Ausgabe 
3.6.1911 Zweites Blatt
 
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Nr. 129

D7.

auzutreffen :

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x Klein-Linden

Sratts Emulsion ist weltbekannt

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Weideinaslschase ö d) id e i ii e.

Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner

und wird in aller Herren Länder, ganz besonders auch in den Tropen angewendet. Letzterer Umstand verdient insofern Beachtung, als er ein Beweis dafür

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' Lebendgewicht ...... . VoUsleifchige Schweine über 21/, Zentner pebeudgeivichi Zleijchigc Schweine unter 80 kg Lebend-

. 4148

. 5055

Geringere Atasl- und gute Saugkälber 5437 Schale.

Scotti Emulsion wird von unß auSi'Llichliib im groben verkauft, und ;,rocr nie loie nach Äewicbr ober Mag, lonerrn nur in veisiegelten CupinaLfltvdjtr. in Karton mit unserer Lckuymatke (Fischer mit dem £oi(3'. Lcokr k Browne, <L- in. b. £>., Fronksuit a. M.

Bestandteile: Feinster 2)<ediz,nal-^ederrran prima Glyzerin toJj, untei pdoöohorig au>er Loik 4,3, unterpheSvhortgsaurrb Natron 2,0, pulo Tragant 3,0, feinster orab. Ormmt pulv. 2/j, Dosier 12»,0, Alkohol i -> Hnrzu aromatische Emulsion mit Zimt-, Maaoel- und Saulthenaöl je 1 Tio.ieu.

ist, daß diese» vorzügliche Stärkungs­mittel auch bei uns in der heißen Jahres­zeit ebensogut und mit dem gleichen guten Erfolg genommen werden kann wie in den kühleren Monaten. Dies hauptsächlich deshalb, weil Scotts Emulsion so leicht verdaulich und wohl­schmeckend ist, daß auch ein geschwächter Magen, ja selbst der Säugling, sie leicht verträgt und vollen Nutzen daraus zieht.

juiii. Tie Ehrentafel

Märkte.

^'.0. Wiesbaden. V i e l; h o i -Ai a r k t b e r i cht vom 2. Juni. Auttrieb: Rinder 2 (Ochsen 2, Kühe u, Bullen 00), Kälber 32,

Nur echt mit bie'tr Snarte

dem Garantie» btfc «crlt» (den verlatzreuzt

Redaktion, Erpedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: e=$Ä5L fRebartum:e^l 12. Tel-Adru AnzeigerDiehen.

Schlachtwertes, hüd)siens 6 Jahre alt 4952 8892 Junge, fleischige, nicht ausgeiuäsle und

vebenb» Dchla.lu. griviy:

neueren Projekt der Knlturiuspeltion wird eine gemeinsame Anlage mit Friedberg 439 500 Mark kommen. Tie Kosten trägt tu i Friedberg, zu -, Bad .'taubcim; der Staat gibt znm Bad Nauheimer Anteil 100000 Mark, ohne jede 'jtcr- bindlichleit. Tazu kommt aber noch ein gemauerter Kanal bis zur Friedberger Einführung aus das Konto unserer Stadl mit 131000 Mark. Tic Anlage sieht biologische Klä­rung vor. Dem von einem gemischten Ausschuß beider Städte und der Badcdirckliou auogcarbcitelen Entwurf stimmte bi» auf einige kleine Aendcrungen und Ergänzungen die Stadtverordneten Versammlung heute zu. Damit wird eine die Gemüter schon lange beschäftigende Frage nun bald gelöst sein.

