Ausgabe 
29.4.1911 Zweites Blatt
 
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161. Jahrgang

Zweiter Blatt

Nr. 100

Orschrtni la-ttch mit Ibtlna^me btl SonntagR.

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werden. Tie Bevölkerung des Hintermnoes uno «ittyuur uuUkuuk vu. tales leqt Wert aus die Verbindung nach Gießen und auch ©icfeen aberkannt.

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Wetter

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aber nur in Atafchen, wo 'AtaLaie aushängen.

Lnxns- AnsfübrX 11.-bv

April

1911

9 Sero. Himmel

9 ; ,

10 ; Seb. Himmel

bis 28. April -s- 14,1 .28. , = + 7,5

Telephon Ktz.

i Male

lwoch!

Wegen Entziehung der Wehrpslichi wird eine 91 mahl militärpflichliger, ohne Urlaub im Auslände be­findlicher Personen in contumaciam zu je 150 Marl Geldstraw, oder 15 Tagen Gefängnis verurteilt

W e ch s e l f a l s ch u n g c n eines Bauunternehmers.

Xie ^Oithever »aellltnblAUtr" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, da» JCrcUblatt fflr bei Krell Gieren" zweimal wöchentlich. Die ..randwirtschastlichea Sett- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Siebener verlehrrsragen.

* Gießen, 29 April.

Der Bürgerverein Gießen hielt gestern abend eine gut besuchte allgemeine Bür g e r v e r s amm - lung ab, in der auch die in letzter Zeit wieder lebhafter betriebenen Eisenbahnsragen besprochen wurden Wie nicht anders zu erwarten war, beschloß die Versammlung die eifrigste Förderung des Hinterlands bahn« und des Kleebachtalbahnprojekts. xic in der Versammlung u. a. von Stadtv. Gabriel, Stadtv. Grünelvald, Fabrikant Jnderthal und Lehrer Muller ver- rretene Ansicht, daß namentlich bei der Frage der wirt­schaftlichen Erschließung des Hinterlandes von Gießen aus m früheren Jahren viel versäumt worden ist, i,l vom Gießener Anzeiger stets vertreten worden. Wir freuen uns, daß in der Bürgerschaft, wie in der Stadtverwaltung und der Handelskammer die fortgesetzten Mahnungen endlich auf guten Boden gefallen sind. Noch ist es nicht zu spät uns dieses wichtige Berkehrsgebiet zu erhalten, wenn von allen Seiten daran mitgearbeitet wird.

Nachstehend fei der Bericht über die Versammlung

Die nach- Mnd a,n SonBtaß *icni 30* A<>ril

stellenden Äülälv von 12 Uhr nultag« b.s 12 Ihr nac-m nur tur dringende Fälle sicher anzutrelten: D3/,

I>r. Kipper, Wilhelmstr. 2. Dr. Steinreich, XenenBäuc 22.

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sei in der Hauptsache auf die Universität zurückzuiühreu, deshalb solle man versuchen, gegen die Frankfurter Gründung zu »ro­te fhenn Pros Tr. Sommer betont, daß man im Zusammen­wirken von Stadt und Staat vieles erreichen könne, was auch der Universität zugute kommen werde. In dieser Beziehung könne man viel von Frankfurt lernen. 3- B. könne man ohne viele Moften in den Besitz einer ganz hübschen Kunstsammlung kommen. Er habe deshalb vor zwölf Jahren einen Antrag beim Kumt verein gestellt. Aber erst jetzt sei ein Erwlg in dieser cadic cinqctreten. Fabrikant Jnderthal spricht wr die unter m- berte Annahme des Antrags Sommer, stadtv. Grünewald legt das Hauptgewicht auf das vertrauensvolle 3uianrmenwincn von Staat und Stadt, um die nachteiligen Folgen der Frank­furter Gründung für Gießen abzuwehreu. Ter gegenwärtige Zu­stand daß der Staat der Stadt alles mögliche aufzuburden |ud)c, und 'die Stadt sich dagegen wehre, fnüpc jedenfalls aulhoren. Nach kurzer weiterer Besprechung fand die Entschließung ein­

wird, wird Gießen große Vorteile -5 stark beschädigt. Tie Eiitstehungsursache ist unbekannt.

