Ausgabe 
27.3.1911 Drittes Blatt
 
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Ibl. Jahrgang

Dritter Blatt

Erscheint t-glich mit Ausnahme des Sanrite^L

ftaltm ab geändert werden soll.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- ftraße 7. Expedition und Verlag: &!

Äcbaflion:e^®112. Tel.-AdraAnjeigerSießen.

Dermiicbtes.

'Die Schnells lngmaschine der Zukunft, lieber die Zukunft der Flugkunst hat Wilbur Wright, der auf seiner Reise nach Frankreich soeben an Bord desKronprinz Wilhelm^ in Plymouth eingetroffen ist, einige interessante Aeußeiungen getan Er warnt vor übertriebenen Hoffnungen auf eine schnelle allgemeine Brauchbarkeit der Flugmaschine:Wir müssen im" stets vergegenwärtigen, daß eine neue Idee nicht nur an sich eit zur Entwicklung beaniorucht, sondern sich erst allmählich das Ver­trauen der Lessentlichkeit erwerben kann. Schon jetzt haben die Zlugmaschmea ihren bestimmten Wirkungskreis innerhalb der Armee

Hessen-Nassau.

[] Marburg, 2b. März. In einer heute abgehaltenen Kreistagssitzung wurde der Kreishaushalt für 1911 au 1348 876 Mk. genehmigt. Den Voranschlag der Marburger Kreisbahn setzte man m Einnahme auf 82 600 Mk. und in Ausgabe auf 67 500 Mk. fest. Nach Verrechnung der Verzinsung und Amortisation deS Baukapitals bleiben 37 941,79 Mk. durch KcelSsteuern zu decken. Mit dem Pro­jekt, am Südbahnhof hier eine WanderarbettSstätte für den ganzen Bezirk zu errichten, erklärten fid) die Kreistags­mitglieder im Prinzip einverstanden. Nach Schluß der Sitzung begaben sich die Kreistagsmitglieder mittelst SonderzugcS der Kreisbahn nach Dreihausen zur Besichtigung deS neu an­gelegten KreiS-TteinbrucheS.

D>eSiebener ZanilUendlittler" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, daS Kreisblatt für den Kreis Oletzen" zweimal wöchentlich. Die ,,L«dwiNschastltche« M* fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Domkapitular Dr. Bend ix erklärt, daß er zu diesem Thema auch mit einem sehr reichen Material bienen könne. Nicht nm in der evangelischen, sondern vielleicht noch mehr in der katho tischen Kirche wurden diese Ausschreitungen schwer empfunden Er habt fast die Empfindung, als wolle man an diesen Tagen gegen das religiöse Gefühl opponieren. Die Geschäfte hätten ei-ientlid) keinen Vorteil davon, sondern nur die Wirte. Dei Redner ist ebenfalls der Ansicht, daß das beste Abhilssmittel die Einsetzung eines gemeinsamen Bußtages sein würde.

Minister v. Hombergk erflärt, daß die Handelskanunerv in dieser Frage nicht mit der Regierung überein stimmt en. Di> Regierung habe die Abhaltung des Verkaufstages erlaubt, den allgemeinen Verkehrstag am Palmsonntag aber verboten uni? sie hoste, daß damit dem Hebel abgeholfen sein werde. Das beste '.Wittel wöve allerdings der gemeinsame Bußtag.

Graf Stolberg -Roßla und Prinz Solms-Braun­fels bitten die Regierung, das kirdstiche Gefühl der Bevölkerung

IDanbern unb Reifen.

n. Diez, 26. März. Ter Verkehrs, und Verschvnemngs- verein für Diez und Umgebung gibt in nächster Zeit einen Führer heraus der hauptsächlich zur TurcMhrung einer planmäßigen Propaganda dienen soll. Dem Büchcldmi, das in 5000 Exemplaren gedruckt wird, werden zwei Karten bei gegeben und zwar eine ber Qkmarlung Diez und eine der näheren Umgebung, soweit die von dem Verein i Zweigverein des Taunusklubs- mit Markierungen versehenen Wanderungen gehen.

