E k
'S,*
ft
+l
'S
>8
c
Die heutige Nummer umfaht 16 Selten.
2
£6«
<a
g
Z
> S iä
3.
>
ft
ä
c
L.
E
1
«ft
's
**>
• Wo itic o
Deutsches Ueich.
Aus Wilhelmshaven berichtet man: Die fort* schritt l. Vertraue nsmännerversammlung des 2. Hannoverschen Wahllrci es beschloß in Anbetracht dessen, daß die Nationalliberalen im ersten Oldenburger Wahlkreis unter Außerachtlassung der Be- schlüsse des Wahlabkommens einen nationalliberalen Ge- ycnlanbLa.cn gegen den bisherigen sortschrLtlichen Man- oaeinhaber ausge^ellt haben, für die bevorstehende Reichs- ^agswahl den prattischen Arzt Tr. Schmidt aus Bor- ium, einen osrfriesi,cyen Bauernsohn, als Kandidaten für Den Reichstag aufzu,iellen. Schmidt nahm oas Anerbieten an.
5. Konferen} für Trinkerfürsorge.
Sh. Berlin, 28. Nov.
JÄ <■- ‘3 k'D *
M
h SB c E
E « - ta vZ
E
5”
u E
E 5*s öS
51 Ö
Der ikalienisch-türlische Krieg.
Rom, 28. November. (Agenzia Stefam.) lieber beit Kampf am 26. November werden den Blättern aus Tripolis verschiedene Einzelheiten gemeldet. Nach der „Tribuna' wur den viele Araberleichen in der Lase gesunden, ein Beweis, daß der Feind auch in den kleinen Kämpfen der letzten Tage ernstliche Verluste hatte. Mehrere Beduinen wurden mit Kelten an Palmenbäume gefesselt ausgefunden. Offenbar fürchteten die Türken, sie könnten desertieren. In der ganzen Lase wurden versteckte Waffen- und Munilionsvorräre entdeckt. Tie Kgserne von senni wurde durch Geschosse deS PanzerichifkeS „Earl Alberto" fast vollständig zerstört.
Ter „Messagero" berichtet, daß die Türken wiederholt auf eine Sanitätsabteilung feuerten, deren Standpunkt durch Fahnen des Roten Kreuzes kenntlich gemacht war. Tie italienischen Verluste sind bedeutend geringer, als zuerst mit Rücksicht auf die Tauer und Heiligkeit des Kampfes angenommen wurde. Tie Zahl von verwundet aufgelesenen Arabern übertrifft die Zahl der italienischen Verwundeten um das Toppelte. . m ,
Konstantinopel, 28. Nov. Ta außer einigen Punlten an der Küste von Tripolis, die von den Italienern besetzt sind, das ganze Wilajet Tripolis unter tatsächlicher Verwaltung der Türkei steht, beschloß die Pforte, bis die Italiener die Stadl Tripolis zu verlassen gezwungen würden, den Sitz des Wilajcts nach Sian oder einem anderen Punkt zu verlegen unb die Mächte aufzufordern, auch den Sitz der Konsulate provisorisch zu verlegen. Ter Beschluß soll demnächst durchgeführt werden.
Im Landeshause der Provinz Brandenburg dahier fand die Monieren; für Trinkerfürsorge statt Aus dem Iahres- benchl, den der Geschäftsführer Prof. Gonfer Berlin er- uatietc, gebt hervor, daß derzeit im Teutschen Reich 137 Trinker- füriorgeuellen bestehen. Tr. Bnrckhar d l /Berlin) sprach über „Rcichsversicgerungsordnung und Trinkerfürsorge". Er bclontc, oaß die Trinkerfürsorge an Der neuen Reichsoc^icherungsordnung viel gewonnen habe, und hob hervor, daß nun für alle Versiche- rungszwewe die Umwandlung der fceiorenle in eine Lachlei-lung ermöglicht sei. Amlsgerichterat Schmidt Eharlottendurg) be- n «tete über „Strafgesetzreform und Trinkerfürsorge". Er forderte die Schonung von Trinkergerichten, die nach Art der Jugendgerichte organisiert werden müßten und deren Einrichlungen uno Kompetenzen der Referent ergebend erläuterte. Tas Endziel aller Beuredungen fei und blewe em auf Reichsrecht beruhendes Trmleriür'vrgcgeietz Tr. Polligkcn Frankfurt c. M, mrad) über „Berufsoormundfcha'l und Trinker'urforge". Slaolrr: i.i di Berlin, über „Vorbeugende Ärmenv lege und Trmker ur crge", ^anecsrar Tr. Schellmann Tunewor- über „Normal'u. orge-
Trinterfüriorze in vrgan.-Ttorischer und praktischer Art", während
T ie
;ounung Der von Dem Lcnatsvrafid-mien Tr. v. Strauß uno Tornci) geleiteten Tagnng war damit erschöpft.