Starkenburg und Rheinhessen.

lo. Bingen, 2. Juni. Zurzeit werden im preußischen KriegSnlinistermm Verhandlungen wegen deS Baues der Brücke NüdcLhcim Bingen gepflogen. Ter Reichs- militärfiSkus hat an dem Bau dieses VcrbindungSmittelS ein erhebliches strategisches Interesse, während der preußische Eisenbahnfislus daran uninteressiert ist. Denn seit der Er­öffnung der Kaiserbrücke bet Mainz ist dem Eisenbahnverkehr in jeder Beziehung Rechnung getragen. Die projektierte Brücke würde außerdem den Verkehr von Maniz abziehen, da die Strecke von Frankfurt a. M.Wiesbaden nach dem Westen über RudcsheimBingen sich um rund 4 Kilometer verringert. Man ist locitec an maßgebenden Stellen der Ansicht, daß, wenn die Brücke NüdeShennBingen auch für den Wagen- unb Fußverkehr ausgebaut würde, dieser Verkehr lediglich dem lokalen Interesse, dem Interesse einzelner Orte im Nheingau und Nhemhessen bicuc. In diesem Falle hätten die ent­sprechenden Kosten für den Ausbau zum Wagen- und Fuß- verkehr die interessierten Gemeinden zu tragen.

Samstag, 3. Juni 19fl

Rotationsdruck und Verlag der Brühlfcheu UniversuälS - Buch- und Stemdruckerrt.

R. Lange, Gießen.

gut cntiviaelte jüngercSwitje u. Färjeu 3640 7176 'Didyig genährte Kühe und oärscu . . 3235 6470 M ä l o c c.

für b i c Kriegsteilnehmer auS den Feldzügen 1866 und 1870,71 ist durch Bildhauer Schmkill-Gie,,cn fertig- gestellt und in der Kirche angebracht worden. Tie Ein­weihung ist auf den Sonntag nach Pfingsten fest­gesetzt worden. Vormittags ist Fcstgottesdienst mit Ein­weihung der Tafel, nachmittags findet eine Feier der Ge­meinde und des Krlegervereino im Burggarten statt. Tie Ehrentafel trägt auf weißem Marmor in Goldbuchstaben die Namen von 28 Kämpfern und 5 Nichttombattantcn, die in der Garnison verblieben. Bon den 28 Kriegern nahmen 11 an beiden Feldzügen teil, 15 kämpften nur gegen Franlreich 1870;71 und zwei kämpften als Preußen nur gegen Oesterreich. Tie Tafel umfaßt die Namen aller hier geborenen und der zugezogenen Krieger. Wie sehr sich Klein-Linden von jeher infolge seiner günstigen Lage eines starten Zuzugs erfreut, geht aus der Tatsache hcr- udt, daß mehr als die Hälsre der Krieger von auswärts stammen nämlich 15, während nur 13 geborene Klein- Lindener sind, 17 find Hessen, 11 Preußen. Tie Ehrentafel tragt die Auffchrist: Mit Gott für Kaiser und Reich.' und die Widmung:Ten tapferen Kriegern in Tauibarkcit ge­widmet aus Anlaß der 40jährigen Jubelfeier des Deutschen Reichs von Gemeinde und rtriegcrverein am 10. Mai 1911."

KrciS Friedberg.

O Friedberg, 2. Juni. Ju Anbetracht der hohen Bedeutung, die man jetzt immer mehr der Zahnpflege für die Gesundheit bcimißt, ist in vielen Schulen des KreiscS durch das Kreisgesundheitsamt einMerkhlatt für Zahn- pflege* verteilt worden, das die Eltern über das so wichtige Kapitel der Gesundheitslehre unterrichten soll.

x Bad-Nauheim, 2. Juni. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten war der Hauptpunkt der Tagesordnung die Kan alisation s fr a ge Fried­bergLad-Nauheim, womit sich se i vielen Jahren schon eine ganze Anzahl Projekte beschäftigten. Nach einem

höchsten

. . . 45-47

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pro 100 Viv. fchiüttSprei;

veDunflen?(?tlad,t' *"0 lOOPsunb

Am Soiiutas: dem 4. .6uni (1. Feiertag):

Dr. Klein, Ost-Anlage 37. l>r. Hacller, Liebigstr. 47.