Montag, 27. März M

Äötettentbrurf und Verlag der «r üblichen UnwersilätS - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheflen

"Frhr. v. Hehl banTt dem Minister für die Ausführunaen. 5'r widerspricht ihm darin, daß man in Rheinhessen mit dem Veingesetz zufrieden sei. Nur die Besitzer guter Lagnr seien zu uieben, während minder gute sehr unzufrieden sein müßten, gerade egen der ZuckerungSbestimmungen. A/Ct Redner wünscht, da st cn Winzern verantwortlicher Rat erteilt werden möge, und ivar möglichst von einem sachverständigen Chemiker.

Minister des Innern v. Hombergk ist der Ansicht, daß etbft eine Wainbauberatungsstelle feinen verbindlichen Rat geben önne. Der Redner bleibt dabei stehen, baß man in Winzerkreisen -och int allgemeinen zufrieden sei mit bem Weingesetz.

Frhr. v. £) ei) ist gegenteiliger Ansicht. ,

Dann werden Kapitel 7275 angenommen, ebenso Kapitel

Modellieren. Tie Tagesschule hatte 36 Schüler, die Hand- werker-Sonutagszeichensdiute 98 Schüler, bie Abendfortbil

.. . duuasschule 27 Schüler, zusammen 161. Das Lehrpersonal

ben Är^blldamgs-M- bestcht aus zwei Gewerbelehrern, zwei Hilfslehrern iuiö ben ^.eyrerbitdungs An | -Fachlehrer. Die Schule besitzt euren Lehrsaal und

76__g7

Zum Kapitel 88, Justizhaushalt, weist Landgerichts- Bräfibent Dr. Hangen die Angriffe der Zweiten Kammer auf ne Gerichtsassessoren zurück, indem er es für eine Un- nögliclsteit hält, daß in der Kostenberechnung Fehler Vorkommen önnten, so daß für den Staat kein Verlust eintreten kann. Die Nachprüfungen, die die Gericl-täschreibereien vornehmen, wären irnner m der Lage, etwaige Fehler riästigzustellen, und entgegen-- lesetzt der Meinung des Dr. Zuckmeyer l)ält der Redner diese Nachprüfungen für unbedingt notwendig. Ferner weist er die Vorwürfe zurück, daß die Schreibhilfen usw. dem Publikum nicht freunblich ent gegen ko mm en.

Staatsminister Ewald erklärt auch, daß dem ^usttzmlNi- jertum keine Beschwerde über das Benehmen der Beamten zu- gegangen sei. Ebenso bestätigt dec Redner die Ausführungen des Dr Hangen betreffs der Nachprüfung der Kostenrechnungen. Des weiteren berichtet der Redner über ben Vorwurf bes Dr. Fulba in der Zweiten Kammer in Sack>en bes Redakteur Kaul und weist ?.ie Vorwürfe des Abgeordneten auf den Darmstädter Staats­anwalt zurück und zwar als vollständig unbegründet.

