Ausgabe 
25.3.1911 Fünftes Blatt
 
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Wesen wäre. Das hätte nur geschehen können, wenn aus bcr Sparkasse, Ausgleichs fvttds genannt, etwa eine Million Mark disponibel gewesen wäre. Eine Teuerungszulage hätte nicht nur die unteren, sondern auch die übrigen Beamten treuen müssen und dazu reichten zurzeit die Mittel nicht aus. Auch die Eisen- bahnüberschslsse würben wieder zurückgehen und dann bliebe nichts übrig, als eine weitere Steuererhöhung. Der Redner bespricht dann noch Steuerverhältnisse in anderen Staaten und ersucht zum Schluß das Haus, der Regierungsvorlage zuzustimmen.

LandgerichrSprüsident Dr. Hangen führt aus, daß nach reiner Ansicht die niederen Beamten nicht so unter der Teuerung zu leidet-, härten, wie die akademisch gebildeten Beamten; diese hätten viel eher Anspruch auf eine Teuerungszulage. Er hasse, daß man in dieser Frage kein Stückwerk schassen und, wenn man nicht alle Beamten berücksichtigen könne, gar keinen bo Vorzügen werde. v

Frhr. Hehl z u Herrnsheim erklärt, daß er nur über den Standpunkt des Ausschusses berichtet und keinen Antrag go stellt habe. Nach seiner Meinung sollten doch erst die Menschen und dann die Schulden berücksichtigt werden. Man müsse hier gerade den entgegengesetzten Standpunkt hervorheben gegenüber den Aussührungen des Herrn Geb.-Rat Dr. Becker. Der Redner wendet sich dann zu einzelnen Bemerkungen des Vorredners und empfiehlt u. a. das Vorgehen Preußens bezüglich der ^Aktien­gesellschaften. Im Ausgleichssonds sollten nicht die Steuern angesammelt werden, sondern nur die Ucberschüsse aus den Ersen bahnen, der Lotterie, der Erbschaftssteuer usw. Der Ausschuß habe mit seinem Bericht den Nachweis geliefert, daß er sich in die finanziellen Verhältnisse des Landes eingehend vertieft habe und nicht nur auf Grund der von der Regierung gegebenen Zahlen sein Urteil bilde.

Geh.-Rat Dr. Becker entgegnet, daß er aus die letzten Aus­führungen des Vorredners näher eingehen werde. Er bemerke nur, daß die Regierung nicht ber Vorwurf treffen könne, sie hätte mit den genauen Zahlen zurückgehalten. Der Redner wendet sich Idann gegen die Ansicht, daß jetzt Steuern in den Ausgleichs­fonds fließen sollten.

Frhr. Hehl zu Herrnsheim erklärt, er müsse auf seinem Standpunkt beharren, daß, wenn man damals die Eisenbahn­überschüsse genauer gekannt hätte, eine Steuererhöhung nicht nötig gewesen wäre. Die Regierung müsse doch die genaueren Zahlen gekannt haben, wie der Redner des näheren nachzuweisen ver­sucht. Die Ständekammern hätten zur Beurteilung der Situation das nötige Material haben müssen.

Die Hauptaussprache ist damit beendigt. Es wird in die Einzelberatung eingetreten und die Vorbemerkung zum Haushalt und Kapitel i angenommen. Bei Kap. 2, Kam er al- und F o r st d o m ä n e n, erklärt Fürst zu I s e n b u r g - B i r ft e i n, daß der Ausschuß der 1. Kammer bei diesem Kapitel im all­gemeinen mit den Wünschen der 2. Kammer einig gehe.

Graf Kuno Stollberg-Roßla erklärt sich nicht damit einverstanden, daß 12 Oberförster und 5 Assistenten nur auf den Inhaber bewilligt werden. Eine Verminderung dieser Stellen müsse wohl eintreten, aber man solle das Kind nicht mit dem Bade ausschütten, sondern müsse auch an die jüngeren Beamten denken.

