Zweiter Blatt
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162. Jahrgang
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lenvenbung. Man kann
diesen Zweck hauptsächlich ein krautar artigen Wurzeln Ammophnla arcnana
gebenden" und die „toten" Tunen.
mehr den Eindruck einer Streitschrist zur Rechtfertigung des Iatboprozesses als einer Urteilsbegründung gegen Traub gemacht. Aut den Vorwurf der Unwahrhaftikeit ein gehend, wird in der Beschwerdeschrist auf die Erklärung IathoS hingewiesen, wonach die Behauptungen des Cbcrfirdicnratß, Traub habe wissentlich die Unwahrheit gesagt, unwahr seien. der Punkt, wo das staatliche Interesse die Rachp
Klarstellung des Sachverhalts gebieterisch fordere. _ wendet sich dann gegen die Bemerkung des Oberkirchenrats, es möge dahingestellt bleiben, ob die Zeugnisse der Pfarrer, des Pre'sb.nteriums und der WcmeinbcDcrtretung über Traubs Tatia^ auf objektiver unanfechtbarer Grundlage beruhen, und"'fahrt fjrt: „Sofern in diesen Worten der TK.iründungsichrist ein Zweifel ausgesprochen ist an der Objektivität der ofn,ieilen Bekundungen unserer Gemeindevertretung und besonders der eid
lichen Aussage unseres Pfarrers, legen wir gegen eine solche durch nichts gerechtfertigte und aufs höchste kränkende Unterstellung aufs lebhafteste Verwahrung ein. Es scheine säst, als ob der Lderkirchenrat alle die erwähnten Bekundungen
t irrigen Lage bradne ein entscheidender Schritt RhoonS ~ ‘ rammen rief er Bismarck
■rifler des Auswärtigen, und damit war der entscheidende Preußens Mackst und Deutschlands Große.
jung. "In.zwei Tele
et Es ist viel darüber gestritten worden, wieviel Tele- Khnne — Bismarck spricht nur von einem — und von irrt sie an ihn abgefandt wurden, Syxutc ist erwiesen, N ß tic beiden dringlichen Botschaften vom Kriegsminister ttontinten, der in dem I-reund allein noch Hilfe sah. Die ir r Tepefdn', die walrrscheinlick) am T^ormittag des 17. Sep-
ihrrad-ExPj^ ilden.
10 Jab : Mk. $!»•'. deul^l
Montag, 25. September 1912
Rotationsdruck und tkrlag der Br u dlfchen Unwersnät« - Buch- und Sie,ndnickerri.
5L Lange, Greven.
De „Blehener ZamllienbläNer" werden dem .dnjeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „IrdiMatt ffir den Kreis tiefte*" zweimal pjchentlich. Die „randwirtlchaftliche» Seit» tragen" erscheinen monatlich zweimal.
die bereitwillige Hingabe seines Pariser Gesandten, sein bre Sieges sicherer Zutunftsmul richteten den König, der in
sunden batte, wieder ans und flößten ihm Vertrauen ein „Ich will nicht regieren," fo leitete der Monarch das Geil, rach ein, „wenn tdi es nicht fo vermag, wie idi es vor Wort, meinem Gewissen und meinen Untertanen veront n orten kann." Er zeigte Bismarck die Abdaninngsurkunde. die schon ausgestellt aus dem Tisch lag, und als er fragte, welche Bedingungen Bismarck bei der Uebernadme des Ministeriums stellen werde, erwiderte dieser lies i*rfd)üttcrl: „Mir keine Ich fühle wie ein diurbrandenburgifdier Vasall, der seinen Lehnsherrn in (Gefahr sieht; was ickt vermag, steht Eurer Ma,estät zur Bersügung." Es gelingt ihm. den König von den Addanlnngsabsichtett abznbringen und wieder aufzurichtett „Dann ist es meine Pflicht," erklärt ber :Nonard>, „mit Ihnen die Weitermhrung des Kampfes zu versuchen, Und id) abdiziere nicht"
Die weiteren Befpredtungen erfolgten dann bei einem Spaziergang im Park. Der König geht mit Bismark ein von ibm entivvrfenes Rcgierungspregtomm durch, das in seiner engen Schrift acht Äoliofeiten füllt, und Bismarcks 'Sorte gipfeln in dem Bekenntnis: „In diefer Lage iv.-rde idi, selbst wenn Eure Majestät mir Dinge befehlen sollten, die id) nicht für richtig hielte, Ihnen Mar diese meine Meinung offen entwickeln, aber wenn Sie mn .
