Bestellgängen planmäßig abgetragen werden.
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2.
(216
Kreis:
Gießen. .
Krankenhause zur
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Friedberg .
Meteorologische Veobachtungen der Station Gießen.
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Darmstadt . Bensheim . Dieburg . . Erbach . . Grob-Gerau Hevpenheun Offenbach. .
Lauterbach. Schotten . . Mainz . . . Alzey Bingen . . .
Oppenheim Worms. . .
Nachweisung über den Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen vom 30. September bis 6. Oktober 1911.
Alsfeld . Büdingen
bis 8.
8.
NW NW
höchste Temperatur am
Niedrigste
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Aus Stadt und Land.
Gießen, 9. Oktober 1911.
» Taqeskalender für Montag, 9. Okt.: Bortrag von Fräulein R a a f l a u b au§ Bern im Evang. Gejamtgemeinbe- Frauenverein über „Indische Frauen". Abends 8 Uhr im Johanneskwchensaal.
Rachläfsillkeit rächt sich crnV^fS^anciiyoor*.
wie die Myrrholinseife, die pudern auch die billigste im Gebrau» Eft. Für zarten Teint unersetzbar. 50 Pfg. pro Smck.
Finanzminister D r. Braun ist aus dem Urlaub zurückgekehrt und hat die Leitung der Geschäfte des Finanzministeriums wieder übernommen.
’• Lehramtspersonalien. Der Grobherzog hat den Oberlehrer an der Oberrealschule zu Mainz Professor Walter Staudinger auf sein Nachsuchen unter Anerkenn- ung seiner langjährigen treuen Dienste und unter Verleihung der Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen in den Ruhestand versetzt.
*' Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehr er stelle zu Kaulstos. Dem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden.
" Die schriftliche Staatsprüfung für den höheren Finanzdienst findet am 29. November und ein den folgenden Tagen statt. Gesuche um Zulassung zu dieser Prüfung sind unter Verwendung eines Eingabestempels von 1 Mk. 50 Pfg. bei der Prüfungskommission für den höheren Finanzdienst zu Darmstadt bis zum 20. November einzureichen.
*» Briefbestellung. Um das Publikum über die rechtzeitige Bestellung der Briefe zu unterrichten, geben wir nachstehend eine Uebersicht, welche Briefe bei den einzelnen
>. Bestellung (7'övorm? Brieipost von Lich 687 vorm. (lu80 vorm.) Zug 71 von Frankfurt a. Ai. 103 vorm.
r. Schotten, 7. Okt. An Stelle
stand getretenen Geh. Negierungsrats Schönfeld hier ist Kreisrat v. Bechtold in Lauterbach zum Vorsitzenden der Kommission für Melioration der Hutweiden im
(61S nachm.) die Schnellzüge von Frankiurt u.Kasselö" n.
nachm.) Zug 45 von Frankfurt a. M. I20 nachm.
ö40— vorm.
810—918 vorm.
U-30 v.—128° n.
516“610 nachm.
3 Ter Verzicht darauf, sich die Rechtspantat in eurem modernen Staate mit Gemalt abringen zu lasten; freie Rcligions- übung für jedes Bekenntnis, das mit einem Kulturitaat überhaupt vereinbar ist. Ter Verzicht, solche Staatsge.etze zu fchel.en oder für nichtig zu erklären. . .
4. Tic Unterlassung von Wiedertaufen der zu einer anderen christlichen Kirche Uebertretenden. .
5 Ter Verzicht auf Proselckenmacherei durch gesellschaftlichen^ oder wirtschaftlichen Truck an Kranken und Sterbenden in den Anstalten der eigenen Konfession; Aufhebung aller Konvertlten- stiftmigen^ ^rstandslose Gewährung d's ehrlichen Begräbnisses in der Reihe, auch auf konfessionellen Kirchhofen nach Maßgabe der Staatsgesetze.
Eine Ausspracheȟber den Vortrag fand nicht statt.
