Ausgabe 
3.5.1911 Zweites Blatt
 
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handwekkerprüsungLkommission in Gberheffen.

Vom Ministerium des Innern sind für die nächsten drei Jahre folgende Handwerksmeister zu Mitgliedern der für Ober- Hessen errichteten Prüfungskommission für Abnahme der Meister­prüfungen ernannt worden:

Vorsitzender: Ludw. Traber, Baumeister und Großh. Lauptlehrer zu Gießen.

Stellvertretender Vorsitzender: Ludw. Huhn, Architekt und Stadtverordneter zu Gießen.

StändigeBeisitzer: Louis Petri II., Weißbindermeister, Heinr. Keßler, Maurermeister zu Gießen.

Weitere Beisitzer: Wohnort: Gießen, falls kein anderer nachstehend angegeben ift)

Aus dem Bäckergewerbe: Val. Frey, Bäckermeister, Aug. Deibel, Bäckermeister.

Aus dem Bandagisten- und Messerschmiedegewerbe: Adam Reinig, Otto Heger, Bandagisten und Messerschmiede.

Aus dem Bildhauergewerbe: Jak. Atzbach, Bildhauermeister, Karl Eugen Boll, Bildhauermeister zu Friedberg.

Aus dem Buchbindergewerbe: Adolf Bourgeois, Paul Richter, Buchbindermeister.

Aus dem Buchdruckergewerbe: Albin Klein, Buchdruckerei­besitzer.

Aus dem Dachdeckergewerbe: Emil Roll, H. Ruckstuhl, Dach­deckermeister.

Aus dem Drehergewerbe: Karl Schwan, Drehermeister, H. Scheld II., Drehermeister, Großen-Buseck.

Aus dem Feilenhauergewerbe: Andreas Müller, H. Lehr, Feilenhauer zu Lollar.

Aus dem Friseurgewerbe: H. Tichy, Fr. Klenker, Friseure.

Aus dem Glasergewerbe: B. Bierau, G. Luh, Glasermeister.

Aus dem Goldarbeitergewerbe: Karl Brück, Karl Noll, Gold­arbeiter.

Aus dem Graveurgewerbe: Joh. Köhler, Karl Schwan, Gra­veure.

Aus dem Gürtler- und Bürstenmachergewerbe: Joh. Leicht­weis, Emil Weißbecker, Bürstenmacher.

Aus dem Jnstallateurgeweröe: Rüd. Rödiger, Gg. Appel, Installateure.

Aus dem Konditorengewerbe: Ludw. Döll, Konditormeister, H. Hettler, Konditor.

Aus dem Kürschnergewerbe: Aug. Kretschmar, Gg. Schultheis.

Aus dem Küsergewerbe: Wilh. Kohlermann, Jul. Wellhöfer, Küfermeister.

Aus dem Kupferschmiedegewerbe: Eduard Trautmann, Kupfer­schmiedemeister.

Aus dem Lackierergewerbe: Gg. Bellof, Karl Leib jun., Lackierermeister.

Aus dem Lithographiegewerbe: Mart. Loos, Litograph.

Aus dem Maurergewerbe: Mart. Ackermann, H. Winn, Maurermeister.

Aus dem Mechaniker- und Optikergewerbe: Wilh. Schmidt, Mechaniker und Optiker.

Aus dem Metzgergewerbe: Jak. Braun, Fritz. Schlörb, Metzger­meister.

Aus dem Pflästerergewerbe: Johs. Nickel, Johs. Hofmann, Pflästerermeister.

Aus dem Posamentiergewerbe: Louis Kattrein, Posamentier.

Aus dem Sattlergewerbe: Christian Spieß, Friedr. Groß, Sattterm eister.

Aus dem Schlossergewerbe: Fr. Krogmann, Karl Krailing, Schlossermeister.

Aus dem Schmiedegewerbe: Johs. Heß, H. Becker, Schmiede­meister.

