Ausgabe 
19.11.1912 Zweites Blatt
 
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Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Treis a. Lda. für 1913. Rj. liegt vom 21. d. Mts. acht Tage lang zur Einsicht der Beteiligten und Entgegennahme von Einwendunaen auf unserem Geschäftszimmer offen. Es sind Umlagen zur Erhebung vorgesehen, zu denen auch die Ausmärcker beizutragen haben.

Treis o. Lda., den 18. November 1912. Großherzogliche Bürgermeisterei Treis a. Lda.

Benner. (7599

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Qucckborn für 1913 Rj. liegt vom 27. ds. Mts. ab 8 Tage auf unserem Geschäftszimmer zur Einsicht der Be­teiligten und Entgegennahme von Einwendungen offen. Es sind Umlagen zur Erhebung vorgesehen, zu denen die Ausmärker beizutragen haben.

Qucckborn, 19. November 1912. 7581

Großherzogliche Bürgermeisterei Queckborn.

Schmidt.

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162. Zahrgang

Zweites Blatt

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Dienstag, (9. November 19(2

Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen

UniversitälS - Buch- und 6tembrudertu

R. Lange, Gieße,u

26 I -Tcfcvbon 186

Dcutfcbe Kolonien.

Zum Aushau des Eisenbahnnetzes in deutschen Koloni'n

Mit Rücksicht aus die finanzielle Lage des Reichs ist auf auÄbriidlid'cn Wunsch des Reichsschatzamtes in dem Ausbau des Eisenbahnnetzes der deutschen ftolomcii vorläufig euic Pause an- getreten Tie in Angriss genommenen Bahnbauten in Südweit- äfrika, Kamerun und Ostafrika sollen zunächst erst beendet merben, ehe man dem Reick^tage neue Vorschläge machen nnll. xieö bunte vor 1915 kaum der Fall sein. Geplant sind dre Fortsühruno der Kameruner dtordbahn bis an den JEfdxtbfee und die Ver­la ugcrung der sogenannten Hinterlandbahn im Tonga, über Atak- pawe. Ter Bau einer oslafrikanisch.'n .Südbahn ist vorläufig noch hinausgefchoben worden. Tie vstafrikanische Zentralbahn, deren Bau andauernd gute Forlsduitte rnadst^soll bereits un ^rüh- ,ahr 1913 über Tabora hinaus in Betrieb genommen werden.

ntenvcttkii. lieber, den für unlere chligcn Borlra» Herr

4",'i uqeiid^kste. 'Ct, nbenbv S*l« fc suchen au wollen, au Pros. Höblbam

Bonn, 18. Rov. Wegen Beleidigung des kürzlich erst geadelten Stuttgarter Generalmusikdirektors Mase von Schillings und seiner Frau stand der Kommerzienrat Albert Ursprung aus Barmen und der Redakteur der Oberkasscler Zeitung Eduard Heeg vor Gericht. Kommerzienrat Ursprung batte in der Ober kasselcr Zeitung mehrere Artikel veröfsenllicht, in denen behauptet 'rar, das; Schillings in Gemeinschaft mit seiner Frau seine achtzig­jährige Schwiegermutter zu Unrecht in einer Irrenanstalt unter­gebracht habe, um sie entmündigen und sich in den Besitz ihres nach Millionen zählenden Vermögens setzen zu können. In der Verhandlung wicken die Gutachten der Sachverständigen über

DieLietzener ZarniliendlaNer" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, dar KrelsBIott für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. DielandioittschastUchen 5eit- fragen** erscheinen monatlich zweimal.

Die Landlagswahlcn in Württemberg.

Stuttgart, 18. Nov Tic am letzten Samstag in gtu t t g a r't-St a d t nach dem Proportionalwahlverfih. NN vorgenommenen 6 Wahlen zum Landtag ergaben t.e Wahl von 3 Sozialdemokraten, 1 Mitglied der nativ naUib oralen Partei, 1 Mitglied der Fortschrittlichen, Volks xartci und einem Mitglied der konservativen Partei. Von d'n bisher insgesamt entschiedenen 50 Man baten entfallen auf das Zentrum 19, auf den Bund dec Landwirte und die Konservativen 11, auf die Sozialdemv statte 10, auf die Fortschrittliche Volkspartei 7 und auf bi? nationalliberale Partei 3. Unter den Gewählten be findet sich der frühere Oberbürgermeister von Gauß.

Durch eine Verfügung des Ministeriums des Innern wird die Wahl der 17 Abgeordneten der beiden Landtagswahlkreise auf Mittwoch, den 18. Dezember an gesetzt.

