Ich litt fett 3Jahren an gelbL AuSschlag mit furchtbarem Hautjucken Durch em halb.St. Znc kers Paten medizinal'Seife habe ich das Nebel völlig beseitigt. H. 2-, Polii-'Lera." ä St. 50 Ps. iLHifl) u. L50 M. (35°'oifl, stärkste Form». Tcuu Zuckooh-Creme (ä 75'Jßf. u. 2 M- in der Universitäts 2U>otbeke,Hirsch-Lvotbcke. bei Aua. Noll, (5. Seibel, W. KUdiuger, C. Schaaf. Emil Sara, (graft Noll und W. Schrader, Drogerien.
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In Halberstadt mürbe her Leutnant v Rußdorf vom früranierregiment nach Schluß de# Cffuierrriten# am -luSgang
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In der Gegend von R i b a t e j o wurden nach einer Meldung au# Lissabon einige Erdstöße mabrgenonrmen.
Ter Flensburger Dampfer „Rockland" rannte im Nebel gegen das Wrack des vor einigen Tagen gesunkenen Dampfers „Occana". Er wurde in den KricgShafcn von Dover geschleppt
Ter Kapitän eines englischen TampserS, der von Swansea über Pernambuco in Rio de Janeiro eintraf, ist unter Umständen gestorben, die gelbes Fieber al# Todesursache schließen lassen. Nötige Vorsichtsmaßregeln wurden getroffen.
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In Rostow maskierte Räuber, d i t o r e i raubten Besitzer und den
einem Pferde vor die Brnst geschlagen. Er
am Don drangen zehn Bewaffnete, teilweise mit dem Rui: „fcänbr hoch!" in eine fton* die Kasse des Geschäfts, ermordeten den
Letzte Nachrichten.
Ein Zwis-I enfall in der Abendsitzung des Reichstag#.
Handel.
Berlin, 19. März. Ter GeiaintauSschuß der Epiritus- zentrale beschloß heute, die Verkaufspreise um acht Pt a r k zu erhöhen, ausgenommen für Brennspirttus. Ter .'IbschlagSpreiS, der gegeinväitig 46 Mk. beträgt, wurde mit Wirksamkeit Dom 25. Btarz auf bü dJlf. festgeletzt.
Gerrchtrsaal.
Die Plädoyers im Lpielerprozeß gcgen d n G asen Wolff Metternich.
Berlin, 18. Marz.
Tie Verhandlungen in dem großen SpiArprozeß gegen dra
rm. Darmstadt, 19. März. Der Darmstädter An- w a l 1 v e r e i n hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, daß vom L Mar ab die Schreib st üben sämtlicher Mitglieder an den SamStag Nachmittagen von I llhr ab geschlossen zu halten sind.
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In Velbert drangen vergangene Nacht Einbrecher in den Juwelierladen von Tdenscherd und raubten Juwelen im Werte von über 20 000 Marl
das xseroicnft, durch Hebung de# geistigen Leben# den Bad. Nauheimer Winter abwechslungsreich und anregend zu machen — Etn bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich heute beim Neubau des Riesenhotels. Ein 28j ädriger Arbeiter aus Vilbel, der ent seit gestern an der Baustelle tätig war, stürzte vom obersten Stockwerk und war sofort tot.
Universitäts-Nachrichten.
— Zum Nachfolger des PiotesjorS Tr. Friedrich Münzer au’ dem Lehrstuhl der lateinischen Sprache an der Universität Bafel wurde Dr phil. Ernst Lommatzsch, Honorarprofessor an der Münchener Universität und Generalredaktor de# Thesaurus linguae latinae, berufen. ...
— Dr. Wilhelm Hopf, Bibliothekar an der Universitätsbibliothek m Rostock, wurde zum 1. Oktober 1912 an die Lande#- bibliotiiet in Lasset berufen. Dr. Hopf ist 1876 zu Herborn geboren. Sem Arbeitsgebiet ist vor allem hessische Geschichte.
