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27.12.1911 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt

Nr. 503

161. Jahrgang

Gießener Anzeiger

Erscheint kt-Nch mit Hulna^mt lei Benni agi.

Seneral-Anzeiger für Gbcrheffen

Di«Oietzenn LmnillendlSNer" werden dem ,®n}eifler* etetmal wöchentlich betgeiegt. bal Xrtlsblatt fir bei Kreit «tefceii zweimal wochemlich. Dietaadwirlichasllichk» 3clt* fregta erscheinen monatlich groeimaL

Mittwoch, 27. Dezember 1911

Reeettonlbnid und Bnlas der Rrüblich« Ibitpfrfudtl. Buch- und RumbnidertL H Sangt, Rlchen.

Äebahton, R^ptbitten und Drucke««: Bcbul- ftrel« T. Expedition und Vertag: fee® 6L Äebafitoee^lll. Te1.-Adr^ AnzngerE.eb«,

nbitaüti»abriU> durch einen

Ntfow.U

iiöcn Perragc g

ulDennigung br.

Hilt dtti ImI Ülit

. euugungt

i, als a.jolui zal.. .1 K-.'U- j -

g um

KtarrSesnrntsnachrichteir.

(Nachträglich angegangen.) Beuern.

(Eecor er. e: . iem Zimmerm-ster I

f -ine Toch.tr, Ma::: Katharina.

In der LandeS-Leil- und Pfleganstalt

Tas crft-HJlal wurde auch in der n-uen x._mbc»\v' uv> ...... Es galt, die Kapelle

L.u.u..:

LeKtcres r r d:e sie unser Jtnc..--

fäplüf den Irttrren Dey. berechnet al io die Lüde der enordcr- lichen Anlcck^ au? der Teeren» »wischen den Ausgaben M aufecr- rrdentlichrn LialS cüurfcitl, seinen Sinnadmen und den cdiulNn* tUzungsbnragen andererkerts. Macht der Reichskanzler von der idm ahiUcn Ermächtigung Ofcbrautb, »ur Schuldent lgang die bciünmhn Mittel »um vm!aui der Schuldverschreibungen m vern^twen und überschreitet er btmnit d e ersteren von der Rtt"»- «a uloenordnung a>ig.-gebenen 26egc. so ntuü sich nouiiltch b c >i' IctUciaiiime cnlspree>e>.d erhöhen, da es ionft sür bu im aiitzer- vrdenttlch. n Eta: bewilligten Au-gab« an der erchrderlrcheu Tcckung i.nlen würde Seldstverständttch dürien die aus der :1n- leid.' beichanenen Mittel nur »ur Bestrnttuig der tm Etat hierfür bez-i ebneren Au-gaoen verwendet werden Sowell solche AuS- gaben nicht g.mndä oder an ihnen gespart wird, verringere lich ohne weiteres das Hnfciba'oll, ime glnches auch infolge der Bern, bi-ung der sonstigen Einnahmen des ousterordentlichen Etats rmintt.

Die Nackttänzerin in Bayern.

Tie liberaleMünchener Zeitung" Nr. 298 vom 20. To Herüber meldet: Tie T ä n z c d c d Frl. Billanh im Lus: ipielhaus sind betanntlick) von der hiesigen Polder sistiert worden, was zunächst einen Protest beroorrief, dem jul hervorragende Künstler anschlossen Nun erhielt Irl. Au lanv insofern eine fünftlcrud)e Genugtuung, als ehr er leuwt wurde, vor den Akademikern zu tanzen. Die Vorstellung fand gestern 19. Dezember,' nachmittags im Lustsprelbaus statt, utib es hatten sich dazu fair sämt­liche Professoren der Atademie, unter ihnen Akadcmi. direktor Reichsrat Professor Ferdinand v. Miller, der jedenfalls an dem Zustandekommen dieser Vorstellung nicht unbeteiligt war, Franz v. Defregger, Franz 0. 3tud, Frh: v. Habermamt uttd viele andere Künstler von Rang cin- gefunden. Tie Gäste waren von den Vorführungen Ourcr- weg ganz autzerordentlich besriedigt, und die Tänzerin cru lebe stürmischen Beifall. Me man udrioens hort, wurden vor dieser Aufführung die Bilder der Tänzerin bem Prinzregente 11 vorgelegt und haben den Beifall diese- hohen Freiendes und Gönners der Kunst und der Künstler gefunden.

