Ausgabe 
2.12.1911 Drittes Blatt
 
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Drittes Blatt

161. Jahrgang

Nr. 284

tddyetni tiqUch Tu9nabmt be# KonnlagL.

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her, wird u m dieses neue Lind genau so verloren gehen.

Laffecoerbrauch.

Ländern ist, ergibt sich daraus, bag sich für daS Jahr 1910

ihren.

Notar.

Vereinslokal aus feiner Weihnachtskas^e e.wa IGOü Mark an feine Mitglieder. Tie Familienfeier des Ktubs

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Zahn-Creme

Mundwasser

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serem durch enheit

>"ch für bif 'hen heim. Wen, befon> 'ir di- troll, »kenschiveiln lkge unseren

Samstag, 2. Dezember 1911

Rotononibnicf und Vertag bet Lrüblichen Unrven'uäeT - Buch- und 6 te mb ruderet

St. Lange. (Biesen.

findet am 23. Dezemder, abends 7 Uhr, statt. KrciS Alsfeld.

tie ^Oletzeaet $amltlenblättcre' werben bem , Unfeiner* viermal wöchentlich beiqeleqi, bat Kreltblatl fflr bei Kreti 6ief|tn" trorimal wöchentlich. DiekondwirrlLallUchev Stil» tragen1' erlcheuien monatlich jroeunoL

aller deutschen Beenge wie den Münzner Ge,c.ftc.,ls- professor Tr Ni cd Graf du Moulin-Ellart am Montag abend über diese Fragen sprechen zu hören.

LanVkreiS (Sieben.

= Watzenborn, 1. Tez. £> je 4 0 j ä h r i g c § Iubi- kaum als Hebamme beging l):tue Frau Weif;. Fast zwct Triticl der Einwohnerschaft un.crer Gemeinde sind üjre Pfleglinge gewesen.

= Großen-Buf eck, 1. Tez. Samstag, 2 Dezember verteilt der Spiel-VereinK a p p e n f l u b" in feinem

Alebaktton, E^vebllion unb Tmderet: Schul- ftrase 7. Eroebnon unb Verlag: 51.

Rebaltion:e-GO I 13. reU-AbruÄmeigerGieben.

Zur Blutreinigung

ist hab beste Mittet Morgens und Abends eine Dane Tr. LSeaener's Ice zu Hinten, wodurch die Unriinmfcitcn allnmbhd) vollständig auß Dem ^luie cnticrni merben. Dieser Tee wirkt zugleich günstig aus den tDiflflcn und Darm, sehr angenehm zu nehmen und rein vegeiabilischer Natur.

Tr. Wcgcuer'S Tee kostet Mk. 1.50, in Avotheken erbnk* lieh; wo nicht oorrärig wende man sich an die Fcrromangamnac scUichakt, ttronvrinzenstr. 55, iVranfiurt a M. D" i8

Gießener Anzeige

General-Anzeiger für Oberheffen

Au» Stadt und Land.

(diesen, 2. Dezember 1911.

- Am Schwurgericht für das lausende Vierteljahr »kommen folgende zwei Falle zur Verhandlung: Montag, i4. Dezember, voruutlagS 91/, Uhr: Cito iVlüller ans Büdingen wegen NotzuchtSoersucheS; bie StaalSaiuvaltfchast vertritt Genchtsassestoc Neuroth und die Verteidigung führen die Rechtsanwälte Justizrat Hat; und fiaufmann. TienStag, 6. Tez., vormittags 9 Uhr: Edmund Lifchke auö Tresden wegen Notzucht. Die Anllage vertritt Staatsanwalt Tr. Brill, während Rechtsanwalt Schneider Verteidiger ist.