Tann werden Kapitel 8897 angenommen. Ebenso Kapitel

Kapitel 116a und b, Aus-

Ausstellungsraum, ebenso eine Votksbibliotlsok von zurzeit 100 Händchen. Im Ausstellungssaal befindet sich ein Mo­dell 1:10 ein Friedhof, bestellend aus Grabmaleru trt holz und Eisen in haubwerksmäßiger Ausführung, um dem Publikum 021 egen beit zu geben, Grübmaler kennen zu lernen, welche frei sinb von protzenhaftein Wesen. Ber ber Feier selbst waren anwesend von der Ktrersbehorde K-reisrat Boeckniann, von der Zentralstelle der Ge­werbe Gewerbcschulrat Metier Der Vo-.lchende des Aul­sichtsrats Rentier Ringshausen begrüßte die Erschie­nenen. Hierauf gab Hauptlehrer Höfer ernen ausführ­lichen Jahresbericht. Danach hat die Schule letzt zwei xwi.n:- zehnte hinter sich Als besonderes Ziel, das nun erreicht ist, ist lfervorzuheben, daß in diesem Jahre die erste .Cb gangSprüfung gehalten wurde, an der sich 8 Sichulei be­teiligten, von denen vier die Notegut bestanden ' uiib tner die Notebestcutden" erhielten. Die «schule ist fetzt in der Art der Baugewerksclfule in Darinstadt angegliedert, daß die drei K'lassen unserer Sd)ulc mit den drei unteren Klassen jener sich decken, also aus unserer Schule in jene überqetreten werden kann. Kommissar der Prüfung war Baui'nspeltor Witzler- Schotten. Das Verhalten der Schüler war recht befriedigend; ernstes Streben war be­merkbar. Hierauf beglückwünschte Kreisrat Boeckmann die Schule, die immer an erster Stelle gestanden habe, zu ihrem 20jährigen Bestehen und dic Abgehenden zu ihrer Prüfung. Er betonte, daß wahres Glück nicht in dem raschen und leichten Erwerb von Glücksgütern bestehe, ton- deru in dem Bewußtsein, mit eigener Kraft etwas Rechtes geleistet und damit zugleich für sein und fernes Haarscs Bestand gesorgt zu haben. Die Achtitng der Mitburger sei mehr wert, als das selbstgemachte Phantasiegebllde des Glücks. Gewerbeschulrat Meyer schloß sich dem Lob des Vorredners an, um so lieber, als er eine Reihe von Jahren selbst als Hauptlehrer an der Schule gewirkt und ihr Wacksten und Gedeihen mit regem Interesse verfolgt habe.Jhbba sei die zweite Anstalt, die eine Abgangsprüfung eingefichrt habe, nachdem Gießen vorausgegangen ist. Nach einem Rundgang durch die Ausstellung, bei dem Hauptlehrcr Hote Erläuterungen gab, versammelte man sich imGambrinus" u einer Nachfeier. hierauf wurde noch eine gesellige Zusammenkunft im Gambrinus veranstaltet, wobei Rentner Rin o Hausen den Schillern noch nuten Rat mit auf den Weg gab Hauptlehrcr Nöte drückte noch der Zentral­stelle der Gewerbe bejonderen Dank aus. Alleii Gönnern der Schule, sowie den Lehrern und dem Aufsichtsrat wurde schon vorher Herzlid) gedankt. Die Ausstellung der Ar­beiten ist unentgeltlich bis zum 31. März geöffnet.

GerichtssaaL.

= Spitzbuben-Pech. Bei der Strafrechtspflege gilt be­kanntlich der Satzne bis in ibem", also teure zweimalige Be- trafung für dasselbe Vergehen. Allein ein jugendlicher Spitz­bube, der 17 Jahre alte inEhemnitz geborene Arbeiter W. mußte zu seinem Leidwesen erfahren, daß es auch Ausnahmen von dieser luristischcn Regel gibt. Er war wegen verschiedener Diebstähle, bei denen er einige Waren und kleine Geldbeträge erbeutet hatte, am 10. Dezember v. I. vom hiesigen Landgericht zu vier Monaten Gefängnis verurteilt worden, wobei ihm noch bie Haft seit dem 31. Oktober in bie Strafe als verbüßt eingerechnet wurde. Sein persönliä>eS Peck) wollte es aber, baß seine Eltern aus Böhmen eingewandert roaren unb die deutsche Staatsangehörigkeit nicht erworben hatten. Infolgedessen war auch ihr Sohn, obwohl in Chemnitz geboren, österreichischer Staatsangehöriger geblieben und mürbe nach Verbüßung seiner Strafe als lästiger Auslänber aus Deutschland ausgewiesen. Nach dem österreiästschen Strafgesetz­buch wird aber jeder Sesterreicher, der im Üüi&ktnbc eine Straftat begangen hat, nach seiner Rückkehr von der einheimischen Justiz verfolgt, und so mußte sich der nach Oesterreich abgeschobene W. vor kurzem vor dem K. K. Kreis- unb Strafgericht in Leitmeritz nochmals wegen ber in Sachsen verüben Diebstähle verant­worten. Hierbei hatte er wieder bas befonbere Pech, baß er in Chemnitz von einem ber begangenen Diebstähle sreigesprochen werben mußte, ba Verjälpung eingetreten war, biese Verjälwung aber in Oesterreich noch nicht ein getreten war. Daher fiel bie Straw auch schärfer aus als bie von bem beutschen Gericht verhängte. Das Leitmeritzer Gericht erkannte ben Angeklagten sämtliches Tiebstahlsvergehen für schuldig und verurteilte ihn zu sechs Mo­naten schweren Kerker, versästirft durch Fasten.

