162. Jahrgang
Drittes Blatt
Nr. 275
Erfchtml tiglich mit Ausnahme des Sonntags.
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Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul- strahe 7. Expedition imb Verlag: 51.
Redaktion: HL Tel.-Sldr.:A,rzeiger«ieven.
Die „Gietzraer Sawiilienblättcr“ werden dem .vn-eiger* viermal wöchentlich beigelegt, das '«reisbiatt fir bei Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit- fregen" erscheinen monatlich zweimal.
burdaett, und die Anwescnben folgten den Ausführungen nnl Spannung und sichtlicher ^reube. Der Vortrag wurde durch etwa 50 nwhlgelungene Lichtbilder ergänzt. Umrahmt war das Ganze von Vorträgen des Kirchenchors und der 1. Sckulklam, unter der rührigen und sachkundigen Leitung von Lehrer Euler.
= Großen^Linden, 18. 9h>ü. Bei der letzten Hauptversammlung des hiesigen Bauernvereins ergab der Abschluß den beträchtlichen Uebcrschuß von 1600 M.k.
Dienstag, 19. November 1912
Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen UniversuälS - Buch- und Strindruckerei.
R. Lange. Gießen.
Au» Stadt und Land.
bi t e u e n, 19. Dioocmbcr 1912.
silberne Verdienftkrcuz verliehen.
** V o m G i e ß e n e r N a t u r t h e a t c r wird uns geschrieben: Sicherliäi erinnern sich nod) viele Gießener gerne an die weihe vollen Stunden, die sie int Sommer 1909 draußen nn atur* tl.catcr unter den rauschenden Buchen verbracht haben. A<imai3 feierte man unter allgemeiner Begeisterung die 19. Jahrhundert^ eicr der Schlacht im Deutoburgerwalde. Audi im nadhten L>ommer erumert mau sich in deutschen Landen einer großen Zett, in_öer unsere Vorfahren sich ihre Unabhängigkeit crlämpit laben, xas Naturtheater Gießen beabsiddigt in Ermnerung an d:ese beittirurbigc 3eit eine
Der Kaiser in Kid.
Kiel, 18. Nov. Ter Kaiser mit Gefolge ist im Zonderzug um 7.30 Uhr hier cingetroffen. Am Bahnsteig ridteten sich der Genercttinspelteur der Marine Prinz Heinrich, der Staatssekretär des Reichsmarineamts v Tirpitz, der Flottenckfef Admiral v. Holtzendorfs, der Ches der Marinestation der Ostsee Admiral (So er per, der Stadtkommandant Generalmajor Albrecht und Po hzeipräsident von Schroeter. Zur Begrüßung hatten sich außerdem die Prinzen Adalbert und Waldemar ungesunden. Ter Kaiser begab sich aus dem Wassertvege an Bord des Linienschiffes „Deutschland", aus dem er Wohnung nahm. Die Hochseeflotte salutierte mit 33 Schuß. Tas Wetter ist trübe.
Kiel, 18. Nvv Heute mittag 12 Uhr wurden die Marinerefruten im Cxerzierhausc I der Matrosendivision vereidigt. Kurz vor 12 Uhr traf der Kaiser in der Uniform eines Admirals im Automobil im Kasernemcnt ein. Vom Hafen bis zur Kaserne bildeten die alten Leute Spalier. Nach Ansprachen der Stationspfarrer beider Bekenntnisse wurden etwa 7500 Rekruten unter der Lei- tinm des Inspekteurs der ersten Marineinspektion vereidigt. Nach der Vereidigung hielt der Kaiser eine Rede. Das Hoch auf den Kaiser brachte der Chef der Marinestation der Ostsee, Admiral (Socrper, aus Der rtaifer nahm auf dem Hose der Kaserne den Vorbeimarsch der Fahnenkompagnie entgegen und nahm an dem Frühstück in der Offiziers-Speiseanstalt teil.
Starkenburg und Rheinhessen.
