Ausgabe 
22.12.1911 Drittes Blatt
 
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Nr. 301

Drittes Blatt

161. Zahrgang

Erichen« ltqlich mH HuSnabme des GormtaqC

Ässet über groben Andrang von Maschinen

jchefii

Schon frier fräiten im Alexanders oberer des auch mehr wunderbar

deS Groben Sprachrobr. mit dem dieser grüble Er- LlierlumS seine Trurwen zusammenries, wenn sic o!S 10 .<filom«CT ausemandcrlagen. bi- zu den

handel.

* 41 / To Allgemeine Eleftr. Ges. Obl- Ger. 7. Tie Anleihe ist derart überzeichnet worden, daß selbst Zeich­nungen auf Everrstücke nur mit 57 Prozent berücksichtigt werden konnten.

DreUfcftitt LamlltendlStter" werden dem .ttnaeiaer* viermal wocheiulich beigelegt. bat Krttsblatl fit de» Kreit Gietzen" zweimal wöchemlich. Die ..ra«4wiNlch«stltchen letl» frage« ' al (fernen monatlich zweimal.

Sreitag, 22. Dezember 1911

SUianenverud und Üerta« bet Vrützlfchaa llnuxrfuatt Buch- und Siem druckerat.

Ä. Lange. Ateien.

in Schwalm er Mundan von I. H. Kaoiz und I. H Schwalm, 1. Band. Zweite Auslage (3. u. 4. Tausend)), 2. Band 1. u.

2. Tausend. Verlag von Dilh. Korell in Ziegenhain Im allgemeinen in man heule gegen DialektgeoichA nicht rat' Unrecht sehr mißtrauisch, mnl sie meistens nichts n-eitn sind,

2------t--' <5'-e Ge7-ichtdände

Billigste Preise g in »rächen ein und

VednkNon. Ervedition und Druckerei: Schul« straae 7. Erpevnon und Benag dl. Sictiafnon:esetf 1U. Let^ÄdruAnzeigerSleHEW

...........sein durchdachten Titparztiep der Fetdtelegravdie, wie ie die modernen Sxere Ircsiven, baue die Technik Tau sende von 'Schwierigkeiten zu übcruindcn, Hindernisse zu beseit,gor und Entdeckungen zu mad/.nt. Einen Umkreis von über 100 Shlo* meter beherrschen die fahrbaren Stationen derJunker". Wa-

. Spezialg680^ i

wie Raketen in die Pult geschossen, dienen noch heutigen Tage- brii Indianern und Panurai al* Nachricht über den Anmarsch drS Gegners Ten SidtnDellen schließen sich die rckallweilen al-J vorn- und Trompetensignale an, ia selbst der dumpfe Tronnnel- wirbel der Re-ger, Die Bronzen ulen der Chinesen und die GvngS der Javaner wurdm fnegenidieit Zwecken dienstbar gemacht.

idxn wir die Technik foanb in Hand mu bm Naiur- Di en sw des miluariittien Nachricknen ebenstes Don

Eiehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheften

hoch berridrfc Mangel an älteren uuhitgnt Maschinenschtossern. £an< en bvrirf r< tc

Woffern und Drehern. VLudi Worms hatte ein UcbcrangebDi von aRetonarbcitcrn yz verzeichnen.

srtage

»ep*M aus dt . I ghott, Hildebran; | Lherrlich FJedese' sowie Dortmunder eben und Sypbo'-1

Merlau

Ludwigstr. 26 )holarme8 Kran

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(f>c riebt* tu eil.

