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Kultursichel mit Bei!
MietgesiK
Pfeil drei eck-Seifen
Leutnants Luigi de Giorgio entfernten gestern nichter- ^(obierte Granaten, die sie im Tande aufgefunben haben und eine ständige Gefahr bildeten: die Granaten wurden unbrauchbar gemacht. Gin Geschoß wurde auf einen Leichtergebracht. Hierbei explodierte die Granate und tötete den Leutnant und sieben Soldaten. Zwei wurden leicht verletzt. Eine Kommission hat bie Untersuchung eingeleitet.________
Schacht hinabgerisscn und dabei so fefepet verletzt, daß er nach wenigen Minuten verstarb.
Fabrikat: ÄDcmt JaaabL Darmstadt.
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t Nidda, 22. Juni. Gestern hatte sich der 15 Jahre alte Schreinerlehrling K. W. von hier vor dem hiesigen Schössen--
Verkaufsstellen durch dieses Plakat kenntlich.
Ä» allerer Tamew 1. Lttober eine 5 Z Mobuutift in beiter' iudit. inwünicht t' altm.il,ubct)6x,u)itl
und Bodenräume niofllnb ^cntralbci iiriitl m. ' u- M» ,md baldig _Liehener Anzeiger
Vermischter.
* Die Bäcker non Toulouse richteten an die Bevölkerung einen Aufruf, in denr sie ankündigten, daß sie, falls ihre infolge der Getreide- und Mehlteuerung unternommenen Schritte erfolglos bleiben sollten, vom Montag ab ihre Backofen den Behörden zur Verfügung stellen, damit diese selbst für die 150 OOO Einwohner von Toulouse das erforderlübe Brot liefern könnten.
* Dampferun g l"ü ck auf dem Wannsee. In der Nacht zum Sonntag stieß auf dem Wannsee unweit der Pfaueninscl ein mit Schülern dicht besetzte« Sterndampfer mit einem Motorboot zusammen. Der Anprall war so heftig, daß das Motorboot gespalten wurde. Die Insassen, etwa 25 bis 30, stürmten ins Wasser. Tie Mannsihaft des Dampfers und mehrere Fahrgäste stellten sofort Rettungsversuche an, die auch Erfolg hatten. Nur eine Dame und ein Herr nmr- • den vermißt. Die Schuld an dem Unglück dürfte nach den bisherigen Ermittelungen' den Führer des Motorbootes treffen. Der Kapitän des Stcrndampfers hat zweimal Notsignale gegeben. Trotzdem habe das Motorboot plötzlich den Kurs geändert, so daß ein Zusammenstoß unvermeidlich gewesen sei.
Kleine Eaqesch/onik.
In Metz versuchten in der Nacht zum Sonntag zwei Unteroffiziere des 130. Infanterie-Regiments, darunter der wachthabende Unteroffizier, einen Einbruch in den Kassen- raum des Regiments; sie wurden ßedoch dabei abgefaßt und verhaftet.
Das Elektrizitätswerk her Stadt Feldkirch j im Voralberg ist durch Blitzschlag zum Stillstehen gc» bracht worden. Die Fabriken mußten ihren Betrieb ein- I stellen.
Auf Schloß Schillingsfürst ist die Fürstin I Chariclee zu Hohenlohe-Schillingsfürst, geborene Prin- | zessin Ypsilanti, nach längerem Leiden im Alter von neun- 1 undvierzig Jahren gestorben.
Ein Erdbeben in Eostarica hat mehrere Ortschaften teilweise zerstört. 85 Personen sollen getötet und 400 verletzt sein.
Aus Alessandria wird gemeldet: Der in einer Irrenanstalt untergebrachte Geisteskranke Ponzena,dcr früher seine sechsjährige Tochter ermordet hatte, entwich und begab sich in sein Haus zurück, wo er fetneu Bruder, seine Schwägerin und ihre zwei Kinder durch I Messerstiche ermordete.
, A f , k _ • QO ~ . • CT1VVX . ay . ... । geriebt zu verantworten. Der Angeklagte hatte einen Tausend- s.r» ' — n/ ~V ^lin.L 2^1^0^ 30 9 t TV. I ntarffdiein, den er für seinen Lehrherrn, einem Holzhändler,
und feine Eh es ran 1 werten heute tu voller Rüstigkeit das > in Unter-Schmitten besorgen sollte, aus dem Briefumschlag heraus-
handel.
