Ausgabe 
7.10.1911 Viertes Blatt
 
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m. 256 viertes Blatt

Erlchetnl figfid mit Ausnahme des Sonntags,

Die ^Gtetzrner FamllienblLNer" werden dem ,tin$eiger* viermal wöchentlich beigelegt, das Krdiblatl für den Kreis diesen zweimal wöchentlich. Die Landwirtschaftlichen Seit- frage»" erscheinen monatlich zweimal.

161. Jahrgang

Kchrmr Lzrtzer

General-Anzeiger für Oberhesjen

Samstag, X. Gttoder 1911

Rotationsdruck und Verlag der Vrüblichen UniversitätS - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: Redaktion:^^ 112. Tel.-Adr.: Anzeigerdieben.

Zahn-Greme

Mundwasser

Cheuffeurkurve.

mdwie erschlaffen: jedes beliebige Organ versagt, sobald die Äi iarrchzjchcnden Nerven nicht mchr mithin. Der Magen z. B.

MUMM

f fürKinder undKranke

^Pfeildreieck-Seifen .

Fabrikant:

AaffuRt Jacobi, Darmitadt

ihren feinen Verästelungen, die im Zentralnervensyitern Hirn- und Rückenmark ihren Ausgangspunkt haben, vermitteln die Nerven leben inneren und äußeren Lebens- Vorgang des menschlichen Körpers. Jeder Reiz, der den Körper trifft, die normale oder ge­störte Fuicktion irgend eines inneren Organs, ja selbst unter seelisches Empfinden wird unS Mt durch Vermittlung feiner und feinster Nervenfasern zum Bewußtsein und zum Ge­fühl gebracht. Ter große, starke MuSkel wird von dem kleinen, feinen Nerv beherrsckst, den man deshalb auch mit Recht den psychischen MuSkel genannt hat. Ter kraftvolle Arm des Athleten leistet nichts mehr, sobald seine Nerven

er mag im übrigen noch ganz gesund sein kann nicht mehr die Speffen genügend verdauen, Appetitlosigkeit und alle ihre bo>en Folgeerscheinungen treten auf, wenn die Magennerven ent­kräftet sind. Die moderne Zeit verlangt von uns ja nicht Ueber- anltrengung unserer Körpermuskeln, ober die erfordert unerbittlich täglich aufs neue Einsetzung unserer ganzen Kraft des Geistes und der Nerven. _ Die Folge i|t, daß wir inrr mit 9Nühe, unlustig unb mechanisch unsere tägliche Berussarbeit erledigen, die uns kerne Befriedigung gewährt. Unser Körper wird vernachlässigt. Sport und Spiel ungenügend gepflegt, werden zur unfnidTtbarcn Anstrengung, park durch Erfolg und Sieg unfern Geist zu er- nrutigen, zu erheben. Nervös überreizt, schwindet unser Llppetit, unser Heim bietet uns keine Behaglichkeit, Ruhe und Erholung mehr., Unbill, Unzufriedenheit, Unruhe, Sorgen rauben uns den schlaf, treiben uns unstet umher und lassen uns notgedrungen zu bedenklichen Mitteln greifen, um unsere Nerven künstlich für kurze irriit aufzupeitscl>en ober zu betäuben. Gegen dieses Elend, das nur aus unseren verbrauchten Nerven herslammt, finden wir in nnieren Medikamenten keine dauernde Hilfe, und eine Methode ständiger wissenschaftlich erprobter Pflege der Nerven, welche allein wirklich Helsen könnte, war bisher noch nicht gefunden.«

