Ausgabe 
10.2.1912 Drittes Blatt
 
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Drittes Blatt

ITr. 55

152. Jahrgang

schein! fielt* mit Ausnahme bti Soma ag».

S Mainz eingeschlossen.

der Wohn- und Wirtschaftsgebäude in her Sttlbcrfcr Bauweise angcvaßl Bon der einstmals vorgeschlaaenen Anncdluna am sog Laudenberg, die besonders für die Bewohner von Bring Hausen, die dorr etwa 5üt) Morgen Gelände besitzen, in Betracht käme, hört man nichts mehr.

Siefttfjentr Lamiltendlätter- roerten dem Anzeiger' viermal wöchentlich betgrlegt. da» 'xrtisblatl für den Kreis Kletzen' zweimal wöchentlich. Dieraubwtrtfchoftllche, &dt» fragen erscheinen monatlrch froeimoL

Samstag, 10. Zedruar 19(2

Äotanonfbrud and OnAag der Br0blichen Unteerfttätl - B.ich- and StembrudestL 9L Lange. G'etzen.

Univerfttätr-Nachrrehten.

Ten Bergakademien Berlin und ClauSta» wurde das Recht verliehen, aus Grund der Diplomprüfung den Grad eines Diplomingenieurs zu erteilen.

Handel.

" Postfcheckverkchr. Im Reichspostgebiet ist die Zahl der Kontoinhabee tm Postscheckverkehr Ende Januar 1912 aus 64 062 gestiegen. (Zugang im Januar allein ISIS). Aul bieku Postscheckkonten wurden im Januar geblicht 1195 Millionen Ml. Gutschristen und 1215 Millionen Mk. Lastschriilen. Das Gesamt guthaben der Kontoinhaber betrug int Januar durchschnittlich 137 "Millionen Mk. Im Verkehr der Neichsposlscheckümtcr mit dem Postsparkasiciiamt in Wien, der Postsparkasse in Budapen, der luremburg'schen, der belgischen Postverivallintg und den schweizeri­schen PostscheckburealiS wurden säst 5,9 Millionen Mk. mngcsctzt und zwar auf 2620 Uebertragunyen in der Richtung nach und an' 11 3bU Uebcrtragungelt m der Richtung aus dem AuSlande.

willige Leistungen für kirchliche Zwecke: Kirchenopfer, so­weit sie nicht für die Armen beftimmt sind 36020 Mk, Ge den und Stiftungen für die Kirchen und die Pfarreien 99 011 Ml. ui reiche Vereine zur Hebung des öffentlichen Gottesdienstes 39583 Ml., Kirchliche Vereine zur För­derung des Gemeindelebens 67 400 Mk., Außergcwöhn ltd)C Posten 1 l 229 Mk., zusammen 256 243 Mk. Gesamt­summe aller Liebesgaben: 826601 Mk

Aus Stadt und Land.

Gienen. 10. Februar 1912.

** Durch Entschließung des Ministeriums des Innern ist dein Registrator bet der Landesvernckerungo anstalt Großh. idesfen Hch. Toll zu Tarmstadt die Oknebmt gung erteilt worben, die dienstliche Benennung ..Sekretär" zu führen. Ebenso ist dein Kaitzleivorsteher bei der Landesveruche ruttgsanstalt Großh Hessen Friedr. Trapp zu Darmstadt die (Genehmigung erteilt worden, die dienstliche BenennungKanzlet Inspektor" zu führen.

** 2 rnAkaderni s ch e >t B i s m a r ck b u >i d" sprach gestern abend Dor besetztem Saale Dr. Kirsch, ein früherer katholischer Geistlicher, der sich weigerte, den Modernisteneid zu leisten, über das ThemaWarum unsere K a in p f c s st e l l u n g gegen den U l t r a m o n t a n i s m u s?" Der Redner betonte vor allem.

Spielplan des Gießener Stadttheaters.