R. Reichelsheim, 22. Juni. Die diesjährige Gern einde-Grasversteigerung erbrachte einen beträchtlichen Mehrerlös wie die vorjährige Versteigerung.
Essen a. b. R., 22. Juni. In der heutigen Beirats- sitzung des Rheinisch-Westfälischen Kohlensvn« dikats wurde beschlossen, die Berufungen der Gewerkschaft „Ewald" und der Gewerkschaft „Königin Elisabech" gegen btt Entfckseidungen der Kokskommission zu venverfen. Sodamt wurden die verschiedenen Vorschläge für bie durch den Tod des Geheimrat; Funke notwendig gewordene Ersatzwahl genehmigt. Die fia daran anschließende Zechenbeirtzerversammlung setzte die Beten ligungsanteile für Juli für Kohlen auf 95 Prozent (wie bisher in Koks auf 721/1 Proz. 75 Proz.) und in Briketts auf 85 Proz (wie bisher) fest und genehmigte den Antrag des Vorstandes wegen des Bergarbeiterausstandes den Monat Marz bei der Förderabrechnung für das Jahr 1912 auszuscheiden. Von den Ersatz- bennenungen zum Beirat nahm die Versammlung Kenntnis. Dr Amräge aus Vornahme verschiedener Ersatzwahlen wurden ge nehmigt. Zu Gesckräftliches wurden einige Veränderungen in der Koksbeteiligungszisfern mitgeteilt. Kommerzienrat O l fe r jnazfit' nod) zürn Schluß bie Mitteilung, baß er zum 1. Juli aus (9t sunbheitsrücksichten aus dem Vorstande ausscheiben werde, un in ben Ruhestand zu treten.
* Telegramme nach Russisch-Asien. Dom 1. Jul ab gilt bie W 0 rttaxe für Telegramme nach dem curopäifrbfi Rußland auch für Telegramme nach dem asiatischen Rußland un? nach Bokhara, sie beträgt nunmehr für das gesamte Rußland itr direkten Verkehr mit Deutschland 20 Pfg. Tie bisherige Worttar« von 75 Pfg. für das asiatische Rußland und Bokhara wird demnach um fast 75 Proz. ermäßigt.
D.RG.EN12808C ganze Länge 45 etr a-Ertr.-L.ual. stobi Unübertroffen aut Freistellung 0. Kulturen (Ent- sernung v ,"rorfiunfTaurrrn zu Läuterungen, awW" oJjaflbttieflcn. 21 tt L 3. ?
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50jährige Ehejubiläum. — Unsere Landwirte sind eben damit beschäftigt, die Heuernte einzubringen. Der Ertrag auf guten Wiesen ist ungleich höher wie im Vorjahre.
Starkenburg und Rheinhessen.
hk. Darmstadt, 23. Juni. Geheimerat Professor Dr. phil. EraSmuS Mittler, der bekannte Vertreter der Elektrotechnik an der hiesigen Technischen Hochschule, begeht am 25. Juni seinen 6 0. Geburtstag. Prof. Littlec ist seit 1898 kommissarisches Mitglied der Abteilung für Bauwesen des Ministeriums der Finanzen, seit 1899 Mitglied der Ersten Rammet der Stände auf Lebenszeit. Seine akademische Laufbahn begann er 1881 als Privatdozent für Physik an der Technischen Hochschule in München. Am 1. November 1882 erhielt er die neugeschaffene Profesiur für Elektrotechnik in Darmstadt. TaS von Hittier hier geschaffene elektrotechnische Institut wurde vorbildlich für die meisten übrigen Hochschiilen. Einen zweimaligen Nus als Direktor einer großen Elektrotechnischen Firma und einen Ruf an eine auswärtige Hochschule hat er abgelehnt. Sein Hauptwerk ist das »Handbuch der Elektrotechnik'. Geheimerat KitUer stammt auS Schwabach bei Nürnberg.
rm Darmstadt, 23. Juni. Die 20. Landes-Versammlung des FechtvereinS Walsenschutz fand heute hier statt. AuS dem von Horn-Mainz erstatteten Bericht ist zu ersehen, daß der Verband auS 23 Zweigveremen und 20 Sammelstellen besteht, die zusammen 5000 Mitglieder be- Ützen. Das Vereinsoermögen beträgt über Mk. 114 000, da- von nahezu Mk. 41 000 Baufonds. DaS Vermögen hat sich seit 1910 um 5390 Mk. vermehrt. Für das Unterbringen der Pfleglinge wurden Mk. 2417, für WelhnachtSbescherungen und Unterstützungen Mk. 5100 verausgabt. Der Voranschlag, der mit Mk. 11 462 abschließt, wird genehmigt. Der Prä- sident Horn-Mainz wird miedergewählt, ebenso die einzelnen Ausschußmitglieder, darunter neu Wißner-Mainz, Mohr-Mainz, Lindner-Eberstadt, MelcherS - Butzbach. Die nächstjährige Tagung soll in Eberstadt bei Darmstadt stattfinden.