Dazu bemerkt derBahr. Kurier":

Wie kommt eine Ltedaktwn zur Äennnri» der ixriöuhrfKn, Vrivaten Acusterungen des Regemen? Natürlich nur dura, die Mitteilung der ständigen Umgebung des Regenten, ober von Personen, die mit dgm Regemcn vertrauten Umgang psl gen. Die Mitteilung ist geeignet, beim Volk den Regenten als Mu- bewunderer von Schaustellungen lnnzustellen, die nun cmmal der gesund denkende Teil der Bevölkerung für unsittlich und verwerflich hüll. Dieser Eindruck ist um so m.stlicker, als bei tinem Herrscher, der 90 Lebensjahre überschrill - bat, der Ge danke an die Ewigkeit im Vordergrund aller Betrachtungen steht und foldje Dinge, wie sie Ir.er dem Regenten imimtiert werden, nicht zulästt. Endlich ift die Mit­teilung geeignet, den Anschein zu erwecken, als mistbillige der Regent eine von der obersten Polizeibel-örde Plünck-cns t-cr- fiigte Diastnahme und wende sich gegen bav aufgenomnunc ge­richtliche Verfahren. Die Krone enthalt sich von icher ntcngr, in die Rechtsprechung ernzugreisen, weil das die Garantien des Verfassung^- und Rechtsstaates auflösen würde. aaS alles crsck-cint so ungeheuerlich, dast wir es unternehmen, mit aller Bestimmtheit zu bchauvt-m, die MeinungSkundgebung des Regenten in dem von der tctrcifcnbcn liberalen Zeitung vroki: mierten und ausgebeuteten Sinn ist nicht nur nie erfolgt, loiwcrn ein Ting der Unmöglichkeit und beruht auf einer kecken, für daS Ansehen dcS Vertreters der tfronc höchst verderbltcheit bos­haften Erfindung." r

TieGermaitia", das Hanptzentrumsbla.t, lchli tzt Ua) diesem Zorncsaucbruch desÄayr. Stur." vollinhalUich an. Jetzt wird also der Prinzregent trog feiner 9 ) >>ahre noch bevormundet und gegen ihn zum Sturm geblasen. Ski6 das Zentrum keine bessere, weniger abgeschmackte Wahl- Parole?

Der italienijch'turlijche Krieg.

weihnachtsseiern.

Gießen, 27. Dez.

3 n der Herberge z u 1 Heimat.