Tarin liegt aber das Verdienst der Arbeiten von Professor Dr. Habermann und Dr. Ehrenfeld, daß sie uns ein Mittel zu einer solchen Pflege unserer Nerven an die Hand gaben, mit dem wir hoffen dürfen, unsere Nerven die seelischen Muskeln in absehbarer Zeit ebenso kräftigen zu können, wie wir uniert physischen Muskeln schon längst zu stählen vermögen! Diese Fvrsäier stellten nach einem neuen, von ihnen entdeckten Ver­fahren, Nervenfubstanz m physiologisch reiner Form aus den Stoffen dar, aus welchen z. B. auch das sich aus dem Ei ent­wickelnde Hühnchen Gehirn und Rückenmark aufbaut, nämlich aus den, Bestandteilen des Eidotters! Die Wirkung solcher Nervew- substanz, welche auch Lecithin genannt wird, auf den Organismus ist eine ganz überrascheiü» günstige, wie dies von Serono, H. Claude, A. Zaky, Sencemrur und Paul es co, Carrier, Artös u. a. m. wi^erholt bewiesen ist.

Soweit bi eie guten Erfolge auf rein medizinischem Gebiet f&ei Tuberkulose, Zuckerkrankheit, schweren Nerven- und Gemütsleiden, Arterienverkalkung usw.) liegen, interessieren sie uns hier nicht

t»? ßential» Jicr< teifrtm, ber Sitz ia BeroufiftinS in te-aam alle kSrpcr- lit<n und geistigen Jhofnnbunaeti zn, ffcz mftrömtn t-tjw. 8-C iBfunbgtbung.

«euSgehen.

Sierras zu überfliegen. Nach Berichten nu8 dein Wriglstschen Hauptquartier luüvbeu derartige Leistungen mit der neuen Flügcl» maschine ohne Schivierigkeit zu beivältigen sein. In Kitty-Hawk in Nordkaliionneu, wo seinerzeit die Brüder Wright ihre ersten Versuche untcrnahmeu und eigene Schupven besitzen, sollen in den nächsten Wochen eine Anzahl der neuen Flügelmaschinen vor einer kleinen Schar amerikanischer und englischer Sachverständiger praktisch vorgeiührt iverden. Alan tvird dem Ergebnis dieser Vrobeflüge aui Grund der bisherigen Angaben über die Eigenart dieser neuen Flugzeiige mit Spannung entgegen sehen.

GanScL

Leitsätze s ü r Kalk. Seit Jahren verfügt die Bau­welt über die Normen für einheitliche Lieferung und Prüfung von Portlaudzemcut, die sich soivobl für den Fabrikanteu als auch für den Verbraucher als ein heilsames Erziehungsmittel erivieseu haben. Jetzt hat der Verein Teulscher Kaliwerke E. V. Berliii, Leitsätze für Kalk herausgegeben, die das Ergebnis lang­jähriger Untersuchungen und Beratungen unter Milwirkuug her­vorragender Fachleute darslellen. Die Kalke iverden in Luftkalke, schwachhydraulische Kalke und Wasserkalke geschieden und nach der Widerstandsfähigkeit ihrer Mörtel gegen die zerteilende Wirkung des Wassers beurteilt. Für die Feinheit der Mahlung bei pulver­förmigen Kalken sind Grenzzissern feslgelegt worden, ebenso hat man Miudestfestigkeiten für Zug und Truck bei den Mörteln ausgestellt.

Luftscbisfahrt.

Die n e n e F l u g e l m a s ch i n e der B d e r W r i g h t.

In der letzten Zeit mußte der Eindruck vorwalten, daß die Brüder Wright m dem Kampfe um die Eroberung der Lüfte in das Hintertreffen geraten seien. Waren sie auch die Ersten, die mit ihrem Zivcidecker größere Entfernungen im Fluge zurücklegten, so schieiien doch die Apparate ihrer Mitbewerber die ursprüiugliche Wright-Maschine zu übertreffen, und mau hörte immer weniger von den beiden ainerikanischeu Brüdern. Jetzt erfährt man au§ Neuyork, daß die Erfinder diese Zeil der Zurückgezogenheit nicht lateulos verbracht haben. Seit langer Zeit arbeiten Orville und Wilbur Wright in den abgelegenen Canddünen von Nord-Carolina an bedeutungsvolleu Versuchen, die mm zum Ziele geführt haben. Sie gipfeln in der Erfindung einer völlig neuen Jlugiuaschiue, oder richtiger gesagt F l ü g e l ui a s ch i u e, die, wenn die Berichte sich bestätigen, eine neue Entwicklungszeit in der Geschichte der Zlug- kuust eröffnen wird. Wie immer, haben auch diesmal die beiden Brüder ihre Versliche im Geheimen durchgeführt und keine Besucher zugclasien, ehe der Erfolg sich einstellte.

