Hinze-Reinhold-Berlin (Klavier). Lie Künstlerin fand reichen Beifall.
m Nieder-Mörlen, 15. Jan. Wie erinnerlich, war auf die Ergreifung dec Mörder der ftrau Walther, die ain Hellen Tage in ihrer Wohnung ermordet wurde, von der Großh. Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 500 Mk. ausgesetzt worden. Jetzt erhielten die Leute.-die sich in der Angelegenheit besonders verdient gemacht hatten, von der Staatsanwaltschaft ein Schreiben, in dem angegeben ist, wie viel aus den einzelnen fallen. Danach wurden dem Eduard Männche in Frankfurt 240 Mk., dem Landwirt Peter Jakob Rock in Nieder-Mörlen 125 Mk.. dem Franz MöbS in Nieder-Mörlen 30 Mk., dem Pihlipp Grob in Nieder-Mörlen 30 Mk. und dem Kruninatschutzmann Muller in Colmar 76 Mk. zuerkannt.
Gedenket der hungernden Vögel!
Gietzener Strafkammer.
)( Gießen, 16. Jan.
/r£)ärt, ihr Herren, und laßt euch sagen..."
Es war Tanzvergnügen gewesen in dem idyllischen Dörfchen Burgbracht und der Nachtwächter H. E. gab, getreu seiner Pflicht, die vorgerückte Nachtstunde durch Pfeilen kund. Da hörte er einen Gegenpsiff, durch den er sich verspottet fühlte. Er ging darauf zu und versetzte seinem Gegenüber nach kurzer Auseinandersetzung einen leichten Schlag mit seinem Stocke. Erst dann erkannte er in ihm einen Arbeitskollegen, mit dem er tagsüber als Zimmermann zusammen arbeitet. E. aber hat sich wegen Körperverletzung im Amte zu verantworten. Ter Verletzte erklärt als Zeuge, daß die Verletzung äußerst geringfügig gewesen sei. Das Urteil lautet dementsprechend auf fünf Mark Geldstrafe.
„Feierabend, meine Herren!"
Der Wirt H. R. betreibt hier eine Wirtschaft mit Damenbedienung und ist deshalb verpflichtet, sein Lokal um elf Uhr abends zu schließen. Eines Alands bot die Polizei Feierabend, als tun zuvor ein Gast noch eine Flasche Wein bestellt hatte. Die Polizei kam zum zweitenmal, aber erst 'als sie zum drittenmal erschien, verließ der betreffende Gast durch eine Hintertür das Lokal. Der Wirt wurde deshalb wegen Uebertretung der Feierabendstunde mit drei Mark bestraft. Er legte Berufung ein; das Gericht aber erklärte, wenn man auch eine mäßige Zeit nach dem Feierabendbieten noch als erlaubt zubilligen wolle, währenddem die Gäste austrinken und zahlen könnten, so überschreite doch ein Zeitraum von Dreiviertelstunden, wie im vorliegenden Falle, das erlaubte Maß. Die Berufung wurde als unbegründet zurückgetviesen.
Die Beigeordnetenwahl in Herbstein.
Der neugewählte Beigeordnete I. K. in Herbstein hat gegen den Vater des früheren Beigeordneten Th. R. daselbst Privatklage erhoben, weil er während der Wahlkampagne von ihm gesagt 'habe, er sei ein Mensch ohne Religion, er schaue einer Kuh lieber, wer weiß wohin, als auf den Hochaltar und ähnliche Dinge mehr. Der Angeklagte ist deshalb zu 50 Mk. Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte aber seinerseits Widerklage erhoben, weil er sich durch einen geharnischten Artikel des Privatklägers im Lauterbacher Anzeiger sowie durch eine verletzende Geste bei einem persönlichen Zusammenstoß beleidigt fühlte. In diesem Falle aber war mangels Beweises Freisprechung er- folgt. In der heutigen Berufungsverhandluna wurde der ganze Parteihader nochmals aufgewirbelt und fand leider iroch kein Ende. Tas Gericht sah sich gezwungen, zur weiteren Aufklärung der Sache die nochmalige Vernehmung von Zeugen anzuordnen.
