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31.1.1911 Erstes Blatt
 
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911 nachmittags um M öffentliche Ver- M zustehende )agd, :Qt Feld umsaiiend :e verpaßtet.

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für Aeußcres der Delegation deS RcichsrateS folgende AuMh-

Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten.

komm.

Der arbdtsmüöe Reichstag.

morgen Ar-

gearbeitete Gesetze zweifellos lieber, als ein .«Haufe von Ge- setzen, der in Eile unb unter Arbeitsmüdigkeit zustande

den Eingeborenen I o m a t au in Iekoy als bezahlten Unter- aufseher angestellt, um diesen unruhigen Kopf, der großen Einfluß aus seine Landsleute besaß, für die Regierung zu ge­winnen, während der eigentliche Oberhäuptling, der , ll^jai', seiner Jugend und Beschränktheit wegen völlig ohne Ansehen

Reichsversicherungsreform und Strafprozeßordnunb also fortbleiben. Dem deutschen Volke sind wenige wol.

beitSniederlegung erfolgte und die Leute lief» mit Mei,crn bewal­deten (auch Gewehren). Wir befinden uns in der latholnchcn Mission und werden von allen Seiten belagert. Gefahr i,t im Verzüge. Iekoy, 13. Oktober, mittags 11,4.9. Hafner.

' Nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr drang die Kunde von den Vorgängen in die Kolonie (Ansiedlung der Weißen auf Ponape). Regiernugsrat der wurde in Kenntnis gesetzt' er lehnte aber das dringende Anerbieten des Po­lizeimeisters Kamm er ich, Polizeisoldaten mitzunchmen, wiederholt ab und fuhr mit dem telephonisch benachrichtig­ten Sekretär Brauckmann zusammen nebst zwei Wienern und fünf Mann Bootsbesatzung an die Landungsstelle von Fekon, die dicht bei der tatholiichen Mission liegt. Fast gleichzeitig traf auch der Pater-L-upenor dort ein. Alle Anwesenden machten Böder darauf aufmerk­sam, daß die Eingeborenen mit Gewehren be­waffnet seien und dringende Gefahr Vorlage. Er gab ihren V orstel-lun gen aber kein Gehör und setzte seinen Weg fort, gefolgt von Brauckmann und zwei Dienern Kaum 200 Meter davon auf demIansper | genannten Platz angekommen, empfing er zwei Bauch- i ch ü s s e und ist dann hingesturzt, von dem genannten Iomatcru durch einen Schuß ,n den Kopf getötet. Die Reiche wurde durch Mesferhrebe entstellt und Iber linke Unterarm abgehackt. Sekretär Brauckmann floh zurück, um das Boot zu er- .reichenmanhatihndreimalangeschossenund ihn dann im Wasser durch Messerhiebe um-

ben wird. . , . . ,,

Einleitend habe ich bemerkt, daß derzeit keine Frage von wlmer Bedeutung vorliegt, daß sie den Frieden Europas gefährden könnte. Ich halte es aber für meine Pflicht, ebenso wie ich es in meinem Expose vom Oktober 1910 getan habe, auch heute zu betonen, daß in unserer so rasch lebenden Zeit, wo auch der Gang der Ereignisse sich zuweilen überstürzt und im Hinblicke auf ote leibet so leichte Erregbarkeit der öffentlichen Meinung in allen Staaten, her politische Barometer unvermittelt auf schlechtes Wetter, zeigen kann Soll also die auswärtige Politik für die Interepen der Monarchie und für den Frieden erfolgreich emtreten Jonncn, muß sie über eine schlagfertige Armee und flotte DLr^?ramar i'd, erklärte, während seit dem Munzsteger Ab­kommen über die brennendsten Fragen der europäischen Politik in Wien entschieden worden sei, liege jetzt der Mittel­punkt dieser Politik unbedingt wieder in Berlin. Durch die Potsdamer Abmachungen ö f f n e t e R u ß l a n d N o r d' persien für Deutschland, so daß es nunmehr einen voll­ständigen Einfluß auf die dorthin geltenden Tarife habe g.er Redner bedauert die Konzessionen Rußlands an Deutichland. Deutschlands Politik gebe mit Riesenschritten,auf das grandw'e Ziel einer europäischen Vormacht hin und es sei die höchste Zett, an die Zukunft zu denken und dahin zu roirTcn, daß Oesterreich- Ungarn wieder einige Bewegungsfreiheit erlange, damit cs nicht willenlos, dankbar für jede Bewegung und jebe Gefahr der deut­schen Politik Schildwache stehen müsse.