Als seinerzeit die ersten Nachlichten über den Wright'schen Zweidecker, die erste Schwerer-alS-dle-Luft-Maschiue, in die Leffeut- lichkeit drangen, erklärte Wilbur Wright in einer Unterredung, daß sie z»l dem Schraubenantrieb ihres Flugzeuges nur gegriffen hätten, weil alle Versuche einer mechauischeu Wiedergabe des Vogelsliiges mißglückt seien. Es scheint, daß die Brüder fctlbem in der Stille an der Lösung dieses vielumstrittenen Problems rastlos fortgearbeitet haben. Das Ergebnis ist die neue F l ü g e l m a s ch i n e, die man beinahe mit einer Schwalbe vergleichen möchte. Tas Vorbild der Schwalben, die mit wenigen Flügelschlägen weite Kreise beschreiben, war für die Bauart des neuen Flugzeuges maßgebend: es galt, mit einem Minimum von Kraftaufwand größte Flugkraft und Beivegllchkeit zu erzeugen. Ter neue Apparat besitzt keine Schraubenflügel, die motorische Kraft dient zur Bewegung der Flügel. Nachdem nun die umfangreichen Versuche die Möglichkeit einer solchen Konstruktion beiviesen haben, sehen sich die beiden Brüder am Ziele ihrer Wünsche, sie fühlen sich imstande, ein Flug­zeug zu schaffen, das in seiner Leistungsfähigkeit gegenüber den Zweideckern und Eindeckern einen ähnlich großen Fortschritt be­deutet wie einst der erste Wright'sche Zweidecker gegenüber den Freiballons.

In deii amerikanischen Fliegerkreisen hatte sich in der letzten Zeit eine merkbare Enttäuschung über den gegenwärtigen Typ der Flugzeuge fühlbar gemacht, uiid überall reifte die Erkenntnis, daß der Weg zu ivirklicheu Fortschritten über neue Erfindungen und durchgreifende Verbesserungen führen müffe. Gegemvärtig ringen eine Reihe amerikanischer Flieger um den Hearst - Preis von 200 000 Mark, der für einen Flug von San Franzisko nach Neu­york ausgesetzt ist. Die Flugergebuisse waren bisher durchaus un­befriedigend, und erst nm Samstag traf die Nachricht ein, daß auch Nobert Fowler, der vor drei Wochen von San Franzisko abgeflogen war, endgültig aufgeben müsse, weil es ihm nicht möglich sei, die weit über 3000 Meter hohe Bergkette der

Verkaufe-

Mtellen durch diene* Plakat kenntlich. hv/.

Hervenarbeit und Nervensubstauz (Licithin).

En Beitrag zum Berstäiidnis der Bedeutung des dnrch die Arbeiten «pn Professor Dr. Habermann und Dr. Ehrenfeld gewonnenen physiologisch reinen Lecithins.

Nachdruck verboten.

Tas geistige, geschäftliche unb gesellige Leben unserer Zeit oeansprucht eine außergewöhnliche Leistungsfähigkeit der Nerven- unb Körper­hafte. Ein Mensch mit über angestrengten, ver­brauchten Nerven unb Muskeln, ob alt ober jung, leistet nicht das, was seine Fähigkeiten erwarten lassen: er wirb mir zu leicht auf allen Gebieten überholt, verliert das Selbst- vertrauen unb schafft selbst bei eisernem Willen sem Pensum nur mit Aufbietung eines über- mätzigen Kraftverbrauchs, so daß das Uebel mit jeber täglichen Leistung vermehrt wirb.