Am lüonta" dem 5. Juni (2. Feiertag;) :

Dr. Kipper, Wilhelmstr. 2. Dr. Heyerhoff, Süd-Anlage 7.

Heer und Flotte.

Ein besatzungslofes Schift.

Tic Fortschritte auf allen Gebieten der Technik, besonders auf bem der Elektrizität, haben im Lriegschiffsrvesen zu Einrichtungen acsülirt, die immer mehr aus den Ersaß der Bedienung von Menschenhand durch Maschinenkrast hinäuslausen. Es sind darin schon Ersolgc erzielt worden, die man noch vor wenigen Jahren iür ganz unmöglich erklärt haben würde, Heute überrascht cs kaum noch, wenn man erfährt, daß z. B. die englische Marine einen Apparat erprobt, mir dessen Hilfe von einem einzelnen Menschen alle schweren Geschütze eines Linien- ' ch i s s e s auf elektrischem Wege und ohne Mitwirkung der Bedienungsmannschaften gerichtet und ab g cfenc rt werden k ö n n e n. Tie lebte Errungenschaft der Technik ist nun ein Schiit, das gänzlich ohne Besatzung ist und von Land aus ganz nach Belieben gelenkt wird. Bon einem an Land aus­gestellten Welienscndcavparal werden elektrische Wellenzeichen- gegeben, die durch die Luft auf das Schiff wirken, hier durch einen Einpsangsapparat ausgenommen werden und dann für die ver­schiedenartigsten Betätigungen besondere. Maschinen in Tätigkeit treten lassen. Diese Erfindung ist ohne Zwci'el hervorgegangcn auS dem Bestreben, den Torpedo, diese gefährliche Waffe des Seekriegs, lenkbar zu machen oder so einzurichten, daß man ihm jederzeit eine von seinem ursprünglichen Kurs abweichende Richtung geben kann, je nachdem eine Aendcrung in der Lage des Zieles dies erforderlich macht. Versuche, den Torpedo durch eine feste Verbindung mit seiner Lancierstelle, entweder durch zwei sich verschieden schnell abwicketndc Drähte oder durch elek­trische Leitung, zu lenken, haben keinen besonderen Erfolg gehabt. Ter Gedanke, ihn ohne eine feste Verbindung nur mit S?ilc Hcrtzscler Wellen zu steuern, lag daher nicht allzu fern, nachdem die überraschend schnelle Entwickelung der drahtlosen Telegraphie dessen technische Titrchiührung gestattete. Allerdings brauchte der Torpedo über die Wasseroberfläche hervorragende Träger iür die Empfangsdrähte, und für die Aufstellung der Träger wurde wieder cm Schwimmkörper notwendig, so daß sich der Torpedo zu einem ! Fahrzeug, einer Art Halbuittcrsceboot, entwickelte, das außer den Antennen einen Antriebsmotor, eine Schraubenwelle mit Schraube und einen Steuerapparat trug und einen Torpedo enthielt, der aus sunlentelegraphischem Wege abgeseuert werden konnte. Selbst­verständlich war cs möglich, nod) sonstige Einrichtungen, z. B. | für Signalzweckc, unterzubringen, sowie statt des unterseeischen ein überseeisches Fahrzeug zu verwenden.

Mit solchen lenkbaren Torpedos oder, wie es richtiger heißen I sollte, mit dem lenkbaren Unterseeboot iinb schon seit Jahren, besonders in Frankreich, Versuche angestellt worden, die an- 1 scheinend noch nicht zu befriedigenden Ergebnissen geführt haben. Jetzt ist es jedoch einem deutschen Erfinder, Lehrer Ehr. Birth- "Nürnberg, gelungen einen Apparat herzustellen, der durch­aus einwandfrei arbeitet. Ten Teilnehmern an der legten Haupt­versammlung des Deutschen Flotten-Vereins war,Gelegenheit ge­geben, auf dem Tutzendteich bei Nürnberg den verschiedensten Ma- növern mit einem etwa 7 Meter langen Boot beizuwohnen, das auf einen Handgriff des an Land ausgestellten Lenkers sich in Bewegung setzte, stoppte, rückwärts ging, drehte und Signale durch Abseuern von Schüssen oder Läuten der Schiffsglocke abgab. 2ie Präsidialgeschäftsstelle des Deutschen Flotten-Vereins beab- silchtigt, die Erfindung durch Vorführung des Versuchsbootcs zu- Mächst aur dem Wannsee Anfang Juli einer größeren Oefsentlich- zugänglich zu machen.