— Tie Gründung einer Stiftung von 40 OuO Mk. für die Einrichtung einer Versuchsanstalt für Kachelofenheizung in der Technischen Hochschule Berlin ist uoai Verband der Deutschen Kachelofeninteressenten beschlossen worden. Außerdem wurden für die jährliche Unterhaltung dieser Anstalt 5000 Mk. bewilligt. Die Anstalt soll bis spätestens 1. Oktober 1913 erbaut sein.
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nach eintna air Bause mit dem Plädoyer des StaaiSanwalt# finden wird, soll ihre kostbare Persönlichkeit auch Nicht umsonst in
Mage, Staatsanwalt- den Dienst des Hauses Faison stellen. Ter Bankier verpflichtet W Aa zunächst aZ di/Ausführung der in sich, ihr testamentarisch eine Million zu vermachen,
Letrmbt^ kommerckien' Glücksspiele ein und erläuterte dann die ganz abgesehen von dem hohen Lohn und den vielen kostbaren Än “Äe SJn & In °Uen Fällen war I Gescheuten, die i.-- re. beigen ..-er^en.•
vMat. D« Sriegerverein blickt am 82. Mckr, auf fein sOiähriges Bestehen $udlcf und veranstaltet am 24 d M eine Jubiläumsfeier, zu der die Stadtverordneten nngdaben werden lkb-nso ist an ba£ GiaiitöerorbnetentoUegüun für denselben Tag eme Einladung der freiwilligen SanitätSkvl on ne er. gangen, die in diesem Winter hier einen AusbildungSkurfu# ver- anstaltete und am Sonntag von Generalarzt Lindemann-Darmstadt besichtigt wird. - Unter dem DoZitz von Bürgermeister Dr Kayser hielt gestern abend der Vortragsverein feine Haupt Versammlung ab. Wad) dem von dem Vorsitzenden erstatteten Geschäftsbericht war das verflossene Jahr kür den Verein ein günstige#. Zwei Vorträge und 3 Konzerte wurden veranstaltet, darunter eins von Frau Dessoir. Im Laufe de# Winter# konnte der Verein das Jubiläum seiner 50. Veranstaltung wahrend seine# jährigen Bestehens begehen. Zusammen kann der Vortragsverem letzt 62 Abende verzeichnen, für die zum Teil die bedeutendsten Vertreter der Wissenschaft und Kunst gewonnen worden waren. Die Mitolicderzahl ift auf 257 angewachsen, darunter sind eine größere Anzahl auswärtiger Freunde deS Ver- eins. Der Vortragsverein hat mit dem Bildungsvercin zusam das Verdienst, durch Hebung de# geistigen Leben# den 5
Buies der eigentliche Veranlasser de# Spiel#. Der Staatsanwalt beantragt, den Angeklagten Buje# wegen Betrüge# in den Fällen Dippe, Söuggenbagcn, Muntermann, v. Röder, v. Werner und Meindel schuldig zu sprechen. Der Antrag des Staatsanwalts lautet auf insgesamt 4 Jahre Gefängnis und außerdem für f^den Fall 2000 Mark Geldstrafe, ferner Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte aus fünf Jahre.
Darnach behandelt der Staatsanwalt den Fall Metternich. Ter Gras sei nicht so geistig beschränkt, wie er sich selbst bin- Helle und wie er von den Sachverständigen bezeichnet werde Er »attegan# zweifellos das Bewußtsein, daß er für die Falschspieler ^chlepperdienste leistete. Der Staatsanwalt geht bann au bte einzelnen Falle näher ein. Ter Staatsanwalt findet den ’n a^cn ^llen schuldig und beantragt: mögen Falschspiel# 9 Monate Gefängni#, wegen versuchter Erpressung b Monate, wegen Begünstigung in 2 Fällen je einen Monat, rtegen zwei Falle versuchten Betruges ie eine Woche. Diese Strafen sollen zu einer Gesamtstrafe von 1 Jahr 3 Monaten zufammengczogen werden.
