Tie zweite grose Nummer, ein Konzen ran Viotti, war eine meister­lich retie Darbietung, in der sich tiefstes, seelisches Ersassen mit blendender Technik zu einem herrlichen Ganzen vereinigten. Dann folgte eine neue Reihe der rasch beliebt gewordenen '-Peart) ei hingen alter Meister, die Burmester wieder mit so unnachahmlicher Graz . vortrug, das; zwei von ihnen wiederholt und noch eine 8m ..oe, Gossurs Gavotte, gespielt werden mußte. Wieniawskts schwierige Faust-Fantasie, mit souveräner Ueberlegenheit ausgeiührt, be­schloß den ersten Teil des Abends. Burmesters Begleiter, Alfred inidt Baiekow aus Berlin, wußte sich dem Geiger aufs Beste an-upassen und sand auch als Solist mir dem Vortrag kleinerer Konzertstücke viel BeisaU, obwohl sein Spiel sich weder durch be­sondere Ziere der Auffassung, noch durch ungewöhnliche Technik auszeicl net. Es war ein allzu gemessenes und glattes Musizieren, als daß man innerlich recht warm geworden wäre. Tas Konzert, das zum Besten des hier zu errichtenden großen Fe st Haus es üattsand, dürfte einen reid^n Ertrag ergeben haben.

TerVictor Meyer-Preis d?r Universität Heidel­berg wurde rür folgende wissenschaftliche Arbeiten aus dem dortigen chemischen Unioersitätslaboratorium verliehen: Dr. Phil, nat. Boleslaw Adamczewski (aus Mannheim für feine Ar­beit:lieber die Einwirkung von Hydrazinhydrat auf ä-Oxy-

Ke rächte betreffend die Ueberreichung des Ultimatums »durch Oesterreich Ungarn an Serbien, sind, wie das K. K | ^orrcfpondenzbureau erfährt, vollständig u n b e gründe t.

London, 25. Nov. Wie das Reuterbureau meldet, st das bei L in y r n a befindliche österreichische G e s ch w a d e r p l ötz lich abgefahren. Es ist unbekannt, wohin.

Tas serbische RegierungsblattSawubrawa" führt in , Besprechung her, wie das Blatt sagt, peinliche Affäre des öfter eiänsch-ungarischen Konsuls Prehasla aus, das; bic^ übereilten, mrd) den sachlich n Stand der Angelegenheit in keiner Weise begründeten Ausfälle eines Teils der österreichisch ungarischen jreffe zu bedauern seienWenn die serbische Militärbehörde .inzelne nick t vollauf gerechtfertigte Maßnahmen ergriffen leiben fällte, man sagt nid : umfonft! ä la guerre comme, a la guerre, - so wäre es jedenfalls nötig gewesen, erft das Ergebnis der Ikntersuckmng abzuwarten, denn ebenso wie die serbische Militär Iehörhe, konnte auch Prohaska gefehlt lmden Tie Untersuchung

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Die internationale Sage.

Die heutigen Nack? chten lauten günstiger Oester- \ reich übt auch weiterhin Langmut gegen Serbien, und * das auswärtige Amt in Petersburg läßt die Gerüchte über 'triegsabsichtcn Rußlands dementieren. Freilich, eine Mah­nung an Serbien ist damit wieder nicht verbunden, und in Belgrad ist darum, wie vou dort gemeldet wird,die Stimmung nach tvie vor zuversichtlich". Eine sehr pein­liche und ungeklärte Sache ist noch immer die Angelegen­heit des Konsuls Prohaska, von dem noch keine Nach­richten vorlicgen. Ein Belgrader Regierungsblatt verössen - licht darüber einen höchst leichtfertigen Ar ilel, in dem die Verantwortung für etwaige Mißgriffe nicht der serbischen Negierung, sondern der Heeresführung überwiesen wird Äic eine Regierung so mit dem Feuer spielen kann, bleibt noch wie vor unbegreiflich. Oesterreich hätte doch nach der Verletzung des Völkerrechtes durch Serbien sogleich die Feindseligkeiten beginnen können.