Graf Aehrenthal antwortete: er itimmc dem vollkommen bei, was Kramarlch über die deutsche Polüik sagte, nämlich, daß diese Politik in letzter Zeit äußerst erfolgreich und umsichtig geführt werde. Als wir, fuhr der Miniiter fort, oor zwei Jahren während der Annexionseampagne tm Feuer standen, befanden wir uns natürlich im Zentrum der europäischen Politik. Damals gab es viele Stimmen speziell in Deutnhland, welche über die Führung der auswärtigen Politik unserer Monarchie anerkennende Urteile fällten. Wenn fetzt nach der Vollendung der Annerionsangelegenheit, nachdem unsere Beziehungen zu allen Mächten wieder günstig gestaltet sttid ^eutichland cs ltt. wc ches aus der von uns inaugurierten Volttik ,einerseits Vorteile zieht und sich zu Rußland in ein besteres Verhältnis stellt und nut ihm Besprechungen über wichtige wirtichaftlräfe Fragen in Peruen tinkitet, so kann ich mich und können wir un-> darüber nur freuen. f3on einer Isoliertheit unserer auswärtigen Politik, wie fie Kra­marsch schilderte, sehe ich nichts Was die Bag^dbahn betrifft- welche gewiß sehr wichtig ift, f.o habe ich einen Grund, von dem Standpunkte unserer auswärtigen Politik fetzt für ober wider »u dieser Angelegenheit Stellung zu nehmen. Bemerken will ich nur daß unsere Industrien, während sie gegenwärtig mr Artikel na* Persien wegen des Transports über den Kauiasus noch nut russischen Durchgangszoll belastet unb nur mit -ermchem Zol belastet werden, wenn nach dem deut,ch-rußischen Einverpand-ue eine Verbindung zwischen der Bagdadbahn und den persischcm Dahnen zustande kommt. In der Angelegenheit der Elb schiff- fahrt stimme ich mit Kramarfch überein, der die Erwartung ausgesprochen hat, baß wir in dieser Frage auf unserem Skand-

I punttc beharren werden.

r Auf die Anfrage Exners, betreffend die Aktion ^afts htn- i sichtlich der Abrüftulzgsfrage, erklärte der Minister, er stehe

Ende Januar schon von einem arbeitsmüden Reichstag ru sprechen, mag im ersten Augenblick seltsam klingen. Und doch gewinnt man aus den Verhandlungen im WaUvl bau den Eindruck, daß unsere Reichsboten schon fetzt keine rechte Luft mehr zur Arbeit haben, und daß sie wenigstens ahn Teil altes Interesse daran verloren haben, die vorliegenden Gesetzesentwürfe zu verabschieden. ~as liegt, was die oppositionellen Abgeordneten anbetrifst, zum -r.eil ganz gewiß an unserer unerquicklichen politischen Lage, zum Teil auch an der schon jetzt mit aller Heftigkeit ein- setzenden Wahlbewcgung. Richt wenig Schuld daran tragt aber auch jedenfalls der Umstand, daß gerade die wrchtigften Gesetzentwürfe dieser letzten Session des Blockreichstages, wie Schiffahrtsabgabcngesetz, Arbeitskammergesetz, , Werl- ruwachssteuer, Reform der Telephongebühren, Verfassung'.' entwnrf für Elsas; Lothringen, Strafprozeßordnung, Reichs-

und zu Lande * . .

lieber die Beziehungen z u Rußland und mebeionbcre über die Potsdamer Entrevne war der deutsche Reichskanzler in der Lage zu konstatieren, daß der dort gepflogene MeinungsauS' tausch zu einer Annäherung beider Reiche geführt, ohne bah ieboch in der allgemeinen Orientierung ihrer Politik eine uenbe* ruiifl eingetreten wäre. Diese Annäherung vollzog sich auf bem Ge­biete allgemeiner Grundsätze, so unter anderem durch die neuer­liche Bekräftigung des Grundsatzes der Erhaltung des Hiatus nuo im nahen Orient, ferner durch eine Verständigung über die I beiderseitigen Interessen in Pers i e n. Dem zwischen uns be­stehenden vertrauensvollen Verhältnisse entsprechend w u r d e i ch vom Reichskanzler über diese Pourparlers fing chenh informiert: ick konnte diese Mitteilung nur mit Bei Nei­gung zur Kenntnis nehmen und in meiner Erwiderung da­rauf verweisen, daß die in Potsdam und Berlin bc--

fräftigten Grundsätze über die im nahen OrieMe zu beobachtende streng konservative Politik mit unserem bekannten Programme I vollständig übereinftiinmten. Unsere Interessen in Persien find reine bedeutenden. Ich glaube indes, daß die deutfch-ruttifche Verständigung über persische Verkehrsiragen beitragen durfte, das Prinzip der offenen Tür in diesem Lande, welches fa die beiden benachbarten Mächte, Rußland und England, vor drei

