Ausgabe 
9.10.1912 Erstes Blatt
 
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== Frankfurt, 8. Lkt. Ter schönste Erfolg des Fahre? 1912 ist für den Zoologischen Garten d,e am SamStog früh 6 Ubr erfolgte Geburt eines reizenden Ze bra. Fohlens, des Erstling? der Chapmann-Zebrastute ^chon eine Viertelstunde nach der Geburt sprang da? Fohlen munter um die Mutter herum und sprach seiner Nahrung tüchtig zu. TaS Muttertier ist bei bestem Wohlsein geblieben, kelne Für­sorge für den niedlichen Spröhling ist aufopfernd. Alle Zebraarten werden äußerst spät, meist erst im 6. oder 7. Jahre, fortpflanzungsfähig. Tie Tragzeit ist sehr lang, sie dauert 11 13 Monate, dafür kommen die Jungen relativ recht groß und selbständig zur Welt.

Fußweg bat eine Breite von ca. 1 Meter. Bei dem lebhaften Verkehr ist ein Ausweichen nur auf bte ötraßc mögluf), wenn man es nicht naniebt, überhaupt aus der Landstraße zu mar- schieren, frier läuft man aber Gefahr, von daherrcuenden Autos überfahren zu werden. Man muß sich doch hier fragen, und diese unhaltbaren Zustände her maßgebenden -stelle umcrer Stadt­verwaltung nicht bekannt, geht bte Ve rn acht a sst g ung der Frankfurter Straße beim so wett, dan man stch über­haupt nicht mehr um sie kümmert? Soll erst ein Unglück geschehen, bis Abhilfe geschaffen wird?? Tie Geiahr des UebenaHren- tperbend wird dadurch noch erhöht, bah man btc(roi'*Qnr'rttTi Straße in ihrer ganzen Länge bet bietetn trockenen Zetter über­haupt nicht sprengt, so daß man zeltwetse vor otaub, den Mc Autos verursachen, nicht über die slratze sehen kann. Ler gan^e Atiloverkchr von unb nach auswärts geht über genannte Straße unb es passieren zu Zeiten 200 Autos und.mehr an einem Tage diese Strecke, froffentlid) wird es nun bener werden und man wirb sich auch ein klein wenig der Anwohner der Frankfurter Straße erinnern, bte alljährlich nicht unbeträchtliche mummen in Form von Steuern dem Stadtsäckel zufließcn lassen.

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Schutz vor Erkältungen Wir lesen im Natur- ard Sei einem Vortrage in London erwähnte Tr. Roß als Schutz' vor Erkältungen: Geioöhnung an,irische Lmt vor allem mi Luftbäder), häufiges Deffnen der Fenster . Durchzug machen), mäßig kühle Tetnperatur in der Wohnung unb vor. allem keine ängstliche Berhüllnng von Nacken und frals.Tie Leute be-

J.. Aff, Mfer baß sie sich bte Brust warm verpackett und dm Rücken zwstchen den Sdmlterblättern nicht genügend aeatm bie Kälte schützen Niemand wird sich erkalten,, der leinen StoTöoin nicht zuknöpft: die meisten Erkältungeti entstehen durch den manadhaften Schutz des Rückens. Ter Mensch mag nur Die <\atm beobachten und ihr folgen. Bei allen teren findet man als Scknttz des Rückens eme besonders dichte üppige Fel entwicktlMg, wahrend an allen anderen Körperteilen das Fell leichter und dünner wird. Um ein Pferd gegen Erkaltung zu schiitzeu, geiiügt die Bedeckung des Rückens. Die Frauen, die Schals tragen und sie an der Brust übereinander zu legen vilegen, sollten c - lieber umgekehrt machen unb ben -sckwl boppelt über ben Rücken legen, um vor allem ben Rucken zwischen den schul terblältern zu fmützen."

* N i n f a ft c n und Katzen. In denZüricher Blättern jur Tierschitz" beachtet ein Leser: Statt ine.Nistkasten auf einem Baum anzubringen, verwenoe ich eme Epenstange taltes Gasrohr van 1 -6 Meter idnge, an deren einem Ende ich das Kastdtcn mit starkem"Trabt befestige. Tic Stange wird dann derart aus- gestellt, daß der Nistkasten in das Bereich des schwanken Gezweiges

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(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen, 9. Oft

Wer in diesen schonen frerbfttageii einen Spaziergang über Klein-Linden nach dem bcrrlidKn Bergwerksivald macht ober wer in Klem-Linden gesdpstlich zu tun hat, kann wirklich froh sein, wenn er mit heilen Knocl-en wieder "bei den Seinen eintrirft Nod) im Sommer dieses Ialires gab es auf der Frank futter Straße, zwischen Veterinärklinik und Klein-Linden zwei Fußgängersteige, nickst gerade sckwn und bequem, aber gangbar. Ter linke ircquentierterc Fußsteig imirbc nun vor län­gerer Zeit in seiner ganzen Länge aufgerissen und ein Postkabel verlegt Der nun glaubte, daß der im letzten Winter, also vor etwa' 31 Jahr, von der Stadtverordnetenversammlung einmütig gefaßte Beschluß, die linke Seite der Frankfurter strafte .mit einem anständigen, dem Verkehr entsprechenden Fußwege $u ver sehen, zur Ausführung kommen werde, hat sich gründlich ge­irrt Ter Kabelgraben ist notdürftig zugeschüttet worden und der Weg selbst bei trockenem Wetter unpassierbar, auch dann nicht, wenn die Baumaterialien eines Neubaues, die nod) dazu in Frontlänge den Fußsteig sperren, entfernt würden. Ter rechte

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Giessen, am 22. September 1912. D»/e

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Der von Kassel abgelasseue Eilgütcrzug entgleiste ver- gangene Nacht bei der Station Bleicherode im Harz. Vier Waggons wurden zcrtrmmert mehrerePersonen leicht verletzt. , . _

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Aus London wird geschrieben: Bei einem tycuer in City-Read, das in der Werkstatt eines Theaterschnei ders ausbrach, verbrannten zwei Frauen und ein kleines K i n d.

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