Wir erhalten folgende Meldungen:

Petersburg, 25. Nov. Das M i n i st e r i u m d c s Acußern erklärt: Die in auswärtigen Blättern ver­breiteten Gerücht? über feindselige Absichten Ruß­lands gegen die Nachbarstaaten und über angeblich zu diesem Zweck gemachte militärische Vorbereitungen ent­behren jeglicher Begründung.

Petersburg, 25. Nov. Autoritativ? Kreise weisen bic Behauptungen eines Teile» der westeuropäischen Presse zurück,' die Rußland kriegerische Absichten zu- schreiben. Ebenso bestreiten diese Kreise, das; die öfter- r e i ch i s ch - r u s s i f ch e n Beziehungen sich irgendwie verschlechtert hätten. Die russische Regierung bleibe bet dem Glauben, daß eine friedliche Lösung des «rnfliktes zwischen Oesterreich und Serbien zu finden wäre, wenn der Balkan krieg beendet fei, wodurch die Groß­mächte einen klaren Ausgangspunkt für Verhandlungen besitzen würden. Sasonow sei von dieser Meinung, die auch die höchsten Kreise teilten, nie abgewichen. Mei­nungsverschiedenheiten zwischen diesen Kreisen und dem Minister bestanden nie.

Ke n öiterreid)ifte$ Ultimatum an Serbien,

nächsten Tage benutzbar wäre.

Waffe stillstand?

DasBerliner Tagebl." meldet aus Konstantt» nopel. Griechische Blatter betonen, der Waffenstill - st and sei bereits durch ein stillschweigende s Hebe r- einkommen geschlossen worben Die Verhandlungen beträfen den Präliminarfrieden.

Konstantinopel, 25. Nov. Der gestrige Munster- rat, der für die Waffenstillstands- und Frie­de n s v e r h a n d l u n g e n die Instruktionen sestsetzeu sollte, dauert? bis 10 Uhr abends Vor Schluß des Mt- nisterrats begab sich Resch i d Pascha ins Hauptquar­tier. Wie ciit Blatt erfährt, befinden sich unter den kur­dischen Reitern, die an der Tschataldschalinie angekommen sind, zahlreiche Frauen, die als Freiwill ge dienen.

Sofia, 26. Nov. Die e r st e 3 usammenkunft der türkischen und bulgarischen Bevollmäch­tigten für den W a s f e n st i l l st a n d findet Lute mittag um 1 Uhr in Baltschiköi, in der neutralen Jone bei Bujut Tschekmedsche, statt.

Konstantinopel, 25. Nov. Der Minister des Aeußern erklärte dein Vertreter des Wölfischen Bureaus, daß neue Verhandlungen mit Bulgarien über den Friedensschluß noch nicht begonnen haben und auch keine neuen Vorschläge Bulgariens ein- gegangen sind. Die Türkei werde nur start modifi­zierte Vorschläge diskutieren, die früheren seien undis- lutierbar, jetzt,' nach den klaren Erfolgen bei Tschataldscha, natürlich noch mehr als vorher.

Ter Handelsminister Reschid Pascha, der erste Be­vollmächtigte für die Waffenstillstandsverhand­lungen, reist heute nacht nach dem Hauptquartier ab. Staatsrat Ehandan Bep, der sich im Hauptquartier befand, ist zurückgerufen worden und gestern angekommen. Er nimmt nicht an den Verhandlungen teil.

(Siebener Stadttheater.

Der ziönigslcutnaut.

Lustspiel von Karl Gutzkow.

Gießen, 26. November.