.. 2l# erster Verteidiger ergreift sodann Rechtsanwalt Schwindt für den Angeklagten BufeS da# Wort: Ein Schuldbeweis für •öuie# sei in keiner Weise erbracht. In vereinzelten Fällen könne Buie# Schlepperdienstc geleistet haben, er sei sich dessen aber nicht bewußt gewesen. Die gegen ihn vorgebrachten Argumente seien höchsten# interessante Hypothesen, weiter nichts. Ter Verteidiger plädiert schließlich auf Freisprechung seines Mandanten, -bte beantragten Geldstrafen des Staatsanwalts seien ungeheuerlich und bedeuten lediglich eine weitere Gefängnisstrafe, denn Butes besitze nicht# mehr. Wenn aber wirklich eine Verurteilung erfolge, bann müßte mindesten# ein Jahr der Untersuchungshaft angerechnet werden.
Es tritt hieraus die Mittagspause ein.
Nach Wiederaufnahme der Verhandlungen plädiert R.-A. Werthauer: Die Staatsanwaltschaft hat nun heute ganz neue Tatsachen voraebracht, die zur Verwahrung aufiorbern. Heute verlangt der Staatsanwalt von dem Gerichtshöfe, daß er etwas alS bewiesen ansehe, was gar nicht bewiesen ist. Die Staatsanwaltschaft braucht eben neue Momente, weil die bisherigen nicht ausreichen, um die Klage roegen Falschspiels zu rechtfertigen. Ich will zugeben, daß die Staatsanwaltschaft den guten Glauben hat, daß Falschspiel vorlag, aber ich bestreite, daß sie es bestimmt beweisen kann.
Ter Verteidiger des Angeklagten Grafen Wolff-Metternich, Rechtsanwalt Tr. I a f s 6, weist darauf hin, daß die Staatsanwaltschaft nur mit Indizien arbeite, und zwar mit solchen, die mehr als schwach seien. Auch Kriminalkommissar von Man- teunci habe keine bestimmten Aussagen machen können. Tie von der Staatsanwaltschaft ins Treffen geführten Tricks sprächen überhaupt nicht für ein Falschspiel. Ter Fall Metternich müsse auch vom Standpunkt de# internationalen Rechts geprüft werden und auch hier lasse sich die Anklage nicht aufrecht erhalten. Ter Verteidiger schließt mit dem Antrag, den Angeklagten frei* zusprechen. Falls keine Freisprechung erfolge, stellt er den Antrag auf Ladung weiterer Zeugen in Aussicht, darunter auch die Tochter der Frau Wertheim. — Tarauf werden die Verhandlungen auf morgen vertagt.
X Hanau, 18 Man. In der heutigen Ctraskammersitzw-g wurde der König!. WQrtenmfpcftor Kail v über in Tderzwehieii wogen Beleidigung des L'ehrerö Heinrich Hetderich II. in Hanau zu 1U0 Mk. bleib'träfe verurteilt, nachdem das Schöffengericht in einer früheren Sitzung auf 20 Mk. erkannt und beide 'Barteten Berufung eingelegt hatten. Tie Beleidigungsaffäre hatte ihren Ursprung auf der Ausstellung der Zeiitichen Baiidwirtlchaitsgelellfchaft zu Kassel, wo der Inspektor vubei einen Galgen errichtet batte, von dessen Cuerbalten herab ein Rabe auf sechs verkrüppelte Obit- bäume blickte, die eine aufaestellte 2a el als von einem Baum- handler und Lehrer ans Hanau betriibrenb bezeichnete.
vermischte».