** Vom Alldeutschen Verband wird uns ge­schrieben: Graf Pofadowsky-Wehner, der ehemalige Reichs- flaatsfetretär des Innern und Stellvertreter deS Reichs- tanzlers, hat in feiner Wahlrede in Bielefeld den Finger an eine Wunde in unseren politischen Anschauungen gelegt, bie weite Kreise, und zwar gerade die gebildetsten, an einer f Anteilnahme an den äußeren Geschicken des deutschen Reiches { bindert: er hat gesagt, die auswärtige Politik ist keine Ge­ll heimwilfenfchast. Meinem Einwand begegnet man häufiger als dem, man müsse der Diplomatie vertrauen, da der Laie die gclyeimen Fäden der hohen Politik nicht zu über- | blicken vermöge. Dieses Vorurteil ist in unserem Zeitalter l bet Presse und der Reden nicht mehr berechtigt; in der Marokko,ache waren feit acht Jahren die einzelnen Nieder­lagen der deutschen Regierung jedesmal vorauszusehen und ind auch, namentlich von alldeutscher Seite, jedesmal vor- ausgesagt worden. Graf Posadowsky hat in derselben Rede bie Hoffnung ausgesprochen, eS werde einmal möglich fein, für Deutschland Gebiete zu erwerben, Nicht im Innern Afrikas, sondern in klimatischer Lage, wo auch zweifellos Deutsche sich ein neues Leben gründen, wo fie arbeiten, Besitz erwerben und dabei Deutsche bleiben können. Posa- I dowskh sagt uns nur leider nicht, wo. Tas von den All- I deutschen geforderte Westmarokko wäre em derartiges Land V gewesen, und es ist eine für das deutsche Volk sehr ernste Frage, ob es deswegen, weil es ein Jahrzehntlang mangel- | hafte Geschäftsführer gehabt hat, die schleckste Verträge ab- I geschlossen Haden, endgültig auf dieses letaleklimatische" Land verzichten soll. Und selbst wenn noch em zweites l derartiges Land entdeckt werden sollte falls bis dahin i baS deutsche Volk sich nicht in ganz anderer Weise ferner nationalen Weltinteressen anzunehmcn gelernt hat wie bis-

vüchertisch.

Winterpracht, -^uiwuk ziehen heute hinaus auf Die Such, nach bem wahren Wrnler, und auch die Lichtbildner sind eiiria au txr Arden, denen, die noch Hinterm Dien sitzen, des Winters Sck^nhllt zu vmnitLClii. So ist auch Hllbenbranb kamps- iroh unb bcutviuftig auf iiiulcm Schi lnnaus^ezogen durch ruinier.icbü Weiten und schneeschweren Tann, um em ötüd Duner - Zauber, d.n er draui.cn erleb., auf lerne laroenenipsind.ichen Platicii -u bannen. Wie vollendet ihm dies gelunnen, dafür tollen feine larb.gen Bilder zeugen, die in einem hübichcn Umschlag im Ver­tag von JutiuS Hoffmann in Stuttgart erschienen sind. Zwölf Winterstimmuiigsbilder! Bei berem Schauen denen, bie Den Winter kennen, herrliche Stunden schweigenden Geniessens inid jauchzender Winterlust wieder wach werden, unb bie wohl geeignet sind, denen, so es bislang noch nicht vergönnt war, selber ,olch Wunder zu sehen, die Sehnsucht darnach zu wecken. 2te roildenbrandschen Ausnahmen werden allen Freunden des Winter- IportS eine liebe Erinnerung an unvergeßliche Stunden in der Wunderwelt von Eis, Schnee und Sonne sein.

areLcfil<1!! ei1 «flöt''1 -

Deutschland ö,8O, Cesterreich-Ungarn 2,62, eng b 0,65 P,d. berechnet. In Hol.and tr.nkt man d.n meisten unb wohl auch den beiten Ma11ee; der Verormch Hollands ist pro Kops mclir als 2Jmai so groß als der Englands, wo bekanntlich der Tee die größere Rolle foult. In Deutschland scheint der Verbrauch seit der Zo.lerhöhung von 1909 etwas nachgelassen zu haben; für die drei Jahre 19071909 zusammen hatte er hier noch durchschnittlich 6,91 Psd. pro Kopf jährlich betragen. Bis 19OJ war in Deutschland der Verbrauch stets größer als in Frankreich; im Jahre 1910 ist die Verbrauchsziftcr Deutschlands zum ersten yiale hinter derjenigen Frankreichs zuruckg biicbin.

