FhSätre par6 angesetzt. Tas HouS war von der Kasseler Gesell- chast gefüllt. Vom Intendanten Grafen Bylandt und Baron zu Rheydt geleitet, betraten die Majestäten die Hofloge. Mit ihnen traten an die Brüstung der Loge Prinzessin Viktoria Luise und Bot schaster Szoegyeny-Marich. Tas Orchester spielte die österreichische Nationalhymne. Hierauf brachte der Oberbürgermeister von Kassel 'in dreifaches Hoch aus den Kaiser und die Kaiserin aus. Gegeben wurde Kreuzers „Nachtlager in Granada" unter musikalischer Leitung vor. Tr. Zulaus. Tie Neueinstudierung war sehr gut. In der Prüfe hielten die Majestäten Cercle, und es wurden Erfrischungen gereicht. Ter Kaiser besichtigte auch die neuen im Joy er ausgestellten Hermen Schillers und Goethes. Mit den Majestäten ;innen sämtliche Herren und Damen der Umgebung, Staatssekretär v. Kiderlen-Wächter und die Herren der öfter ceichisch-'ungarischen Botschaft anwesend.
Ter Kaiser gedenkt morgen früh seine Reise nach Frankfurt a. M., Cronberg und Mainz anzutreten. Tie Kaiserin verbleibt in Wilhelmshöhe. Tas Gefolge des Kaisers für Frankfurt besteht aus dem Lberhosmarschall Graf Eulenburg, Hofmarschall Graf P lat en-.H aller mund, Generaladjutant Generaloberst v. Plessen, dem Flügeladjutanten Oberstleutnant Mutius, Major Caprivi, dem Chef des Zivilkabinetts Wirklichen Rats- c>. Valentini, Gesandter Freiherr v. Jenisch, Oberstallmeister Freiherr Reischach, Leibarzt Oberstabsarzt Tr. Riedner und Hauptmann Zeyß.
Deutscher Reich.
Ter Kaiser besuchte am Samstag vormittag die Gemäldegalerie in Kassel. Zur Frühftückstafel waren geladen Oberregierungsrat Tr. Blanckenhvrn, Erster Staatsanwalt Ganslandt und Oberlandesgerichtsrat Klepper.
Die Betriebseinnahmen der preußisch- hessischen Staatseisenbahnen haben im Monat Juli 1912 gegenüber dem gleichen Monat des Borjahres im Personenverkehr 4,3 Millionen Mart gleich 6.27 Proz., im Güterverkehr 12,1 Millionen Mark gleich 10,22 Proz., insgesamt mit Einschluß der Mehreinnahmen aus sonstigen Quellen 16,9 Millionen Mark gleich 8,57 Proz. mehr betragen als im Vorjahr.
Am Fuße des Völkerschlachtdenkmals bei Leipzig will der Deutsche Bund abstinenterFrauen ein großes Heim mit alkoholfreiem Re st au ra- tionsbetrieb errichten, das den Namen „Königin Luisenhaus" erhalten soll.
In Köln begann am Sonntag im großen Gürzenich- Saale die 19. Jahresversammlung des Hauptverb an - des deutscher Ortskrankenkassen, welchem 411 Unterverbände und einzelne Kaffen angehören. Vertreten sind 339 Kgssen, Verbände usw. durch mehr als 900 Delegierte, welche 4 200000 Mitglieder vertreten Ter Vorsitzende, Landtagsabgeordneter Frä ß d o r f-Dresden, dankte der Stadt Köln für die dem Kongreß bewiesene Gastfreundschaft. Zum Vorsitzenden der Kölner Tagung wur den gewählt Zoller-Köln für die Arbeitnehmer, Witti- München als Vertreter der Arbeitnehmer.
