Ausgabe 
2.11.1911 Drittes Blatt
 
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jahres von der Familie B r o ha u e r 3 Kinder auf unerklärliche * Weise, zuletzt vor etwa zwei Wochen der achtjährige Sohn. Jetzt

Die Handelskammer beschließt, einem aus der Mitte der

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zweifellos dadurch wirtschaftliche Nachteile erleiden würde.

V. Lebens Mittelteuerung und Futt ermittel

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sie im Hinblick auf die damit verbundene geringe Gefahr und aus die großen Vorzüge von Bleiweiß ein allgemeines Verbot oder eine Beschränkung der Verwendung bleiweißhaltiger Farben zu Jnnenanstrichen nicht befürworten könne, weil der Farbenhandcl

gebracht.

In Bremerhaven verschwanden innerhalb eines Viertel-,

nach obtzn mtb nach unten eingestellt werden können. Der erste Flugversuch soll in der Nähe der Küste eine halbe Meile seewärts stattftnden, um die Brauchbarkeit des Luft- schiffes und des Begleitbvotes erproben zu können.

gefährlich verwundet. Auf der Flucht schoß der Chinese viermal auf seine Verfolger, von denen er einen leicht ver­wundete. Er wurde schließlich überwältigt und ins Gefängnis

Kleine Tageschronik.

Vor dem Gebäude der Darmstädter Bank in Berlin wurde ein K a ss e n b o t e der Bank von zwei unbekarmten Männern be­raubt. Einer der Männer riß dem Boten aus seiner inneren Brusttasche die Brieftasche mit 1300 Mark, sowie einen Scheck heraus. Die Räuber sind entflohen.

In Crossen- Merseburg wurde der Direktor eines Wander­zirkus von einem chinesischen Artisten, dem er einen Vorschuß

Märkte.

a. Hungen, 1 Nov. (Der Hungener Allerheiligen- markt.) Em Stück Volkstum geht schlafen. Wenn man er­zählen hört, was der Allerheiligenmarkt vor 25 bis 30 Jahren noch war: ein Wiedersehen der Burschen und Mädchen der Umgegend nach des Sommers arbeitsreicher Zeit in Hungen, allwo für den Winter manche Verbindung angeknüpft und manches Marktstück gekauft wurde, ein Tag, der den Beginn der Spinn- stuben der ganzen Gegend bedeutete, so muß man sagen, es ist schade, daß diese schöne Sitte heute so gut wie verschwunden ist. Und sie wird nicht wiederkeh-ren; was heute noch ist, ist nur noch geeignet, die Erinnerung der Mten wachzurufen. Mit der Zunahme des Verkehrs sind ja die Märkte fast alle nichts mehr, etwa außer Grünberger Gallmarkt und Ortenberger Kalte Markt. Aber sollte es nicht doch noch möglich sein, unserm Allerheiligenmarkt einen Teil seines alten Rufes wiederzugeben. Interesse haben aber schließlich in Hungen die wenigsten Ge- chäftsleute noch daran, denn den Markt machen die Äuswür-

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2. alle ein Handelsgewerbe treibendttn Genossenschaften, die in einem Genossenschaftsregister des Kammerbezirks eingetragen

3. Bergwerksgesellschaften der in Artikel 5 des Einführungsgesehes zum Handelsgesetzbuch bezeichne, en Art, .

4. die Besitzer solcher im Kammnbe.zirk belegenen Bctricbsstatten, die zu einem außerhalb des Kammerbezirks gelegenen, im Handelsregister eingetragenen Unternehmen gehören, auch wenn die Betriebsstätten nicht im Handelsregister eingetragen sind, sofern sie nur einen in kauftnännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordern.

Tie sich aus der Fassung des Gemeindeumlagengesetzes er­gebenden Aenderungen für Artikel 18, 23 und 34 sind lediglich redaktioneller Art. Die Handelskammer erklärt ihre Zu-

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Vermischtes.

