Ausgabe 
25.3.1911 Drittes Blatt
 
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4 für eine vom Boten zurückzubringende Antwort des Empfängers 25 Pfg.: 5. bei Zurückziehung des Auftrags

Vergessen Sie nicht, daß bcottt Emulsion taufenbfadi erprobt ist und sich in ollen Füllen von Abmagerung, Appetitmangel, bei Mattigkeit, d. h. überall da glänzend bewährt hat, wo die darniederliegenden Kräfte einer Wiederbelebung bedürfen.

Vergesten Sie nicht, ausdrücklich -6colis Emulsion und lassen Sie stch keine der vielen

vor dem Beginn der Eisbcftellung, sofern der Bote den Weg zum Auftraggeber bereits angetreten hat, 25 Pfg.; Sen­dungen an mehr als zwei verschiedene Emp- f o n g e r darf der Bote von einem Auftraggeber nicht an-

Nedaktion, tpwbiHon und Druckerei: Vchul- strabe 7. Expedition und Verlag: 51.

Rtbaftwn-.fc^lll. Tel.-Adr.: Anze»ger»ießen.

) tiirfT Hinweis bürlte befonberS bmfeniqen trinfommen frin, bie fite er porpulenz fofifptclt e Puren unter Ei bnitiinfi auelt-odei Eii'bol'ungb !*or idinft- n (icbia uttcn en' 6ennod> nur zeilweiir, voiübrrqcbenbe Cvoigt batten, bei benen ktch also bie alten Zustänbe binnen verhältnismäßig kurzer Zeit in öoQcm Um,eng wieder etnUeQten.

DieGießener Famillendlütter" werden dem ^Anzeiger' viermal wöchentlich betgelegt, das Ercteblett filr de« Kreit Gießen" zweimal wöchentlich. Die ..landwlrtlchaftllche« Lett- frage«" erscheinen monatlich zweimal.

Aus Stadt «nd Land.

Wieben, 26. März 1911.

Ortsschnelldienst und Eilabholungsdienst.

Samstag, 25. März M

Rotationsdruck und Verlag der vrüdl'schen Unwersuäts - vnch- und Steindruckeret.

VL Lange, Lietzen.

Nehmen Sie

täglich ein Likörglttechen Dr. Hemmelte Haematogen unmittelbar vor der Hauptmahlzeit! Ihr Appetit wird reger, Ihr Nervensystem erstarkt, die körperlichen Kräfte werden gehoben. Warnung: Man verlange ausdrücklich den Namen Dr. Kommet. Dy,

unangenehmen Erscheinungen. Don Bedeutung sino vvr allem auch die mannigfachen Herzbeschwerden, die sich in Herzklopfen, Herzschwäche, Herzangst, Sdimeryn oder schmerzhaftem Druck unö Spannung in der Herzgegend, schwachen, kaum fühlbaren Herz- stößen, matten, undeutlick>en Herztönen uno ähnlich äußern.

Hand in Hand nrit diesen rein physischen Beschwerde)) gehen aber auch mancherlei psychische Bedrängnisse, Die gerade für den Korpulenten gesährlich werden könuen. Es sei hier an Das sich cinsindendc Gefühl ter Gleichgültigkeit, an die notorische Unlust zu jeglicher Tätigkeit (Faulheit), an die sich sletgernDc Energie- wsiglcil erinnert. Der Dickwerdende Mensch kann sich nur sck)wer zu etwas aufraffen. Er wird noch und nach apathisch, träge, bequem, denkschwersällig, ja direft denksaul. All diese Symptome, körper­licher und seelisck?er Natur, sollten ernste Beachtung finden, weil ste Warnungszeichen sind und vielleicht Vorboten eines Schlag­anfalles oder ernster, schwerer Erkrankung. Deshalb sollten diese unschönen Fettansätze sobald als möglich zur Verminderung gebracht weroen, denn sie bedeuten w. g. eine beständige Gefahr für die, Wohlbeleibten. Wie ist dies aber zu bewerkstelligen?

