fttiderirt, t Berlin, 78 I. —■ Juni: 8. Auguste Taglwni, ehem. TSnMerin, f TegÄ-Berlin, 75 I. — 14. Johann Svendsen, nord. Kmnponist, t Kopenhagen, 70 I. — JÄi: 2. Felix Mottl, Operndirigent, t Nönnchen, 54 I. — 25. Genevieve Lantelme, fran4. Schauspielerin, f (verunglückt auf einer Rheinfahrt). — Oktober: 10. Ernst Hartmann, Hofburgschauspiel er, f Wien. — Novetnbor-: 16. Ottilie Gente, ehem. Schauspielerin, t Ebers- UMtlbe, 83 8
Verschiedene.
Januar. 5. Gräfin Gobineau, Witwe des Lichters Artur Gobineau, t Paris, 54 I. — Februar: 5. Mathilde Freiftau v. Schiller, Witwe des Dichters Enkel Friedrich, die letzte Trägerin des Namens, t Stuttgart, 75 I. •— 27. Wilhelm Frhr. v. Starck, Kurdirektor von Bad-Nauheim, t Baden-Baden, 51 I. — April: 14. Elise Haase, Witwe des Schauspielers, t Berlin, 73 I. — Juli: 10. '2)r. August Oncken, Nationalökonom, t Schwerin i. M., 67 I. — 29. Oskar Carre, Zirkusdirektor, t Koppenhagen. — August: 26. Henriette Tiburtius, Vorkämpferin der Frauenbewegung, t Berlin, 76 I. — 30. Rosa Sonncmann, Witwe des Begründers der Frankfurter Zeitung Leopold Sonnemann, t Frankfurt in. M. — Emilie v. Bunsen, Tochter des Diplomaten, t Karlsruhe i. B., 84 I. — Oktober: 3. Helene v. Dönniges-Rakovitza, ehern. Geliebte Ferdinand Lassalles, später Schauspielerin, t München.
Aus Stadt und Land.
Giessen, 29. Dezember 1911.
** I m Kun st verein dürften die ausgestellten Sammlungen von Oßwald Grill-Wien, Georg Jahn-Dresden und L. Majeswki-München die schönsten sein, die die Ausstellung in dec letzten Zeit aufzuweisen hatte; das beweist auch der iiändig sehr rege Besuch der Ausstellung. Besonderes In- teresse zeigen die vier großen Temperabilder des Malers Grill, deren Motive auS den Jagdgebieten des Kaisers von Oesterreich entnommen sind. Die Ausstellung bleibt nur noch acht Tage, einschließlich zweier Sonntage, ausgestellt.
** D er Kriegerverei^i Gießen feierte am Wend des 27. Dezember in Steins Saalbau sein Weihnachts- fest. Der Saal war von Mitgliedern und deren Famllien geradezu überfüllt. Nach einem von Fräulein Haupt in bester Weise zum Vortrag gebrachten Prolog begrüßte der 1. Vorsitzende Gabriel die Anwesenden und dankte für das so zahlreiche Erscheinen, worauf das gemeinsame Lied „O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit" folgte. Aus dem reichhaltigen Programm erwähnen wir die beiden Theaterstücke „Unverhofftes Weihnachtsglück", Kinderspiel in einem Aufzug und „Die Versöhnung unterm Weihnachtsbaum", militärisches Familienstück in zwei Bildern, die sehr gut und mit viel Warme gespielt wurden. Sie brachten die richtige Weihnachtsstimmung in die Zuhörer. Reicher Beifall lohnte die Mitwirkenden. Eine Verlosung brachte manche Ueberraschung. Den Schluß bildete ein flotter Tanz. Die Kapelle unserer „116er" hat sich durch sehr schöne Weisen hervorgetan.
Landkreis Gießen.
— Steinberg, 28. Dez. Hier wurde dieser Tage ein Geflügel- und Kaninchenzuchtverein gegründet, dem schon 30 Mitglieder angehören.