beharren, lieber mit dem Könige untergehn, als Eure Majestät im Kampfe mit der Phirlainentsherrsdiaft im Sticke taffen." Tie prinzipielle Verständigung zivifckien beiden ist fo vollständig, dis; der König das Programm zerreißt „Er war >»i Begriff," ird, „die Stücke von
Der Brücke in die trockene Schluckst im Park zu tverfen, als ich daran erinnerte, daß diese Papiere mit Der bekannten Handschrift in sehr unrechte Hände geraten könnten. Er sand, daß ich Recht hätte, steckte die Stücke in die Tasche, um sie dem Jener zu übergeben."
Tic Ernennung zum Staatsminister und zum Vorsitzenden des Staatsministeriums und die Unterzeichnung der Urkunde erfolgte dann int Schloß noch am selben Tage. Wie durch die neuesten Forschungen erwiesen ist. Hatte Bismarck dann am 23. eine zweite Audienz beim König, in der die Probleme der auswärtigen Politik besprochen und er zu- flleid) zum Minister des Auswärtigen ernannt wurde. Tic Ernennung wurde am 24. abends veröffentlicht. Während sich die entscheidenden Verhandlungen am 22. September vollzogen, ist doch der 23 als der Tag des definitiven Eintritts ins Ministerium betrachtet worden, wie Kaiser Wilhelm in feinem warmen Dankschreiben aus Anlaß der 23. Wiederkehr des Tages betonte, das beginnt: „Sie feiern, mein lieber Kürst, am 23. September den Tag, an welchem id) Sie vor 25 Jahren in mein Staatsministerium berief."
Wie Bismarcf Ministerpräsident wurde.
(Eine Halbjahrhundert-Erinnerung.)
„Gibt es in Berlin einen Ministerwechsel, so kommt der -rtflicbe Bismarck an die Reilie, ein Mensch, der imstande 3cn Rock aus zu ziehen und selbst auf die Barrikaden zu «rt." Dies Ereignis, das der österreicknsckte Minister lf Rxchberg 1861 als ettva fürchterliches prophezeite, 10 im Sommer des Jahres 1862 immer näher und naher rckl und nnrrbe am 23 September zur Wirklichkeit: x „schreckliche Bismarck" wurde Ministerpräsident und
Rebahion, Expedition und Druckerei: k-ckul- stratze 7. Expedition unb Verlag: 5L
Redak:icn:^M»112. rel.-Adr-AnzkigerVieven.
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damit, unb gegenwärtig bekämpfeti alle zivilisierten Nationen die Dünen mit dieser Methode. Es ist festgeftellt worden, daß Tönen bis zu 15 Fuß Höhe bei besonder.' starkem Wind täglich um mehr als 3 Fuß sich vorwärts bcivegen. Man kann dabei oie Beobachtung machen, wie der Sand in parallelen kleinen Wellen über die Aderige weht, um sich an den Ausläuiern als Staub zu zerstreuen. Tic Düne „raucht", sagt das Volk zu diesem Vorgang. Um der dadurch entstehenden Borwansbewegung Einhalt zu tun, ist es notwendig, diese leichten Abhänge der Tunen zu bef eiligen; das geschieht, indem man gewissermaßen einen Pflanzenteppich darauf entstehen läßt. An der Nordküste Frankreichs findet für
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Airchc und Schule.
Tie Beschwerde der Gemeinde Traubs.