Bisher war die Tropenschwitzkur mit der in den heißen Läw- dern gänzlich anderen Lebensweise die einzige Sin, die bei Korpu­lenz ohne den geringsten Schaden für die Gesundheit ziemlich schnell zum ersehnten Ziele ftihrte. Alle anderen Kuren wie z. B. die Banting-Kür, Die Schilddrüsenkur u a. m. haben, wie ja allgemein bekannt ist, mein schwere Sck)äden im Gefolge. Eine solche Schwitzkur nun aber hierzulande etwa künstlich zu konstruieren oder zu ersetzen, ist unmöglich, weil die Vorbedingung fehlt: Heiße aber ,,freie" Luft. Uebrigens sind ja alle Schwitzkuren für dicke Leute, die mit dem Herzen zu tun haben, sowieso gesährlich, also deswegen zu verwerfen. So dürfte es denn die Korpulenten besonders interessieren, daß es jetzt eine Kur gibt, die zum gleictxn sichern Ziel sühn, wie die genannte Tropenschwitzkur, die, ro;e diese, ebenfalls gänzlich unschädlich ist,, die ober deren unangenehme Schattenseiten nicht hat. Sie erfordert kein lästiges Schwitzen, kein Einhalten eurer besondere» Diät, kerne neue, gänzftch viv»

Gießen, 23. März. Tas Kriegsgericht der 25 Division verhandelte heute in seiner 1. Sitzung gegen den Unteroffizier der Landwehr 2. Aufgebots Wilhelm Heß vom Landwehrbezirt Gießen, um gegen ihn die Degradation auszusprochcn. Er war während seiner Angehörigkeit zum Beurlaubtemtande am ho* vember 1907 wegen Diebstahls zu 2 Docken GesangniS, am a. 3-ult 1910 wegen Betrugs zu 30 Mart Geldstrafe, wem. 6 Tagen Ge­fängnis und am 14. £11. 1910 wegen Diebstahls und Unterschlagung zu 3 Wochen Gefängnis von einem Zivilgericht reckchssrafttg ver­urteilt worden. Gemäß §§ 42 und 37 Absatz 2 Nr. 2 Militarstraf- gesetzbuches wurde ein besonderes Verfahren des Milttargerickchs angeordnet, um zu entscheiden, ob gegen Heß auf Grund obiger Bestrafungen die Degradation auszusprochen ser. Der Vertreter der Anklage beantragte wegen genannter Bestrafungen dre Degra­dation auszusprcckfen, da man einen, wegen derartiger Vergel^ni bestraften Mann im Mobilinackulngsfalle nicht als Vorgesetzten gcbraiKfan lönnc. Das Gericht gab dem Anträge statt und erkannte auf Degradation. Der Angeilagte erklärte, daß er gegen Die Strafe Berufung cinlcqen werde. In 2. Sitzung falte sich der Mustettor Friedrich der 12. Kompagnie hiesigen Regiments, wegen Be- farrens int Ungehorsam vor versammelter Mannschaft und miter dem Gewehr, wegen s>lchtnngsverletzung, sowie wegen Widerfetzung und tällidtcii Sichvergreifens an einem Vorgesetzten zu verant­worten. Dem Angellagten tvar der Rechtsanwalt Römfald als Verteidiger von Amts wegen gestellt worden. Als Sackwerständige waren Professor Dr. Dannernann und Dr. Allendors zugezogen worden. Der Angeklagte war bereits im Herbst 1909 zum breiigen Regiment eingezogen worden: er wurde aber im Herbst desselben Jahres wieder zum Beurlaubtenstande entlassen, da gegen ihn ein Verfahren wegen Zuhälterei eingeleitet worden war, und er dieser- falb eine mehr als sechswöchige Gefängnisstrafe zu erwarten hatte. Auch ist er bereits wegen Widerstandes vorbesttaft. Nach Der- bußung einer 9 monatigen Gesängnissttase war Friedrich wieder beim hiesigen Regiment eingestellt worden. Er wurde als nach träglich Eingestellter mit noch drei anderen Leuten von einem Gei reiten exerziert. Als dieser mit ihm am 1. Februar d. I. Anschlagsübungen übte, stieß der Angeklagte beim Hin leg en den Kolben heftig auf den Boden, mackste ein zorniges Gesicht und rührte auck) sonst die Bewegungen absichtlich falsch aus. Wie er dasselbe noch einmal machen mußte, führte er die Bewegungen wieder absichtlich falsch aus und legte sich schließlich aus Zorn noch zweimal ohne Befehl hin. Nack)dem die Kompagnie vom Exerzieren roeggetreten war, äußerte Friedrich) auf der Stube zu einem Kameraden:Hast du gesehen, wie ich) den Kolben auf- gestoßen habe; ich hätte es doch nicht richtig gemacht." Da der Angeklagte wegen dieser Handlungen Bestrafung sürchtete, wollte er sich umbringen. Er versuchte zuerst sich mit seinem Seiten­gewehr zu erstechen: in Wirklichkeit aber stach er absichtlich zwischen Arm und Brust hindurch. Nachdem ihm das Seitengewehr ab genommen war, wollte er sich mit seinem Taschenmesser erstechen: dieses wurde ihin ebenfalls abgenommen. Hierauf versuchte er aus Dem Fenster zu springen, und als er auch hieran gehindert wurde, versuchte er angeblich seinen Kopf an der Wand einzurennen, wobei