Aus Breslau wird berichtet: In der Sitzung des Wahlkreiskomitees der hiesigen Zentrumspartei wurde, der „Schlesischen Volkszeitung" zufolge, am Samstag ein Zusammengehen mit den Polen für die Ersatzwahl für den Landtagsabgeordneten Pfarrer Kapitza (Oppeln, abgelehnt. Mit Zustimmung des Komitees legte darauf Justizrat Wodarz (Oppeln) ebenfalls sein Landtagsmandat nieder. Die erst für die nächste Landtagswahl beabsichtigte Vereinbarung mit dem deutschen Wahlverein tritt nunmehr sofort in Kraft. Wodarz wird wiederum als Zentrumskandidat aufgestellt.
Ausland.
Mit der Vertretung des Kaisers Franz Josef bei der Leichenfeier des Mikados ist der österreichische Botschafter in Tokio betraut worden, der im Auftrage des Kaisers am Sarg einen Kranz niederlegt.
M u l a y H a f i d ist mit Gefolge am Samstag morgen von Marseille nach Vichy abgereist. Der Präfekt begrüßte den Sultan bei der Anfahrt. Mulay Hafid dankte für die ihm von den Behörden und der Bevölkerung Marseilles erwiesenen Sympathiekundgebungen.
Präsident Tast erklärte, er wäre sich noch nicht klar darüber, ob er das Panamakanalgesetz unterzeichnen könne. Er würde frühestens in der nächsten Woche seine Entscheidung darüber treffen.
Ans Stadt und Land.
Gießen, 19. August 1912.
♦* Gravelottefeier in Gießen. Am Vorabend des 18. August hatten sich zur Erinnerung an die Schlacht bei Gravelottc—St. Privat die vereinigten Kriegervereine Gießens in Steins Saalbau eingesunden. Ter Verlauf des Festes kann als durchaus gelungen bezeichnet rverden. Besonders die Veteranen
Versasser bei der Dürftigkeit der Handlung nicht auf allerlei Ab- fdjnniningen verzichten, die manchmal recht billige und abgebrauchte Scherze bringen. Bei vorzüglicher Darstellung vermochten die beiden ersten Akte stark zu interessieren, der dritte Akt fiel dagegen sehr ab.
— Eine deutsche Jnvasionskomödie Aus Bad Schandau wird uns unter dem 16. August geschrieben. Um sich mit ihrer sozusagen klassisch gewordenen Jnvasionsfurcht vollends lächerlich zu machen, bedienten sich die Englättder der Bülme. Taö „fröhliche" Königreich zeigte sich damals recht humorlos: wir haben, ein bißchen geschmeichelt, gelacht, und damit tvars gut Gau; hat man in England fein Gleichgewicht nach jenen Schreckenstagen aber immer noch nicht wiedergeiunden, und gerade jetzt haben die JnvasionSspezialisten int trüben Teich der Sommerruhe ein paar Blasen aufgerührt. Diese Stimmung benutzt ein Stuck, das das städtische Kurtheater des Bades Schandau heute zur Uraufführung brachte. Es heißt .Invasion" schlechtweg, stammt aber von einem geheimnisvollen Herrn Donald M. Hope, der aber in Wirklichkeit anders heißt und diese Vermummung nur gewihlt hu, um seinen wohlberufenen und bisher unbefleckten Poeteituarnen nicht vor der Welt mit dem Makel der Tendenzschritlstelterei bebauet zu sei en, und unternimmt nun den dankt'ar en und unterhaltsamen Versuch, die englischen Baugebüchsen mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Tie „nächtliche Komödie in vier Auszügen" ist ungefüllt mir Schonen, mitternächtiger Weite spukenden Panzerschiffen mit Blendlichtern, gespenstigen Luftfahrern, smarten Virtuosen ber öffentlichen Meinung, um Hab und Gut besorgten ..Patrioten". Zwei I.armlose Deutsche werden als Spione beargwöhnt und beobachtet. Verleger uud^besreporter des Blattes „Tie Invasion" machen eine ungeheuere Sensation und verkaufen einige Hundert tausend ihrer Ausgaben jeden Tag, und ein Meistetgauner wird von einem unfähigen Gebeunpolizisteu zum Cbcrbeteftiü für die stan ze Spuren sä re gemacht. Tas Ende vom Liede sind neben einem großartigen Raubzug des Hochstaplers und der Blamage der In vasronslielden feldstverstäudlich zwei Verlobungen. Tic Sache muß iclr leck. ia itrcdcmvcije mit mutwilligster Karikatur gespielt rneriXn, tlt dann ihrer Wirkung aber gewiß Tie Figuren sind nicht neu, uni >o neuer aber manche -Situationen, und an Spannung fehlt cs auch nicht. Das aktuelle Interesse tat das Seine, die Echan» dauer Aufführung, die der rührige Tirektor Greefs geschickt heraus» gebracht hatte, zu einem vollen Erfolge zu fuhren.