energisch zu vertreten.

Direktor Parcus erklärt, bie Handelskammern seien auch nicht für sog. Volksfeste, aber bie Verkehrstage lstelten sie im Interesse ber Geschäftswelt für bringend notwendig. -^nn »u-u.

Das xtaimel 23 nnrd darauf bewilligt, ebenso die folgenbcn g8113 unb Kapitel 114146.

Kapitel bis 29. . gleicbsfonbs, wird zurückgestellt.

Beim M optici 30, Provinzialbirektionen unb Zkreisamter, er Tann merben bie folgenden Kapitel bis 139 ohne Erörterung klärt Bankdirektor Par cus, baß er nicht ba tüt Jet eine *ln'I Qnqcnonuncn Zu Kapitel 140, Ministerium ber Finanzen, Bau­rn hl Stellen auf ben Inhaber zu bewilligen: auch ber Beamte crf(ärt Banldirektor Pareus, baß ber Finanz-Ausschuß uirbt nur, wenn er sterben muß. Ter Redner beantragt, nur lr ^ann ^em Antrag auf Bewilligung von 34 900 Mark zu- ic einen üVeisamImann in Darmstadt, Mainz und Gießen am tocnn Finaiizamt Oppenheim itidyt aufgehoben wird.

Hm Inhaber zu bewilligen. Geh. Rat Dr. Becker gibt befarad, daß die Regierung den

Minister v. H o m b e r g k ist der Rceinung, bay auch Nicht I betrag erst verwenden werde, wenn nach den Reorganisations- eht einziger Kreisamtmann entbehrt werben könne unb mein I ÜCrfrant.Iinigcn bie Sachlage geklärt sei nnb bas Amt in Oppen- nach, baß alle 26 Kreisanttmänner notivenbig seien, luenn man (cim ücrbleibe. ben Dienst nicht besäht den ivolle. Trotz der nur sehr geringen Beim Kapitel Territorial-, Fluß- und Tammbauwesen wünscht

Vermehrung ber KreiSandmänner hätte sich bie Arbeit säst Der- v ^ebi, baß so große Ailsotbetungen nickst mit bem Bubget breifacht. Hessen beschäftige weniger akabemisch gebildete Beamte, vcrcnnckt 'werden. Et bittet die Regierung in Erwägung zu als bie Nachbarstaaten. Mit ber Bewilligung aus ben Inhaber ^<.hen ob tnc Beträge noch zutreffen, wenn bas Rheinschiffahrts- wollte bie Zweite Kammer nur einen Druck auf. bre Regierung in Kraft tritt.

zu Vereinfachungen ausüben und eine neue KreiseiNteillmg für <^QnTft ^rtz Kapitel 140 unb ber Rest bes Votansi^ags Rheinlm'sen vetanlasfen. . , . . angenommen, and) ber Voranschlag für bie Erste Kammer ein-

Giaf Wilh. Solms-Laubach ist ber Meinung, baß btc qcnebTnigt

Kreisamtmänner vielfach mit Arbeiten beschafttgt seien, bie auch -imma schließt darauf um 2 Uhr.

von nicht akabemisch gebildeten Beamten ausgesuhrt iwrben hnnd in llür

ten. Er könne nicht ein feilen, warum auch bet kleinen Aaäme Sitzung Dconlag «ruh 10 Uhi. .Kreisämteril Kreisamttnännet beschäftigt würben. ----- - . .