• ■ Ter Anwalt und sein Klient.
Ein hiesiger Anwalt hatte einen Berliner Kaufmann in einem Prozeß gegen die Hassia-Werke vertreten, die geraume Zeit später in Konkurs gerieten. Hierdurch verlor der Kaufmann nicht nur seine Forderung, sondern hatte auch noch die Kosten seines Anwalts zu zahlen. Aus Aerger hierüber schrieb er dem Anwalt einen Brief beleidigenden Inhalts, der umsoweniger angebracht war, als er selbst einen rechtlich erheblichen Brief der Hassta- Sßerfe zurückbehalten und seinen Anwalt falsch instruiert hatte. Eine vom hiesigen Schöffengericht ausgesprochene Geldstrafe von 50 Mark wurde bestätigt.
Der Wirtin Töchterlein.
Sie wohnten nachbarlich zusammen, und die beiderseitigen Mütter hätten cs gern gesehen, daß der einen Sohn die Tochter der anderen gefreit hätte. Ter junge Mann aber kam als Lehrer in eine entfernte Gemeinde und dort gefiel ihm der Wirtin Töchterlein besser, so daß er sich mit dieser verlobte. Als mau der Mutter des verschmähten Mädchens dies gelegentlich vorhielt, erklärte sie ärgerlich, der junge Mann müsse eine Wirtstocfaer haben, da könne er besser Schoppen trinken. Wegen dieser Bemerkung erhob der Beleidigte, der Lehrer K. I. in Nieder- Erlenbach, Privatklage, und die Sprecherin, die A. W. II. Ehefrau in Hoch-Weisel wurde deswegen vom Schöffengericht in Butzbach mit fünf Mark bestraft. Sie legte Berufung ein Imb suchte nachzuweisen, daß bei Erhebung der Beleidigungsklage die <)fnh-nn5frT'* von drei Monaten abgelausen gewesen sei. Dieser Beweis mißlang, so daß es bei dem verurteilenden Erkenntnis feui Vewenoen vchielt.
Gcrichtssaal.
§h. Elberfeld, 16. Jan. (S chül e r m i ß b a n dlu n g mit Todeserfolg?) Wegen Ucberschreituna seines Züch ligungsrechts hatte sich ein Volksschullehrer aus Ohligs zu verantworten, der einen 13 Jahre alten Jungen seiner Klasse so ge- 'züchtigt haben soll, daß der Tod eintrat. Als Sachverhalt wurde
Amtlicher Teil.
Keltanntmachnna.
JSefr.? Reichstagswahlen 1912.
Bei der am 12. d. M, vorgenommenen ordentlichen Wahl sind im 1. hessischen Wahlkreis von 24 707 gültig abgegebenen Stimmen gefallen auf
1. Herrn Oberlehrer Dr. Werner, Butzbach 9784
2. Herrn Krankenkassen-Kontrolleur Beckmann, Gießen 7943 3. Herrn Verbandssekretär Erkelenz, Berlin 6969
4. andere Personen „ 11.
Da hiernach eine absolute Stimmenmehrheit auf keinen der Kandidaten gefallen ist, wird die Vornahme einer engeren Wahl zwischen den höchstbestimmten Oberlehrer Dr. Werner-Butzbach und Krankenkassen-Kontrolleur Beckmann Gießen auf
Montag, den 2 2. Januar d. I.
(mit dem Bemerken festgesetzt, daß bei dieser Wahl alle auf andere Kandidaten fallenden Stimmen ungültig sind. Die Zusammenstellung der Ergebnisse dieser letzteren Wahl wird Freitag, den 26. d. M., vormittags 1 O* l 2 3A Uhr, in dem Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen, Landgraf- Philipp-Platz 3, stattsinden und das Ergebnis sodann verküirdet werden. Der Zutritt zu dem Saale steht jedem Wähler frei.
