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FABRIKANSICHT
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162. Jahrgang
viettes Blatt
Erscheint ti-ltch mit Ausnahme des Sonntags.
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Fahrscheine Linien der i
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Chtiuffourkurse.
Tie „Gtetzener ZaiittlieadlStter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das * Kreisblatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Tie „£an6wirlfd}afUid)en Seit- fragen“ erscheinen monatlich zweimal.
So viele Präparate hierfür empfohlen iverben, so loenigc sind wirklich erstklassig und vertrauenswürdig. Unter dieser kleinen Zahl genießt die Guajacose ein besonderes Ansehen bei den Aerzten.. Die Guajacose ist eine glückliche Bereinigung von Kräftigungsmittel und Medikament, so daß sie direkt auf die Krankheitserreger einnrirft und zugleich Appetit, Verdauung, Ernährung und Kräftezustand bessert.
erden Sie fragen, daß dem Paket von
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Kreis Alsfeld.
-- Lehrbach, 17. Okt. Gestern tagte bei Gastwirt Lenz hier der Vorstand und Aufsichtsrat der A u t o m o b i l - P o st- vcrbindung C h r i n g s h a u s e n - K i r t o r s - K i r ch h a i n, e. G. in. b. H. Wichtigster Punkt der Tagesordnung war der Anlauf eines Kraftwagens. Drei Firmen hatten zum Wettbewerbe ihre Vertreter gesandt und Offerten eingereicht Xie Firma Benz-Gaggcnau wurde mit der Lieferung eines Omnibusses für 12 Personen betraut. Am 1. Dezember wird der Betrieb eröffnet werden. Dadurch soll das ganze Glcental eine Verbindung zur Bahn erhalten. Die Bewohner mußten zu dreier Selbsthilfe greisen: denn der angestrebte Bahnbau durch dieses Tal ist in absehbarer Zeit nicht zu erreichen.
Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 19. Olt. Seit zwei Jahren hat die Verwaltung einen öffentlichen unentgeltlichen Arbeitsnachweis für Ticnstboten, Arbeiter und Gesellen eingerichtet, der fleißig benutzt wird. Tas Arbeitsnachweitzbureau ist von heute an in die Herberge zur Heimat verlegt worden. — Seit gestern ist das zwciteGlcis der Friedberg — HomburgerBdhn dem Verkehr übergeben worden. Tie Bahn ist jetzt Vollbahn ^as hier stationierte Baubureau wird jetzt nach geschehener 'Abrechnung
wie schützen wir uns vor Erkrankungen der Atmungsorgane: insbesondere bei tuberkulösen
Anzeichen? c”,‘
Beachtenswerte Erfolge bei chronischen Erkrankungen her Atmungsorgane, besonders Tuberkulose, Hal sicherlich die heilstättenbehandlung aufzuweisen, die sich hauptsächlich auf Luftveränderung und diätetische Maßnahmen gründet.
Zur Neuregelung der Tagegelder der Beamten
wird uns von einem höheren o b e r h e s s i s ch e n Be
Samstag, 19. Moder 1912
Rotationsdruck und Verlag der Brüdl'schen UniversitälS - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
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Redaktion, Expedition und Druckerei: Scbul- strabe 7. Expeduion und Verlag: Redaküon:e^112.TeL-Adr.:AnzeigerGletzen.
der Gerichtsassessor und Amtsanwalt beim Schössengendyt, Tr. 91 u 1 zum B cruss vormund der Stadt Offenbach mit einem Ansangsgehalt von .>000 Mark, steigend bis zu 7400 Mark gc- irdl 11 Tom Berussvormund, l-cr den Titel „S t a d t s n n d i k u s' führt, wurde außerdem der Vorsitz des Gewerbe« und KaufmannS« gerickfts übertragen. __ _
Uiiiversitäts-Nachricbten.
— Professor Tr. mcd. Ernst Schultze, Ordinarius der Pshchiattie und Tirektvr der pinchiatriswen und NervenNmik und PoliNmik für Nervenkrankheiten an der Universität Grei fs- w a 1 d, wurde als Nachfolger des verstorbenen Geb. Medizinalrats Proi. Cramer zum Tirellor der Provinzial-Hnl« und Pflege« anstatt in Göttingen gcmäl)lt. . m c
— In Straßburg ist am 14. b. M. der einer. a «. Prof, für innere Medizin an der dortigen Unwerntät Geh. Med.-Rat Tr med Oswald Koths im 69. Lebens, al, re geitorbcn.
aufgelöst. . , „
Starkenburg und Rheinhessen.
h. T arm stad t, 17. Okt. Im Sommer wurden in zahl- reiäirn Pfarrhäusern der Umgegend Einbrüche verübt, ohne daß es möglich war, der Täter habhaft zu werden. Jetzt hat man in Bensheim einen Mann aus Waldmichelbach verhaftet, der im dringenden Verdachte steht, die Einbrüche verübt zu haben. Der bereits schwer vorbestrafte Mann hat schon eine Reihe von Diebstählen eingestanden.