R. B. Darmsta dt, 17. Nov. Zum Besten der Mit- glieder deS Nieder-Modauer Kreditoerelns, die durch die bekannte Katastrophe 511m großen Teil an den Rand des Verderbens gebracht worden sind, fand heute im Turnhallensaal am Wooglatz ein vom Hessischen Odenwaldverein veranstaltetes Wohltätigteltskonzert statt, daS einen größeren Ertrag für den schönen Zweck abwerfen dürfte. Bürgermeister Müller, der als Vorsitzender deS Hessischen Odenwaldklubs dem Verein für diese Veranstaltung wärmstem Dank aussprach, gab bekannt, daß die cinschließlich I einer dankenswerten größeren Spende des Großherzogs für die vom Odenwaldklub eingdeiteteten Sammlungen bis jetzt nahezu 7000 Mk. eingegangen seien und daß durch die in diesen Tagen erfolgte erste Verteilung von über 1000 Mk. schon manche Tränen getrocknet worden seien.
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Ter russische Thronfolger
hat die Reise von Spala nach Zarskoje Selo gut Überstunden. In den letzten vier Tagen blieb die Temperatur unter 37 Grad. . „ . T
V0m Aufstand in Liberia.
Tie , Kölnische Zeitung" meldet aus Monrovia: Sämtliche bedrohte Deutsche sind au Bord des .Panthers" gebracht worden. Tic Lage im Auf- skantegebiet ist unverändert. Eine große Zahl Kru-Neger erwartet den Angriff liberischer Soldaten von der ^eite des Neweeß-Flusses her.
Wilson und Bryan
Die ,Morning Post" meldet aus Washington aus guter Quelle, daß der erwählte Präsident Wilson beabsichtigt, Mr. B r ya n das P 0 r t e f cui lle des Staats- ife parte ments und, menn er dieses, wie zu erwarten stehe, ablehneu werde, den Botschafter post en in London ainzubieterp.
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m. Steinfurth, 17. Nov. Wiederum ist hier durch die Nauheimer Glcnbarmcrie ein Diebslager ausgehoben worden, ^ie Witwe Walter, eine unbescholtene Fran, hatte emen Mitbewohner ihres Hauses wegen rüdftäiibigcr Miete und Atimeu tation verklagt. Aus Rache darüber erstattete der Beklagte An zeige bei der Gendarmerie, baß die Fran cm großes Lager aller möglichen Gegenstände besitze, bic sie nicht aus rcditmaRigcm Wege erworben hab.n tonne. Die Gen bann er, e nahm vaussuchima vor und fand tatfädilid) ein ganzes Weißzeuglager, -J-tldjc, ätoicl beden, Servietten, Kisten Zigarren usw., die in einem Wagen nach Nauheim befördert wurden. Die Frau gibt an, die coachen feien ihr geschenkt worden. Ob das Gericht ihr das »glaubt und ob sie den Nachweis darüber erbringen lann, ist sehr fraglich.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhefjen
Wie seit Bestehen ix-? Vereins noch keine Dividenden zur Verteilung gelangten, wurde auch jetzt davoti^ Abstand genommen und dafür beschlofseii, im Juli n 3- ein großes Ban ernfest, verbunden mit Fahnenw ei he, ,;u ver- anstalteii. Einige bekannte Redner haben bereits ihr Lr- scheinen in Aussicht gestellt. _
© Lollar, 19. Nov. Am Donnerstag, 21. d Mt.., abends 8 Uhr, sindet öffentliche Gemeiudcrats- -iiiung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch öc-' Lehrers Da ab um Zustand Haltung der Waschküche. 2. Ber- irerttiug des Stammholzes. Verlaus von Baugelände an vx Nies. In der darauffolgcndeii geheimen Sitzung wird verhandelt: 1. Austettung eines Aufsehers für das mcfige Elektrizitätswerk. 2. Anstellung eines Wiegemeisters. 3. Gesuch des Flurhüters K. Erb um Bewilligung einer Remuneration. Ä rrf., M
_{- Daubringeii, 18. Nov. ^as Fürstlich Braun- felssche G u t d e i b e r t s h ansen , etwa 350 Morgen groß, wurde nn den seitherigen Pächter B'renncmann für 100 000 Mk. verkauft.
h. Steinberg, 18. Nov. Am 25. November v. x\6. ! wurde von einzelnen Geflügel- und Kaninchenliebhabern hier cm Geflügel- und KanincheUzüchterv erein ge-
I gründet, welcher bis heute nahezu 40 Mitglieder zählt. Um ihrem Zuchtuttcrcsse Ausdruck geben zu können, wurde bc- . schlossen, am 8 Dezember eine LolalauSslellung, ver- bimbcn mit Preisschießen und Veilosung bei Gastwirt Ludw.