Minichw v. Hombergk bittet, bie Angelegenheit bem Der- AUS SMtiOt ItilO LNItS.

einfachnngsausschuß zu überlassen, wo er auch nähere Mitteilungen! Gießen, 27. März 1911.

machen werbe. Die E^eschäste ber Kreisämter und ihr Arbeds-I qn;, QnAPnh-i'm

umfang seien mit denen in Preußen gar Nicht zu vergleidien; Hessischer Blumentag. Wie aus Jugenheim

er bitte nochmals, von einer Betvillignng btt brei Amtmänner berichtet wirb, scheint bie Idee bes allgemeinen hessischen

auf den Inhaber abzusehen. . BlumentaaeS ander Bergstraße in sinniger Weise aufgefaßt

darin beistimmt, daß bie Frage vom Vereinfachungsausschutz er- in voller nruhllngsblute. -Han plant nun bort Mabchen m

ledigt werde. weißen duftigen Kleibern, mit Blumen im Haar unb ber

Tas Kapitel wirb barauT mit bem Antrag "ParcuS I a(tex^üm[id)en Zupfgeige in ber Hanb, Lieber singenb, bie genommen, fo batz ber Beschluß ber Zweiten Kammervier j Draßliebchen, bie unsere LanbeSfürstin erwählt hat, Krersamtmanner bei ben Provinzialbirektionen aus ben Inhaber citmen _> » ) «i.-.rftirf«. -h rnn

zu bewilligen" bafnn abgeänbert wirb, baß nur brei Kreisamt- zum Kauf anblkten zu laßen. Erne gluck iche j>bee. männer in Tarmstabt, Rllrinz unb Gießen auf den Inhaber der Wettergott günstig ist, kann es nicht fehlen, daß an diesem bewilligt werben. Tage bie Bergstraße sich in märchenhafter Schönheit prä-

Bei Stoitel 36, Sanbe6unieetlität roentot fi» » t ö flc bQS Ziel vieler Soufenbc aus nab unb fern

D. Flörrng gegen ben ©tnd) ber 800 Mark Tur Seels o r ge 1

an ben Klini ken in Gießen burd) bie Zweite Kammer. lein wird.

Der Redner weist nach, baß bie Seelsorge notroenbig fei; außer- Kreis BuoiNgkN.

bem trage ja die Kirche selbst bic Hauptkosten Schon aus prin- Nidda, 25. März. Heute fand bie Schluß fei er zipiellen Gründen bitte er die angesorderten 800 Mark nutzt -u . Gewerbeschule statt. Mit ihr war eine Aus-

Tvmlcwiiular Dr. Benbix er Härt sein Eiiwerstänbnis mit rastlosen ,zieiß der --xhüler bezeugt, ^ie Ausstellung um- ben Ausführungen des Vorredners, worauf bas Kapitel mit bem faßt Freihandzeichnen, geomctrtfches Z rchncn, darstrlienoe Ausiämßanlrag angenommen wirb, bezüglich ber Anforberung Geometrie, Baulunbe, Bau- und Fachz.ichnen, Bauiormen- von 800 Mark für Seelsorge bie Regierungsvorlage wieder her- ^hre Statik unb Festigkeitslehre, TctorationSmaleret und zustellen.

Kapitel 37, Technische Hochschule, unb Kapitel 38, Gymn i- nosien, werben ohne Aussprache genehmigt. Bei Kapitel 39, Höhere Bürgerschulen, ersucht Tomkapitular Tr. -Benbix^im Auskunft, ob ber Religionsunterricht in l ? ' ' " _ ~

I Geh Rat Süs'fett entgegnet, baß bte Regiertlngbies z Z.

helfifche Erste Kammer. b^bsichtige. Wenn sie bie,e Absicht habe, würbe sie sich

R. B. Darm stabt, 25. März. I mit ben kirchlichen Behörben in Berbinbung setzen.

H^m^^r^^^Ä^^^Tr^Be^e^ BeV1Süf^u' auf ben^Inhaber zu bewilligen

err, L^bL?iLVa.' ,^R^S ch m tb t Jg«

Rovdc .u . . icRt sollte ber Turnunterricht gehoben werben, unb Preutzen habt

?"! S«'6' croli,,ä au6 an ctae San »Sür benndigL Er hoffe, baS bie R-.