Darmstadt, 21. Dez. Die Strafkammer beschäftigte sich I)cute mit den anläßlich des Transportarbeiter- streiks am 22. September d. I. hier verübten Ausschrei­tungen. Wegen zehn Beteiligte war Anklage aus Grund des § 125, 1 des Str-G.-B. erhoben worden. Die Ver- andlung dauerte den ganzen Tag. Das Urteil wurde gegen 9 Ul-r abends verkündet. Es lautete gegen drei Angeklagte auf drei Monate, gegen drei auf vier Monate, gegen einen aus sechs Monate, einen auf sieben Monate und gegen einen Angeklagten, dem die Zubilli- gung mildernder Umstände verweigert wurde, aus zehn Monate Gefängnis.

Toulon, 21. Dez. Das Kriegs gericht trat zu­sammen, um die Offiziere derLiberts", die für den Verlust des Kreuzers verantwortlich gemacht werden, ab- imrteilcn. Die Verhandlungen begannen mit der Der- nehmung des Kapitäns ZaurSs, der bekanntlich zur Zeit oer Katastrophe beurlaubt war. Er erklärte, daß die Appa­rate zur Ersäusung der Pulverkammern normal funklio- Hielten, die .-kohlen kammern in gutem Zustande gerne Jen unt> einwandfrei überwacht worden seien.

vermischter.

»Ueberfall eines Kassenboten. Aus Paris, *1 Dez. wird gemeldet . <?cute vormittag wurde ein Dchsen- bote der So eiste Generale in dem Ligen blick, als er deren -LiTiale in der Rue Lrdener aus dem Mmittnartre verließ, von vier Leuten überfallen, mit Revolverschuisen verwundet und seiner Tasche beraubt. Die Räuber fluchteten sich in em Automobil, das aus sie gewartet hatte und vertrieben bi.- Menae die sie verfolgen wollte, mit Revolverichuften. 5 beißt daß die Tasche des .enboten 20000 Franken in ämfnoten und für 100000 {Hänfen Wertpapiere enthalten

aten

in besten Preisen bei

!i Gießen

-Hersweg 24

vüchertifch.

Karl Bulcke, ,,Xic süßeLilli Der Iraner» flor". Zwei Novellen. Verlag von B. Llischer Nachs., Leivzig.) 3o qcficniüt.hcf)er Natur die beiden hier vereinigten Novellen ifrrnn Inhalte nach sind, so sehr gleichen sie sich in ihrem künst­lerischen Gepräge, und immer deutlicher tritt es zutage, daß sich in Bulcke ixe Gabe wahrer Dichtkunst aufs glücklichste mit einem geradezu glänzenden Erzählertalent verbindet.

Marie Madeleine,Die heiligsten Wütet", Verlag von B. Eliscber Nach»., Leipug ) *I<e vorliegende Novellen- fammhing ist das Werk einer unerschrockenen Tyrm, ixe den bunten Tand, mit Dem die Welt ihreheiligsten <%lrr" in diesem Band-Glück",Schönheu",Ehre",tstasse", .Treue" und , 6>ctft" zu drapieren ln-bl, mit intern, hartem Griff zu Boden reißt und auf die hilflos; Nacktheit der entblößten Götzen zeigt: Sehl der, io sind sie, tue ihr auf Altäre stellt, denen ihr opfert, täglich und stündlich, Euch und andere V*

H. G Wells: Der gestohlene BazilloS und andere Geschickten. Cerlag, Julius £>off<ntinnz Stuttmirt.) Wells, der seit mrei Jahrzehnten ui den geschätzt eiten und gelesensten ?luwren Englands gehört, gepinnt auch in Deutschland immer mehr Boden, da er nicht mir ein echter Dichter ist, sondern auch in der Wahl und Behandlung seiner Stoffe Dan modernen Empfinden entgegen totnmt.

Aunzendo rf,^ribericiana", Lebens- undWeis- heitÄvrüche Friedrichs des Großen. Cyab. Dümmlers Verlags- buchhandlung. Wir beben frvr einmal eine Erscheinung, die nicht über den großen König ist, sondern gewissermaßen ein Buch von ihm barnellt, und die jede ^rographw über Friedrich den Großen trefflich ergänzt.