Dctificbes lleicb*
Zur mecklenburgischen Verfassungsfrage.
Ten mecklenburgischen Landtagskommisfar.n Grasen Bassewitz-Levetzow und Staatsrat Tr. Langscld ist ein Re- Nerungsreskript zugegangeu, in dem der Großherzog auf bi? gefallene Verfassungsvorlage hinweilt und ausfuhrt, daß diese Art der geschäftlichen V e r h a n d l u ii g mit dem Ernst der Lage und der Bedeutung der Zache für das ganze Land nicht vereinbar sei. Der Großherzog lehnt es ab, eine Antwort ter ^tante auf (3runb des Beschlusses der Ritterschaft entgegenzunebmew Es sei nicht sein Wille, dem in dem Beschluß zum Ausdruck gebrachten Wunsche ter Ritterschaft um verausgabe einer neuen Vorlage zu entsprechen, da sich die Ver- sassungsreform als undurchfü h r b a r erwiesen habe Der Großherzog erwartet, daß die beiden .Stände m gemeinsamer Arbeit die erforderliche Einigung herbelzu- führen suchen. E r h a l t e d i e V 0 r la g e a u s rech t und verlange eine eingehende Prüfung. Er appelliert nochmals mt die Stände, ihm ihre Hilfe zur notwendigen Durchi- sühruug des Verfassungswerkes nicht zu versagen. — Dieses Reskript wurde von den Landtagskommissaren den Standen unterbreitet.
ITic Untersuchung bei Zustande im Vieh- und Fleischhandel.
Der am 28. d. M. im Rcichsantt des Innern zur Unter- ludnina der Zustände int Vieh und Fleischhandel znsanrmeii- irctciibe Ausschuß zahlt 30 Mitglieder, von denen die Hälfte berufen ist auf Vorschlag des Deutschen Landwirtschattsrats, des Reichet erbandes der deutschen landwirtschaftlichen Genogenschatten, des Deutschen -täbtetags, des Deutschen Fleisdurverbandes und des Bundes der Viehhändler. Der Ausschuß wird sich aus,chließ- l|ch mit den Faktoren beschäftigen, die fiir die Preisbildung des Fleisches vom Verkauf im Stalle bis zur Abgabe un Fleudier" laden maßgebend sind.
Zlnslanv.
Kreis Friedberg.
r. Reichelsheim, 18 Nov. Gestern tagte hier der Verein ehemaliger 116er, Verein Wetterau. Es waren etwa 400 Mitglieder erschienen; außerdem beteiligten sich an den Verhandlungen zwei von dem Regiment ftaqcr
\ I Wilhelm entsandte Offiziere Um 3 Uhr -ch-'nUags zog
der „Maibraut" von Ernst von Wolzogen, die zum ersten Male der Verein unter Vorantritt einer Abteilung bet (^nft vor 3 Jahren am Neroberg bei Wiesbaden gcipielt nnnbe. Um Rcchmentsmusik an das vor zwei Jahren errichtete Kiieger. die riesigen Schwieiigketten 5«, bewilligen, die eine derartige I t,cnfmn( ün dem nach einer tief empfimbcnen patriotischen ^ufjütrunn mit fitfe bringt,— m^nallttn em epor Pfarrers Vogel von hier von dem Vor-
TüJtigftntifeinrt Iriteä her Untoft.-n ntjenöen beS VcremS, Slpotbcter Seinpcl von Köln, zwei soll der etwaige Reinertrag eines am 23. -November UU-' abends j^önze zum Gedächtnis der gefallenen Krieger niedergelegt 8 Uhr rünlilich, >n der neuen Aula stattfindenden ,, Bi int en Abends lüUlbcn, Darnach begannen die Verhandlungen des Vereins verwendet werden. Ihre liebenswürdige Mttwirning mtven oie <^Q||(1QUre ,ur Post, welche einen recht harmonischen Ver- L'«Ä^V^n, be$ «krein» im Assessor Blurnenau ;ngesagt. Herr Schauspieler Jensen, der zum März 1913 in Echzell fiattfmbcn. critcn Male als Rezitator vor das Gießener Publikum tritt, tragt - n. n