*EinKampfmit einem wahnsinnigen Ehepaar hat in S p i n d e l m ü h l e die Gemüter in Aufregung versetzt. Seit einigen Tagen tmirden die Kinder des Schnittwarenhändlers Johann Hollmann nicht gesehen. Sie kamen nicht in die Schule und ließen sich auch sonst nicht blicken, so daß sich der Nachbaren um so größere Besorgnis bemächtigte, als das Gebaren HoUmanns und seiner Ehefrau in der letzten Zeit Anlaß zu Be­fürchtungen gegeben hatte. Ein Nachbar drang in das Haus ein, das versperrt war, wurde jedoch von dem Ehepaare vertrieben. Darauf versuchten Gendarmen und Feuerwehr, das Hails zu betreten, wurden aber von Hollmann und seiner Frau, die wie wütend mit den Säbeln um sich hieben, daran gehindert. Schließ­lich kam es in dem Hausflur zu einem förmlichen Kampfe, wobei mehrere Feuerwehrleute schwer verletzt wurden. _ Als die Kräfte Der Rasenden nachließen, schleuderten sie Glasflaschen, die sie vorher Jit Hunderten aufgestapelt hatten, gegen die Gendarmen. Als das Ehepaar endlich überwältigt war, fanden die Gendarmen in dem Schlafzimmer die vier K i n d e r halb verhungert und starr vor Kälte unter den Betten. Sie wagten erst nach vielem Zureden hervvrzukriechen. Die Kinder wurden von Nachbarn vorläuftg in Pflege genommen, während die Eltern ms Kranken­haus zur Untersuchung ihres Geisteszustandes überführt wurden. Insgesamt sind bei dem Kampf 10 Personen verletzt worden.

frostempfindliche E il stü ck a ü t e r , t ______, .

Obst, Gemüse und bergt, während oes Transportes auf der Äsen­bahn vor der schädlichen Einwirkung der Kälte zu schützen, auch in diesem Winter fortgesetzt werden. Zu diesem Zwecke verkehren wieder in den Monaten Oktober bis Marz auf den Strecken Frank­furt (Main)EisenachBerlin Anh. Bahnhof, Frankfurt (Mains- KasselHamburg H. und KölnKoblenzMainzFrankfurt (Main) besonders gebaute gedeckte Güterwagen, die für Dampf - und Preßkohlenheizung eingerichtet sind.

c) Von unterrichteter Seite liegen noch Mitteilungen vor über zweifelhafte Firmen im Auslande (Rußland, Belgien, asia­tische Türkei usw.). Näheres hierüber erfahren Jntereflenten auf dem Sekretariate der Handelskammer.

hrtrfte mit. Dem Häufe wurde von Gönner» ein neues Harmoudtm Vberwiesen.

Kreis Friedberg.