Aus dem Schneidergewerbe: Wilh. Heß, Jcck. Schreiner, Schneidermeister.

Aus dem Schornsteinfegergewerbe: Wilh. Keil, Schornstein­fegermeister, Schwenk, Schornsteinfegermeister zu Lich.

Aus dem Schrernergewerbe: Wilh. Muller, Gg. Haubach, SchrerwermetttLr.

die Praxis ergeben, oder die fortschreitende Entwicklung geschaffen hat.

Vollständig neu ist die Jnvaliden-und Hinter­bliebenenversicherung für den Kreis derjenigen Personen, für die auch die Krankenversicherung gilt, mit Ausnahme der Hausgewerbetreibenden. Die Hausgewerbe­treibenden sind von dieser Dersicherungspflicht ausgenom- vren worden, weil die Regierung die schwersten Bedenken gegen eine Ausdehnung der Versicherungspflicht auf die Hausindustrie hatte. Die Versuche einer Ausdehnung der Jnvalidenversicherungspflicht auf die Hausgewerbetreiben­den hatte nämlich ergeben, daß die so verschiedenartigen Verhältnisse in der Hausindustrie ihre Einbeziehung in die Versicherungspflicht die größten Schwierigkeiten bieten. Zu gewissen formellen Schwierigkeiten kommt das schwer­wiegende sachliche Bedenken, daß die Hausindustrie zum großen Teil unter sehr ungünstigen wirtschaftlichen Ver­hältnissen arbeite.

Die Versicherungspflicht bei der Invaliden- und Hinter­bliebenenversicherung beginnt mit dem vollendeten 16. Le­bensjahre. Die grundlegenden Bestimmungen des Entwurfs sind vom Ausschuß bei dieser «Versicherungsart anerkannt worden. Es werden also nach der Höhe des Jahresarbeits- Verdienstes für die Versicherten 5 Lohnklassen gebildet. Gegenstand der Versicherung sind Invaliden- oder Alters­renten, sowie Renten, Witwengeld und Waisenaussteuer für Hinterbliebene. Invaliden- ooer Altersrenten erhält, wer die Invalidität oder das gesetzliche Alter nachweist, sowie die Wartezeit erfüllt und die Anwartschaft aufrecht erhält. Hinterbliebenenfürsorge wird gewährt, wenn der Verstor­bene tzurzeit seines Todes die Wartezeit für die Invaliden­rente erfüllt und die Anwartschaft aufrechterhalten hat, Witwengeld und Waisenaussteuer nur, wenn außerdem die Witwe zur Zeit der Fälligkeit der Bezüge selbst die Wartezeit für hie Invalidenrente erfüllt und die Anwartschaft auf­rechterhalten hat.

Bei Beratung der Reichsversicherungsordnung hat der Ausschuß eine Reihe von Entschließungen ange­nommen:

a) die verbündeten Regierungen zu ersuchen, eine No­volle zur Gewerbeordnung vorzuliegen, nach welcher die Zahntechniker unter dieGewerbetreibenden, welche einer besonderen Genehmigung bedürfen" (Gewerbeordnung Titel II Ziffer 2) ausgenommen werden;

b) die verbündeten Regierungen zu ersuchen, in Er­wägungen einzutreten, inwiefern für leishungsun fähige Ge­meind ev er b änd e die Ausgaben des § 420 auf ander­weitige Weise aufgebracht werden können;

c) die verbündeten Regierungen zu ersuchen, mehr als bisher von den Vollmachten der §8 1215 Ziffer 2 und 1216 (betreffend Ausdehnung der Versicherungspflicht auf die Hausgewerbetreibenden) Gebrauch zu machen;

d) oen Harrn Reichskanzler zu ersuchen, darauf hinzu- wirken, daß auf allen ttniversitätenLehrstühlefür soziale Medizin errichtet werden, um die Studieren­den der Medizin mit den Bestimmungen der Reichsversiche­rungsordnung junb der Arbeirerschutzgeietzgebung und mit den bei der Durchführung dieser Gesetze den Aerzten erwach­senden Aufgaben vertraut zu machen;

e) den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, darauf hin­zuwirken, daß auf den deutschen Hochschulen die Reichsversicherungsgesetzgebung in größerem Umfange als bisher als Lehrgegenstand zur Behandlung gelangt.

