Die Eröffnung der Internationalen Ausstellung für moderne Vuchlunst in Wiesbaden
fanb am Mittwoch im Rathaus statt. Zunächst hielt der Dor- lißcnbc der „Wiesb. Gesellsch. für bildende Kunst" Tr. v. Grol- mann eine längere Aniorache über Tie Wiedergeburt der Kuntt im Buchgewerbe um die Wende des 19. und 20. Jahrhunderts". Ter Redner wies darauf hin, daß William Morris, der die moderne kumllerischc Bewegung im Buchgewerbe angeregt habe, durch ein Tutzend seiner berühmten Truckwerke in der Ausstellung vertreten sei. Morris habe sein Ziel gesucht in der typographischen Schönheit. Zn Teutschland habe vor ungefähr 30 Jahren besonders Hirth in München und W a l l a u in M a i n; eine kuniüerische Bewegung im Buchgewerbe an» gebahnt, die aber durch den Jugendstil wieder verwirrt worden sei.
Leute jedoch stände Tcutschlanü in dieser Beziehung an erster stelle, wenn auch m den buchkünstlerischen Bestrebungen hie und da noch Mißgrikic vorkämen, seit 15 Zähren haben besonders die Btlchdruckereien von Z a b e r n in Mainz und die Brühl sche Univcrsilätsdruckerei in Gietzen das künstlerische Element im Gewerbe besonders gepflegt und das Publikum demgemäß erzogen. Tie Berlage der Znsel, Eugen T i e d e r i ch s, Georg Müller haben in den letzten Zähren nicht nur den reichen Liebhabern, sondern auch dem Manne mit bescheidener Börse die Werke der beiten in» und ausländischen schriftsteller in geradezu vollendet geschmackvoller Ausstattung zur Verfügung gestellt. Tie vornehme Handbindekunü, deren WicLerbcleoung wir gleichfalls Morris verdanken, hat diese wundervollen Lruckwerke in gleich kostbare Gewänder gekleidet. Rebcn den Leistungen des cigenllichcn Buch druckes hat auch die des sogenannten Akzidenz-Trucks, der 'ich mit der Herstellung kleiner Trucksachen, wie Einladungskarten usw. besaßt, tn den allerletzten Zahrcn eine immer größere Vollendung erreicht.
Auch die Schriftgießerei, vor allem die Bauersche Gießerei in Frankfurt a. M. und Barcelona, die von T. stempel in Frankfurt a. M. und st. Petersburg, sowie die der Gebrüder Ä 11 n g i p o r in Offenbach a. M. haben die künstlerische Bewegung im Buchgewerbe gefördert und den Buchdruckern ihre besten Bausteine geliefert.
Um die üunst im Buchgewerbe vor allem weiter zu fördern, sei cs notig, die seserlehrlinge gut vor- und auszubilden, weshalb man schuldruckercien em'übrcn mußte. Eine derartige Einrichtung fei in Cffenbadj a. M. von den Gebrüdern Klings vor ins Leben gerufen worden, wo die setzerlehrlinge von dem Lehrer Engel eine eingehende Ausbildung erhalten.
Hierauf folgte em Gang durch die Ausstellung, die im Festsaale des vtaltzauses untergeorachr ist und in mehrere Abteilungen zerfällt. Ter linke seuenraum ealhllt in Elasichranlen die Ausstellung des „Veroandes deurscyer Buchgewerbetünlllcr", der
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Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten.
64 Reichstags-Abgeordnete mandatsmüde.
v. Wolff-Metternich.
von welcher folgend kandidieren werden:
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ortfchrirtlicke
e 14 Abgeord -
Mittelraum die der genannten Verlagsanstalten und der rechte Scitcnraum die der ausländischen Nationen. Tie .Ausstellung dauert bis Ende Tezember.
r demjenigen, der daß unsere taste ht erstklassig sind.
v. Byern, Tr. Drofcher, v Giern, Sn en, Feldmann, Nehbel, Pauli-PotSdarn, Perniok.
Bon den Polen werden folgende 4 Abgeordnete im neuen Reichstag nickt mehr vertreten fein:
v. GrabSki, fior antn, NapieralSki, flürst Radzllvill
Don den Antisemit en find hier zu nennen die 2 Abgeordneten: Gäbel, Hanisch.
jum schlutz folgt die sozialdemokratische Partei, Die nur einen mandatsmüden ?lbgeordnetcn aufzuweisen hat und zwar: Faber.