* Ein Mittel gegen Cholera? Aus Paris wird gemeldet: Ein tunesischer Arzt, Tr. Naame, wurde durch die Beobachtungsähnlichkeit der Krankheitserscheinungen bei der Cholera und bei der Vergiftung mit Adrenalin, dem aus den Nebennieren zugezogenen, vielfach als Heilmittel angewandten Stosse, auf den Gedanken gebracht, gegen die Krankheit Andre- nalin in verhältnismäßig sehr großen Gaben zu verwenden, die in die Vene der Armbeuge eingespritzt wurden. Er wendete in 20 Fällen seine Behandlung an und erzielte 20 Heilungen. Ter Vorsteher der Pasteur-Anstalt in Tunis, Dr. Sergent, sendet über die Arbeiten Naamens einen sehr günstigen Bericht und sordert zu weiteren Versuchen in möglichst großem Umfange auf, wo sich brau Gelegenheit bietet.
* Tas ideale Hausmädchen. Einer der reichsten Bankiers von Chicago, Mr. Farson, sucht ein Hausmädchen Tas ist an sich kein ungewöhnlicher Fall, aber ungewöhnlich ist da# Hausmädchen, das Mr. Farson sucht. Ter reiche Amerikaner, so berichtet der „Gaulois", verlangt von diesem idealen Hausmädchen, daß es .ideal serviere'; es muffe von den Augen der Gäue deren Wunsche ableien können. Es soll nie schlechter Laune fein. 9116 ganz besonders wichtig aber wird erwähnt, daß dieses Mädchen beim Servieren niemals ein gelangweiltes oder gar em dummes Gesicht machen bat*. Nebenbei soll es noch perfekt soeben können und mit allen Cbltegenheiten einer aulen Rammenofe vertraut fein. Doch Dir. Farfon ist mit seinem Wunschzettel noch nicht fertig: der ersehnte Hausgeist muß immer hübsch, geschmackvoll und elegant gekleidet fein und sich dabei feine Kleider selbst machen, er darf feine .Bekanntschaft" haben, darf nicht klatschen und in traulicher Abenddämmerung mit den Dienstmädchen der Nachbar- bauser Zwiesprache halten. Und schließlich soll dieses Dienstmädchen ein korrektes Betragen -eigen und in seinem Benehmen gegen die Herrschaft stets den nötigen Abstand walten kaffen. Aber dieses
- . r — Kassierer und verletzten zwei Gehilfen de# uafftcrer# lebensgefährlich. Die Räuber entkamen, da e# niemand wagte sie zu verfolgen.
In B r i e g erhielt bei dem Unterosfizrerschießen mit Revolvern durch Unvorsichtigkeit der Leutnant Tschen vom 156 In santerie-Regiment einen Schuß in den Unterleib. Es besteht wenig Hossnung ihn zu retten.
An der M 111 e l m e e r k ü st e, namentlich an der französischen Reviera, herrschen in beit letzten 48 Stunden schwere U n w etter. Ein wolkonbruchartiger Regen hat große Ber- wüitungen angerichtet. Ein kleiner Küstenfluß ist über die Ufer
Abg. Dahlem (Zentr.), die in Aussicht genommenen Maßnahmen zugunsten bet Binnenschiffer tunlichst zu be- chleunigen.
Tas Kapitel wird bewilligt.
Aus der Hessischen Zweiten Kammer.
bs. Darmstadt, 20. März. Die Zweite Kammer etzt die Boranschlagsberatung fort. Die Kapitel 89 biß H4 merben zunächst ohne Aussprache btimfiigt. Beim Ka- Intel „Verhältnis zum Reich" macht Geheimerat Dr. Becker Mitteilungen über die zukünftige Gestaltung der Brannb- weiw-Liebesgabe und ihre Wirning aus Hessen.