pevenügewichl 4748

Volljleistmge Schweine über 2 Zentner

Vollflcischigc ausgemastete Färsen höchst.

Schlaaitiverles 5055

lolljlciici)tgc ansgemästete 5Uihe höchst.

Schlaastweries vis zu 7 Jahren. . 4246 Aeitere ansgeinastets Xüije uno wenig

L chs en. Dcn-bisoon-bi»

Doll fleischige, ausgemäsiete. höchsten

2lns uno Cand.

Gießen, 3. Juni 1911.

** Dom hessischen Landcs-Lehrerverein. Ein großti: Teil der Anträge, die zu der am 6. Juni hi AuerbiU) stattsindendcn Haup!- und Vertreterversamm­lung des Hessischen Landes-Lehrerverciys von den Bezirks- vereinen eingebracht morden sind, beziehen sich auf die Staatsschulc und sind hervorgerufen durch die letzten Vimhandlungen in der Zweiten hessischen Sländetammer, bei welcher Gelegenheit der Abgeordncie von Mainz, £)aupt-- lchrer Bach, sich als persönlicher Gegner der Staats- schule bekannte. Zwischen den 31abt=- uno Landlehrern be­steht in diesem Punkte erhebliche Meinungsverschiedenheit Um nun hier die im Lehrerverein fo dringend nötige Einig­leit nicht zu gefährden, hat eine Versammlung der ober- hessischen Obmänner nachstehenden Dringlichkeitsantraa ein­gebracht: Wir erstreben die Staatsschule und richten daher an den Vorstand des L.-L.-V. das Ersuchen, auf die Tages­ordnung der nächsten Versammlung die eingehende Behand­lung dieser Frage zu setzen, um durch möglichst einheitliche Beschlüsse die Uebernahtne der persönlichen und fachlichen Lasten her Volksschule auf die Staatskasse zu fördern. Von der hessisch. SnacnSregierung fordert der Verein bei der demnächsiigen Gehaltsregu.ierung die Einreihung der Volts- schullehrer in die Kategorie der mittleren Staatsbeamten.

** Neuregelung des Ernteurlaubs der Sol­daten. Während die Militärbehörde bisher tu weitgehend fier Weise den Gesuchen der Landwirtsföhne um Ernteurlaub cntgcßcniam, sind jetzt die Bestimmungen in der Weife ver­schärft morden, hast nur noch solche Soldaten Urlaub er halten, in bereu Gemeinden großer Arbeitermangel herrscht, der bei Einreichung her Gesuche durch amtliche Bescheinigung nachgemiesen werden muß. Es genügt babei nicht ein einfaches Schreiben bes Bürgermeisters, fonbern bie Polizeibehörde muß birelt hie bringenbc Notwendigkeit der Hilfeleistung durch Soldaten bei her Ernte feststellen. Abtomrnandiert dürfen Soldaten zur Leistung von Felb- arbeiten überhaupt nicht werden, die Arbeit ist freiwillig. Auch darf her Ernteurlaub 14 Tage nicht übersteigen. Be­merkenswert ist bie neue Bestimmung, baß bie Lanbwirte, bie Soldaten wünschen (was schriftlich durch Vermitteliing bei Laubwirtschasiskammer zu melden ist- sich verpflichten müssen, bem Manne außer freier Fahrt hin uub zurück, freier Wohnung uub Verpflegung, mindestens zwei Marl Tagelohn zu zahlen. Den burd) Unfälle entstehe üben Scha- ben müssen sie gleichfalls übernehmen. Die Gesuche müssen, wenn sie Erfolg haben sollen, frühzeitig genug eingereicht werben.