Direktion: Hermann Steingoetter.

Sonntag, den 11. Februar, nachmittags 3', Uhr, bei fletmn Preisen (unter Mitwirkung der Kapelle des biefigen Jnfanterie-Rcgt. inents): Zum letzten Male:Politische Wirtschaft/ Ende nach 6 Uhr. Abends 7/, Uhr, bet kleinen Preisen:Tie Hochzeit von Valent/ Ende 10/4 Uhr. TienStaa, den 13. Februar, abends 8 Uhr (16. Dienstags-Abonnements-Vorstellung): .Julius (Sofar." Schauspiel in fünf Akten von William Shakespeare. Ende gegen 11 Uhr. Mittwoch, den 14. Februar, abends 7 Uhr (17. Mitt­wochs - Abonnement - Vorstellung): .Es lebe das Leben/ Ende gegen 9'/. Uhr. Freitag, den 16. Februar, abends 8 Uhr (atmet Abonnement): Einmaliges Gastspiel von Dr. Ernst v. Poff art: Nathan der Weise/ Em drantatischeS Gedicht in 5 Aufzugen von Gotth. Ephr. LeMug Ende gegen 11 Uhr. Sonntag, den 18. Februar, nachmittags 3^llhr, bei kleinen Preisen (unter M» Wirkung der Kapelle des ljiefigeii Infanterie-Regiments): Zum lebten Male:Bummelstudenten/ Ende nach 6 Uhr. Abends 7>/., Uhr, bei gewöhtiltchen Preisen: .Julius Eäsar/ Ende gegen IO'/, Uhr.

le «lanzreictk } für Blusen u. ler- solide Qua- 120 cm breit.

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Äebaftton Expedition und Druckerei: SchiK- strotze 7. (fcrpeöition und Vertag: 5L

Rd>aniorce*6112. Tel.-Adr^ Anzeiger Sietzen,

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das; der Kamps nicht dem Katholizismus sondern deut Ultramonta nismus gelle. Am Anfänge unserer Zeitrechnung pilgerten ohne den geringsten Zehrpfennig, die nackten ?rüf$e in Sandalen, die Apostel nach Jerusalem. Auch nicht Petrus, sondern Jakobus führte dort die Versammlung. Genau 1800 Jahre später ver sammelten sich die goldstrotzendcn Bischöfe um den mit der drei­fachen Krone geschmückten NachfolgerPetri". Wie sich die feiten i seither geändert haben, zeigte des Vortragenden Lehrer, ivran; laber Kraus in Freiburg, indem er ungefähr folgende fünf Leit sape oiifftellie: lUtranwnian ist: i Wer den Begriff der Kirche über den der Religion setzt. 2. Wer dett Papst mit der Kircktc ver wechselt. :>. Wer da glaubt, das Reich Gottes sei von der Welt. 1. Wer da glaubt, religiöse Ueberzeuguna könne durch materielle Gewalt erzwungen werden. '> 23ei die Ucvcrzengung einer fremden Gewalt opfert Mehrere Jahre früher habe der uitbi rchen- rechtslehrer Leopold Schmidt in Gienen ungefähr dasselbe gesagt Er wurde später zum Bischof von Mainz gewählt, aber nicht be {tätigt, weil es die Jesuiten verhindert hatten. Der Kamm must sich gegen die Universalherrschasi des römischen Papstes über Klerus und Laien richten, beim der römisch kirchliche Msolutis^ istUS ist nicht mehr mitvon Gottes Gnaden" zusrieden, soiidern die Menschheit soll glauben an ein inneres Leven Gottes im Papst. A lles Geschaffene solle dem Papst untertan sein. Diese systematische Knechtung sei am 18. Juli 1870 durch die Unfehlbar = leitserklärung vollendet worden. Während der^päpstliche Absolutis­mus gefestigt wurde, ging mit dein weltlichen Staat die umgekehrte Entwicklung vor sich. Es sei so weit gekommen, das; der Papst erflären durfte, die weltliche Gewalt hat ihren Ursprung nicht in Gott, sondern im Teufel Wenn jemand im Mittelalter im Un­gehorsam gegen die kirchliche Autorität verharrte, wurde er nicht nur atlsgewiesen, sondern einem schimpflichen Tode preisgegeben und seine Güier wurden von der Kirche eistgezogen. In der alten Kirche ruhte die Verfassung aus der Gemeinde. Die Presbhter wählten den Vorsteher, der ohne die Gemeinde nichts unternehmen konnte. Die alte .Kirche kannte auch keine Kurie. Diese entstand