Werke von Geiger, Münch!.ausen, Lilienervn vor.' D.e Herren ^r Sülze, Hermanii, Blinnenau spielen cm Trio von Beethoven und ein Trio von Havdu. Herr Blurnenau spielt die „Polonane m Fis-Moll von Chopin, das„Rondo capneioso" von Mendelssohn uni) die „Widmimg" von Schumann und Liszt, -tic Namen per Aiwführenden bürgen für einen großen Kunstgeimt^, w daß, eine weitere Empfehlung überhaupt überflüssig sein dürfte. Wie im Fahre 1909 das Interesse an der Sache allgemein war, w honen mir, daß and- die Auffüllung im Sonnner 1913 all gern emen Anklang findet, der bereits jetzt in der Beteiligung am /„testen Abend" zum Ausdruck kommt, «arten sind zu 3, 2, 1 Mark, Sd iiler- und etubententarten zu 60 Pig. im ^"verkauf bei Cl-allier, Neuenweg, nnd^in der Ferberschen Hosbnchhandlung, Seltersweg, zu haben. iSiehe Inserat.)
** V 0 n der A r b e i t s l e h r k 0 l 0 n i e S t e 1 n nr u h l e. Ucberatl herrscht heute daS Bestreben, der Jugend zu-dienen, die Zukunft imfcrto Volkes sicher zu stellen durch planmatzige Arbeit an denen, die nach uns kommen. Das Verständnis für die Not- wenbiglcit dieser Arbeit tot sich mächtig Bahn geörodicn, aber immer wieder muß das als wünsd^ensw.'rt Erkannle zuruckgcitellt I merben, weil die Mittel selbst für das Nötigste flNrhd) flicwn. Auf eine ioldx notwendige Arbeit, die nicht geschehen kann, ohne die irerttätiqe Hilfe weiter Streife, möchten wir heute ganz kurz l inweisen. Nicht weit von Homburg v. d. H. liegt ein ein 1 am er £ of die Stein m üble. Es sind einsache, 'chmucklose Geb.uioc, in denen /ine Sd'ar von Knaben eine vorläufige Dcintat gefunden hat,' - Knaben, bic infolge geithger ober moraludier Sdiiräd e schwer erziehbar sind und ohne sachkundige Leitung der Verwahilosung oder dem Verbrechen anheimsallen wurden, — Knaben die brauten in der Welt zumeist ein unglüLiches Leben geführt haben und hier zum erstenmal den Segen einer verständnisvollen Behandlung empfmben. Sie werden mit Garten- und fvclbarbeit befd 'irtigt oder ie nach ihrer Befähigilng in den Werk fiäticit ausgebildet. >00 sollen sie — ihren Kräften entiprech.nd am gerüstet werden, um den Kampf mit dem Leben aurzunehmni, jenen Kamps, in dein sie unfehlbar erliegen müßten, nreiin neb neu nid t rechtzeitig helfende Hände cntgcgcnfrrcftm. Tic A r bcitslehrk 0 l 0 nle und B e0 b a cht u n g s a n ft a l t itc in- mühic ist eine von den wenigen Anstalten dieser An, d.e lln- bcmitteltc’i -ngnte kommt. Urner ihren Zöglingen sind viele ans Hessen Die'Verwaltung ter Arbeitslchrkolonie ist bei den niedrigen Pilegesäfcn auf private Hilfe angeroiqcn. Sie wird mtt behördlicher GcnelMigung and. hier eine Sammlung Dcramtaltcn. Mochten bic .nnwobner Gießens auch bei dieser Gelegenheit — wie ,chon so oft — beweisen, daß sie Verständnis besitzen für die Ugtalcn
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♦* Für die Sitzung der Stadtverordneten' Versammlung am Donnerstag, 21. Nov, nachm. 