Areizschwerneng, Spaß muß seng'. Gedichte

Die Lage der Lede i waren - und Reiseartikcl-In- b 11 ft r i c in Offenbach ist dieselbe wie im Vornwnat, aber scklechter «iS in demselben Monat im Vorjahr, wenn auch tcilrociie lieber, stunden gemacht mitten mußten. Nack Sattlern und Tapezieren war die Nachfrage, wie Frank.irt, IL:1;-' L um, Mainz und SSonn berichten, nod> flau jn bei stosse dauert der Rückgang an Nur 5p',ialarlxitcr für fre ier Möbel konnten in Jfraitnurt und Darmstadt nickst alle besckifs weiden Auch für Schreiner auf Kund schastLärbeit war in Frank furt ziemlich Arb ii offenen Stellen brfc'jt werden. Dagegen ist für Möbelschreiner ein Rückgang in d >:i L-eickäfflssilng.'-grad zu verzeichnen, der von Darmstadt als rapio bezeichnet wird. '2üiy einem größeren Be trieb wurden dort beispielsw.ise 64 Arbeiter entlassen: das gleicht tiilb, wenn auch nid'. in so scharfem Maße, zeigte sich i-art bei 2 weiteren Mökxlfabrik n Auch Worms ineldei einen bedeuten ben Rückgang des Beschäftigungsgrades: die Zahl bet offenen Stellen fiel von 152 im Oktober auf 81 im November.

In der 3:tbnftric der Nahrung-- und Genuß mittel war der Beschäftigungsgrad gut Erfreu!ick>erweise meldet Gie feen, daß in einzelnen Z i g a r r c n f a b r i f c n wieder voll gearbeitet wurde.' In einer Fabrik wurde täglich 1 lieber stunde gemackst 72cueinftclhingen wurden noch nickt vorgenommen und cs gab nach Fabriken, die >wch nicht voll arbeiten. Der Gießener ikridit meint bc-vfralb, daß von einer ahgcnKuicn .\?c bung der Tabalindustrie noch keine Rede fein könne. In st.isi 1 waren im Fleischerge werbe dm Gesellen, denen keine Stelle Ute* schafft iverb.n tonnte, sckwn in vorgerückten Ja Irren. _ Im B e fleid.tngsge werbe ist un allgemeinen ein Rückgang im B»sck.i'tigung.^grad eingctreren, wie aus Frankfurt, Mainz, .staffel Und Worms gr.nelbct wird' I auptsachlich bi 3dnifjniacber und Schneider find hiervon betroffen. Im Friseurgewerbe fonn ! r 1.1: N, auch die Auehilfssl für öcinfltag und Sonntag besetzt werden. 'Ak Schuhfabriken in Frankfurt unb Osinbach waren Aieinlid) gut beschäftigt, in in: r.r Stadt sogar, nach etwas besser als nn Borial're, dock wurden Netieinsrellnngen nicht vorgenommen. Trotz der verhältnismäßig gürt tigen Witterung wirb von fast allen Seiten ein merkbares Nachlassen der Bautätigkeit be- richtet. In Franlinrt wurden hauptsächlich Maurer, Iimmer- Ieutc und Bauanschläger davon betroffen; für Glawr und Rühmen malet war die Vermittlung nodi clnr uifricbenftcUcnb; in Cffen bad> herrschte in dieser ^ategor: Arbeiter sogar Mangel. In Kassel war noch einigermaßen Arbeitsgelegenheit für Bau und Erdarbeiter. Auch in Mainz fehl!en Glaser, aber_ hier waren auch Zimmerer und Spengler gesucht, dagegen war für 34 arbeit- suchende Maler, Anstreicher u,w. auf dem Arbeu-oamt nur eine einzige Arbeitsstelle frei; auch bei dem christlich nationalen Ar beit. Nachweis in Mainz machte sich cm besonderes llcbcrangebci von Malern und Tünchern geltend. Tie schon feit langem währende Stille im Bauberuf in Darmstadt hat eine rodtere Verschlechterung erfa! n. indem weitere Entlassungen von Bau schreinern aus den kleineren Betrieben erfolgten. In 'Sorm: war e-3 noch zu Anfang des Monats recht lebhaft, gegen Mill, des Monats stockte jebock der s'k'chästsgang und die Zahl der Arbeitslosen nahm zu. Wetzlar hofft von dem Dau ber neuen UniToffiAierftbulc, der bald an gefangen werden bunte, Beickai- tigung für oic ansässigen Bauhandwerker auf zwei Jahre; vor läufig bat die Bautätigkeit dort nachgelassen. In $3Übungen ist mir ein größerer £»otefbau in fUu-stührung.