i erst, als der Papst begann, den Hof der byzantinischen Kaiser nach' znahmeil. Durch Erdichtungen, wie die pseudoisidorischen Dekre- talen, habe sich das Papsttum zu seiner jetzigen Macht empor- geschwungen. Es tarn so weit, dah das Wort geprägt werden konnte, wenn auch der Papst schlecht sei, das; er unzählige Volker mit sich in die Hölle reiste, könne er doch nicht gerichtet werden. Wenn der Papst irren würde und Sünden vorschriebe und Tugen­den verhindere, so müsse man ihm doch folgen. Mehrere Politiker sahen das Nachteilige dieser Worte wohl ein und erklärten sic für einzelne Entgleisungen. Mer trotzdem wurden diese Grundsätze bis ;unt heutigen Tag in Rom befolgt. Dieser Zustand der Kirche muhte die Reformation auslösen, worauf man sich in Rom besann und einige Zugeständnisse machte, die aber bald wieder zu Fall famen, da man den Deutschen nicht zu viel Zugeständnisse nuicken dürste, sonst würden sie noch übermütiger und trotziger. In den Sefuitcn entstand dem Papst eine Truppe, die bereit war, ihm alle mittelalterliche Macht wieder zu idmffen. So konnte Pius IX. sagen: Ich bin trotz meiner Unwürdigkeit der Nachfolger der Apostel: ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Jrn neuesten Motuproprio von 1911 nimmt man bei der Verteidigung Bezug auf die militärischen Ehrgerichte, bis man die Dumm hei einsieht, und mstematisckwGlattbügler" herausschnüffeln, da dieses für Deutschland gar keine Geltung habe Da die Freiheit des Ehristenrnenschen nicht gekürzt werden solle und der Staat der Bruder der Kirche, nicht ihr Knecht sein solle, sei der Uktra- montanismus zu bekämpfen. Mit grobem Beifall wurde der Vortrag, an den sich eine kurze "Aussprache schloß, ausgenommen.

** Allgemeine Karneval feier. Das Präsidium des Bundes der Kamevalvereine Deutschlands teilt uns fönendes mit Bei der am 25. Januar d. I. abgehaltenen 1. Damen- sitzung und 361 Kappen und Lieder verkauft worden, der sich hieraus ergebende Reingeivinn ist für die Unterstützungsvereine ber drei großen Religionsgemeinschaften bestimmt: die am 5. d. M. abgehobene 2. Sitzung zeitigte einen Kappen- und Licderverkauf von 502 Stück, auch der Reingewinn hieraus ist denselben Zwecken bestimmt und wird heute in gleichen Teilen den bett. Vereinen überwiesen mit der Maßgabe am Fastnacht-Sonntag sogen, öcr- sxj'ömte Arme damit zu bedenken. .Hiermit schließt die Tätigkeit des Bundes am hiesigen Platze ab, die zufolge Gründung eines Karnevalvereins von Erfolg gewesen ist.