M i;
e eg
,,Radica l" schreibt ..
jie äußere Politik Englands, wie Greif sie gekennzeichnet hat, ficht mit der Frankreichs in genauem Einklang. Und) nur wollen dem Bündnissystem treu bleiben, das uns nach L|kn und Westen sichere Ltüyen gibt: aber wir lebnen ein loyales Zusammenwirken mit Teiirschfand in allen gegenwärtigen und zu lünftigen Zwistigkeiten nicht ab.
„2 i b r c Parole" meint: .
TiC-Äiaivcn Franzosen werden bei dei Rede aiisriifen Wie lieben diese Engländer? Es i'l dock, fein Zweifel. bas Und wahre Brüder Franireichs! Rein? diese (fngläiibcr Jicben un» eilt nicht mehr wie früher, sie lieben uns gegen LeuNckuand, ie haben nur gesehen, daß es ihr höheres ^nterrsse verlangt, sich den G e l ü st e n T e u t s ch l a n d s nicht zu fugen.
Die „H u m a n i 16" schreibt:
Tie Rede Greys beweist, daß die Entente Englands Mit Frankreich nicht gegc ne inen dritten gerichtet ,ft, fie verfolgt, gemeinsame Imeressen zu schützen, aber fie nicht dazu bestimmt, die 3 n ter eil en anderer zu verletzen etc Ut pcfämit» und deshalb in hervorragender Weise friedlich. Wenn die Worte Greys aufrichtig sind, so hat das Ideal des englischen Xhberaht MUS von neuem Bekräftigung gefunden.
„Gauloi s" fagt: .
Tic Rede Greys wird in Europa mit großer Erleichterung unb in »Frankreich mit wirklicher Befriedigung ausgenommen werden umsomehr, als sie mit der Nachnast von der Abberufung bcs ürcuzers „Berlin" zusammentrifft. Wir wollen in bieier Maßnahme der deutsckfen Regierung ein Pfand für die Red.lchkeit erblicken, mit der sie das kürzlich unterzeichnete Abkommen reipcr- tiereii wird.
Ter „Temp s" sagt: .
Wir tonnen mit d».- englischen Minister wiederholen, daß die Politik der Entente Eordiale keine Spitze gegen Lautsch land hat. Frankreichs welches vier Monate für eine Ver'tändigung mit Teutschland geopfert Hal, iann cm Wiederaufleben der cnglisck dculschen S ck) w i e r i g t e i t e n , in die es hinein- gezogen mürbe, nicht wünschen. Wir haben der Erhaltung Der europäischen Eintracht so viele Opfer gebracht, als datz wir Dem Verdacht ausgesetzt sein könnten, diese Eintracht durch Förderung von Streitigkeiten Triller stören zu wollen.
2^ u
„T aily 61) r o n icle" schreibt:
Tie große Rede wird kaum ermangeln, die Ueberz.'ugung zu erwecken, daß die briti'che Regierung guten Grund mr ihre Teü» nähme an Bkarolko natie -mb datz ne nicht rm Geiste banDer Feindieligleit gegen a,euichland handelte. Es be lehr die crn-ie Hoffnung hier-ulande, daß die bestehende Enten.e durch di- Nicht welliger herzliche Entente ergänzt werden möge zwifchen Grotz- briiannien und Teutschland.
„M o t n i n g teaber" schrcibt:
gi ist sehr viel freundliche Stimmung den neulichen gegen* über bei unserem Volke voiyanden, d e in Greys geitrigcr Rede t c i n e n entspr«henden Ausdruck fand.