** Sparrassen in Hessen 1909. Im Jahre 1909 waren in Hessen 42 Sparkassen vorfanden, bei denen Ende 1909 vvn 292 474 Einlegern an Guthaben einschließlich Der gutgeichnc- benen Zinsen 337 109 644 Mart Einlagen gemacht worden waren. Im Durchschnitt betrug danach die Höhe des Guthabens des einzelnen Sparers 1152 Mark. Die größten Kajien bc^ stäupen in Darmstadt mit 43 877 Einlegern und 32 010 476 Mark Einlagen, in Groß-Gerau mit 11 763 Einlegern unb 20 016o81 Mark Einlagen, in Offenbach mit 18 717 Einlegern und 17 027 454 Mark Einlagen, inGietzen mit 18 774 Einlegern unö 167294b! Mark Einlagen, in Mainz Städt. Sparkasse, mit 34 6o5 Ein­legern und 40 803 792 Mark Einlagen, Mainz Bezirks Parkas,e) mit 16 211 Einlegern unö 21 353 141 Mark Einlagen, Alzey mit 8571 Einlegern und 14 899 321 Mark Einlagen und Worms mit 10 588 Einlegern und 25 104 193 Mark Einlagen._____________

Utbtr Korpulenz nnii LlisslMlWe nnö über klllsctliilMkmll.*)

Die in den letzten Jahren aufgenonrmenen Statistiken haben e§ bekanntlich ernnckn, daß zumeist sogenannte dicke Penonen von Schlaganfällen gettosfen wurden, und di.-s dürfte denn doch wohl Jedem, dem eine zu ansehnlick)e Leibesfülle bcid>ieten i'l. ernsthaft zu denken geben. Soviel ist ja nun allerdings von vorn­herein klar, jeder Korpulente beobachtet mit Unbehagen bic fort­gesetzt sich mehrenden unschönen 'Ablagerungen von Fett an seinen Dangen, an Nacken, Kinn, Hüften, Bauch usw. Er bemerkt, wie selbst Arme und Hände, Beine und Füße immerfleischiger' (fetter) werden, so daß er sich wie in ein Fettpolster eingehüllt vorkommt. Nun würde sich allerdings mancher Korpulent, schließ­lich mit seinem unschön veränderteii Aeußern notgedrungen ab- sinden, wenn sich nicht bei ihm nach und nach wachsende Beschwer­den eingestellt hätten, die ibn daran mahnen, daß er stch nicht mehr, mir man zu sagen pflegt, auf der Höhe befindet.

Tie Beschwerden der dicken Leute charakteristeren «ich vor­nehmlich in mehr oder minder bedeutsamen und unangenefaicn, ja teilweise sogar bedenklichen Störungen des Allgemeinbefindens wie Atenibcschwerden, Asthma, Stichen m der Brust Truck und Schmerzen in den Nieren, rheumatisckxm und neuralgischen Be- schwerden, Kopfschmerzen, Kopfscfaintel, Ohrensauen, Blutan­drang nach dem Kopfe, Lckstäfrigkeit, Verdauuugs- und Ston- Wechselstörungen, Abnahme der Muskelkraft, abnorm vermehrter ober verminderter Schweiszabfoiiderung, Impotenz, Menuruatwns- ftörungen, Neigung zu Hautgeschwüren (Karfunkeln' und anderen