Aus dem Schuhmachergewerbe: Karl Berg fett., Phil. Seipp, Schuhmachermeister.

Aus dem Settergewerbe: Val. Brauer, Seilermeister.

Aus dem Spenglergewerbe: F. A. Faber, Rudolf Rödiger, Spenglermeister.

.Aus dem Steinmetzgewerbe: Jak. Atzbach, Mart. Schmall, Steinmetzmeister.

Aus dem Tapeziergewerbe: Johs. Klinkerfuß, Adolf Noll, Tapeziermeister.

Aus dem Uhrmachergewerbe: Otto Schmidt, H. Marx, Uhr­macher.

Aus dem Wagnergewerbe: Louis Faber, Hch. Spies, Wagner­meister.

Aus dem Weißbinder-, Maler- und Bau-Lackierergewerbe: Karl Neuling, Eug. Groß, Weißbindermeister.

Aus dem Zimmerergewerbe: Gg. Schuhbecker, Zimmermnster.

Kleine Cageschronik.

Prinzessin Friedri ch Wilhelm von Preußen wurde am Dienstag von einer Prinzessin entbunden. Mutter und Kind befinden sich wohl.

An dem K'rahnenberge bei AnderNach lösten sich riesige Felsmassen und stürzten das Tal hinab bis zum Eisenbahndamm. Weitere Bergstürze werden befürchtet. Ein Tett der Abhänge befindet sich in Bewegung.

Ein von Eisenach nach Treffurt abgegangener Zug stteß in Treffurt an der Werrabrücke mit einem Automobil der Tu- ringia-Brauerei zusammen. Das Automobil wurde zertrüm­mert. Der Chauffeur Bohns und der Bierkutscher Emmerich wurden getötet.

In Honnef wurde der Buchhalter Roesgen, der bei einer Maschinenfabrik angestellt war, wegen bedeutender Unter­schlagungen verhaftet.

In der Nacht auf Dienstag brach in einer Färberei in der Brüsseler Vorstadt Schaerbeck eine Feuersbrunst aus, wobei eine Frau und zwei Kinder lebendig ver­brannten. ,

In Treptow wurden am Spreetunnel zwei wewttche Leichen gelandet, die sich umschlungen hielten. Ihre Per­sönlichketten sind bisher noch nicht festgestellt.

In B e r n st a r b der bekannte Lustschiffer Ober st Schaeck, der Sieger im Berliner Gordon-Bennet-Wettfliegen vom Jahre 1908. m ,

Zwei wertvolle Rennpferde wurden, tote ans Parts gemeldet wird, das Opfer eines Unfalles. Die RennerRadisnott" undRobertmacaire", von denen der erste am Tage vorher das Derby von Bordeaux gewonnen hatte, sind bei der Beförderung in einem Wagen verbrannt.

Beim Tunnelbau durch den Mont d'O r bei Vallorbe erfolgte ein Unglücksfall durch eine zu spät explodierende Mine. Zehn Arbeiter wurden verletzt, davon drei schwer. Ein Arbetter verlor beide Augen, sein Zustand ist hoffnungslos.

Ter amerikanische Milliardär Carnegie stellte dem schweizerischen Bundesrat 130000 Dollars zur Ver­fügung, für U n t e r st ü tz u n g von Personen, die bei der Lebens­rettung dritter verunglücken.

In Banger «'Maine) brach am Sonntag ein großer Brand aus, der das ganze Geschästsviertel und einen großen Teil des Wohnviertels der Stadt z e r st ö r t e. Der Schaden wird auf 6 Millionen Dollars geschätzt.