Ni. Offenbach, 17. Okt. In der heutigen Stadtverordnetenversammlung widmete der Vorsitzende Oberbürgermeiiter Tr. D u l l o dem Beigeordneten Leonhard E i ß n e r t, dessen^ erite sechsjährige Amtsvcriode heute abgelausen ist, Worte des Tankes für die ersprießliche Tätigkeit, die er im Dienste der Gemeinde geleistet hat. — Tie städtischen Vorarbeiter l-aben in einer Angabe um Versetzung in eine andere Lohnklasse gebeten. Tie Angabe wurde dem zuständigen AussäM überwiesen. — Für die Gründung eines Heimes für deutsche Lehrerinnen und Azieherinmn in Budapest wurde ein einmaliger Beitrag von 100 Mark bewilligt. — .Ta nach den Bestimmungen über die Privatange- stelltenvcrsiä-erung die städtischen kaufmännischen Gehilfen, Schreib- gehilfen und Gehilfinnen, die keinen Anspruch auf Renten- und Witwenunterstützung haben, versich.'rungspilichtig sind, beschlossen die Stadtverordneten, diese Stelleninhaber zur >viderruflicl)en Anstellung vorzusehen und die widerrufliche Anstellung den Stellen- Inhabern unter den Bestimmungen der Beamtenordnung nach Zjähriger Dienstzeit zu gewähren. — Durch das neue Stempelsteuergesetz sind die Stempelgebühren für Feuerversicherungsoerträge erhöht worden, die zu Lasten der Versickerten fallen. 2lus diesem Anlaß wurden 2400 Mark Stempel abgaben für^die Feuer- versicherungsvcrträge der Stadt nachbewilligt. — Der Ankauf der Johannes Morhardtschen Sammlung Offenbacher Chroniken und Bilder für die Stadtbücherei wurde besckstossen und hierfür 2000 Mark bewilligt. — Tie Sanierung der Straßen« bahn bildete den Gegenstand einer längeren Aussprache. Es handelt sich um weitere Betriebseinsckuänkungen im 'Offenbacher Straßenbahngebiet, um eine bessere Finanzgestaltung herbeizu- führen^ Es wurde schließlich einstimmig beschlossen, unter Aende rung des Tarifs für den Ortsverkehr übertragbare Fahrschein hefte mit Einzelkarten zum Preis von 50 Psg. auszugeben und zwar mit 6 Fahrscheinen für 10-Psg.-Strecken oder 4 ? für 15-Psg.-Strecken. Weiter rourbe auf mehreren
Verkehr eingeschränkt. — In der nichtöffentlichen Sitzung wurde
unter Umgehung des Arztes mit übertriebenen Versprech- lingen angeboten werden, jedoch wissenschaftlich wertlos und unwirksam sind.
Die Guajacose ist ausgezeichnet bekömmlich, selbst für .Ander. Deshalb kann sie längere Zeit genommen werden, wie es gerade Erkrankungen der Atmungsorgane oft erfordern. So wird sie z. B. von Personen, die viel mit Bronchialkatarrh zu kämpfen haben, jedes Jahr gebraucht, um sich über die gefährlichsten Monate hinweg zu helfen.
In dieser Anwendung als Vorbeugungs- und Linderungsmittel erzielt die Guajacose ihre Haupterfolge, weil sie 'selbstverständlich auch in vorgeschrittenen Fällen vom Arzt oft mit Vorliebe verordnet wirb. Ebenso in der Re- lonvaleszenz nach Influenza, Lungen- und Rippenfellentzündung, Typhus usw., um die oft auftretenden Nach- krankheiten zu verhüten und den Kräftezustand rasch zu heben.
Tie Wirkung der Guajacose zeigt sich bald in einer Herabminderung bzw. Beseitigung des Hustenreizes, Erleichterung des Auswurfs, Steigerung des Appetits, des Körpergewichts und der Körperkräfte.