- - - l.l --*> 2ie sührenden DamenUeidermacher in London sind oavou verständigt worden, daß das Tragen von engen Rocken bei den Empfängen der Königin überaus ungern

9 In einer öden Gegend bei London wurde in einem Flaue ein halb zertrümmertes Automobil und in dem Wagen Die Adresse Vidal gefunden. Es stellte sich heraus, das; der Wagen leer in den Fluß gesteuert worden war, bec Fahrer aber, der Ingenieur Vidal, in dessen Begleitung sich eine .Urne he and, vermißt wird. Ter Ingenieur verließ Weib und Kind. lieber den Verbleib der Flüchtlinge ist nichts bekannt.

Samstag, 29. April M

Rotationsdruck und Verlag der B.«kt'schen UnroersnätS - Buch- und Stembrudcreu

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: e=^51.

Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AnzeigerDießen.

(Nachträglich eingegangen.) Groften-Linden.

Geborene: April 18. Tcm Taglöhner Johs. Engel emc

Tochter Marie. 21. Tem Hilfssch. Wilh. Christ em Sohn,

Inhalts:

Die von dem Bürgerverein in Gießen am 28. April einberuienc allgemeine Bürgcrversammlung erklärt folgendes: Tie wahrschein­lich bevorstehende Gründung der Universität Frankfurt a. M. bringt die Geiahr mit sich, daß die Universität und dadurch die Stadt Gießen Einbuße erleiden wird. Ta es den beteiligten Großh. hessischen Faktoren nicht zusteht, gegen die Gründung der Uni­versität Frankfurt als einer inneren preußischen Angelegenheit Ein­spruch zu erheben, so kann ein Protest gegen diese Errichtung von Gießen auS nicht erfolgen. Tie Abwehr gegen die eventuell be­gründete Universität Frankfurt kann nur in einer Zusammenfassung aller beteiligten Kräfte zum Gedeihen der Universität Gießen be­stehen. Es ist daher besonders ein zweckmäßiges Zusammenwirken zwischen Staat, Stabt, Universität und Bürgerschaft bei der weiteren Entwickelung der Bildungseinrichtungen in Gießen zu wünschen, die einerseits den Studenten andererseits der weiteren Oesfeutlichkeit zur Belehrung bienen sollen. Das Vorgehen der Stadt Frankfurt und ihr Zusammenwirken mit dem Staat er­scheint dabei vorbüdlich. Jedenfalls hat die Stadt Gießen an der weiteren Entwickelung der Universität lebhaftes, nicht nur materielles sondern auch geistiges Interesse und es ist zu hoffen, daß ihre altbewährte Universität auch nach Errichtung einer weiteren Universität in ihrer nächsten Nähe durch tüchtige Lehr­kräfte und gute Nnterrichtseinrichtungen, sowie durch eine gute Weiterentwickelung der Stadt und durch ihre schöne Umgebung ihre Anziehungskraft bewahren wird.

Justizrat Grünewald unterstützt diese Entschließung. Es sei vollständig aussichtslos, gegen die Gründung der Frankfurter Universität von Gießen aus auzukämpsen. Auch bezweifle er, daß die Frankfurter Gründung der Universität Gießen Nachteil bringen werde. Aber man müsse alle Kräfte zusammenfassen, daß der drohenden Konkurrenz begegnet werbe. Auch die Stabt habe hierbei mitziiwirken. Stadtv. Löb er erblickt in der Grün­dung der Frankfurter Universität einen Nachteil für die Uni­versität und die Stadt Gießen. Die Entwickelung der Stabt