! Mainz, 22. Juni. Die beiden Offiziersflieger, die vor einigen Tagen, von Straßburg hier eintrafen, sind gestern nachmittag auf ihrer Rumblertaube dahin zurückgekehrt. Ein Schaden am Benzinbehälter zwang sie in der Nähe von Worms $u einer Notlandung, die glatt von statten ging. Dem Schaden war bald abgeholfen, und die Flieger konnten heute morgen 4 Uhr ihre Reise fortsetzen. In Straßburg sind sie um 5.15 Uhr glücklich gelandet.
w. Worms, 23. Juni. Zwei Handwerksbur- scheu, die im städtischen Krankenhaufe mit Fenster- Leiter. Dem einen wurde durch das Glas die Kehle durch- p utz en beschäftigt waren, stürzten gestern von der schnitten, so daß der Tod eintrat; der andere ist schwer verletzt. Die Personalien sind noch unbekannt.
Hessen-Nassau.
X M a r b u r g, 23. Juni. Dec reformiertenKirchen- ge>neinde ist von dem Professor August Dute zu Gunsten von Witivcn und Waisen ein Vermächtnis von 2 0 0 0 0 Mk. zugefallen.
X Hanau, 23. Juni. Zur Erneuerung der Marien- kirche in Hanau sind von Gemeindegliedern der wallonischen Gemeinde, vom LandeSauSschuß zu Kassel und vom Gefamt- SynodalauSschuß freiwillige Gaben von insgesamt 12852 Mk. gespendet worden.
h. Frankfurt a. M., 23. Juni. Zwischen dem Zirkus Schumann und der Frankfurter Presse ist ein Konflikt ausgebrochen, der auch für die Öffentlichkeit eines gewissen Interesses nicht entbehrt. Infolge einer scharfen, aber nicht unberechtigten Kritik über ein neues Ausstattungsstück des Zirkus Schumann hat die Direktion der Redattion der „V 0 l k s st i m me" das Passepartout und die Inserate entzogen. Diese Brüskierung hat bereits bi^ Folge gehabt, daß die „Frankfurter Zeitung" und „Kleine Presse" der Zirkusdirektion die den Redaktionen zur Verfügung gestellten Dauerkarten zurücksaudten. Dem Vernehmen nach werden sich auch die üdrigen Zeitungen, soweit sie Passepartouts besitzen, diesem Vorgehen anschließen und jede weitere Berichterstattung über den Zirkus und seine Leistungen einst e l l e n.
'Frankfurt a. M., 22. Juni. Heute morgen uml 7 Uhr 32 Minuten startete der Eulerpilot Leutnant v. Hid dessen mü 45 Kilogramm Postkarten auf seiner Eulerflugmaschine „Gelber Hund" von Frankfurt a. M. nach Darmstadt und kam in Darm- it a b t auf dem Truppenübungsplatz um' 8 Uhr an. Es mar ein böiges, windiges Wetter, wodurch die Fahrt sehr erüfovert wurde. Sie ging dessenungeachtet glatt vonstatten. Heute abend um 7 Uhr 22 Min., nackrdem die neue Darmstädter Post in einem versiegelten Poslsack von über einem Zentner in bie Eulerflugmaschine ausgenommen worben, fuhr Leutnant v. Hiddessen wieder auf dem Luftwege nach Frankfurt und landete glatt, nachdem er die Stadt Frankfurt in großer Höhe umkreist, nm 7 Uhr 37 Min. auf dem Eulerflugplatz. An den Zeitdifferenzen vom Morgen zum Albend ersieht man den großen Gegenwind am Wend. Bei der Landung auf dem Eulerflugplatz war der Generalinspektor der Berkehrstruppen, v. Lynckcr, zugcgegcn und gratulierte Herrn v. Hiddessen zu dem in so glänzendem Stil beendigten großen Postrundflug. Die Postkartennwche der Großherzogin von Hessen hat mit einem vollen Ersolg geendet. Die Eulerflugmaschine, geführt von Leutnant v. Hiddessen, hat die Strecken Frankfurt a M.- Tarmstadt, Tarmstadt-Worms, Worms-Mainz, Mainz-Frankfurt, Frankfuri-Darmstabt und Darmstadt-Frankfurt immer an den vor- geschriebenen Tagen und Stunden zurückgelegt, und zwar ist sie immer pünktlich, rote vorher bestimmt, abgeflogen und angc- kommen, was besonders hervorzuheben ist, weil während der ganzen Woche sehr stürmisches Wätter herrschte und die Windstärke zwischen 6 und 30 Sekundenmetern wechselte.