= Hausen, 28. Dez. Zum Weihnachtsfeste wurde eine hiesige arme Bergmannsfamilie mit einem sehr großen Geldgeschenk aus der C. W.B. Fe r nie scheu Stiftung durch deren Vertreter Herrn Pascoe hocherfreut. — Am heiligen Abend führten die Schulkinder das schöne Weihnachtsfestspiel von Therese Köstlin in überfülltem Gotteshaus auf, was den Kindern und der Gemeinte viel Freude machte.
Lich, 28. Dez. Das so seltene Fest der diamantenen Hochzeit feiert am 2. Januar kommenden Jahres das Ehepaar Dr. Kreuder und Frau Elise, geb. Güngerich. Dabei befindet sich das diamantene Jubelpaar in voller geistiger und körperlicher Frische.
---Langgöns, 28. Dez. Der Gesangverein „F r o h s i n n" hielt am 24. 'Dezember seine Weihnachtsfeier ab, der am zweiten Feiertag der Vereinsball folgte. Für Mitte Januar ist ein kociterer Unterhaltungsabeird geplant. Der Höhepunkt der winterlichen Veranstaltungen dürfte aber das, aus Anlaß des diesjährigen Stiftungstages am 3. Februar stattfindende Konzert werden. Als Orchester hierzu wurde die Militär-Musikschule zu Friedberg gewonnen. Da der Verein unter feinem Dirigenten Lehrer Schwinn mehrere größere Chöre erstmalig zum Vortrag, das Programm auch sonst manches Neue bringt, darf man dein Abend mit Spannung entgegensehen.
Zl Ober-Bessingen, 27. Dez. Weihnachten mit blühenden Rosen im Freien gehören wohl zuin Außer- gewöhnlichen. In unserem Orte ist diese seltene Erscheinung gegenwärtig zu beobachten. In einigen geschützt gelegenen Hausgärten hoben Rosenstöcke in diesem Jahre zum dritten Male Blüten angesetzt.
Kreis Büdingen.
v. Geiß-Nidda, 28. Dez. Am Vorweihnachtstoge, am Samstag, gab es einen großen Umzug durch das Dors, dec alles auf die Beine brachte. Die hiesige Schäferei feierte den Tag dec Wintersonnenwende mit Einzug dec Schafe ins Winterquartier. Können sich doch die ältesten Leute nicht entsinnen, daß die Schafe bis Weihnachten im Freien bleiben konnten und dem Bauer das Futter sparten. Bei den knappen Futterverhältmssen — man denke nur an Grummet und Dickwurz — doch ein Lichtblick in dieser Not. Grund genug, sich zu freuen. Die Schäferhütte, von zwe> Schimmeln gezogen und mit einem Christbaum geschmückt, fuhr voran und alle Schafe nebst den Viehzüchtern in wohlgeordnetem Zuge hinterher. Am Hause des Schäfers endete der Zug mit verschiedenen Ansprachen. Am Abend fand beim Bier eine gemütliche Nachfeier statt. — Am Bescherabend hielt der aufblühende Turnverein zu seinem am zweiten Feiertage abzuhaltenden Theaterabend Hauptprobe. Am ersten Feiertag abend feierte die Gemeinde Weihnachten in der Kirche. In Wort und Lied verkündeten die Schüler die alte Mär: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden. Den Glanzpunkt aller Feiern bildete die Theateraufführung red Turnvereins am zweiten Feiertag abend. Der Verein übergab dem rührigen Altmeister und eifrigen Förderer und Pfleger unseres jungen Vereins, Herrn H. Wolf von Nidda, in Anerkennung seiner Verdienste ein Ehrendiplom. Gestern abend fand in einer Versammlung deS Kriegervereins die Reihe der öffentlichen Veranstaltungen ihr vorläufiges Ende.
KrciS Schotten.
? Ulrichstein, 28. Dez. Eine Fran aus einem benachbarten Orte war längere Zeit magenleidend und nrußte dieser Tage operiert inerten. Zur allgemeinen Ueberraschung sand der Arzt in ihrem Magen eine erstaunliche Menge — Kaffeesatz Kreis Friedberg.
x Bad-Nauheim, 27.Dez. Der hiesige Bildungsverein bezog heute die neuen Räumlichkeiten, die ihm von der Stadt im alten Rathaus am Markt für seine Zwecke überlasten worden sind. Ein Bibliotheksraum und ein öffentliches Lesezimmer stehen dem Verein jetzt zur Verfügung; in den 5 Jahren seines Bestehens mußte er sich seither auf eigene Kosten einen Raum mieten. — Zur Anlage eines für
Unterrichtszwecke der Volksschule bestimmten Schulgartens bewilligten die Stadtverordneten 640 Mark. Das dazu nötige Gelände beim Staotschulgebäude ist bereits städtisches Eigentum.