Landwirtschaft.

**JungviehweideTiergartenbeiHungen. Der Auftrieb erfolgte dieses Jahr am 1. Mai mit 25 Fohlen und 56 Rindern. Die Besatzstärke ist deshalb so gering, weil die aus dein Kreise Friedberg angemeldetcn Fohlen und Rinder infolge der derzettigen zur Verhütung einer wetteren Seuchenausbreitung ge­troffenen Maßnahmen nicht zur Weide zugelassen werden durften. Die schwache Besetzung ist eine empfindliche Störung für den Weide- bettieb, weil der große Futterüberschuß nicht anders als durch Heugewinnung und Grasverpachttmg verwertet werden kann, die Weioenarbe hierdurch geschädigt wird, und die Einrichtung ihren eigentlichen Zweck nicht vollständig erfüllt. Allgemeine Verwun­derung erregte bei den Weidebeschickern der üppige Graswuchs, der gute Gewichtszunahmen und eine kräftige Körperentwickelung zur Folge haben muß, wenn nicht wie im Vorjahre, durch ab­norme Wttterungsverhältnisse die abnorme Wirkung der Weid: wieder zum Teile abgeschwächt wird. Da gegen den späteren Auftrieb, der aus dem Beobachtungsgebiete Rockenberg stammenden Weidettere nach Aufhebung der Sverrmaßregeln keine Bedenken bestehen, soll in etwa 1014 Tagen mit der erforderlichen Vor­sicht ein zweiter Auftrieb aus unverseuchten Bezirken stattfinden. Die Viehzüchter aus dem nördlichen Teile des Kreises Friedberg, sowie der Kreise Gießen und Büdingen können diese Gelegenheit benutzen und eine größere Anzahl Rinder sowie einige Fohlen nach vorausgegangener Anmeldung beim Lanowirtschastskammer-Aus- schuß in Gießen noch nachträglich auf die Weide verbringen. Zur Ergreifung besonderer Vorsichtsmaßregeln sah sich das Weide- kuratovium int Hinblick auf die Seuchengefahr veranlaßt. Die Weide, die unter tierärztlicher Aufsicht steht, darf nämlich nicht von fremden Personen betteten werden, und auch die Weide­beschicker sollen aufgefordert werden, vorläufig der Weide keine Besuche abzustatten. Kommen Fälle vor, die das persöittiche Er­scheinen des Weidebeschickers erwünscht machen, wie z. B. be= denkliche Erkrankungen, so erhält derselbe rechtzeitig Nachricht hiervon und kann dann um die angegebene Desichtigungszett bat Fall in Augenschein nehmen; erhält er jedoch keinerlei Nachricht, io, kann er in aller Ruhe annehmen, daß ein Grund zur Besorgnis nicht vorliegt. Von dem Publikum und den Weidebeschickern wird die Einsicht erwartet, daß sie dieser Bestimmung unbedingt nach­kommen und nicht in leichtfertiger Weise eine Gefahr herauf- beschwören, die von unabsehbaren Folgen sein kann.

Wandern und Reifen, väder und Sommerfrischen.