Sodann nahm der frühere Vorsitzende Exzellenz v Lessel (Kvburg) das Wort zu folgenden Ausführungen, die sich als cm $ r o t e ft gegen den Mainzer Katholikentag
Vogelsberg vom Ministerium des Innern ernannt worden. Ter Kommission gehören ferner noch an: Gutspächter Cellarius her, Oekonomierat Korell, Angenrod, Geh. Oberforslrat Diefenbach, Darmstadt, Kulturtechniker Kunz in Lauterbach und Bürgermeister Jost in Bermuthshain.
a. Schotten, 8. Okt. Die auf drei Jahre berechneten Wiederherstellungsarbeiten an der Schottener Kirche nehmen bis jetzt einen guten Fortgang. Bei den Abbruchsarbeiten einzelner Teile stellt sich heraus, daß bei früheren Hauptrenovierungen viel wertloses Material verwendet worden ist. Das um die Kirche ausgeführte Gerüst hat einen Kostenaufwand von 26 000 Mk. verursacht, die Arbeiten werden etwa 100 000 Mk. kosten. Die demnächst in den Grundstein einzufügende Urkunde über diese Arbeiten hat folgenden Wortlaut: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Heute, am 5. Sonntag nach Trinitatis, 1911 Jahre nach der Geburt unseres Herrn und Heilandes, im 24. Jahre der Regierung des Kaisers Wilhelm II., im 20. Jahre der Regierung des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein haben wir den Grundstein zur Wiederherstellung der Stadtkirche zu Schotten gelegt. Nachdem der Kirchen- und Stadtvorstand in dec richtigen Erkenntnis! und Würdigung des hervorragenden Baudenkmals die Wiederherstellung desselben beschlossen hat, wurde unter Leitung des Denkmalpflegers für Oberhessen Geh. Baurat Prof. Walbe und des Großh. Kreisbauinspektors Witzler mit den Bauarbeiten begonnen. Die örtliche Bauleitung liegt in den Händen des Großh. Regierungsb^ümeisters Dipl.-Jng. Metzger. Gott fördere nun das Bauwerk und segne alle, die daran arbeiten. Amen." Unterschrieben ist, die Urkunde vom Mrchenvorstand, Stadtvorstand, Kreisrat, Denkmals- psleger, Kreisbauinspektor, Regierungsbaumeister.
Starkenburg unO Rheinhessen.
F. C. D a r m st a d t, 8. Okt. Heute beging hier der aus Ockstadt stammende Eisenbahndirektor Aug. Groß «einen 70. Geburtstag. Groß trat Anfang der siebziger Fahre nachdem er als Finanzakzessist im hessischen Staatsdienst tätig gewesen, in die Verwaltung ber Hessischen Lud- wigsbahn über, wo er Finanzfragen und das Finanzwesen zu bearbeiten hatte. Bei der Ueberführung der Luowigs- 6alpt in die Preußisch-Hessische Eis.enbahngemeinschaft trat er in den Ruhestand und siedelte von Mainz nach Darmstadt über. Hier beschäftigt er sich fortgesetzt mit verkehrspoliti-- scheu Fragen. U. a. entwarf er bei früheren Verhandlungen zwischen der Stadt Darmstadt und der Süddeutschen Eisenbahngesellschaft Vcrmittelungsvorschläge, sowie ein Gutachten in der Bergstraßenbahn. Sein unentwegtes Eintreten für die Revision des Eiseubahngemeinschafts'ocr- rages hat seinen Namen über die rot-weißen Grenzpfähle hinausgetragen. Groß ist Anhänger der Fortschrittlichen Voltspartei.