Die Wahl der acht Mitglieder des ritterschastlick)en Adels zur Ersten Kammer wird auf Donnerstag, den 12. Dezember, angesetzt.

TerKöln. Ztg." wird aus Stuttgart geschrieben:

Ter erste Gang der Landtagswahlen in Württemberg hat keinen erfreulichen Verlaus genommen. Die Radikalen aus der Linken und auf der Rechten haben sich auf Kosten der bürgerlichen Mitte verstärken können. Die Wahlbewcgung halte einen ausier- oroentlid) flauen Verlauf genommen. Wichtigere politische Fragen, an deren Behandlung fick die Wähler erhitzen könnten, stellen für di, nächste Zukunft nickt auf der Tagesordnung. Was früher dem Dahlkampf Feuer und dramatisches Leben cinzuhauchen pflegte, ikimlidi der K ampf zwischen N a t i o n a l l i b e r a l e n und Demokraten, ist ausgeschieden; die beiden Parteien haben sich zu gegenseitiger Unterstützung, zu einem fast lückenlosen Ab mimen über das ganze Land hin zusammengefunden, zu einer Koalition, der das nicht ausdrücklich abgeschlossene, aber dock; tatsächlich bestehende und wirksame Bündnis von Zentrum und Bund der Landwirte gegcnüberiteht. Außerdem man bi? Erwägung, das; die wichtigeren Entscheidungen erst im zweiten Dahlgang fallen werden, das Interesse für den Wahlkampf ab- geschwächt haben.

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__W cisie Eskimo s." Ter Manadier V. Stefajt sson, ein Mitglied der Mikkelsenschen Expedition, hat auf seiner Studien­reise in das Beaufvrtmcer, an der arktischen.Fefuandskus« vlmvrr- kas, die interessante Entdeckung h dl g e f är b t er E sk i mo s in der Umgebung des Eoronationgolfs gemacht, le ach» ocrum - fdwu" handelt es sich um eine Gesamtzahl von -000 Seelen, bie jidi über dreizehn Stämme verteilen, von denen 10 nod? nie von den Weisicn gehört hatten. Anthropvlogifd), put cinidxuH des Sdtädels, zeigten sie keine Spur des mongolt,dien Lupus. Viele hatten außer der belle» Laut röthdic Haare und blaue. Augen, int Gegensatz zu den schwarzen Haaren und »lugen der sonstigen Eskimos. ?iil een .tu Wanderleben.

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bandelt habe. Allein cs sei die Absicht der Beleidigung erwiesen. Strafmildernd komme in Betracht, daß die Motive edel gerochen seien. Ter Staatsanwalt beantragte gegen Urspruna wegen des ersten Artikels 800 Mk., ivegen des weiten Artikels 200 Mk. Geldstrafe und gegen den Redakteur foevg bO Mk. unb 2t) ..er. Geldstrafe. Das Urteil lautete gegen Ursprung auf 1000 .in., gegen Jiceg 100 Mk Geldstrafe____________

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- strasie 7. Expedition und Verlag: e^Sl. Redaktion: 112. IeL-9lbr.: AnzetgerGwven.

ir® Boonekamn. v'r,cM di, U|es veranlag Mvi>= jetzt ,b

haben bisherigen drei Abgeordneten, unter denen sich der Redakteur desWahren Jakob", Reu­mann, und der zweite Vorsitzende des Deutschen Metallarbeiter Verbands, Reichel, befand, keinen'auf die Wahlliste ge setzt: die radikale Richtung, die in Stuttgart das Ueber- gcwickt hat, ist mit der zahmen Haltung der Revisionisten im Landtag unzufrieden und will im Halbmondsaal kräftigere Töne annehmen. Die Stuttgarter Genossen hatten daher eine Liste ausgestellt, die b u r d) ro c g radikale Kandidaten zählt, mit der einzigen Ausnahme des Tr. Lindemann, des der cinitigen Kandidaten für den Posten des Stuttgarter Cbcrbürger Meisters. Tie Aufstellung dieses einzigen Reviiioniiten hatte nur dekorative Bedeutung: sein Raine sollte dazu dienen, den Verdad)t zu beseitigen, als ob der Radikalismus in Stuttgart seine Ueber- madst zur völligen Beseitigung des Revisionismus ausnützen wollte. Trotz der Zwistigkeiten in der Partei hat die -sozial- demokratie mit sieben Mandaten im ersten Wahlgange am besten abgeschnitten. Ta die Entfd>eidung über 57 Mandate noch aus- steht, empfiehlt es sich, mit allgemeinen Betrachtungen vorläufig

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Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheilen

rfllen 3, beu Sozialdemokraten 7. Die sechs Sitze der Stuttgart waren in folgender Weise verteilt: nalliberale, Volksvartei und Konservative je 1 Sitz, Sozial demokralen 3 Sitze. Tie Sozialdemokraten von 'ihren

Bekanntmachung.