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gderheffen

Ter Bauunternehmer G. B. von Nieder Weisel hatte nut seinen Unternehmungen in seiner Heimatgcmeinde wenn Erfolg iichibt; er wandte sich deshalb nach Gießen, um hier fein Wild zu uer suchen. Ein hiesiger Rentner verpslichtele sick, ihm das Geld zu einem Neubau vorzuschieß.cn. Ta er das Geld nicht so schnell in dein Betrage slüsiig madyen konnte, den B. jeweilig benötigte, io gab er ihm verschiedene Wechsel, die überall diskontiert wurden. B. hatte aber seine Kräfte überschätzt und das Bauen in zu groirm Stile begonnen, so daß er bald in die größten Zahl u n g s fdiwicrigtcitcn geriet. Um sich Geld zu verschaffen, falldite er auf einer Anzahl W echsrl die Untcridmit seines imhengm Geldgebers und setzte sie in Umlauf. Als die critc Faltchium heraiislam, schrieb er einen reumütigen Brief an den feines Nam en > Mißbrauchten und bat um Verzeihung. Als weitere Fälschungen bekannt wurden, ließ sich der Rentner von B. eine Urkunde^aw.- stellen, in der er seine Verfehlungen bekannte. Als bic tsadv den Untersudpingsrichter zu beschäftigen begann, fälschte B. eine weitere Urkunde, nach der ihm der Rentner und ein Zeuge an­geblich bescheinigte, daß die fritc, bas Schuldbekenntnis des B. enthaltende Urkunde nur zum Schein ausgestellt fei, um den Rentner vor Schaden in den bereits damals anhängigen Wechsel Prozessen zu bewahren. Gleichzeitig war B. and) mit einem Stain mann in Verbindung getreten, der ihm Baumaterialien lieferte Auch dessen Manien hat B. auf eine Anzahl Wechsel falsch!id) g? schrieben ober burd) eine dritte Person schreiben la|sen, um die Wednel alsdann dem Verkehr zu übergeben. Im ganzen ha£ B. etwa für 10 000 Mark gefälschte Wechsel in Umlauf gesetzt. Trotz des erdrückendsten Beweismaterials leugnete B. hartnäckig Tabei hat B. dieselbe Geschichte schon einmal gemacht und ist wegen Weckiselfälschung in einer ganzen Anzahl von Fällen vorbestrau worden. Tas Gericht versagte dem Angeklagten milde r n d e Umstände, da er wegen des gleichen Verbrechens oorbifti .u ift, und da sein Treiben als gemeingefährlich bezeichnet werd ii muß, welches geeignet ist, den gesamten reellen Kredit anständig r Geschäftsleute zu untergraben. Tas Urteil lautete auf fr wc i Jahre sechs Monate Zuchthaus unter Anrechnung von einem Monat Untersuchungshaft. Außerdem wurden dem Ange- llagten die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von fünf Jahren

Höchste Temperatur am 27,

Niedrigste 27,

Niederschlag: 1,7 mm.

stimmige Annahme.

Tie Verlegung der städtischen Aemter in bie alte Klinik rief eine längere Besprechung hervor. Gegen bie Ver­legung wandte sich ülpotheker Schmied er der die für den Umbau erforderlichen Kosten für zu hock) halt, stadtv. ~ob er ist ebenfalls für die Beibehaltung des jebigen Zustande^', da durch die Verlegung anbere Stabtteile benachteiligt wurden brifant Horst hält die Verlegung der städtischenAemter m die alte Klinik als Provisoriuin für zweckmäßig Nachdem noch Herr Jaskowskh Kenntnis von einem Vonchlag eines heute nicht anwesendeii Mitgliedes wegen der Verwendung der a en Klinik (unter Hinzuziehung des Zollamtsgelandeo Schaffung einer Anlage, sowie Einrichtung von Ausstellungsräumen und Scrlegung des Zollamtes m bai Klimksgebaude u|W.) gegeben hat, wird die Angelegenheit verlassen und zur Besprechung der bestehenden Ei send ahnpr vielte über - gegangen. Stadtv. Gabriel bespricht zunächst das Proiekt der Hinterlandbahn. Er gab einen lieber blick über das bisher in der Sache Geschehene. Von allgemeinem Interesse war seine Mitteilung, daß gegenwärtig (feit etwa 4 Wochen) die ^me'' iungöarbeiten, zu der bie Stabt Gießen bie Mittel bewilligt ha, Dorgenommcn werben, stadtv. Grünewald betont bas all­gemeine Interesse ber Stabt Gießen an diesem Sahnbioieft Gießen habe eine vernünftigere Verkehrspolitik wie bislzer notig und di« seither gemachten Fehler.mühten in Sukunft --ermnden werden. Di- Be°°li-rung des Ömtcrlandes und d-S »--bach-