Man verlange die Guajacose in der nächsten Apotheke in Originalflaschen zu M. 3.—. Dabei achte man genau auf Namen und Originalpackung, denn es gibt kein „Er- scch"-Präparat, das der Guaiucose vollkommen entspricht.
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orhnil/nm RinnPn #. Automobilbau, Brückenbau. cClini KUIII DlllyOII $ Direktion: Hol^r Ho« p ko.
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Diese Erfolge beruhen auf der ganz eigenartigen Zusammensetzung der Guajacose aus ca. 8°o guajacolsulso- saurem Kalzium und Somatose. Das „Guajacol", ärztlicherseits als das wirksamste Mittel bei Erkrankungen der Atmungsorgane geschätzt, wird hier in einer besonders geeigneten, unschädlichen Form geboten. Nämlich gebunden an Kalzium, dessen günstiger Elnsluß auf die Herztätigkeit bekannt ist. Der Somatosezusatz hingegen ist deshalb wertvoll, weil Erkrankungen der Atmungsorgane oft mit Verdauungsstörungen und allgemeinem Krästeverfall cinhcr gehen, in deren Beseitigung sich die Somatose seit nahezu 20 Jahren hervorragend bewährte.
Naturgemäß leistet die Guajacose die besten Dienste, wenn sie sofort im A n f a n g der Erkrankung angewandt wird. Denn es ist leider Tatsache, daß viele zunächst leichte und leicht heilbare Krankheiten nur durch Vernach»- lässigung zu schweren Leiden führen.
Wer deshalb gleich die ersten Anzeichen (Husten, auffällig leichte Ermüdbarkeit, Abmagerung, Nachtschweiße usw.) beachtet, vermag umso sicherer das Umsichgreifen der verschiedenen Erkranriingen der Luftröhren und des Kehlkopfes, der Bronchien und Lungen zu verhüten. Nun soll aber selbst ein so wertvolles Mittel wie die Guajacose die Befragung des Arztes nicht überflüssig machen. Man ziehe vielmehr stets auch seinen Hausarzt zu Rate und hüte sich besonders vor den vielen „Wundermitteln", die
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhesien
Großh. Artillerie-Korps ein, wurde kurz daraus in das 1. Infanterie Regiment versetzt, in dem er den Feldzug m Baden 1849 mitmachte und in den Gefechten bei Groß- achscn, Gernsbach und Oos mitkämpfte. Im Jahre 18.,3 zum Leutnant ernannt, erfolgte im Jahre darauf seine Versetzung zum 4. Infanterie Regiment, 1859 zum 2. Jn- antcric-Regiment unter Beförderung zum Oberleutnant. Im deutschen Kriege machte er die Gefechte bei Laufach, Aschaffenburg und Gochsheim mit und wurde kurz darnach zum .Hauptmann und 18'39 zum Flügeladjutant des^Groß« herzogs Llrdwig III. befördert Am Feldzug gegen Frankreich nahm er nicht teil. 1886 erfolgte, nachdem er 1885 zum Obersten befördert war, seine Stellung zur Disposition, 1888 seine Ernennung zum Ordeuskanzler. 1889 wurde ihm der Charakter als Generalmajor verlieben, 1903 wurde er von dieser Stelle enthoben, nachdem der Großherzog ihn 1900 mit dem Prädikat „Exzellenz'/ ausgezeichnet hatte. Von da an lebte Herr v. Herff auf seinem Gute in Seeheim an der Bergstraße.
♦♦ Preisgekr-)N t. Kaufmann August Weh n jr. hier erhielt für feine auf der internationalen Jubiläums- Postwertzeichen Ausstellung in London, ausgestellten Briefmarken die goldene Medaille.
♦* Ein Erfolg der T e t a i l l ist e n - O r g a n i s a 11 o - neu. Der Bundesrat hat in seiner letzten Sitzung der Errichtung einer K l e l n h a n d e 1 s - B e r u j s g e n o s i c n s d, a f t zugc- ftimmt. Damit ist eine viSljährige, mühsame Arbeit von Enolg gekrönt, der für die deutschen Tetaillitten von größter Bedeutung sein wird. Tie Vorarbeiten zur Gründung lu.rben nun (orort beginnen und die ersten und wichtigsten Fragen werden sein: rsitz der Gcnosscnschast und Zusammensetzung des Vorttandcs.
;rd)t mehr als billig.