benutzten die Gelegenheit, um sich an die schwere Zeit vor 42 Jahren zu erinnern, wo sie mit ihren Kameraden in heißen Kämpfen den Feind niederwerfen halfen, wo sie aber auch des Reiches Einheit erkämpfen durften. Außerdem waren eine stattliche Zahl von Ehrengästen erschienen, unter denen die Vertreter unseres Regiments sowie der Regierung in erster Linie zu nennen sind. Ter Vorsitzende Bruchhäuser eröffnete die rfeier, inbem er Gäste und Kameraden herzlich willkommen hieß. Er schilderte dann aus eigener Erfahrung die Ereignisse des 16. und 18. August, wie sie sich ihm barboten, unb richtete besonders an die /jüngeren Kameraden die Mahnung, treu festzuhalten an dem, was ihre Väter vielfach mit ihrem Blute erkauften, treu zu stehen zu Kaiser und Reich. Ten im Felde Gefallenen und später Verstorbenen widmete er ein stilles Gedenken. Sein Hoch galt unserm Kaiser, der sich wieder in jüngster Zeit bei dem großen Grubenunglück in den Rheinlanden als dock>- herziger Fürst und edler Menschensreund bewiesen und unserm Großherzog. Es wechselten nun in bunter Folge Musikstücke, Ge- sangsvoriräge, Ansprachen und turnerische Ausführungen miteinander ab. Den musikalischen Teil des Abends hatte die Kapelle des Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm" Nr. 116 übernom- man. Rechtsanwalt Kaufmann führte an Hand einer Karte die Ereignisse des großen Krieges von 1870/71 vom Beginn bis zu den 3 Schlachten um Metz vor. Im Namen des Hassia- Vcrbands, Bezirk Gießen, gab der Vorsitzende Lehrer Taub- Lollar seiner Freude Ausdruck, daß es den Gießener Hassiavereinen gelungen sei, die Gravelottefeier gemeinsam zu begehen. Sodann beantwortete er die Frage: Warum feiern wir den Tag von Gravelotte dahin: Es soll nicht bloß eine Erinnerung sein an die großen Ereignisse, wir wollen auch dadurch nnsern Tank aussprechen. allen den Männern, die ihr Leben eingesetzt in heißem Ringlen. Dem Treigeftim Wilhelm I , Bismarck und Moltke und allen Veteranen galt sein Hoch, wofür Herr Petri im Namen der Kriegsteilnehmer herzlichst dankte. Besonders hervorgehoben wurde von verschiedenen Rednern das schöne kameradschaftliche Verhältnis, das in dem Feldzuge zwischen Führern und Mannschaft bestand und als ein Hauptfaktor der Siege der deutschen Truppen angesehen werden muß, wofür verschiedene in 1870/71 beteiligte Offiziere dankend quittierten und auf die für des Vaterlandes Wohl so wichtige Tätigkeit der ftrieger* vereine hinwiesen, die das Gefühl der Kameradschaftlichkeit in erster Linie pflegen müssen. Manches ernste und humorvolle Erlebnis wurde von den Kriegsteilnehmern zum Besten gegeben und erhielt die Festteilnehmer in der heitersten Stimmung. Kamerad Emmelius, der zurzeit in Thüringen weilt, sandte ein Begrüßungstelegramm. Besondere Anerkennung verdient die Mitwirkung der Gesangsabteilung des Allg. Staatseifenbahnvereins, die außer den vorgesehenen Chören verschiedene Zugaben ganz vorzüglich zu Gehör brachte, ferner dem Männerturnverein, der durch lebende Bilder und Vorführung von sehr gelungenen Frei Übungen zum Gelingen wesentlich beitrug. Gegen 2 Uhr schloß ber Vorsitzende die in allen ihren Teilen gelungene Feier. Am -Sonntag morgen fand noch gemeinsamer Kirchgang und Schmückung der Kriegergräber auf dem Friedhof — wobei die Musik an den Grabern der Generale Hos und Hofmann, des Obersten Kraus und Oberleutnants Haidaeker, des Oberleutnants Kißner und des Leutnants Gail spielte — statt, woran sich die Niederlegung eines Kranzes am Kriegerdenkmal durch Herrn Bruchhäuser und Promenadekonzert auf dem Lindenplatz anschloß.