In der Beschwerde der Dortmunder Reinoldigemeinde an das Staat s Ministerium im Falle Traub wird zunächst r nkschriit hingeniescn, bi« ;
an den Oberlirchenrat von der Reinoldigeincindevertretung gerichtet worden ist. In dieser Eingabe war ans die (Gefahren aunnerkiäm gemacht worden, die für die Gemeinde durch die Losreißung ihres Pfarrers von ihr entstehen würden: Wiederabstoßuna der gerade durch den gernoßregellen Piarrer zum kirchlichen treuen Zurück geführten, dauernder und tiefgehender Zwiespalt in der Gemeinde, sowie innere Entsremdung und äußere Losjagung Tausender von der Kirch' Durch die Entscheidung des Oberkirchnrats fei eine Notlage geschaffen, die die Gemeindevertretung der Remoldi- gemeinde zwinge, beim Ministermin Säwtz unb .^ilfr'ju suchen. Aut das verfassungsmäßige Verhällnie- zwischen Staat und Kirche eingehend, sagt die Eingabe weiter, der Staat habe unzweifelhaft die Aufgabe, überall, wo er zur Rechtsvollstreckung seinen Arm leihe, über die Rechtsprechung z u wachen und zu verhüten, baß die von ihm sanktionierten Gesetze gegen ihren Geist angewendet werden Vor diese Ausgabe sehe sich die staatliche Aufsichtsbehörde namentlich dann gestellt, wenn begründete Zweifel der Unbefangenheit ber zur bihmlmareit (Ent Scheidung berufenen Behörbe beständen; was im Falle Traub zu- trch'c. Lier hätten bie Angegriffenen unb Gekränkten über den Angreifer zu (Bericht gesessen: denn den breitesten Raum in ber . Urteilsbegründung habe bie Polemik bes Angeklagten gegen das Lehrbeanstandungsgesetz unb bas Spruchversabren eingenommen. Dadurch hätten die Ausführungen des Urteils des Oberkirchenrats
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhesien
Uld-G»- ,n„.
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Die Dichter und der roieöertunftsgcöanfe.
Teu meisten Mensckxm wirb aus eigener Lebensen'abrung das fe-zbarc Gei ul l bekannt sein, baß sie irgenb eine augtnblid- i.'age, einen wichtigen ober unwichtigen Vorgang in ihrem ft'in früher schon einmal ganz genau — bis ui bie kleinsten fticlhviicu hinein erlebt hätten. Diese Empfindung kommt bn aitq vor, daß man sie geradezu als „Gkmetngmbr bezeichnen fcr Tie Wissenschaft bezeichnet diese selN'ame ^mpnndung ge GrtLid) alS „Wiederkunstsgedanken", ober, mbem ,ie einen Aus- |t: *ran>i'inil)cr Forscher gebraucht, als ..Jauste reconnai'anee T< wesentlichen beruht bie „Fauste rctonnamancc' baraui, bau Bo die Wiedererkennung bekannter Nebeneindrücke tn m,s der Bt'cblufi entfiel,:, daß das flame Erlebnis uns nickt ;um n . -n'ale nn X'eben gegenüber tritt. In ber )(tönen Literatur - neuesten Sinne d .- 'Wortes hat das, Motiv der ,raune
ir-i e.aifi'ance" eine bedeutende Rolle geiptelt KMrzlick' Hat. 9 bie bei Gustav Irischer in Jena erscheinens „Rainrwufen bV ' id»e Wock-enschrin" in einem trefflichen Berichte mittnlt, Sfir Ilsckxr Prag darüber eine intemmnte 'Md reickhaltige A-mmenstellung in der „Zeitschrift für angewandte Psychologie
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mühleu mürbe vorn Reichstag für ungültig erklärt, für den bisherigen konfervativen Abg Pauli ipablte tn ber Rachtvahl der Kreis den Liberalen Sivlvvick.
Die Annahme des -rtuhifch-fndhkhifchen Votlmeeertragei durch die baytri che Kammer
ist, Ivie man uns aus München sd,reibt, jetzt gefiedert Das Zentrum wird den Vertrag bei der nochmaligen Beratung im Plenum entnehmen und bereits am heutigen Montag für den Vertrag im Finanzausschuß stimmen Wie mit großer Bestimmtlteit in München verlautet, hat her Ministerpräsident in den letzten Tagen mit den Zentrumsführern im Sinne der Annahme des Vertrages verhandelt, das Zentrum !yat fick) bereit erklärt, ,etzt für die Votterie- flcmeiitfdiaft mit Preußen zu stimmen, da eine eigene bayerische X'oiterie nicht möglich erscheine
Man emnirtet für diese Haltung in Banern Zugeständnisse in der Iesuttenf rag c Wie ci, ferner Heist, hat idi das Zentrum oerfpredten lassen, daß weitere Zugeständnisse an das Reick, tvie die Aufgabe der Post- und Militär reservate, nicht gemacht werden Der ^'otterievertrag durfte d-on in den nächsten Tagen im Plenum Aiinahme finden, Bauern wird alsdann der ^.'otteriegemeinschaft mit der 2. p r rni ßisch-süddeutschen Votteric bei treten. An dem ur sprünglickeii Vertrage sind rocfentlid)e Aenderungen nicht vorzunehmen.