x Bad-Nauheim, 31. Ott. Eine öffentliche Sitzung der Stadtverordneten fand unter dem Vorsitz des Bürger­meisters Tr. Kahser heute statt. Der Berfammlung lag u. a. zunächst ein Gesuch des dem Rhein-Mainischen Verband für Volks­bildung ungegliederten Bildungsvereins vor, worin er die Stadt bittet, ihm einige Räumlichkeiten des alten Rathauses, aus dem seit einiger Zeit Stadtbauamt und Stadtkasse ins neue Stadthaus ausgezogen sind, als Bibliothek und öffent­liches Lesezimmer abzutreten. Der Vorsitzende und einige .Stadtverordnete sprechen sich für die Befürwortung des Gesuchs aus, das einstimmig genehmigt wird. Dem gemeinnützigen Ver­ein, der in den 6 Jahren seines Bestehens hier schon recht viel geleistet hat, werden die Räume des Erdgeschosses zur Verfügung gestellt. Im alten Stadthaus und zwar im ehemaligen Gefängnis- raum soll auch das städtische Archiv aufgenommen werden. Außer­dem ist auch der Ortsgewerbeverein mit einem Gesuch um Ueberlassung von Räumlichkeiten an die Stadt herangetreten. Hierüber soll später beschlossen werden. Um die Feier von Groß­herzogs Geburtstag wieder in der feit Jahren üblichen schönen Weise begehen zu können, wurden die Stadtverordneten Jakobi und Rosenthal beauftragt, die Vorbereitungen zu treffen. Der Kommers findet in der Turnhalle statt. Ueber den Punkt der Tagesordnung, der sich auf die Bauvorschriften über Anlage und Benutzung von Vorgärten bezog, zu denen das Ministerium einige Aenderungen wünscht, entspann sich eine lebhafte Aussprache. Die Angelegenheit wurde vertagt. Die Versammlung ist damit einverstanden, daß die durch die Feld­bereinigung entstandenen Kosten der Parzellenvermessung spä­testens einen Monat nach Aufforderung des Katasteramts bezahlt werden sollen. Der Alice-Frauenverein für Kranken­pflege (Zweigverein Bad-Nauheim) hat der Stadt die Bitte unter­breitet, sie möge in Zukunft die bis jetzt gezahlten Beträge für Wohnung und Heizung in bar bezahlen und das Mobiliar im Schwesternhaus dem Verein zur Verfügung stellen, unter der Be­dingung, daß es Eigentum der Stadt bleibe. Indem die segens­reiche Tätigkeit des Vereins und der Schwestern die allgemeine kAnerkennung finden, wird das Gesuch genehmigt. Im Anschluß an die Besprechung und Genehmigung des Holzhauerlohn­vertrags wird von einigen Stadtverordneten der Wunsch ge­äußert, die H o l z w e l l e n binden zu lassen, da dadurch der Wert des Reisigs erhöht werde. Die Bürgermeisterei verspricht, dem Wunsch nachzukommen. Eine rege Tätigkeit entfaltet in diesem Winter der Stenographenverein Gabelsberger. Außer einem sehr gut besuchten Anfängerkursus hat er auch noch Fortbildungs- und Redeschriftknrse eingerichtet. Daneben bietet er noch Gelegenheit zur Erlernung des Maschinenschreibens. Der Verein empfängt die finanzielle Unterstützung der Stadt und ver­schiedener Körperschaften. Mit dem heutigen Tage würd' das neue Güterabfertigungsgebäude auf dem hiesigen Bahnhof in Betrieb genommen. Der alte Güterbahnhof wird geschlossen.

Hessen-Nassau.

sj M a r b u r g, 1. Nov. Tie heute im Stadtscvale unter dem Vorsitze des Geh. Konsisborialrat Prof. D. Mirbt abgehaltene Missionskanferenz für Kurh e^sen war von weit über 100 Teilnehmern aus vielen Orten besucht. Im Anschluß an eine Ansprache des Supenintentenden Happich-Marburg widmete bet Vorsitzende dem in diesem Jahre verstorbenen Vorkämpfer der Mission, Gustav Warneck, euren Nachruf. Superintendent Heußner »Ziegenhain erstattete den Kassenberickst. Die Ein­nahmen betrugen 1549,48 Mk., die Ausgaben 1283,13 Mk. W folgte ein Vortrag des Missionsinspektors v. Paul-Leipzig überD i e dringliche Missionsaufgabe in Deutsch- Ostafrik a". Der Redner würdigte die Fortschritte, die die Mission dank der Entwicklung der deutschen Kolonien nähmen, cs beständen in Deutsch-Ostafrita jetzt schon 175 Missionsstationen mit 50 000 Gemeindemitgliedern und 500 Schulen mit 30 000 Schülern, die allerdings in elfteren einbegriffen seien. Die offene Tür, die die deutsche Kolonialpolitik geschaffen habe, käme aber auch dem Islam zu statten und das Vordringen dieser Sendlinge bilde eine nicht mehr wegzuleugnende Gefahr für die christliche Mission. Aus diesem ©runde sei die Mission in Ostafrika dringlich geworden. Der Vortrag zeitigte eine rege Aussprache. In der überfüllten Abendversammlung sprachen dann noch außer dem genannten Missionar Hoffmann- Neuguinea und Pfarrer Göbels-Hanau.