Berücksichtigt man, daß außer den hier genannten 64 mandatSrnüden Abgeordneten nicht weniger als 3 8 in der lausenden Legislaturperiode verstorben sind und einige andere bereits in den letzten Zähren ihr Mandat niedergelegt haben, so wird die Zahl der Abgeordneten, die im Jahre 1907 in den Reichstag eingezogen sind und die wir im neu zu wählenden Parlament von vornherein nicht mehr sehen werden, die Zahl 100 weit übersteigen.
Boltz, Buchsieb, Tr. Goerke, Hagen, Kleye, Merkel, Trautmann, Tr. Weber.
Auch die Reichspartei stellt 8 Herren zu den Schei- denden:
Bauermeister, Toerksen, Tirksen, Erbprinz Hohenlohe, Tr. Kolbe, Pauli-Oberbarnim, Schlüter, Herzog zu Trachen- berg.
Bon der konservativen Fraktion kommen gleich- salls 8 Vertreter in Frage und zwar die Herren:
Die persönlichfeit Gottes.
Gießen, 23. Nov.
Dor einem großen Zuhörerkreis wurden gestern die religio ns wissenschaftlich en Borträge fort- aesetzt. Prof. Tr. Eck sprach über die Persönlichkeit Gottes.
Referent geht nach einem kurzen Rückblick auf Luther von dem Laturwmcnschaftlichen Weltbild der Neuzeit aus. Er weist an ihm das ständige Vordringen des Unpersönlichen in moderner ©eit» Anschauung nach. Tas färbt auch aut die Gottesanschauung ab. Tenn der Weltgadanke ist kein gleichgültiges Glied m leder religiösen Gesamtanfchauung. Vielmehr ist alle Religion ohne ihn weder jemals wirtlich gewesen noch überhaupt vorzustellem Zn der Religionsgeschichte aber erscheint dieser Wcltgcdanke in stetem Äachscn begriffen: die Wett wird wie für den stulrurmenschen jo für den Frommen immer größer. Tas neuzeitliche Weltbild scheint nur einen letzten säwitt auf diesem Gonge zu bezeichnen. Allein die Unenblichiell in Raum und Zeit, die ihm eignet, ist die Zerschlagung aller Grenzen, die zuvor überall dem Weltbild gezogen waren. Tama zielst es Prädikate der Gottheit cn sich und es wird verständlich, wie an diesem unendlichen Weltgedanken sich religiöses Leben neuer eigentümlicher An gestaltet. Tiefe Frömmigkeit trägt in Sehnsucht, Ahnung, schauender Seligkeit die Farbe der Mystik an sich und fühlt fick ihr walstverwandt. Die diese in aller Vergangenheit erweist sie sich gerade im Gegensatz des ÜUlgcmeinen und Einzelnen als starter Nährboden persönlichen Lebens. Tie ?ten;eit aber kenn als das kritische Zeitalter dieser Toppclseitigkeit des Bewußtseins sich nicht mehr unbefangen bingeben. sie wendet sich nut zweifelnder Frage an die Dirluchkeit des Weltunendlichen. Zergliedert sie diese, so entdeckt sie, daß das angeblich reine Naturoild tn Wahrheit ein gc» shichlliches Naturbild, von persönlichen sträften überall durch- aogen unb erfüllt ist. Tas Verhältnis des persönlichen Be i^ußtseins zu dieser, aus seinen straften hervorgehenden. Welt üt ein zwiespältiges: der Anregung, Beherrschung, Bezwingung unb der Mlchnung, die fick im Gang der geschichtlichen Menschheit überall bis zu Weltflucht und Weltemsagung steigert. Beide Linien der Weltstellung aber tuhren aut die Ahnung persönlicher Wirklichkeit in seinem tiefsten Grunde. Antpropomorph, menschen- «hnlich wird das gescholten. Aber der Vorwurf tritt! nicht. Tenn anll)ropomorpy, d. h. aus menschlichen Bewußtttuiskrauen vervorgekiend, bleibt auch das bentoar unpersönlichste Weltbild. ?£ec Periöniichkeitsgedame ist zuletzt immer nicht als fentg-ge- «ebene Wirtlichkeit, sondern als unendliches Zdeal zu oerstey^n. »ticrabe so aber streckt er lici) ahnungsvoll nach einer innersten und hefften Begründung in Gott.
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nete nicht mehr
Graf v. Bothmer, Buddcbcrg, Carstens, Dr. Dohrn, Hoffmeister, Leonhard, Mommfen, Tr. Pfundtner, Dr. Potthof, Schrader, Spethmann, Stengel, Storz, Wieland.