Starkenburg und Rheinhessen.
m. Offenbach a. M., 28. Dez. Zum Direktor des städtischen Elektrizitätswerkes wurde Direktor Schirrmache r - Schwerin, der bisher Leiter des Schweriner >Elek- trizitätswerkes war, mit einem Gehalt von 8000 Mk. gewählt. Zum Direktor des Gaswerkes wurde Betriebs- ingenieur Oetken aus Mainz gewählt. Sein Gehalt beträgt 7200 Mk. — Bürgermeister Maier in Klein-Auheim wurde durch das Kreisamt seines Amtes enthoben und Beigeordneter Roth-Klein-Auheim mit der Führung der Dienstgeschäftc betraut. Maier soll sich auf seinem Dienstzimmer sittliche Verfehlungen zu Schulden haben kommen lassen.
Arrcbe und Schule.
= £) f f e n b a d), 28. Dez. Die 5. I a h c.e s v c r s a in m - Lung des Vereins evaüg. Organisten und Chor-, dirigenten im Großherzogtum Hessen fand am 3. Weihnachtstage unter dem Vorsitze von Reallchrcr Müller- Friedberg hier statt. Eingeleitet wurde die Tagung durch musikalische Vorführungen in der Schloßkirche, die die Organisten Ritter und Munker und die Ehvcschulen Offenbachs Unter Leitung der Dirigenten Zimmer, Kammer und Dörmer veranstalteten. Orgelvorträge des Organisten Fritz in der franz, ref. Kirche schlossen fid?, an. Die Verhandlungen nahmen nahezu drei Stunden in Anspruch. An Jahresbericht und Rechnungsablage schlossen sich Mitteilungen, ein Bericht über Orgelmotore (Fritz-Offenbach), Besprechungen u'ib er Liedersammlungen für Chvrschulen und die von der Rh in-Prcvfipialshnote a. s .estcll en „Richtlinien für Pfarrer und Organisten". Der gelegentlich des 23. Deutschen cDang. Kir ch enge sangv ereins tag es zu Hannover von den dort anwesenden Vorsitzenden der Landes- und Provinzialvereine für notwendig erachtete und daselbst auch vollzogene Zusammenschluß zu einem „Verbaute cvang. Kirchenmusiker Deutschlands" wurde gutgeheißen. Durch Zuruf erfolgte die Wiederwahl des Vorstandes; an Stelle des verstorbenen Vorstandsmitgliedes Küßner-Mainz übernahm Runk-Okarben die Rechnung. Die nächste Versammlung soll in Frankfurt stattfinden.
UniverMäLs-Nachrschten.
— Ter o. Professor der Zoologie an ter Universität Frei - 6 h r g i. Br., Wirkliche Geheime Rat Dr. med. et phil. August W e i s m a n n wurde auf sein Nachsuchen auf 1. April 1912 in den Ruhestand versetzt; er erhielt deshalb das Großkreuz des Ordens vom Zähringer Löwen. W. steht im 78. Lebensjahre. Sein Geburtsort ist Frankfurt a. M. Zuerst studierte er Medizin in Göttingen. 1863 ging er nach Gießen zu Leuckart, um sich ganz ter Zoologie zu widmen und habilitierte sich noch im gleichen Jahre in Freiburg i. Br., wo er 1871 Ordinarius wurde. Seil Darwin, zu dessen Jüngern und begeistertsten Vorkämpfern in Deutschland der Gelehrte gehört, hat wohl kein Forscher einen solchen Reichtum fruchtbarster Gedanken in die Erörterung des- oentenz-theoretischer Fragen geworfen, eine solche Fülle bedeutsamster Forschungen angeregt wie August Weismann.
Sport.
