Ausgabe 
24.11.1911 Zweites Blatt
 
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sind bei Ärzten u. Muttem beliebt wegen ihres Wohl­geschmacks, hohen Nähr­werts und ihrer leichten

Verdaulichkeit

Knorr- Hafermehl und

\ Reismehl,

Zweites Blatt

16b Jahrgang

Nr. 211

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Heber Teuerung und politif.

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rcht Lage und ring einen Frosch.

In der vergangenen Dockre führte mich mein Weg in die ' Beiter cm. Mil einem verständigen Gastwirte (der anno 1870 71 ! tat ganzen Feldzug mitmachtc und als Unteroffizier zurückkam), rut seiner Frau und einem klugen Landwirte Lun ich auf die

eclc heraus redete. Darum fragte ich weiter:Was halten von dem Wert der Kolonien? Und glauben Sie, daß unser ehen in der Welt gelitten hat?"

Ack was! Mehr Kurasch' wär' besser gewesen, aber

Hreitag, 24- November 19N

Hoiaftonfbrud tml Vertag 6er Gröbliche» UniDtrftiät« - Buch- unb £tetnörudeceL

9t Sengt, ®tefcerv

Aus Hessen.

Bon der <hfitn Kammer.

Darmstadt, 23 Nov. Zn die Erste Kammer, der nack den letzten Bestimmungen außer denausg'^ich- neten Bürgern" nun auch Vertreter des Handels, der Land­wirtschaft und des Handwerk angehören sollen, hat der Großherzog nun aus den ihm oorg^Hrgenen Herren, die

Zum Wahlkampf in Bayern.

Die bayerische Regierung scheint dem Zentrum gegen­über ganze Arbeit machen zu wollen Sie erläßt nämlich eine sehr geschickt und sachlich abgesaßte Erklärung, die daS Vorgehen des bayerischen Ultramontanismus vor dem ganzen Lande nochmals grell beleuchtet:

München, 23. Nov. Tie Korrespondenz Hofsmann veröffentlicht eine Erklärung der Regierung, in der es heißt:

Urbcr die Gründe, welche zur Auflösung deS Landtags ge- fßhrl haben, find in der Ocfjentlichkeil vielfach unzutreffende, ]t nach dem Partcistand punkt von rinandcr abweichende Tor- Heilungen gegeben worden. DaS Wlcicbe gilt von dem an das Slaatsmimllerium gerichteten Allert-öchsten Handsckrccken vom 10 November deS lausenden Jahres Es bestehl deshalb Ver­anlassung, den Sachverhalt in beiden Richtungen nachstehend llarzuslellen. DerGrund fürbic Auflösung des Land­tags lag ausschließlich in der Erklärung des Ab­geordneten Pichler, in dem daraushin geiaßten Beschlüsse des Finanzausschuss^ twm 8. und in btt namens der Mehr-

heUSpartn in der Plenarsitzung der Kammer der Abgeordneten vom 1-1. November abgegebenen Erklärung deS Llbgeordneten Lerne Die Mehrheit der Abgeordnetenkammer machte damit

wöchentl. Hebersicht öer Todesfälle L b. Stabt Gießen.

44. hJocfje. Vom 22. biS 29. Oktober bt6 4. November 191L Eiinvohnerzahl: anqeiioinmen zu 31,300 sinkt. 1600 ^taiui i'hluär ).

SterblichkeitSziiser: 13,30/,

ninb mit drehbarem te und prakilschsteRö^

)6n Hallshalt, rnipfMt

Siehe

Rtbafften. Ervedition und ^nufeteii Bcbul* ftxaBf ? KrvebiNon und Verlag, ew 6L Reödfnorce^w 112. teL-VlbL;iln4Cteer*ie|m

einen Krieg verhütet, hat auch Schlachten gewonnen. An Kolonien muß ctivas Gutes fein. Die Großmillionäre sollen

tHe FamtNendläNer- werden dem

«normal n>öd>enili<t> betg»leflL das

Mrtltblen fir de, Kreti Oietzen" ireeimal wöchentlich Tielondwirlschattllchei, Lett- ftegto" erscheinen monatlich zweimal.