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Kalidüngung auf schwerem Boden. Wahrend aut leid!cm Sandboden eine Düngung mit Kaliial^n unter Taft allen Umständen angebracht und rentabel ist, will man aut Ishwevem Boden von einer Kalidüngung häufig noch nichts wisten, licherllch oftmals zum großen Nachteil der Landwirte Klbft. xie. Mäh düngung hat sich in den letzten Jahren gcraik auT stüchen schweren Böden immer mehr Eingang verschafft,, wo man ne, früher für nicht nötig hielt. Das ist aber der beste Beweis tumr, datz mc Kalidüngung auf schwerem Boden doch nicht io uberrluilig tlt, wie nodi viele Landwirte glauben. Gerade im letzt ml rock enen eommec Conirte man beobachten, daß die Früchte aus ichwerem Baden, der eine Kalidüngung erhalten hatte, viel besser standen, als aur nicht mit Kali gedüngten Feldern. Tritt aber eine äugen,cheui liehe Wirkung hervor, dann rentiert sich ine bcklrge^K'altdimgung immer sehr gut. Durch die jahrelange inteniwe -Unrgung mit Stidftoff und Phosphorsäure nnb viele schwere Bodm fanguivTri^ gcworten, darum ist die Kalidüngung aut schweremöobcn aurt) heute anders zu beurteilen als vor IQ£0 Jcchrcn, (!> h

reffen in 1349 Fällen zwischen Evangelischen und- Psch-Katholischen und in 70 Fallen zwischen Evangelischen mD anderen. Bon den gemischten Ehen haben 48,9 Pro ent die evangelische Trauung erhalten, nämlich 659 von &9, das sind gegen das Vorjahr 0,1 Prozent weniger, kc Rest mit 690 umfaßt die Eheschließungen, bei denen lie katholische Trauung stattfand, sowie die, bei denen die irchliche Trauung gan; unterblieb. Von 637 evangelischen Raimcni, die in gemischte Ehen mit Römisch-Katholischen laten, haben sich 306 dazu verstanden, die katholische Trau nig anzunehmen oder ober auf die kirchliche Trauung sktzichtet; darunter in Starkenburg 130 von 292, in Ober kiien 18 von 56 und in Rheinhessen 158 von 289. Ihnen

Gießener DMer

Eeneral-Anzeiger für Gderhefien

Hämorrhoiden

auch goldene 2ldcr genannt werden verursacht durch Störung der Vebcc und des Darmes, iveckell durch hartnackige Verstopfung und durch Genuß von viel scharfgewürzten Speisen und vielen Smri tU°fan Tr! Itäcnctei 2cc besitzen wir ein wirklich probates Mute diesen lästigen .'.ustand zu beseitigen. Man^trilikt teden Abend ooi dem Schlafengehen eine Taste von diesem -cee unö bie Wirkung tu überraschend. Preis Mk. 1.50, in Avoiheken erhältlich, wo nicht vor tätig tuende man nch an die ^crromangantngeicllfchaft, -»ron yriuzenstranc 55, Frankfurt a M.D 1

Hessen-Nassau.

♦♦ Von b/r Edertal sperr e, 8. Febr. Tie Arbeiten zur Fertigstellung der großen Sperrmauer bei H e m r u r t h , die feit Mitte Dezember wegen der unbeständigen '-Bitterung cingcftclU werben mußten, dürften jetzt wieder aufgeiwmmcn wer- tx-n ^ie Arbeiter wurden nämlich die ganze Zcft über, »owcit Fe nicht bei den Erarbeiten zur Anlage des neuen Staubeckens bei Affoldern nötig waren, in den Stcinbrüdjen bei ber >^perr= mauer beschäftigt, die vorzügliche Grauwacken liefern. Aus diesem Grunde fehlt es nickt an Baumaterial, um die Sperrmauer, von deren rund 285 000 Mubihneter Mauerwerk etwa cm Drittel fprtiaaeftcllt ist, bis zum Herbst 1913 vollenden zu können. -Lae hennt« enoälmtc Staubecken bei Affoldern soll dazu Menen, bas Wasser aufzunehmen, das bei der elektrischen Zentrale der Sperr­mauer verbraucht wirb. Em großer der Einwohner, der aaiu ober teilweise dem Untergang geweihten Lrtichattcn Benck, Brinahansen, Asel und Herzhausen ist bereits abgezogen und mcle Säufer entbehren schon ihrer Bewohner. In .tzerzhamen, das nur tciliveife in Mitleidemchast gezogen wird ,ollen am lo. ,vrbr. c'rf(hiebenc neuerdings vom Grunberwerbskoinminar des Tal- perrebaues cnoorbcnc Gehöfte aus Abbruch verkauit werden, ^m neuen Dorf Reu-Berich, in bcm. cm Teck der twn der e^olle Vertriebenen eine neue Heimat ftnden soll, hernckte rege Bau- täriafeit Die Wohngebäude finb zum großen Teck fertig wenig­st unter Dach und Fach. ^cu-Benck wird als Eanbige Gemeinde eine eigene Schule und Kirche erhalten, ine Architektur