Die Wirkung de; vrannlweinsteuergesetzes.

DieBerliner Korrespondenz" teilt über die Branntwein­brennerei und bie Besteuerung im deutschen Branntweinsteuer- gebiet für bas Betriebsjahr 1009.-10, nachdem das Sranntwcuv steueraesetz vorn 15. Juli 1909 in Kraft getreten in, mit. Im 9k- richtswhr wurden im ganzen 361 ^69 Deltoliter A^ her^ aestelli acaen die Vonahrserzeugung 613 232 ©cttolitcr, gieim 14 4 »roSit weniger Der Reinertrag der Branntweinsteuer im aan/n betrüg! 187100 237 Mark, im Jahre 1908/09 > 162 668 441 Mark. Hiervon kommen 121123 071 auf bie neue 9krbraud)Sabgabe. In ben freien Verkehr würben gesetzt: Gegen bie Entrichtung ber Scrbraud),5abgabe besro. ber Giito Zolles für Genutzzwecke insgesamt 1 ^3 027 vektoltter -Utoym, gleich 2,8 Liter auf den .stopf ber Bevölkerung gegen 2 630 b ^ktoliter bezw. 4,2 Liter im Vorjahre

JmGegensatzzum Trinkverbauch ist ber Bran n t* wein^ er brauch zu gewerblichen Zwecken stark ge- wachs« n Der G->°mt°-rbr°nch .an Branntwern - Mr genr^ unb gewerbliche Zwecke berechnet sich für 1909/10 auf 3_bböbö/ Hektottter Altohol, gleich 5,7 Liter auf ben .stopf der Bevölkerung, aeaen 4130 669 d-Itai.ter d--,w. k.ä Lncr ,m Jahre IMd/vii.

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rnarto öffibitnc. » ftarbinol« ¥frn:t || tlidxt Li,bk jll ib iW litt Jlohl zu IdriR t aber nicht tmerw

Herben liegt, t'tkej ng" malt, wir* " inb btt $omt

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Gießener Ltraftammcr.

Gießen, 28. April.

Plünderung der Vor stadtgärten.

^er Taglöhner H. B. aus Schadges, zuletzt hier wohnhail, ist in einen umfriedigten Soritablgartcn m diebischer Absicht cinge- brungen und Hal mehrere Meter Siacheldrahtzaun entwendet, die cr^später verkamt hat. Aus einem andern offensteheiiden Garten fint er versdiiedene alte KleidungssMcke Mitgehen beißen. ?v-gen schweren und einfachen Diebstahls erhält er eine Geiamtstrafe von re i Monaten und drei Tagen Gefängnis,

' Diebstahl irn Rückfall.

Ter Arbeiter G. L. aus Lemberg hat aus einer offensteheiiden Qieaelbütte bei Ederstadi verschiedene Gebranchsgegen,taiü>e mi^ genommen Er ist rüdfälligcr Tieb unb erst vor kurzer Zct^. aus ?«r Strafanstalt entlaii-n n>°rden,^d-ch k-mmt^er

