Ausgabe 
20.7.1912 Drittes Blatt
 
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162. Jahrgang

Drittes Blatt

lkr. 169

Srfchemt tigttch mit Ausnahme des Sonntags.

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I

83-90

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60-55

89-98

Berlin, 19.

8600

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Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

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Wetter

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I Höchste Temperatur am 18.

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3741

30-86

+ 21,48 C. + 12,7 C.

Juli

1912

10,3

10,0

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s z eo

6466 57-60

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Niedrigste

Niederschlag : 3,8 mm.

'41,3

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744,0

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DieGtehener Semtlienbiatter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, daS KrtMIart fftr den Kreis 6ie6en° zweimal Wöchentlich. TieLandwirtschaftlichen Seit' fragen" erscheinen monatlich zweimal.

!.: W. Sehweite: aristen best. em] nsion v. Mk.loOa-

Seb. Himmel Klarerpimmel Nebel

PreiS lür 100 Pfd. Lebend- Schlacht­gewicht

(. 3^'U * u§ raSk"

Gegend von Mazacfän erhoben f i ch gegen Bewegung dehnt |id) weiter aus.

Mk.

5256

51-55

Ter junge Freiligrath. Im Jahre 1839 hatte .Dingelstedt einen Aufsatz über Ferdinand FrciUgrath veröffent- l'.cht, der damals in Barmen auf dem Kontor der Firma von Innern kaufmännisch tätig war. In feinem Bericht hatte Dingel- ! siedt die Nachricht verbreitet, der junge Düwer leide sckuver unter

chche 10, Schweine 181. Geschäft müCelmäüig.

Juli. Die deutsch-französische K o m- seit Mitte Juni hier tagte, um die Ausfüh-

607,-62 777,-79

62-63 78-80

in ein Bad öd«. eineSommeriri^ versäumen j.

uicht, sich bei I fraßen oder \ Prospekteinfori» ungen auf die i zeigen im Gießt, Anzeiger zu, ziehen!

Mk.

9298

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die Kaids. Tie

3^

19.

19

20.

seine erschütterte Gesundheit im Seebade von Niargatc wieder gefestigt hatte, kamen die Seebäder auch bei uns in Mode. Lichtenberg verkündete das Lob des kalten Badens in der See mit überzeugender Kraft. Sein Vorschlag, zu Cuxhaven und Neuroerk Einrichtungen für Badegäue zu treffen, wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts zur Ausführung gebracht. Kurze Zeit nachher wurde unter tätiger Anteilnahme des Geheimrats Tr. Vogel das Seebad Toberan Heiligendamm an der Ostsee eröffnet. Frankreich, Belgien und volland folgten sväter nach. Bereits in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war die Nord und Ostseeküste mit einer Anzahl mehr oder weniger gut eingerichtete Seebäder garniert, wo, wenn der Strand dazu ge­eignet war, auch die Badekarren nicht fehlten. Tie Pariser strömten nach Boulogne, Havre und Tieppe, die Belgier nach dem damals noch kleinen Ostende und die Holländer nack dem ebenfalls noch primitiven Scheveningcn. Ter Badekarren begann höher als die feinste Eanipage geschätzt zu werden. War er unzulässig, so wechselte man Kleidung und Badekostüm in Pavillons oder Zelten und schritt über Laufbretter in die See. Damen wurden sorglich geleitet oder auch getragen vom Bademeister und fein säuberlich von ihm ins Wasser getaucht, bis ihre sandalengeschirmten Füge Grund getaut hatten. Das Kostüm bestand in Beinkleidern von grobem Tuch und einer bis zum Halse geschlossenen Bluse mit Gürtel gegen das elegante moderne Kostüm ein wahres Trauer­gewand. Und doch waren die Samen von diesem Kostüm entzückt, insbesondere die Pariserinnen, die sich auch gar zu gern von den Bademeistern Tievpes in die See tragen liehen. So begann sich das Strandleben prächtig ,u entwickeln. Heute sind die Seebäder nach Hunderten, die Badekdrren nach Tausenden und die Bade­gäste nach Hunderttausenden zu zählen. O. K.

Der Baöcfarren.

Niemand kennt den Erfinder des Badekarrens, niemand hat

E seO. sS-L«

Märkte.