Zahlreicher und früher al» lonil an Sonntagen waren am DeihnachtSabrnd die müden Wanderer in der Herberge zur Lei mal eingekehrt, in ocr wie alliahrlich ihnen der WahNachtStisck turc.?'. gemacht und für eine dem lagt cntspreckwndc Berpfl-gung ge- sorgt war. Irn oberm Saale Der £*erberge au, drei lanj '.t Iiht .1 Itaubci: für die luu Gäste tbcnfoviei Teller nut U*Luil, ist., iJa unj» Nüssen Für reden waren, Dank der llntcrüü&ung unserer Tabak rndustnellen 1U Zigarren und 1 Päckchen Kanaster, sowie 1 4>aat wollen.- Strümpfe hrngelegt. dell leuchtete ein mächtiger (Sbrut- baum auf, al- gegen 6 Uhr die Männer ,n den ccal traten und an den Tafeln sich niedersehten. Einleitend mürbe mit Bcglei- iung von K.avier und Geige:83om pimm.l ^och 11 10inm ich her" argeftimmt, n. r2u' die brci -dteftm hinter, 6r? verberge Vaters Loh recht brav WeihnachtSgedichtchcn benagten. Pfarr- afiiftcnt S ch v r l c «n e r reriae dos Caangelium der frohen A-Jt- fdjaft, woran fick eine Ansprache schloh. Er erinnerte feine Zu- Hörer an ihre Fugend, wo ihnen gcwiB auch im Eltemdouse am Weilttwci taalend beschert worden sei und wie mancher von innen sich tair.al? tue .Suhinft anders .aräumt babai wurde xod), '' fuhr der Redner fort, der Mensch dür'e nicht verzagen, denn v.- fei heute der deiland geboren für alle Menschen, er sei mchl etwa gekommen vor 2000 Zähren, sondern er kotmne jeden zag, nur uaiic auch jetzt Mcniüj an ihn glauben.L du trohuche, 0 du selige, gnodenbringende Weil'- .isti.eil" Vang es ^u>n i-chluf. v-rr ncur dieraus wurde den Gälten daS 'Jlbcnbcifen, Kario'f lialat und -Surfte, gereicht und man i ib nur t. bin ul Gesichter unter Den Leuten. Ein lautes Bravo ertönte, alS der HerbergHoaler milteiltc, dast ihm eine Starnmtischgescllschaft die Aitttel gegeben l»ab, um Den oniitcn der verberge je 1 GlaS Bier ju verabfolgen. *Lh- pslegung und <Pacht quartier erhalten die Wanderer ubn '22cib- naditen unanigcltlid). Am 1. Feiertage war der betbergsvattr in der Lag-, 60-<ü der Leute mit b.m Röttgstm an Mietern, Wasche und Scl.uhwerk zu Verse,,.n. ch- stc ihre strafjc Wetter zogen, um neuen Gasten Platz zu machen.

Pfleg.anitalt Weihnachten festlich begangen, einzuweihen und gleichzeitig den Wethnai Gottcsdientt nniukttcn » as Gottesoaus war noUlianpig gciaLi Der größte Teil der Kranken, von denen biSher nur L>U m bei Anstalt unterg<bracht find, nahm am Gottesdienste teil. Pfarrei Adolph nahm die Wahr vor und hielt die Predigt, wahrend cm Thor, der aus Znfafsen der Anstalt und dem Wärterpersonal gebildet war. Gelänge vortrug. Der Bedeutung bei Feite» ent- Iprcchcnd, fehlte ui vet nape.l.- der Lichi-rbauin mcht Tie Ehrift- descherimg an die Pnnentcn fand an vier stellen und zwar in jeder Abteilung für sich stall. .

Weihnachten in der Kaierne.

Seit Freitag mittag voriger Woche ist eS in den @äng*n und Korridoren unserer Kaserne ruhig geworben. Die «aterlanM- oerteidiger sind über Weihnaclsten zu Mullern auf Urlaub gegangen und die rtcmoagmc bra.ijt hock' ,eiis i.itoem nou) aua 1» ann, die für den Aaä^»ienst gebraucht werden. 4,ie Urlauber fclrr-m am 28. d. M. be.ro. am 2. Januar in die Garnison zurück Am Sonntag nachmittag 1 ,ö Uhr waren die abkömmlichen Mannichaften des Regiments zum Gottesdienst in der Stadtkirche oenammdi Nachher wurde zu Mend gegeilen und dann wurden m den ein- leinen MannschaftSstuben die W«hnacht»bäume angczünd t. Pie!- jach war Der JOcrr Hauptmann ersa anen oder hatte sich duicki einen Lfiizier vertreten lassen, in den meisten Fällen aber war es die Komvagniemuller, der gestrenge fcerr udtHT.TrL c»er ei ne lernige Ansprache an seine Leute richtete. Uebcrall wurden -Teih* nachwliebe; aitgeft.mmt uni> f nm a na e» an o,e Bertenunq der Gaben, dir aus allen möglichen Gegenständen bertanbtn. Nach­dem eine grünblid* Musterung der Geschenke vorgrnommen war, wurde in jedem Mannschafts-immer ein Fast Bier angciiedi unb ein gemütlicher Trunk genommen. Man nahm eS auch zu Ehren Dc3 Festtage- mit bem Zapfenstreich nicht gam genau, denn Cie letzten Lichter in den Äafernen verlöschten ziemlich 'vat nach 10 Uhr. Auch die Wachmannschaften hallen in der Wachttube

verteidigen.