Tic SprungfcdcrmatrancUnerreicht bequem', sowie die 3- unb 1-teilige MatratzeStabil" unter T. R. G. M. 420 684 und 42068ö vom .staiserl. Patentamt ge,. gesch., haben sich über Erwartung vorzüglirl) etngcfuhrt? Nie- mand will die eisernen Matratzen il/res knarrenben, un­bequemen und falten Lagers wegen; ebenso sind bie Ma- enuuncu iuuiL.ui, ........ h-ntten ^tahi(" ihres fait um die Halste billigeren Preises

ibfflSonaun ®cUngnU'teora. Ta gegen R-ßhaarmatravcn ungemein gern gelaust. - Bor Mindeststrafe von äiröerbem ein Mona' Untersuchungshaft! Ankauf von Betten u,w. wende man sich um Auskunft an "bie $06=1- unb Settcniabxit Th. Brück, Großh, Äb an °ngere°)ne.. ng | £iejetant> Meßen, Ecke Branbplatz, Tchloggasic u. Kanzlciberg.

Fahrlässige G e f a n g e n e n b e i r e i u. n g.

muß sein wirtschaftliches Interesse an diesen Gegenden kräftig - -

Ä* Ä Ä' L LL JnTachau Srei.ng »nnmUng

ÄÄ.Ä'ÄHä L ÄWUIKQnnl- r ;e einmünben frirb, wirb Gieß-« grnüe Snrtcile 19R ftnrf hpirhnhinf Tie Entitehungsursache ist unbekannt,

vonÄr^Bahn"haben. Fabrikant In der t h a l begrüßt das end­liche Vorgehen der Stadtverwaltung in dieser Frage. Es sei von der Stabt unb ben anderen beteiligten Faktoren, der Handels­kammer usw. die ganzen Jahre hinburcl) in dieser für Gießen außerordentlich wichtigen <yrage nichts ge,chehen. ^uch dn Bahn von Niederwalgern aus hätte nach Giegen geluhrt weiben lonmn, wenn die Stabt 20 000 Mark Zu,a>utz geleistet hatte. Unbegreif­licher Weise sei dies abgelehnt worben. Der Vorsitzende legte eine an die Stadtverwaltung gerichtete E n t s ch ließ un g vor,^die in Wb genbem Wortlaut Annahme findet:Es liegt un Untere,se der Stadt Gießen und der in Frage kommenden Gebiete, daß ihn.n durch neue Bahiwerbiiidungen neue Verkehrs^ge ^losim den. Tie Versammlung l)cgt, zu bcn maßgebenden üadttschen Behörden das Vertrauen unb spricht bie Hoffnung aus, das; sie durch tatkräftige Förderung der vorliegenden Bahnprosekte Hinterlandbahii und Kleebachbahn bie -ebensinteressen un­serer Stabt fördern werden."

Tie übrigen auf der Tagesordnung stehenden Gegenstand: wurden der vorgerückten Zeit halber veriagi.

menba LiWt ai tnltben. W1 HnmorW. Tollachm. ifluß.

Nkli-Plli

^iimorDoH. arbenfmtmatogra1 jrc Feirii:-

Wiedergegeben:

Ter Bürgervercin hielt gestern abend im Einhorusaal {eine Hauptversammlung unter dem Vorsitz des Lehrers M ü 11 e r ab. Der Vorsitzende erstattete zunächst den Jahres­bericht. Tie Mitgliederzahl stieg von 408 auf 415. Es wurden 5 allgemeine Bürgerversammlungen abgehalten, in denen die ver- ichiedensten Fragen erörtert wurden, u. a. wurde über die Schul­ferien, das Liebigmuseum und bie Verlegung der siäblisd-en Aemter beraten. Ter Hauptgegenstand der Bereinstätigleit galt der Vor­bereitung der Stadtverordnetenwahlen. Tie Redmungsablage ergab 815,03 Mk. Ausgaben und es verblieben 467,76 Mk. btassenbesiaiid. Bei der Ergä>izungswahl des Vorstandes wurden die ausscherdendcu Mitglil»der burd) Zuruf wiedergewählt. Gegen bcn in einer vor­jährigen Versammlung gefaßten Beschlug, nur in bürgerlichen Zntuugeii Vereiiisbelanntmachungen zu erlassen, war von mehreren Mitglieberii Einspruch erhoben worben. Außeroem lag von zi.

