Zweiter Blatt
Nr. 150
162. Jahrgang
Giehener Anzeiger
Erscheint täglich mit Ausnahme bei Sonntag«.
General-Anzeiger für Oberheffen
Die „»ietzener FomtliendlStter" werben dem .Anzeiger^ Biennal wöchentlich beiqelegt. bat „Kretiblatl für den Kreis riehen" zweimal wöchentlich. Die „randtoirtfchasllichen Seit- frage»" erscheinen monatlich zweimal.
Redaktion, Expedition unb Trucferti: «schul« (trage 7. Erpedttion unb Vertag: e-miöl. Rebattion.^M» 118. Lel.-Sibr.: Ai^eigerGießern
Mittwoch, 5. Juni <9(2
Rotationsdruck unb Verlag bet Brüdl ichen UnioerlUätS - Buch- unb ©icinbrurfeteu R. Lange, (Biegen.
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Seltersweg 12. Tel. 2K
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VonelSbergcr, lägl. irisch, v.W.14KPsg.
Weft aus anderen Vasen Hinüberfamen. Dabei soll die Bedeutung Hamburgs und Bremens sür den Auswanderervcrtehr int Rückgänge [ begriffen sein. Im Jahre 1901 gingen über Hamburg und U lgrenien 45,2 Pro-, des gesamten über dre iwedenroparschcu .Häsen
gort Monroe, 4. Juni -tontreadmrral v. Rc- sbeur-Paschwitz unb sein Lffizierstab wurden als Gäste des Kommandanten dos Ariillciic-Drstrilts in die Festung p Monroe geladen, wo sie offiziell im Namen der amerika- . Nischen Armee begrüßt wurden. Zwei Bataillone exer- £ zierten zu Ehren des deutschen Montrcabiniralt, der die Larade iibnahm. .uontreadmiral Winstow gab zu Ehren her Gäste ein Frühstück auf der „Louisiana". Die deutschen und Linerikanlschen Mannschajten befreundeten srch
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rasch.
Die Neuyorker Blätter widmen dem deutschen Äesuchsgeschwadcr s p a l t e n l a n g e iKuft eierte A r - likel und betonen die Herzlichkeit des Empfanges in No» iolk. Das Besuchsgeschwader nimmt den Ehrenplatz an >cr Spitze von acht Schlachtschiffen ein, unter denen sich auch diejenigen befinden, die seinerzeit Mel besuchten. Als tontreatmiiral v. Rebcur-Paschwitz und die Offiziere die Jräsidentenjacht „Mayfower" befliegen, schritt ihnen Präsident Taft entgegen, schüttelte dem Admiral bic Rechte und versicherte, der Bestich freue ihn und er hoffe, die deutschen Gäste würden sich in Amerika gut amüsieren. Dann fand im Salon ein Gabelfrühstück |tntt, bei dem Präsident Taft auf den deutschen Maifer toastete. Das Oanze hatte familiären Anstrich. Nach t-albstündigem -lufenthalt erfolgte tue Rückkehr nach dem „Moltke".
Später machte Präsident Taft einen Gegenbesuch tn Bord des „9N oltl e", wo die gesamte Besatzung in Paradeuniform iiufge|"tellt war. Präsident Tast fcfyntt He Ehrenkompagnie ab und ries: ie haben wirklich ein schönes Schiss! Auch Tasts Gefolge machte kein Hehl aus ier Bewunderung über das stramme Auftreten der Mann- 'Haft und das schmucke Aussehen des Schiffes „Moltke". Vei der Bewirkung brachte zkontreadmiral v. Rebeur- c afchwitz einen Toast auf Präsident Tast aus.
Der deutsche Botschafter Graf Be r n |i o r f s reist nut Präsident Taft nach Washington zurück Abends sand aus dem Schlackitschiff „F1 o r i d a" ein Bankett statt. Rear- Wmiral Ward hielt eine deutsche Ansprache und
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Wettbewerb der Aurwandererhäsen.