F.C. Wiesbaden. TJehb of-Mark Ide richt vom 19. Jul'. Austrieb: Binder 50 (Ochsen 15, Bullen 0, Kühe 35), Kälber 75,

bis 19. Juli . 19. ,

61V, 77-00

werden solle. Jeder Fraiizose wünsche, das; die Durchführung des marokkanischen Protektorats eim möglichst geringe Belattung der Ttrei'.kräite des Mutterlandes, bilde, aber Die Lage ,>rank- reicks in Emropa würde nur besser werden, wenn es mittels eines fofortigni Opfers in Marokko den Beginn einer Periode der Sicherhett befchleitnigen wollte.

Fez, HL Juli Die aus drei Bataillonen bcitehenr? Ao - teilun g Mazi liier in gestern auf gebrochen, um die 21 it- jussi, Aitfegruscheii und Sidiraho, die 15 Kilometer südwestlich von Sefru sich wieder vereinigten, zu zerstreuen, mögt setzt

Samstag, 20. Juli 1912

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fcheu Unioersitäts - Buch- und Eteindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Sckul- straße 7. Expedition und Verlag: e^bl. Rcdaktion:c^AllL.Tel.-Adr.:AnzeigerGieven.

. eine erfolg

General-Anzeiger für Gberheffen

Sport.

-- Auto-Svort. Bei der Sternfahrt zum 17. deutschen Bundes und goldenen Jilliläumsschießen zu F r an kf u r t a. M. beteiligte sich auch Herr Wilh. Hamel, dessen Namen in den 80er Jahren als Radfahrer weit über die deutschen Gaue be­kannt war und Besitzer von einigen Meisterschaften ist. Er er hielt bei der Jubiläums-Sternfahrt zu Frankfurt a. M. unter lot) Bewerbern den 6. Preis und die silberne Wagen-Plakete auf feinem 8/20 Opel-Wagen. . ...

Stoclholm, 19. Juli. In dem schlutz-Wettrudern für Tiner siegle Kinnear-England über Veirmann-Belgien, in dem für Vierer siegte das Boot des Ludwigshafener Rii d e r - Vereins über den RuderklubTheinse"-England. Im «Äluß- Wettrudern für Achter errang die Leander-Manmckaft England über die des New College-England den Sieg. 3>ie |icöteid)en Boote erhalten die Goldene, die übrigen die Silberne Pcedaille. Damit .ist das Wettrudern abgeschlosseii.

>, und Pflaster 2133,__

und M---Ü 1449.- teraiW.zuM.1^ Pflasterarbeiten, *

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Büchertisch.

Tas Lahntal. Etwas abseits von der großen Heer­straße in d a s I i eb l i ch e L a h n t a l führt uns die zweite umi-Ausgabe der illustrierten ZeitschriftDeutschlcuck" inn Ver­lag der Tüfseldorser Verlags-Anstalt A.-G.), deren Titelbild mit einer Dräditigcn Reproduktion des Limburger Domes versehen ift. Von den interessanten Aufsätzen erwähnen wir:Eine Wan dcrung durch das Lahntal" von H. Herkenrath,Der ^mwurgcr Tom und der Domschatz" von Domkapitular Dr Hohler,Fach- roertbauten in Lintburg an der Lahn" von P. Aßmann,Bade­leben in Ems" von Hans Ludwig Linkeickach,Heinrich Friedrich Karl Freiherr vom und zum Stein" von Pfarrer E. Moser, und eine Reihe von Städtebeschreibungen, die uns m Ine vtv* terenanteften der lieblichen Lahntalorte fuhren, hnc: Gießen, Weilburg, Braunfels, Wetzlar, Ritnkel, Trez Nassau, D^rkmrg, Holzappel, Niederlahnstein ufro. Auch diese Nummer bildet mit ihrem reichen Bildschmuck einen wertvollen Bettrag zur Heimat- kunde und eine krefslichc Werbeschrift für eines der rnAnden Seitentäler des Rheinstromes. Leider ist der Aufsatz ickcr Gießen recht mäßig. Äus dem übrigen Inhalt der Drummer sei noch erwähnt:Eine Nordlandsfahrt mit dem Norddeutschen Llotid" von Arthur Rehbein,Eine Frühlingsfahrt im Schwarz-« wald" undEin Lebensbild des Großadmirals v. Koester" von dem Marineschriftsteller Gustav Adolf Erdmann.

nie ein Block fest zusammenhalten müssen.