Die Sitzung dauert fort
LreiS Wetzlar.
tt Krofdorf, 19. März. Wie man aus znverläsnger Quelle hört, sind die feit einem Jahre gepflogenen Vorhand- lungen wegen einer Straßenbahnoerbindung Gieße n— sirofdorf dem Abschluß nahe und bereits in den nächsten Tagen soll deshalb em Vertrag zwischen der Stadt Gietzen und der Gemcindeverwaltung abgeschlosien werben. Jeden- fall# tut man gut daran, eß mit einer Autoverbindung erst gar nicht zu probieren, deren Betrieb zu teuer ist und dem Bedürfnis nicht entspricht.
Hesfen-Nasiau.
U Marburg, 19. Marz. Zwischen Roth und Fronhaufen wurde heute eine weiblicheLeichcauSderLahngelandet. Es handelt sich um das zweite von den drei Mädchen, bic im Januar den Tob in bcr Lahn suchten und auch fanden. — Ein hier gestern zugereiste# Mädchen machte einen Selbstmordversuch, indem es eine giftige Saure trank. Dem Mädckien, da# anscheinend an Schwermut litt, wurden sofort Gegenmittel gegeben.
F. C. Wiesbaden, 19. März. Tie sehr schwierige Frage der Einmündung der projektierten elektrischen Schnellbahn Wiesbaden—Frankfurt a. M. in die Stadt Wiesbaum hat nunmehr eine endgültige Lösung gefunden. Ter Endpunkt ist bestimmt in der SchlachthauSstraße unmittelbar vor dem Kaiser- Wllhelm-Ring anstatt wie zuletzt vorgesehen vor dem Hauplbahn- hos. Bon dem Endpunkt in der Lchmchlhausslraße wird die Bahn durch dieselbe geführt und die Mainzer Straße und die elektrische Linie Wiesbaden—Mainz kreuzen vor der Krimhildcnstraße, druch diese toeiterlaufen bis zur GemarkungSgrenze. Von da nimmt die Bahn den Lauf direkt an der Südseite von Erbcnh.nm nördlich dem Rennplatz vorbei parallel der Chaussee Wiesbaden—Frankfurt am Main in der Richtung auf Siebenbürgen zu. Von einer unterirdischen Führung der Bahn in Wiesbadener Gemarkung, wie anfänglich vorgesehen, hat man ganz Abstand genommen, weil eine solche das Unternehmen, welches so wie sie auf 17 Millionen Mark veranschlagt ist, zu sehr belasten würde.
F. C. Westerburg, 19. März. Zu dem Brande in Westerburg sei noch nachgetragen: DaS Feuer entstand in dem Hause des Zigarrensabrikanten Hofmann in der Kirchgasse in der Oberstadt. Es griff rasch um sich, so daß den Feuerwehren nichts anderes übrig blieb, als zur Rettung bcr übrigen Häuser ein Haus niederzureißen. Das Feuer konnte sich so gut verbreiten, weil die Häuser ganz eng zusammenstanden und nur durch dünne Fachwerkwände voneinander getrennt waren. Der finanzielle Schaden ist nicht unbedeutend. Durch den Brand sind 9 Familien obdachlos geworden, darunter die Familie Wengenroth mit 10 und Hofmann mit 7 Kindern. Die Namen der gescl>ädigten Hausbesitzer sind: K. E. Ferger, Böhme, Hofmann, Ferger und Ferdinand Wengenroth.
Berlin, 20. März. Präsident Kaempf eröffnet um Ufjr 25 Min. Vor Eintritt in die Tagesordnung erklärt Präfident Dr. Kaemp s: In den heutigen AuSsülirungen des Dr. Cohn war gesagt: Ich habe zu Hause ein Aktenstück, aus dem hervorgeht, daß ein Schutzmann einen Meineü) geleistet hat und das in einem Strafverfahren auf Grund dieses Umstandes. Der Angel'lagte wurde sreigesprochen und der meineidige Schutzmann in die Kosten de# Verfahrens verurteilt. Dieser Schutzmann ist . . . Hier bricht ber Satz ab, weil der Redner unverständlich wird. Ich bin der Meinung gewesen, daß der Abgeordnete Dr. Cohn nicht hat auS- sprechen wollen, daß der Minister einen meineidigen Beamten im Amte behalten hat. Darum habe ich den .Abgeordneten Cohn nicht unterbrochen.