Konstantinopel,^2o.^

BanVcn^und^ahnlichll iurlienisä-cc Unlernchmungen aiig^rD:'.^.

Tie Agettöia stciani bc;cimnc: Die von Hon.iituu..v.i * - breitete Meldung, die Türken hatten Z an zur .... - dings besetzt und Die Italiener oernudcn,

Rcichs.anz.ers:

1 3ur Bestreitung einmaliger außer- ordentlicher Ausgaben 43708372 Mk 'm W-ge des Kredits flüssig zu machen, 2. dte zur Tilgung der RcichSjchuld bestimmten Mittel z.:m Antau, von ^chUtover- icyrerbungen zu verwenden. .

Soweit cs >rch ./.eruci, 10 fär-rt das Ocicü fort, um dtc im ffcpiul 3 D.r Uiiii;ai;inen .es au^crorocnt.tch.n ^tars aus» aeuiaaiten T>etrage von £ö 2l4 1j2j DL. ihiiiDi.!., .rheht ft^. ou zu l vrzcichtttte ^Lt.'um».te um uujur dte.e Anrufe VLCiJcnbclCit L-citagc. § 4 dc- Lnllvurss oerjugt jobann u^cr dte ftch ettva oer yer L>;r: u 2 ..juhrung ergcvenden Ucberichujfe, derart, da.-z diese zur u.vo^rdung von

;ji\n der L eeren- uno Marin o^; . <tu..g, sedann z... itrcttuna beütm.ntcr außerorben.lrch r 'aben, cnol.ch lurDec'uua D.;- feintet, au: ....... ^uacruommeneu gc- iiuitbeten -..airilu.arb.r.r^g. uno «? * u butuge aus den \at.-en r-Ou bis 1908 vere ndet wcr^cn icucn.

C h'\n d ei n Vorschriften ist eine Gefahr ui da- Budgetrecht des EatlamentS crolidt roorsm: br.m x: RcichSkan ler en>:t;. aui t-er Seife d-e Ermäch: .ung, .mle.hen ohn: yrn^mtgjng

StV- ung'i: unbegründeu yn^ett ou.m bet

T u) erg-broben Ud>e.U<' : zum -.u.aa von L<uuio- ÄÄi W.W36C in:: ~u CMme °? £

i ein, D'-c <ie.c;-2ia;ulb wirv^vielmehr

Gin lurfifchtt Tompfer btschlaqnabwt.

Massaua, 23. Dez. Agen;ia 3tciani 1 Leute würbe bei türkische DampferÄailf er iCb" eingebracht. Da- Lchstf wurde alö pcrbdünig von dem italicnndxn jlricg8ra)in Puglia au'gebracht, obgleich eS unter der Fiagae be-5 Roten LalbmondeS fuhr. Die Durchsuchung be-5 LWitte- ergab, da>. nichts vorbanden war, waS die Eigenschait al- vospitalschiff hätte rechtfertigen können An Bord bcianbcn sich weder Betten nxx.i die ciwachsten l'ngicniiaxn fbuniuitungen. Zn der Vlvoilxte b> fanden sich nur jroöii Fläschchcn Magnat fünf Üilo Phenol unt einige L-ublimatPastillen Tas Verbandmaterial benanb aus lüntiig Binden unb acht Milo VerbandSwatte. Da- LanitütSversonal bciatr.utUe fich aui einen Stabsarzt, Chirurgen und Apo'.I?eker. .stranUnwärter waren nicht vorhanden Zn den oberen schuf-' fammmi waren gegen 500 ongcblidx Matratzen, die mit .\?cu ge ulac 3ade waren Tie unteren Mammcrn ivaren mit JtoM.-n gc ü'.Il. T .c Äüdic reichte la um für dreißig Personen Jilc Tatsachen fprachen dagegen, daß der ,^aiffen(h" al- sövipitalfchv' angef'ehen werden konnte ES wurde daher mit Beschlag ^belegt kiö handelt sich ohne Zweifel um ein TranSportschiN im Dienste der türtifcben Truppe an der arabischen Küste.