Erwachsene: tm

L Lebensjahr:

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tück verkauft.

Marokkoernte" zu sprechen.DaS haltet ihr von der Grickicktc?' 'ragte ich. Tie drei Leute (also auch die Wirtsfrau) hielten nick: hinter dem Berge, sie sprachen sich offen ausD.r Reichskanzler ist lern Bismarck, so einer kommt nur alle tausend Jahre," ant­wortete der DirkTer Halle sich niebt so anrempelnassen, roi Velhmann von Win unb London nu? an gerempelt worden ist Ter Bismarrck hätte feine größte Feuerspritze Vorfahren lassen und hätte die zwei bocksbeimgen Emgländ.r angespritzt, daß ifmcii Sören und Sehen vergangen

alles so verheimlicht hat," fiel der andere Landwirt ein^war auch !cin Kunststück Es gibt tausend gescheute Leut in Teutschland. ?ie etwas zu reden wissen und der Rerä-Skauzlcr brauchte nur so ein paar Bemerkungen in seine Zeitung setzen zu lassen, bann bekam er Antwort. Das mich dabei ärgert, ist: jetzt kommen Die widerwärtigen Engländer wieder gekr^clwn und tun gl au und zart wie ein barfüßiges Kätzchen, alles soll Lieb und Freundschaft

d i se bockSbeinigen Schacht rc i <; lei Völkern gemacht. Tic Engländer sind unsere größten Feinde ' Vielleicht Hal der Reichskanzler gedacht: Viele ftödx verderben sie Suppe," antwortete der Wirt.Aber einer allein läßt sie anbrenmn?" entgegnete seine Frau, da war er kurz abgeblitzt.

Nach einer kurzen Pause begann die Wirtin wieder:Einer allein kann nicht alles wissen und der Reichskanzler hat dic Sach halt nit besser verstanden."

Frau Wirtin, Ihr habt einen merkwürdigen Gedanken aus­gesprochen," fiel ich ein.Es sind gerade 45 Jahre her. Wir ;af cn im November 1866 bei der Gastwirtin Mitsch in Unter Hambach und tranken von ihrem 1865 er großartigen Wein, den Schoppen zu 12 Kreuzer ----- 35 Pfg. Tic Wirtin erzählte: ihre .Butterfrau fei bei der Frau Baronin N. N. gewesen, deren Gemahl die Schlacht bei LaufachFrohnhofenAschaffenburg geleitet habe und retirieren mußte. Darüber würde er so sehr angefeindet, vvn allen Seiten Die Butterfrau aber tröstete: Unsere Leute send nicht so gehässig: sic sagen: der General habe die Sach' nicht besser verstanden. Da war seine Fran Gnnahlin beruhigt."