Franjöfifche Preffeflimwea.
Paris, 27. Nov. Tie ge.amte Preffe erörtert die Rede Grers.' „Figaro" schreibt: .
Tie Rede ist gewiß kritilch, ste i.t friedlich f u r T e u 11 ch- kand und liebevoll Tür Frankreich. Aber sie ist vor allem englisch, ausschließlich und dc.tig englnch und niemand kann davon überrascht oder enttarnet, niemand kann dadurch beunruhigt sein. Grey sagt, daß der Frieden an- ch.ie^ltch von Teulickstand abhängt: für uns geht daraus hervor, batz wir alle nufere Ausgaoen auf un,er? Armee und Manne konzentrieren muffen.
Pctne Repudliaue" sagt:
Tie -vrachc Greys ist die der Red.lchkeit: Frankreich kann nicht mehr verlangen, xie oeste Ernenn torbtule ut die Jnrer-
SQ'C=L| JA *ciL
-chj
gewesen.
Daraus ergriff Lord Lansdowne das Wort unb erklärte, die Rebe Sir E. Greys fei eine der bemerkenswertesten, welche ic von einem Staatssekretär bei aitSwärtigen Angeleg ul gehalten worben sei. Tie Rede Eouruteys werde schwerlich vielen Mitgliedern des auf es gefallen. Er oerteibigle das engludp
ranzösifche Abiominen, bas für eine lange Zeit die auiioartigcn '.luge.egenifeiten Gro. briiannieiis beeini uifen werde. Tord -aus- boiunc schloß: Ich g'.cube, die S?cubtiiröniunp der flujuhelfen Meinung in Gros lritanuin und Teutschland ist stark zugunsten freundlicher Bcziehungen zwischen beiden Luiidern für den Ab- ichlust einer Verständigung bezüglich aller „ragen, welckfe nod; ungelöst bkiben unb für bic Ueberz.'ugung, baf: das grötztc Znler eise beider Mächte die Erhaltung des internationalen rzricdens l’L Nach' wcüerer Aussprache wurde die Verhandlung über diesen Gegcnstanb geschlossen.
Eine Rede deS ReichskanMS?
Tas „Berliner Taaibia t^ meldet aus Berlin: Im Reiclfstag oerlauleec, daß vec Reichsianzlcr am le).en Tage der Les,ton noch einmal über die auswärtige Poli tik sprechen werde. Da man bestimmt annimmt, daß Mittwoch, den 6. Dezember, der Abschluß der Rcichstagsarbeiten erfolgen wird, so würde an diesem Tage die neue Aussprache über die auswär.ige Politik erfolgen und zwar aus der Grundlage dec siomniiilion§* befchlu,se gelegentlich der Beratung des Marotkoabkommens.
Englische Presiestimmen.
„M orning Poß" schrcibt:
Alle Welt ist darüber einig, daß Greys Politik bezüglich der Haltung Englands zu Teutschland nicht eine andere ,ein tonnte. Wir wünschen niuft eine mißgünstige Saltung Cinzu- nehmen, aber nichts wäre irriger als zu glauben, datz untere Frciuidschasl erzwungen oder ertauit werden könnte.
„Daill) Graphic" schreibt:
Soweit Worte zu einer Annäherung behilflich fern tonnen, tat Grey alles was möglich war. Wir ocurauc.i darauf, datz, wenn sich Gelegenheit zu geeignetem Sandeln bieten fällte, et seinerseits sie nicht verpaßt hat.
„Daily Mail" ipncnt die Hossuung aus, GreyS freundliche unb ocrsptniliche Eröffnungen möchten in TeutickEand in dem Gei ie ausgenommen werden, in dem sie gemacht sind. Wenn das gcichehe, so wurde ein neuer Tag bezüglich der Beziehungen zwischen beiden Volkern angebrochen sein.