nt graphischen Gewerbe war, wie aus Fran.urt iieridilet wird, der Geschäftsgang befriedigend. Es jicrbhcbcn 13 Arbeitslose gegen 68 im Vormonat und 95 im September Mainz Iwrichtet' daß 5 Arbeitncfrmer vom Bcrute roegen an­bau ernber DefckLftigungslofigl..t obaiiigcn. durchgereist unb 3 Arl».stlsuchende. Heizer, Mafchinisten unb Fabrik- ar bei ter konnten nur wenig unrergebrackt werden, wie Front- furt, Mainz unb Vorms berichten, doch ist hieraus noch nick! auf geringere Befchäftigungsg'.'l.vienheit »u icbitcßcn, denn die c Kategorie Arbeiter werden wofrl ttodi meistens burch Jntwncri ober direkte Nachfrage l>eim FabrikspoicklN . cmgcftelit, unb bi nutzen wenig die öffentlichen und gewerktckatttichen .lraeit nack weise. Für u n g e l e r n t e A rbeit e r war die B '6stNtigtings gclegcnheit nicht so günstig wie im Vormonat, baß im De cmber wieder eine Besterung einlntt: von «93 -rbe^ suchenden konnten nur 220 untergebracht werden. In Worms Tonnten im ersten Drittel des Monats ungclenite ^1^1«! no i gut untergebracht werben; in der zwüten -halste deSMonat war jedoch für diese Leute nur noch lehr wenig ^E»eitsgckegen- beit vorhanden. In Gießen ^d Umgegend landen durch den Kartoffelversanb des Bezirks mandic Ungelernte 'Jroeit, Im Gast und S ck a n k w i r t s ch a f t s a e w e r b e rourec, nadi ben Mit­teilungen auS Frankfurt die Lage wie m irixnt Jahr, im vu- Dem brr ungünstiger. Wiesbaden berichtet, baß die Jbieilung eint erhöhte Bermittlungstätigkeit zu verzncknen hab.", dte aut die Neueröffnung zweier größerer Betriebe jurucfjuiulyrcn ici. xer Andrang von Stellenfuckienden machte sich weniger bemerwar. bas hängt damit zusammen, baß ein großer ^.cu der eteiien suchenden um diese Zeit in die Heimat jurüafebrt. .

In der Landwirtschaft ist, ber Jahres eit entbrechem, die BefchästigungSgelegenheit oedeutend zursickgegangen beionbers für Daglöhner. Worms meldet, daß Knechte unb verhältnismäßig gut unter-ubringen waren: erst ge^en ^11^-' be--- Monats waren fast feine offenen Stellen mehr g.m Der -UH d-em T i e n st boten m a r kt vollzieht sich ja wohl allmählich narb Inkrafttreten des Stellenvermittlcrg.'etzes eine ft hrferc '-öermin- lungStättgfeit bei ben öffentlichen Arbeitsnachweisen, dock 'onnkn an ben meisten Orten immer noch nicht alle offenen stellen be­setzt werben. Nur Kassel berichtet von einem fortwährenden Un- drang von jungen Mädchen vom Lande, in Mainz überstieg die Zahl ber Arbeitsuchenden bic ber r:jenen Stellen um 40 unb Darmstadt schreibt, daß während in ben früheren Monaten in der weiblichen Abteilung eine bedeutend höhere An ahl offener Stellen als Arbeitsuchende vorhanden war, im Berichtsmonat das Gegenteü ber Fall war.