O b U d i e b st ä h l e. Samstag nacht um 12 Uhr traf Polizeiwachtmeister Kimmel auf der Lahnbrücke einen Mann und einen etwa 12jährigen Jungen, die beide gefüllte Säcke trugen. Beim Sistieren zur Wache warfen beide die Säcke auf dem Marktplatz hin und nach Feststellung der Personalien konnte festgestellt werden, daß es sich um gestohlene Aepfel im Werte von etwa 15 Mark handelte. Die Aepsel waren von den Bäumen an dec Straße nach Heuchelheim abgeschüttelt rind enhoenbet worden.
Landkreis Gießen.
— Wieseck, 18. Aug. Der hiesige Kriegerverein beging den heutigen Gedenktag durch gemeinsamen Kirchgang und Schmücken der Kriegergräber auf dem Friedhof. Mit zu Herzen gehenden Worten schilderte Pfarrer Fischer von Alten-Buseck die Ereignisse vor nunmehr 42 Jahren und zog einen Vergleich zwischen jetzt und früher. Jeder Deutsche müsse stolz sein auf die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte; daß ein Aufschwung erfolgen konnte, baS sei in erster Linie den Männern zu danken, die Deutschlands Einheit erkämpften. Sie sollen nicht vergessen sein, ihr Name soll nicht bloß auf Erz und Stein, er soll fest inS Herz der Mit- und Nachwelt eingegraben werden. Präsident V o g e l legte dann mit entsprechenden Worten einen Kranz nieder. An die kirchliche Feier schloß sich bei Gastwirt Ziegler eine Nachfeier an.