„Daily News" schreibt:
Tie Rede Greys entspricht durchaus nicht ganz dem. was wir zu hören höhten. Auch glauben wir nicht, daß die liberale Partei sich mit der Lage der Tinge abiinben tarnt, wie Grey He schilderte. Seine Schilderung der Grcignnc vom Juli bis September gibt Anlaß zur Kritik. Es ist klar, datz er die euroväiichen Mächte in zwei Gruvven geteilt annehl unb b a h iv i r Partei z u nehmen hätten. Tas BtaU kann bner Ansicht nicht bciDilicbtcn, die Anlaß zu sleoeniahriger Beforgnis nie b a g e w e i en en Ä u <- g a b e n ze
Es Hnbct keine Aussicht am Bc >erung, wenn ne man tn kuyueeem Ökme gesucht werde als chn Grey zeigt unb glaubt, bau webet das Kabinett noch bie Parteien üoer seine Politik glüalich feien.
Ferne stehen möge.
Eia Nachlpiel im Lberhause.
London, 28. 92od. Im OberHanse lenkte Lord To ur l n cy die Aufmerksam,eit des sauies auf die kurzli oen Lerbandlungen zwischen Deutschland und Frankreich bezugliw Marokkos und das Verhallen der britischen Regierung in Verbindung mit diesen Verhandlungen. Tic Aus,prache tni U nie r- Hause am gestrigen Tage hatte das Jnterefie an der Frage nemlickf gemindert und es hatte sich daher nur eine tlemc ■ammlung von Peers cingeiunbcn. Lorb Courtney berührte die illmähliche Verbesserung ber Beziehungen ßnglanbS tftanr- tetd) unb Rußland unb fragte, warum bas, was mt tiniuc owa Länder geschehen sei, nicht auch im Falle a. c u.N chlan^. geschehen könne, unb warum niait ein bem engif,ch- franzowcyl.n Miommen ähnlicher Vertrag mit Teutsckflanb gefOflo.ien iv-, en iönnc. ääenn man die Algeeirasatte fick) ständig vor .Ingen gehalten haue, wurden wir fair alle unsere Schwierigkeiten Der mieden haben. Wir wurden vieles erspart haben, wenn mir Frankreich auseinandergefetzt hatten, datz ~a?ruxe 'eilens Framrcicys, neiu,e tu* iai.ii>v..iUjiji.u Marouos iKOup.eu, ilommentare bei anderen Mächten Hervorrufen muyten, Die an der Algecirasakte beteiligt find, unb bau, wenn tftanr» reich bic'llnabljangigteit unb Integrität Marokkos verletzen rouue, zu Deren Sicherung bic Algecirasakte entworfen worben nur, es außer unserer Rlacht sein würde, eine Beschwerde zurtrnzuwetien. Aber wir raten uidite und gestatteten, daß die Angelegenheit nch selbst überleiten blieb unb ivciier eiuiviäeUc. Tie ictiaüuiufc Lehre der letzten Monate sei, baß Grey unb die auswärtig: Politik Größbritanniens eine neue Auflassung von der internationalen Verstänbigung annehmcn sollten. . . . .
Viscount Morley, oft unocrftanblidi, druckre fein tiefe» Bedauern aus über Lorb (Sourtne.iv Angriu auf Eren und oc- merkte weiter: Zck bin völlig gewiß, ba.; al- Teile dec Rede, Oie von freundlicher Ralur für a; c utf <a i uno ..--t-n.
43 [600] 951 61 1015 843 917 102112 3H;_ J 45 212 41 43 85 »t | 332 96 456 89 105
9 [ 6001 890 99 106- -
214 (500) 423 6i l- J
02 6 1 650 76 716 904 1 ■
ÄH &
Jt 70 88 969 92 W;1 .‘SS.V.Ki* ‘•-Tatts'sq 524 15001 26' $*1|
63 8/4 1242;5 I 125020 150 n r<
34 39 248 87 WJ Ä73 «
HW
«5 134>r.d''
h45 48 ' 6^^: lJi., ; 0 64 8 000] 63 IT ; j
l100ttäl870£,t/»’ 760 82 658 4)1^ ? ,
i7 60 M 6 163 * *.
0 14027 354- 00l <3.84gs 470 67«A" 130001 7 « 7j 15'..,
1530«’ “'Äl «i ?.■ j
AW- ft’-'’
\ 313 410. o94 L <
--WB 30 o 431 Sö!e l»l‘d
Zur ReSe Greif;.