Vermiete».

kl. Das Opfer der Fran. W war in einem Dörfchen in Westsrankreich. Ter Marltlag hatte allen reiche Ernte gebracht und so fast denn am Abend die ganze Gesellfchast friedlich um den Bier- oder belfer Weintisch. Zum Zcitvcilreib fpiclten der $>16- chniicd und der Tischler eine Partie Piquet: um die Sache intet- eijont zu machen, spielte man um Geld. Und so kam es denn, daß 0er Tischler seinen ganzen Verdienst bis ans den letzten Son ver- lor. Aber er beugte sich dem Schicksal nickst: er hosste vielmehr, öaö auch ihm die Glücksgöttin lächeln wurde, und kur; entschlosjen bot er seinen schönen, prächtigen Schnurrbart, beiläufig gesagt der Stolz seiner Ehefrau, als Einsatz an. Aber o Graus! Auch c, teilte das Schicksal der vielen SouS, die schon auü der Tasche unseres lieben Tischlers in die deS vom Glück be stmstigten Huf. schnueds gewandert waren. Ter Tischler war cm Mann von (Stnc: er hielt sein Wort, und so forderte er denn seinen Partner auf, das zu nehmen, was ihm ziiftande. Der Hufschmied schärfte das Rasiermesser und wollte gerade zum größten Leide des Pech vogels beginnen, ihn seiner Zierde zu berauben, als die Fran Tisch­lerin wie eine Furie in das Lokal stürzte,ffiaß! Sie wollen meinem Alanne den Schnurrbart abschneiden? Niemals, so lange ich lebe! Lieber will ich meinen Zopf op'ern", rief sie ans. Ter glückliche Gewinner war einen'Augenblick verdm-t, dann aber »al)in er daü Angebot lächelnd an. TieOperation" fand statt. Man hatte eine Lösung gefunden. Ter Schnurrbart war durch den Edel­mut der Frau Tischlerin gerettet.

tubirger ppeleien Einsätze, Dreie-J Tabletts. Tid lecken, Tascbd ickerei aufScLä len empfiehlt A Schmiü slustgärtchen i rd. bill. abgegiy

lit htsflsche epangelische Lanvertirche im Zahrc 1910.

