16(. Jahrgang
Zweiter Blatt
Nr. 154
trtäelnt IS-Nch mit Ausnahme de, Sonntagfi.
stellen.
*
Diensta.
Mittwoch
Gabelrbergersche Stenographentagung.
Märkte.
II.
Getreidepreise in Mauuhei m
Ecke Neustadt
I.6C
5.00 LOO
i billig chanfenster.
Gießen, 4. Juli.
W6rM die.
ÖO Kg. Schlachtgewicht 80—95 Rlk.
' Kg. Echlachtgw. 88-96 Pi.
61-63 „
Herr Pfarrer Ausseld und der §a0 Zatho.
Im Han^tgottesdienft ber Johannislirche wurde nm 2. Juli auf der Kanzel der Fall Jatho von tzcrrii Pfarrer Ausseld erörtert. Er glaubte, daraus eingehen zu müssen, weil auch die Zeitungen, die er amtshalber halten müsse, ich in unklarer, irreführender Weise mit dem Fall beschäftigt hätten. Die Kanzel ist ein Platz öffentlicher Rede; btc Glocken, bic zum Gottesdienst rufen, gehören nicht einer till dahinlcbenben geschloffenen Privatgesellschaft; was auf ber Kanzel gesagt wirb, ist nach Zweck und Wirkung ein bestimmender Faktor der öffentlichen Meinung. Somit hat die Presse, auf welche in der Predigt ab und zu Bezug ge- nomnien wird, auch Recht und Pflicht, auf der Kanzel
7, Kg. 86-94 Psg.
, 88—92 , 7, . 70-90 „
MMchen lrhe'nnicheu «chiltzcn- 1911 zu Landau, Pfalz
8. Juli:
A lZ
Gewerken mitgeteiü, datz die Bantoerbindlichkeiten zurzeit 43 000 Mark berragen und die 33mi-altung hoffe, nach Einziehung der Zubuße für absehbare Zeit nicht an die Gewerken heranzutrelen.
SDIagnum bonum Dik. 4.25—0.00, weiße runde 0.00—0.00, Äelb- fleifchige blaue 0.00—0.00, rote Alk. 0.00 bis 0.00. SaarlouiS: Rote Lader Mk. 0.00—0.00, andere rote Sorten Mk. 4.50-5.00, SUlagnum bonum Alk. 0.00 bis 0.00, weiße runde Mk. 4.50—5.00, Gelvsleifchige blaue Mk. 0.00—0.00, weiße 0.00—0.00. (Alles zu
Vor kiirzeni war ich aui öcm Hoherodskopf; ich bestellte mir ein GlaS Milch — „Alilch geben wir nicht ab" — hieß es da. Tiefer Tage wollte ich aus dem 0) l e i b e r g ein paar Eier essen; — „Eier haben wir keine" Ein „Nörgler."
Weizen 100 Kg. 21.35-00.00 Mk.
Roggen 100 Kg. 17.35—00.00 2,'ik.
— Kartosselmarlt-Bericht vom 3. Juli 1911. Dortmund: Rote Lader v.üO-u.OO, andere rote Sorten Mk. 0.00— 0.00,
Spielplan der vereinigten zrantsurter Sladttheater.
Schauspielhaus.
handel.
— Die Gewerkschaft Klösterweide in Philippstan bei Braunfels hat ihre Gewerkenverfammlung abgehalten, bei der- 43 Gewerken mit 079 Kuxen vertreten waren Ter Jahres- abfchluß wurde genehmigt, ioibic Entlastung erteilt und ein- Zubuße von 100 Mark auf jeden Kux bewilligt, die je zur Hälfte crm 10. Juli und nach dein Ermessen des Grubenvorstandes nicht vor dem 5. Oktober ein gezogen werden sollen. Es wurde den
Die „6ltf| eiter LmniliendlLtter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, da» „Kreisblatt filr de« Kreis Eießen" zweimal wöchentlich. Tie „r«vdwlttfchastttchen Seit» (ragen** erscheinen monatlich zweimal.
Dienstag, 4. Juli 1911
Rotationsdruck und Berlag der Brühl'schen Universität« - Duck- und Stsmdruckereu R. Lange, Ließen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Echul- straße 7. Expedition und Bering: e=^5l. Redaktiome^Kl 12. rel.-Sldr.:Llnzeiger'Lkeßen.
ig, 4. Juli, abends 7 Uhr: „Lumpaci Bagabundus.' wmlwocy, 5. Juli, abends 7 Uhr: „Lumpaci Vagabundus". Donnerstag, 6. Juli, abends iy2 Uhr (letzte Vorstellung vor den
A«» Hesse«.