Die Seestadt Emden möchte mit den beiden deutschen Ans- wandererhäfen Hamburg und B r e m c n in Wettbewerb treten unb ist daher bereits seit einiger Zeit bemüht, von der 'Jicidh? rtgierung bic Zulassung eines mit der Basis Em den ju begründ, h- den neuen Unternehmens zur Beförderung von Auswandeiern zu erwirken. Die Stadtverwaltung Emdens findet sich in lieberem Kimmung mit dem Wunsche Preußens, einen Anteil am nord aüantii’rfm Frachten- unb Passagierverkebr dem dortigen Hafen gwuroenden, und glaubt, daß der givignctc Zeitpunkt zur Ber nhrflidmng der lange erwogenen Pläne mii der int Lause der nacktste n Zeit zu erwartenden Btrtigfiellung der Bauten zur Er Weiterung deS Emdener Hafens gegeben fei. Tic Stadt Emden tritt freilich nur als Mitintereffeiitrii bei dem AuSwaiiberungs unternebmen auf den Platt und präsentiert als dessen eigentlich Trägerin eine in Hamburg errichtete Gesellschaft m. b. H, die vorläufig über ein Grmidkapital von 5 Mill. Ms. unb eine nicht unbeträchtliche Reserve verfügen soll.
3n dem von Emden ausgehenden Gesuch um die Bewilligung ber Vtw&roaHbererfonjenion wird das Hauptgewicht auf den Welt heioerb gelegt, in den Emden künftighin nicht so sehr mit den alten deutschen 9luswandererhäseii als mit den nachbarlichen Aue Wandererhäfen A n t tu e r p e n , Rotterda m unb Ll m st e r dam werde treten können, nad i Lorbedingungen für bis Einrichtung regelmäßiger 5dnnal;rioiinicn dieses Hafens mit den ttausatlautischeu Ländern befchassl sein werden. Bor allem ist eine Verbindung Emdens mit den Bereinigten Staaten, insbe svnbere mit Nenyork geplant. Die Konzession zur Besördc rung von Auswanderern gilt als die Rückenlehne für die Rentabili tat des neuen Unternehmt ns, denn man nimmt an, daß ein großer Teil des jetzt über die nichtbeulschen Rheinhäsen gerichteten Aue wanbererverlehrs sich nach Embeit wenden werbe, anstatt, wie das seitens ber Russen uitb fester reicher vielsach geschieht. Deutsch land -u burd,aueren unb in Rotterdam ober Antwerpen sich ein* ^schiften.
AuS der Auswandcrungsslalistik ist zu ersehen, baß von ben m Neuhork gelandeten Zwisdiendcaspassagieren im Jahre 1911 zirka 100 000 Individuen (- 28,8 Pro-., von Hamburg und Bremen, zirka 60 000 (= 17 Proz.) von Rotterdam und Antwerpen, etwa 88 000 i = 24 Pro-.- aus englischen Hasen, unb der
llfagte:
In Abwesenheit des Obcrkommandeurs der Flotte sollt mir die «Menet,me Pslicht au. Sie willkommen zu hei»en 'Dienur bin >h> sehr danlbar; beim id) erhalte so Gelegenheit, bas iin- I r.vgesjene Gefühl meintr Berpilichtung |ür die Gatttreundichast, | tridje mir als Mariirealtachä vor zwanzig Zähren in Berlin
auSwanbernden MenschenstromS, dagegen waren es 1910 nur \ noch 36,3 Proz. '«Rotterdam, Antwerpen unb Havre haben an ' iLeinend bisher keine Einbuße erlitten, während die norbiidKU [ Häfen Kopenl-agen und Libau infolge der neuerdiugs crgriiicncn itaallichen Maßiialumn ün Zeichen eines flotten Aui,d)wungs liehen. Emden hofft, vom Passagicrverkchr bei ausländiich.n Seehafen zirka 10 Pro-, zu sich herüberziehen zu können, unb ist ber Meinung, daß am diese Aussicht ein regelmäßiger Schisss j dienst über den Ozean sehr wohl sidi aufbaucu lasse.