Im Durchschnitt der fünf Ja.-re 1903190o wurden auf der Erde jährlich 2314 Mill. P und Kaffee geerntet. Hier- von hat Bra,ilien allein 1667 M il. P.d. = 72 Proz. ge­liefert. Brasilien nimmt in der kafseeproduttion eine ähnliche Monopolstellung ein wie die nordamerikan.sche Union in Baumwolle. Nächst Brasilien ist das wichtigste Produktionsland Venezuela, das 4,1 Proz. der Weltemtc liefert. ES folgen Columbien mit 3, Nietnrländisch-Jndien mit 2,9, Guatemala mit 2,9, Haiti und San Dom.ngo m.t 2,8, San Salvador mit 2,8, M.xiko mit 1,8, Bri.isch-^nb.en mit 1,4, Costa Rica mit 1,4, Porto Rico mit 1,3 Proz.

Grauen-Feuilleton.

tzmily Lcherifin von Wazan und ihre Lebensgeschichic.

K-f. Es ist jetzt 38 Jahre her, daß. die damals in ihrem 20. Lebensiahre stehende Tochter eines Geiangnisdirektors m der englischen GrasschaU Surren die Werbung eines ..Marokkaner.' um ihre Hand annahm, unb daß aus der bisherigen Je ifj .t ec in , Lady Emiln, die Gattin des Scher,'s von Wazan, wurde, xie jrau Scheris ist inzwischen Witwe geworden, und su hat btebr Lage ihre Lebensgeschichte verossentlrcht.

Eine Geschichte, bie durch das Mne Frauenschicksal, das ne Liderspiegelt, und durch bie Fülle amckaulicher Bilder, die Ne von Land und Leuten in Marokto vermittelt, ungewöhnlich inte, «flaut ist. Ein Scheris ist, wie man sich erinnern wird, ein Mann, der feinen Stammbaum in unmittelbarer ivolge bis au, den Propheten selbst zurücknihren vermag und der daher m der Welt des Islams in höchnem Amehen steht. Ucberau» an» ziehend schildert bie Lckerisa die Ehr.uräst unb Begeisterung, mu der der Scheris von Wazan, ihr ®btte, überall J>on bun lo- bammebanern begrüßt wurde, wo er .erlebten. Lie baten um seinen Segen, sie bettelten um etne Reltauie von ihm und "nmal kam in Folge der Austeilung solcher Religuten der ^chern von einer Reise mit der Halste der Garderobe nach -Tanger 5urua die er mitgenommen hatte. Selbst bic (toanber beS nnnen 8indes des Scheriienvaares mußten bereits dazu her dal ten, das Verlangen der Leute nach Amuletten, heiligen Rcltauien uiw^ 3u befriedigen. Dec Schern von Wazan hey nck, um Mttz Emüy Scene za heiraten, von seinen mohammedannchen Frauen scheiden: er hat die Religion leiner Gemablm immer tiypeuvcn inb sie sogar einmal, was bei feiner Stellung Letviy lehr, boci' 5ii schätzen ist, in bie cngli'dic Kirche begleitet, xurdijne «tön» Jungen hatte sich die Schcrisin von vornherein drei ö-cmbinnen gemacht; allein soäter war sie bet einer Reue m das <5 untre ron Marokko so klug, ihren Vorgängerinnen Bemche zu machen, nid die Folge war, daß die jetzige Frau Schern mit den rmeren bcherisinnen schließlich ganz gut Freund wurde orau UmuP bat sich in den lanaen Jahren ihre Ehe mit einem Mauren von» laubig in das Leben, das Denken und bie Gewohnheiten ihrer neuen Landsleute hineingesuhlt; es bildet einen Reiz ihres Lucves, - sie von den Mauren durchaus als Ihresgleichen Zredet^ und iie im wohlwollendsten Sinne behandelt. Natürlich war e- sur tie Europäerin keineswegs immer leicht, ihre -Stellung zu be» baubten; es ist sogar ein Vergiftungsversuch aus |ie gemacht