Ende des Jahres 1910 standen von der evangelischei Dran des kirche getrennt 1022 Alllutheraner, 315 Dar Mrstten und Baptisten, 84 Methodisten, 1857 anderer Sekten jfino 3168 Freiprotestanten Zur evangelischen Landes ' I.rche sind übergetreten inr ganzen 218 Personen, davon ron der römisch-katholischen .ttirche aus Starkenburg 65, kberhesscn 14 und Rheinhessen 117, .zusammen 196; von sonstigen Gemeinschaften (Freiprotestanten, Deutsch-Kalho hfm, Freireligiösen, Mennoniten ujw i aus Starkenburg 1, Cterhcffcn 2 und Rheinhessen 11, zusammen 17. - Bon den Juden aus Starkenburg 1, Ober- Hessen 1 und Rheinhessen 3, zusammen 5. Dagegen , sind, soweit dies sestgestelit werden konnte, aus der Landes« hrche im ganzen 178 Personen ausgetreten; davon uir römisch-katholischen Kirche 20, zu sonstigen Gemein L (haften (Freiprotestantcn, Deutsch-Katholiken, Freireli^ reifen, Neuapostolische Gemeinde, Christliche Gemeinschaft, < töventisten, Darbysten, Baptisten usw.) 92, zu den Juden 0, ohne Ucbertritt traten aus 66 Personen Von 5500 rein evangelischen Ehen, die geschlossen wurden, sind L 138 (2,5 Prozent) ohne kirchliche Trauung geblieben. Die ; »eisten Ausfälle zeigen die Dekanate Offenbach, Darmstadt H ind Gießen Tie gemischten Eheschließungen be'

(Dcriditsiaal.

X c ch l ü ch t e r u, ii. Febr. Im April vor. J-. suchte der 39 Jahre alte Arbeiter Job. Ehrt ft aus Frankfurt a M., bei m Wäschcanikeln reifte, ein bei Sckstüchtern errichtet s Barackcnlagei auf. Auf dem Wege zu der Bebausimg eines Vorarbeiters tu; ei fich an einem Stacheldrahtzaun ein Lock in den Neber;,eher, v i iiellte nck nun ber allein in, Hanfe weilenden Frau mit den W. fer vor:jdj bin Kriminalbeamter in Schlüchtern und «ordere c.- auf, den Stachelbrahnauii zu entfernen, ividiigcnialls ^ic m ci :e is\elbftra«c von 130 W. geiiommen werden/ Ter Vorarbeiter leg c den Zaun nieder, fetzte aber gleickzeilig auch den Gendarmen in Keniums, der den falfchen Rrimmnlr eu entlarvte und anzeigte. Tie Strafkammer in Hanau verurteilte ihn zu einem llonnt Gefängnis.

ii. mit*1" ! Preislagen ng rchneidü dsraUV-H dncil'^.'.

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lieben von 712 evangelischen Frauen, die in Mischehen mit Ukomisch-Katholischen traten, 328 gegenüber, die evangelisch Ktraut worden sind. Bei den Eheschließungen mit An- kren gehören die nicht evangelischen Eyeteile den Frei

: »roteftanten, Deutsch und Altkatholiken, Freireligiösen, pRennoniteii usw. oder den Juden an. In 29 Fällen war ||bcr Mann, hi 41 Fällen die Frau evangelisch Vyn 4027

»Indern aus Mischehen mit Römisch-Katholischen haben im mehr als die Hälfte die evangelische Taufe erhal- nämlich 2246 von 4027 im ganzen, darunter 1219 von evangelischen Vätern (unter 1974 im ganzen), 1027 von ^evangelischen Müttern (unter 2053 im ganzen); mithin hoben sich 755 evangelische Männer dazu verstanden, ent !,Lieber ihre Kinder der katholischen Kirche zu überlnlsen ,, aber aber die Taufe unterblieb ganz. Von den 178 gehöre etn Kindern aus Mischehen mit Anderen als Gjfct>.Katholischen (Freiprotestanten, Deutsch- und Altkatho Men, evangelischen Sektierern, Juden usw.) wurden 99 Mangelisch getauft und zwar 53 Kinder, bei denen der Va- frr und 46 Kinder, bei denen die Mutter evangelisch war Ion 1623 unehelich Geborenen (von evangelischen Müttern) int> 1517 evangelisch getauft. Taufverweigerungen

»men 8 Fälle vor, und zwar je 2 Fälle in den Dekanaten Hwtz-Gerau und Worms, je 1 Fall in den Dekanaten Offen- kch. Gießen. Rodheim und Oppenheim. Ungetauft tzurden in den evangelischen Religionsunterricht der Schule >oii evangelischen Eltern ausgenommen je 1 )Hnb in den Dekanaten Groß-Gerau, Groß-Umstadt und Gießen, aus