uru 10V,. Uhr Das Daus setzt btt I gienntfl auf biefen Beschluß nicht weiter emgel-en^werbe

Beratung be8 Staatshaushalts I Fxhr. Hepl z u Herrnsheim nnb Gras « o l ms - La u

beim Voranschlag bes Ministerium bes Innern (Kap a ch schließen sich im allgemeinen ben Ausführungen bes Bor

Ȁ b?ea* 47erben herauf

strengen kirckstichen Feiertag bas avangelische Gefühl verletzt Denkmal-oileae kritisiert Domkapi

werde. TaburL batz die Bevölkerung der ganzen Umgegend ' ^1.^ §7/^-1 48, Den^al^ege,^

herbtigezogen wird, gelte die Verkansserweiternng nicht nur fui I ^lar Dr. Bendtx di m-novieruna-^arbeiten am Großh Siebt Main, fonbern ftojan» iHbe.nbefien, Ter «ebne «« ä

I7Äm »itZÄ SiX^^^nMe^d Ä^lei burd, ÄnbÄ .cWM«, was iefct orafee Soften Ä ÄÄ foÄbeT ** h'" Das AaWd

Minister v. Hombergk: In Main^ ist es schon seit vielen! ulli) das Veterinär wes en und werden olpte Aussprache an- Iähren üblich gewesen, am Palmsonntag, dem hessifckren Buß IieItomtncn Ebenso Kapitel 6168 und Kapitel 6971, Fur- und Beltag, eine längere Ossenhaltung der Gesd)äfte zu gestalten orgc jür Hinterbliebenen der Beamten usw.

Da durch diese (Gewohnheit eine wenn and) nicht bedeutende qu Kapitel 72, Wein- und Obstbauschulc zu Oppenheim, Störung verursacht wird, so ist int vorigen Jalw der Versnc! ^hrt der Minister des Innern v. Hombergk aus, daß btc gemacht worben, mit bieser Sitte zu breck-en unb baS Ofsenhaltei: I tnsid'erl eit, an ber die weinbanenbe Bevölkerung leidet, daran ber Laben nur wie an gewöhnlichen Sonntagen zu gestatten icqt/ baü die Grenzen des Gesetzes nicht festzulegen seren. Um Diese Plaßnahme bat aber efine derartig schivere gesdstiftlich. dxm abzuhclsen, hätte die Regierung den entspred^nden Schädigung zur Folge gehabt, daß man, namentlich auch mu rioflm h, das Budget eiiigesetzt. Die Frage der Znckerungs- Rücksicht auf die Nähe der Stadt Wiesbaden, geglaubt bat, bod ^,lässigkeit sei in einer Versammlung von Winzern eingehend tuifber eine Nachgabe machen zu müssen. Anbers liegen bi- | örtert worben. ... ....

Dinge bezüglich bes gemeinsamen Buß- unb Bettages. Es ii gerabezn zu einer Unsitte geworden, daß derjenige Teil bei Bevölkerung, ber kein Bebürsnis zur Buße empfinbet, scharen weise nach ben Orten bes benachbarten Staates zieht unb c-. dort bisweilen ;,u gröbsten Ausschreitungen kommt, wie daS wöhrcnl meiner Tätigkeit in Offenbach auch ber Fall war. Den sdstimmstci Auswüchsen ist ja auf dem Polizeiwege Einhalt getan worben ba aber dadurch bod) nicht alles erreicht werden kann, find roh mit den kirchlichen Behörden in Verbindung getreten mit den Vorschlag, daß sie sich über einen gemeinsamen Bußtag einiger möchicn, unb ich bin überzeugt, daß nur auf biefem Wege ein« völlige Abstellung ber beklagten Mißstände erreicht werden kann