Nachher geplanten Neuregelung würde aber nicht nur für „ den Beamten nichts übrig bleiben, ivas ja auch gerade erreicht werden soll, sondern er wird häufig tun Schluß des Jahres noch ,u gesetzt haben, da er für die vielen Reisen unter 4 stunden, jm denen die Kleider auch abgenutzt und oft bare Auslagen iür jffen und Trinken nötig werden, gar nicksts erhält. Aber selbst - wenn er nichts zusetzt, so 1-at er für die erhöhten ^lnsordernngeir in seine Arbeitskraft uird seine Ok]'unbbcit, insbesondere seine Aervcn, nichts bekommen, und das ist ungerechtfertigt. Und wie, | wenn der Beamte infolge eines auswärtigen Tienstgeschäfts, das ibn dieser Gefalrr besonders aussetzt, erkrankt? Für die höheren | Veamten ist nicht durch Krankenkassen gesorgt, sie müssen Arzt, Apotlwke, Kurausentbalt usw. aus ihrer Tasche bezahlen. Ls smd verschiedene Fälle bekannt, in denen Beamte durch -UenH reisen erkrankten und dann für die Wiederherstellung ihrer Ge- hnibhcit mehr auswenden mußten, als sie in Jahren aus den Tagegeldern erübrigt batten.
Die geplante Herabsetzung der Tagegelder kann nur aus fiskalischen, nicht aber aus in der Sache selbst liegenden Gründen gerechtfertigt löerben. Ls muß wunder nehmen, daß eine solche Verschlechterung der Einnahmeverhältnisse vieler Beamten zu einet 3 eit vorgenommen merben soll, wo allgemein anerkarmt wird, daß infolge der Teuerung aller Lcbensverhältnisse die Lage der Beamten recht ungünstig ist. Glaubt man, durch solche Maßnahmen die Zufriedenheit und Arbeitsfreudigkeit der Beamten Eil fördern?
Aus Statt und Land.
Gissten, 19. Oktober 1912.
** General von Herff f- Am Mittwoch verschied, wie wir schon berichteten, in Alzey im, 81. Lebensjahr der Flügeladstttant ä la suite des Großhcrzogs von Hessen, OKmcralmajor a. D, Ordeuskanzler a. D. August v. Her ff, ein Veteran aus dem badischen Feldzug 1849 und dem > riege 1866, eine in Hessen bekannte Persönlichkeit. Der Berstorbcne trat am 1. April 1848 als Freiwilliger in das
Gcrichtssaal.
U Marburg, 17. Okt Ter 30 Jahre alte Kaufmann Simon Schul; aus Temesvar in Ungarn, der schon seit Jahren in Teutsck land umherreist und Trogiften dadurch prellt, daß er ihnen, ohne dazu berechtigt zu sein, Lizenzen für ein Fußbodenol ner- lauft, stand heute wegen eines solchen SchnnndelS, dem vor zwn Jahren ein hiesiger Gewerbetreibender zum Opser fiel, vor Gericht. Ter Ungar wurde unter EinschUtst der von den Gerichten ut München, Ulm, Görlitz, Hagen, Halberstadt und Güstrow gegen ihn erkannten Strafen zu insgesamt 15 Monaten Gefängnis' verurteilt.
Spklplan Oes Siebener Staöttljcatcts.
Direktion: Hermann Steingoetter.
Sonntag, den 20. Cttober, nachinittagS XA Uhr, bei kleinen Preisen: „Nofemucmkta.'* Ende S'/. Uhr. Abends Uhr (unter Mitivirkung der Raucllc deS tnesigen Jnfanteeie-AegtS.), bei kleinen Preisen: „Ter fidele Bauer." 6nde 10'/. Uhr. Dienstag, den 22. Oktober, abends 8 Uhr (4. D^enStag-Abonnement-Vorstellung): „Matthias Göttinger.' Ende 10'/. Uhr. Mittwoch, den 28. Oktober, abends 8 Uhr, bei Volksprelsen: Volks-Voruettung: „Viel Vdrm um nichts/ Ende gegen 10% Uhr. Jreitag, den 25. Oktober, abends 8 Uhr (4. Freuag-Abonnement-Vorstellung): Gastspiel von Frl. Therese B r a u n vom Deutschen Theater in Berlin: „Medea/ Traniatisches Gedicht in 4 Auszügen von Franz Giittpa,zer. Ende gegen 10^ Uhr. Sonntag, den 27. Oktober, abends 7*/, Uhr, bei kleinen Preisen: „Tie fünf Frankfurter/ Ende 9'/, Uhr.