, »ncr Mischehe 1 Kind im Dekanat Zwingenberg. Von den «722 K onfirmierten stammten 14 935 aus rein evan- Wischen Ehen, 1274 aus Mischehen mit Römisch-Katho- Wchen, 71 aus Mischehen mit Anderen, und 442 waren Mitz'helich Geborene. K o n f i r m a t i o n s e n t z i e h - Mn gen, Fälle, in denen sich der evangelische Vater wei 'Wate, sein Kind konfirmieren zu lassen, gelangten 9 zur Machweisuna, 5 im Dekanat Offenbach, 2 int Dekanat Schot ikn und je 1 in den Dekanaten Eberstadt und Großcklm Wdt Der Gesamtzahl von 111!88 g e st o r b e n e n E v a n lltlifdien stehen 10511 kirchliche Beerdigungen und Kin Wi'Einsequngen gegenüber: 1033 Kinder sind nack) .'der Wonnen ohne Mitwirkung des Geistlichen beerdigt worden, ihi den kirchlichen Beerdigungen sind 51 Feuerbestattungen j I r Krematorium zu Offenbach und 126 im Krematorium

Neber die ev a n g elis ch-ch r tstlt ch e L t eb es t a- 1 gleit, soweit sie pfarramtlich festgestellt werden konnte, »irden besondere Erhebungen angestellt, tue folgendes er- Itbcit: a) Milde Gaben aus den Gemeinden an Vereine rrd Anstalten evangelisch-ck>ristlicher Liebestätig kett:

t-ußere Mission einschl. Judenmission (mis)chl. Epiphanias, liehe (62 375 Mark Innere Mission (ausschl. .August- fikollekte) 55 267 Mark, Gustav 2ldolf-Verein (auS)chl. Rc^ iTmationSkollekte) 39302 Mk., Evangelischer Bund und »mgelische Bewegung in Oesterreich 28 0/4 Mk., Elisa ^chmstift 14 469 Mk., Diakonie-Vcrnn 12451 Mk , Kran hpfleqcftotion 136 212 Mk, Anstalten deS Dekanats (Kram tnpflege, Erziehungsverein) 6514 Mk., Besotchere^ mild- ingc Anstalten uni) Vereine in der Pfarrei o9 333 Mk., 1 »onstige diriftlidK Vereine und Unternehmungen 12 Ido . Bark, Für besondere Notstände 5131 Mk., zuiammen 431 .96 iart. b) Allgemein erhobene Kirchenkollekten ausschließ-' if) Neujahrskollekte: Epiphaniaskollekte (Aeinzerc '.t ti Im) 6933 Mk., Palmaruskollette (bedürftige Diaspora-Ge- Iftndcn deS Inlandes) 4955 Mk, Ausländisch iiafporc t'36 Mk., Pfingsten (Lntherstiftuyg) 4O;36 Mk., Augu|t;est ; bstektc (Innere" Mission) 4305 Mk., .Krüppelheim 4988 Mk., thormationsfestkollekte (Gustav-Adolf-Verein) 4914 Mk, ix eine bedürftige hessische Gemeinde (.^elpersheim^ 4194 Kirrt, Kaiser-Wilhelm-Stiftung (Sedanfestkollekte' 14/3 Mk., die evangelischen Genieinden in Oesterreich 431o .

^'«ammen 44 339 Mk. c'' Opfer und Gaben für die L_rts NeujahrSkollekte 3020 Mk., Büchsengelder 22

Kcnrf, Sonstige kirchliche Kollekten (MventSkvllelte, Abend- pachlspfennige usw.) 3025 Mk., Freiwillige Gabeii 34 198 Korf, Kirchenopser, soweit sie für die Armen bestimmt finit 31722 Wk., zusammen 91723 Ml, d) Sonstige frei-