nicht zu erfüllen, wenn seine kleine Braut nicht erst zur Schule ginge. Wirklich wurde sein Wunsch auch erfüllt, unb dies Drängen der jungen Manner auf eine bessere Erziehung der Frauen, gibt für die Entwicklung des chinesischen Frauenlebens gute Hoft'nung. Freilich ist die Modernisierung des chinesischen Frauenlebens in vielen Dingen vorläufig noch recht äußerlich. Tie Ehinefin nimmt, besonders int Süden, schnell gewisse europäische Errungen sch ast en an. Sie will ihr Telephon, ne will ihren Wagen haben, sie Hcib.; sich am Ende gar europästch unb gibt dafür die herrlichen alten chinesischen Stoffe und Gewänder preis. Ja, man versucht sogar in chinesischen Frauengesellschasten sich nach europäischer Weise rU unterhalten, unb eine Europäerin bat es erlebt, wie eine würdige chinesische Tarne ihre weiblichen Gäste mit einem amerikanischen Gassenhauer von etwas bedenklicher NaturWalz mich noch mal rum, Willy" regulierte, den sie mit großer Andacht und Feier­lichkeit vortrug. So viel aber ist wahr, baß besonders in beu Küstenstädien bie chineiischen Frauen geradezu mit Anbacht unb Begeisterung den Erzählungen solcher Geschlechtsgenofsinnen lau- ichen, bie bas Glück gehabt haben, die weite Welt zu seben und etwas zu erleben. In Peking gibt es feit dem Jahre 1906 eine Taget Leitung für Frauen, deren Herausgeberin Frau Tfchang ist. Si^ ist in bem üblichen Mandarinench.nefifch geschrieben unb soll sehr untcrhalteiid fern. Von Svott uno Witz macht sie reichlich (Ge­brauch: die Gesinnung des Blattes verraten eine warme Liebe zu Ehma unb der Sache der cknnefiscben Frauen.

kl. Kleiber aus Fischhaut. Zu den seltsamsten Frauen geroänbern, bie es überhaupt gibt, sind wohl bie Fischhautkleiber zu zählen, die ein ostfibir scher Stamm im ilmurgebiete tragt. Eit> amerikanische Zeitschrift bringt eine Abbilbung solcher Kleider mit einem kurzen erklärenden Texte: die Fi'chhautgewänber, zu denen alle Rohstof'e von Fischen ftammeu, bestehen gewöhnlich aus br i getimten. Tie unierte davon ist die eigentliche Kleidung, v w

nur zum Schmucke dienen Tie mittlere Schicht bilh.- ben Untergrund für bie Crnamcnte, bie als oberste Sch barauigeleg: unb vernäht sind. Tic Hauptfarbe, bie bei bi s Fr'chbautkieibern auftritt, ist blau. Tic Crnamcnte, bie a häufigsten verwendet werben, nnb Fisch- unb Fahncnfiguren. 2ir Fi'chhautgewänber spielen im wirtschaftlichen Leben eim i ivii yiolle, denn von der Nabelfertigkeit der Frauen dieses Stammes die geradezu von der Kleidung abzulesen ist, hängen die Hei latsaussichtcn unmittelbar ab. Das Volk ist übrigens polvgarn, und jeder Mann kauft sich so viele Frauen, wie er erhalten rann.

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Wenn Sie Ihr Kind

aefunb, munter unb geiftift krisch sich entwickeln B seben wollen, so geben Sie ihm Tr. Hommel's H Hämatogen. Warnung! Dian verlange auS- H drückttch ben Namen Tr. Hommel. (D*/t B

wir jetzt Maro.to: es kommt nic». alle Jahr^unber^e eiu

Wie verschieden der Kaj c.o.rdia ich in den einzelnen Hismarck, der ersetzt, roa? das Volk ver.äumt. ES find

k. Ni edergem u n b e n, 29. Nov. Der

Bnrg. unb Nteberyctiumben hielt heute bei Gastwirt Lödlcr feine 3)1 onaiflocrfommlung unb zugleich auch bie Feier de- Geburtstages unjeiee Groi;her,o.-S ab. Es hatten sich 25 Herren aus allen anliegenden Ctlcn, sogar einige auS Hom­berg, emgefunben. Eingeleitet wurde bie Feier durch em gm zubereiteteS Festessen. Ter Borstgende des BeremS, Land- tagSabg. Lutz aus Elpeniod hielt die Festrede. Tann sprach Herr Tr. Kitzner aus 'Jhebcr-Cbmen über den bcutjaen Ollen. Er schilderte feine diesjährigen Reiseerlebnisse von der hygienischen Ausstellung in Tresden und dem Bahn- ärztelag in Tanzig. Besonders sprach er über die Ansiedlung des detilichen LuenS. Durch eine Anzahl Karten und Photo­graphien gab er den Zuhörern em anschauliches Bild der dortigen Gegend.

KrciS Friedberg.