Die Gemeindesteuerreform.
R L- Darmstadt, 3. Juli Tie Vcrstandi gungsverhandlungcn zwischen ben Finanzauc n ber beibm Ständekammern über bic MernnngSv r ichicdeuheiten des G e Ni e i n b c u m l a g e n - G e, c tz c n t wurf S sind nunmehr zunl Abschluß gelangt. 2er Finanz anSjckuß der Ersten Kammer Hal sich am Samstag mit ber Beratung über die von der Regierung gemachten Verniui- inngsvorfchläge beschäftigt und heute die Verhandlungen darüber fortgesetzt. 2er Finanzausschuß der Zweiten Kammer hielt gleichfalls heute eine Befvrechung über diese Vorschläge ab, bereit strengste Geheimhaltung anemvfohlen mürbe, nm bic vertraulichen Erörterungen nicht zu er» Id meren. Heute nachmittag traten alsdann die beiden ,1 inanzausschüsfc roicocr zu einer gemeinschaftlichen Beratung zusammen, der als Regierungsvertretcr Finanzminister Braun, Minister des Innern v. Hom berg l und die Gehcimerate Tt Becker und Ben beiwohnten. In dieser Sitzung, die bis /J Uhr dauerte, ist über bic Haupt,achlichsten Lifferenzpunkte eine Perstanbigung er. zielt worben, und zwar am der Grunblage der regierungs- ,citigen Vermittlungsvorschlage. Tas Ergebnis dieser gemeinsamen Beratungen soll der morgen zu,ammentrctenden Zweiten Kammer, wie auch den Mitgliedern der Ersten Hammer gedruckt vorgelegt tverden ..
Tie weitere Bel>andlung der Sache wird in der Wet,c erfolgen, baß fich am nächsten Mittwoch zunächst bic Erste Kammer mit ben Kompromißvorschlägeu beschäftigt, die die Beratung und Abstimmung darüber als ersten Punkt der Tagesordnung zur Erledigung bringen wird. Gleich darauf wird dann am selben Tage auch die Zweite Kammer in du- Beratung über diese Abänderungen eintreten, womit dann hoffentlich die Verhandlungen über btc Gemeinde mnlagenrcform endgültig zum Abschluß kommen werden.
' 2tc Fraktionen der Zweiten Kammer haben für Dienstag nachmittag Sitzungen einberufen, um bic neuen Abmachungen ber Finanzausschüsse zur Erörterung zu
statt. — ..... —------------- --
Zu dem zweiten Tag des Tcutichcn Kougrcffes ,ur Volks- (EtitttciällöL
und Jugendsviele waren außerordentlich üielc Vertreter von »w»
Staatsrcgicrimgcn, ber Armee, von stabten, schulen und Vcr- (Für Form und Inhalt aller unter dreier Rubrik stehenocn JUUfu einen anwesend. 2er Vorsitzende des Kongresses, Laudtagsabg. übernimmt Die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Dr. v. Schenckendorf s. verband mit seiner Begrüßung btc Verantwortung.) .
Grundgedanken für eine nationale Erziehung und entwickelte dies (Ließen, 4. Juli.
Vorbedingungen für eine Hygiene des ganzen Menschen. Es folgten Vorträge von Geh. Regierungsrat Professor Dr. Zuntz, Berlin, über die Physiologie der Spiele iinb Leibesübungen und von Lurninspektor Möller, Altona, über die Frau und bic Körperkultur. Am Nachmittag fanden die in Dresden feit langen
Jahren bestehenden vaterländischen Festspiele statt, an denen bic Kongreßbesucher teilnahmen. Am Abend erfolgte m einer großen Versammlung die festliche Vertünbigung der .siege. Der nächtte Kongreß wird in Heidelberg ftaitfuiben.
Schaufpielhausferien): „Uiebea."