Inwieweit dieser Optirnisiuns gerechtfertigt ist, läßt sich sduver fvorausschcn. Die Wahrscheinlichkeit liegt aber näher, daß vom .luswandereistrom, der jetzt über Hamburg unb Bremen geht, \ ein Teil sich abzweigt unb den Emdener Hafen aussuckft. Die „DeMsd-e Reederei" würbe mithin, wie sich alsbalb Herausstellen bürste, auf Unkosten ber beiben alten bcutfdKn Einschisfungshäseu Ihre E-istenz hockizubringcn veranlaßt sein Ter insoigebcsseii | unocrmciblid>e blvukurrenzkampf müßte aber ben allgemeinen s Interessen des dentsckien Seeverkehrs eine schwere Schädigung mfügen. Die beiden maßgebenden Schifsahrtsgcsellsdiasteii in Jamburg unb Bremen sind daher, wie man erfährt, eifrig bemüht, tätet Zersplitterung ihres bisherigen Unternehmens vorziibeugen, iinb aber anberfeitö and) erbötig, bic Wünsche ber Stadt Emden nad) Heranziehung eines umfangreichen Passagier- und Güterverkehrs nad) Möglichkeit zu erfüllen, indem sie ein regelmäßiges Anlaufen ihrer Schisse in Emben ermöglichen unb bic zur Ausnahme deS Auswandererpeikehrs ersorberlidx'ii Vorkehrungen im neuen EinschissungShafen sck>assen. Die Entsdieibung über das Konzessionsgesuch EmdeiiS und der „Tcutsck>en Reederei" steht -urzeii nod) aus, doch dürfte dasselbe unseres Erachtens schwerlich erfolgreich sein, wenn die BedürfniSfrage als ausschlag gebendes Moment zur Sprache kommt.
Lurch bireften $(J| nc irden ZnMeM'M i ich in d. Lage iuoficnci-e 96°;, reinen eiriritn II il9ir.8Vtr. ^tr. I« ito erst, »laichen, fcnl bst Itergeiiellten iidit^rnnnüntin nbbäuicr «rannt», ovvel'stummcl ränter'Magcnoitter jcficruiiinz Üikor ctrcibrSiimmd irichlikör ' anmika!H°ni Verl»-. lAnsichanliindM''»- -klnnve. btt iHcbiabr. eseu.lichc PreiK nflleirf) enneVlkitD- Äol»
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erwiesen wurde, au «ndrücken Die beutsche flotte in ihrer modernen Entwicklung ist zum großen Teil bas Ergebnis ber Be- jnnbuugcn eine einzelnen Mannes, Ihres Maiiet»' Zu seinem ein scheibenden Einiluß müssen wir noch die Bemühungen des Deutschen Ilottenverelns, gleichfalls einer feiner schöpferischen Gedanken, lnnrnrechnen Die beneidenswerte Leistungssahigkeit Ihrer IloOe ist weiter eine Holge ber bemühen Grnnblichkeit Ich möchte icbem Urlegsichisi als Motto ben deutschen Sap beigeben Verne laufen, ehe bu versuchst, zu rennen! Der Rebner schloß mit einem Sooft auf ben deutschen Staiirr.
v. Rebeur-Pafchwitz antwortete in englischer Sprache. Er wies aus die gewaltige Entwicklung der amen- katiischen Morine hin Tafts Besuch auf „Moltke" zeiae, daß er sich gleichfalls für die Marine interessiere Er, der Admiral, fühle sich hier unter Freunden Er fei bereits dreimal in Amerika gewesen. Der Redner schloß mit einem Hoch auf Taft.
Em Telegrammwechsel -wischen Tast und Kaiser Ltzilhelm.
Präsident Tast sandte an Kaiser Wilhelm folgendes Telegramm.
„Ich möchte der großen I-reube Ausdruck geben, die mir der Empfang ber Offiziere unb Mannschaften bes deutschen Ge fck'waders in unserem Hasen sowie ber Besuch Ihres herrlichen Schlachischifses „Moltke" bereitet hat Ick) hosse, baß diese so vortrefflichen Vertreter Ihrer tüchtigen 9Ji a- r i ii c bei dieser (liegenbeit annaberub die gleichen angenehmen und herzlichen Erinnerungen mit sich nach Hause nehmen, ivetche die Ossiziere unserer Schifte während ihres Ansenthaltes in Ihren gastlichen Gewässern gesammelt .haben."
Darauf antwortete Kaiser Wilhelme
„Ich danke Ihnen sur Ihr liebeirswürdiges Telegramm unb für bcii herzlichen Empfang, welchen Ihre amerikanische Flotte und bas amenkanifche Volk den Offizieren unb Mannschaften meiner Kreuzer bereitet hat Ich hasse, daß dieser Besuch meiner Sckiissc an Ihren gastlichen Kutten weiter dazu beitragen wird, die guten und srintudschastlichen Beziehungen, die -wischen unseren Ländern bestehen, zu kräftigen."_______________________
Beruhigung in 8cz.