ES folgt die nationalliberalc Partei, die 8 Vertreter un Reichstag verlieren wird: (
Gas und bis 70-K ; iis gegen Normal-Ar eben unsere Brenner ns lonate auf Garantiepn:-. i us-Denja" sind seit iin» q W. Kraushaar ,He I issel ,Hotel-Re‘ t j ein einziger GiiMirpar Tien brauchen
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Rhein.
rohnt zur Zf lockstrasse S.
interessanten Zusammenstellung des deutschen Taballndustrie, der „Südd.
nicht weniger als 6 4 Abgeordnete, die von vornherein auf einen Sitz im neuen Reichstage verzichten.
Tie größte Zahl der mandatsmüden Abgeordneten stellt daS Zentrum und zwar find dies folgende 19 Herren: Herzog von Arcnberg, Beck-Aichbach, Tr. Sitter, Tr. Fleischer, Frhr. v. Freyberg, Fritzen-ReeS, Hamacher, Tr. Heim, Kalkhoss, Muller-Fulda, Tr. Pichler, Pieper, Schir- jr., v. Strombeck, Hebet, Bonderscheer,
Neuenweg $ .eMrtileW**11*
Den ; u verschmelzen In ihrem Programm spricht sich die neue Partei bezüglich der äußeren Politik zugunsten einer Alliance mit einer oder mehreren Mächten aus, ohne Beeinträchtbigung der guten Beziehungen zu den übrigen Mächten. Tie Partei ist gegen jede aggressive Politik. Tas Programm empfiehlt auch Die Ausschließung deS Militärs vom Wahlrecht.
Reue Nachrichten oul NonHautinopel.
Konstantinopel, 22. Nov. Nach au5 dem Ministerium deS Aeußcrn herrührenden Informationen willigte Italien ein, die Flottenaktion im Roten Meer auf sechs Tage während der Hebersahrt des englischen Jtö« nigspaares zu verschieben. Der Abgeordnete von Fezzan, Kapitän Telarnj, der heute hier eingetrofscn ist, hatte eine Unterredung mit dem Großwesir und dem striegsminister. In einem Interview erklärte Tekarnj, er hielt sich zehn Tage- reisen südlich von Tripolis auf unb habe das Meer über die tunesische Grenze erreicht. Er fei niemals auf dem Kriegsschauplatz gewesen, sondern habe nur ein Korps von 5000 Freiwilligen in Fezzan gebildet und au5- a erlistet. Tie Lage der türkischen Truppen sei sehr gut, der Geist der eingeborenen Soldaten ausgezeichnet. Tie italienischen Vorposten seien niemals über 200), das Haupt- lorpS niemals über 1200 Meter von Tripolis vorgerückt. Ter $umelianabrunnen sei von Türken und Arabern besetzt.
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hk. Tr. H. Pittiers Erforschung der Landenge von Panama. Ter durch seine langjährigen Forschungen in Kostarika bekannte Botaniker Tr. H. P i 111 e r, der gegenwärtig im Auftrag der Smtthsonian Institution die Landenge von Panama durchforscht, will „Peterm. Müllgen." zufolge tn nächster Zeit bie Küstenstrccke von San Blas durchwandern, da die dortigen Indianer Fremden den Zutritt in ihr Gebiet verwehren, eine gefährliche Aufgabe. Ta Tr. Plttier aber in Santa Isabela in freundschaftliche Beziehungen zu dem Häuptling des Torfes Nargara treten konnte. Der .ihm Einlaß in fein Torf zusagte, so ist bie Möglichkeit mckt ausgeschlossen, baß der erfahrene Reisende sein Ziel er» reichen wirb. Tie stamme des südlichen Panama bis zur kolumbischen Grenze sind bisher ganz unbekannt, da nur selten einzelne Leute sich in europäische Ansiedlungen wagen.