^Großen-Linden, 18. Aug. Der Mitteldeutsche Kaninchen- und Geflügelzucht-Verband hielt heute bei Gastwirt Fischer seine 7. Bundes-Ausstellung unter starker Beteiligung ab. Mau konnte hier wahre Prachttiere der Kaninchen- und Geflügelzucht bewundern. DaS Ergebnis der Preisverteilung war: A. Kaninchen: 1. Belgische Riesen: Ehrenpreis: Ludwig Biehmann II. Kinzenbach, 2. Preis Franz Moritz-Trohe, lobende Anerkennung: Hans Horst- Gießen. 2. Deutsche Ri es en sch ecke: Ehrenpreis: Gg Konr. Schmidt-Kinzenbach, 1. Pr K. Flrischer-Gießen, 3 Pr Kcmr. Schmidt-Kinzenbach, K- Fleischer-Gießen. 3. Silber: Ehrenpreise: L. Viehmann II. Kinzenbach, Friedr. Buß-Leih- gestern, Gustav Schrader -Leihgestern, Zimmermann Großen- Linden, 1. Preis Zimmermann - Großen - Linden, 2. Preis Gustav Schrader - Leihgestern, Zimmermann - Großen Linden, Aug. Rinker-Großen Linden, 3. Preis Lud. Viehmann II.- Kiuzenbach, Georg Eis-Steinberg, P. Zimmermann Großen Lin- den, Konrad Arzt-Großen-Linbeii, Zimmermann Großen-Linden, PH. Faber-Großen-Linben, PH. Nanmann-Großen-Linden, Karl Pseisser-Wieseck, lobende Anerkennung, Heinrich Pfeis-Wieseck, 4. Japaner: 1. Pr. Karl Stein-Garbenteich, 2. K. Stein» Garbenteich, 3. Heinr. Pfeisf-Wieseck, 5. Angora: Ehrenpreis: Gustav Schraber-Leihgesteni, 6. B l a ck a n b t a n: 3 Pr Lud. Kreiling-Reiskirchen, W. Sommerlab-Großen-Linben, 7. andere Kaninchen: lobende Anerkennung: Lud. Aßmaun-Tubcnhosen. AI. I u n g t i e r k l a s s e: Ehrenpreise: Karl Kirchner-Gießen, Aug. Rinker-Großen Linden, Konrad Schmidt Kinzenbach, 1. Pr. PH. Zimmermann-Großen-Linden, Heinr. Mohr Niedergirmes, 2. Pr. Heinr. Faber-Großen-Linben, H. Mohr-Niedergirmes, Wilh Nceb-Leihgeuern, Heinr. Kreiling Gießen, Martin Reitz-Großen- Linden, Wilh. Schmelz Großen Linden, K Stein Garbenteich, 3. Pr. Wilh. Schmelz-Großen-Linben, Johann Nikolei Gießen', Lubivig Kreiling Reiskirchen, Georg Eis-Steinberg, Jakob Tächert Alten-Buseck, Peter Peußer-Großen Linden, Heinr. Schäfer IV.» Steinberg, Gustav Koch-Gießeu, Pb. Faber-Großen-Linben, Karl Weber-Tudenhosen, G. Teucker-Rodheim. B. Geflügel Ehrenpreise : Teucker Robheim, K. Schmidt Kinzenbach, 1. Pr. Wilh ,'vabcr-ycibgeitcrn, 2. Pr Jean Kapeller-Leihgestern, 3. Pr. Gg Heuser-Steinberg, Lud. Scheuer Wieseck, PhZimmermann-Großen- Linden, Gunav --ckrader-Leihgestern, '.Martin Reitz-Großen-Linden, i.irl Weber-Dudenhofen, lobende Anerkennung: Heinr. Mehl»' Großen-Linden, Gustav Schrader-Leihgestern, Teucker Robheun (kau Kapeller-Leihgesteru, C. Prdukte: 2. Pr. Konr. Schmidt- Kinzenbach, 3. Pr. Ludw. Kreiling-Reiskirchen.
? Lang-Göns, 19. Äug. Auszeichnungen für 2ölahrige Dienstzeit bei der Fr ei will. Feuerwehr er- tueltcn vom Droßherzog die Mitglieder 1. Kommandant Karl Kd. Nern, 2. Komm. Anton Euler und 1. Obmann JohS. Hb. Spreß. Das Korps überreichte den Jiibilaren Geschenke und Ehrendiplome. — Dem Gärtner W e r n er - Neuhof wurden viele Ehrungen anläßlich seines 2bjährigen
BerufSjubil äuniS zu teil. Der Gesangverein Lieder, kranz, Leihgestern, brachte ihm ein Ständchen dar.
Kreis Büdingen.