Die Sozialdemokraten ^werden gegen den Vottcrieöcrtrafl stimmen, über die Stellung der liberalen verlautet nod) nichts Bestimmtes.
r rnb fand den Glauben wieder an Preußens Königtum U) Preußens Zukunft. Wie lange tvar Bismarck fdwn der -minenbc Mann" gewesen und wie lange hatte es gedauert, ?r: er an die redyte Stelle treten durfte Sckwn unter rktrich Wilhelm war 18-18 nnt> 1854 die Stanbibatur des il-Tnen Junkers" aufgetaucht unb m allen Krisen blickten in- Partmfreunde nach ihm als dem Retter. Besonders mH die Ernennung seines IiTeundes Rhoon znm »briegs- fc-i'/ler erhielt Bismarck einen tatkräftigen Vermittler, der fri s)eiiic früh erkannt hatte unb schließlich and) seine Be- J'utfl durd)gesetzt hat. Bismarck selbst wollte fid) nickst fcibsangen: er wußte ja, daß die Verhältnisse für ihn ar- Ir.tei n, unb daß bie kritische Stunbe schließlicks gebieterisch Dnn Beherrsckn'r forbern wurde. Freilich als die Sache riur mehr unb mehr hinzog, wurde er in biefem Gefühl k: lilngewißlseit unb Spanmtng allmählich mißmutig. ^Iriiic Sacknn liegen noch in Petersburg unb werden dort fcfreren", schreibt er an Rhoon ans Toulouse, „meine Imoi sind in Stettin, meine Pferde bei Berlin auf dem meine Iamilie in Pommern, ich selbst auf der Land^ pn.’ Ich gehe jetzt nad) Paris, obschon ich dort weniger »■ >»- zu tun habe, mein Urlaub ist aber um."
| Unterdessen war der zwnflikt König Wilhelms mit dem it ig auf seinen Höhepunkt gestiegen Nachdem das libe- fct Ministerium in fid) zusammentzebrochen unb von Rhoon ll'girji luorben war, führte ber alte Fürst Hohenlohe nur
Hir. vr ausgegeben hnirbe, hatte wohl den Wortlaut: „Die rir ist reif". Die zweite vom 18. lautete: „Periculum
r-ora. DüpSchez-vous". «Gefahr in Verzug. Beeilen ft . cki Auf dieses dringende Telegramm hin eilte Bis- Br.d sofort nach Berlin. Der fdyncüftc Zug brachte ihn in fti>. 25 Stunden in die Heimat.
«Hs Bismarck am 20. September in Berlin ein traf, war tt: : age vorher ein Bermittlungsverfuch des Zbrvnprinzen 'Ml,-schlagen. Bismarck wurde zuerst zu diesem beschieden Dann am 22 September in jener berülsmten Unter» '•wvn.fl, die alle Bedenken des Königs besenigte, von Wil. fc.it zu Babelsberg empfangen. Der König hatte ihn Mckaus nicht gerufen, um seine Ernennung zu vollziehen fc i oilte nur mit ihm die 2age bespreck)en, weil er es für nwubig hielt, kein Mittel unversucht zu lassen. Aber
Ein derartiges Motiv ist ja z. B. in Wielands „Oberon" und in Kleists „ftäthdien von Heilbronn" verwertet worden. Auch Wagner benutzt im Volxngrin dieses Motiv, wenn er in der schönen Liebes- szene des dritten Aktes Elsa -u ihrem Gatten sprechen läßt: „Dock ick zuvor schon batte Dich gesehen, — In sel'gem Traume warst Du mir genaht". Und im ersten Akte der „Walküre" tauschen Sieglinde und Siegntund^ ihr gegenseitiges Empfinden aus, daß „sie fick sckwn sahen". Selbst in die Phiiosvpkne eines Nietzsche hat das Esefuhl der „Zausse reconnainanre" seine Welleir- kreise gezogen. Es läßt stck fast mit Sicherheit erweisen, daß Nietzsche seine Lehre von der ewigen Wiederkunft aus einer „Hausse reconnainancc" gesckwpft bat. Aus seiner Aurobrographie kennen wir nämlick die Scknlderung, wie ibm jener wunderliche Gedanke gekommen ist: „Die Grundkonzeption des Werkes, der Ewige- WiederkunitsXScckankc, die höchste Iormel der Bejahung, die überhaupt erreicht werden kann — gehört in den August des Jahres 1881: er ist aur em Blatt hingvvorien, mit der Untrndmft CüXN) Iuß jeniciti von Mensch und Zeit. Ich ging an bitcm Tage am See von Silva Plana durch die Wälder^: bei einem mächtigen, vnramidal aurgetürmten Block unweit Surlei machte ick Lalt. Da kam mir dreier Gedanke." Sicher wurde in dieser Beickieibung nock. kem Beweis liegen, daß eine ifluncreconnaifiance Peranlassunz tu der deprimierend-trübseligen Lehre von der ewigen Wiederkunft gegeben lat, aber Ottokar Iischer weist treffend daraus h,n. daß Nietzsche burd) mandyrlei ähnliche Erlebnisse gewissermaßen prädi'voniert war für die Empfindung, sein Leben schon einmal durckstebt- zu haben.