Geb.-Rat Prof. Dr. Schmidt erklärt sich mit dem Vor­redner Damit einverstanden, daß auch die Interessen der jüngeren Forstbeamten gewahrt werden müßten.

Nachdem Geh.-Rat Milbrand erklärt hat, daß die An­gelegenheit sehr schwierig zu erledigen fei und die Regierung erst bei der Reorganisation des Forstwesens sich näher Darüber entscheiden könne, wird das Kapitel nach dem Ausschußantrag angenommen.

Bei Kap. 3, Weinbaudomänen, dankt Frbr. v. Hehl zu Herrnsheim für die den Weinbauern zu erroeifenoe Fürsorge. Der Redner ist der Meinung, daß die Regierung mit der An­legung der Musterweinberge den Kernpunkt getroffen habe. Als­dann bespricht der Redner ausführlich das Reichs - Weingesetz und erklärt das Zustandekommen desselben. Die Bestimmungen seien aber so unverständlich, daß eine Gefahr für die Weinguts­besitzer bgrin liege, ja daß geradezu die Existenz des kleinen Winzerstandes gefährdet werde. Redner bittet die Regierung drin­gend, die Winzer inbezug auf das Weingesetz zu beruhigen.

Nach einer kurzen Entgegnung des Geh.-Rat Milbrand, worin dieser hervorhebt, daß die Domäne niemals ihre Weine zuckere, wird das Kapitel angenommen, ebenso die folgenden Kapitel.

Zu Kap. 10, Staatseisenbahnen, äußert sich Graf Stollberg-Roßla. Er ist der Ansicht, daß über den Eisen­bahngemeinschaftsvertrag in der Öffentlichkeit viele irrige Mei­nungen aufgetaucht seien, die widerlegt werden müßten. Es kämen namentlich drei Fragen in Betracht: Ob der Vertrag gut oder ungünstig gewirkt habe, ob der Vertrag korrekt im Sinne Hessens war uno ob Preußen den Vertrag loyal gehalten habe oder nicht? Redner ist der Meinung, daß die finanziellen Ver­hältnisse Hessens sich nicht wegen, sondern trotz des Gemein­schaftsvertrags verschlechtert haben. Er weist alsdann eingehend auf den Artikel des Ministerialdirektors Offenberg hin und zieht daraus den Schluß, daß der Vertrag gut gewirkt habe und man froh fein müsse, ihn zu besitzen. Er glaube nicht, daß man einen rechtlichen ober moralischen Anspruch aus eine höhere Summe vom Ueberschuß habe. Vor allem dürfe man nicht in so gehässiger Weise gegen Preußen vorgehen, wie dies in der 2. Kammer geschehen sei. Der Redner dankt der Regierung und den Männern, die diesen Vertrag abgeschlossen haben, verweist auf die Besserstellung der Beamten und die Vorteile hin, die Hessen aus dem Vertrag erzielt habe, und kommt zu dem Schluß, daß Preußen den Vertrag stets loyal eingehalten habe.

Frhr. H e y l zu Herrnsheim erklärt, daß schon Finanzminifter Gnauth den Vertrag als sehr günstig bezeichnet habe und verweist auf verschiedene Aussprüche bedeutender Männer, die ausdrücklich das loyale Verhalten Preußens in dieser Frage hervorgerufen habe. Schon Finanzminister Gnauth habe eine Revision des Vertrages für ausgeschlossen erachtet; man solle sich vor unnützen Prüfungs­anträgen hüten.

Landgerichtsdirektor Dr. Hangen spricht ebenfalls über den Gemeinschaftsvertrag und.legt dar, baß Preußen vor dem Ver­tragsabschluß sehr wohl Umleitungen ivorgenommen hätte, aber dies wäre sein gutes Reckst gewesen. Die Befürchtung, baß der Verkehr übermäßig auf Hessen gelegt und dies dadurch, zur Aus­führung großer kostspieliger Bauten veranlaßt werde, teile er nickst; Preußen habe loyal nach dem Vertrag gehandelt.

