Ausgabe 
29.9.1911 Zweites Blatt
 
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Nr. 229

Zweiter Blatt 161. Jahrgang

txfcfcetnt täglich mit Ausnahme de4 Sonntag«.

Tte w«e|tnct jfaetilleibiatter- werden dem 1B ix Bg PF /I i^X 4^ .Anjetaer^ »ierrnal wöchentlich beigelegt, da« 1 » Ä, Z J I S Gl I 6 3 H

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wöchentlich. Die ..randwirtschastllchen Seit- « e

fragen" erscheinen monatlich zweimal. General-Anzeiger für Oberhejsen

Freitag, 29. September 19U

Roranonsdruck und Verlag der Vr2blichen UnwersuälS - Buch- unt* EteinbrudatL SL Lange, Sieben.

Redaktion, Expedition unb Tntcferei: Schul- Brave 7. Expedition imb Verlag: M.

Redaktion: S-^l 12. Tel.-Äbr.'Anie»gerS»eben.

Apolitische Tagesschau.

Zur Srleichleruag der zollamtlichen Abfertigung der Reisegepäcks schreibt Man uns:

Gegenüber den zahlreiche Wünschen aus Erleichterung der zollamtlichen Abfertigung bet Reisegepäcks an der Grenze hat sich das NeichSeisenbahnamt erneut verpslicktet gefühlt, mit den benachbarten Zollverwaltungen Dcrhanb- lungen anzuknüpscn. Mit den meisten Ländern, mit Aus­nahme von Rußland, ist vereinbart worden, daß an der Grenze bei allen Schnellzügen das Handgepäck im Zuge revidiert wird, das eingeschriebene Gepäck einer Revision erst am Reiseziel unterzogen wird, wenn aus der betreffen den Station sich ein Zollamt befindet.

Deutscherseits ist auch der Vorschlag gemacht worden, tin einheitliches internationales Gepäckschein- Muster einrufiihren. Eine einheitliche internationale Re­geluna der Zollabfertigung für Reisegepäck läßt sich tndeS nicht durchführen. Im Versehr mit Oesterreich und Schwe­den ist es jedoch gelungen, alle erdenklichen Erlcichtcrungcrk für die Reisenden einzusührcn. So kann man jetzt sogar in München bei einer Reife nach Tirol sein eingeschriebenes Gepäck bereits von österreichischen Beamten revidieren lassen, so daß eine Grenzkontrolle fortsällt.

Deutsche» Reich.

Ter Kaiser nahm am Donnerstag vornnttag aus Jagd­schloß Rominten den Vortrag des Vertreters des Auswärtigen ?luNS, Gesandten .Freiherrn von Ienisch, entgegen.

Auf dem ZentrumSparteita g für den Regierungs­bezirk Aachen hat der Landtagsabgeordnete Tr. Bell be­hauptet, daß bei den Reichstagswahlen 1907 von sozialdemo­kratischer Seite dem Zentrum ein Wahlbündnis angeboten worden sei und daß das Zentrum das Bündnis ein­blütig abgelehnt hätte. Diese Behauptung weist, wie uns tefc- gravlnsch aus Berlin gemeldet wird, der Parteivorstand der sozial­demokratischen Partei als unrichtig zurück.

' Tie Bürgerschaft von .Hamburg hat fall einstimmig beschlossen, den Senat zu ersuchen, beim Bundesrat darauf hin zuwirken, daß alle Verbote und Grenzsperren, soweit solche nicht durch sanitäre Maßnahmen uubcbuigt geboten sind, beseitigt und die Zölle aus notwendige Nahrungs- u n b Futtermittel sofort vorübergehend ausgehoben oder ermäßigt werden sollen, ferner daraus hinzuarbeuen, daß zum kommenden Frühjahr unter Beachtung ausreichender bcicrinär- pvlizcilicher Maßregeln die Einsuhr von 9iinbent zur Feltgrä'ung gestaltet und auch sonst die für die Fleisch- und Viehnisuhr bestehenden Vorschriften^ erleichtert werd n. Gleichzeitig ersuchte die Bürgcrsck)ast den Senat, Mißnahmen für die immittelb.irc Versorgung der Hamburger Bevölkerung nut billigen Seefischen »u treffen.

Ter Baterländis ch c F r a u e u - B e r c i n hat aus .Anlaß der hundertjährigen Wiederkehr des Geburts­tages der Kaiserin und Königin Augusta (30. Sept.) zur bleibenden Erinnerung an seine Begrün­derin einen Kaiserin Äugusta-Fonds gestiftet, der der Be­gründung und Unterhaltung von Gemeinbepflegestationen sowie der Förderung des schwestcrnwesens dienen und so zur Ausgestaltung der Einrichtungen beitragen wird, die der Heirngegangrnen besonders am Herzen lagen Ter Kaiser und die Kaiserin haben für diesen Kaiserin-Augusta- Fonds ein gemeinschaftliches Geschenk von zehn­tausend Mark bewilligt.