Das Schanfpielhaus bleibt von Freitag, 7. Juli, bis Samfitag,
5. August (einschließlich), geschlossen.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhesftn
Alb Äahn V.), tzch. Greb (V. , Emil Becker V. , Will». .'Seiler Realg.h Silh. Werner V III. Preise: Fr. ^rfilaitbrati ,V. , Art. Plm'ck Ges... K. 'Rüfen Gei , Walter Bicklcr V Lobende Erwähnungen: Paula Bonorins (T. V . .
2. Abteilung (120 Silbeni I. Preue: Lina «ra'ck <'T V £tto Hvmbcrgcr Gnmu. , Johanna Eise 2 V . Luife Wink D.'V , Lttilie Schmidt 2. V. , With. Lahr Gynm. H Preise: Fritz Marx Gnmn. . vcrm. Mäurer Gei. . Sxh. Käufer V , Konrad Scheer V. , Fr Weidemeier (B. , tzch Weißbach V. III. Preise Marie Luck 2.-9?. , Rud. Schmidt «Realg. , Paul Reumann <V. , S?Qii3 Ktlbinger (Gnmn , Georg Bcimborn B.). Lobende Erwähnungen: Karl Mandler V.), Ernst Klutttg >B... ...
3 Abteilung (140 Silben). Ehreuprcnc: ’oermann Bun olad. , van» Sckncioer Sck.-R.', Alfred Schneider (akad I Preise: Paul Muller akad. , Wilh. Jordan Lck. R. , Gutt Götlelmann ^V , (Smit Geitz Sch.-R. , vermann Junker .akad. , Erick Sckmidt afab. , Vans Stichel akad. II. Preise: Wilh. Gilbert V. III. Preise: Äarry Kahn V , Paula ,'öaienfriig
in späterer Zeit geprägt worben ist. ..
Grade dieses Beispiel zeigt aber, wie übel es ist, die Wirtsamkeit eines Pfarrers danach zu beurteilen, ob er in irgendwelchem Punkt der Lehre dies oder jenes für recht hält. Grade der Fall Jatho fällte darüber die Augen öffnen. Da Jatho aber hier in Gießen nur wenigen persönlich bekannt ist, so ist es vielleicht angezeigt, gerade auf eilten unserer geschätzten evangelischen Geistlichen hier am £rtc zu exemplifizieren, und zwar auf Den mü vollem Recht von seiner Gemeiltdemnd sehr vielen außerhalb seiner Gemeinde yochgeckchteten und geliebten Herrn Pfarrer Aus-
felb selbst. xüer Jatho, hier Ausseld: beides treue, tresf-! ^ck^blckmle'Rähr- mid Krämgungsnuttel, e liche Seelsorger Völl christlicher Zuveriicht und voll freund-1 Drogerien ufro., Paket (ca.Kilo' Mk. 3.-.
znmdelcgung ber ^dcc: st ihren Gästen" cs Sanbancv Tlimvercins vereinigte» Gesangvereine jeucrioerf mit bengalischer hes
nidari-Abend und Tanz- aner Biirgerverems nn Tonuerstag komische Darbietungen der
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Biofon ein Kraftspender für alle Schwache und Nervöse. 2Jt ü n tf) e n -- (Sicfing, den 12. Febr. 1911. Ich habe 4 Wochen Ian« täglich Bw'on getrunken, auf 1 Lane Milch 1 i£ßidnel voll, trüb und abends. Es ersetzte mir mein Frühstück und Abeudei'en und ift infolgebcifcii gar nicht teuer. Ich war nanv lieft sehr blutarm und nervenschwach, io daß es Zeit war, etwas zur Siärkung der Rervcn und überbauvt des ganzen Körpers zu tun. Zu meiner Freude konnte ich auch bald wahnichmen, day iw in Biofon bas Richtige gefunben hatte. Es in mir febr gut bekommen und mein Altgemeinbennden ward auf das Biowniriuten hm viel befier; Strait und Energie haben ndi gehoben und tni bekam Diel mehr üuit und Freude zu Stllem. An Körperaewlcht haue ich vor Biofongebrauch 100 Pfd.. nach dem selben 114 Pfd- Auch mem Aussehen lönrbe besser. Bwion n't im Gefchmack iehr gut, da es kakaoahnlich ichineckt: meine sunöer moUcn es desba.b auch gerne nehmen. Habe Biofon schon mehreren Veuten empwhlen, .da ich mii cuteni bJeroincn sagen kann, daß es nir 'Lroache Berwnen oencr" Kränigungsmiuct als Biofon S^t. Kalhi Wurz, Werin^erttr. 24 II. ! Umcrfchriti begtanvi.it : Kunizrat Rom. Itotar. Biofon nt das beste gsnnitei, erhältlich in Apotheken,
R B. Darmstadt, 3. Juli TrcErneuerungs- Wahlen zur Zweiten Kammer stehen für Anfang "Rovember bevor. Die Kreisämter sind vom Ministerium des Jttnern angewiesen worden, btc Feststellung der neuen Wählerlisten für die tommenben Neuwahlen bic bic YHilftc der Kammermandate und je einen neuen Abgcorb- iiden für die fünf größten Städte, sowie drei neue Abaco ebnete für brei weitere ländliche Wahlkreise umfassen nierbcn -- bei oen Bürgermeistereien zu veranlassen. Den Bürgermeistern wird uadi der Verfügung des Ministeriums zur Pflicht gemacht, bic Listen mit größter Gcwifsenhaftig-- teit aufzustellen und vor der Eintragung der Rameu alle neuen Wähler genau zu prüfen, ob bic Voraussetzungen für bic Berechtigung zur Teilnahme an ber Wahl nach den Vorfchrifteii bes neuen Wahlgesetzes auch vorhanden )mb.