Gießen, den 16. Januar 1912.
Der Wahlkommissär:
Dr. Hunger.
33 c f r.': Reichstagswahlen 1912.
Unter Bezugnahme auf die vorstehend: Bekanntmachung, too- Lach -eine engere Wahl für den ReicI s-m —Montag, den
festgestellt, daß nach allgemeinem Urteil der angeklagte Lehrer ein äußerst gewissenhafter und ruhiger Mensch ist, dem von feiner Seite nachgesagt wurde, daß et besondere Freude am edrfagen und Züchtigen habe. Ter verstorbene Schüler ließ es oft an dem nötigen Fleiße fehlen und mußte dieserhalb wiederholt gesüdüigt werden. Tiefe Züchtigung erfolgte mit einem so bünnen Stock, daß unmöglich gefährliche Folgen eintreten konnten. Bei der letzten Züchtigung bückte sich der Knabe plötzlich und rin Schlag traf den Kopf. Ter Knabe klagte, sobald er nach Hause kam, über Kopfschmerzen, die sich immer mehr verschlimmerten. Nach einigen Wochen wurde dem .'Vinte die Schädeldecke geöffnet, um den Ur» Iprung des Leidens zu erforschen. Es fand sich eine Blutung im Gehirn, die eine Gehirnhautentzündung hervorgerufen hatte. Tas Kind starb wenige ^age nach der Operation. 'Die Meinungen der Sachverständigen gingen auseinander, ob der Schlag auf den Kopf Oie unmittelbare Todesursache gewesen sein könne. Da ein ein» h.ütliches Sachverständigenurteil nicht vorlag, hielt der Gerichtshof die Beweise für eine Schuld des Angeklagten, dem daS beste Leumundszeugnis ausgestellt wurde, nicht für ausreichend und sprach ihn daher frei. i
Landwirtschaft.
-ft Grünberg, 15. Jan. Gestern nachmittag, hielt Großh Landwirtschaftslehrer 'Dr. Lung von Alsfeld im Gasthausc „Zum wilden Mann" einen Vortrag über 1. „Wie stellt man das Dünge- bedürsnis eines Bodms fest?" 2. „Wo ist Kalkdüngung am Platze, und wie ist dieselbe zu verabfolgen?" Dem Bortrage hörten etwa 50 meist jüngere Landwirte von Grünberg und Umgebung zu. Nach dem Vortrage folgte eine eifrige Besprechung über das Gehörte und andere landwirtschaftliche Fragen, die von den Zuhörern an Herrn Dr. Luna gerichtet und von letzterem beantwortet wurden, so daß, als 6172 Uhr Herr Dr. Lung wegging, mehrfach der Wunsch geäußert wurde, baldmöglich einen werteren Vortrag folgen zu lassen.
Deutscher Zrauenkougreh in Berlin.
Ein großer allgemeiner deutscher Frauenkongreß wird in der Zeit vom 27. Februar bis 2. März im Zusammenhänge mit der Ausstellung „Die deutsche Frau im Hause und Berus" im Festsaal des Zoologischen Gartens abgehalten werden. Die Veranstaltung wird den Besuchern ein sehr reichhaltiges Programm aus allen Gebieten der Frauenfrage bieten. Die Hauswirtschaft wird dieselbe Berücksichtigung finden, wie die Erziehungs- und Berufsfragen, die Stellung der Fran im öffentlichen und kirchlichen Leben.