I Jahren feierlich verkündeten, dauernd zur Geltung zu bringen Ich habe früher unser Programm im nahen Orient erroalnu.

In meiner Rede in der österreichischen Delegation vom 9. Ro lvember 1910 habe ich es dahin präzisiert: daß es in unterem I Interesse gelegen, die Selbständigkeit und friedliche Entwicklung der I Türkei zu fördern, sowie auch die Unabhängigkeit und friedliche I Entwicklung der übrigen Balkanstaaten mit vollem, warmem Bei I ständnisse zu begleiten und ihnen auch einen Rückhalt zu geben, i Wie. dem hohen 'Ausschüsse erinnerlich sein dürste, waren die­selben Gesichtspunkte bei dem Gedankenaustausche matzgebend, her zwischen mir unb dem russischen Minister des Aeußern im Früh ,ahr 1910 zu einem Abschlüsse gelangte. Diese Uebcrcinltim linung unserer Anschauungen berechtigt mich zu der Erwartung, I das; unsere Beziehungen zu Rußland, welche heute gute find, I auch weiterhin eine befriedigende Gestaltung annehmcil werden.

In unserem Verhältnisfa »mit Frankreich und Eng- lland, welches ebenfalls ein gutes ist, hat sich keine Aenderung , I ergeben. Ich bin in der Lage, auf die erfreuliche Tatfache l hin zu weisen, daß mittlerweile der neue Handelsvertrag mit dem Königreich Serbien in Kraft getreten ist und eine Handelskonveii - tion mit dem Königreiche Montenegro zustande gekommen ist, welche demnächst der verfassungsmäßigen Behandlung zugeführt wer-

und Macht ist.

Am 17. Oktober scheint es zu Zwistigkeiten zwischen dem Aufscher Hollborn und den Eingeborenen gef onun.cn | zu sein. Einer von ihnen zeigte sich ungehorsam bei der Arbeit. Hollborn brachte dies zur Anzeige. Regierungsrat Böder verurteilte den Schuldigen zu zehn Stocks di la - gen. Am nächsten Morgen brach der Aufruh r aus. Die Eingeborenen legten die Arbeit nieder, bedrohten Holl- born und zwangen ihn und Häfner, sich in die Mission zu flüchten. Hier wurden sie mit dem Pater Gebhard zu­sammen seit dem Morgen festgehalten. Der Zettel, .der

rangen: M ,

In prägnanten und ,glücklichen Ausdrucken bat der öcu italienische Minister des Aeußern die (rrhaltunn bc< k ic j i... I Frieden^ und de« territorial en Status auo im allgemeinen wu

Linze!heiten über die Ermordung öeut)j]er veamien Ibic der Integrität des türkischen Reiches und her 'Balfanüaatcn in OonQDC I im besonderen als das Ziel der Drcibundmächle bezeichnet.

1,1 tfrmnrJ Die Rede des deut scheN R ei chskan z l e rs vom 11.D>'

tember 1910 hat berechtigtes Aussehen hervorgerufen. Herr von Bcthmann-Hollweg war nämlich in her Lage, die Beziehungen Deulschlands zu England unb Rußland in einer Weife zu et läutern, welche jeden Freimd her Koiifolidierung her Vcrlmlinme in Europa mit Geniigtuuiig eriüllen muß. Er sprach von her Ue* neigtfceit Tentschlanhs, sich mit England durch eine offene und vertrauensvolle Aussvrache über die gegenseitigen Interessen zu verständigen: dies sei das sicherste Mittel zur Be>eitigung bcv Mißtrauens wegen des gegenseitigen Krästeverhältiittfes zu Waner