Ucbcrftel t man die Aeustcrungen ber englischen Blätter, so gewinnt man den Eindruck, als sei es den Engländern I bei all ihrer llcberlcgcnhcit zur See doch nicht so geheuer beim Gedanken an den Ausbruch eines Weltkrieges. Der 1 neue Führer der Unionisten hat im Unterhause der Rede Greifs zugestimmt, und das .saus hat im allgemeinen dem verdienten Leiter der englischen auswärtigen Politik eine -rill ige Anerkennung zuteil werden lassen. Aber wie in der englischen Presse hier und da ein leises Unbehagen darüber ausgesprochen wird, daß Grey ohne triftige Veranlassung wieder einmal drohend Partei gegen Deutschland ergriffen habe, so hat in der gestrigen Sitzung des ' Oberhauses auch Lord (Sourhten die eugliiche Entenievoli.il an dem Zipfel angepackt, wo sie angreifbar ist. Warum hat man, so fragte er, Frankreich so lange gewähren lassen und Deutschland mit Drohungen überhäuft? Wenn auch bic englischen Minister dem deutschen Volte, seinen Leistungen und Fähigkeiten wieder manche Verbeugungen gemacht haben, so'ändert das vorläusig nichts an dem kühlen Bei hälinis beider Völker und Staaten. Tie Politiker in der Berliner Wilhelmstraste lassen es sich sogar angelegen sein, । -nochmals mit aller Deutlichkeit auf die Tatsache zu ver- L weisen, daß einzig unb allein England cs war, das Mißtrauen und Unfrieden geriet und die störenden Kriegs- erüchte ganz offenkundig genährt hat:
In einem offenbar inspirierten Ariikel des Berliner
! l L o k a l a n z c i g e r s" wird betont, Sir Edward Grey ' habe sich, obwohl er am 21. Juli durch die srauzos.sche Re- gieruug ganz genau davon hätte unterrichtet sein müssen, i welche Entschädigung Deutschland vcr.angr hat, dem bcitb- i scheu Botschafter gegenüber uninsormier. gestellt und im mindesten ungewöymicher Weise das Mißtrauen seiner Negierung der offiziellen deutschen Regierung gegenüber au, Beeinflussung durch Preßftimmcn gestützt. Tie Sachlage im Juli fei folgendermaßen gewesen: Zn dem Zütraum iiom 1. bis 21. Juii hätte fich Teutschland zunächst bemüht, den ftanzösifchen Nachbar, der «ich yartnäaig auf den Vertrag von 1909 versteifte, von der Notwendig.eit neuer Verhandlungen zu überzeugen und tastend wurde nach einer passenden Basis für eine Verständigung gesucht. Diese I Ba,is war bis zum'21. Juli noch nicht endgültig gefunden. । Tie Verhandlungen standen in der Luft. Weder Frank- reid) nod) Tcut,a)land tonn.en Eng.and irgendw.ld e pos.- Hoe Mitteilung über die Grundlagen der angefircbieii Vcr- I ftänbigung machen und das erregte in Cnglano Den Verdacht, | daß Tentfchland und Frankreich zu einer Annäherung uiuer | Uebergehnng und Bciicitefchiebung kommen konnte. Deshalb wurde Lloyd George Dorgefa)idL Der Ar.iiel tadelt, daß die eiiglijche Regierung m.t fänem Wort den all ge. meinenElaubenan einen unmittelbaren Ausdruck) von Feindf eligkeit en gegen Deutschland, falls dieses zu feinem Abschluß m.t Frankr.ich ge l kommen wäre, zu widerlegen ver,ud-t hut.c, obwohl ihr das schon im Juli durch einfachen Hinweis auf eine eventuell I notwendig werdende Konferenz ein leichtes gewesen wäre.