Tie ganze Anlage der Minen unb die Ofetvinming der ostbaren Erze erfolgen auf eigenartige Weise. Aus Leitern teigen die Arbeiter herab in die Tiefe, wo eine eisige Kälte errscht. In der dunklen Nacht des Bergwerks glänzen mb glitzern olivengrüne unb gelbe Kristalle, die ans Sonnen- icht gebracht wie Gold unb Tiamanten strahlen. Auch Lasser ist in reichem Maße da, das silbern leuclftet unb prubelt. Es ist aber nicht trinkbar, unb daraus entsteht ?ie größte Schwierigkeit, die sich einer Ausbeutung der Jager durch viele Arbeiter entgegenstellt. Im weiten Um- 'reife der Minen herrscht häufig monatelang Trockenheit, mb kein Trinkwasser ist zu finden. Ebenso muß die Nah- runa von weither herbeigebracht werden unb ist auch nur ür den eingeborenen Arbeiter genießbar. Trotzdem nehmen üe Arbeiten schon jetzt einen guten Fortgang Alle Tage zieht eine Reihe von Ochsenkarren langsam die Bergwege oer Sierra d'Estrella herunter; das Knarren der schweren hölzernen Räder übertönt der melodische Gesang der Ochsen­treiber, die kostbare Ladungen Radium zur Eisenbaljn führen, damit sie ihren segenbringenden Weg durch die Welt antreten, gegen den Krebs unb andere Krankheiten als Heilmittel bienen.

Bei dem Reichtum der Radiumbergwerke wird sicher hier eine große neue Industrie entstehen, schon jetzt wächst die Ansiedlung, und neue Projekte sind in Aussicht. Das Wasser aus den Bergwerken, das eine hohe Radioaktivität besitzt, muß einen Reinigungsprozeß durchmachen, bevor es trinkbar ist, wird aber bann auch als Heilmittel ver­wendet werden können.

und geben nur ben praktischen Arzt an Wohl aber ist es Dr I cd c n von größtem Interesse zu erfahren, daß nach den Forsch- ungen innerer Physiologen unb Aerzle die erhöhte Ziiffchr von Nerveniubltanz in den Organismus von außerordentlicher Be­deutung für jebe gehnibe Lebenstätigkeit ist. Tenn auch in bat Nerven nndet ein Stoffwechsel, fortwährender Verbrauch und! Erneuerung der Nervensubstauz statt. In dem ermüdeten, schwachen oder kranken Nero schwindet die Nervensubstanz, wie man am Querschnitt der Nerven unter dem Mikroskop deutlich beobachten kann. Führt mau einem so geschwächten Körper neue Nerveniubstanz zu, so wirb, wie zuerst die Forscher Desgrez und ui ben amtlichen Berichten der frvnzösischen Wfabemi? der Wilsen schäft en erwiesen haben, diese besonders im Gehirn, Mckeu-- mark, überhaupt im ganzen Nervensystem zurückgehalten unb für den Lckensprozeß sofort verwendet. MicMerkeft, Kraft, Arbeits- und Lebensfteude treten wieder ein und machen den Körper gegen Ueberanftrengung widerstandsfähig. Nervensubstanz, Lecfthin, nach dem Verfahren von Professor Dr. Habermann und Dr. Ehrenfeld, fti physiologisch reiner Form, dem menschlichen Orga­nismus adäquat unb von guter Wirkung, gelangt nur im Biocftin zur praktischen Darreichung.

Vioeitin ist ein wohlschmeckender, pulverförmiger Extrakt aus den leichtest oerbaulichen, natürlichen, also chemisch mroerembertat Wertanteilen von Eidotter unb Milch (alles schwerer Verbaiv- liche ist daraus entfernt) unb enthält ca. 10 o/o der physiologisch reinen NervenfubstanH Lecithin nach Professor Dr Haber­mann unb Dr. Ehrenfelb. So bildet Bwcitin ein vertrauenswertes Nähr- und Kräftigungsmittel für jeden erschöpften Organismus in geistiger unb körperlicher Hinsicht; es bildet für den Schwer­kranken ein gern genommenes, leicht verdauliches, krafffpnidendes Nahrungsmittel, schafft eine hochwertige Nährguelle sich Ichwachliche unb blutarme Personen, kräftigt unb fördert tat Substanzen atz der Nerven unb ist für Ermüdung^- unb Er- schlaffungszustände des Körpers wie des Geistes von kaum je er­holter Nutzbarkert. [C7 /ia