*"* Verein ehemaliger 116 er in Gießen. M an schreibt uns: Wie sehr die Gründung des Vereins einem längst vorhandenen Bedürniis entiprack), zeigt der Umstaiid am besten, daß nach la um 11 tägigem Beste Pen die Zahl der Mitglieder die Regimeutsziifcr 11J überfliegen hat. Besonders bemerkenswert ist and), daß sich auf Gruiid der im Gießener Anzeiger verösient- lid)tei: Bekanntmachung von weither ehemalige Negimentskame- raden zur Ausnahme gemeldet Ijabcn, so u. a. der frühere Oberst und Kommandeur unseres hiesigen Negiments, Generalleutnant von Madai von Marienbad in Oesterreich, ein stamerao aus Riga in Nußland, zwei aus Ulrichstein, ein 1870 er Veteran aus Villingcn u. a. m. Tagtäglich lau .en Neuanmeldungen und An- ilagen ein, die zeigen, daß die ehemaligen 116 er in treuer Kameradschaft an dem ^Regiment hängen. Die erste iüiitglieber= Versammlung sind et am Samstag, 1. Juli, abends im Eass Ebel statt. In ihr sotten die Satzungen besdstosseii und der endgültige Vorstand gewählt werden. 5d)oii jetzt hat der Verein mit dem hiesigen Regiment Fühlung genommen wegen der Vorbereitungen für das im Jahre 1913 ftauiinbcnbc Jubiläum des 100 jährigen Bestehens des Regiments als solches, das voraussichtlich viele alt; und junge ehemalige 113 ec in Gießens Mauern vereinigen wird.

Landkreis Gießen.

ES leuchtet ohne weiteres citf daß eine solche Erfindung sür den Frieden, z. B. im Scercttungsdicnst, von großer Wichtigkeit sein wird, daß sic aber namentlich sür den Krieg eine ganz be­deutende Nolle spielen kann, besonders wenn man bedenkt, daß der Apparat auch zur Lenkung von Luftsckificn ge eigner ist und daß er auch von Luttsahrzeugen aus in Tätigkeit treten kann. Vorbedingung ist allerdings, daß die von ihm ausgesandten Wellen gegen Störung von feindlicher Seite unter allen Umständen gesichert sind.

djate 45, Schweine 244.

Tendenz: Rinder, Mälbcc und Schafe lebhaft, Schweine ruhig. Preis Lurch-

öciitfte Maslkalvec 64-66 106-110

'JJiittlere Mast- und beste Saugkälber . 5861

Die nach- A p p 7 f p sind von 12 Uhr mittags bis 12 Uhr stellenden Xavi ulv nachts nur für dringende Fälle sicher

ältere ausgeinäfiete . . . Ungciodjte Bull en.

Dollfleischige, aiisgeivad-feiie, Ld)lad)livertes.....

Nottfleijd)ige, flingere . . . ijotic 11. St ü b e.

Eine Ersatzwahl zum Reichstag.