wieder rtü Regierungswechsel in der Türkei.

K 0 n st a n t i n 0 p e l, 23. Dez. Bei bem gestrigen NeuiahrS empfang drückte der Sultan dem G r 0 ß w e f t r und den Präsi­denten der Hammer unb des Senats den Wunsch au-. Die brrr- icijcnbcn Unstimmigkeiten möchten beteiligt werden, fliaathcr he­il rachen sich die Führer der Zungturken mit dem ersten ^elretar dcs Sultan. Wie Dcrlauiet, stimmten die Zungtür.'en in Be­sprechungen mit der Opposition bem Wechsel im G r ost - w c s i r a t e und der Bildung eine- neutralen Habt- nett» zu Ein Gerücht besagt, da- Grostwestrat sei Vufiein S?ilmi Pascha angebo^n. .

Tie Verhandlungen zwuchen den Delegierten der '.Ü? c b 1 i) c 11 und der Lvv 0 siti 0 n zwecks einer Berftänd 1 - g u n g i:abcn den ganzen Tag gedauert und wurden noch nicht abgcschloiicii. Tie Delegierten beobachten fllcngeö stillfchroeigeit selbst ihren Parteien gegenüber; sic erklärten nur, datz die Berhand- 1 ungen einen günstigen Perlaus nähmen. Tie Zungtürken fallen sich ent gegen ko mm ..wer zeigen, ba_iu: die Schwierig keuen leben, die sich aus der Weigerung de- Sultans, in die Auflöiung der Hammer cmimuilligcn, ergeben. Sie tollen bercitd tciliwnc den Bedingungen der Cl'pofition, besonders der Aufhebung des Be- lagcrungs.ustaiides unb dem Verbote, daß Beamte pollMcke Klubs t 1 ucken dur'ctt, -ugestimmt haben. Auck) sollen die. relegierten d.r Zungtürken in die Ersetzung des gegenwärtigen Kabinetts durch em Geichäftsministerium unter Hussein S?ilmi Pascha^oder dem Londoner Botschafter Tewftk Pascha gewilligt haben, x,e L>aupt- mnüitrigfcucn bereitet die Zusammenfetzung des Kabinetts, weil die Z^ng.'ürlen den (Sintritt mehrerer Parteigänger fordern.

Nam einer neuesten U^elbung jtno die Beihaudliingen dennoch gescheitert: _

Konstantinopel, 26 Tez. 4.te KU meyreren -tagen ciepfloaencii Verhancrnngen 1 wischen der Mehrheit der Stainmer unb ber Öppofitiofl sind gescheitert. '4.tt jungturmdK Parier hat nach lanu.r bewegter Aussprach.- fast eiNfiuitmig befchloiien, der Lppo-.itioii init>uieucn, datz eine Verständigung nur auf Der Grundlage einer U 1.1 b i l D u ng des Kabinetts u n ter a 1 b Paf cha möglich i.i. Nian Hai: es für sicher, bat> die Verständigung auf dieser Bans nicht zustande tommt. Zn iungtürkiichen Smiicn verlautet, das M adineti werde mit reiniungtürtifchenMi- nistern rekonstruiert werden.

Lärmszenen in der Niederländischen Kammer.