ritt getan zu
unheilvoll venvorrenen inneren Berhältnifse wurden txl nct: der durch eine lange Zeit des Scknvankens unb fctirclnä gebeugte König richtete sich an der stolzen Zu- tz^-cht unb Siegeshofsiiung seines ersten Dieners wieder
politische Tagesschau.
Ter Reichstag wieder vollzählig.
Seit einigen Tagen ist das seltene Ereignis eingetreten, daß der deutsche Reichstag wieder vollzählig .ist unb 307 Mit- glichet zählt. Seit den Remoahlen int Januar mußten bereits acht Rachivahten vollzogen werben, hiervon drei nur durch bas Ableben ber Mandatsinlpader veranlaßt. Bei den acht Nad)wahlen find mit einer Ausnahme mt Hagenow wurde ein konservatives Maubat an ben Liberalismus verloren bie Paneisitze behauptet worden Dnrd) Tob waren Reuwctblen in Varel-Jever, Pfarrkirchen unb Schlettstabl not wendig getvorden, für bie oerftorbenen Abgeorbneten Träger, Bachmcher unb Will wurden gewählt Dr. Wiemer (frf. Bpt ), Bauer (dayr. Banerndunb', Dr. Haegy (elf. Zentr ). Für den im Januar in Pleß-Rybnik unb in Samter-Birnbaum gewählten Polen Grafen Miclzynski mürbe in Pleß-Rybnik der Pole Pesgiech geioählt. Durch Maiibaisniederlegung wurden frei bie Streife Sieg- kreis-Waldbröl, Saarburg-Merzig, Münfter-Eösfelb, anstelle von Becker lZentr.,-, Roeren iZentr. unb Irhr. v. Hertling Zentr.। würben gewählt die Zentrumskandidaten Trim- born, Wert, Dr. Gerl ach. Die Wahl in Hagnww-Greves-
diese Pflanzen entweder aus dem Samen ziehen, oder auch bie ganzen Getvächqe emsetzen, unb zwar gefdüebt dies in Dato Helm Reihen auf den Abhängen der Dünen. Tie Arbeit >oird mcütenS von Irauen verrichtet, die für das Einsetzen von je 1000 Pflanzen etwa 1,50 Mk. bekommen: hierbei ist das Ausgraben aus ihrem ursprünglichen Standort nnt einbegriffen. Im Turchschnitt vermag cmc ^rau pro Tag 2000 bis 2500 Pflanzen auszugraben unb neu emzufexen, nxi- einen Tageroerdiemt von etwa 3—4 Mk. bedeute: Tie in solcher Weife befestigten Dünen .werden „tote Dünen" genannt, während man solche, die bei jedem Wind ihre Iorm verändern, als „lebend" br*t(bnet. Das Bepflanzen der Wanderdünen geschieht haupksäck/lich im Irühjahr unb Herbst.
— Humor deS Auslandes. Es hält oft schwer, den Kindern die rechte Antwort zu geben. Neulich sagte ein Kind zu seiner Platter: .Ich möchte ^em eine neue Pupoe haben, Mama.* — .Aber deine alte Puppe ist doch noch sehr gut**, antwortete die Mutter. — »Ich bin ]a auch noch sehr gut", versetzte daS kleine Mädchen, »aber der Doktor hat dir doch ein neues Bahn gebracht."--BiggS: ,Hch
möchte wohl wifien, ob T iggS viel Geld hinter stch hat." — Higgs: „Als ich ihn neulich sah, war es der Fall: ec lehnte mit dem Röcken gegen die Bank von England."--Brown: „Tu willst nur also
nickt hundert Mark leihen? Nun, ick muß sagen, du hast dem Geld Dcvhrt lieb." — Ter oorsi ^nqe Freund: „Ja, und bcs ist der Unter- ichied'zwi'chen dir und mir." — Brown: „Wie meinst du das?" — Ter oorüchnge Freund: „Ich habe mein Geld heb, und du hast das Geld anderer Leute heb."--Pius IX. war nicht ohne erneu,
gewißen Sinn h'ir Humor. Ernes TageS, ivährend er dem Maler Lealn zu seinem Bilde saß, kam die Rede auf einen Mönch, der aus der Kirche ausgetreten >var und geheiiatet hatte, und der Papst bemerkte nicht ohne Bosheit: Er hat seine Bestrafung selbst in die Hand genommen.