.. Durch den Tod des Zentrumsabgeorbneten Kirsch ist, 10 Iqen wir in der Köln. Ztg., das Mandat zum Reichs­tage im Wahlkreise Düsseldorf Stabt unb Laub erlebiqt worben. Bis zur nächsten Reichstagswah! finb es noch mehr als sieben Monate. Tie Her' sttagung bes jetzigen Reichstags beginnt erst nach mehr als vier Monaten. Es tcheint barum wohl ausgeschlossen, baß bas Tüsselborfer '.iicnnbat bis zur allgemeinen Reichstagswahl im Januar tuIjcu wirb. Vielmehr bürste nod) vor ber Herbsttagung des letzigeu Reichstags Düsseldors mit einer Reichstags- Er) atz mahl beglückt, wie man es nimmt, heimgesucht wer- ?bn- Eine bestimmte Antwort freilich, ob eine Nachwahl w ^.usieldors ftatturinben hat, kann nicht gegeben werben, weil bie biiiuTnben Bestimnilingen fehlen. Tas ist eine ber vielen Seltsamkeiten, bie sich im Recht bc-5 autonomen Reichstags finden. Einmal ist ein entsprechender Antrag des Abg.^ Frhrn. v. Hagke eingebrachl morden, des Jn- halts, daß Nachwahlen infolge von Niederlegung ober Er- lo,chen bes Manbats längstens innerhalb "brei Monaten yom Tage ber Manbatserlebigung ab gerechnet anzu- beraunten seien. Ter Antrag mürbe aber abgelehnt, unb fo ist es bei ber Bestimmung ber Gefchäftsorbuung ge­blieben, monach in solchen Fällen bie zuständige Stelle ber Reid:sregieruiig nicht, mie bei allgemeinen Wahlen, ber Kaiser eine Neuwahl anzuberaumen hat. Eiii Tei- mm ick ber Regierung für die Festsetzung ber Neuwahl nidjt gestellt; Labanb legt bie Beslimmnng ber Gefchästs- orbnuugin kürzester Frist", dahin aus, daß bie' An­beraumung des Wahltermins nicht aus Gründen verzö­gert werben barf, welche nidit mit bem Wahlgeschäst selbst zufarnmenhäugen. Tanad) hätte also in Dusselborf eine Ersatzwahl ftaitjufinbcit; fo bürste ein lehrreiches Vorspiel für bie Hauptwahlen im Januar im Jnbustriegebiel zu cr-- pvarten fein.

Das Ergebnis ber Wahl im Januar 1907 war fol­gendes. In der 5?auptroahl halten Kirsch 29 239, der Sozial- Dcmotrat Gringe 25378 und her Kandidat ber Liberalen Vereilligtuig, Justizrat Kehren, 14 6>l Stimmen erhalten. Für bie Stichwahl gab bie Liberale Vereinigung Wahlent­haltung als Parole aus. In ber Stichwahl siegte bann der Zentrumskandidat Kirsch mu 33 219 über den Sozial- bcnioliatcn, auf ben 25343 Stimmen fielen. Tie Lide- raten hatten zum Teil für Kirsch gestimmt, ber Rest sich der Abstimmung gemäß ber Stichwaylparote enthalten. Die Zahl ber sozialbemolratischen Stimmen war in ber Stich­wahl etwas zurückgegangen. Seit jener Wahl ist bie Seelen- zahl im Wahlkreise stark gestiegen, und damit and) bie Zahl ber Wähler. Tie Stimmung gegen bas Zentrum ist bura) big feil Schulb, sowohl burd) die allgemeine Hal­tung des Zentrums im Reiche wie in Preußen als auch burd) bie Agitationsweise ber jetzigen Tüsseldorser Zen Irumslcitung nicht milber geworden. So könnte man denn in der Tat bei einer Ersatzwahl im Düsseldorfer Wahlkreise ein interessantes Vorspiel zu ben Hauptwahlen im nächsten Januar erleben. Anderseits wirb es keiner bet brei be­teiligten Hauptwählergruppen eine große Freube sein, kurz nacheinander zwei Reichstagswahlen mii Stichwahlen burdi lämpfcn zn müssen.

ßCioidjt 4047 5960 46 59

Uebersland: Rinder, Kalber, Schaie und Schweine geräumt.

Zweites Blatt 161 Zahrgang

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

Di- ..«'ebener LamkNenblSNer" werden dem IHt PuPlt >I Ift V

-Anzeiger- viermal wöchentlich beig-legt, das & Vk H U WH Öl, iL

Krcisblatt für den Kreis Giehen" .weimal V^R V Vfe v

wöchentlich. Tie ..Landwirtschaftlichen Seit- . zu «

fragen erschemen monatlich jroeunaL General-Anzeiger für Gberhejsen