R B. Bingen, 3. Juli. Der Zentrumsabgcordnete, frühere Buchdruckereibefitzer, Redakteur und Zeitungsver- leger Jak. Pennrich hier ist seit einiger Zett schwer erkrankt und, da fein Zustand hoffnungslos ist, auch heute bereits mit den Ltcrbefakramenten versehen worden. Abg. Pennrich vollendete am 20. Mat sein 62. Lebensjahr. Er gehört seit über 32 Jahren als Vertreter seiner Heimatstadt der Zweiten Kammer an.
rm. Darmstadt, 3. Juli. Die Verabschiedung des h c s s i f ch c n L a n d t a g c s durch den Großhcrzog wird nach den ergangenen Einladnnaeit am kommenden Freitag 121,2 Uhr im Rejidenzschloß stattfinden. Voraus- lichtlich werden daher nur noch drei Sitzungen am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ftattfinben.
Brotpreise tu Gießen
L-eitzbrol 1 Kg. 62 Psg.
Schwarzbrot 2 Kg. 54 P'g,
iltt”8 . , Mädchens reburtellie’ ‘
Am Sonntag abend war Steins Garten aus Anlaß der 5 0 t ä h r i g c n Jubelfeier des Gabelsberger ^tcnogravben- Vercins von Gäuen überfüllt. Der Vorsitzende Lo v erosfnete die Feier. Verbandsvoriitzcnoer M u l l e r - ^stenback überbrachte namens des Verbandes die Glückwünsche für den ^nbelverein mw hob dessen reges Wirken hervor. Im Auftrag der ^tadt wrach Beigeordneter Keller, für den Bezirk Gretzen Äai enkrug- Gießen, der dem Verein em Diplom zum x>ubUauin überreichte. Referendar 'Braute überbrachte die Glückwünf-lrc des tackh ttcno- gravhisckcn ^andesamtes Dresden und hob hervor, da,; gerade aus dem Vrvein Gießen bedeutende Stenographen hervorgcgangen ictcn. v B. der Bundespräsident Pfaff, Dr. Pitz-Alsseld^ Ovvermann und Direktor Bergen. Aus diesem Grunde habe Lackten einen persönlichen Vertreter entsandt. Fräulein Ida L t r a ct trug in schöner Weise eine Episode aus Gabelsbergers ^cbeu vor und erntete lebhaften Beifall. Der Banerfchc Gesangverein trug unter Leitung des Dirigenten Görlack schöne Ehorc vor. -rte übrige Zeit des Abends füllten Konjertstückc der Kapelle des hiesigen Regiments und Ansprachen aus. Den neuernanmen Ehreumitgliederu wurden Ebrentaselu überrennt: Geh. Kommerzienrat .Heichelheim, der dem Verein tckon seit lobi als Mitglied angehört, Fabrikant Alfred Bock, Rentner Wilhelm Ferber, ber einzige neben Direktor £tto Bergen noch lebende Mitbegründer, Tirektor Friedrich Mao, Kayzleirat Lchiffnie und P-oknrift Theodor Voubel. Ferner wurde an das Ehreumitgtied Direktor Bergen als Mitbegründer eine Nachbildung des Gabels- berger Denkmals in München in Bronze überreicht. K am mann Juilmann, der mit Umsichi 14 Jahre die Kassengeschäfte führte, erhielt eine Gabelsberger-Büste in Elfenbcmmafi".