Ausland.

Der französische Marine Minister erklärte bei seiner Rückkehr nach Paris, bafc die bei der Explosion derL i - b e r 16" verletzten 130 Mann außer Gembr seien. Tas Schick- sal von etwa 20 anderen Verwundeten sei noch ungewiß. Tie KreuzerVsritö" undTömoeratic" werben in zehn Tagen, Rspublicnie" in zwei Monaten wiederl-ergestellt sein.

Tas französische Marine mininerium erklärt eine Nachricht, daß der TreadnoughtVoltaire" gestrandet sei, für Erfindung.

Tie Wahlen zur m o n t e n c g r i n i i dj c n Skuvschtina sind ruhig verlaufen und haben eine große Mehrheit für die Regierung ergeben. Alle Minister wurden gewählt.

Aus Peking wird gemeldet: Dem Vernehmen nach setzte sich Prinz Ehing nut Wissen des Regenten mit Puanschikai in Verbindung, unt ihm die Uebernahme des Vorsitzes im Kabinett anzubieten.

Lin Angriff auf Täbris.

Täbris, 28. Sept. Schudscha ed Tauleh yriff Täbris von vier Seilen an. Die Fidai leisteten tapferen Widerstand. Ter Kampf wurde abends ergeb­nislos eingestellt. Tie Reiter Schudschas verließen die von ihnen besetzte Voritadt Schambasan und zogen sich in ihre frühere Position bei Karamelik zurück. Tie beider­seitigen Verluste sind gering.

Teheran, 28. Sept. Ter frühere Schad soll nieder Nähe von Asterabad mit 400 persischen und russischen Tut fontanen den lurkomanischen Medschlis-Abgeordneten Adina Mubanal Khan gefangen und getötet haben.

Kirche und Schule.

Die theologischen Strömnngen in Hefs en.

Wir erhalten folgende Erklärung zur Veröffent­lichung :

Aus unseren Protest gegen das Svruchkollegium und leine Entscheidung im Falle Iatdo haben 16 9 hessische Pfarrer nebst 18 emeritierten Geistlichen des Landes eine ausdrücklich gegen diesen Protest gerichtete Kundgebung verönentlicot und al» Flugblatt zu verbreiten gesucht, die nach der Form ihrer Em leitung geeignet ist, irreführende Vorstellungen zu erwecken. Daraufhin erklären wir:

Wir weisen die Unterstellung, als stünden wir mit inneren religiösen und theologischen Itebmenguiigcn nicht fest aus dem Boden des biblischen Christentums, entschieden mrüd.

Desgleichen die andere, als seien wir nicht gewillt, den Bekenntnissen unterer evangelischen tiirdie die Treue zu Hau.n. (NB. Ein Bekenntnis der cvang. Landeskirche in öc 1 n gibt es nicht!)

Wir haben fr. Zt. in unserem Rundidireiben an alle hei fischen cvang. Pfarrämter ausdrücklia) und unzweideutig erklärt, daß wir für Jatho's Theologie uns nicht einsetzen.^Unser Protest richtete und richtet sich gegen die Einrichtung de» Spr-.:^ foUcgimn» überhaupt und gegen bi. 21 rt und Weife de» Borg: .» in dem Falle Zalho insbesondere, die wir als mit dem Geiste des biblischen Christentums und mit dem

Sinn der evangelischen Bekenntnisse unverein­bar erachten.

Uns bewegt die Sorge ;ür unsere evangelische Kirche, die wir von der Gefahr bedroht l'ehen, aus katholische Ab- wcOe ui geraten, in Widerspruch mit klaren Worten 3du und feiner Apostel und in Abirrung von dem Wege, der ihr durch Jesus, Paulus, Luther vorgeze-chner ist.

3m Austragi Freundlieb-Vilbel, Lie. Fuchs-Rüsselsd im a T? . Ritter-Friedberg, Rückert-Tarmstadt, Zaubitz-Bensl'.-im.

Tem Protest der ursprünglich >7 hesnschcu Geistlicheit find noch weitere 9 und bann in c.ncr besonderen ftnnb» gebung noch weitere 28 beigetreten.

85. Dcifammlung deutscher Natursorscher und Aerzte.

Karlsruhe, 28. Sept. IV.