Dem Wintersport in den deutschen Gebirgen ist die Dezember-Nummer der Bundeszeitschrift der deutschen Verkehrs-Vereine gewidmet. „Winter" könnte man diese prächtige Nummer ter „Deutschland" (Verlag der Düsseldorfer Verlags- Anstalt A.-G.) am sprechendsten bezeichnen. Mit Begeisterung wird in dem einleitenden Aufsatz das Loblied des Winters gesungen. Auck) der übrige Teil dec Nummer bietet manches Interessante.
verinischtes.
Tf. D er Klub der Christki nder. In London ist jüngst ein besonders merkwürdiger Klub ins Leben getreten, nämlich der der Christtinder, worunter solche Menschen zu verstehen sind, die am Weihnachtstage geboren sind. Der Klub nimmt es insofern nicht genau, als er auch die als „Christkinder" anerkennt, deren Name eine enge Beziehung zum Weihnachtstage hat. Wie die „Evening News" über diesen merkwürdigen Klub berichten, haben seine Begründer einen Aufruf zum Beitritt erlassen, auf den aus verschiedenen europäischen Ländern Antworten eingegangen sind, so daß der Klub schon eine ganze Menge Mitglieder hat. Zu den Zwecken des Klubs gehört es u. a. alljährlich während der Weihnachtszeit große Feste zu veranstalten, also gewissermaßen eine große Geburtstagsfeier feiner Mitglieder abznhalten. Das erste Werk des neugearünteten Klubs war ein wohltätiges Werk: er hat nämlich einen Findling, der am 25. Dezember 1899 geboren worden ist, als Mitglied ausgenommen und sorgt nun für dessen Erziehung.
ck. Der Tod des „Blitzr echners" Arthur Griffith, der durch seine Vorstellungen in Amerika eine große Berühmtheit erlangt hatte, wird aus Neuyock berichtet. Er wurde in einem Hotel in Springfield am Morgen tot in seinem Bette gefunden. Die Aerzte nahmen an, daß Grifsith, obwohl er bei seinen ans Wunderbare grenzenden Leistungen mit großen Zahlen, die ihm das Publikum vorlegte, nur zu spielen schien, in Wirklichkeit doch außerordentliche geistige Anstrengungen zu überwinden hatte, die einen Schlaganfall zur Folge hatten. Griffith, ein Farmerssohn, wurde vor vier Jahren in Indiana von einem Chicagoer Journalisten entdeckt. Der damals 27 jährige arbeitete für 2 Mk. täglich und Kost, als er der Aufforderung, eine Tournee zu unternehmen, folgte. Im Februar 1910 unterzog er sich einer Prüfung durch die Havard-Universität, die ihm Rechenaufgaben vorlegten, worauf er ihm sofort die Lösungen mitteilte; dann aber drehte der Geprüfte den Spieß um und gab den Professoren verhältnismäßig leichte Ausgaben, die die gelehrten Herren vollständig zum Schweigen brachten.
— Menschen ohne Durst. Ein neuer krankhafter Zustand, von dem man bisher gar nichts gewußt hat, ist von dem Fnnsbrucker Professor Dr. Schmidt, wie er in der Medizinischen Klinik mitteilt, entdeckt und mit dem Namen Oligodypsio gleich Durstlosigkeit belegt warten. Anläßlich einer Patientin, die uutteilte, sic empfinde seit einiger Zeit keinen Durst mehr, wurde er auf diese Erscheinung aufmerksam und fand bald unter feiner Klientel eine Anzahl von Personen, die nur ein gering entwickeltes Durstgefühl besaßen, ohne daß sie sich dieses Zustandes immer bewußt waren. Es hantelte sich falt immer um Neurastheniker, die einen nachweisbaren Krankheitsbefund in den Organen nicht aufwiesen. Auch bei großer Hitze haben sie keinen Durst, können auch nickst schwitzen, selbst im Tampfbade nicht oder nach Aspirin. Irgend eine Unannehmlichkeit haben sie, wie gesagt, von ihrer Eiaenttunlichkeit nickst. Nur sollen sie in- solge der mangelhaften Wasseraufnahme zur Steinbildung — Blasen- und Gallensteine — neigen.