Tas Wettschreiben sand in Abteilungen 100 bis 140 Silben in dem Uwversitätsgebände, das für die höheren -lb- tcilungen ir ber Dberrealickule statt. Es waren Al'teiiungen von 100 bis 320 Silben gebildet. Die Zahl der Wetuchreibenden betrug 751; 519 Arbeiten wurden mit Preisen bedacht, darunter befanden fidj 41 Ehrenvicise und 64 lobende Erwähnungeti. Es erhielten von den Gießener Vereinen: Der Verein lobl ,B.j = 24 Preise und mehrere Ehrenpreise, die Gefellickait Gabelsberger Ges.) - 9 Vreiie, der Tamen-Verein D^-V 9 Preise, der akademische Verein (akad. — 7 Preise, J).r schul ei- verein der Realschule <Lch.'R.> — 5 Preise, der ^chülcrverein vom Gyninasium ^Scki.-G.> - 4 Preise, zusammen ao Preise nebst zahlreichen Ehrenpreisen. ,
1. Abteilun^ (1 00 Silben . Es erhielten< 1. Prcnc: Otto Settegast Ges., »di. Piper V. , Fritz Kehr aiad. , >?ck. Schouckv.c ^Verein., Georg Kyritz (Gesellsch... II. Preise: .Ehr. Breidecker ($.), Ed. Rademaker i($€«.;, Mna Schmidt (T.-V.,
Tamen-Verein). , T »
1 Abteilung 160 Silben). I. Preise: Alex Karnbach .'B. , Lina Karnbach, nebst Ehrenpreis (D.-V, , ^V , Andreas Reining (V.', Gg. Scholl (Ges. , Frdr II. Preise: Karl Müller 'Gei . 5)ch. Ohr V.).
5. Abteilung 200 Silben. II. Preis:
rat Pros. Dr. Kruger 2lui;er Konkurrenz. >
6. Abteilung 220 Silben). I. Preis:
(Ges.), nebst Ehrenpreis. II. Preis: Ernst Meyer (akad.,'. . |VV WV1|. ---------------------
7. Abteilung (2 6 0 Silben'. II. Preis: vanS Rolon Erziehung braucht man bic. lürzesten, einfachsten Jmpc- (B. und akad. V.). ralive, nicht schwere philosophische Grübeleien. ‘Jhir diese
--------------- "Ty Imperative entnimmt die Gemeinde immer wieder ben |2. Deutscher KongrcS für vollr- und Jugcnöjpick. Worten Jesn und auch ber Persönlichkeit Luthers. Aber Dresden 4 Juli ber Thermometer wird nie erfunden werden, ber bic innere
Der unter ben. V°m» beb Wg. Tr.°. EtataMt
48 Dcuscke Kongretß für Volks- und Jugendlpteletst aus! objektiv icststellbar angrl l.
allen Teilen des Reiches gut besucht. Beschlossen wurde die ihib so gibt es für bic Kirche nur einen Ausweg; er Bildung eines Sonderausschusses für die Ertüchtigung des weck- gesteht in gründlicher Schulung und ernster, nicht asketi- lidjcn Geschlechtes. Dr. M a l lwiv hielt einen Vortrag ^über scher, Erziehung ihrer künftigen Geistlichen. Und bann die. internationale 5?ygieneausstelluug. ^iejc wurde unter tyuly-1 maQ )lC s^esen Geistlichen bic jüliruirg ihres Amtes über rung besichtigt. Am Rachnuttage folgten am dem .?^rckplatzl . nt ^^ch ein 3tüd Gottvcrtranen, daß man das,
M Jnunbciiitf) nnrfommt, nicht borstig eine Abkochübung auf dem Sportplatz. Am Abend findet eme beurteilt, sondern ertragen lernt^
Bewillkommnung der Kongreßteilnehmer durch die Stadt Dresden I ~ - c a r .no 16 mann.