H. Büdingen, 16. Aug. Gemeinderatssitzunq> Anwesend Bürgermeister Fendt, Beigeordneter Tatter, bie meinberäte Schulz, Treier, Audräe, Schäret, Klein, Ti enter, Wiic kind, Methsessel, Hinkel: als Vertreter des dürften Kamn'^ direktor Tr. Weimer, als Sachverständiger Krrissttanenmei'u, Straub. Ter untere Gebückweg ist durch die Herstellung der oberen Deae nach dem Psaffenwald verfahren unb bebaq dringcnb ber Znstaubfetzimq. Ter Bürgermeister legt etnat Kostenvoranschlag vor, ber die Pflasterung des Weges nut einem Kostenaufwand von 1530 Mark Vorsicht. Beig. Tatter mcti geltend, daß vor Pflasterung erst ein Rohrkanal zur Abnahme ber schmutzwässer aus den bereits am Bergabhang angebauten Billen eingelegt werden müsse. Es wird deshalb nur die Ausbesserung des Weges beschlossen. — Vom Kreisausschuß ist bie V erbtet terun j der Tiergartenstraße an ihrer Einmündung in die Gvmnc siumssttaße beschlossen worden. Tas hierzu nötige Gelände bei bie Stabt bent Kreis kosten- und lastenfrei zur Verfügung stellen. ES kommt hier nur herrschaftliches Gelände in Frage Tie Rentkammer stellt in entgegenkommender Weise das nötige Gelände frei zur Verfügung, spricht aber den Wunsch auS, daßv.-. der Hammerilraße aus der südlichen Seite auf dem Bankett Grbujä und gärtnerische Anlagen angelegt und ber Fußsteig auf ber noch, liehen Seite in einen gangbaren Zustanb gebracht wird. Brig. Totter empfiehlt Mosaikpflasterung Hiergegen roenbet sich Kam nterbireftor Tr. Weimer. Er empfiehlt Ausführung mit San.' stcinpsläster, dies paffe besser in den Charakter ber Straße und Umgebung, auch sei es billiger. Mit Rücksiäzt auf bas Entgegen kommen ber Rentkammer beschließt ber Gern einberat einstimmig bie Herstellung des Fußsteigs mit Sanbsteinpflaster vom Ober tot bis zum Rothamelschen Anwesen. — Um Herstellung bes Feit wcgs nachbcm Tobtenrain wirb von Grunbstücksanliegcrn gebeten. Ter Bürgermeister soll vorerst Kostenanschlag vorlegen. — lieber die Zulegung des Grabens in der unteren Bahn hofstraße, Anlage eines Bewässerungsgrabens und Kanal-Än läge zur Entwässerung der Hofreiten Jung und Thüring, ist vom Kreisstraßenmeister ein Projekt ausgearbeitet und Kostenvoranschta^ vorgelegt worden. Tic Anlage erfordert folgenden tiöftenaunponi Zulegen des Grabens mit den nötigen Anlagen 3500 Mk. Anlage des Bewässerungsgrabens 700 Mk., 'Einlage zur Entwässerung ber genannten Hofreiten 500 Mk. Bei Beratung des Projeds wird festgestellt, daß Rohre mit größeren Dimensionen nötiq werden, was weitere 300 Mk. beanspruche. Die Anlage wild genehmigt. Die Kosten find durch die bereits aufgenommene A». leihe bei ber Lanbeshypothekenbank gedeckt. — Eine Eingabe um Herstellung der Färbergas fe liegt vor Einzelne Gerne» ratdmitgliebern fordern, daß jetzt endlich mit der Borlaip: Gesuche Schluß gemacht werden müsse. Erst auf bie Mitteil des Sachverständigen daß der Wasserabfluß in ber genan Gasse burch bie Pslasterung der Schloßgasse gehemmt sei, entschließt man sich, die nötigen Ausbesserungsarbriten vomehmt zu lassen, nachdem Kostenvoranschlag vorgelegt ist. — Bei starb Niederschlägen