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kuszudrücken, einstimmig angenommen. Pfarrer Sic. SchaPP, feer Vorsitzende des Dortmunder Zweigvereins des Evangelischen Bundes teilte mit, daß von den evangelischen Bundesmitglredern Westfalens 3 1 0 0 0 Mark als Spende zur heutigen Hauptversammlung gesammelt worden seien Der Buudes- direktor Lic. Everling nahm die Spende mit Tank entgegen und knüpfte daran die Mitteilung, daß diese Summe samt dem Restbetrag von 12 000 Mark der sogenannten Anti-BrnromauS- Sammlung des Evangelischen Bundes zu einer 4,r -§riedrich- Christian-Mcyer-Stiftung als protestantischer Wehrichatz zum Gedächtnis an den verstorbenen Bundesführer Meyer vereinigt werden würde.
Darauf hielt Landtagsabgeordneter Amtsgerichtsrat Dr. L o h - Pi a n n (Weilburg) einen Vortrag über die Vorbedingungen eine* wahren konfessionellen Friedens.
Er führte aus: Tie Friedensgejmnung, der Friedenswille besteht beiderseits in ansehnlick>er Stärke. Was ist es, das sie so zur Wirkungslosigkeit verdammt? Es ist das Bestehen einer konfessionellen politischen Partei,,deren Existenz von der Kampsesstimmung abhängig ist, und sie daher mit allen Mitteln erhält. Daß eine Partei in Deutschland besteht, welche die Garde Seiner Heiligkeit des Papstes zu sein sich rühmt, ist ein besonders großes Friedenshemmnis. Tausende, ia hunderttausend.' von Katholiken wollen nur ungestört ihres Glaubens leben Tie unfreundliche und gehässige Behandlung der evangelischen Mitbegründer gehört nicht zu Befriedigung ihrer religiösen Bedürfnisse. Man ,darf und kann aber nicht, wie man gern möchte. Offen zutage liegt der schwere Konflikt der deutschen Katholiken zwischen ihren kirchlichen und ihren vateUandischen Pflichten und das regelmäßige Obsiegen der ersterem Noch nie haben in einem Konflikt zwischen Staat und Kirche die^im. Zentrum organisierten deutschen Katholiken sich aus die ^cite Staates zu stellen gewagt. Tic Kirche hat entweder gründ ahlich immer recht oder bei einem Widerstreit zwischen den Pflichten wird das vaterländische Gewissen von dem kirchlichen Gclwrsam »um Schweigen gebracht.. Ter religiöse friede hangt Nicht ab Dom guten Willen eines Bischofs oder noch so vieler deutscher Seien, er hängt einzig ab von der Haltung des Papstes Wo ist aber der Mann, der emsthast glaubt, das; das Oberhaupt dtp: katholischen Kirche im Laufe der Jahrhunderte milder gegen die im Glauben Getrennten geworden sei, daß er gewillt sei, dem Protestantismus irgendwo auch nur Rechtsparitat freiwillig zu- Augcstehen oder in seinen Werturteilen über ine Resormation sich zu mäßigen. Vielleicht, wenn einmal ein Deutscher auf dem päpstlichen Stuhle säße. Aber das ist seit drei Jahrhunderten nicht geschehen und wird kaum jemals wiedergeschehen. Wir müssen andere Wege gehen. Nur ein st arker wat, der die Bedürstiisse und die Eigenart der in seinem Gebiet lebenden Kirchen kennt, vermag den Frieden unter den Konfessionen aus- rechtzuerhalten. Zur Gewährleistung eines auf Achttmg vor der religiösen Üeberzeugung anderer der ^'.mden Verhaltens der Staatsbürger untereinander muß g. fordert werden, dag
1 die Kirchenbehörden allw Jnsian en in ihren Beifügungen und Erlassen sich jeder kränkenden Be eichnung der nnte.en R Y\ gionsgemeinschaften, ihrer Stifter und großen Manner und vrer Einrichtungen enthalten, ohne daß die Berufung auf da- Gew-chi- heitsrecht des bekannten schmälzenden Kurralstils irgend eine Ausnahme und Entschuldigung abgeben könnte.
9 Tic Ausmerzung von Schmähworten aus Lehrbüchern der Gegenwart und Katechismen, die der gegenwärtigen Generation
Sport.