vallerie, IriÜlrric unb Infanterie benützen veutzutage. wenn irgenbmöglid), die mitge fuhrt en lelepbonanlagcn, um Verbin­dung zwischen ben Iüi'o.rn und der Feuerlinie Ihtiuftdlm. Tie Aufgabe, die einst Lick?, unb Schall zu bewältigen hotten, sie ist beute auf den dehrnchen Funken übergegangen, der mu 300 000 Kilometer Geschwindigkeit in der Sekund« Frage unb Ant­wort durch den Kether trägt.

Eine tipt 0 pe Akauisiti 0 n. D>echieen Danwn- toilettcn" machen Sckmlcl Man sckickt un# eine 3fihmn#anieiac zu, die da5 wundervolle Mooewon aller Gecken, tip-top, in ab- gewandelter Form bringt. Sie lautet:Eine 11 p -10 p e Reklame­sacke foll von erstklassigen ^fquititeuren bearbeitet werden! Gut- einfleinbrte Akaun'iteure können die Sacke mitubernebmen. Hohe Provision. Angebote uno." Da- ist allerdings eine tiptope, erstklassige Akuuifition, und man muß fick nur wundern, daß nickt stattAngebote" daS würdigereCfferten" steht!

* Eine gute Freundin Alte Jungfer:Ich ver­gleiche das Leden doch fo recht mit einer Schule!" Freundin: Ach weil du immer fitzen bleibft?"

Kleine Lagcrchronik.

In Schwelm i. W wurde auf Grund einer anonym« Anzeige ein 21 Leiter unter dem Verdackue verhaftet, am 24 De- zcmd. r 1891 das Dienstmädchen Mander ermordet zu haben. Der Festgenommene bczeickmeie als wirllichen Täter den Arbeiter Hagen, der ebenfalls festgenommen wurde. Der letztere mar bernlS am Tage nach der Mordtat verhaftet worden, mußte aber ireigtlaffcn werden, da die Pi-rdachtSgründe nicht ausreickten.

Wegen mehrfacher Schwindeleien in französischen Glabtax wurde ber österreichische Baron Hochwüchter in Pari» ver­haftet.

3n Sebast opol wurden 13 Matrosen des Kanonenboote# .Kubanez" verhaftet, die eine Massenflucht wahreiw bey 21uk entbaltre des Kanonenbootes in Äonfiatinouel Dorbcredrten.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter öieiet Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei.

Berantwortimg.s

Gießen, 22 Doz In Nr 299 des(Skdinier An'eiger" war ein Ein gesandt von Lich betr das trotz Verbot erfolgende Ausschütteln von Teppichen nach der Straße ent­halten. .

Genau dieselbe Beobachtung kann nun täglich in ben Bor­mittag^stunden fast in allen Straßen Gießens macken Der harm­lose Wanderer wird nicht nur durch ben Dreck ausgeschüttelter Tcppicke und Bettvorlagen erfreut, es werden auch solche Kleider und Betten in den Fenstern nach der Sttaße au4gmeben, geflötet und gebürstet

Die -uwi-ilen veröffentlichten Verbote werden edenfowenrg beachtet, rote die betr des Fahrens mit Kinderwagen u. bergt Fuhrwerken, baS Tragen von Kisten, Körben, Metzger­bollen usw. aus sogar sehr fcknnalen Steigen.