Geh. Rat Dr. Becker bemerkt, baß sich bte Regierung, den Wünschen der Zweiten Kammer entsprechend, nicht näher über die Frage geäußert habe. Er wolle hier nur erklären, daß aus dem Vertrag bisher 33 Millionen erzielt worden seien, die den übrigen Staatseiimahmen zugeführt werden konnten. Wäre bas nicht geschehen, so hätte schon vor zehn Jahren eine Steuererhöhung von 6°/o eintreten müssen.

Bankdirektor Parcus ist ebenfalls der Meinung, daß die preußische Regierung den Vertrag stets loyal gehalten habe. Es sei verfrüht, heute über eine Revision des Vertrages zu sprechen.

Nach einer kurzen Bemerkung des Frhr. v. V e y l, daß sich die Regierungen in der Frage der Umleitung des Verkehrs nichts troriuwerfen hätten, wird das Kapitel angenommen.

Beim Kapitel 17, Oberrechnungskammer, bezeichnet vs Prälat Dr. Flöring für verfrüht, an eine Revision der Kammer ga beuten. Doch führt Redner verschiedene Mißstände in der Gebührenzahlung an und bittet um Berücksichtigung der Verhältnisse.

Fürst Jsenburg-Birstein erklärt, daß sich der Aus­schuß schon mehrfach mit den Anregungen des Vorredners be­schäftigt habe.

Staatsminister Dr. Ewald entgegenet den beiden Vorrednern und erklärt kurz, daß den größeren Teil der Gebühren für die Rechnungsrevisivn der Staat trage und die Gemeinden nur eine Beisteuer zahlten.

Domkapitular Dr. Bend ix wünscht, daß die Oberrechnungs­kammer ihre Geschäfte vereinfache und ein Unterschied zwischen Kirch enrechnungen und Privatanstalten machen möge. Das Kapitel wird darauf angenommen, ebenso Kapitel 1822. Darauf schließt die Sitzung uni 2 Uhr.

Nächste Sitzung: SamStog 10 Ufo,

Ans Stadt nnd Land.

Gießen. 25. März 1911.

* * Ordensverleihung. Der Großherzog hat dem ordentlichen Professor der M<rschinenbaulü.nde an der Technischen Hochschule Geheimen Bcrurat Felix Lincke in Darmstadt und dem ordentlichen Professor der Chemie an der Technischen Hochschule Geheimen Hofrat Dr. Wilh. Stadel in Darmstadt anläßlich ihrer Versetzung in den Ruhestand das Komiurkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.

* * Hessischer Blumentag. Man schreibt uns: Am letzten Montag fand im hiesigen Regierungs^ebäude unter dem Vorsitz des Provinziaidrrekwrs Dr. U s i n g e r eine Sitzung des provisorischen Komitees für den Blumentag statt. Der Hauptzweck der Besprechung war die Bildung eines definitiven Komitees, das die Organisation des Blumentags zu übernehmen bestimmt ist. Auf Vorschlag des Vorsitzenden wurde das provi­sorische Komitee in ein desinitrves umgewandelt und durch Zuwahl aus allen Kreisen der Bevölkerung ergänzt. Die hiernach Berufenen werden, soweit sie nicht in der Sitzung anwesend waren, in den nächsten Tagen durch gedruckte Einladung zum Beitritt in das Komitee aufgefordert werden.

* * Stadttheater. Nochmals sei auf die beiden Sonntagsaufführungen hingewiesen: Am Nachmittag Mein Leopold", bei neinen Preisen, am Abend Uriel Acosta", bei gewöhnlichen Preisen, aber mit Gültigkeit von Gutscheinen. Die Inhaber von Gut­scheinen seien daran erinnert, daß die Scheine außer bei dieser Sonntagsvorstetlung nur noch bei der letzten Diens- tab-Abonnemeutsvorstelluna (Herr und Diener"') und den beiden noch ausstehenden Freitagsvorstellungen verwendet werden können.