ff- Ein neuer Versuch zur Heb erftiegung des Atlantischen Ozeans. Englische Zeitungen be­richten, daß der Plan des amerikanischen Luftschiffers Van im an, den atlantischen Ozean zu überfliegen, dem­nächst zur Ausführung kommen soll. Bereits durch die Erbauung des Wellrnannschen Luftschiffes in Amerika be­kannt, findet er bei seinem Unternehmen überall freudige Zustimmung und Unterstützung. Das neue Luftschiff wird nach Möglichkeit die Fehler, die dem Wellrnannschen an­gehaftet haben, vermeiden. Insbesondere wird der Gleich­gewichthalter, dem man seinerzeit viel Schuld cm dem unglücklichen Ausgange des Fluges zuschrieb, einen neuen Typus aufweisen. Er besteht aus zwei Ketten von Röhren, die in gewissen Abständen auf Drahttaue aufgereiht sind An ihrem unteren Ende mit dreieckigen Oeffnungen ver­sehen, sollen sie in Berührung mit dem Meeresspiegel ge­bracht werden, wobei sich die Hohlräurne mit Wasser füllen das dem Meichgewichthalter stets erforderliche Gewichts­verteilung geben soll. Für langsame Fahrt hat Vaniman einenEquilibrator", der aus je sechs Röhren besteht, wäh­rend bei größerer Geschwindigkeit einEquilibrator" aus nur vier Röhren zu beiden Seiten in Anwendung kommen soll. Das neue Luftschiff hat vorn und hinten eine Reihe von Tragflächen, die ihm seitlich hervorspringend das Auslehen eines Fischungeheuers verleihen. Mit ihrer Hilfe will Vaniman seinen Ballon durch einen plötzlichen Sturz an die Oberfläche des Wassers bringen können, so­bald er Ballast nötig hat. Um die Triebkraft bei dieser Bewegung zu verstärken, hat Vaniman einen Satz verstell­barer Luftschrauben vorrätig, die in der Richtung genau

ftimmung zu den Vorschlägen.

III. Verordnung betr. Lagerung von Mineralöl und Mineralölmischungen. Der Handelskammer Mainz als Vorort des hessischen Handelskammertags ist durch das Großh. Ministerium ein Rundschreiben des Herrn Reichskanzlers zuge­gangen, wonach der preußische Handelsininister den Entwurf einer Verordnung betr. Lagerung von Mineralöl und Mineralölmischun gen infolge des Einspruchs der In eressenten zurückgezogen habe Es werde nun seitens der Bundesregierungen beabsichtigt, einen einheitlichen Entwurf unter Befragung gewerblicher Sachverstän­digen auszuarbeiten und diesen alsdann der Kritik zu unterstellen. Die Handelskammer nimmt mit Befriedigung hiervon Kenntnis.

IV. Verwendung von bleifreier Farbe. Einem aus der Mitte des Reichstags geäußerten Wunsche entsprechend, ist von dem Reichsamt des Innern bei den Bundesregierungen an­geregt worden, im Interesse des Arbeiterschutzes die Verwendung von Bleifarben in Fällen, wo sie durch andere unschädliche Farben ersetzt werden können, zu verbieten. Das Großh. Ministerium hat die Handelskammer um eine Aeußerung darüber ersucht, ob und inwieweit Industrie und Handel durch ein Verbot oder eine Be­schränkung der bleiwesßhaltigen Farben berührt würde, und ob im besonderen eine wesentliche Schädigung der einheimischen In­dustrie durch ein Verbot der Verwendung von Bleifarben zu Jnnenanstrichen in den Submissionsbedingungen für Staats- und Gemeindebauten zu befürchten stehe. Vach Anhörung der be-1 ä'rrus von einem ajmeinu/tn «ruireii, «m et ««u wu h wi« ceiligten Kreise beschließt die Handelskammer, zu berichten, daß| verweigerte, durch zwei Revolverschüsse ut die Brust l edens

7. Sitzung Grostherzoglicher Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach.

Protokoll-Auszug.