Ter andere Zuhörer fragte jetzt:Sag' mal Konrad, hält' der Rcicktskanzlcr Krieg hcrbcifnhren sollen von wegen Marokko ?" Tcr Wirt antwortet.':Ich war 1870/71 dabei, in Anou^ la Grange und Vcrmvillc lagen, Mann neben Mann, auf Stroh unter frei m Himmel gebettet, unge ihr 380J verwundeten lagen in einer Baracke. Dort kommandierte der Oberstabsarzt Tr. Fuchs, den sie wegen seiner gewaltigen Stimme Bär" nannten. Noch gräßlicher war es bei Malmaison, einem großen, i'teincrncn Hofgu.Sgebaudc bei Gravelotte. Hunderte von verwundeten Franzosen hatten sich hineingeflüchtet. Das schloß- artige Anwesen ist von einer kle.nen, mit Staketen besetzten Mauer umgeben Hinter dieser lagen, Mann neben Mann, die Franzosen, die ihre EhassepotS aui.cgen und genau zielen konnten. Alle Angriffe der Deutschen scheiterten, reihenweise fielen sie um, biS endlich Artillerie kam, das schloßartige Gebäude in Brand schoß und Hunderte von verwundeten Franzosen elendig­lich zu Grunde gingen. So sieht es im Kriege ans. Wenn ein Krieg in anständiger Weise zu vermeiden ist, soll man es tun. Im Jahre 1870 war cs unmöglich, da wurde König Wilhelm chwer beleidigt und Deutschland sollte unterjocht iverdcn. To - nußle gerodjen werden. Diesmal rst es anders! Der Reichs­kanzler mußte einmal tapfer ausstampfen, mußte Kurasch' zeigen, da hatte ganz Deutschland mächtig Hurra! gerufen und die Kniffe und Pfiffe der Franzosen wären zerstäubt worden, die Hetzereien der .Engländer wären verstummt: weil jeder gesagt hätte: die Franzosen werden eirtsetzlich verhauen und hätten die Zeche bezahlen müssen, denn ihre Organisation, ihre Schiffe, ihre Schiffsleute und ihr 'Pulver sind keinen Schuß Pulver wert. Tie Engländer hätten uns Schaden an unserer Flotte und an unseren Kolonien getan, wofür wir sie doch mit blutigen Köpfen, pber nicht besiegt, hrimgefchickt hätten. Das ist meine feste Uebcr- zeugung, dafür will ich leben und sterben."

Mit großem Interesse hörte ich dem Manne zu ohne ihn zu unterbrechen, ich bekam die Ansicht, daß er aus der Volks-

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re-nur : ^nö,41^' . " |

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oderhefjen

ihre Buden hinschicken, daß sie etwas lernen, ist besser als ge» lobbert. Wir gelten noch unseren Batzen bri den Völkern. Ich lese jeden Sonntag dasSonntagsblatt", darin sand ich, daß cs jetzt bei uns hergeht, wie vor 400 Jahren. Amerika war entdeckt worden, ungeheure Reichtümer kamen nach Europa, eine neue Religion wurde gestiftet, der Aberglaube ivurbc vertrieben, alle 400 oder 500 Jahre kommt eine Uimvälzung, das sieht man auch an den Kreuzzügen, an der Völkerwanderung, an der Er­scheinung Christi und an der Zerstörung Jerusalems."

Das haben Sie gut gemacht. Sie sind ein belesener Mann, der Augen und Ohren offen hält. Was halten Sie denn von der jetzigen Lage? Bon der Teuerung'? Von der nächsten Zeit?" fragte ich.Ich will ganz aufrichtig meine Meinung sagen," lautete die Antwort:Vor einigen Wochen las ich in einem alten Bucke, da steht darin, wie die Leute in Bapern über die ersten Eisenbahnen dacht eit. Zwölf Fuß hohe Bretterzäune mußten nebenher aufgerichtet werden, damit die Leute in der Bahn nicht heraus und d,c braunen nicht herein schauen könnten, sonst würden sie verrückt von der Schnelligkeit und die Irrenhäuser müßten verdreifacht werden .Das beste Pferd könne in einer Stunde keine sechs Stunden auf die Dauer laufen. Wieviele Stunden Kaufen aber jetzt die Blitzzüge? Die vorn chm en Weiberleutchen macken jetz ganz kleine Schritt» chcn, wegen ihrer engen Röckchen, sie führen die Männerleutchen aber dock am Gängelbändcken, weil sie klüger find. Nehmen Sie nickt übel, daß ick solches Zeug klawatsche, aber ick mache so meine Betrachtungen und freue mich, wenn ich einmal darüber reden kann. Die Italiener stecken in der Klemme und können nickt heraus. Unsere Geschäftsleute sind mit ihrer Geschäftslage zufrieden, an Geld fehlts nickt. Ich werfe alles durcheinander, aber das geht so, wenn ick mich einmal aussprechen kann, nehmen Sie nicht übel, für gewöhnlich bin ick maulfaul. Tadeln ist leicht, ab.r besser machen ist schwer. Nun batten wir auch nock ein Erdbeben gehabt und die Wetterpropheten haben einen frühen, strengen Winter prophezeit. Ich warte es ab, wie die Hanauer Gelberübeweiber. Unsere Base im Vogelsberge, die 86 Jahre alt wurde und jeden Witterungswechsel einen Tag vor­her in den ©liebem spürte, pfteate zu sagen:Ei jo, däi Wcarrcrmachcr vrophezeibe doas Dearrer ganz richtig, awwer ons Herrgott läßt es nor manchmol annerft funrme?" Ich glaube, daß keiner fo leicht Krieg anfangen wird, die Verantwortung ist iu groß. Das in Affen und Afrika getrieben wird, darüber brauchen wir uns keine grauen Haare wachset zu lassen.