" Kun st verein. Die Ausstellung des Vereins Mainzer 3)1 qler in nen, die seit Mittwoch geöffnet, ist nur acht Tage einschließlich zweier Sonntage zu besichtigen. Am 3. April wird sie wieder geschlossen, da für die nächste Ausstellung, die am 7. April eröffnet werden soll, bereits eingetroffene Kollektionen ausgestellt werden müssen.

" Handfertigkeitsunterricht. Morgen Sonntag, 26. März, von 11 bis 2 Uhr mittags, wird im Knaben- schulhaus an der Nord-Anlage eine Ausstellung der im letzten Kursus für erziehliche Knabenhandarbeit gefertigten Gegenstände stattsinden.

Landkreis Gießen.

A Aus dem Lumdatal, 24. März. In Geils­hausen ist die Feldbereinigung im Gange. Von der 840 Hektar großen Gemarkung sind ungefähr 650 Hektar in Bereinigung. Die Arbeiten umfassen Verschletfungs- und Drainierungsarbeiten und Grenzregulierlmgen mit den Ge­markungen Lumda, Beltershain, Reinhartshain, Odenhausen, Kesselbach und Billertshausen. Zugleich soll auch eine Regu­lierung der Lumda vorgenommen werden. Dadurch sollen die jährlichen schädlichen Ueberschwemmungen der Wiesen verhütet werden. Auch in Odenhausen soll die Regulierung des Baches vorgenommen werden. Ausgeführt ist sie schon in Lollar, Daubringen und Mainzlar.

Kreis Lauterbach.

Lauterbach, 24. März. Die hiesige Gendarmerie verhaftete gestern mehrere Frauen einer hier lagernden Zigeunerbande, unter denen man die vermutete, die vor einigen Wochen einem Schmiedemeister in Hutzdorf sein ganzes bares Geld im Betrage von etwa 130 Mark ab» schwindelte. Sie sah dort beim Betreten von dessen Wohnung ein krankes Kind in der Wiege und versprach, 'eS zu heilen, wenn ihr sämtliches im Hause befindliche Bargeld fünf Tage zur Aufbewahrung übergeben wurde. Natürlich kam die Zigeunerin nicht wieder und der Schmiedemeister erstattete Anzeige. Heute wurde er im hiesigen Haftlokal den Ver­hafteten gegenüber gestellt und er erkannte unter ihnen die Betrügerin. Diese, sowie eine Mitverdächtige wurden in Haft behalten, während die beiden anderen frei gelassen wurden.

Kreis Friedberg.

x Bad-Nauheim, 24. März. Unter dem Vorsitz von Geh. Oberschulrut Block-Darmstadt und Geh. Schulrat Slöriko-Gießen fand gestern an unserer Ernst-Ludwig- Schu l e erstmalig die E in jäh ri g en-Prü f un g statt, der sich 4 Mädchen und 4 Knaben unterzogen, die alle be­standen. Die Mädchen waren von der mündlichen Prüfung befreit. Die Obersekunda mit Kondnkation wird weiter­geführt.

Hessen-Nassau.

X Hanau, 24. März. Der Stadt Hanau sind vor einigen Jahren von den verstorbenen Pedro Jung'schen Eheleuten Stiftungen in Höhe von 225 000 Mk. zu­gefallen, deren Zinsen für Zwecke der hiesigen Schulanstalten Verwendung finden sollen. Weiter hatten die Jung'schen Eheleute ihre Villa mit großem Parke der Stadt vermacht. Diese Stiftungen sind bann, soweit es sich um den Grund­besitz handelt, von einer Erbin in Kassel angefochten ivorden. Der hieraus entstandene Prozeß ist durch alle In­stanzen gegangen und jetzt vom Reichsgericht 311 Gunsten der Stadt entschieden worden. Nach der Bestimmung der Stifter soll der Park als öffentliche Erholungsstätte erhalten bleiben, während die Villa gemeinnützigen Zwecken (Aufnahme von Sammlungen) dienen soll.

w ©eln^aufen, 24. März. In der Sitzung des Kreistages für den Kreis Gelnhausen ist gestern anstelle des nach Berlin in das Ministerium des Innern berufenen Land­rats v. ©röning Fürst zu Isenburg - Birst ein als Kommunallandtags abgeordneter gewählt worden.