Wäcrend der ganzen Kri.is war fein englisches und auch lein deutsches Kriegsschiff auf den I Kriegsfuß gefetzt und und) sonst ivarcn feine nen- I neuSwerten Vorbereitungen getroffen worden. Trotzdem habe bie englische Regierung daS eigene Land die ganze | Zeit in dem Glauben gelassen und la,fe selbst heute noch i den Glauben bestehen, vag England tricgvgcriiftet öaftano und daß es für fremde Interessen jeden Augenblick zum ' Sd)werte zu -greifen gezwungen hatte fein tonnen, ^je fei damit für jene Woge wahnwitzigcr Kriegefurcht verantwortlich. Ter Ar.iiel fckflietzt: ^n unseren Regicrungskreiseii hätte man durch das nun einmal vorhandene Mißtrauen gegen die deiilfche Politik Line ! andere Rede Sir Edwards erwartec. Tie^d.utidi-eiigl.fchen $ Beziehungen werden für lange Jahre hinaus feine besonders frcunDliaie fein, aber fte find wieder normal bis zur imdjftcn Krise, vou der wir hoffen wollen, daß fie noa) rn wcitcr
838 [8000] «14 « II'
3 [10001 883 9 7 0171»
13 99 9 8403 110001 T I
3 77 78 469 80 96 M« ■
effengemeinschaft her beiden bfirnmbctcn Machte, die MaroN» angelegenheit ist dafür ein packender Beweis.
nr 28f Erster Blatt Ibj. Jahrgang Mittwoch. 2Y. November M
Tu Oleßener Lnzelger \/ monatlich7513<Moiettet-
fildiniti täfllid), aufeex ▼ r’T A x A A fährlicfa _'tf. 2JW; buvcÄ
ms mMt ANENE
Br W W W ■ %>' ■ v W 'Ijr ▼
MirilchalHicheSeltsrozei! ~ ÄL1 ZW Verantivorilu-b für de.
Fernlviech - Aickckstlisfer politifchrn Teil: August
S'SSS 6cncrol=21n^ciücr für Oberhessen
«nzeiger Gießen. v U i • ’ ’ . . 7 raib; für ,3iabi unb
»"nähme von Nnzeigen notaflonsbrud und Verlag der BrübHthen Univ.'vuch' und Steindruckerei H. Lange. Redaktion. Lrpedmon und vruaerei: dchUlnrayr u 2anb-; (j-ftes; kür den U Büöingen: zernsprccher Nr. 269 Srschästrftellc vahnhosstratzr 16a. Anz°>i>°ni°>u H.
bic Zustimmung ber ganzen Nation gefunden haben Morley wendete sich zu dem englisch-sran ösischen '.Wommen von, Jahre 1904 unb bestritt, daß dieses eine antideutsche 21111-
^RaMdem Blorlcy auf die wichtige Trti'acbc der gewiltigen Fortfchrinc der deutschen Flotte während der letzten zehn Jahre hingewiesen hatte, erklärte er: Wir können unsere Augen dagegei: nicht verschließen wegen der Steuern, welche wir dafür bezahlen Es liegt aber nicht in der ftufenndien Erweiterung von Teutschland^ Macht zur See, was das Attgemclnemv'inden
,gcn möck-le. Sie müssen alle Umstände in Erwägung .ziehen. Wie i>:lulativcr Art auch die Fragen sein mögen, ob Frankreich, Teutschland, Italien ober Englanb das meine zur Geschichte der modernen Zivilisation beigelragen haben, das wenigstens ist ge- wiß: Tieienigcn haben nichl unred.t, welche cabet beharren, datz Teutschland durch seine L e i st u n g s s a b i fl l ei t, bic Rein- beit und Energie seiner Bildung, serne glan- zend en Anstrengungen und großen Erfolge in allen Zweigen der Wissenschaft, seinen Ruhm in M u n |1 unb Literatur, feine Stärke b c s E h a r a k - ters bas Neckst hat, seine nationalen Ideale hochzuhalten. ES i st Raum f ü r D e u t s ch l a n d unter der -sonne. Wenn fie gegenwärtige Spannung anbauern sollte, so imirbe ein ernst Haftes ständiges Amvachfcn der Rüstungen ftattfinben. xie ver« luidcltcn Vorgänge des Sommers find natürlich enmer Kritik ausgesetzt, die alle beteiligten Regicrungen angcht. Aber 'ie gestern ber Fall ivar, uno das ist die Wirkung von GreyS Rede
»2 N U „ U O A - - c : £
Zspv 8'
H hrsfi
5*« >
oo W