nimmt der Kanal im St ein weg das Re wasser nicht alles aus und das Wasser bringt in die Keller ber a ftegenben Hofreiten. Die Bürgermeisterei wirb beaufttagt, rasche Abhilse bes Mißstandes zu sorgen. — Die Einfriedigung des städtifäzen Grunbstücks am I u n k e r n h of w e g ist bereits br fchlossen. Heute wird nur die Vergebung der Maurerarbeit cn Maurermeister Faßbinder genehmigt. Tie Vergebung i>cr übrig,a Arbeiten wird der Bürgermeisterei überlassen. — Gegen beit Verkauf von städtischem Gelände an die hiesigen Bewohner Christwn Schühler und Karl 3 edel hat Wilh. Schäfer Einspruch er hoben Es wird festgestellt, daß der Einspruch unbegründet ist und beharrt der Gemeinderat bei seinem früheren Beschlüsse. — Das Gesuch der Heinrich Knaf VII. Witwe um Ankauf ihres Wohnbauioi durch die Stadt wird abgelehnt. — Vom Kreisamt war nochma s die Vergrößerung der Wasserleitung bezw. eine Zu• sührung weiterer Quellen angeregt worden. Im Gemrinderat ist man einstimmig der Ansicht, daß die heutige Leitung vollste genüge und die Quelle Wasser im llebersluß liefere. Zu anftanben fei nur die maßlose Wasserverg^ udiing, die bei viel Bewohnern stattsinde. Fast einstimmig wird die Anschaffung Wassermessern empfohlen, auch wird die Wassereinsckzätzung, sie heute ftattfinbet, für durchaus ungenügend und ungerecht halten. Eine Kommission, bestehend aus Beig. Dotter, Gemeint Schäfer und Methsessel, Kammerbirektor Tr. Weimer und Krei»- straßenmeister Straub, soll weitere Erhebungen ani’tellen uns bem Gemeinderat Vorschläge machen — Ein Stück Fußsteig auf dem neuen Wetz soll noch Mosaikpflasterung erhalten. — (nn Gesuch des Christian Göckel um Pachtung des städtischen Basaltbruchs im Büdinger Staotwald, Tiftrift Steinrod- wird bis zum (Sintrcffen des Gutachtens von der Oberiörstern Bübingen zurückgestellt. — Tas Gesuch des Rentamtsassistentcr Füg wegen Bezug von Gemeiiibealimente wird der Bürgermeister,i zur Erledigung übertragen. — Eine Rechnung des Stvenglermeister-- Trehsen über Herstellung der Wasscrlcitungsanlage im Gasmeister wohnl-aus wirb zur Auszahlung genehmigt. — Ter beantragte!' Zwangserziehung über ein hiesiges l'üähriges Mäbchen >vnd zugestimmt. — Um das Ankleben von Plakaten an alle möglichen Straßen- und Häuserecken ju verhindern, wird das Anbringen üor. Plakattaseln beschlosfen. In Zukunft wird das Aukleber. von Plakaten durch bie Bürgermeisterei an eine Person vergeben unb es ist eine Gebühr an bie Stabt zu bezahlen Eine Ortssatzung bie jebes AnNeben an Häuser unb bie Ausstellung von Plakat tafeln auf Privatgrundstückoi verbietet, soll aufgestellt und dem Kreisamt zur Genehmigung vorgelegt werden.
fc. Bad Salzhausen, 18. Aug. DaS HauS bn Deutschen Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime 'st im Rohbau fertiggestellt. Im Frühjahre 1913 wird K dein Betriebe übergeben. Die Badcocrtvaltung wird der Gästen des Heims Kurtarebefreiung gewähren unb die Bäder werben zu mäßigen Preisen geliefert. 'JJlit dem Badearzt if: ein Abkommen getrosten, wonach den Gästen deS HeimS freie ärztliche Behandlung zuteil werden wirb.