In bar heutigen Geschäft;tzu«a der Gesellschaft Deutscher Naturforschar und Aerzte teilte Professor Freu Würzburg mit, bar, bar Äorstanb beschlossen l-abe, am Sarge des Großderzogs Friedrich I einen .st ranz nieder zulegen Dann wurde die Ant­wort des Kaisers auf daS HuloigungStclegramm verlesen.

Als Versammlungsort für 1912 wurde Münster i. D. ge­wühlt, zu Vorsitzenden wurden bestimmt Professor Rosem a nn (Münster) und Professor Buß Münsters

Der geschZstrführend' Sekretär Professor Tr. Rassow Leipzig) erstattete den Kassenbericht, auS dem h chergibt, daß das Vermögen der Geselli.ßait im Wachsen begriffen ist und daß zum ersten Male ui größerem Umfange aus den Mitteln der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Aerzte für wissen- schastlichc^Arbeiten Unter ftiinungcn gewährt werden konnten Die Fränkel-Stistung ist auf 137000 Mark angewachsen. Darnach wurden BorstandSwahlen vorgenommen.

Im Ansclluß an die Geschäftssitz.nig trat in b.. Aula der Technischen Hochsctiule bi * nnt ' 'i. .' ' »nd die mebui-

nischc Hauptgnippe der Gcsellschast zu einer Gesamtsitzung zu­sammen, in welcher Prosenor a r t n iOic h e n überB a u und Leistungen der elektrischen Organ e", Professor W. SicbcrS (Gießen) überT i c heutige und frühere Vergletscherung der >.:. * v. ischen >iordil

l ereti" und Professor Arnold ^Karlsruhe) überDaS magne­tische Trehseld und seine neuesten Einwendungen" sprachen.

Auch die Abteilungssitzungen wurden fortgesetzt

Heber unsichtbare Strahlen sprach Geheimrat A. R e m c l e (Eberswalde).

Tr. Schulz Hamburg) mochte eine Reihe von Bemerkungen jurSo n n en p h y s i k". Die Ansicht, die Sonne und alle iclbftleuditenben Weltkörper müßten vollständig gasförmig fein, entspreche nicht mehr den bmdiJgkn Anschauungen über die Sonnenlemperattir. AlS man diese auf Millionen von Graden schätzte, war die Gasbalttlnorie berechtigt, nachdem man diese Schätzungen auf 5 bis 6000 Grad ermäßigen mußte, ist die An­nahme eines nur tropfbar flüssigen Sonnenkernes wieder die berechtigtere.

Professor Tr B. Schmid tZwi ' 'n 'v-rh über d Praris b e 5 biologischen Unterrichts Tic biologischen Pro­bleme sind nach seinen Aussührugen nicht nur das lebendigste und spontanste Verlangen ccr .nigc.id. wir bcbürien fotdier krüiich philosophischer Betrachtungen, dan.it die Schüler nicht dogmatisch angelegten Systemen, wie etwa dem Materialismus, verfallen Wtr benötigen sie, um wohlbegründeten Forderungen von Fach­männern, wie von Lehrern v.rschiebcnster Fakultäten nachzu­kommen.

Tr. Schmauß München sprach überTie ®a5tcm be­rat u r des Freiballons"

Tr. Molts o'r (Dresden) berichtete über eine neue Methode zur quantitatiocn Prüfung des Farbensinne S. Abweichend von den bisher geübten Methoden läßt der Redner auf einer schwarzen Unterlage mit Farbe überzogene .startonstreifen fort ter eit in den vier Farben rot ,gclb, grün und blau, wobei icbe folgende Nuance 70"< deS Farbgehaltes der rorhergehenden besitzt. Es läßt sich so die Grenze bestimmen, bis zu welcher der Untersuchte eine Farbe richtig erkennt Solche Unteriuthungen hatten das Ergebnis, daß der Farbensinn der Frau sich insofern r-vn dem des MattneS unterscheidet, als bei der Frau die Empfindung für rot mehr zurücktritt, während blau am besten erkannt wird.

Stadtbaurat Manch sprach über ,Feuer-

b c ft a 11 u n g". ________________________________

Slurfdiäötn.