Paris, 4. Juni. Aus Fez wird gemeldet, der Erfolg der Franzosen habe aus die Stämme einen tiefen Eindruck gemacht. Die siegreiche Molonne Gouraud zog durch die Hauptstraßen der Stadt Der Sultan, General L i a it t e h und E l - M o k r i wohnten dem Vorbeimarsch der Truppen bei.
Fez, 4. Juni Die verabschiedclen Eingeborenen des scher if ifche n Tabors, welche die Absicht haben, sich wieder anwerben zu lassen, müssen sowohl dem Sultan wie auch Frankreich den Treueid leisten. Tie Anstrengungen des Feindes, eine neue Harka zu bilden, sind bisher fruchtlos geblieben.
Parts, ö. Juni. In Marolko bessert sich die Lage weiter. Fez ist gegen Norden und Osten befreit. Laut Meldung des Generals L.'. auteh werden die Offensiv-Borstöße aus Fez energisch fortgesetzt werden.
Der bei den Kämpfen von Fez verschiedentlich genannte Oberst Gouraud ist zum Brigadegeneral befördert worden.
2lus heften.
AuS dem Fmanzauöschub.
bs. D a r m st a d t, 4. Juni. Der Finanzausschuß beschäftigte sich in seiner heutigen Sitzung nochmals mit der allgemeinen Lage, wobei insbesondere die Punkte sest- gelegt wurden, die morgen in einer gemeinsamen Sitzung mit ber Regierung zur Sprache gebracht werden sollen Wenn auch, Ivie wir bereits mitteilten, innerhalb des Ausschusses Stimmung für die Annahnie der Regierungsvorlage vorhanden ist, so werden sich doch bei der D e ck u n g s- f r ag e Schwierigkeiten ergeben. Ucber die Einzelheiten der heutigen Verhandlung bewahrt der Ausschuß Stillschweigen
2lu» Statt und Land.
G testen, 6. Juni 1912.
** Handwerkskammer. Am Freitag, den 7. I u n i, findet eine Vorstandssitzung ber H anb- wer k-ka mm er zu Da r in stab t statt, in ber bic Vorbereitung ber 17. Plenarsitzung erfolgen wirb. In Aussicht genontmen ist die Vollrersaminlung am 25. Juni, vormittags 11 Uhr, m Darmstadt. Für bic Tagesorbnung sind vorgesehen: 1. Mitteilungen. 2. Einführung der neu gewählten .stammermitglieber. 3. Bericht über bic Tätig- feit des Vorstandes 4 Bericht über die Tätigkeit im Ausschuß des deutschen Handwerks- und Gewerbekammer, tags. 5. Ergänzung der Hammer nach tz 5 des Statuts. Die Punkte 6 -8 behandeln die Neu- und Ergänzungswahlen zum Vorstand unb ben Ausschüssen. 9. Prüfung unb Abnahme ber Rechnung des Etatsjahres 1911. 10. Feststellung des Haushaltsplans für bas Etatsjahr 1913. 11. Er- richtung neuer Gesellenprüfungsausschüsse. 12. Die Gesellenprüfungen im .uammerbezirk. 13 Errichtung einer EinziehungSgenosfenschaft für Hessen 14. Lehrstellenver. mittlung im uammerbezirk. 15. Verschiebenes.
" P olizetperso nalten. Der Äroßherzog Hal ben BeztrkSpolizetkomrnissär Val. Horft zu Offenbach zum Polizetkommiffär bei dem Polizeiamt Offenbach ernannt.
" Erledigte Stellen. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu EnSheim, die Stelle eines Steueraufsehers bei bem Hauptlteueramt Dia in z.
•• Bcgleichun g von Unfall-Entschäbi- g un gen unb Invalidenbezügen. Anweisungen zu einmaligen Zahlungen dieser Art an Heilanstalten, Acr»e usw. konnten schon bisher, wenn ber Empfänger es bei feiner Beftell-Postanstall beantragte, bargeldlos im Reichs- bantgiroiuege beglichen werden Die Reick)->^poftverwaltung hat diefen Zahlungsmodus jetzt noch baburch erweitert, bau solche Aiiweilungen auf Antrag bes Empfanacrs auch seinem Postscyecktonto gutgeschrieden werben können.