Von besonderem Interesse dürfte das Thema sein: „Die Bewertung der Hausfrauenarbeit". Frau Marianne Weber aus Heidelberg hat es übernommen, diese vielumstrittene Frage zu erörtern. Daran schließt sich ein Vortrag von Frau Elisabeth Gnauck-Kühn über „Tas weibliche Dienstjahr". Am zweiten Tage wird in erster Linie die Frage des „Gemeinsamen Unterrichts der Geschlechter" erörtert werden und zwar von einem weiblichen amerikanischen Professor, Miß Florence Kays. Von deutschen Frauen wird die Oberlehrerin Dr. phil. v. Wedel iur Gemeinsamkeitserziehung Stellung nehmen, während Frau Professor K r u ck e n b e r g , die eine Gegnerin des gemeinsamen Unterrichts dn Geschlechter ist, die Gegengründe beleuchten wird. Am dritten Tage werden die Berufsfragen von dem Standpunkte aus erörtert: „Wie erzielen wir Qualitätsarbeit der Frau in Industrie, Handwerk und Kunstgewerbe". Der vierte Tag wird ebenfalls den Berufsfragen gewidmet sein, mit besonderer Berücksichtigung des Schauspielerinnen-Berufes, über den Frau Marie v. Bülow sprechen wird, unter dem Titel ,Mas erwarten die Schauspielerinnen vom Reichstheatergesetz". Ferner werden die Pflichten von Staat und Gesellschaft gegenüber den Krankenpflegerinnen zum Gegenstand der Verhandlung gemacht werden. Für die katholische Ordenspflege hat Reichstaasabgeordneter Graf P r a s ch m a das Referat übernommen. Oberin Gräfin Herzberg wird für die Diakonissinnen, Schwester Agnes K a r l l für die Freie Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen sprechen. Der letzte Tag bringt die Themata „Die Frau im öffentlichen Leben" und „Von der Charitas zur Sozialpolitik". Ueber die Stimmrechtsbewegung und die Stellung der Frau in den politischen Parteien werden Frauen der verschiedensten politischen Richtung sprechen. Die Nachmittage der Kongreßtage sind für die sachgemäße Führung durch die dlusstelluug Vorbehalten. An den Abenden sollen große öffentliche Volksversammlungen stattfinden. — Im Anschluß an die Tagung ist auch eine Jugendversammlung vorgesehen.
LingefanSt.
(Für Form imd Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 13. Januar. Zur Stichwahl Beckmanu«Werner!
Das Ergebnis der Hauptwahl hat unS vor einen schweren Konflikt gestellt. Jede andere Konstellation in nnsereni Wahlkreis wäre erhäHlid)cr als gerade diese. Weder eine Stichwahl Beck- 'nann-Erkelenz, noch eine lolche Erkelenz-Werner brächte diesen Konflikt, den die Stichwahl Beckmann-Werner in der heutigen Situation bedeutet. Ich habe selbst in einer anderen politischen L'aae, zu einer Zeit, wo die innervolitischen Fragen für die Diskussion ausschlaggebend waren, zn einer Zeit, wo der Horizont der dinieren Politik gutes Wetter zu versprechen schien — alle Welt weiß beute, wie sehr das getrogen hat — zu einer Zeit, als bei uns in Hessen den Nationalliberalismns eine unmögliche Gruppe beherrschte, der Parole das Wort geredet: lieber einen Sozialdemokraten als solch einen Nationalliberalen - aber heute würde und könnte ich selbst dann nicht einer solchen Parole beivflichten, wenn die nalionaUiberale Schattierung noch unmöglicher wäre! Heute, nach dieser Erhellung, nicht Aushellnng des äußeren politi- chen Horizonts, wie sie uns der vergangene Sommer gebracht hat, muß ich dafür eintreten und ohne Schwanken der Parole das Wort reden: alle M a n u für Werner, gegen Beckmann! Gewiß, mir persönlich wird ja diese Wahl in diesem Konflikt durch