M o n a st i r , 19. Juli. Die Albanier in der Gegend vor Dibra, Eldasson und Tyrann unterzeichneten ein Bündnis, tf icn Zweck eine gegen die Regieruitg gerichtete Erhebuiig ist. 9r allgemeine Aufstand soll nächste Woche mit einer all«nischen Prollanmtion beginnen.

Monasti r, 19. Juli. Der Aufforderung Tschawid Paschas Ntllvrechend entsandte Tahirar Bey unter freiem Geleit einen idrrr Offiziere nach Monasttr, der plötzlich verhaftet und nach .^rstantinopcl gebracht mürbe.

Salonik, 19. Juli. Der Mali von Uesküb, Mahomar Nbl, ist von der Regierung beauftragt worden, die Bevöl- |rt: ung zu beruhigen. Die in Aussicht gestellte Konimission veiide unverzüglich nach Albanien abgehen. Verschiedene Truppen- frnnnanbanten erhielten die Weisung, bis auf weiteres sich jeden 1t griffet auf die Arnautcn zu enthalten. Tahier fa weigert sich, freiwillig nacli Monasttr zurückzukehren. Er icl! sich nunmehr mit fünf Bataillonen nach Valona gewendet spt en.

Mission, welche seit Mitte Juni hier tagte, nm die Ausiuh rung des deulsch-franzöfischeii Kongoabko mm ens vom 1 November 1911 in die Wege zu leiten, hat heute ihre Arbeit beendet. Tie Arbeiten haben für beide Teile einen durchaus befriedigenden Verlauf genommen. Ter nächste Zweck hat darin besonders die technische Tätigkeit dec an Ort und Stelle zu ent sendenden Abgrenzungskommisfion vor zubereiten. sodann lollte eine Vereinbarung über die Modulation und Taten für eine UeberiiaDme der Gebiete, die abzntreten sind, getroffen werden. Tie Kommission Iwt diese Ausgaben in der Weise gelött, bau He über jede der beiden Fragen den Text für eine Vereinbarung festlegte, die ben Regierungen zur Ratifizierung unterbreitet wer­ben sotten. Darüber hinaus ist es der Kommission gelungen, die im November Abkommen in Aussicht genommene spezielle Vereinbarung über Kon zefsionsgesellschaitcn durch einen Entwurf vorzubneilen, welcher in 50 Artikeln diese umfangreiche schwierige Materie zu regeln bestimmt ist. Gestern veranstaltete bar Bundesrat für die delegierten ein Festmahl.

vermischter.

Pom lustigen John Bull. Ein grausamer Sport Ein Zuscltauer sagt zum anderen:Finden Sie nicht, daß das Angeln ein sehr grausamer cXroxt ist?" Angler:Grau­sam Freilich, das kann ich wohl sagen. Ich habe hrer drei Tage gesessen und nichts hat angebisseit: ich bin faü von den Mücken zerstocken und zwei Wespen haben mir fürchterlich zn- gcfptU, ich habe mein Taschenmesser im Fluß verloren, und die Sonne hat mir die ganze Haut im Nacken abgefdrölt . . . Der gewissenhafte Ire. Ein großer xsre tragt eme Leiter durch die von einer dichten Menge erfüllten Straßen^von London unb hat dabei das Pech, die Spiegelscheibe eines Schaufensters einzustoßen. Sosort setzt er seine Leiter Hin und läuft davon: aber der Ladeninhaber bat ihn gesehen, stürzt hiitter ihm her, unb da er der bessere Läufer ist, packt er ihn bald beim Kragen. Sehen Sie her," ruft der Kaufmann, nachdem er den Atem wiedergewonnen,Sie haben meine Fensterscheibe zerschlagen!" Freilich habe ich," stimmt ihm der Ire zu,sehen Sie denn lischt, >vie ich nach Hause renne, um Geld zu holen, damit ich den Sckraden bezahleii kann?"

Handel.

§ Rheinische Automobil- unb Motorenfabrik Benz & Eo , M a nn beim. Tie Abschlußsitzung findet heute statt. Wie mitgeteilt wird, stellt sich der Robgewinn des abge laufcncn Jahres auf 6 Millionen Mark 800000 Mark sollen der ordentlichen Reserve und 1'- Millionen Mark der außer - orbentlicben Reserve zugewiesen werden. Die Dividende wird mit 10 gegen 8 Proz. im Vorjahr in Vorschlag gebracht. Auf neue Rechnung kommen eine Million Mark gegen 180 000 Mk. im Vorjahr ________________

seine Agitation bei den Stämmen fort. .