Nachdem die Herbstübungcn des 18. KorpS vor acht Tagen ihr Ende erreicht haben, treten nunmehr die 2lb- schätzungskommissionen wegen der bei den Manövern ent­standenen Flurschäden in Tätigkeit. Der Gang der Ver­handlungen ist folgender Gleich nach der Truppenübung fordert der Ortsvorstand die Eingesesfenen zur Anmeldung der Entschädigungsforderungen auf. Die Anmeldungen werden vom Lrlsvorstand oder der sonst zuständigen ^ivil- behörde zusammengestcllt und der Abschätzungskommtssion bei ihrem Eintreffen vorgclegt Ter Ortsvorstand sowie die Beteiligten müssen bei dem SchätzungStermin anwesend sein. Die Beschädigten haben unmittelbar nach eingetre­tener Beschädigung die Entscheidung des Lrtsvorstandes darüber anzurnsen, ob und inwieweit die Abcrntung der beschädigten Felder cinzutreten hat. Ter Ortsvorstand hat die Abernrung anzuordncn, tniowei: beim Verbleiben der Früchte auf dem Felde ein höherer als der durch die Truppen verursachle Schaden entstehen würde: namentlich also bei Früchten, die dem Verderben ausgefetzt sind. Ordnet der Ortsvorstand die Abernnmg vor dem Eintreften der Abschätzungskommtsston an, so hat er sofort in Gemeinschaft mit zwei unparteiischen Ortseingesessenen den Stand der beschädigten und abzuerntenden Felder,^ die Menge und die Beswaskenheit der übrig gebliebenen Früchte und deren etwaige weitere Verwendbarkeit (X B als Viebsutter» und den sich hiernach ergebenden Umfang des Schaven., nicht aber die Höhe der Entschädigungssumme fest zu stellen, lieber den Benind ist der Abschätzungstemmii'ston Mitteilung zu macken. Ist der Ortsvorstand selbst der Beschädigte, so muß er die Notwendigkeit der 9(bcrntunq vor bem Gin treuen ber Abschätzungskommifston sowie ben Untsang des Schadens durch zwei unparteiische Zeugen festftellen lassen Beschädi­gungen, die nicht durch die Truppenübungen selbst, sondern dadurch entstauben sind, daß die Beteiligten oas rechtzetttgc Abernten unterlassen Haben, begründen keinen Anspruch aus Vergütung Arbeiten und Aufwendungen, von denen die Beteiligten gewußt haben, daß sie durch die Truppen­übungen der nächsten Tage zerstört werden mußten, bc; gründ.'n einen Anspruch auf Schadloshaltung --leichtalls nicht. Die Feststellung der Vergü nug für bie brrd) größere Truppenübungen entstehenden Flurschäden t>l dn.iu .'.oni- tnissionen zu bewirken, welche je aus einem ^ommiisar

de. beteiligten. Landesregierung, einem Offizier, einem Mtlitärbeainten, zwei Sachoerstänoigen bestellen Ter tomi- miliar der Landesregierung leitet die Verhanblu^rn Tie militärischen Mitglieder werden von der beteiligten Militär­verwaltung bestellt Tic Sachverständigen werden von der oberen Zioiloerwaltungsbehörde nach Anhörung der bc- trrrfenben Vertretungen der Üreise oder gleichartigen Ver- bände and der Zahl der durch die sämtlichen MTctfc ober gleichartigen Verbände ihre- Verwalnuigsdezirko namhaft gemachten Personen berufen. Ausgeschlossen von der Mit» Wirkung bei der Abschätzung sind alle Personen, die ent­weder mit ihrem eigenen oder dem Fnteresse ihrer An­gehörigen an der Feststellung der Vergütung beteiligt sind. Tie Heranziehung eines dritten ^achverstäiidigen ist zu­lässig, foferii die beiden anderen Sachverständigen das er- forderliche tedmifrtic Urteil nicht abzugeben imstande sind. Die uoinmisston trifft ihre Feststellungen nadi Stimmen­mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des >loinmifsars der Landesregierung Die von den Gc- fchädigten geforderten Vergütungen dürfen von den Flur- abfchätzungskommisfionen nicht erhöbt luerbcn Tie Fest­stellung der Vergütung hat möglichst bald nach Entstehung des Schadens stattznfinden. sodann ist zu prüfen, in­wieweit die angemeldeten Beschädigungen in ber Tat burrf bie Truppenübungen entftanben find. Insoweit bicö bei Fall ist, Hat bie Mommifiion solche EntschäbigungSsorbe- runflcit ber Beteiligten, welche von ihr al- angemessen: bcfuuben werben, im Dcge ber Einigung ol^ie weitin:eL zuzulzesteheit. Die Liquibicmng und Anweisung ber Gut- schäbiguiigsbeträge ist nach ML>glichkeit zu beschleunigen.

Der lUotorflub Sieben und der Limburger Landrat.