Kreis Alsfeld.
— Homberg a. d. Ohm, 20. Juni. Der Diebstahl auf Schloß S ch w e i n s b e r g harrt immer iwch der Aufklärung. Die Untersuchung, die mehrere Tage hindurch unter Mitwirkung von Frankfurter Kriminalpolizisten geführt wurde, ergab Anhaltspunkte dafür, daß die Einbrecher nicht etwa gewerbsmäßige SScrbrecbev aus der Großstadt sind, sondern Leute ans der Umaegend. Da die gestohlenen Drucksachen inzwischen überall ausgeschrieben worden sind, wird den Dieben der Berkaus sehr schwer, wenn nicht unmöglich sein, so daß es nicht ausgeschlossen zu sein scheint, daß die Qk-qentlaube, wie in anderen vielen Fällen, eines schönen Tages wieder zurückgeschickt werden.
Kreis Friedberg.
hi. Friedberg, 23. Juni. Der Bergarbeiter Adam Kissel ans Laubne-Eschbach wurde in der Grube „Ros- badj" vvu abbröckelndem Gestein in den 45 Meter liefen
Arir Stadt und Land.
Gießen, 24. Juni 1912.
* In Audienz empfangen wurden vom Großherzog am SamStag u. a. Medizinalrat Dr. Bötticher von Gießen, Medizinalrat Dr. Dietz von Gießen und Seminarlehrer Lorentz von Lich.
•• Stadltheater. Nachdem die Aufführung von .Eine Nacht in Venedig' bewiesen hat, daß die Direktion mit einem wirklich guten Personal vornehme und sehens- werte Operettrnoorstellungen bietet, ist dringend zu wünschen, daß die folgenden Operettenabende einen befferen Besuch aufweisen. LeharS „Graf von Luxemburg', der am morgigen Dienstag abend gegeben wird, darf den besten modernen Werken dieses GenreS beigezählt werden. Mit den Herren Beer, Harden und Norden, sowie den Damen Walle, Thaller und Scholz in den Hauptrollen kann eine vorzüglich abgerundete Aufführung erwartet werden. Zu diesem Albend gelten gewöhnliche Preise. Tie Herren Studierenden zahlen an der Abendkasse kleine Preise.
♦♦ Iubilciums-Gauturnfest Gießen 1912. Der geschäftsftrhreude Ausschuß für das Turnfest wendet sich heute in einem Aufruf an die Einwohnerschaft Gießens, in dem er um deren Mithilfe bei der Unterbringung der Festgäste bittet. In Betracht kommen die Nächte vom 6. bis 7. und vom 7. bis 8. Juli. — Bei dem morgen abend stattfindenden Schauturnendes Turnvereins von 1846 wirkt auch die Damenriege des Vereins mit ihren Festaufführungen mit.
** Vorsicht für Landwirte. In den Gebieten, in denen Ueberlandzentralen eingerichtet werden, finden auffällig oft Notf ch lach tun gen stall. Bei der Beschau wurden in den Eingeweiden der Rinder, besonders in der Wand des sogenannten Haubenmagens, Drahlabfälle von Telegraphen-, Telephonleitungen und von Leitungen für elektrisches Licht und Kraft usw. gefunden, die wahrscheinlich durch Unachtsamkeit der bei der Anlage beschäftigten Arbeiter achtlos in die Wiesen geworfen werden und bann beim Ernteschnitt mit unter das Futter geracn. Es wäre daher eine Anweisung an die Arbeiter am Platze, mit den Abfällen vorsichtiger zu verfahren, die Landwirte selbst sollten sich bei der Anlage von Leitungen über ihre Grundstücke darum kümmern, daß keine Drahtabfälle weggeworfen werden. Das Futter, namentlich das Grünfutter und Rauhfutter, schüttele man vor der Verabreichung an das Vieh gehörig durch.