Sport.

Fußball. Auf dem Sportplätze des Gießener Sportvereins von 1900 an der Rodheimerstraße findet kommenden Sonntag das Ausscheidungsspiel der Vor­runde um die Meisterschaft des Westdeutschen Spielverbandes statt. Als Gegner treten sich gegenüber der Meiner des 8. Bezirks F. C. Jahn-Siegen und der Meiner des 9. Bezirks F C. B 0 r u f s i a - F u l d a. Beide Mannschaften verfügen über ein sehr gutes Können. Siegen gut im Angriff und im Zusammen- ioiel, Fulda dagegen hervorragend in der Verieidigmrg. Beide Alannschaiten sind technisch gut ausgebildet und befleißigen sich vor allem einer in jeder Beziehung eimvandsireien Spiel>ve.ise. Es in dies das erste Rial, daß em derartig wichtiges Spiel in Gieße» zum Austrag kommt.

D. Süddeutscher Ruderverband. Der K a st e 1 e r Ruderklub .Germania" und der Niederräder Ruder- verein sind au5 dem Freien deutschen Ruderverband ausgetreten, nachdem dieser auf seinem Frühjahrsruderlag beschloß, daß an Stelle der Ehrenpreise bei Regatlen künftig Diplome treten sollen. Beide »Vereine haben sich bereits bei dem Süddeutschen Auder-

verband angemelbet. Der Fr. D. R.'V. ist somit auf zwei »och lebensfähige Vereine, den OffenbacherVorwärts" und die frank­furterUnbine*, zusammengeschmolzeu.

Handel.

* Konkurse °i n Hessen, lieber bas Vermögen des Johann Vreisig, Kaufmann in Schornsheim, wurde am 17. März das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Wendecker, Wörrsiadt, wurde zum Konkursverwalter ernannt üonkursforderungen sind bis zum 6. April bei dem "Amtsgericht Wörntadt anzumelden. lieber das Vermögen des Handschuh­machers M a x Albert Otto Grötzner m Mainz wurde am 17. März das Konkursverfahren eröffnet. Bureauvorfleher Fehler in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt Kon- kursforberungen sind bis zum 10. April bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. lieber d»n Nachlaß der Wittwe des Ehemiters Karl Eduard Kressel, Mathilde, geb. Harvey in Darin- Habt, wurde am 18. März das Konkursverfahren eröffnet, da die Ueberschnldung des Nachlaßes offenkundig ist. Rechtsanwalt Butz in Darmstadt würbe zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs­forderungen sind öis 311111 10. April bei dem Amtsgericht 1 Darm­stadt anzumelden. lieber das Vermögen des Karl Gänger, Inhaber der Firma Mamzer Brot- und Zwiebackfabrik H. Ono in Mainz, rourbe am 18. März das Konkursverfahren eröffnet Rechtsanwalt Dr. Lotz in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt Konkursforderungen sind bis zum 10. 'April bei dem Amtsgericht Mainz anzumelbeii.

Kircbltctye Nachrichten

der evangelischen Gemeinde Büdingen.

Sonntag Lätare, den 2 6. März:

Vormittags 1<> Uhr: Pfarrer Schäler.

Wegen Einweihung der Rmderbüger Kirche fällt hier der Nachmiltagsgotlesdienft aus.

Die Amlswoche hat Pfarrer Schäfer.

Katholische Gottesdienstordnung.

Sonntag den 2 6. März 1911: Büdingen: 10 Uhr.

Nidda: 8^ Uhr.

Die nach- A ppjfp sind am Sonntag dem 80. März stehenden Q-vl Lilü von 12 Uhr mittags bis 12 nacuts nur fiir dringende Kill le sicher anzutreffen : D/R

Dr. Mueller, Liebigstr. 47. Dr. Stuhl, Seltersweg 79 a.

Lebend. Lausche« pro 100 Pfund . . . . . .

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4749 85-89

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46

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Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben.