7. Rudertag des Süddeutschen RuderverbandeS.
--- Gießen, 8. Okt. Unter Anwesenheit von 51 Vertretern von 11 Vereinen des Verbands — der Mainzer R.-Ah . Fortuna war nicht anwesend — und einer großen Zahl Mitglieder der Verbandsvereine fand am Sonntag hier , im „Felsenkeller der ordentliche R u d e r t a g des Süddeutschen Rude r - V e r - Handes statt. Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden der Gießener „Hassia", E a st e i n , eröffnete ber erste Verbands-- Vorsitzende PH. Heidt die Tagung und brachte den Jahres- bericht zur Verlesung, der ausführlich das stete Emporbluhen des Verbands feststellt. Demgemäß konnte auch per Verbands-- kassier A. Metten einen sehr günstigen Kassenbericht Mit Ueber- schuß abstatten. Tie Anmeldung des Frankfurter R^-B. ,,Un=’ dine" wurde bis auf weiteres zurückgestellt. Bei der Borstands- wahl wurden gewählt: 1. Vorsitzeiider P h. H e i d t, 2. Vorsitzender I. Simm er (Flörsheim), 1. Schriftführer I. F i s ch ev („Borussia"), 2. Schriftführer Pt. East ein („Hassia0, Kassier A. M e t t e n (Mainzer Klub 1903), Beisitzer Ph. Beck er (Rüsselsheim), I. Sander (Kastel), W. Zimmermann (Nicderrach, Sigm. Meyer (Limburg), W. Walther (Offenbach) und K. Dietz (Amieitia). Nach Erledigung einiger von der Rüsselsheimer R.-G. „Undine" eingebrachten Anträge, wobei Rüsselsheim als Ort für den nächstjährigen Rudertag gewählt wurde, trat um 2hr Uhr eine Mittagspause ein. Während des int Hotel „Großherzog von Hessen" eingenommenen Mittagsmahls konzertierte die Kapelle Weller. Der 1. Verbandsvorsitzende Heidt brachte cm dreifaches Hipp, hipp, hurra auf den Großherzog aus. Nach der Mittagspause wurde der Antrag der Frankfurter „Amieitia" angenommen, wonach Verbandsvereine oder Regattaaasschüst'e nicht berechtigt sind, Herausforderungs- oder Wanderpreise zur Ausschreibung zu bringen, ohne daß diese Absicht vorher die Genehmigung des Bn- bandsvorstands gefunden hat, widrigenfalls dieser befugt ist, solche Rennen für ungültig zu erklären. Auch sollen Urkunden oder nähere Bestimmungen über solche Preise dem Verb andsvvr stand vorzulegen und noch eine beglaubigte Abschrift für das Verbandsarchiv zu liefern. Dem weiteren Antrag von „Amieitia", auf der Rückseite der Ehrenzeichen die Qualifikation des betreffenden Rennen für ungültig zu erklären. Auch seien Urkunden oder der Gießener „Hassia", Gast- und Begrüßungsvierer für die Folge im Rennboot auszuführen, fand Annahme. Zum Beschlus; wurde erhoben, daß in Frankfurt die erste (Anfang Juli) und tn Limburg die zweite (Ende Juli oder Anfang August) nächstjährige Regatta stattfindet. dLach lebhafter Aussprache über die Mainzer Regatta 1911 wurde an Händen des Beweismaterials über die verschiedenen Verstöße bei der Regatta, nachdem der Mainzer Klub 1903 den Frankfurter Schiedsspruch des Verbandsvorstands inbezug auf die Entscheidungen über den Kaiser-, sowie den Großherzogspreis anerkannt hat, der Mainzer Ruderklub „Fortuna", als alleiniger schuldiger Teil, ausgeschlossen. Alsdann wurden verschiedene innere Angelegenheiten erledigt.
Landkreis Giefzen.