Ff. Maeterlincks Wette. Maurice Maeterlinck, der lüngste der literarischen Nobelpreisträger, befindet sich gegenwärtig auf der Reue nach Amerika. Tiefe Reise hat Veranlassung zu einer drolligen Wette zwischen ihm und dem Leiter der Oper- zu Boston gegeben. Bci ter Wette handelt es sich darum, ob es dem Lichter gelingen wird, Boston zu erreichen, ohne erkannt und von den ameiilanischen Reportern auSgefragt zu werden Rtaeterlinck hat sich noch nie in dieser Art ausftagen lassen und gebentt dieser Gewohnheit treu zu bleiben. Nach den Wett- bedingungen hat er das Reckst, sich jeder beliebigen Verkleidung zu bedienen; wird er aber erkannt, so ist er verpflichtet, sich der Operatron einer Unterredung zu unterwerfen. Die Wette geht um oOO Dollars, und wie aus Neupork berichtet wird, bewachen die dortigen Reporter bereits Tag und Nacht teil Hafen, um den „blauen Vogel" nicht durchs Garn schlügen zu lassen.
Kleine Cageschrontt.
, , JfeL inPfalzdor f (Rheinprovinz) in einer Sandgrube beschäftigte Knechte wurden von einstürzenden Sandmassen ver
schüttet. Nach breiüiertelftünbigem Arbeiten wurden die SSetn unglückten als Leichen geborgen. . ■
Aus Hamburg wird gemeldet: Eine Witwe, die schon seit; einiger.Seit in einer Irrenanstalt unter gebracht ist, erfaßte Plötz-, lich auf einem Spaziergänge ihren 18 jährigen Sohn, umwickelte ihn mit einem Strick und warf sich mit ihm in einen Sana IJ Ein Hausdiener sprang nach und Tonnte sie mit Hilfe eines! Schutzmannes retten.
In Lübeck wurde infolge des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche die Viehguarantäneanstalt geschlossen. 1100 Rinder mußten abgeschlachtet werden.
In der Nähe des Torfes Biesen in Posen fand ein Bauer beim Pflügen die Leichen einer 35 jährigen Frau und eines kleinen Kindes. Allem Anschein nach liegt ein Mord vor.
Bei einem Einbruch in das Elektrizitätswerk in Bitterfeld erbeuteten Diebe elektrische Apparate aus Platin im Werte von 10 000 Mark.
Wie aus Monte Carlo gemeldet' wird, verhaftet« die dortige Polizei drei Einbrecher, die am hellichten Tage in die Villa ter italienischen Künstlerin Fanni Lio na eingedrungen waren und nach heftigem Widerstände des Zimmermädchens die Schmuck fach en und Wertpapiere im Betrage von 500 000 Francs geraubt hatten.
Aus Glatz wird gemeldet: Ter französische Spion; Hauptmann Lux, der im Juli d. I. zu s«hs Jahren Festung verurteilt worden war, ist aus gebrochen und bisher nickst wieder ergriffen worden. Er soll feine Flucht am Vormittag bewerkstelligt haben, indem er sich an Bindfaden, die zum Verschnüren von Paketen gedient hatten, an der Festungsmauer her- unterließ. Nach anderen Berichten soll Lux schon am 27. Dezember nachmittags aus der Festung entflohen sein.
Bei der Weihnachtsfeier im Grotowskischen Waisenhaus in Lublinitz entzündeten sich die Mietbar von fünf Waisenkindern. Zwei wurden getötet, drei schwer der-, brennt.
In Chesterfield brach beim Weihnachtsfest ein Brani aus, wobei elf kleine Mädchen zum Teil schwer verletzt wurden. In Norwich (England) begab sich der Leutnant Barclay in einen Zwinger, in dem sich zwei junge, angeblich zahme Löwen befanden. Barclay wurde von dem einen angefallen und so schwer verletzt, daß er st a r b.
handel. i|
Stettin, 28. Dez. Der „Ostseezeitung" zufolge ist das Bankgeschäft von Stettin und Kolbe in Konkurs geraten. Geschädigt werden etwa 200 Gläubiger, meist kleinere Leute. Auch die V o l k s s p a r k a s s e soll mit einem Betrag von 20 000 Mark in Mitleidenschaft gezogen sein. Zahlreiche Depots sollen angegriffen sein. Von der Verhaftung ba; Inhaber ist vorläufig noch Abstand genommen worden.________
Märkte.
fc. Wiesbaden, 28. Tez. Heu- und Stroh markt. Angefahren waren 3 Wagen mit Heu und Stroh Man notierte: oen 10.00—10.60 Mk„ Stroh (Richtstroh) 6.60—0.00 Alk. — ruchtmark t. Haler 19.60—00.00 Mk. Alles kür 100 Kilo. !