Landkreis Gießen.
= Mufchenheim, 3. Juni. Ein Festtag befon- bercr Art war ber gestrige Sonntag in ber hiesigen Ge- meinbe. Der evang Lirchengesangverein unb P o - saunenchor zu Friedberg hatte ।ich giuer Führung
des Pfarrers Kleberger als Ziel feine dirsi.ihrigen Ausfluges Kloster Arnsburg gewählt und fid) dabei in bantcn»n»crtcr Weise bereu erklärt, in unfevem M o i - g e ii g o 11 e s d i e n st e mitzuwirken Tic in die Ordnung des Gottesdienstes passend eingereihten Ehöre und M.iiik- stiickc wurden in der mit Blumen reidigcsckunücklen Mirdie in trefflicher Weise vorgetragen und versehlien daher auch ihren Eindruck auf hie Gemeinde nichi, so daß fiel) der ganze Gottesdienst zu einem wirklichen FestgotteSbienst ge Italtete. Da fid) eine große Anzahl von A am Uten m der Gemeinde bereu erklärt hatten, die auswärtigen Festgaste in gaitfrcunblidKr Weise bei fid) auszunehmen, so war aud) für deren leibliches Wohl in bester Weise Sorge getragen. Nachdem man sich bann gegen zwei Uhr aui dun Rathausplatz versammelt hatte, kamen nochmals einige Lieder und Musikstücke zum Vortrag, die wiederum großen Veisall sanden, und bann ging es trotz strömenden Rogens mxdi Ml öfter Arnsburg, wo man bis zum Abgang des Zuges, der am Albend unsere Gäste wieder naai ihrer Heimat bringen sollte, noch einige fangessrohe Stunden verbiackne Uns allen aber wird ebenso wie unseren lieben Gasten der gestrige Tag noch lange eine schöne Erinnerung bleiben
Kreis Lauterbach.
Anycröback), 4. Juni Der 1 icjige M ä n n c i g c - fangoerem „Froh s i n n ' icieric am eonniag und Moniag fein 5 0 jähriges 61 i ft U n g s f e st. Eingeleitii windi die Feier mit einem am Vorabend ftatlgebabien Fackelzua »ach dem Festplatz Lecher wurde ber öauptfcittaa bitrri) da R-gemveticr stark beeinträchtigt unb unter ström« ib< n Hegen mußt b - Festzug vor iid) gehen. Der feitgebenbe Verein holte die Straßen und Eingänge des Dorfes prackum geidiniüdi und ber Fett-ug selbst, an bem viele auswärtige Vereine, darunter einige gcmiidite Ehöre tfilnabmeii, war durch die in Angcrvbacher Mircluveihiracktt gekleideten Festjungfrauen prächtig zu nennen In ben -um Vortrag gebrachten Liebern auf bem Fest platz nuirbe Vorzügliches ge- teiltet. Der -weite Tag luar vom Wetter besser begünstigt und das am Sonntag Versäumte konnte cutgcbolt werben. Die Fest - muiit würbe von ber Fuldaer Artilleriekapelle gestellt.
Mrric« Fricdbcrg.
---- Üirch-Gönv, 2. Ium. Bei dem am nächsten Sonntag hier flattfindcnben, von bem Gesangverein „Germania' veranstalteten, nationalen Ge s a ngS iv e11 stre 11 werden folgende Vereine singen: In ülaffe I: Sängerlnst-Sfteder- robenbad), Frohsinn-Lang-GönS und Frohsinn-Stemsnrth; in SUaffc II: Sonntagequartelt-Mühlheim, Tciilonia-Tonng. heim, Germania-GneSheim, Licderlcanz-9tiederlleen und Gerniania-Lang-GönS: in Mlafic 111: Frohsinn-Tornheim, Harrnonie-Efpa, Liederkranz-Eberstabt bei Lich, Eintracht- Blitzbad), Llub Harmonie-RüffelSheim unb Öoncorbia-Ral)l m Llasse IV: Eintracht-Sossenheim, Lleberkraiiz-Poht-Gön« unb Immergrün-Rockenberg. DaS PreiSsingen verspricht, ba etwa 25 verschiebene Chöre (meist Siünltd)öre) zum Vortrag kommen, recht mtcrcfiant zu werben.