Haag, 23. Dez. In der gestrigen Abendsitzung der Zweiten Kammer tarn cs während der Beratung des Martnebudgets zugroßenLärmsze neu. Kuy p e r brachte einen von dem Marineminister gebildeten Antrag cm, den Kredit für den neuen Kreuzer für den indifchen Dienst bis zum Liederzusammentriti der Kammer hinauszu­schieben. Als hieraus der Abg. Savorm Lohmann das * ui ort verlangte, entstand ein solcher Tumult, dast der Prä­sident die Sitzung für eine halbe Stunde aufheben mustte. Zn den General,taaten ber Niederlande ist dies etn ohne Beispiel dastehender Vorgang. Im Verlauf der Sitzung tränierte der iberate Thomson lebhaft das Monopol Krupps, das dem Staate einen Schaden von ungefähr einer halben Million veruriache.

Der M arineministei. erwiderte, eine von eurer anderen Fabrit eiilgereichte Offerte auf Lieferung von Ka­nonen sei durch einen angesehenen Ausschutz, dem auch der Artillerieinspeltor angel;vt l-adc, geprüft worden, vieler fei über die andauernde Agitation gegen die Firma Krupp schr empört, kr, ocr Miniiter, wolle nicht, dast die Matrosen Bpser von fogeiiannten wohl ci.en nanoncn würden.

Der Rrichrhallshalt für 1912.

DieNordd. Augem. Ztg. ' ia)rcioi: $ 2 ocs Entwurfs des Etatsgesetzes für 1912 cnlha.r Die Ermächtigung des

f// c ms A DTF NJ in iclu u folgen Schriftart und Karlo nioftc, V /O/ . J \ it r_ ' zir;aln aUf, Mudtnüschen Ver

rt ui rnafigcn Prosen du BrühTsdu Univ.-Druouro.

ihren WeihnaMöbaum brennen.

m Provinzial - Arrcsthaus fand für die Gi-fD.rg.mn bcun Lrennenbui Chnfldau.n im Befaal em Gottesd.emt :au, bei oj;i D'aner AuLteld in de. fjrftngt Sorte der Aullichtung und des Trostes fpcndae.

ZnoerProvinzial-sieckenanstalt r batten lich, um mit den tort untcrgtbtoöten 3nöalü>cn b r aroeii, L.n Schwachen und Si-ckfen aus Ocr Pronn., ckt ^echnu.'.sieier va btjec:n, Qk^imrai Dr diingcr, Belg^ioneiel Mellet u.ib Stad.rerrrdncter Medizinalrai Dr. y.abccUrtx, fow'.: wttufoe v.-rena '.c r.ngefunbm An 4 verfch.ebenen Sie..en tatu man o n Zvianen den Cai ...ich (rrrerichtet. Z«n grauen Mamieri.au, im -7rosten Frauenbau, in der Atänneroaracke und m Der cr.'.uenbarade ^rannten v.e gricurjidten Lia:.roäume. <ieihnach.^.i kitcicn überall d. Zeter an, worru' iai ftrcüannieniartt< a n g er- i.i am m;: anat oradx an t.: dr-) au toor senden alten ^eu.c roanlte . ar.n g - an L;t vxt.i j. j l rr C'Ciu,ente._ Mu slla-

ieni>i f " . trm g ;i die -c "< ul. - uw in ure Ramne zurack, öid. : c r- :e 03i icuiifff fu,.ig:n und ir.u Geilechc.i

k,r.. . .-ch waten, w Kreppen zu ftcigcn.

co '.' zxr der alt-n pet auch aus Anlatz der Laeihnachiriage eon'd-n 'nnUnt .r? Enkeln dch jh arte Gabe erhalten, viele vcn L.r u.*r S echrmmstalt ..hielten aber an beiden Feiertags. ' nu'r ifcirn - . kn . a. : - mal und konnten fich

:r.. l t: :cr wandt« 'reuen.