Für die zweite Lesung des Haushalts und der Heeres- vorlage sind 29, für die dritte 4 Tage in Aussicht genom­men, so daß damit die Zeit bis zum 1. April, wo diese Gesetze erledigt sein müssen, reichlich bepackt ist, mag es auch immerhin gelingen, inzwischen noch einige kleinere |° Gesetze zu verabschieden. Was aber soll eigentlich ge- < schehen, wenn die Reichswertzuwachssteuer, auf der doch der r ganze Haushalt in puncto Heeresvorlage und Veteranen- '' h i

sürforge anfgebaut ist, an «der Frage des Privilegiums 9 Die b erden Diener waren iu das Dickicht geflohen der Landesfürsten scheitert? Da müßte doch für den 'HuM < ^ntfamcit Als man in der Mission die Schüsse ver­fall an Einnahmen eine neue Deckung gesucht werden, wenn , versuchte der Pater Superior aus dem Hause heraus- man nicht zu einer Anleihe greifen will. kommen wurde aber sofort von einem Eingeborenen

Doch darüber wird ja die Entscheidung schon tn den ^egte. Der Schuß versagte aber

ersten Februartagen fallen. Eine andere Sorge aber ^st Lj Den Eingeborenenfrauen, die sich vor ihn warfen, die, was eigentlich aus den übrigen obengenannten Ge- qebllebenen Mäunern gelang es, beide setzen werden sott. Spätestens am 7. April geht der Reichs- ' retten indem sie sie in die Kirche brachten und

tag in die Osterferien, die doch frühestens am 24. Aprtt Währenddessen stürzten nun die Eingebore-

thr Ende erreichen würden. Und dann steht ihm nod) 00 * 4 Hollborn und Häfner, die sich in das Boot der Monat Mai und unter Abrechnung der Pfingsttage em I n Hottborn, der sich mit einein Revolver

Teil des Juni zur Verfügung Denn über den Ä^ni hinaus sNUpre versuchte, wurde d u r ch e i n e n M e s s e r -

würden sich die Reichstagsabgeordneten in Rücksicht auf ver 9 . - er erschossen. Die Boots- dic Wahlbewegung um keinen Preis an ihre Pulte fesseln y^og , **^arrt h^tte, um die Europäer zu lassen. Was sott in diesen sieben Wochen großes geleistet vei«tzu ,, erschlagen, teils erschossen. Einem ist werden, wo die vortteacnden Gesetzesentwürfe so^u.mfang- renen, schwimmend zu entkommen. Fünf fanden den

reich, kompliziert und jchwerwieaender Natur sind und die es geiunge w dn ^noe nachgefchickr worden).

Abgeordneten immer «weniger Lust zur Arbeit haben werden? feinen Mörder find durch Berichte von Augen-

Da beschneide bo» annial ber tteid)Man^er Befannt gewordm: doch sind mit wenigen Aus-

das Arbeitspensum des Reickfstages und läge: ane Männer der Insel Iekoy, dazu noch

von Haushalt, Rcichswertzuwachsftcuer und Heeresvor- * W bcr Hauptiusel stammende als mit-

lage, wünsche ich, bag über das Arbeitskammergesetz, hie mehrere andere, Reform der Telephongcbühren, die Verfassung von Elsaß- beteiligt an>uieycn ----

fäm, ©rat Aehrenthal über die auswärtige polittt.

~ - - ng also Ofenpest, 30. Jan. Der Minister des Acutzern Grat

hl aus- Aehrenthal gab in der heutigen Sitzung des A u s, ch u i s e s

DieNordd. Attgem. Ztg." schreibt über die Ermor-i düng des Regierungsrats Böder in Ponape: Auf pemi Wege über Sydney ist der Bericht des Gouverneurs R a b au 1 cingcgangcn; mit dem der .ausführliche Bericht des Rc I gieritngsarztes Dr. Girschner über die Vorgänge in Po 1 nape vom 10. November 1910 in Vorlage gebracht wird. Dar­nach haben sich die Vorgänge wie folgt abgespielt:

Auf der zur Landschaft Iekoy (Dschakadsch) gehörenden Insel, die von der.Hauptinsel durch einen schmalen Meeres­arm getrennt ist, wird an bcr Küste ein Weg gebaut, der stellenweise fünf Meter breit geplant ist. Die Arbeit wird! zeitweilig von den Eingeborenen gegen Bezahlung, zeit wellig als Pflichtarbeit verrichtet. Jeder erwachsene Mann verjicherungsreform und Privatbeamtenverfrcherilng, soweit > bcr Bereinigung über die Ablösung der Lehen noch sich )etzt die Sachlage überblicken laßt, gar keine- oder nur ! angeschlossen hatte und die Arbeit in diesem Jahre wenig Aussicht haben, in dieser Sefsivn verabschiedet o111 liacbfjoien sollte. Als Aufseher waren bei dem Bau zuletzl werden. tätig der Bureauassistent Hollborn und der Halbspanier