Starkknbnrg und Rhrinhrfstn.
= Darm stabt, 4. Juni. Die deutsche 9lnti- Duell - Liga hält in Verbindimg mit bei vereinigten Gruppe Grobherzogtum Hessen unb Provinz Hessen-öiassau eine außer- ordentliche Tagung am Sonntag, 9. Ium, hier ab. Einei geschloffenen Diitglieber-Versammlung schließt sich eine öffent- liche Versammlung an, in ber ein Vortrag gehalten wirb über VaterlanbSverteibigung unb Duell.
ttrcis Wetzlar.
— Naunheim, 3. Juni Die Gemeindevertretungen von Naunl>eim und Waldginnes beschlossen einstimmig, die Bau-Ausführung der von Ingenieur Dr. Krätzer, Bingen, projektierten E 1 e k t r iz i t ä t s a n l a g e n ; der Zuschlag wurde der Firma Fr. Hinderthür G. m. b. H. Siegen für Ortsnetz und Hausanschlüsse, sowie Zähler, im Gesamtwerte von 70 000 Mk. erteilt; ebenso wurden der Firma die Hausinstallationen zu einem vereinbarten Preise übertragen. Mit dem Bau soll sofort begonnen werden, damit bis Herbst die Belriebseröffnung stattfinden kann.
a. Atzbach, 9. Juni. Die ttreishauShaltSlehrerin Müller aus Wetzlar hält in diesen Tagen eine Revision des Handarbeitsunterrichts in ben Schulen ber Bürgermeisterei Atzbach-LaunSbach ab. Tie Prüfungen für das lausenbe Sommerhalbjahr erstrecken sich auf die Bürgermeistereien Ehringshausen, Hohensolms, Groß-Rechtenbach unb ftrofborf. Wahrend beö Winterhalbjahrs pflegt die vom Ureis berufene Lehrerin regelmäßig drei Haushaltungskurse abzuhalten. Tie letzten derartigen Aurje wurden zu Albs- Hausen, Griedelbad) und m Atzbach veranstaltet.
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Gießener Strafkammer.
)( Gießen, 4 Juni.
Falsche Anschuldigung
Der Schuhmacher G. A. von Darmstadt verbüßte in ber Zellenstrafanstalt Butzbach eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren Am Tage vor ferner Entlassung beschuldigte er dem Strasanstaltsdircktor gegenüber einen Aufseher, daß er sich gegen die Dis-iplin vergangeir und Unterschlagung verübt habe In ocr yeutigen Berhanblimg wurde ieitflciiellt, daß ber Angeklagte in amtlichen Punkten bis aui -wer wtocr besseres Wissen falsche Behaupiungen ausgestellt hatte. Er wurde deshalb unter Berucksichugung seiner -ahlreichen Vorstrafen -u sechs Monaten Gefängnis unb Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte aus drei Jahre verurteilt.
Person en standsvergehen
Der frühere Standesbeamte P. O. von Büdesheim hatte sich wegen Vergehens gegen das Personcnstandsgejev zu uctanlmotlcn. Trc Verhandlung würbe vertagt, ba weitere Ermittelungen an- gestellt werben sollen.
Jugendlicher Dieb
Der 15 jährige Taglöhner 7) B von ttefselbach stahl aus i-tner Hütte der Bcuallwerte eine JUnabl V'erkz. uge Äuijcrbem hatte er leinen Muarbeftern mehrfaüi i^db, bas er -um Holen von Schnaps erhalten hatte, unterschlagen. Er wurde -u -ehn Tagen Gefängnis verurteilt.
»keinen Wande rge wer be sche in
hatte sich im vorigen Jahre ber Viehhändler S. M. in Hungen verschafft, weil oer Handel mit Vieh durch die Viehseuche,ipolizei lichen Vorschriften fast völlig verboten gewesen sei Eine in Röthges voll ihm Dorgtnommcni «fleschäflstaiigken ernchuic in besten die Steuerbehörr" für wondcrgeii' cbcfteuerpHidjug und n ließ ihm einen Straibeschcio zugchen. duj leinen Einspruch wurde
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