Der Motorslub i?s;cn . der bei feiner in

Nr. 14*J ber O ießener Fantilienblätter geschilderte,i Mauöver- sahrt bei Sinter von mehreren Schuljungen mit Sand be­worfen wurde, hat von dem Landrat des Zlreiscs' Lim­burg das folgende Schreiben erhalten:

Ter Landrat. Limburg, den 27. September 1911.

Trr Bürgermeister zu Linker hat mir die Berhandlungetf mitgcleilt, welche von ihn, amJÄhcnb des 19. d. Mts. aufgeiwin- men rourben, nachdem einige Schulknaben aus Linier bie Wagen res Motortlub vnel .ii VI D vi v. auf der Ehauiiee von Mens­felden nach Vinter während der Tuntelhcit mit Sand beworfen und dadurch die Infafl'en in große Gefahr gebracht halten Ich habe aus dem Vorkommnis, welches ich Inbuure, Anlaß genommen, die Herren königlichen Kreisschulini'pekiorcn des Kreises Limburg zu ersuchen, die Volkssckuiliugend durch bie Lehrpersonen aus das acsiidrliche und umuuruigc ein.? derartigen gemeinen Tun und Treibens hinzuwe: en und damit trr Wiederholung vorzu- beugen.

Gleichzeitig gicke ich meiner Freude boniber Ausdruck, daß die beteiligten Herren von dem genannten Motorklub von der Stellung von Strasanträgen abgcselicn und trotz der i^ei'ahr den Vorsall nut gutem Humor ausgenommen haben Daß bi' i y gut. Humor ihnen auch mciurhui nid;: o!l jn.\n gekommen isi, bc- weist zu meiner Freude bie Schilderung der Fahrt und bic amüsante Darstellung des ganzen Vorfalls in Nr. 119 der Gießener Familienblätter vom 23. d. Mts.

Büchting.

An den Motorklub Gießen, A. D. A. E.

H. Herrn Archüekt Karl Phil. Müller in Gießen.

Tiefes Schreiben zeigt beit Sanbrnt von Limburg in gutem Lichte Bei ber korrekten Ausführung seines Amtes hat er, was sehr erfreulich ist, auch VerstänbNlS für Scherz und Humor.

Universitäts-Nachrichten.

hk. TI n v b ii r g , 28. Sept. Ter ordentliche Professor unb Direktor der ehirurgifcheit lUinik und Poliklinik in Greifswald Dr med. Friedrich König hat einen Ruf an die hiesige Umuerfitüt erhalten: er würde hier an Stelle des nach Königsberg über­siedelnden Geh. Med.-Rats Profeßör Friedrich treten.

Das Urteil im prozch der polizeiaffiftentin Lchapiro

d. Mainz, 29. *ept. (Priv.-Tel) In dem 8tlcibigungd- vrozeß gegen den Redakteur Hirsch wurde heute dos Urteil ge­sprochen. Hirsch erhielt wegen Beleidigung des Beigeordneteii Berndt und der Polizeiassistentin Schapiro sechs Monate Ge­fängnis.

Gericht^saal.

D a r m st a d t, 28 _ : Jin - i c st b?r 3 t a b t C t f e n- bach gegen Bürgerme ' - Tr. Tulio wurde die Verhandlung aus den 9. November vertagt.

Mainz, 2b. Sept £tt 27jdpngr Schuhma l.cr Engen bei seiner Sistierung auf d Bo!; ei wach? zwc: -di/r. - mit einer5d)ufirr!i,cipe in lürdnerh vx Seite zugerichtet Du Straf» kammec verurteilte Heinrich zu drei Jahren Gefängnis.

Vüchertifch.

- ToS literarische Echo HalonwiuuSschrist für Lr- teratursreunde Begründet von Dr. Josef Ettling er. Herausgegebeu ron Dr. Ernst Heilborn Verlag Egon Fleifchrl Co, Ber­lin W V Das 1. Cftoberhrrt ist foeben mir folgen dem Inhalt erschienen: Sari Hans Strobl: Der Verbrecher in der Literatur. 15 tarierte Lady Blennerhaiset: TantesConvivio". F<liz Povvenberg: Ea'anovas W >*rf- hr Friedrich Tüfel: tud GeiicrstamS Früb-eir Ernst Heilborn: A. Fitqer. A. Fitger: Drei Gedicht - Liihelm Htgeler: Lrnnor Ckcrg )L.i:ü>e- Touet: Brahms Aleut-Brograpyie. Fedor von Zobeltiy: Bib- iiophile Chronik F Schorthoefer: Theophile Gautter. Echo der Leitungen und Zertschriiten. Echo des Auslands Cckw der Bstbnen. Kurze Anzeigen. Notizen. Nachrichten. Ter Büchermarkt.

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