Lich, 28. April. Der hiesige Zweigverein des Vogel­berger Höhen-Klubs hielt dieser Tage seine Haupt­versammlung imAdler" ab. Rechenschaftsbericht und Kassenabschluß ergaben eine günsttge Entwicklung des Vereins, der im letzten Jahre von 26 auf über 50 Mitglieder angewachsen ist. Erstmalig wurde auch ein Wanderplan aufgestellt. Dar­nach sollen im laufenden Vereinsjahr die folgenden Touren und Ausflüge stattfinden: 28. Mai (Hauptversammlung in Laubach): Lich Großhäuser Berg Nonnenroth Friedrichshütte Laubach (Führer: Vorsteher Lorentz). 18. Juni: (Halbtagstour): Lich Ettingshausen Queckborn Grünberg (Führer: Lehrer Törmer). 2. Juli (Hoherodskopffest): Schotten Hoherods- kopf Hartmannshain (Führer: Lehrer Erb). 20. August: Butzbach Münster Hubertus Ziegenberg Jorst- haus Winderstein Bad-Nauheim (Führer: L. Jhring). 17. September: Bieber Dünsberg Hohensolms Wetzlar (Führer: Vorsteher Lorentz). 18. Oktober: Widdersheim Häuser Hof Salzhausen Nidda (Führer: H. Zimmermann). Eine Halbtagstour wurde in Form eines Familienausflugs nach dem Schisfenberg «am 17. April bei guter Beteiligung bereits aus­geführt. Die Versammlung beschloß, in nächster Zeit zwecks Hebung des Touristenverkehrs einige schöne Waldpartien der nächsten Umgebung zu markieren und eine Orientierungstafel in der Nähe des Bahnhofs anzubringen. In aller Kürze sollen be­reits die besonders nötigen Wegemarkierungen Lich^Ettingshausen und LichNonnenroth geschaffen werden. Der seitherige Vor­stand (Postverwalter Rau als Vorsitzender, Buchhalter Wagner als Schriftführer und Vorsteher Lorentz als Rechner) wurde wieder- gewählt.

Getreide-Wochenbericht

der Preisberichts stelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 25. Aprtt bis 1. Mai 1911.

Während die Sttmmung für Weizen ruhiger geworden ist und die Käufer nach den umfangreichen. Anschastungen der letzten Woche und infolge der günstigeren Witterung wieder mehr zurück-

hielten, hat die Aufwärtsbewegung auf dem Roggenmarkle weitere energische Fottschritte gemacht. An der Küste ist Roggen zur Erledigung früherer Expottvertäufe andauernd dringend gesucht, und angesichts der vergleichsweise hohen Preise, die von dieser Seite angelegt wurden, sahen sich die meist sehr schwach versorgten Mühlen veranlaßt, ihre Gebote von Tag zu Tag zu erhöhen. Diesen vielseitigen Ansprüchen stand im Jn- iande nur sehr spärliches Angebot gegenüber, so daß man wieder stärker auf die .in ihren Forderungen gleichfalls gesteigerten russischett Offerten zurückgreifen mußte. Bemerkenswert ist, daß trotz der ein getretenen feuchten Witterung das Angebot vom Jn- lande knapp geblieben ist, es scheint also, daß es sich dabei weniger um ein Zurückhalten fettens der Besitzer, als vielmehr »mt einen tatsächlichen Warenmangel handelt, der in der wesent-

litf) kleineren Ernte des letzten Jabres, der verstärtten Ausfuhr und wohl auch ttt der vermehrten Verwendung zu Futterzwecken seine Erklärung finden dürfte. Angesichts der geschilderten Ver­hältnisse zeigt sich allenthalben lebhaftes Interesse für die bis­herigen Andienungen, die sich bis auf einen kleinen Teil als lieferbar erwiesen. Auf 'dem Lieferungsmarkte war namentlich Mai sehr begehrt und im Verlaufe um 4y2 Mark gesteigert, während Juli nur 374 Mark gewann und September unverändert blieb. Im Jnlande haben die Preise durchschnittlich um weitere 5 bis 6 Mark, stellenweise sogar um 8 Mark angezogen. Die Festig- kett des Roggenmarktes bot den Weizenpreisen immerhin eine gewisse Stütze, auch schien Frankreich wieder Interesse für deutschen Weizen zu bekunden, aber das vortetthaftere Wetter und große Weltverschisfungen ließen keine größere Unternehmungslust auf- kommen: zudem wurde Mai vielfach glattgestellt, so daß für diese Sicht eine Abschwächung von Vk Mark eintrat, währmd Juli seinen Stand um 7r Mark verbessern konnte. Für Hafer hat die Nachfrage in den letzten Tagen etwas nachgelassen, ohne daß in der Situation sonst eine Aenderung eingetreten wäre; die

Provinz bietet zu hohen Preisen nur wenig an. Futtergerste ist bei andauernd starkem Bedarf fest geblieben, ebenso Mais, wofür namentlich von der Donau und von Odessa wieder höhere Preise verlangt wurden.