Rivcitin ist in Apotheken unb Drogerien vorrätig Ein Ge- Ichmacksmuster nebst wffsewchaftlicher Broschur über rarionelle Nervenpstege leidet kostenlos bit Biocfttzt^abrik G. m. b. H.,- Berlm 8. A. XI*.

Die Entdeckung eines Raöiumbcrgwerfes.

Die Entdeckung des reichsten bisher bekannten Radium lagers, aus dem das kostbare Element in gewaltigen Menge, aewonnen werben kann, ist einer englischen Expedition unter uührung zweier bekannter Minensaci)verständiger, .Harry un Fred March, gelungen. Tie romantischen Menteuer diese Radiumsucher, ihren endlichen Erfolg und die Anlage de einzigartigen Radiumbergwerks schildert N. Keith Bushel in einem Aufsatz des Wide World Magazine.

Die Expedition hat große Ländergebicte durchforscht bevor es ihr gelang, ein bedeutendes Lager dieses kostbarsten Stoffs der Erde zu finden. Man begann die Untersuchungen m Oesterreich, wo sich bisher das einzige Bergwerk der Welt in dem die das Radium enthaltende Uranpechblende gc Wonnen wurde, befand, nämlich Joachimstal in Böhmen Dami durchzog man Marokko und die Goldküste unter großen Entbehrungen und gefährlichen Abenteuern, bis schließlich die Expedition im nordöstlichen Portu gal sich am Ziel ihrer Wünsche sah. Auf den Höhen des Gebirges der Sierra d'Estrella, wo vulkanische Gewalten der Vergangen beit steile Felspfeiler in die Höhe geschleudert und tiefe Täler ausgehöhlt haben, entdeckte man in einer Tiefe von nur 20 Fuß reiche Lager von fast völlig reinem Uraninm, dem Muttererz des Radium. Die Expedition sicherte dem Staate Großbritannien das Recht der Ausfuhr dieser Sck)ätze und begann unter großen Schwierigkeiten sogleich mit der Ausbeutung der gewaltigen Lager. Die kleine Stadt Gu arda,nahe bei der spanischen Grenze, einige 6000Fuß über dem Meeresspiegel auf dem Gebirge der Sierra d'Estrella gelegen, wurde zum Hauptquartier der Radium sncher auserfehen. In der wilden unwirtlichen Gegend, umgeben von räuberischen und betrügerischen Einwohnern, die der Expedition alle möglichen Hindernisse in den Weg legten, war es nicht nur schwer, die Lager ausfindig zu wichen, sondern auch die nötigen Leute zu gewinnen, um das ^rgnx-Tf ein^nrichten. Nicht selten mußte der Revolver verräterische Führer oder widerspenstige Arbeiter gehorsam wichen.