Wir erhalten folgende Zuschrift:

Vor ungefähr 4 Wochen sandte ich Ihnen einen Beitrag über Bodenerträge, Nahrungsmittelprcise und Aricgsausncktcn, wobei auch dieMarokkoernte" berührt wurde. Vielleicht ist es Ihnen nicht unerwünscht, die Sache etwas weiter zu^bebandeln, ipal wir in der Zeit und in den Verhältnissen einen Schritt vorwärts ge» kommen sind. . , .

So viel ist gewiß: Die Furcht vor aroger Neuerung dar grünem sich nachgelassen. Die Händler vom Lande baden die ängstlichen Städter kräftig ausgenutzt. Für Zwiebel verlangten sie 14 Big. das Pfund: Lauck, Sellerie, Spinat und dcrgi. mehr mutzte m,t Silber aufgewogen werden linier den Kartoffeln sanden nck ickleckstc. Darum:beporab du deinen Beutel auftust, tue deine Äugen auf! empfiehlt das aus dem Jahr 1572 stammende treuliche Solmssche Landrecht.

Unsere Ansicht, daß die Furcht vor Hungersnot übertrieben )et. Wat sich als richtig erwiesen Der Herbst ist mild geblieben, bis <uf zwei Frosttage, ine nickt schadeten. Warme Regen smd nieder- begangen, nickt platsckig und llatfdng, sondern fein und ruchg, an wahrer Segen. Die Wintersaaten geben hübsch auf: ^pat ttkmüse: Rosenkohl und Winterkohl sehen prachtvoll aus: f.rtlb* alat konnte immer nock gesät werden, die noch nicht geernteten -Zuckerrüben haben an Menge uiid Güte gewonnen und last Tie Metzger hätten ihre Daren beinah im Preise

Vorsitzenden der drei Bereinigungen üvmmcrzicnrat Tr. Bamberger-Mainz für den Handel, Geheimrat H a a 8 für die Laudwirtschat und Gewerberat Fa l k - Mainz für das Hattdwerk berufen Für die Universität Gießen wurde wieder her seitherige Vertreter Geh. Iustizrat Dr. Schmidt- QJicftrn und für vie bisher nicht vertretene Techn. Hochjchule der Ord. Professor Geh. Baurat A. Ko ch - Darm­stadt |ur die Tauer deS 35. Landtags berufen.

Als lebenslängliches Mitg.ied lütt bet Groß- Scr^og den Oberbürgermeister Dr. Emil Göttelmaun« Mainz ernannt.

Arbeiter beweg«ng.

Ein Ausstand in brr I arnrntonrrftion.

Berlin, 23. 9lou. Ter acttcrn beschloßene AuSstand der 3iDilctiniinctfier. Arbeiicr und Arbeiterinnen der Berliner lamen« ioiifthioii ist nnnmetn in Urast geiieieiu Von den beschäutgten 6U-4)' Peisonen flieift der größte Teil. Verlangt wnd ein n e u e r V o l) n I a 11 f 1 ü r mehrere Jahre T te Ausständi» en hefdtloneii, Streikposten awznstellen, besonder- in dem so- acnannicu Koii'ektionspiertel, um das Vielem und Abholen von ißaien zu verhindern.

Oerinifcbte».