Sur Feier von Großherzogs Geburtstag ging gestern abend I Gutzkows K ö n i gs l e utnant in einer glanzvollen Festoor- sirllung über unsere Bühne unb fand bei bau gut besuchten, in allen | Farben leuchtenden Hause, eine freundliche, ja herzliche Amnahrne. Teil Königdlcutnant spielte Herr Rudolf Hell buch vom König!. Theater in Kassel und errang sich mit seiner 'einen Kumt raicb bic Zuneigung des Publikums Unter Verzicht am alle groben Wirkungen, und mir im höchsten Affekt mitunter em wenig ihealralisch, was aber vielleicht auch kluge Absicht ro.ir zeichnete Öen Hellmer den General mit leisen, zarten strichen, indem .r den nicht gerade tiefgründig angelegten, sein am weichen unb ,uch merlivürbig harten Mann pfnckwlogu'ch lehr schön ausrunbete. ix brachte io eine anerkennenswerte Einheit zuwege, die dem dichter leider nicht gelungen ist Ten jungen, vorlauten Goethe pielre Fräulein Tagni) in glücklicher Maske, unb ne bemühte ich n'idit vergeblich, den schwärmerischen Feuergent, der m dem l'rvte des Herrn Wolfgang umgeht, wirksam in Ericheinung \.i bringen. Auch die vorwitzigen Bemerkungen gab sie mit gutem »Instand Eine prächtige Tienftmagb verkörperte Fräulein I ü n g in g und die derbe Frankiiirler Mundart wirkte recht erheiternd ttuch Herr Grosser als ihr Liebster hatte einen entidtcibenben »littcil gh dem guten Gelingen der Vorstellung, loenn er auch )urd> bic Anstrengung der Nachmittagsvoritelluiig uimmlich etwas Mindert schien. Bon den übrigen Darstellern sind .-oerr Bo lck cks gestrenger Herr Rat und Fraulem Brehm als gütige ,-srau ?(ia, sowie Herr Norden als Mittler, Herr Goll als Seekay rnib Fräulein Scholz als Frau ^eekatz zu nennen. -ne Aufführung, die sich durch eine hüblck'e Ausstattung mit» eine '»rgfältige Darstellung auszeichnete, wurde von Herrn -2. wor leroSfi geleitet.

Ter festliche Abend wurde durch das Beethovensche Vorspiel u Leonore eingeleitcr, das unter der Leitung des Herrn Tberntusilmeisters L o b e r von der Regimentskapelle schön und ein- uuckSvoll Dorgetragcn wurde. Das Hoch auf den Landesherrn, Den Herr Oberbürgermeister Meeu m in einer kurzen Ansprache

fäurenitrik"; Dr. phil. nat. Karl Krauch (aus Tarmftabt) für feine Arbeit:lieber Hydrazinabkömmlinge des Hndrazidicarbon- äurcesiers": Dr. phil. nat. Hermann Thiemann aus Lünen) für seine Arbeit:lieber die Hydrazidc, der shmmetrischen Aethan- tetracarbom'äure".

Napoleon über Konstantinopel. Bekanntlich hatte Napoleon I. nickt ohne Erfolg verfucht, den Zaren Alexander zu sich hinüberzuziehen, indem er ihm vor allem eine Teilung der Türkei in Aussicht stellte. 1807 war Sultan Selim seiner Reformfreundlickkeit wegen vom Throne gestoßen worden, und Napoleon erflärte 9Ueranbcr, daß die Stunde der Türkei geschlagen labe.Es ist Zeit," sagte er,zu Ende zu kommen mit einem Reick, daS nicht bestehen kann: man muß nur sorgen, daß seine Trümmer nicht Englands Herrschaft vergrößern". Alexander sagten diese Darlegungen durckmts zu, und er machte folgende Vorschläge: Er wolle die Tonaufürstentümer vorerst räumen. Dann sollten Franlreich und Rußland die Türkei angreifen, und nach dem nicht -weifell asten Siege, sollte Rußland Bessarabien, Moldau, Walachei und Bulgarien bis an die Balkangebirge erhalten, die Küsten­länder aber, also Albanien, Thessalien, die Inseln Morea und Kreta sollten an Frankreich fallen. Für Oesterreich könnte man eine Kompensation in Bosnien und Serbien finden. Mer, schloß Alexanber, was sollte aus Konstantinopel werden? Diese.Hoffnung der Russen könnte man doch nicht den Türken überlanen Aber gerade diese Stadt,die glän^ndste aller denkbaren Eroberungen", gönnte Napoleon dem Zaren auch um den Preis der Biindes- genosseitschast gegen England nicht, lind über die Karte gebeugt, rief er zu Meneval aus:Konstantinopel - niemals! Das wäre die Hcrrfchast der Welt!" Er blieb habet, daß Konstantinopel den Türken erhalten werden müsse.

Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen­schaft. Tie elfte Muse, eine neue Posse mit Mufik von Jean Gilbert sand in Hamburg trotz ihrer kläglichen Gestalt eine gute Ausnahme In der Kolonie Grünewald ist der Bildhauer Prosefsor Otto Lessing gestorben. In M ü n ch eit sand am Sonntag die Uraufführung eines Salonstückes von Ludwig Gang Hofer: Ter Wille zum Leben trotz feiner romanhaften Handlung und seiner psychologischen Unwahr­scheinlichkeiten starken Beifall. Zwei neue Lieder von Fclir Weingartner fanden bei ihrer Uraufführung im Wies­badener Kurhaus eine sehr herzliche Aufnahme.

jtt. 279 Erstes Blatt 162. Jahrgang Dienstag, 26. Novembci 1912

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rinnahme von Anzeigen notationsörutf und Verlag der vrühl'fchen Univ. Buch- und Steinöruderei R. Lange. Redaktion, Expedition unb Druatret: dchulnraye r. onilö-. für den bii uomutmgftTub" vüdingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschäftrftcü. vahndofftraße \ba. -U"-'aeu.eK v Bee

wirb bartun, wer der Schuldige daran'ist Tie serbische Regie-, Deutschland und Italien, Rußland dagegen SErcich^nd' rung Lat g rinüiber Cefterreirt' Ungarn und auch ben übrigen Nack barn gegenüber niemals Schikanen geübt und konnte auch fein Interesse daran haben, daß dem Konsul Probasla irgend etwas Unangenehmes widerfahre Tie serbisch? Regierung kann demnach u b e r h a u v t k e i n e B er antwort u n g treffen. Wenn die Unterfud;img Fehler der serbischen Militärbehörde erweisen sollte, io werde diese Behörde sich zu vcrantworten liaben.

Nach Belgrader Meldungen soll der serbische Kriegsminifter alle verfügbaren Truppen aus P r i z r e n d und M o n a st i r z u r ü ck g e r t^f e n haben, um andere Stellungen einzunehmen. An der Armierung der alten Belgrader Festung werde Tag und Nacht

tatsächliche Bel>auptun;,e.>. Erste'.». Sasonow i'-.rt.djv vier Tagen seinen Standpunkt in der serbischen Hafenfrage. Dies ist schon deshalb unrichtig, weil die Mächte überein^ gekommen sind, sich in keiner einzelnen Frage aus dem Balkanproblem zum voraus festzuleg?«. Zweitens: Oester­reich Ungarn habe fünf Armeekorps utobilisiert. Ties ent­spricht nicht den Tatsackwn, wie sich jedermann aus den offiziellen Wiener und Lfenpester Tarlegnngen überzeugen kann. Drittens: Oesterreich-Ungarn beabsichtige, in we­nigen Tagen ein Ultimatum in Belgrad zu überreichen. Auch diese Behauptung ist unwahr. Wie schon oben ge­sagt, soll die albanische und adriatische Frage erst int Ver­tu mit den anderen, aus den Vorgängen am Balkan ent­standenen Fragen diskutiert und geregelt werden. Es ist besonders unveranttvortlich, durch derartige unlautere Nach­richten die öffentliche Meinung in einem Augenblick zu beunruhigen, wo die Regierungen aller Großmächte ernst­haft bemüht sind, für die immerhin schwierig en Fragen eine friedliche Lösung zu finden.

E.nc 'nglische Stimme.

DieWestminster Gazette" schreibt:

Es ist eine wilde Absurdität, daß wir wegen der Frage, wie Serbien den Zutritt zum Meer erlangt, die Möglichkeit ins Auge fassen sollten, daß Rußland in einen Konflikt mit Oesterreich geraten und daß Oesterreich,