Gießen, den 16. Okt. 1911.

Anwesend sind die Herren: Geh. Kommerzienrat Heichelheim als Vorsitzender, Kommerzienrat Schirmer als 1. stellvertretender und Kommerzienrat C. Grünewald als 2. stellv rtretender Vor­sitzender, Dürbeck, Friedberger, I. Grünewald, Jhring, Klingspor, Noll, Rinn, Röhr, Rühl, Wallach, Zurbuch und der Syndikus.

I. Poft-Ueberweisungs- und Scheckverkehr. Zur gesetzlichen R^elung des Post-UeberWeisungs- und Scheckverkehrs find in der Vertreterkonferenz vom 29. September b. Js. von den hessischen Handelskammern die folgenden Vorschläge beschlossen worden:

1. Die Gebührenordnung ist wie folgt zu regeln: a) Die seitherige Zuschlagsgebühr von 7 Pfg. für jede Buchung über 600 jährlich wird aufgehoben.

b) Bareinzahlungen mittelst Zahlkarte ohne Unterschied des einzuzahlenden Betrags 5 Pfg. (seither für je angefangene 500 Mark 5 Pfg.).

c) Barrückzahlungen:

1. Bei Auszahlung an den Kontoinhaber selbst 5 Pfg. für je angefangene 500 Mark.

2. Bei Auszahlung an andere Personen.....10 Pfg.

für je angefangene 500 Mark.

Seither wurden erhoben für jede Barrückzahlung a) eint feste Gebühr von 5 Pfg. und außerdem b) 1/10 vom Tausend des auszuzahlenden Betrags (Steigerungsgebühr), d) Uebertragungen von einem Postscheckkonto auf ein anderes 3 Pfg., wie seither, evtl. 5 Pfg. mit Rücksicht auf den Wegfall der Zuschlagsgebühr.

e) Alle Gebühren zahlt, wer das betreffende Formular aus­schreibt.

f) Die Gebührenentrichtung erfolgt im voraus durch Marken- verwendung, so daß die Verrechnung der Gebühren auf dem Konto wegfällt.

g) Für den Verkehr mit dem Postscheckamt ist Portofreiheit zu gewähren.

2. Von einer Verzinsung der Einlagen kann auch künftig abge­sehen werden.

3. Eine Vermehrung der Zahl der Postscheckämter wird zurzeit nicht für erforderlich gehalten, wenn die beantragten Gebühren­ermäßigungen gewährt werden.

4. Der Verk.hr zwischen Postsch ckkonto und Reichsbankgirokonto ist noch mehr zu vereinfachen und zu verbilligen. Es dürfen bter nur die aletrfren Gebührensätze berechnet werden, wie zwischen zwei Postscheckkonten.

5. Die Stempelfteiheit des Poitscheckverkehrs ist beizubehalten. .Sie Handelskammer erklärt ihre Zustimmung zu diesen Vor­schlägen.

II. Aenberung desHandelskammergesetzes. Das neue Gemelndeumlagengesetz macht eine entsprechende Aenderung ber Arttkel 3, 18, 23 und 34 des Handelskammergesetzes er­forderlich. In der Vertreterkonferenz vom 29. September d. Js wurde fur Artikel 3 folgende Fassung vorgeschlagen:

C12 3» SP1?!? der vandelskammer werden gewählt. Berechtigt an der Wahl teilzunehmen und verpflichtet, zu den Kosten der Handelskammer beitragen, find, sofern sie zur Gewerbesteuer veranlagt und:

1. alle natürlichen Personen, Gesellschaften und juristischen Per­sonen, die nt einem Handelsregister des Kammerbezirks als In­haber einer Firma eingetragen sind.

wurde ein Mann verhaftet, von dem man annimmt, daß er mit ArftA Aphinn i dem Verschwinden der Kinder in Verbindung steht.