Diese Nichtachtung erstreckt sich auch auf bie Organe der öffentlichen Ordnung. Ich sah kürzlich einen Schutzmann auf der anderen Seite der Straße an einem Haufe Vorbeigehen, an dessen einem Fernster lautes Tevvlchklopfen luftig ertönte. Der Mann wandte nickst einmal ben Kopf dorthin. Ts wäre ange­bracht, wenn unsere Stadtverordneten sich um diese Mißstände einmal tümmerten.

ille^

»-s *' ' 1.40 ' '

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Die Lage öes Hrbeitsmarltcs in heften. heften-Naftau und walveck im November l<#v

Im Derickstsrnonat war bie M etallindustrie außer- ordentlich gut befd'äftigt Eine Reih? von Betrielen in Front furt sind mit Aufträgen Über häuft, daß llebennmben geleistet Und Nachtschichten eingelegt toerber mußten. Biele Neueinstel hingen erfolgten in fafi allen Branchen. Neben ber Wiedereröff­nung ber Lahmeyerwerle «folgten Bettieb.Vergrößerungen mit Nenrinstellnngen bei einer Anzahl bedeutcnbcr Firmen. Bon Eisengießern war am Anfang Tr;ruber kein Arbeitsloser in Frank­furt a. M Bon den arbeithidrüben Bau- uni) st Instruktion > fchlosser'i konnten von ber ArbeüsvermittlungSftellc in Irank furt a. M. im 9totxmrbcr 93 Proz. in Stellung erbracht werben £xc Nachfrage nack> alleren Bau- imh Montag.'icklossern könnte teilweise nicht befriedigt werde,! In Wiesbaden ionntc der Be­darf an Metallarbeitern, Gürtlern unb Bau oenglern nicht gedeckt werden. Der dortige Kirbenmaebro io iah sich genötigt, mit a*u- värtigen 2trbcitSnackweisen 1.1 Verbindt.ng zu trc.cn. In Offen-

i,Qbr Naturkräste im militärischen Nackrich ------ - _ . . .

."L ü mürben wie eine hüb icke Notiz an 12. Hett bes 1 als gereimte Plattheiten Die haben Dorhegenl

a Handwa'ser für Naiurfrainbe Stuttgart beachtet, 1 machen bavon eine rühml?lu°nähme. Gan uno .-.umor ist

Xoruw® , n im graucn aitertum und beute tann, ur.b man wird r:t t in ; >esen b^teren, ort wabr-

,d>ln r.^ finb-m wir bas Feuer dazu benützt, das haft köstlichen, bem Volke ab gelauschten G<oichlen lesen, bie ut

merä ansu-.eigen. Ans hoben Berggwi-ln an-1 fehnuden T.nbänden >1 verh.' nrsmaßig geringem Präs zu be* Sa bie BoU^offen vor der drohatdai S<->hr i ziehen sind.

ÜÄ ban bedroht arcunbe zu sM SranMaieJ -------

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k-VereinS XeLj7

Die verieiftung von Shrenuttunben durch die QanCiwcrfsfümmcr zn varmftüdt.

Nachdem die HandweriSkamtncr zu Darmstadt bc- chlossen hat, an uniclbftdnbige Persortcri des Handwerker- standcs, ivelche 2-> Jahre in ein und demselben Betriebe umutterbrvchen tätig geivesen find, alS Anerkennung für treue Arbeit Ehrenurkunden zu verleih' -n, baben auf cm- gereickne Anträge und nach Erfüslung d* r sayunaSgeniästcn Verleib.mgSbefmnniungen 41 gelernte Handwerker Ehren­urkunden erhalten.

Provinz Lberhessen: NoS, Konr. H, Deiszbinder zu Dolf bei Fr. Schön, Hofzimmcrmccker, zu Bübingen: M o h r, Phil. Xi, BiLurer-Polier zu Annerod, bei H. Kehler, zu Alsicld, bet Jul. Cellarius Dwe, Buck)druckcrci zu AIS- selb; Völker, Ed., Gold- und Silbcrjchmied, Gießen, bei Firma Karl Bruck, Juwelier, zu Gießen: Koch, Karl, Maurer zu Groß Felda, bei Konr. Karl Bölzina, Maurer* meister zu Groß-Feldii: Dors am, Heinr, Werkmeister yj Bitt back, bei A I. Tröster, Maschinenfabrik zu Biltzboch.