** Die Volks hygienische Ausstellung im Saale des Hotel „Einhorn" war gestern sehr gut besucht. Die Ausstellung ist nur noch bis morgen geöffnet.
** Prügelei. In der Nacht zum Sonntag wurden einige von der Kneipe heimkehrende Sttrdenten auf dem Lindenplatz von mehreren Leuten angefallen, woraus sich eine heftige Prügelei entwickelte, bei Der die Burschen mit Balken und Brettern auf die Studenten einschlugen. Auch Messer scheinen dabei benutzt worden zu sein, denn mehrere Studenten hatten stark blutende Verletzungen erlitten. Erst als einige Studenten die Polizei zur Hilfe gerufen hatten, trat Ruhe ein. Die Polizisten geleiteten die Studenten nach ihren Wohnungen.
** Unfug. In der Nacht zum Sonntag machten sich einige angeheiterte junge Leute das Vergnügen, allerlei Unfug an dem Jahn denk st ein auszuüben. Mehrere Pflanzen wurden ausgerifsen, ein Wasserrohr zerstört usw.
Landkreis Gießen.
△ Allen dors a. d. Lahn, 23. Juni. Etwa vierzig Kriegervereine aus dem Hassiabezirk Gießen und aus den preußischen Nachbarorten hatten sich heute hier eingefunden, um das Bezirkskriegerfest des Bezirks Gießen in Verbindung mit dein 2 5jährigen Jubiläum des hiesigen Kriegervereins zu begehen. Das Dorf war sehr schön geschmückt. Ein stattlicher Festzug beweate sich durch das Dorf. Aus dem Festplatz begrüßte Bürgermeister Volk die Gäste namens der Gemeinde und der Vorsitzende Bi e hm an n namens des Vereins. Die Festrede hielt Mehrer Daab-Lollar und die Kaiser sch le if e überreichte Rogierun gerat Sanger manu. Ain Fräulein übergab eine von den Jungfrauen gestiftete 'Fahnenschleife. Pfarrer Heinebach sprach auf das Vaterland, während S ch e e r si Lauterbach ein Hoch auf die Veteranen ausbrachte. Der Vertreter des Turnvereins übergab ein Kaiserbild.
△ Saasen, 23. Juni. Dem Flurschütz Damm flog beim .Holzspalten ein Scheit ins Auge, wodurch das Auge wahrscheinlich verloren ist. Man brachte ihn in die Gießener Klinik.
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genommen und angeblich an die Straßeichöschung gelegt: er schien aber dringend verdächtig, den Kassenschein venteckt zu haben. Ein Geständnis über den Verbleib des Geldes legte der ^chnunge nicht ab, obgleich er sich schon seit 27. April in Untersuchungshaft befand. Ta er die verschiedensten Angaben übcrjüc »teile, wo er den Schein hingelegt habe, machte, war alles suchen ver- vcrgebens. Er wurde zu vier Monaten Gefängnis verutteilt und zugleich Antrag auf Zwangserziehung gestellt.__________________
Citftfcbifyobrf.
Ballonunfall.
Danzig, 23. Juni. Ter Ballon „Danzig", der heute früh von der Gasanstalt ausgesticgcn war, ist infolge eines plötzlichen Windstoßes gegen ein Haus geworfen worden. Ter Führer, der Arzt S ch u ch t, wurde aus dem Korbe geschleudctt und war sofort tot. Ter Ballon wurde weiter getrieben gegen Mottlau zu. Der Student Hasseldack, der die Führung übernommen batte, riß an der Reisüeine, worauf der Ballon herunterging. Hasselbach und Professor Föttinger sprangen l-craus und blieben unverletzt, eine mitfahrcnde Tame wurde nur gering verletzt.
Wetteraussichten in Hessen kür Dienstag, den 25. Juni 1912 Meist heiter, trocken, warm; Gewitterneigung.
Letzte Nachrichten.
Aschaffenburg, 24. Juni. AuS Eifersucht hat gesterr abend der 36 Jahre alte Johann Schneider feine gleich- eiterige Ehefrau durch einen Dolchstich in den Hais getötet. Der Täter wurde noch in der Nacht verhaftet.
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