-ck. Wies eck, 7. Okt. In der gestrigen Gemeinderatsitzung wurde das Ortsbaustatut, über das schon längere Zeit in verschiedenen Sitzungen beraten worden war, nach Abänderung der §§ 12 und 23 endgültig angenommen. Die nachträgliche Genehmigung von Arbeiten, llmpflasterung einiger defekter Stellen am Obergarten, wurde gutgeheißen. Die Anstellung einer Leichenfrau wurde, da die Gemeinde gesonnen ist, eine Leichenhalle auf dem Friedhöfe zu erbauen, bis aus weiteres vertagt. Die Entwässerungsarbeiten bei der neuerbauten Schule am Lichtenauer Wege wurden dem Karl Philipp Schäfer als dem Wenigstnehmenden übertragen. Zur Pflasterung der Brauhausgasse beschloß der Gemeinderat, wenn die anliegenden Besitzer nicht ein Drittel der entstehenden Kosten tragen wollen, von der Gemeinde nur einen Fußpfad anzulegen und zwar in der Mitte der Straße, so daß ein guter Zugang zum Backhause geschaffen würde.
= Staufenberg, 8. Okt. Das diesjährige Prets- schießen des Kriegervereins sand an den letzten ^Sonntagen statt. Die Beteiligung am Schießen wur sehr rege. Es erhielten Preise: Den 1. Ludw. Wellershausen, Salzböden, 2. Gust. Weller, Wieseck, 3. Karl Schieferstein-Salzböden. Weitere Preise erhielten noch: Ludw. Jung, Hch. Benzler und Will). Reuter von Staufenberg, Wilh. Opper, Daubringen, Hch. Feyh, Ludw. Reuter, Ludw. Vogel und Ludw. Zecher von Staufenberg, Friedr. Seiler, Daubringen
charakterisierten. , —
Der Zentralvorstand hat mir den Auftrag gegeben, eine von ihm befchloffene Erklärung zur Kenntnis der Haulstverwmmlung zu bringen. 'Auf dem zu Mainz stattgehabten 58 Katholikentage sind am Begrüßungsabend von einem der Redner folgende Worte gesprochen worden: „Die Geschichte unserer Generalversammlungen liefert uns den Beweis, daß auf ihnen niemals Verhandlungen stattgefunden haben oder Reden gehalten worden Und, durch die sich Andersgläubige mit Grund hatten verletzt fühlen Tonnen." Und am Schluß der Tagung hat ein anderer Redner behauptet, daß währeiid derselben kein Aiitzton sich bemerkbar gemacht habe, keine Rede ergangen sei, durch die Mitglieder anderer Konfessionen sich gekränkt fühlen könnten. Das sind kurz und klar, so bemerkt der Redner, und höslich gesprochen Unrichtigkeiten. (Sehr richtig.) In seinem Werk „Die deutschen Katholikentage" hat der Verfasser, Pastor Bräunlich (Halle), aus Grund amtlicher Protokolle urkundlich dargetan und, bewiesen, daß konfessionelle Friedensstimmung nicht zu den Regulsiten dieser Veranstaltungen gehört. Auf zeitlich zurückliegende Friedensstörungen brauche ich danach nicht cmzugehen. Ich will mich darauf beschräriken, aus der letzten, der 58. Tagung, ein besondeis markantes Beispiel anzuführen, um den Beweis zu erbringen, daß, mag sich auch die Tonart gegenüber früheren Tagungen herab- qemilbert haben, die Stimmung gegen uns die alte geblieben ist.
Auf dieser Tagung hat der Fürst vonLöwensteinin einer Rede auf Papst Pius X. die Borromäus-Enzyklika, also ungefähr das Verletzendste, was je ein römischer Papst über die Reformation, die evangelische Kirche und den deutschen Protestantismus schreiben Tonnte, verteidigt als den Akt zielbewussten Wollens eines pro- videntiellen Mannes, der gleich den drei Königen aus dem Morgen- lanfcc dem leuchtenden Stern seines Glaubens gefolgt fei. Derselbe Redner hat sich dann veranlaßt gesehen, mehrfach von den sogenannten Reformatoren des 16. Jahrhunderts zu sprechen. Im Zusammenhang mit den Schmähungen der Borromäus-En- zyklika bedeutet dies eine schwere Kränkung der evangelischen Konfession, die in dieser sogenannten Reformation eine Befreiungstat allerersten Ranges erkennt. Mit dem Verfasser der Borromäus-Enzyklika können und wollen wir nichts zu tun und gemein haben.