Bei den Forschungsreisen durch das Land, die in einem tnckftgen Auto ausgeführt werden mußten, waren die Ra- U^msncher den Unbilden der Witterung so ausgesetzt, litten derartig unter Hunger und Durst, baß ein Mitglied de; lftpedilwn starb und mehrere andere schwer erkrankten. Ed lieblich aber war ihr Unternehmen doch von Erfolg ge­krönt.Wir fanden ein reiches Lager von Uraninm, etwa < Kilometer von der alten Stadt Guarda entfernt," berichtet He-rry March. Zum Versuch unternahmen wir an drei dl Ilcit nähere Untersuchungen, und die Ergebnisse gingen ürer alle unsere Erivartungen. An einigen Stellen stieß dcreits der erste Schlag der Hacke auf Uranerze, wahrend toir an anderen etwa 20 Fuß tief in den Felsen eindringen mußten. Durch Anlegung von vorläufigen Schachten ver­mochten wir den Gehalt und Umfang der hier befindlichen Ltger zu prüfen. Wir schätzen, daß aus diesen Bergwerken Oüiarba Radium mit höchstens einem Drittel der fijoften aewonnen werden kann, als sie die Produktion aus Pech­blende erfordert." Da das Radium heute noch fabelhaft hohe Preise erzielt für den tausendsten Teil eines Gramms terben 400 Mark und mehr gezahlt ist die Verbilligung dieses Elements von höchster Bedeutung. Ta außerdem bisher großer Mangel an Radium herrschte, so werden die Lager im nordöstlichen Portugal für die Erforschung mb Verwertung des Stoffes von ungefcurem Nutzen fein. Ms größte Hindernis für die Ausbeutung der Bergwerke isl die Kulturlosigkeit der Gegend, in der sie liegen, sind die geradezu unerträglichen Lebensbedingungen, die in Guarda ^tischen. Obwohl der Ort sehr hoch liegt und deshalb von Mur gesunde Lebensbedingungen auf weist, herrschen Krank- h'-it und Elend in dem Städtchen, da auch nicht das Geringste für sanitäre Vorrichtungen getan ist und überall Schmutz m-b Unrat dem zivilisierten Europäer entgegen starren, per Charakter der Bewohner ist höchst gefährlich; äußerlich freundlich und hilfsbereit, sind sie beim leisesten Anlaß jähzornig und rachsüchtig und rasck) mit dem Dolch bei der .',nnd. Trotzdem haben die Brüder March bereits eine, j?nn auch rohe Organisation der Bergwerke durchgeführt'

- n-ielR,«°hes -----STasc^nenkau, t.cktrotooMk,

echmkum Bmqen < AY.t?,f,,oblll?au/ Brückenbau.

«j____ Direktion: Prof, asor Hot

vüchertisch.

Lloyd-Kursbuch der Schnellzüge im Deutschen und Internationalen Verkehr. Winter-Ausgabe 1911/12. Bei­lage: Uebersichtskarte der Schncllzugslinien von Mitteleuropa, Stadtpläne größerer Verkehrszentren Europas. Welt-Reise-Verlrg G. m. b. H., Berlin W. 35. Tas bisher unter dem NamenHob- bings Zbursbuch der Schnellzüge" bekannte jtzursbuch erscheint von jetzt an unter dem NamenLloyd jtzursbuch der Schnell­züge". In der kurzen Zeit seines Bestel-ens lmt dieses Kursbuch zahlreiche Freunde sich erworben. Drei Tinge sind es, die bent Reisenden den Gebrauch der gewöhnlichen Kursbücher ei'schweren, nämlich die große Summe lokaler Züge und bergt., die er nie benutzt, die Tatsache, daß die meisten Routen nicht zusammen­hängend dargestellt sind, sondern vom Reisenden mit vieler Mühe zusammengesucht werden müssen, und eiidlich die vielfache Ail- wendung von schwer verständlichen Zeichen. Allen diesen Miß­ständen wird durch dasLloyd Kursbuch der Schnellzüge" ab geholfen, indem es im wesentlichen lediglich Schnell- und Eil­züge, und lediglich Schnellzugsstationen bringt, während es Per- lönenzüge nur soweit berücksichtigt, als sie Zwischenglieder zwischeti internationalen Linien bilden, unb indem es mit Verzicht auf legliche Zeichen alles, was über die Verkehrsdauer, Zusammen­setzung, Wageuklassen, direkte Wagen usw. bei ben einzelnen Zügen zu sagen ist, am Fuße jeder Seite in alphabetischer Ordnung kurz und deutlich bringt.

Sicher und HchnierzloH wirkt das echte Radlaner'sche Hiilnrer- vuacnmittcl. Fl. 60 Pfg. Nur echt auö der Kronen 'Upotbckc, Berlin W. 8. Devot in den menten Apotheken und Drogerien. (slw/B