er jebod) ledesmal seinen Kopf vorsichttg zur Seite bog unb mrt mit der 3dmIter gegen stieß. Scksiießlick) wurde er zum «rjt und später ins La^rett transportiert Dr. Allendor', der den An­geklagten nach dem Tobsuchtsansall untersucht hatte, kam aus Grund späterer Bei'ba.i tnnaen zu der Ansicht, daß der Angeklagte, den Vorfall nur vorgetämcht habe, und er n>egen seiner Hand­lungen wohl verantwort lick'gemacht werben könne. Professor Dannem-rmi der bell Angeklagte,i mehrmals gründlich uiitemufa fattc scknlderte den Angeklagten als eine hysterische Person, Die man wohl wegen her ersten Vergehen, nicht aber wegen der letzteren, die er in einem bnflcriidxu Anfälle begangen fabe, veranLwortlich madxn könne. Demgemäß beantragte der Vertreter der .'lnklafle wegen Befarrens im Ungehorsam, wegen Achtungsverletzung m zwc, Fällen und wegen der beiden Fälle fad Ungcfanamv, brc ich der Angeklagte am 17. März 1911 zu schulden kommen Netz, und ioetoc gleichfalls zum Gegenstände der heutigen Aburteilung gemadrt wurden, auf 2 Monate und 11 Tage Gefängnis zu er- IcniiCTi und 14 Tage der erlittenen Untersuckungsfatt airim-duim. Der Verteidiger beantragte eine Arrcststtase als nngcmeiien M eraditen und die lliteerjuchungsfaft anzuieckmen. DaS Gericht verurteilte ihm wegen Befarrens im Ungehorsam und wegen Un­gehorsams in zwei Fallen zu 2 Monaten Gefängnis urtb nahm non einer Anrechnung der Untersuchungshaft .lbstand «.-cm bat übrigen, ilnn zur Last gelegten Handlungen wurde er imgriimxfan.t Der Angeklagte erflärtc ful) bc-.n, die etrate anzuuelunen.

-reis «lSfeld.

----Alsfeld, 24. Viärz. Die L«mdwirtfchaft4kammer für Heften veranstaltet am Sonntag nachmittag im .Deutschen HauS' hier einen Vortrag über: .Durch welches Grünfutter kann man in diesem Jahre den fehlenden Klee ersetzen?« Redner ist Landwirtschaftslehrer Dr. Lung-Alsfeld.

Kreis Friedberg.

Kirch-GönS, 24. März. Von derLandwirtfchaftS- karnmer für Heften wird am Sonntag nachmittag hier tm Gasthause .Zum Löwen* ein Vortrag über: .Wie soll der Landwirt Geflügelzucht treiben?* gehalten. Redner ist Herr Ph. Södler, Nieber-Gemünden.

L. Schwalheim, 23. März. Unsere so heilbringend wir­kende Löwenguellc wird in die neue im Bau begriffene Trink­kuranlage u Bad Nauheim geleitet werden. Außer dieser Mi- ncralguelle befinden sich in unmittelbarer Nahe berjclbcn ge­legen, noch zwei weitere Mineralbrunnen. Der Gemaniabrunnon, dessen Wasser weithin rnwsendet wird, und der sogenannte Sckmat heimer Sauerbrunnen Alle Drei gehören dem yiskus. Tas Walser des Sauerbrunnen darf von den Dörfern Sckstvalheim, Dorheim unb Rödgeii und der Stadt Nauheim unentgeltlich geholt werden. Auch Friedberg bat bas Reckst, Wasser in Traglasten zu holen, dafür muß die Stadtkassc wlulich an Sckstmsthe'M einige Mark Kom- munalabgabcn bezahlen. Nach einem alten Rechte mußte außerdem, wie es in dem verbrieften Vertrage hieß, dieFriedberger Iudengemeinde einige Gulden" zahlen.

Heften Nassau.

v. Wiesbaden, 23. Marz. Am Leberberq wurde heute vormittag ein mit MusterungSabzeichen geschmücktei junger Dia nn, anscheinend ein Kellner, erschossen auf- gefunden. Die Personalien konnten bisher nicht festgeftelli werden. Es liegt Selbstmord vor.

?lur r<t)l tntl bitlcr Marke dem FUcher dem0rm'«iHen bei Scoillqen Verfahren«.

zu verlangm

nehmen. , , , , , .

II. Der Eikabholungsdrenst hat den Zweck, ge­wöhnliche Briefsendungen im Ortsbestell- bezirk auf Verlangen bei den Absendern durch Eil­boten abholen und bei dem Verkehrsamtc, von dem die Boten entsandt worden sind, Kur.Postbesörderung aufliefern zu lassen. Dieser Dienst wird an allen Orten mit Postämtern eingerichtet. Bei der Anmeldung von solchen Aufträgen, die in derselben Weise wie im Ortsschnelldienst mündlich am Schalter, schriftlich ober durch Fernsprecher erfolgen kann, ist die Stückzahl der ab- zu holenden Sendung.en anzugeben. Die Anmel- düngen sind in Darmstadt, Gießen und Osfenback (Main) ebenfalls an die Telegraphenämter, in Mainz an das Post­amt 1, in den übrigen Orten an das Postamt bezw. Haupt­postamt zu richten.