Tanger, 19. Juli. In Rabai fanb am _14. Juli m Gegenwart des Sultans und der Behörden eine Truppen scha n statt, wobei General Ditte das Kommando führte.

Aus Ntazagan wird unterm 15. Juli gemeldet: Ate Stämme in der

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-pektton Gieve" sgfc 'Äff.

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in derZeitung für die elegante Welt", die Werner Teettm aufgefunden und jetzt imWestfälischen Magazin" veröffentlicht Hai Die eine Notiz, aus Elberfeld datiert, schildert den Dichter in seiner Barmer Zeit, als er sich bereits, ermutigt durch literarische Erfolge, mit dem Gedanken trug, seine kaufmännische Tätigkeit aufzugeben und sich ganz dem poetischen Sckrafsen zu widmen. Der Berichterstatter wirft Dingelstedt eine unzutreffende Eharak- teriftif vor:Wer nur einigermaßen mit dem hübschen, jungen Manne vertraut geworden ist, wird ganz hingerissen von .seiner jovialen Laune, dem sprudelnden Witze und den uberrafchenden Kombinationen seiner Phantasie. In der Wahl seiner Worte ist er gar nicht ekel und überschreitet zuweilen die Grenzen einer ängttlichcn Tecenz. Seine Commiliwnen fühlen sich im ge­wöhnlichen Umgänge keineswegs gedrückt von der LUperiorität seines Geistes und folgen deshalb in großer Anzahl lernen Schrit­ten." Unsicher in seinem Auftreten könne Frerligrath nur pem reisenden Literaten gegenüber erscheinen, roemt er besten Ablicht, ihn abzukonterfeien, erkenne. Tie andere .itorrefponbenz ift von dem GrabbÄnographen Karl Ziegler in Tetmold verfaßt und berichtet über einen Aufenthalt Freiligraths in der lippischen Residenzstadt:Er wurde hier mit sehr vieler Zuvorkommenheit aufgenommen, unb man beeiferte sich, ihn tn Geiellfchast zu bringen Bei einer Landpartie, welche die hiesige vornehme Weir alljährlich auf einen Berggipfel ftr der Nähe des .Hermannsdenkmals veranstaltet, wurde bei einem allgemeinen Frohsinne ihm von den hiesigen Damen ein Kranz von Eichenlaub dargerercht, unb am letzten Abenb vor seiner Abreise wurde ihm ein Festmahl auf der hiesigen Ressource gegeben, dem nicht allein die sogenannten jungen Leute beiwohnten." Sein äußeres Auftreten unb Be­nehmen charakterisiert Ziegler folgendermaßen:Er gab das Bild eines lebenslustigen, kräftigen jungen Mannes mit polnischem Rock, iveißem Strohhut unb einem Schnurrbart, der ihm gar nicht übel stand, er stellte sich mit verbindlicher Höflichkeit zur Gesell- schait, zeigte einen unverkennbaren Zug von Liebenswürdigkeft unb Gutmütigkeit, und wußte das Bewußtsein seiner hundertjährigen Tauer in gewinnende Bescheidenheit einzuhüllen, oder legte es ooch nur in unbewachten Augenblicken zu Tage." ,

Die Lage in der Türkei.

Konstantinopel, 19. Juli. Eine vom Sultan an di Htmee gerichtete Proklamation, die heute vor dri km Selamlik versammelten Truppen, später in allen Äuftrntn (>: Stadt verlesen wurde, bat folgenden Wortlaut:

Infolge der Temission des Kabinetts forderte ich gemäß ber iSrfaffung nach vorheriger Beratung mit dem Senatsprasidenten !nrb der Mammcr Tewfik Pasckm auf, das Großwestrrat zu über

i hnen Ich wünsche unb ljaltc es für notwendig, daß das neue biinett aus Persönlichkeiten zusammenges.tzt ist, die große Er c-ning unb eine unabhängige Meinung besitzen, ferner frei von alten Einflüssen finb. Tie gestern im Namen einiger Offiziere emulierten Forderungen widerstreiten der Verfassung unb den senkrechten des Sultanats und des Kalifats, welckie von allen 'zechtet werden müssen. Ich bin überzeugt, daß in der Armee, >c-n oberster Chef ich bin, cs keinen einzigen Soldateir gib:, c Forderungen aufstellen könnte, die gegen die Verfassung vc» t g.kii, auf die er den Eid geleistet hat. Ick, nehme an, daß Sol