o d) die Frage vor, ob der Verein gruiidsätzlich auf dem Boden parteipolitischer Neutralität stehe. Tr. Koch führte aus, das; dieser in den Salbungen stehende Grundsatz mehrfad) verletzt woroen ici, so bei dem oben erwähnten Beschluß unb bei den letzten '^tabt» verordneten wählen. Er bitte, sich in Zukunft wieder Hipp und Har auf unpolitischen Boden zu stellen. i)lpotheler Sch wieder ist ebenfalls der Ansicht, daß sich der Bürgerverem von pollttsch:u Jlngelegcnhciten fern halten solle. Lehrer Müller_ beitätigt, bau der Verein als völlig unpolitischer paritätischer Verein be­gründet worben sei. Sei ben letzten Stadtvervrdnetcnwahlen habe es allerdings den Anschein gehabt, als ob dies nicht ber tfall sei. Er selbst habe den Wunsch, baß auch in Zukunft der Verein un­politisch bleiben möge. Gastwirt Jaskowskh stellte fest, daß »die beiden beanstandeten Bortommiiiise burd) Mehrheitsbeschlüsse N von Hauptversammlungen verursacht worden seien. Fabritant H o r ü ist der Ansicht, daß von einet parteipolitischen Betätigung des Bürgervereins keine Rede sein tonne. Von seiner Tarstellung der Vorgänge bei den letzten Stabiverordneteiiwahlen verdient die Feststellung Erwähnung, daß die nationalliberale Partei in der ganzen Sache korrekt gehandelt und keinen anderen Standpunkt ein­genommen habe wie auch der Bürgerverein. Berichierstatter W o h l- muth war ini Gegensatz zu Herrn Hont von dem Ausfall der letzten Slabtoerordnelteuwahlen sehr zufrieden unb bittet, reinen Slandpuuli bei ben Wahlen emzunehmen, der der Stellung ber Mehrheit der Vereinsmitglieber nicht entspreche. Hen: Hör st emnbert, daß der Vorstand in dieser Frage nur die Beschlüsse der Versammlungen des Vereins ausgeführt habe. Lehrer Hagge- müder teilt den Standpunkt des Herrn Hont und verlangt vom Bürgerverein, daß er immer auf vaterländischem Boden stehe. Professor Ur stabt hält die polnische Neutralität des Burger- v er eins für richtig. Gerade hierdurch konnten alle oiiemlidjcn Angelegenheiten int Bürgerverein objektiv besprochen werben. Poli­tische Neutralität und vaterländische Gesinnung schlössen sich nid)l aus. Ms bie Vorbereitung zur Stabiverordiietenwahl burd) den Gang der Ereignisse politisch würben, hätte ber Bürgerverein sich zurückziehen sollen. Der V o r s i tz e n d e stellt fest, daß ber Bürger­verein kein Kampsverein sein, sonbern erzieherisch wirken solle. Tie Versammlung beschließt hierauf, bezüglich der Bekanntmach­ungen es dem Vorstand zu überlassen, von Fall zu Fall zu ent­scheiden, in welchen 5 ei hingen inseriert werben soll.

Hierauf würbe mit der allgemeinen BürgerVer­sammlung begonnen, in ber Gießener Verkehrsfragen besprochen wurden. Zunächst wurde über die Franks ur ter Univer­sität s f r a g e verhandelt. Herr sch wieder wunichte, daß man bie Marburger Schritte in dieser Frage unterstützen möge. Prof. Tr. Sommer beantragt eine Entschließung folgenden

Fahrlässige Getan genenvef re tung. -r

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non Kohl^ beschäftigt Als er einen Augenblick den ,Rucken HU J J WH J Vll&Ulin V SZÄ 1 r'^n1 TC'n^4'b^neuiai'l)olr unb mit I KrO^IIl3.011

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Uine Fahrlässigkeit erblicken unb 'vrach ben AngeNagten

Willst im r e ä c. 26. Frau Christian Albach, 22 Jahre

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Meteorologische Beobachtungen der 5iation Gietzen.

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