Es stellten sich die Preise für inländisches Getreide am

letzten Markttage in Mark pro 1000 kg je nach Qualität, wobei

das Mehr (4-) bezw. Weniger () gegenüber der

Vorwoche in

Klammern ()

(+ 6)

Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Mai

Budapest Mai 217.55 (-ft 7.80); Liverpool Juli 153.90

202

198

200

203

194

203

197

205

159

162

156

150

153

161

160

160

158

156

155

168

172 168% 167'/.

186

(+ (+ <+ (+

(-ft (4 ((t

1)

1)

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1)

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166 (--

168 (--

4)

2) )

Hafer 170 l-ft 2) 165 (-ft 2) 165 (-- 7)

200 ( 205 ( + 194 (-ft 198 (-ft 195 (-

(+37.) (- )

Roggen 1 (+ (+

Futtergersle cif Hamburg April 112.75 (-ft 0.25) Mk., MaiJuni 111.75 (- 1.00) Mk.

(+ 6%) (-ft 2'/,) (-ft 2)

(-- 2) (-- 3) (+ 5)

(-ft 2)

(+ 5)

(- )

(4-10)

(- L25),

Königsberg Danzrg Stettin Posen Breslau Berlin Magdeburg Halle Leipzig Rostock Hamburg Hannover Tüsseldorf

183

180

185

183

162

180

186

165

185

177 %

198

201.75

Frankfurt a.M. 208'/,

Mannheim 212'/,

München 223

beigefügt ist, wie folgt: Weizen

...... (4 1-65)

Paris Mai 218.55 (41.65), Chicago Mai 139.65 (- 0.65). Roggen:

Berlin Mai 162.50 (4 4.50). Hafer: Berlin Mai 162.75 ( 0.75) Ml.

Meteorologische Beobachtungen der Station Sichen.

» ö ZD - c ~

Wetter

am

2»

9*

2.

2.

3.

Höchste Temperatur

Niedrigste , Niederschlag: 0,0 nun.

= 4 16,0*3.

=» + 2,0 *0.

2. Mai

2. ,

1. bis

1. ,

74%9

15,4

6,6

51

SSE

4

7

Sonnenschein

<49.3

10,0

6,9

75

SSE

2

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Bew. Himmel

749,2

7,8

6,1

78

E

2

9

Sonnenschein

"L.! ..... _.

Mehr Lebensfreude".

Krumhermersdorf i. Erzgeb., 17. Sept. 1909.

Ich habe meinen drei Kindern, der vierjährigen Rarola, der zweijährigen Ella und dem kleinen ein Jahr alten Helmut, etwa *k Jahr hindurch Scotts Emulsion zur allgemeinen Stärkung und Kräftigung gegeben, und ich muß gestehen, daß ich mit den erzielten Erfolgen überaus zufrieden bin. Dem ältesten Mädchen mundet das Esten jetzt bedeutend bester, und es ist mehr Lebensfreude in das Kind hineingekommen. Die kleine Ella hat sich vorzüglich entwickelt und verhältnismäßig früh laufen gelernt. Am über­raschendsten aber war die Wirkung von Scotts Emulsion bei dein kleinen Helmut sichtbar, der heute ganz allein umherläuft, eine ausgezeichnete Eßlttst zeigt und eine ganze Reihe von Zähnchen leicht bekommen hat. Ich kann Scotts Emiilsion als em vortreff­liches Stärkungsmittel für zarte Kinder nur bestens empfehlen, und sie sollte wirklich in keiner Kinderstube fehlen/ (gez.) M. Schreiter.

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