4 Uhr, ist folgende Taaesord'nung vorgefchcn: 1. Aus osung von Schuldverschreibungen. 2. Mitteilungen 3. Bau- gefudi Karl Sier für die Tammstraße. 4. Baugesuch Wilhelm Möser für dessen Mühlengrundstück. 5. Einfriedigung des Grundstücks von Friedrich Wörner an der Krofdorfer Straße. 6. Einfriedigung des Grundstücks der Hoch- und Ticfbaugefellfchaft in'ter Marburger Straße. 7. Verpachtung eines Grundstücks an den Heilstätten-Derein. > • zhi»' bau ter Straße südlich der psychiatrischen und mcdtzttitschen Klinik und Verlängerung der Klinilstraße. 9. Vertrag mit der Gemeinnützigen Bcuigenossensckfast. 10. Anlage von Vogelschutzgelwlz. 11. Einführung einer Eefchafts- ordnung. 12. Einführung der Beru f Sv or mu n d f ch o f l 13. Beitrag an den l>cffischcn Gauverband gegen den Altv- holismus. 14. Gründung einer Gesellschaft ,Lberhefsifches Museum und Gailsche Sammlungen, G. m. b. £> " Lr Rechnung des Realgymnasiums und ter Oberrealschule für 1911. 16. Rechnung 1911 12 und Voranschlag 1912 13 der Löverschen Stiftung. 17. Rechnungsabschlüsse des Gas- und Wasserwerks, des Elektrizitätswerts und der Straßenbahn für 1911. 18. Festsetzung der Kokspreise. 19 ^enuc- tung der Bestimmungen über den Wasserpreis. -0. Ausführung einer Rohrleitung zwischen dem Pumpwerk L.ueck- born und der Stadt. 21. Gesuch um Aufhebung der Verbrauchssteuer auf Wein. 22. Filial- und WarenhauAsteuer. 23. Gesuch des Georg Erhardt um Erlaubnis zum Betrieb einer Kaffeewirtschaft im Hause Walltorstraße 19.
** In dcn 'Jtnhestaiid versetzt wurde ber Zugsubrcr Jakob Weidenhans, Gießen. In Anbetracht seiner lana- lährigcn treuen Tiensie wurde ihm von dem Kaiser das
1,0I\nn fleibner- i S i
Kreis Wetzlar.
w Krofdorf, 16. Nov. Die Wasserversorgungsanlage der G^meinbe Krofdorf—Gleiberg wurde gestern abgenommen und durch einen kleinen Festakt cingeweiht. Um 2'1 Uhr nachmittags hatte sich beim Maschincnhause eine stattliche Anzahl von .Herren cinqcfunben. AIS Vertreter der Gemeinde waren Bürgermeister Bräun und die gesamlc (vemeindeverrretung, von der Gesundheits- lehörde Medizinalrat Tr. Braun, von ber Bauleitung Krersbau- mciftcr Flendcr unb Tiefbautechniker Wiedemann erschienen. Außerdem waren Direktor Stolte vom Gießener Elektrizitätswerk, der Unternehmer Georg Appel aus Gießen anwesend. Das Mmchmen- haus enthält zwei dreisach wirkende Kolbenpumpen, jebe mit Aufgaben der Gegenwart. ! birekt gekuppelten Elektromotoren, und zwar eine Pumpe mit
Landkreis Gießen. Motor als Reserve. Die Motors entwickeln beide ie 20 Pb.