Mit dem 1. Januar 1913 treten bei unserer Kasse im Einlagevcrkehr folgende Aenderungen tu Kraft:

1. Der seitherige Zinsfuß von 3V2 Prozent wird auf 33/4 Prozent erhöht.

2. Die Verzinsung der Einlagen beginnt am Tage der Einlage.

Im Monat Dezember gemachte Einlagen werden wie seither wegen der Zinsenauszahlung und Beischreibung erst vom 1. Januar verzinst.

Atzenhain, 9. November 1912.

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vom t. Juli 1912. Zufolge 'langer Krankheit war ich sehr schwach, traue feinen Avpetit und stets ein schlechtes Zlnsseben. Zch nahm daher zur Stärkung 2 Dosen Biosan und kann Zhnen ruhig sagen, das; id; Ihrem Prävarat die Wiedererlangung meiner früheren strafte verdanke Mein Körvergewickt erhöhte sich, id) bekam eine irische, gesunde (Gesichtsfarbe und einen normalen Appetit. Zch säble und) jetzt wobler und gesunder als je vor meiner Krankheit und kann daher Ihr wirklich einzigartiges Prävarat jedem zur Kräftigung bestens empfehleii. B. P o sc n a u e r, Danzig, Ritter- gösse is. Unterschrift beglaubigt: Sally Meuer, Kgh Scotar. Btofon, hergesiellt un:cr Benutzung des ReicksvatentS 171371, ist einzigartig Aiir raschen Kräftigung nach schweren Kranlheiten. Blutverlnsten, bei nervösen Auivandlnngeu und Sckwächezuständen aller Art. Tofe icn * «Kilo*'1)16.3. in Apotheken, Drogerien. Verlangen ^te vom Niosonwerk. Zrankstirt a. 'M. Oiratisurobe und Broschüre, b'»/»

In jedem L>aushalt finden fick) Kleidungsstücke und Stoffe aller Art, die sonst nod) ganz gut erhalten sind, in der Farbe aber gelitten haben, und daher so nickt mehr verwendet werden können. Tie sparsame 5)ausfrau überlegt dann, auf welche bequemilc und billigste Weise sie diese Gegenstände wieder in einen guten brauche baren Zustand bringen kann. Tie Antwort hieraus lautet kurz und einfach:Färbe zu .Hause" mitcd) ten Heit­mann 's Farbe u"! Schutzmarke:Fuchs kopf int Ster n". Alle erdenklichen Farben werden in Päckchen h. 10 und 25 Pfg. mit vollständiger Gebrauchsanweisung geliefert.hvlf>

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Bei den Wahlen am Sanrstag ist um 75 Sitze gestritten worden

69 Wahlb e z i rken , in den Lberamtsdezirk-n und in den guten" Städten Tübingen, Ludwigsburg, Ulm, Ellwangen, Sri! bronn und Rettllingen wird itadt dem Reidwtagswahlrecht gewählt in Stuttgart, das sechs Sitze zu besetzen hat, narit dem Pro vertionalwahlreckt. Zn den oben erwähnten 69 Wahlkreisen war b,i3 Verlwltnis der Parteien aut Scklusi der letzten Zession der 3iociteii Kammer folgendes: Zentrum 21, Volkspartei 18, Bund brr Landwirte (mit den Konservativen) 11, Nationalliberale 9, Zozialdemolraten 9, wild 1. Dabei ist zu beachten, dasi der burd) but Tod des Abgeordneten Beisiwangen erledigte Wahlkreis Schorn- wrgatioiung rviajcn uw wuu»ui uu horf dem Besitzstand bc» Bundes der Landwirte uigerechnet ift. den Geisteszustand der ö'rait Pctll völlig voneinander ab, wahrend 9;Jlt heu 45 Mandaten, über die bereits entschieden ift, ge die Zeugenaussagen un weientltchen zu ihren Gunsten ausfollen. kören letzt dem ieutritur 16, der Volksvartei 6, dem Bund In seinem Plädover gab Staatsanwalt ^r. ^ o n >^t a g zu, datz dec Landwirte (mit den Konservativen! 10, den Nationallibe Kommeruenrat Ursprung iit Wahrung berechtigter unteren en ge-

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