* T i e Strecke deS modernen NimrodS. Eine Nckordleistung in der Erlegung afrikanischen Großwilde« bat der bclanntc Jäger F C. Selous vollbracht, vvn dem ?:c englische Zeitschrift Eountrn Life sagt, daß er größere Mengen afrikanischen Wildes erlegt habe als irgendein anderer Weißer. In den Jahren von 1870 bis 1900 hat er 106 Elefanten, 175 Büffel, 30 Löwen, 23 weiße und 36 schwarze Rhiiiozerosse, 65 Enraffen und 118 Elcntierc erlegt. Diese Wildmengen hat Selons nicht etwa mir zu seinem Vermachen erlegt, sondern, mit AuS- nalmtc der Elefanten, bei denen es besonders aus den Wert der ^auer antam, war das Fleuch für ihn und die große Anzahl Eingeborenen, die ilm auf seinen Jagdeii begleiteten, zur Nahrung notweiidig. Tie Felle der Tiere bilden einen Teil der groß­artigen Sammlung, die dieser moderne Nimrod zusammengebvacht hat und dic einen sehr hohen Wert besitzt.

ff. Der Tenor a 1 s Kuhjung«. Arkadiens goldenio Tage kchrcn wieder! Wie in den schömn alten Zeiten soll auch heute dic friedliche Herde mit Gesang und SckralmeienNang ge­weidet werden. Eine englische Zeitung enthielt nämlich kürzlich lochende Annonce:Es wird gesucht ein junger Mann znm ünhliüten Er muß einen schönen Tenor haben, und süße melo­dische Lieder singen können, wahrend er die Tiere weidet " Viel­leicht erwartet man von der Musik, wie man eine Verbesserung i es Haarwuchses von ihr erhofft, daß sie auch auf die Milch- produktion der Kühe vvn günstigem Einfluß sein könne. Aber iric dem auch fein möge, Gesairgslalenten bietet sich hier eine reiche Zukunft.

Märkte.

fc. Wiesbaden, 23. Nov. Heu- und Strohmarkt. Angelahren waren 7 Wagen mit He», und Stroh. Man notierte: \)eu 9.60U0.UO Mk., Stroh iRicktstroh) 6.20 6.00 'l'lt. Iruck t mar11. Haier 18.6019.20 Mk. Alles Hir 100 stilo.

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solches Recht steht dem Landtage gegenüber einem Minister nicht z u. Ter Landtag hat die verfassungs

ßige Verpflichtung, mit den von her Krone bestellten Ministern zu verhandeln Er darf es nicht ablehnen, mit einem Minister, sei eS im Plenum, sei öS in e;"em Ausschuß, in Bc ratung zu treten. Bei dem Vorgehm der Mchrheckspar i baute i e- sick nickt mehr um eine im Ermessen des Parlaments lie

i bei G>ist- s:sorbming Die Liellungnahmi i'Zchri it 'pari i kann vielmehr nur als Abbruch der B^he.nblung^n m Fiiianzausscluisse nut dem Verkehrsminister auf unbefhmmt( jZrit ausgcjaßt werden Hiernach wollte die Zentrumsfraktiou mc Verhandlungen im Finanzausschüsse mit dem Pcrkehrsministcr trft dann wieder aufnehmcn, wenn die Staatsregierung sick zu bi Erklärung verstandet haben nriirbe, die ihr, zumal nach dem k hrsminister schwer i rletzenden Vor gang im Finan - s. vom Noveml i nicht angesonnen werden tonnte