ein Moment erleichtert: Werner hat sich in diesem Puntte weit freifmmget erwiesen, als der Liberalismus; er tritt' in der Frage des I m v 1 z w a n g e s für die Einführung der sog. GewisienS- Häufel ein, gewährt allo die Freiheit, die fanansche Jmvstrennde verjagen, obwohl he sich als Führer des Freisinns, der freiheitlichen liberalen betrachten. Er tun ferner zwar gegen jede wahre Kurpfuscherei auf, aber dafür ein, daß der Naturheilkunde, dieser wirklich fortfcbritt.icben Richtung in der Heilkunde, volle Parität neben Allovatie und Homöovaiie gewährleistet werde, und ivirb alle jene falschen Be'trebungeii bekämpfen, di« unter de» ,'ilaaqe des angeblichen Kamp'eS gegen die Kurpfuscherei nur bestrebt find, die Naunbeilknnde zu bekämpfen und viele Hundert, tausende gegen Pflicht und Gewissen der Allovatie zuzni'eiben Werner bat, als ich seinerzeit in Langsdorf ihm gegeiiüber die Frag, der Trennung von Staat und Kirche, Schule und Kirche anschn.tt und ein Teil der Anwesenden darob im lleberei’er gegen mich tobten, bieie llebereimaen Aurürfgeivielen und unter Berufung auf keinen geringeren als Stöcker selbst erklärt, diese Frage sei durchaus diskiitabcl! Wahr ist und bleibt ja dagegen leider, daß auf dem Lande die antiiemitifctie Gestnnung der Lockvogel für die große Schar der Wähler Werners ist, so sehr heutzutage in der Politik m Wahrheit der Antiiernitisrnus auegeivielt hat. Er in ja m der Tat völlig bedeutungslos geivordeu und brauch: memandeu von uns daran zu hindern, in der bevorstehenden etiduvabl für Weiner ui . itnnmen. Müssen wir, weil WeinerS Wähler auf dem Vanöe großenteils politische Kinder sind, denn auch Kinder sein und um- gekehrt vor Werners AniifemitiSmus zurückschaudern? Sollen wir uns graulen lassen vor dieser Kinderkrankheit? So ist ausschlaggebend einzig und allein die sichere Gewißheit, daß Werner in dieier schweren Zeit bedinaimaslos für Deutschlands Al acht und Größe eintreten und in den gerade^ beute so wichtigen nationalen Fragen nie versagen wird! Tie Soiialdemokraiie baaegen wind« versagen, mag es auch richtig sein, daß in einem Kriege selbst auch der rotekteGenoste durchaus seine Schuldtgke't tun wird. Was uns aber not tut. ist, vorzniorgen. daß es niemand wage, uni zum Kriege zu zwingen ! Darum muß für Werner stimmen, wer für Deutschlands Macht und (Stöße eintritt!
Dr. Spohr, Reckt-anwalt.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 16. Fan. Heu- und Strohmarkt. Angefabren waren 6 Wagen Heu und 7 Wagen Stroh. 'Blatt notierte: reu 4.00—4.60 DIL, Stroh kKornlangstroh) 2.H0-3.10 Dlf., Wirrstroh O/lO—0,00 Mk. Alles ’ür 50 Kilo. Geschäft flott. Tie Zufuhren waren aus Ober Hessen und den Kreisen Dieburg und Hanau.
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Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Donnerstag, den 18. Januar, abends 8 Uhr, im Markussaal* B i b e l st u n d e. (Ausgewählte Psalmen.) Pfarrer Schwane.
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Meteorologische Beobachtungen der Station Stehen.
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Höchste Temperatur am 15. bis 16. Januar — — 0,9 *0.
Niedrigste , , 15. , 16. , — — 9.4 *0.
Vitebericblag: 0.0 mm.
Neue Kräfte für Geschwächte.
Jedes Gläschen Lcciscrrin bringt Kräfte und Energie, waS darin zu finben ist, daß Lcciserrin eine Verbindung von Vetcitbm u. Elfen ist. welches neues Blut erzeugt, die Nerven kräftigt und die Vcbendcncraic bebt, sowie das Allgemeinbefinden iteigert Zugleich wird der Appetit gehoben und die Verdauung befördert.
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Bank für Handel und Industrie
Niederlassung Giessen
Die Direktion:
Müller. Dietz.