Am Nachmittage zogen die Festteilnehmer gemeinsam mit der evangelischen Tortmunder Bürgerschaft in einem langen
Fcstzuge
KU dem größten Versammlungslokale der Stadt, dem Freden- bäum. In diesem und in einem besonderen Festzelte fanden bann Parallelversammlungen statt, in denen das Thema: Deutsch- .evangelische Wacht im Vaterlande, in Oesterreich und in den Ostmarlen von Pfarrer Niemöller (Elberfeld), Justizrat Elze (Halle a. S.), Pfarrer A ß m a n n (Bromberg), Pfarrer Monski (Krems a. Donau) und Pfarrer Mahnert (Marburg a. Drau > behandelt wurde. , ,r r.
Am Abend fand im Stadttheater eine „Meistersinger" Aufführung statt. — Montag schließt ein gemeinsamer Ausflug nach der Hohensyburg die Tagung ab.
und Klein-Salzböden.
-an. Hungen, 8. Okt. Ein hiesiger 13jährrger Junge fuhr gestern nachmittag auf einem kleinen Wagen itzend eine Anhöhe herab, wobei er mit den Beinen lenkte. Er verlor die Gewalt über den Wagen, fuhr auf eine Hausecke auf und zog sich einen B e i n b r u ch zu. — Heute wurde in der evang. Arche das Erntedankfest gefeiert. Zahlreich waren besonders schön geratene Früchte aller Art am Altar niedergelegt, die später dem ", ' .
Verwendung überwiesen werden sollen.
Kreis Schotten.
Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater.
Opernhaus.
Montag, den 9. Oktober: „UnDiiie". Dienstag, den 10. Okt.: „Fräulein Teufel.8
Schauspielhaur.
Montag, den 9. Oktober; „Vertauschte Seelen." Dienstag, den 10. Oktober: „Vertauschte Seelen." (Anfang icbeSmal abenvS 7 Uhr.) .
Stan-esMNtsnachrichten.
Krofdorf.
a) Standesamt Krofdorf: Gemeinden Kinzenbach Krofdorf-Gleiberg, Vetzberg - b) St an d e sa mt Lannsbach. Gemeinden Lannsbach, Wißmar.
Aufgebote: Sept. 29. Friedrich Wilhelm Funk, Tag- lölmer in Ronshausen, mit Karolme Bork in Krofdorf. - Oft. 5. Heinrich Steinmüller, Taglöhner in Vetzberg, mit Elisa- betha^SchnepVnin ftr^f J Landwirt Heinrich Mandler in Kinzenbach ein Sohn, Ewald.
Oktober — -4- 15,0 ' C. =. 4. 9 3 “
Am 30. Sept, waren verseucht:
tioindu.öept. bis 6. Okt.
sind neu verseucht :
bouidu.eept. bis 6. Okt.
ist die Seuche erloschen in:
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Ettingshnuseli, Ober- Hörgern , Eberstadt, Bettenhausen, Obborn- hoien, Utphe, Bellersheim
Bettenhausen
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Berstadt, Heuchelheiln, Echzell, Ranstadt Bingenheim
Ganibach, Heldenbergen, Alünzenberg, Wohn- bach, Büdesheim, Diel-
Vilbel,
Brüchen-
brücken,
bad), Griedel, Bönstadt, Trais-Münzenberg, Rockenberg, Beten- heint, Rendel, Klein- Karben, Ober-Wöllstadt. Torn-Assenheim, Torheim, Ossenheim
Assenheim,
Angersbach, Lauterbach
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Flomborn
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