Was soll aber auch die Fortsetzung der Beratungen Billazon: mit deut letzten Postdampfer war noch der | über das Schisfahrtsabgabengesetz, solange Oesterreich au, Wegebauausseher Hüfner eingetroffen, um Hollborn spater! seinem in letzter Zeit sehr energisckf gewordenen Wider-1 ^setzen. Die Eingeborenen waren zwar mit der langen siande beharrt? Wie soll es mit dem Arbeitskammergesetz Dauer der A r b e'i t s z e i t nicht recht zufrieden, werden, wenn die Mehrheit des Reichstags an der Wahl- b^ch machte der Bau gute Fortschritte. Tie Behandlung der barfeit der Arbeitersekretäre und der Unterstellung bei ocute durch Hottborn war durchaus nicht hart, nad) dem Eisenbahnarbeiter unter das Elesetz festhält? Wie mit der I g^igriis des Pater Gebhard, der dicht bei Iekoy wohnt Reidiswerlzuwachssteuer, wenn die Regierungen nicht auf £-c A^gen und Beschwerden, die hier einliefen, waren die Privilegierung der Landessürsten verzichten? Wie mji m(rinc§ Wissens unerheblich. In letzter Zeit hatte man noch der Reform der Fernsprechgebühren, wenn der Komprom.,'. ' - - ------ " 11Mtpre

Antrag Nacken der Regierung noch nicht genügt? Wie mit dem Verfassungsentwurf für Elfaß-Lothringen, wenn die Konservativen ihren Widerstand gegen die direkte und ge­heime Wahl aufrecknerhalten? Wie mit der Strafprozeß- ordnung, wenn die Besetzung der Berufungsinstanz und a m. nicht friedlich-sdüedlich geordnet wird? Wie mit der Rcichs- versicherungsordnung, wo die Frage der Drittelung und der Betiiebskiankenkasscn drohend ihr Haupt erhebt? Und ist denn schließlich der Gesetzentwurf über die Ver,tcherung der Privatangcstelltcn, der erst veröffentlicht ist, so einwand. frei, daß hier itidit erbitterte Kämpfe und die größten Schwierigkeiten zu befürchten sind? ,

Es ist einigermaßen begreiflich, daß die Reichstags- obgeordncten im Rückblick auf die an diese Gesetze ver­wendete und im .Hinblick auf die-an ihnen noch zu leistende, r Ä

wahrscheinlidi nutzlose Arbeit zu weiterer Tätigkeit toentg nirf)t Absendung gekommen ist, fchildert die Lage: Lust verspüren und dieses dadurch zum Ausdruck bringen,Bitte sofortigen mdttärischen^chutz,^da heute rnarger daß sie entweder Wahlreden zum Fenster hinaus haltm, oder durch eine Flut von Anträgen sich Freunde im ^ande für die Wahlen zu gewinnen suchen. Nur so konnte es kommen, daß der Aeltcstcnrat den am 10. Januar, also | nach den Wcihnachtsferien ausgestellten Arbeitsplan schon am 28. Januar verändern mußte. Zwar hält aud) dieser Plan daran fest, mit der zweiten Lesung des Haushalts am 13. Februar zu beginnen, aber das dürfte cigeiitlich nur ein frommer Wunsch sein, wenn mait berücksichtigt, daß aud) die auf den katholischen Feiertag am 2. Februar (Maria Reinigung) folgenden beiden Tage sitzungsfrei bleiben sotten. So stehen dem Reichstage bis zum 13. Februar insgesamt mir noch 8 Tage zur Verfügung, und in diesen Tagen will er die dritte Lesung des Wertzuwachs- stcuergeseyes, die zweite Lesung des Gerichtsverfassungs- gesetzes und z. T. der Strafprozeßordnung bewältigen. Wir fürchten, die Beratung der Wertzuwachssteuer wird sich über die freein Tage hinausziehen, so daß es zu der zweiten Lesung der Strafprozeßordnung vor der Haushalts- beratung überhaupt nick)t mehr kommen dürfte.

Nr. 26 Erster Blatt 161. Jahrgang Dienstag, 51. )amM M

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