+ Nidda, 18. Aug. Die Gravelottefeier gestaltete sich hier sehr eindrucksvoll. Um 10 Uhr fand Kirchenparade des Veteranen- und Kriegervereins Nidda sowie der Zttiegervercinc von Kohden und Unter-Schmitt, i statt. Unter den Kläirgen der Feuerwehrkapelle zogen bi< Vereine mit ihren Fahnen zur zfirche. An den Fest- gottesdienst, in dem die Kapelle den (^emeindegesang begleitete und Pfarrer Hermann in madiger Predigt ubn Psalm 126, 3 die Zuhörer in die schweren Zeiten unseres Vaterlandes im vorigen Jahrhundert zurückführte, schlos sich eine zweite Feier am ^rriegerdenkmal Ms Mir kämpfer bet Gravelotte schilderte Oberst Aetmer vor hier sehr anschaulich die Schlacht und richtete ernste Ratschläge besonders an die Juaerrd, damit nötigenfalls das deutsche Volk auch in Zukunst solck)e Wunder der Tapferkeit vollbringen könne. Er kegle einen Kranz zum Denkmal nieder und brachte auf Kaiser und (Hrostherzog ein drei- faches Hurra aus Nachdem noch der Vorsitzende des Vet.- ranenverbands, Gerichtsvollzieher i. P. V c tz b e r g e r hier einen Kranz unter entfpreck>cnben O3ebciihuortcn für bt< in Frankreich ruhenden Kameraden niedcrgelcgt hatte spielte die Musik noch einige Konzertstücke vor dem T-enkma. und auf dem Marktplatze. Tann begannen die Verhand hingen des Beteranenverbands, die durch ein gemeinsam«^ Essen in der Krone ihren Abschluß fanden. Die allgemeine Feier begann nachmittags 4 Uhr in Krafts irrten, roorir die Feuerwehrkapelle konzertierte. Zur Ehrung des Tagec und der Veteranen wurde noch manche paffende Ansprache aehalten. Ein Tanzvergnügen in Krafts -Saalbau beendete die sehr gut befugte Feier.
irt» t-9|c L'L-
1(8
Sari «MbH 5ssl
/-.rSaBenrob, "■
r. Ulrichs^i"/ gtftetn nacht mit
’, hych am Sopst.
^ad-Nauheii j «t.jrksausst Fneben vom bieiri •l. m her Turnhalle t Sanier er
M Landivift ielJt ter ein erfreu UÄ KjisMen Bezirk citlidte man lehr uLmcl Äst der Au- Bx Shrenpre u a.vom£anbn E >: ?de-.
itonci Tas Pretsm ' mrWgel'unb
intn aus der Fülle I Es erhicll ife der Landwi sch Aletter, Loun W-Oi'theim; Ehr LchcN-Bad-Nanh' jhlN'öad-Nauhkim m K|[ng Tauben : ta Ludwig-Bad-Nm nffurt a. M.;
3n bn Wleilui und L. Genzel-B r Breis Ehr.
sichel). In de G Müller II., Ivetthold, Fr. Mett t eiftc Preise: 6 im: einen Ehn aikvoll ausgestellt
Flügel und Kat ausgätetlt Die mtogäittn.-' JDcrabtt b. Fs. bei ö bem Turnverein 1 anders angenehmen chk betrat, ober \ lümint-r der im ver Juli niebngebiai stlie.Broduktc in JtrüBt, daß die Bi innen abtragen und w. Aad-Aau Inn, der Direktor rl des Kurorchester *r. Norwegen das >'ftns. Prof. Wi »aiagskonzert zwei < [■'’ Komponisten Bo, !' ^enStag abend (in8 Rhaue, einen M dem Reich des l L,aIb- der älteste
,;et3,a9 einen Lic halten.
L duhbach- 17
Er9, °«fr "nmaligi T,V. « 1912 iL ili J i|L ^rwärlerjn je ♦’mi-SL," "lcht be Ir-'Ä
Quf lei, ^»nehL9?^1' Wei i z.-L-der Mrhn "e Ter
’ ;.l°" °°r, der B i einuerft
,11 eS grenze des
. I iub
h in L'wastljche I ), fahren 2 <
mi, .^'cnb, l», ! rn Ulrichen
I
20 $
- 3 brn M'gf, ä*