Herannadcn von Wanderdünen bedeutet für die betroffenen Ortschaften bekanntlick ein nock größeres Unheil als Stürme ober llcbersckwemmungen, da rhrc Op -.r langsam aber sicher der voll- konrmeulN Vernichtung anheimfallen. Rack eener Sturmflut wird ein Torf wieder ainblübcn können, schwerlick tedock, wenn es bis zum Turm seiner Kirche im Sand begraben worb.m ist. Obwohl NUN bereits vor zwei Jahrhunderten die Bekämpinng der Wanderdünen durck den Franzosen De Rudat mit beitem Erfolg auf genommen war. ist dessen Methode unbegrmhdxrroeiie nach seinem Tode wieder in Vergess, ndoi: geraten. Tas Verfahren bestand darin, daß De Rul>-.: Kiefern au’ ben Sandbiigeln von La Teste, einer Stabt in der Gironde, p'lanzte, wodurch der trrbenbe Sand beseitigt wurde Dann und wann macht? man wobl Anstalten, der Angelegenheit wieder größeres, Interesse zujuwenden:, so war es Bremontier, der fick 1787 eingehend damit beiatue: die Revolution legte jedoch feine Bemüdungen brach, jmt im Jahre 1801 beschönigte sich bie ftan^stsche Regierung von neuem
liiskum ir Zmck grauen heil untmgt. ib Auskusi •. erujeiniM- :adiDla8 U I ichniMG i:: .Mr
7=^7 ben Vorsitz im Ministerium; Bismarck
M M h schon im \ ü berufen n-erben, aber allerlei Reibereien
fri'(U u .iitritpten gegen ilm verhinderten bas Dod) blieb die
ns Löln,' I IV" von nun an in Fluß. Immer schärfer spitzte sich ---- litärvorlage, an ber bes Königs ganz« um Lin» vn- plane Inngen, mürbe adgclehnt, und der
W J3M1 V ölrifle Btvnard) trug fid> ernftiid) mit dem EKdanken, die lUlll villil - ohne - zu legen. In dieser
Laufd* W schläuti- (fc? I®1 P“ VI w
P Al- „bekanntestes Zitat aus der schönen Li^ratur^ wird Wc i eine Stelle auS dem 39. Kapitel des DtckenSicken „x a 3 1
E > jerf tclb" bezeichnet, die folgenbermatzen lautet: „Lieder L' >- cfield wenn Sie uns nicku an icnvnt angenehmm Aach- IX ix, den wir bei Ihnen ;u>udringen das Vergnügen Hatten, ob -Irrt hätten, daß D Ihr L'icblingsbucknabe fei , iagte SKr. St tobet, so würde ick jedenfalls glauben, es hätte .1 fein en " Wir Alle kennen ein Gefühl, das uns manchmal über- Butt, ob d(7s, was wir sagen und tun, tckon trüber vor jt'\- Zeit gesagt und getan worden wäre, als ob nnr vor uralter ch ' neselben Gesichter, Gegenstände und Berhältniue um uns Q — al» ob w:r vollkommen voraus wutzten, was letzt »'•)- werden wird, als ob wir uns dessen plötzlich erinnerten.
e geheimnisvolle Emvfindung war nie ttarfer tn nur als !B i vo Mr Micalvber diese Vvrte sprach. fA -
Gute ähnliche Bemerkung Itnbct lieft tn Spiel Ha gens Jun m er und ?l nt b o B", worin in ber Schilderung de- m einer (^w. ldegalerie folgende ^atze Vorkommen: ^e 6;cr: ick wandelte und schaute und ltand und bewunderte, dcito ik'^T für: die Empfindung über miet als hatte ich bi.re all« tK 2.ido schon einmal gesehen". Betanntltck t*t es ein
*2« in der schönen Literatur, datz cm Ltedesvaar bet der aller »72 Begegnung das Gffühl hat, Ktn Gegenüber stellte ein Idar, wie es ihm im Traume ichon früher endnenen |cl