t u. die für den Augettblick ihre Verpflichtungen vergessen, .ii- verschwindende Mmdcrhcit bilden Pflicht der Soloaten ist r. Disziplin, Ordnung und Sitborbination zu halten, die die 'Grundlage der Anhänglichkeit an das Kalifat und den Thron bn:^n. Tie Soldaten müssen sich fern von ber Politik halten iüi die Befehle der Vorgesetzten wörtlich ausführen und sich ai ! schließlich der Berteidigiing des Vaterlandes widmen Gegen ji'ic Vorschriften zu Ijanbeln hieße Verrat an der Nation und >m Daterlande üben Diese ernsten Zwisck^nsällc sind es, die >r Feind ermutigt haben, gestern Nacht bis vor die Tore der .vmplstadt zu kommen. Ich gebe vorstehende Jrade bekannt, in* xci ich ben Kriegsminister beauftrage, es in allen Kasernen der soiptstabt verlesen zu lassen unb zur Kenntnis aller Truppen ai bringen.

Die küenben Kreise der jungtürki scheu Partei er- ftricn, sie seien entschlossen, mit aller Entschiebenheit sich ber fr s 1 ösung ber Kammer z u wiber setzen, welche Maß- nehme bann nötig werben könnte, wenn bas neue Kabinett aus L-: iönlichkeiten gebildet würde, die außerhalb der Jungtürkiscktz'n ji:tei stehen.Tanin" führt die gleiche drohende SvrackK ill l erklärt: Da Herrsckfer und Nation einig sind, dürfe die :mer das leere Geschrei nicht beachten. Die Auflösung der 'lummer wäre eine schwere Verletzung der Verfassung. Wir btaidicn Deputierte, die entschlossen sind, anonnme Drohungen nr t Verachtung zurückzuweisen. Die namens der Armee vor iakbtrachten Drohungen werden niemals die wahre Stimmung der nrrtcc ausdrücken. Die Kammer wird gegenüber allen Stürmen

r.nf) ihm geforscht. Man weiß nur, daß er ein Brite war. praktisch sind die Männer und Frauen Albions immer gewesen iie babeten schon falt in der See, als wir Deutsche das Remedium tes Gesundheit noch int Sckiwitzkasten sucksten. Bereits im 18. Jahr hmbert erfreuten sich ihre Seebäder, Herne Bay, Margate, o roadstairS, Ramsgate, Deal, Folkestone, Brighton und Üinde auf iSrgbt, hoher Blüte. Aus London kamen die Herrsckfaiten in ^dtiaren hin. Alle Baderorte waren vorzüglich eingerichtet und loden in Landhäusern, die wöchetttlich für fünf bis acht Guineen ue mieten waren, und in Hotels die beste llntcrfunit. Auch die itobefarren waren schott da. Aus Broadstairs, einem kleineren Crt, wo während der Saison die Herzogin von Leeds, zahlreiche Kiitglieber der Aristokratie unb eine Menge reicher Öentlemen Teilten, schreibt ein Deutscher:Tie hiesigen Babemaschinen Klien zwei Räber unb ähneln einem Karren Man setzt sich hin nw, ber dazugehörige Mann fährt eine Strecke in die See hinaus, ftijirt den Wagen um, und man kann bann auf Stufen, bie vorn iimabführen, ins Wasser steigen. Zu Anfang nimmt es ber cübrer selbst über sich, einen unterzutaucheit. lieber die Stufen :.un schlägt man einen Schirm herab, ber bas Wasser berührt, so er ben Badenden völlig vor neugierigen Augen schützt. In kc Maschine finden sich alle Beguemlichkeiteit, Seife, Handtücher, 3rnegel, Pantoffeln, Schwämme ufro. Für das zweite Geschlecht :mrickttcn Weiber bas Führen des Karrens. Preis ein Schilling N«r man besuchte Broabstairs nicht, um nur für einen Schilling ;u haben, sondern um sich nach Kräften zu amüsieren unb zu Zer rremen. Bälle, Spiel, Rafflcs, öffetttliche Frühstücks, Aussluge, .'.aigb, Konzerte unb viele andere Vergnügen boten eine Fülle von Abwechslung Nock amüsanter ging es in Ramsgate unb Margate km. Die Badegäste waren so zahlreich, daß bie Babekarren lauem ausreichten. Man tanzte, bejeuniertö, binierte, trieb rvport, wettete und spielte nach Herzenslust ein Hauptmann :oia ber Oarbe verlor in wenigen Wochen achttausenb Pfund. Mer bie Hauptsack>e blieb dock immer bas Baden in der See , . . . , .