Es werden erhoben: 1. für die Eilabholung einer Briessendung 25 Pfg., 2. bei gleichzeitiger Abholung meh­rerer Briefsendungen desselben Absenders für die erste Sendung die Gebühr zu 1., für jede weitere Sendung 10 Pfg., .3. bei Zurückziehung eines Auftrags, sofern der Eilbote den Weg zum Wsenoer bereits angetreten hat 25 Pfg.

Vom 1. April 1911 ab richtet bie Postverwaltung ver­suchsweise zwei neue Dienstzweige, ben Ortsschnell- vienst uno ben Eilabholungsbien st, ein

I. Der Ortsschnellbien st gewährt bem Publikum die Möglichkeit, auf Verlanaen gewöhnliche Sen­dungen bis zum Gewicht von 250 Gramm in Brief- und Kartenform durch besondere Boten bei den Absendern abholen und unmittelbar anschließend an die Abholung durch diese Boten bestellen zu lassen. Als Sendungen in Briefform" sind alle verschlossenen und offenen Sendungen anzusehen, die nach dem allgemeinen Sprachgebrauch als Briefe gelten können Die Sendungen sollen in der Regel eine bestimmte Adresse tragendes können jedoch auch unadrcssierle Sendungen zur Bestel­lung übernommen werden, wenn der Adressat mündlich genau bezeichnet wird. Im Ober-Postdirektionsbezirk Darm­stadt kommt der Ortsschnelldienst nur in den Städten Darm­stadt, Gießen und Mainz zur Einführung. Aufträge zur Eilabholung und Eilbestellung, die nur in oer Zeit von 6 Uhr morgens bis 10 Uhr abends ausgeführt werden, können durch Fernspreck)er oder mündlich am Schalter oder schriftlich durch gebührenfreie in den Brief­kasten zu legende oder den Briefträgern mitzugebende Be­stellschreiben angemcldet werden und sind an die Tele­grammabfertigungsstelle der Telegraphen­amt er in den genannten Städten zu richten.

An Gebühren werden erhoben: 1. für die Eilabholung unb Eilbestellung einer Senbung 50 Pfg.; 2. für bie gleichzeitige Eilabholung unb Eilbestellung mehrerer Sendungen besselbeu Auftraggebers an b e n s e l b e n Emp­fänger die Gebühr zu 1. für eine Sendung und eine Zuschlaggebühr von 10 Pfg. für jede weitere Sendung; 3. bei gleichzeitiger Eilabholung von Sendungen desselben Auftraggebers, die an zwei verschiedene Emp­fänger zu bestellen sind, für je eine Sendung an ben zweiten Empfänger bic Gebühr zu 1. abzüglich 20 Pfg.;

gewohnte Lebensweise, kein Verzichten auf gewohnte Bequemlich­keiten. Diese neue Kur,Pitrox-Zehr-Kur" genannt, bewirkt bei rationellen Gebrauch ein allmähliches und vvr allem, gleickmiäßiges Schwinden aller unschönen Fettablagerungen am menschlichen ft'ör* per, ohne (unter Garantie) die Funktionen des Herzens, sowie, der anderen inneren Organe anzugreifen, zu schwächen ober sonstwie schädigend in Mitleidenschaft,;u ziehen. Der günstige Einfluß vvn Pitrox" auf "bie Blutbeschaftenheit ist vermöge der eigenartigen Zusammensetzung des Präparates ein ganz wesentlick)er, wesfalb Pitrox" zugleich als ein wichtiges 'Vorbeugungsmittel gegen bie die dicken Leute ebenfalls ständig bcdrofande Abemverkalkung (Arteriosclerose) angesprochen werden darf. Die Wirkung von Pitrox" setzt mild und allmählich ein, greift aber energisch durch, und eine Kür damit ist unauffällig durchzuführen, ohne daß die Umgebung etwas davon merkt, also auch ohne jegliche Berufs- störung.Pitrox" ist, wie gesagt, garantiert unschädlich, im Ge­brauch bequem und von angenehmem Geschmack. Der Verttieb ist Herrn Dr. M. Prausnitz, G. m. b. H. in Bcrlin-Friedenau A 47, übertragen worden unb kostet bie Originalschachtel 3 Mark (außer Porto). Von zwei Schachteln ab erfolgt Franko-Lieferung.