i. »Ituisse lagen mithin fo, t d Fortsetzung der Finanzaiisschußverhandlungen mit dem Verkehrt Minister bis zur Ersüllunq einer Bedingung verweigerten, die bou vornherein als unerfüllbar angesehen werden mußte Eo h'enig nad) der Berfassung die Bewilligung des Bud eine Bedingung geknüpft werden kann, ebenso wenig darf dic ii.iin bei dem ßanbtag von der Verfassung unemgeschränkt auierlcgtfii Verpslichtung, das Budget zu beraten, von einer Bedingung abhängig gemacht werden. Eine solche Bedingung halb als mit der Verfassung nicht im Einklang stehend ttit allem Nachdruck zurückaewicfen h>erben, schon vm einem derartigen unzulässigen Vorgehen nicht den Weg zu innen. Aus der Geschickte des bayerischen Landtags ist kein Fall bekannt, wo ein solches parlamentarisches Kampfmittel an c-wendet worden wäre: selbst In den Zeiten, in denen dic poli - n Gegensätze »wischen bei Regierung und der Volks Vertretung aufs höchste gesteigert waren, wurde z u diesem Mittel nickt gegriffen. Tic Staatsrcg,eruny, bic sich ihrer vollen Verantwortung bewußt war, erwog die gewichtigen Bedenken, die gegen die Auflösung des Landtags sprachen, reiflich und entschlotz sich nur schwer erst dann zu diesem Eckritt, als nach der Erklärung des Abgeordneten Lerno am 11 November eine Verstäickigung und damit eine gedeihliche Fort­führung der Geschäfte ausgeschlossen erscheinen mußte Tie öabrung der Staatsautoritat unb die Wahrung der verfassungs mäßigen Stellung und der Rechte der Staatsregicrung zwangen d,c Staatsregicrung, das einzige Mittel zu ergreifen, das die Verfassung dem Parlament gegenüber für solche Fälle an die Hand gibt. Von irgend eütrr polli tischen P a r t e i st r ö - m u n g wurde die etaatäregicruna bei ihrer Entscheidung i n keiner Weise beeinflußt. Die notwendig gewordene Auf lösiing des Landtags steht demnach keineswegs, wie dies in der Oeffentlickkeit bclyauptet wurbe^ mit der angeblick geänderten Stellung der Regierung zur Sozialdemokratie im Zu- iamm.nhang Bei Beurteilung der Besttebungen dieser Partei gebt vielmehr die Staatsregierung selbstverständlich nach w,e vor mit bei überwiegenden Mehrheit der Volksvertretung des bäuerischen Volkes Hand in Hand. . .

Die Erklärung erwähnt am Schlüsse ein Uandickreiben des Regenten an den Freiherrn von Podewils unb vermerkt hierzu: Las verschiedentlich in hie Allerhöchste Bottckatt hinelngelegt wurde, ist tendenziöse Erfindung, insbesondere ist es unrichtig, ircnn jetzt behauptet wird, daß das Handlckre.ben den Anstotz der im Sinne der Auflösung des Landtags gefallenen Ent- ichlicßung der Regierung gegeben habe

Tas wird dem Zentrum sckwcr zu schlucken geben. Zudem. Die Zeiten für einen Kampf gegen das Zentrum und günstig, nicht nur, weil es dem schwarzblauen Block angelwrt, sondern auch weil der neueste Wirtd aus Rom die Segeln der Liberalen zu füllen geeignet ist.

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Summa: 8(3)

hinsichtlich der Fimmzausschußver Handlungen gegenüber dem hinzu besonders eingelabciren Bcrkchrsrnmisler, wie sich die Presse au.ckrückie, vom Hausrechte des Landtags Gebrauch. Ein

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Anrn.: Tie in ftlammcrn gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden ftrankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

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Nebler Geruch ans dem Munde. Fast stets haben Menschen mit schlechtem Gebiß auch Übelriechenden Atem DaS Unbehagen bei einer Unterredung mit solchen Menschen ist häufig so stark, daß es abstoßend auf unS wirkt. Man mag mit diesen Leuten nicht gern au tun Haden Beruf, Karriere und Stellung können dadurch in hohem Maße beeinträchtigt werden; auch leidet die Geselligkeit meist dar­unter. Tägliches, zweimalige- Putzen der Zähne mit Kosmodont- Zahncreme mit aktivem Sauerstoff (Tube 60Pf.) beseitigt den üblen Genick. Zn allen einschlägigen Geschäften zu haben. Probetube gratis durch die Kelberger Anstalten für 6fterilultur, Ostseebad Stolberg.