Ilmb als ber Göttinger Physnprofessor Georg Chrittoph .einem Beruf, er jei gedruckter Stimmung und mhle fich m it.ncm ^ühkn^c, einer b-r feinsten unb schärfsten Satiriker, > Schaffen beengt. Dreien Mitteilungen wrderfprachen etmge Nonnen

achung.

iregilier ivirö br e, M'kngesells^ Re der auepp/?:-.' iüch Krämkt VII reklor gemäht, 912.

Amtsgericht.

>n Arbeit«

O chsett.

Tollfleiscbige, aukgewästete. höchsten Schlacht- wertes un Alter von 47 Jahren .

Tic noch nicht gezogen haben (ungejocht) - Junge, fleischige, nicht auSgemästete und altere

Bull en.

Vollsleiichige, auSgeiv, höchsten Echlachtw. . .

Pollsleischige, jüngere..........

bati en. Rui)».

Lollfleischlgo ausgemästete Färseir höchsten

Schlachtivertes

9?oUfiei|d)ige auSgemäftete Kühe höchsten

Sch lacht,verteS vis za 7 Jahren ...

Wenig gut entwickelte Färsen.......

Aeitere ousgemastete Kühe imb wenig gut ent- widelte lungere Kühe

Mäßig ßciuiycte Kühe unb Färseir St ä l b es.

ränftc Mastkalber l'iitüere Plast- und beste Saugkälber .... geringere Rlastz» und gute Saugkälber . . . geringere Saugkälber.........

>L cha <e.

Mastlammer und Rlasthammel Schweine.

L ollfleischlge Schweine von 80100 kg Lebend­gewicht

L oUsleßchige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht Lollsteischige Schweine von 100120 kg Lebend­gewicht ........** / /

Pollsleischige Schweine von 120loO kg Lebend­gewicht ......, .......

Die nach- Hind am 1912.

stehenden h.ül von 12 Uhr mittags bis 12 Lhr nacht< nur für dringende Fälle sicher anzntreffen: D°/r

j)r. Steinreich. Neuen Bäue 25.

Dr. Stnhl, Süd-Anlage 7.

aus Marokko.

Köln, 19. Juli TieKölnische Zeitung" meldet aus karlin: Dor einiger Zeit sind Deutsche in bisher von Europäern ruh nicht betretene Gegendcii des Rif-Gebietes vor- rt rungen. Jetzt sollen nach hier eingegangenen Nachrichten die eingeborenen, die ihnen als Führer gedient haben, von ihren herüber empörten Stammesgenossen getötet worden fein. Ver- rr klick liegen dem Vorgänge bie englnchcn Zeitungsnachrichten brr dtc angebliche Ermordung Deutsckier im Rif-Gebiete zugrunde.

Paris, 19. Juli. Marquis bc Segonzac, ber kürzlich wat einer im Auftrag des Marokkanischen Komitees unternom rauen Forschungsreise aus Fez zurückgekehrt ist, erklärte einem f't tarbeiter desTemps", daß die Entsendung von weiteren V e r iic rkungen nach Marokko in Höhe von etwa 25 0 00 u a n ii seiner Ansicht nach unerläßlich sei. Hiervon müssen 10 iXK) Mann für die Durchführung der erforderlichen Maßnahmen r ber Gegend von Marrakesch unb 10000 Mann für bic Bö­schung von Taza ocrroenbt't werden. Er halte es für seine stickt, die öffenltid)c Meinung Frankreick»s an den Gedanken ,i gewöhnen, daß eine neue Kraftanstrengung notwendig sei, wenn .r unsicheren Stellung Frankreichs in Marokko ein Ende gemacht

Luftkurort Itenbui ^in.v.Alsseld,Ltc: !ftn-Fulda,d.vrat waldreiche Uniflcb.t .fentbahsottfür^ it6L9ieuerb.Vofliei;( us zur Linde. ?- 'orR Herdt, itlc ftanksurl.Hennch- ineWeiiie-vorzgli achivoll.schanigeia omberg);

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