Auch speziell biejenigen, die ein allmählickies, wenn auch Diel* leicht noch nicht gerabe beschwerliches Stärkerwerden an sich kon­statieren können, die aber rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen zu tteffen wünschen, seien aufPitrox" hingewiesen. Demi wie es bie unschönen Fettansätze zum Schwinden bringt, verhindert es für die Zukunft bei geeigneten Maßnahmen das Entstehen der lästigen Fettansammlungen überhaupt. Für wessen Beruf also Schlankheit mit eine Hauptbedingung ist, für den istPitrox" geradezu unschätzbar.

Fassen wir die Vorzüge dieses hervorragenden und eigenartigen Präparates gegen unschöne Körperfülle denn die Fälle kran^ harter Fettsucfa unterliegen ja immer ärztlicher Behandlung zusammen, so kannPitrox" wohl für die in diesen Ausführungen genannten Zwecke als das nach dem heutigen Stande der Wissen^ schäft beste, erfolgreichste Mittel angesehen werden und sei darum WH G-chranch bestens empfohlen. (D/c

ßüiiöcl

Fran7furt, 23. März. Die Hauptversammlung des Verbandes mitteldeutscher H ol z Händl er e V. be* schäftigte sich in her Hauptsache mit der Abänderung der Satzungen. Es mürbe beschlossen, daß der Vorstand aus dem 1. Vorsitzenden, dem 1 Schri Nüfacr und bem Schatzmeister bestehen |oll. Der bisherige Vorstand m-rb als Ausschuß und ber bisherige Ausschuß als erweiterter Ausschuß geführt. Gewählt würben Karl Frank in Mamz 1. Boi sitzende, H. Fries in Wiesbaden 1 Schrift- jührer und Phil. Krebs in Frankfurt a. M. Schatzmeister, -verner wurde beschlossen, bie außerordentlichen Mitglieder -n einer Be­sprechung einzuladen. In ber Sitzung bes erweiterten Aus>chnsseS vom 17. März wurde der Bescküiiß gefaßt, bte ordentlickwn Mitglieder, bic zugleich Probuzenten unb Grossisten find, zu ver­anlassen, dem Verbände nur als außerordentliche Mitglieder bei- jutreteu. Auf diese Weise hofft die Verbandsleitung ben Eharakter als reiner Platzhändlerverbanb besser wahren und deren Inter­essen wirksamer vertreten zu können. Zunächst soll daher die Ver­bandsleitung versuchen, mit weiteren Firmen ber Grossme i unb Probuzenlen in Skrbüibung zu treten, um biefe zum Beitritt als außerorbentliche Mitglieder unb zur Unterstützung der VerbandS- beftrebungen zu bewegen.____

Nachahmungen aufreben, denn ScottS Emullwn ist langerprobt und bat stch lchon feit mehr all drei Jahrzehnten glänzend bewährt.

C colt« rmulfion wird non uni auiischiiehliHtmgroßen tiertaull. und zwar nie (oje nach «ewichl ober Mal», loiibrrn nut in oerfieaelten Originalflolchen in Norton mit unlerer Schuh- marke rjildjer mildem Dorsch). Geölt * Bowne, ®. m. b. Q. g«intsurt a. M.

Bestandteile: Ftinsler Mediztnal-Ledertran 160,0, brhno Glyzerin bO,O,unlerpho<phorigsaurer flalt «Aunferfbolpbotig- saures Natron 2,0, pulv. Lragant 3,0, seinster arab. Gummi duld. 2,0, Wasser 12»,0. Alkohol 11,0. Hierzu aromatiiche Emulsion mit Zimt-, Mandel- und vaultheriabl je 3 Iropjen.

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Polytechn. Friedberg (Heesen) Institut.

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Ulli). (.Maschinenbau, Elektret ^Architekt, u. Baulngenleurwee. / * Progr. d. d. Sekret. Beginn der Semester : April u. Oktober.

Hr. 72 Drittes Blatt 161. Jahrgang

Knjcijct

Seneral-Anzeiger für (Vberhefsen