Anträge auf Verleihung an Weihnachten 1912 sind von der ßctoctblidjcn Korporation, welcher der Arbeitgeber angchön, bei der Handwerkskammer zu Darm­stadt biS spätestens 1. November eiuzureichcn.

Den Anträgen ist ein ausführlicher Lebenslauf deS zur Auszeichnung Vorgeschlagenen, sowie ein von dem Be­triebs inl/aber ausgotcUtcS, ortspolizeilich bcglaubibteSl^Ar- beitSzeugnis, daS gleichzeitig den Nachweis der 25jährigen, ununterbrochcncn Tätigkeit in ein unb demselben Betriebe . Inhalten muß, sowie ein von der Polizeibehörde ausgestell­tes Leumundszeugnis bei^uschließem____________________

Gießener Strafkammer.

)( Gießen, 19 Dezember. Ein Genosse von der Landstraße.

Der Taglöhner H. I. von Hohcnsolins hat vorn Sckösstngerickst in Bad-Nau heim wegen Bettelns drei Wackln Haff erhalten. Er ist uisb-esondcrc audi wegen Bettelns vielfach vorbcstraff. Da er un vorliegcnb-'n Falle aber nur um eine Tasse flaffee annc halten bat, setzte daS Gericht bic Strafe auf eine Woche H a f l frerab, tvelckc burd) bic UntorfuchungShaft für verbüßt erklärt wurde.

Querulantenwahn.

Der Taglöhner I A. von Frankfurt a. hatte sich wegen Beleidigung zweier Richter zu berantworten. Dem Gericht war al>er bas Benehmen des Angeklagten auf gefallen und es Jraitc eine Begutacknung seines GAstcsziistanbes angcorbnct. Der Sack- i-er ständige erklärte beute, ber Angeklagte wähne sich von allen ä'ccnscheii perfolgt. Er leide an tranNiaften sogenannten Wahn­ideen, 'ür bic er strafrechtlich nickt veranttvortlick genockst werven tonne. Es erfolgt boiKntfpr. ebenb Freisprechung.

(Sin böser Besuch.

Ter Arbeiter K. K. von Gießen war bei einer befreundeten Frnnilic in Mcickes yu Desucki. Er öffnete eine verschlossene Tiscksckiiblade mittels Nachschlüssels und stolil daraus 60 Mk., bic er verjubelte. Das Urteil lautet auf sechs Monate Gc- f ä n g n i s.

Unter Ausschluß der Oessentlichkeit.

Der Taglöhncr T. H. von Offenbach war beschuldigt, an einem CIeinen Mädchen unzüchtige Handlungen vorgenemmm zu haben. ES stellte jid) aber heraus, daß er nur schlechte Rcdyl geführt bat. Es erging deehalblfreisprcchung. Dagegen wurde er wegen Bettelns zu drei Wochen Haff verurteilt. Gleickz-ilig nrurbc er als unDcrbeficrlidver Bettler der Landespolizeifrehörde überwiesen.

Der Diener deS Wandertheaters.

Der L. G. von Speher war Diener bei einer wandernden Thcatertrupv' Er ist geständig, sick un OVober 1910 10 Mk. Borsdmß er schwindelt »u haben. Darauf ist er fluchtig gegangen 2 er Angeklagte ist rückfällig. Da er in aivrr sehr bedrängten Lage i-ar, fommt er mit der gesetzlichen Mindcststtatc von drei Mo» n a l e n G c f ä n g n i S davon. 2lußcrdc,n wurde ein Monat Unter- uckungShaff auf die Strafe angcrcthnrt.