d.U.-3C.L ... uu -r-^ai fl--

Dci Tripolis selbst haben die Ztaliener m den letzten Togen Rübe gehabt. Anders auf der Cyrenatka, nno namentlicy bei Ben Ghaii. Dort haben wieder erbitterte Kämpfe fla.lgefittidcn, und die amtliche italienische Mel­dung, vom 26. d. M. datiert, la^t nicht recht erkennet,, wie es um die italienische Stellung jetzt steht. Die Türken werden ihre Angrifse fortsetzen. In .'toititan.inopcl i|t nian, trotzdein wieder einmal innere Schwierigkeiten herrschen, zum gustersten entschlossen".

Em Angriff bei Ben Ghast.

Rom, 23. Dez.- DerAgcuzia Steiam' wird auS Bcn- ghasi gemclbci: In der Nacht vom 21 zum^22. Lezemder wurde die italienische Sckanze 9K. 3 jjom o-tf inbc .A1 gegriffen, der unter dem ^thuyc der zuntclbcit die Italiener tu überraschen suchte. Der Feind wurde von den iöeriaglicri imb einer Sektion GcbitgsartiUeric ohne Verluste aui italunncher Aue z u r ü d g e f d) l a g c n v>ctm Morgen grauen wurden neun Beduineiüeichen in den Drahtnetzlli vor oen tuüienifcbcn schanzungen aus gesunden. Ein '.Uignil feinblia^cr Gruppen aui ein italienisches Bloahaus wurde oon einer Abteilung dc,- Gb «jn> fanterlc-RegimentS zurüdgewiCien, ipooa jroei -oldaten leicht mr- rounbet wurden. Tw allgemeine Lage i,t unvcraiiderr. binc neu. SrUa-.t bei Be i G.-a i.

Rom, 26. Dez. ZAgenzia Stefan:.) Nach cinem^au.. Beng- ba fi eingetroffenen Funkernclegramm begann öer Ano gestern früh den Vormarsch a u f. V e n g h a f i. Gegen 10 Uhr vor- mittaas entwickelte sich die fcinbhujc ^ch^illi.iic m cnnr L samtstärk? von einigen Tausend Mann mn Gc.chuv« vor ber östlichen Front ber italienischen Stellungen, a. as b^" tc Meer bindert die Schisse e i n j u g r e i T en. -er cks.inb ging langsam in ber Rfcktung auf Foia t unb bm ^ckanzen Nr^4 unb Nr 3 vor. Al- er fick ihnen auf zwei Jb.lomete. ge- den Angriff zum Stillstand, - .r lye.iO (attt l^em.iu,c Verluste unb zog sich ba Sonnenuntergang zurück, -te Ita liener hatten keine Verluste.

Em Gete.U bei Tobruk. r. - M

Aus Tobruk wird gleich alls ; gam«

früh mürbe die Truppenabteilung, welche bu Jrocuui rur Batterie 149 auf ber Süb'-tte ber B.:-:t.zu '-' wen ile. bäume, nahmen em Bataillon netterie^iegtmems^^we,

MMMM ferner durch die S.utene <o unb .durch bie urtdleue uer . -C-

Stellungen aus festzustellen war T _ n , hcr ~-.rh

General irombi lelegrap^crt aus 4, e r n a, her , ... hatte bei dem Kampfe am. IS. Te-emo« 7S Tot-, aus -; i « Zara, Tadjura und voms ist nichts txcuvj -_a beri------

Türkischer Wider.aut» bl. zuia.u :ine:.

Konstantinopel, 23. Tez. Eine Jv{i ....

lichung besagt, bic Worte werde ihre unter ja Orb 9 <« utc c n. ..

auf Tripolis und die Gyrenaika bis zum -leusterucu

,. - , _ -s. rrijlui erhobt nch die bemü^.g.- K.eou'anm.

, Z3. D,z. Die hier veriid^ert mA -7^7.^-. dec -

Schlicstung der italienischen wm»cnb. ....... . ,