Staatsseirelär Dr. Delbrück: In der Rede des Abg. Cohn befindet ,ich folgender Passus: Eine derartige Beleidigung (im Abgeordnetenhause seitens des Ministers des Innern gegen den Abg. Sachse) nimmt sich um so eigentümlicher aus im Munde eines Ministers des Innern, der an der Spitze einer Behörde steht, von deren Beamten einzelne schwerer Verbrechen über führt sind. Ich kann das nur so ausfassen, daß dem Minister der Vorwurf gemacht wurde, >aß er Leute in feinem Ressort dulde, die schwerer Verbrechen überführt sind. Gegen eine derartige Kritik muß ich hier ausdrücklich Verwahrung einlegen. iBeisall rechts.^
Bei der fortgesetzten Beratung des Kapitels „Statisti- ches Amt" bittet
, rm B ab-Nauheim, 19. März. Die Ankunft der b t u t - schcn Kaiserin.hier wird am 11. April, also kurz nach Ostern erfolgen Ihr Aufenthalt soll voraussichtlich 8 Wochen dauern. Tie Kaiserin wird in der Villa Grödel, die in der Nähe des Kurhauses liegt, Wohnung nehmen. ES sind 2 Stockwerke für sie und das Gefolge vorgesehen. Im ganzen etwa 40 Räume, von benen die im 1. Stock für die Kaiserin und die Prinzesfin Viktoria Lui,e referviert sind.
A Dorn-Assenheim, 19. März. Unser ältester Mitbürger Bergmann Johannes Weitz tst im Alter von 90 Jahren gestorben.
Ein Ballon verbrannt.
©träfe bürg, 19. März. Bei einer Hebung oberhalb des Kronenburger Exerzierplatzes riß heute vormutag gegen 10 Uhr das Halteiau eines bemannten Drache nballouS der hiesigen /"xeftungetclegraohenobteilung aus noch nicht aufqellärter Ursache Der ziemlich starke Lüdivesiwind trieb den Ballon in der Richtung gegen Bischheim, als plötzlich die schlei'ende Ltahliroffe mit einer Hochspannung in Berührung kam, so daß infolge des Kurzschlusses der Ballon Feuer fing und bei dec Bischheimer Eisen- bahmverksiätte aus beträchtlicher Höhe abstürzte. Ter Ballon ist verbranni und die beiden Insassen erlitten ziemliche Verletzungen und -war erlitt Cbeileutnnnt Clorer vom Jnimtterie- diegiment Nr. 132 einen B e i n b r u ch sowie eine leichte Hirn- erschütleruna, und Oberleutnant Römer vom Fufeartillene- Regiment Nr. 10 einen A r m b r u ch. Aerztliche Hilfe und Kranken-Automobile waren sofort zur Stelle.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M. Schiueinemarkt'berich t vom20. März. Aickgetneben waren 2312 Lchweine. Bollsieischige Schweine uou 80 bis 100 kg Lebendgewicht 5^.00 - 61.00 Alt., Schlachtgewicht 73,00 - 7'.00 Alk., vollsieischige Schweine unter 80 kx Lebendgewicht 59.00 - 61.00 M, Schlachtgewicht 7ö-77.uO Mk.: vollsieischige Schweine von 100—120 kj» Lebendgewicht 59.00—61.00. i’lf., Schlachtgewicht 76—78.00 Mk.: vollsieischige Schweine von 120 bi« 160 kg Lebendgewicht 59.00-61.00 'JNL, Schlachtgewicht 76.00—78 Alk. 0-sjchäit mittelmäßig, verbleibt Ueberftanb.
WetteraiiSstchten in Hessen iur Donnerstag, den 21. März 1912 Wechselnd bewölkt, einzelne leichte Regenfälle, kühl.