q Annerod, 18. Nov. Der hiesige Z we i g v e r ei n ß'nd sördern 25 Kubikmeter in der Stunde. Das Wasser muß bis vom Evang Bund hielt am Sonntag abend seinen ersten, sehr öodybctolter Krofdorf 70 Meter und bts zum Hock -ahlreich besuchten F a m i l i e n a b c n d ab. Pfarrer Haupt bebälter Gleiberg 130 Meter gehoben roerben. Neben von Grüningcii hielt einen Vortrag über die Erlelmwe und Be- ^em Pumpwerk ist cm Lammelbehalter von 100 tfubilmetec obad'tungen, die er während eines zweijährigeti 4lusenthalt m ^qssu„gsraum errichtet, in den das Walter mittels tOO Meter Kärnten als Vikar der coang. Gemeinde Klagenfurt gesammelt langer Heberleitung aus zwei Brunnen von u 10 Meter ^tcic tottc In interessanter, lebendiger Sdnlderung entrollte er sehr unb 9 .Meter Durchmesser gefördert wird. Vom Pumpwerk wird das am'd'auHd'e Bilder jenes Landes in geo^aphit'cher,^ kultureller, w Krofdorfer Hochbehälter mit 260 Kubikmeter und in
politisck'er und namentlich in religiöser Hinsicht. Die Sdnlbe^ >>cn Gleiberger Hochbehälter mit 85 Kubikmeter Fayungsraum rungen rvaren öfters mit feinem, zuweilen mit drastischem Humor gefördert. Der Gleiberger Hochbehälter ist unmtttelbar neben -----bem Warttumi der Burgruine errichtet, so daß auch die Burg- wirtscha'l Anschluß erhalten konnte. Durch die Probe der Hv- branten wurde ber geschaffene Feuerschutz gezeigt. Die Höhe und Stärke des ausgesandten Strahles überraschte allgemein Der Druck beträgt an der tiefsten Stelle des Ortsnetzes Krofdorf ungefähr 51 und an der höchsten Stelle noch 31,» Atmosphären Die für die Kinder in den Schulen aufgestellten hygienisch ein wandfreien Trintfpringbnmnen fanden allseitige lobende Aner-
-E Wien« Un^ ' .I$odV Werke
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Das englische Unterhaus
fit am Montag wieder znsammengetreten. Von der erregten Stimmung, die bic Vcihanblnngci von Donnerstag diaraltcnucrtc, mar nichts mehr zn spüren. Asquith erklärte, die Regierung habe dem Appell des Sprechers am 14. November entwrochen Sic glaube zwar immer nod>, daß ihr uriprüuglicher Vorickstaq der einfachste und direkteste Weg war, die Angelegenheit, zu erledigen. Wenn die Regierung jetzt ein anderes Verfahren vondilaae w tue sie dies einerseits aus Widerwillen gegen die Wiederrehr von Unruhen, andererseits weil sie sühlc, daß |ic den '.lpp.ll de.- Sprechers nicht unbeachtet lassen könne. Die Regierung hat deshalb vorgcsckilagcu, die Fiuanzcntschlicßuug, die durch den zlutrag Bcnburv abgeändert ist, zu annullieren und eine n e u e F i n a n z- : Entschließung cin-ubringen. Der urwrüngliche Vondilag per Regierung würbe bic Annahme des Amenbements Bcn.bury ruck gängig machen unb wurde deshalb zurückgezogen — Die Finanz- entschließuug wurde ohne Aussprackie aufgehoben. Tic neue Finanzentschließung wird am Dienstag eingebracht.
Englische Furcht vor den deutschen Zeppelinen.
London, 18. Nvv. 3nt Unterhaus fragte der Unuv ^ist W. I 0 nis 0 n Hicks, ob der Kriegsminister über den Flug des Zeppelin-Luftschiffes nder Sbeerneß am 14. Oktober, etwa acht Uhr abends, xsn formationen geben föunc. Der Kriegsm ini ster erwiderte, daß er sich an die Admiralität gewandt habe, ein definitiver Bericht sei jedoch nicht ein- gcaangen Auf die weitere, von Hicks gestellte Frage, öd die Admiralität in der Angelegenheit von Lherneß Bericht erhalten habe, erwiderte Churchill, er wiffe nichts davon, doch würden N a ch s 0 rs ch u n g en angestellt uxr-
Schmandt zu veranstalten.
KreiS Alsfeld.
△ Romrod, 18 Nov. Bauliche Verändern«, gen sollen in dem hiesigen Schlosse vorgonomnten werden Zwischeii dem Kanzleibau und Herrenbau soll ein Anbau errichtet werden, der einen großen Speisesaal, ein Arbeitszimmer, ein Badezimmer und darüber eine Glasveranda als Wandelbahn enthalten soll. Die Grofiherzog- lidje Familie wird künftig in jedem Loinnter mehrere Wochen hier verweilen.