I. Bad-Nau heim,. Nov. Heute fand hier im Gebäude der Volksschule eine Lchrerkonferenz unter Leitung des Schulrats Sütz-Fricdberg statt. Eingelcitct wurde die VerMtmlung durch einige Chöre, borgt träger, von NauheimerMnderu, unter Tircdion des Lehrers Diehl Dann hielt Medizinalrat Tr. Ncbel-Fcieobcrg einen Vortag über gesunde Jugend und frisches Alter. Im Anschluß an die Konferenz fand ein Mittagessen im Sprudel­hotel statt. ,

l. AuS der ©etterau, 1. Dez. Tie letzte Kirch-- weihe wohl überall findet in dieser Woche in Fauerbach v. d. H. statt. In der Wetterau. gibt es em Sprichwort: Wanns raant und schneit, is die Fauerbacher Kerb nct weit'." Das stimmt auch! Die Kirchweihc beainnt am Mittwoch und Dauert bis zum Freitag abend. Zeit ist ja letzt vorhanden. Aus diesem Grunde wird auch an dem alten Brauch festgehalten. Ein richtiger Gedanke mag auch dem späten Termin dieser letzten Kirmes zugrunde liegen, ba fie in Der Woche vor dem 1. Advent gefeiert wird, al|o zu Beginn des neuen Kirchenjahres. Bei Tage ment man von der Kirchweihe aar nichts. Erst abends nach dem Nacht­essen beginnt die Tanzmusik.

Slarlcnvutg und Rheinhessen.

rm. Darmstadt, 1. Tez. Das Groß Herzogs­paar begab sich zum Besuch der Schwester der Groß­herzogin, Dorothea und ihres Gemahls, des Prinzen Stol­berg-Wernigerode, nach Graudenz in Schienen und wer­den dort 10 Tage verweilen. Die beiden Prinzen sind am Mittwoch zu ihren Verwandten nach L i ch gereift unb werben bis zur Rücktehr der Eltern dort verbleiben.

wandern und Wimeriport, Heilen und Hader.

** Eine nebelsichere W in t er m a r f i er un g vom HoherobSkvvf über den Gackerstein durch die Lange Schneise nack Rudding. Hain und Schollen will der S w i k l u b W i n t e r, p o r t, Gießen, Gießener SchiNub rwch vor EintrUt dieses Winters

worden, und die erstaunlichen Bräuche, die mit Geburten, Hei­raten und Tobcsfällen in Marokko verbunden sind, gaben ihr manche Nuß zu knacken.

Tic späteren Jahre ihrer Ehe waren nicht leicht. Der Scherst von Wazan wurde nämlich auf seine alten Tage im höchsten Grade mißtrauisch und jähzornig, ja er scheint an einer Art Verwlgungswahnsinn gclitien zu haben, was zu unerireulichen Szenen mit seiner Frau führte. Es kam so wett, daß er ihr be- reit-' der Scheidung drohte. Tann starb er, und ließ die Scherifin als Äitn'e zurück. Als das Ergebnis ihres merk- Würdigen Lebens spricht sie aus. daß sie den schritt, den fie 18<3 getan habe, nicht bereue, daß sie aber auch nicht jebermann emp­fehlen könne, ihrem Beispiel zu folgen. Tas wollen wir ihr gern glauben.

kfl. Frauen im Dienste der Diplomatie. Frauen haben im täglichen Lebe.i Gelegenheit sich als Tivlomaten zu zeigen: warum also sollten iie aus dieser Fähigkeit mcm ihren Beruf machen? Tie erste Frau, die dieien schritt wirklich getan hat, ist eine Südamerikanerin, Frau Clotilde Nurfi. Frau Nurii ist, wieLa memmt meldet, seit kurzem Attack^e der Ge- sandtfcha't von Uruguay in Brüssel. Natürlich ist Frau Nurn eine Kubierte Frau. Sie hat auf der Umoeriuat in Montevideo ihre juristische Tokwrvrüfung bestanden.