Airchliche Nachrichten«
Lvaiiaeltjche Gemeinde.
Sonntag, den 31. Dezember, Silvester.
Gottesdienst. *
In der Stadttirche.
Vormittags 9% Ubr: Pfarrer D. Schlosser.
Abends 6 Uhr: Plärrer Schwabe.
In der Zohannertirche.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Ausfeld.
Abends 8 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.
Neujahr, Al o n t a g, den 1. Januar.
Kollekte für die Armen.
In der 8taütkirche.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
Abends 5 Uhr: Vlarrer Schwabe.
Abends 7 Uhr: Weihnachtsfeier für die konfirmierte männliche Jugend der Matthäusgememde.
Donnerstag, den 4. Januar, abends 8 Uhr, im Markussaal: B i b e l st u n d e. (Ausgewählte Psalmen). Pfarrer S ch w ab e.
In der Iohannestirche.
Vormittags Uhr: Plarrafsistent Schorlemmer.
Abends 5 Uhr: Siehe Stadlkirche.
Am nächstkünltigen Sonntag, den 7. Januar, als am 1. Sonn« tage nach Epiphanias, leiern twir das Landesmissionsfest. Dabei wird die alljährliche Kollekte <ür die Heidenmission erhoben werden«
Uathoitsche Gemeinde.
Gottesdienst.
SamStag, den 3 0. Dezember. )
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.
Sonntag, den 31. Dezember.
Sonntag nach Weihnachten.
Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit Aut hl. Beicht.
, um 7 Uhr: Die erste heil. Messe.
, um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
„ ; unt 9 Uhr Hochamt mit Predigt.
, um 11 Uhr Heil. 'Messe mit Predigt.
Nachmittags um 5'/, Uhr: Predigt, darauf Andacht mit Te deuw und Segen.
Abends um 6 und 8 Uhr ist Beichtgelegenheit.
Montag, den 1. Januar: Fest der Beschneidung Christi.
Vormittags von 6*/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
„ um 7 Uhr: Die erste hl. Messe.
„ , 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
•3 „ - 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
„ u 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt. Militärgottesdienst.
Nachmittags um 3 Uhr: Fest-?lndacht mit Segen.
Die Marktpreise für Bieh und Frucht und die Gießener Fleisch- unb Broipreise am 27. Dezember 1911.
Meteorologische Beobachtungen der Station Stehen.
Schlachtoiehpreise in Frankfurt a. M.
Fleischpreise in Gießen
Ochsen
Halber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 74—93 Mk.
Kg. Schlachtgw 76-102 Vf.
V» - - 62-65
Kg. 82—90 Vfg.
7, , 76—80 , '/, „ 64-86 ,
Getreidepreise in M a n n h e i m
Arotpreise in Gießen
Weizen 100 ttg. 22.00-22.50 Mk.
Roaaen 100 Kg. 19.60-00.00 Alk.
Weißbrot 2 Kg. 62 Pfg. Schwarzbrot 2 Kg. 54 Vfg
Höchste Temperatur am 27. bis 28. Tez. — -s- 6,1 ‘J.
Niedrigste , , 27. , 28. , = -4- 3,1 *0.
Niederschlag: — 0,8 mm.
Z « 1 "^aronielTrl aut o° reduziert
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der Lust ||
Absolute Feuchtigkeit
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Grad 6er Bewölkung tn Zehntel der Pchtb. Himmelsfl.
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28 ti26 <49,9
4,1
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Regen
29. 7»ll .46,5
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7,2
7,4
98
WSW
2
10
Sprühregen
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