— Zum Erdbeben wird uns von einer freundlichen Lefertn folgende anschauliche Schilderung gemacht: Ich fitze nach 10 Uhr mit leicht übergeschlagenen Beinen, den Kopf in beide Hände gestützt, auf einem Stuhl am Tisch. In meinem Körper gebt etwas vor; es ist rote Zittern und 'Angst. Auch kämpfe ich mit dem Atem (bin leidend und habe oft mit Luftnot zu tun . Im Augenblick dachte ich, eben saniert dir etwas schlimmes, da fängt mein Stuhl an, sich zu bewegen. Ich dachte erst, es fei mein Körper da ich sehr mit Müdigkeit kämpfte. Ich schaue auf, sehe nach meinem Mann, welck-cr dem Tisch gegenüber auf der Wasser- bank sitzt. Da beivegen sich Die Eimer uno Flaschen, die Tonnen auf Dem Brett, das Geschirr im Schrank, die Lampe auf dem Tische, sogar mein Di amt macht schwankende Bewegungen hin und her. Tas Rollen wie von einem schweren Fuhrwerk ist vernehmbar. ?) Wir schauen einander an, fein» spricht: noch immer flirrt das Geschirr. Ich stehe auf, gehe ins Zimmer, um nach dem vermeintlichen Fuhrwerk zu ie.)cn, es ist alles still. Im gegenüber» liegenden Hauie öffnet sich cm Fenster, Leute schaucn heraus. Nun ist's mir Lar: es ist etwas Ungewöhnliches geicheh.n Tas sonderbare Gefühl und bie Atemnot ist gewichen Es ist mir wieder leicht. Auch bei nuinem Manne hatte sich ein Un behagen bemerkbar gemacht, schwer unb beklommen hatte er Atem geholt. Nun steht er nach Der Uhr. Es ist 10.25 Uhr. Wir sind beide übereingekommen, es sei em Erdbeben gerne en, denn anders tonnten wirs uns n.cht^ auslegen. Vielleicht find Die Schwankungen in den oberen Stöcken stärker, denn unten, Da uns am ano.rn Morgen Der <e ..er des Hauses auf un er Be tagen nichts gemertt hatte. Un er Zunge, 12 Jahr, welcher schon längere Zell zu Be.t war, Trug uns erschrocken, warum sein Bett so geschautell harre.
Aufnahme bei ;h. Licht
r Kinder ■ Mk.
Tie Zahl dar Reichstagsabgeordneten, die für die neue Legislaturperiode des Rcichslags nicht mehr kandidieren werden, ist weit größer als man ursprünglich annehmcn konnte. Auch nicht eine einzige Frak.ion des gegenwärtigen Reichstags ,icht ihre derzei.igcn Vertreter vollzählig auf der .Kandidatenliste zum neuen Parlament. 9hd) einer ZcntralorganS der Tabakztg." find es
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Der italienisch türliiche Krieg.
Von den heute verbreiteten amtlichen italienischen 91ach- 4ickten ist besonders die Tatsache bemerkenswert, daß das italienische Kriegsgericht in Tripolis „einen sehr einflußreichen Fanatiker" zu 20 Jahren Gefäng- n i a verurteilt hat. Bei den Ucbcrariffcn, die die Italiener nach den übereinstimmenden Berichten vom KcieaSsck)auplatz sich geleistet haben, muß eS recht fraglich erscheinen, ob diese Verurteilung rechtlich unanfechtbar war. Das italienische Oberkommando hat ja auch schon verlauten lassen, daß eS die Araber als Rebellen behandeln wolle. Tie öffentliche Meinung Europas wird nichts außergewöhnliches dabei finden, daß patriotische Türken in Wort unb Schrift auf der Seite ihres Vaterlandes stehen. Taß das mit 20 Jahren Gefängnis bestraft werden soll, wird den Italienern als eine neue Unmenschlichkeit angerechnct werden.
Auch nach den neuesten Nachrichten haben bei Tripolis wieder Gefechte stattgefunden.
Tripolis, 22. Nov. (Agencia Stcsani.) Der gestrige Tag verlief im allgemeinen ruhig. Tie italienische Artillerie bei Sidi Mesri gab Schüsse auf b i c feindliche Artillerie und auf Karawanen ab, die sich zwischen der Lase und Ainzara befanden. Gegen 2 Uhr begann das Kriegsschiff „Carlo Alberto" auf Anweisung des TrachenballonS auf Am ruß zu feuern. 'Als das feindliche Lager südlich von Mclloke entdeckt wurde, wurden dorthin die Granaten gesandt. Tie Folge des italienischen FeuerS war, daß der Feind, der aus regulären türlischen Truppen zu bestehen schien, eiligst von Amruß auf Ben Said und von Henni auf Buscasa fich zurückzog. Tas Kriegsschiff „Carlo Alberto" feuerte auf Ben Said, so daß der Feind auch diese Verschanzung verlassen und von dort nach Buscasa sich rurückzichen mußte. Aus dem ganzen Wege verfolgte ihn der „Carlo Alberto" mit seinem Feuer, das große Wirkung erzielte und erst in der Nacht aufhörte.