kf Tie neue Frau in China. Das die Revolution für bas chinesische Frauenlebrn bedeuten und bringen w.rd, ba» bleibt abzuwarten: gewiß aber ist, baß sic bereu» an vielerlei .«mutze zur Umgestaltung des chmeiischcn Frauemebcus anlnüpien kann. Ter Umianrung beutet sich, wie eine amerüaniidx »yrau, Mar- qarat E Burwn, in einem neuen Bucke über 5rauener,icbung in ehma bemerti, schon in der Namengebung der 11 einen Mabcken an Früher gab man ihnen Namen wieEin Junge gewumch:

üu Diel Mädchen", ,Fomme ein Junge' und ähnlicyes, die bie ÜmtiUlommenfKit des weckstchen Ge.ch^pfchcns sehr utwerhohlen kennz-ichneten. Jetzt findet man Mädcyennamen, wieKleines Lieb'' Kleiner Edelstein" oberKleine Freude". Einen notieren Bug bildet die Erscheumng, daß auch die Mädchen immer zahlreicher Die Schulbildung aufzusuchen beginnen. Ein junger Mann in Futschau war von seiner Famuie mit einem Mädchen vcrlooc rrotben Das Mädchen hatte, wie das tn Ehma ubücv ut, keine -dmlbübung genossen. Nun gilt in China eine von DerJianiuic Lerb.igcmbrtc Verlobung für fast so bildend, wie die Etzeicklietzmg jeldst- allein der Bräutigam erklärte enstchieden, das Berlobnis

i.i Angriff nehmen. Sobald die Genehmigung der in Frage lommcnb.n V Herden unb Versoncn erteilt ist, wird mit dem c4cd.n der S.angen begonnen, an denen ein V'cil b.c Ricktunii nach der nächstrn Stange angibt. Innerhalb de-> Waldes wird der Weg mit rol.n W.npe.n gezeichnet, bie an Drähten auigejog ' neib.n Jc ncck ben Umständen soll auch noch der Weg vom Gaaersttiu nach der Sira'e Mick'ell'amSchotten markiert neide.'.

Kleine Ta-eschron.k.

Tie vereinigten BuÄdr uckereibesitzer in De i - l i n crllärrn, zum Ausgleich der erhöhten Lahne, sowie der fort Dl.c.iu g u.c ..i.n 'Diuiena vrii.'e b.c Iruavreue tum 1. Jannn. 1912 ab um 10 Prozent erhöhen zu wollen.

Etwa e.ne Stu tue h.iijind) tonnten gestern mittag sowedl im Pos.chellaint als auch in der Reichs bank in Berlin keine großen Auszahlungen ersolgen, weil wegen unvorher- gct.h.nes Abbeben großer Summen der Barvorrat cr- I d) ö p i t morgen war. Mehrere Firmen hatten mehrere Millionen Mark erhoben. Neue Vorräte mußten erst auS den unterirdischen Tresors der Bank geholt werden.

Tic Firma O.uruocr Ucbel in Plauen t Vogtland stiftete anläßlich ihres r.Ojäl.ngcn BestehenS ein Kapital von jOOOü Mark für ihr Personal.

In Golzow ivuroc Die Familie des erkrankten Weichen- stellcrS Krause, Mann, Frau und zwei Kinder, bewußtlos in ihren Betten auigeiunbcn. Tie Wohnung war völlig Deraualmt, t>a alle Petroleumlampen ohne Zylinder brannten unb dem Keks- ofen giftige Gase entströmten. Tem Manne waren Beine unb ^)änbe gefesselt. Alle vier liegen bedenklich barniebei.

Tic in Paris vor sich gehende Versteigerung der I u - welcn Abdul HamibS ergab diS jetzt 5 Millionen F r a n > s. Sie wird in ber nacbiten Wockre sortgesetzt: erst bann kommen bie besonders wertvollen Stücke zum Verkauf.

jttbtiht. Im n; ifletlnfien.rotillf lonirinenSwir:l i&. «epanunt.

:c.

r. Schal int>tra»»e 4ll :äTENr

_____ . . Fragen von austcrorbenilich we. tragender Spaltung, her Verbrauch pro Kopf in Holland auf 13,12 P 0, Belgien welcce sich an un cre Maro.Mpoli.ik knüpfen, und jedem, 10,90, den Vereinigten^Staaten 9,3.3, Franlre ch 6,26,f tzxr e.was deu..ches V tn wor.li.iileiisaefuhl in sich träat, ....... ..... wird es ivii Hom men fein, einen so vortrcs.tiqen Vorkämpfer