2 2. Januar d. I. festgesetzt ist, wird bezüglich deS Wahlgeschäfts das Folgende zur öffentlichen Kenntnis gebracht.
Die Abstimmung beginnt um 10 Uhr vormittags und wird um 7 Uhr nachmittags geschlossen.
In die engere Wahl kommen nur die Herren Oberlehrer ^Dr. Werner zu Butzbach und Krankenkassenkontrolleur Beckmann zu Gießen. Alle auf andere Kandidaten fallenden Stimmen sind ungültig.
Tie Wahl findet auf denselben Grundlagen und nach denselben Vorschriften statt, wie die erste Wahl. Insbesondere bleiben die Wahlbezirke, die Wahllokale und die Wahlvorsteher unverändert.
Bei der engeren Wahl roerhen dieselben Wählerlisten angewendet wie bei per ersten Wahlhandlung. Eine wiederholte Auslegung und Berichtigung derselben ftnoet nicht statt.
Gießen, den 16. Januar 1912.
Großherzogliches KreiSamt Gießen.
Dr. Usinger.
Gießen, den 16. Januar 1919.
Bet r.: Wie oben.
Au die Großh Bürgermeistereien und Wahlvorsteher des Kreises.
Tie vorstehende Bekanntmachung wollen die Bürgermeistereien sofort, spätestens Donnerstag, den 18. d. M. in ihren Gemeinden ortsüblich bekannt machm lassen.
Zu Ihrem Bemessen verweisen wir auf 8 28 ff. deS Wahlreglements und beauftragen Sie, genau hiernach zu verfahren und, insofern Sic nickt selbst als Wahlvorsteher fungieren, die
der Wahlkommission unterschrieben war. Ebenst) fehlte öfters die Gegenliste oder es war statt des Zweitstücks der Wählerliste das Hauptstück den Wahlakten beigefügt. Ties ist bei der Stichwahl zu vermeiden.
Tie Wahlakten müssen unfehlbar Mittwoch, den 2 4. b". Mts., vormittags 9 Uhr, zugleich mit Ihrer bericht- lichcn Anzeige, daß und wann die Publikation der vorstehenden Bekanntmachung des Wahlkommissärs in Ihren Gemeinden erfolgt ist, in Händen des Unterzeichneten sein. Ten Wahlakten hat ine besondere Bescheinigung bei Großh. Bürgermeisterei darüber bcyuliegen, daß und wann die ortsübliche Bekanntmachung des Wahlterrnins erfolgt ist (8 31 Abs. 4 des Wahlreglements).
'Dem Protokoll hat beizuliegen:
1. die auch bei der engeren Wahl zu unterschreibende Wähler» liste, welche die Vermerke der Abstimmung enthalt kund zwar nicht das Original, sondern bloß das 'Duplikat dieser Liste);
2. die Zählliste, wenn eine solche besonders geführt worden ist;
3. die Gegenliste; \
4. Bescheinigung der Bürgermeisterei wegen Bekanntmachung des Wahltermins usw.;
5. etwaige Stimmzettel nebst Umschlägen, über deren Gültigkeit der Wahlvorstand Beschluß gefaßt hat (Z 20 des Reglv» ments).
Am Abend der Stichwahl ist dem unterzeichneten Dahlkommissär das Ergebnis sofort nach Feststellung, s p ä t e ft e n s aber bis 9 Uhr abends, telephonisch oder telegraphisch mitzuteilen. Alle bis dahin nicht eingegangenen Meldungen werden auf Kosten der Schimigen eiu-
gezogen.
Wahlvorsteher dementiprechcnd zu üutniieren.
Tie Wählerlisten gehen Ihnen mit nächster Post zu.
Bei Prüfung der Wahlakten der Wahl vom 12. b. M. hat sich ergeben, baß in vielen Gemeinden die Wählerliste nicht von
.Großherzogliches Kreisamt Gießen.
Dr. Usinger.