Tas .Kriegsgericht verurteilte gestern M e k a m c b F atmi Bey, einen sehr einflußreichen Fanatiker, der am V3. und 26. Litobcr die Araber in Wort und Schrift zum Aufruhr gegen die Italiener ausgehctzt hatte, zu 20 Jahren Gefängnis. — Am 20. Lttober chatte eine Erkundungs- abtcilung 'der italienischen Kavallerie einen kleinen'Zu- f a m m c n ft o ü mit feindlichen Banden, die unter Verlusten zuruckactricben wurden. Tie Italiener hatten zwei 'Leichtverwundete. >
Keine italienische Anleihe.
Die italienische Botschaft in Berlin teUt mit: In einigen Zellungen ist von einer angeblichen Anleihe Italiens die Rede. Diese Nachricht ist falsch und unbegründet. Tie bezüglichen Depeschen beziehen sich aus Summen, die das Schatzministerium dem slriegsministerium überweist. Es handelt sich demnach nur um eine innere Abrechnung zwi- scheu den beiden Ministerien.
Eine neue türkische Partei.
K o n st a n t i n o p e 1, 22. Nov. Tie unabhängigen Deputierten bildeten im Verein mit den Anhängern des Lbcrsten Sadik Bei eine neue Partei unter dem Namen „Partei der liberalen Entente". Die neue Partei soll bestimmt fein, alle oppositionellen Grup -
mer, Tr. Svahn Wiltberger, Frhr.
An zweiter Stelle steht die F Volkspartei, von welcher folgend
Nr. 276 Erstes Blatt lös. Jahrgang Donnerstag, 23. November M
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fü?"bteie2a^n"mnier Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steinöruderei K Lange, «edattion, Erpedition und vruckeret: 5chulstrahe 7. FAtz-:^.tzetz:°ür Den dl« Donnütags 9 Uhr. vudingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschäftrstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck.
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abgegeben! ■
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Persien duckt sich vor Ruhland.
London, 22. Nov. DaS Reutersche Bureau erfährt, Persien habe in Uebcreinftimmung mit dem Rate Englands cingewilligt, die Forderungen deSrussischen Ultimatums zu erfüllen, und der persische Gesandte in London habe dies dem britischen AuSivärtigen Amt mitgeteilt. 9röd) beute soll das neue persische Kabinett gebildet werden und sich unverzüglich dem MedschliS vorstellen. Ter Befehl zur Zurückziehung der Gendarmerie deS GeneralschatzmeisterS Shuftcr von dem Eigentum Schua eS SaltanehS in Teheran ist erteilt worden. Tic Gendarmerie wird durch russische Kosackcn ersetzt werden. Auch erfiärt sich Persien, der force ma|curc nachgebend, bereit, Rußland wegen des Zwischenfalls schua eS saltaneh um Entschuldigung zu bitten. ......■■■ ■ ' ' . । '■■.!. ___L!S
Aus Hessen.
Die l.efsische Beawtrnfrage.
rb. T a r m ft a b t, 22. Nov. Aus Veranlassung deS Staatsministers Tr. Ewald hat gestern abermals eine umfangreiche Sitzung des Gesamtministeriums stattgesunden, in der wiederum sehr eingehend über die Frage einer Verbesserung der Besoldungsverhältnisse der Beamten und der Lehrerschaft beraten wurde. Ueber die Ergebnisse und Beschlüsse dieser Beratung wird zunächst auf ausdrückliche. Anordtmng des Staatsministers strengstes EteheimniS bewahrt.
Wkitece amtliche Ltichwahlergeiniffe.
Gießen: Urstadt, Präses,or in Gießen (Fortschritts. Vp.) 2411, Älingspor, Fabrikant in Gießen (nl.) 1672 Stimmen. Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen 4083. llr- ftabt gewählt. — Starkenburg 1, Beerfelden-Hirsch-i Horn-Wimpfen: Kredel, Bürgermeister in Airlenbach (nl.) 1821, Hasenzahl, Gemeinderat in Erbach (Soz.) 1806 Stimmen. Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen 3627. Kredel ist gewählt. — Starkenburg 5, Fürth-ReichelSs heim: Meraell, Poslsekretär in Reichelsheim (nl.) 2099, Liefert, Gutsbesitzer in Frohnhausen (Bund der Landw.) 2053 Stimmen. Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen 4152. Mergelt gewählt. — Rheinhesten 8, Nierstein: Michael Wolf VI., Gutsbesitzer in Stadecken (Bauernbund) 2129, Emil Schätze!, Gutsbesitzer in Selzen (nl.) 2075 Stimmen. Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen 4204.