Kuverts mit Firma

45

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32

79

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7682

70-75

43

39

108

102

92

82

89

72

67

65

61

55

. 42-45 . 8841

Geringere Mast- und gute Saugkälber 5358 Schafe.

Weidemastschafe Schweine.

Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner

Lebendgewicht

Vollfleischige Schweine über 2 Zentner

Lebendgewicht

Vollfleischige Schweine über 2'/, Zentner

Lebendgewicht

Fleischige Schweine unter 80 kg Lebend-

Schlachtwertes

Vollfleischige, jüngere . . .

Färsen, K ü h e.

Schafe 37, Schweine 236.

Tendenz: Rinder, Kälber, Schafe

Schweine langsam geräumt

fc. Frankfurt a. M., 24.Marz. Heu- und Strohmarkt Angefahren waren 16 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 3,003,40 Alk., Stroh (Kornlangstroh) 0,00 bis 0,00 Mk., Wirrstroh 0,000,00 Mk. Alles für 5u Kilo. Geschäft ruhig. Tie Zufuhren waren aus Lberhessen und den Kreise Hanau.

Uebenb» Lchlachk» ftClUljjt

und Schweine mittelmäßig.

Preis Durch- pro 100 Psd. schnittspreir

Markte.

Gießen, 25. März. Marktbericht Auf heutigem Wochen­markte kostete: Butter pr. Pfd. 1,101.20 Mk^ Hühnereier 1 5t 78 Vfg., Enteneier 1 Stück 0 Vfg., Käse pr. St. 68 'Bf,, Käsematte pr. St 56 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,801,00 WIL Hühner pr. St. 1,001,60 'DIL, Hahnen pr. Stück 0,801,80 Alk., Enten pr. St 1,802,20 Tlt, Gänse das Pfd. 7580 Psg^ Ochsen­fleisch pr. Pfd. 8492 Pfg., Rindfleisch pr. Pfund 8488 Pfg, Kuhfleisch 70 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 8096 Pfg., Kalb­fleisch pr. Pfd. 8488 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 6088 Pfg^ Kartoffeln pr. 100 Kg. 7.50 bis 8.00 'Dlf., Weißkraut das Stück 20 bis 30 Pfg., Zwiebeln per Ztr. 8,0010,00 Alk., Milch das Liter 20 Pfg., Birnen per Pfd. 0000 Alk., Aepfel per Ztr. 10 bis 20 Mk., Nüsse 100 Stück 5060 Pfg., per Ztr. 000 Alk- Bohnen per Pfd. 0000 Pfg. Marktzett von 82 Uhr.

F.C. Wiesbaden. Viel) Hof-Marktbericht vom 24. März. Auftrieb: Rinder 59 (Ochsen 6, Kühe 53, Bullen 00), Kälber 100,

Ochsen.

Vollfleischige, ausgemästete, höchsten

Schlachtwertes, höchstens 6 $al)re alt

Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete

Ungejochte

Bullen.

Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten

Läßt die Gewichtszunahme der Säuglinge zu wünschen übrig, so greife man vertrauensvoll zu dem nie versagenden Neslle's Kindermehl, und man wird seine kühnsten Hoffnungen erfüllt sehen. Eine Probedofe gratis durch Nejtle-Gesellschast, Berlin W. 57, Bülowstraße 56. (ssu/i

gewicht ... .......4647

Ueberftand: Rinder geringer Uebersland, Kälber, Schafe und

Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst

Schlachtivertes 4660 3487

Vollfletschige ausgemästete Kühe höchst

Schlachtwertes bts zu 7 Jahren. . 4043 7778 Aeltere ausgcinäftete Kühe und wenig

gut entwickelte fimgereKühe u. Färsen 3539 7076 Mäßig genährte Kühe nnb Färsen . . 8034 6668 Kälber.

Feinste Mastkälber 64-66 106-110 Mittlere Mast- und beste Saugkälber . 5963 98-106

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bis 24. März , 24. ,

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Höchste Temperatur am 23.

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Niederschlag: 0,4 mm.

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