imtcn geschrieben: v
"tbr Artikel über die von der Regierung in Vorschlag gc- bratäc anderweite Regelung der Tagegelder bezw' der Vergütung in die Staatsbeamten für auswärtige 4>ienstgefchafte trmt den läge! auf den Stoyf: 'JhdX eine ^rwarms von ca. .-0000 Mark, i nbecn eine vielleicht rcckn bedeutende E och ö hu n g dar Aus« Uben würde die Folge der regierungdfeit.g vropvnterten Ad- I i iberung der Verordnung vom 9. ^cutember 18/9 jem, bereu noeckniäßigkeit nach meinen Informationen auch in Darmstadter begierungskreisen stark in Zweifel gezogen wird eine enb« - . iftioe Cntscknidung in der tur zahlreiche B^-amte sehr wichtigen trage noch nicht getrosten ist, dürfte eine cuigefambere Darlegung ’-r Verhältnisse von Seiten eines direkt davon berührten Beamten ' auch für weitere Ureise von Interesse fein.
Da-e Tagegeld soll bilhgcrroa c dem Beamten gewahren: eine Vergütung seines Aufwandes für Essen, Trinken und Uebernachten, . ..
2 eine Jntfdiabigung für erhöhte Abnutzung der Kleidung, 3 eine Ennckudigung für besondere Ansckxmungeii, wie Pelze, Tecken Fußsäcke (für Reisen im Winter, im Gedirg) usw. in der'Weise, daß wenigstens eine entipredfenbe Verzinsung der ausgewendeten Beträge erzieft wird,
4. eine Entsckrädigung für erhöhte Jnampruchnahmc der körper- lich-en und geistigen 5tzräste
a) bei Erledigung der auswärtigen Tienstgesckwfte selbst unter oft sehr ungünstigen und besckxverlichen, ja sogar gefunb« heitssckiädlichen Verhältnissen,
b) bei Bewältigung der liegen gebliebenen Arbeit am Amtssitze.
Nun wird der Beamte bei Abwesenheit über 4 Stunden meist rnc Hauptmahlzeit auswärts einnehmen muffen, bei 9lbiudyibeit ii er 8 Stunden zwei Mahlzeiten, so daß bei den jetzigenMuren. 1 reifen die baren Auslagen recht hoch fein werden. Es ist auch U bedenken, daß die auswärtigen Ticnstgefck-äfte häufig sehr iistrengend und ermüdend find, oft auch beschwerlich und.für je Geiundheit schädlich. Der Beamte kann sich nicht nur gute läge für die auswärtigen Gefck-äfte l;eraussuck>en; bei Wind ;inb Wetter, Schnee und Regen, muß er hinaus, oft stundenlang, vielleicht auf sck)1 echten Wegen zu Fuß gehen (um dem Staat hie Ausgaben für Wagen zu ersparen, wofür der Iföherc Beamte dar nicktts, der mittlere höchstens 3,50 Mark erhält); er muß sich häufig abhetzen, um noch rechtzeistg den Zug ober die Post m errcidfen. Tas Esfeii muß manchmal ganz ausfallen: mein imrb es nicht zur gewohnten Zeit, fondern viel früher oder spater eingenommen iverden müssen, und gerade das unregelmäßige Ein- nehmen der Ntahlzeiten bat bki gar mandfcm Beamten den Grund zu späteren Leiden gelegt. Nickü unerwähnt sei, daß das Essen auf ficincn Orten oft melyr als befdjeiben ist, da die Leute «nicht vorgefelien sind. Die Gefckmde sind auch oft sehr unangenehm, wie bei Vornahme von Leichenschauen oder gar Leichenöffnungen. Auch müssen Geschäfte an Krankenbetten, in sckstechteii Räumen oder unter sonstigen Beschwernissen vorgeiiommen werden. Während der Abwesenheit des Beamten bleibt die Arbeit auf dem Bureau unerledigt liegen; er muß nach seiner Rückkehr um so angestrengter arbeiten, um wieder beizukommen.
Wenn ftir alle diese Leistungen, Belästigungen, Mühen und Olcfabren eine Gegenleistung gewährt wird in Gestalt eines lieber» fkhusses der Vergütung über den baren Aufwand, so ist das gewiß
Dieser Aufenthalt in Sanatorien' ist aber nur einem verhältnismäßig kleinen Kreis von Patienten möglich. Pekuniäre Verhältnisse, Mangel an Zeit und andere Hinder- nisse schränken derartige Kuren sehr ein, außerdem kommen sie ja auch für akute Erkrankungen weniger in Betracht. In solchen Fällen sind wir auf eine zweckentsprecksende medikamentöse Beeinflussung angewiesen.