lidier, opferfreudiger Liebe, beide insbesondere bic warmen Freunde ihrer Konfirmanden, die ihnen noch über dir Kvn firmationszeit hinaus treu verbunden bleiben, beide die Berater und »elfer in den schwersten Stunden de:- Lebens, seder schöpfend aus seinem Heiligsten, und dabei ber eine wie ber andere in Anschauungen lebend, die einem Teil feiner ihn trotzdem liebenden und schätzenden Gemeinde gänzlich fremd und wunderlich üortemmen. Ist es da christ Uch recht und gut, ein Glaubensgericht anszurichten, das von bei ganzen reichgefegneten Wirtsamkeit in ihrem Streife abficht und sie ihres Amtes entsetzt, weil sie so oder so beulen? Liegt da nickt ganz deutlich ein falscher Begriff von der Ausgabe und Wirksamkeit des evangelischen Pfarramtes vor? Hier ist der Augenblick, wo ucr Begriff bei Persönlichkeit in den Mittelpunkt her Erörterung gestellt sein sollte. Wo evangelische Zuversicht und £pfcrfrcut>ig- feit ift, da ist evangelisches Leden, wie. es der evangelische Geistliche vflcgen und pflanzen soll. Tic Gebanken der Menschen lassen sich einmal nicht in spanische Stiefel ein- W» kctjnüren.
Tas gilt trotz aller Verpflichtung des Geistlichen auf Geh. Kirchen- Bibel und Bekenntnis. Gewiß ist für eine auf bestimmten I „Geist" gegrüildctc Gemeinschaft, wie die Kirche, auch ein Ludwig Leu; I Festhalten an diesem Geiste nötig und utierläßlich. Aber ' , ..I dieser Geist will anerzogen, nickt anbenumftriert fein. Für
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geäußerte Gedanken kritisch zu beleuchten.
In seiner Predigt führte ber Geistliche aus, man müsse sich eigentlich nur darüber wundern, baß ein Leugner ber Persönlichkeit Gottes solange habe als Geistlicher wirken dürfen; ber Christ habe bic Pflicht, sich unter das Wort Jcsn zu beugen: wo ihm das nicht gelinge, müsse er ben Wunsch haben, sich unter Dieses Wort beugen zn lernen; bic Bekenntnisse ber Kirche, auf bic ber Geistliche bei der Crbination vei-pflichtet werde, seien allerdings von Menschen aufgestellt und gehörten so zum Vergänglichen: da sie aber glücklicherweise mit dem Inhalt des Bibelworts überein- stimmten, hätten sic auch etwas Göttliches, Unvergängliches }50 Kilo.) an sich. Ganz unrichtig und dem Sinn der Bibel wider- — - -- .. ■ -
sprechend sei cs, ben Geist dem Worte enlaegenzustellen. Dte )).arltpret,e für Ziel) und Frucht
Tie einzige von Herrn Pfarrer Ausfeld genannte Lehr- und die Gtevener Fleuch- und Brotprerse frage, die nach Gottes Persönlichkeit, ist ja gewiß für ein | am 3. Juli 1911.____
Kind einfach und leichl gelöst. Der Gott, welcher spricht, handelt, hilft, von deffen Auge und Dhr, Liebe und Zorn die Siebe ift, ber ist, selbstvcrstänblick, wie Herr Pfarrer Ausfelb so gerne sagt, eine Persönlichkeit. Da aber alle diese Worte, von Gott ausgesagt, dock etwas anderes heißen I Achsen als sonst, da Gottes 2luge und Lhr nicht an Seh- und Gehörnerv, sein Sprechen nicht an Atmung und Zünge, I halber, fein sandeln und Helfen nicht an Muskeltätigkeit, feine Iod1,uemc Liebe und fein Zorn nicht an Herztätigkeit und Blutumlauf gebunden find, so ist leicht ciuzusehen, daß man ben gewohnten Begriff ber Persönlichkeit bock wesentlich nmgestalten muß, nm ihn auf Gott anzuwenden. Es ist schließlick ein Wortstreit, ob man ben bic Welt nach einem bestimmten Ziel hin burchwaltcudeii Willen als persönlich bezeichnen mag ober nicht. Von ber „Persönlichkeit" Goi- tev ist auch in ber ganzen Bibel nicht bie Rede, aus bem einfachen Grunbc, meil bi cf er pyilosoplstfche Terminus erst
Höchste Schlachtviehpreife in F r a n k' u r t a. DJl.
Fleischpreife in Gießen