Aus Schieber wird gemeldet: In dem fürstlich Lippischen bei der Reichsregievung dahin vorstellig^werden, daß der Jdentitäts- ^joffe, Mobiliar und^mebrne ©ä^tourden^ra^fAädfa? Nachweis für Getreide wieder eingeführt wird und daß die Futter-

Mittelzölle vorübergehend aufgehoben werden. b 8 F W b ' f b * *

VI. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes hervor- Im :Hofe des Gerichtsgefängnisses zu Hirschberg wurde der

zuheben: , 26 Jahre alte Schneider Johann Ma atz aus Mrngrütz bin«

a) Bei der Staatseisenbahnverwaltung ist die Ausdehnung gerichtet. Maatz hatte am 7. F bruar die Handelsfrau Siebenelcher des Sieg e r l ander B r en n sto f f t a r ife s au s di e P ud - urtb eine Frau Menzel in deren Wohnung in Langwasser jn bei« und Walzwerke des Lahn -, Dl l l - und Sieg- bestialischer Weise ermordet und beraubt. Ec war am 20. Juni 9e $* 1 2 3 4 ? t e s beantragt worden. Die Handelskammer hat sich für vom Schwurgericht zweimal zum Tode verurteilt worden und Men Mntras nm unter der Borausfetzun- anssvrcchen können, hotte auf ein Gnadengesuch verzichtet.

daz Frachten von Hungen nach den emzetncn B-rbrauchsorten Ein Zwischenfall ereignete sich deute in Ratibov um dcniemgen Frachtbetrag geMrzt werden, um welchen^ die -oe| hx, Einweihung der neuen evangelischen Kirche. Ms der Frachten vom Rheinland durch Anwendung des Stegeilander Generalsuperintendent Nottebahn dem Vvrsidenden des Kirchen- Brennstofftarifs billiger werden. bauausschusses Stadtrat Lüttge als Auszeichnung den König-

W -N?bu sprecheuden Antrag ist der Handelskammer ftchen Kronenorden 4. Klasse überreichen wollte, lehnte Lüttge

von der Komgl. lÄienbahndirektron Frankfurt a. M. der Bescheid e n Orden ab. Süttge hat sich in jahrelanger aufopfernder zugegangen, daß die Eisenbahrwerwaltung sich mit der Frage, Tätigkeit um das Zustandekommen des Kirchenbaues bewährt.

ob -,n Bedurft,,- sur die brantragte Einschaltung eines neuen Aus dem Gardasee stieb gestern abend ein Damvser mit o^Qdoateä au f b er :t r e ct e Fulda Gießen vor- inem kleinen Segelboot zusammen, worin sich der Sohn des

eX/ eingehend beschäftigt habe und versuchen werde, die Wiener Universitätsprofessors Lanza befand. Das Boot kippte Einführung der gewünschten Zuge zum Mai kommenden Jahres um und der junge Mapn wurde von den Rädern vollständig zu erreichen. Eine Zusage könne indes nicht gegeben werden. zermalmt.

,Y. 9^er Gisenbahndirektion Jfranlfurt a. M. ist der Auf dem Schloß des Rittergutsbesitzers Benkiesser bei Thun übliche Bericht über die Lage des Ei, euerzberg- borf (Unterfranken) stahl der Hausdiener Hoffmann in Ab- während der Zeit vom i. April Wesenheit der Herrschaft für 180000 Mark Schmuck- bis 30. September 1911 ersattet.worden, fachen und 20 000 Mark bares Geld.

- cL bei Beginn em^ Mnterhalblahres smd auch $n Cuxhaven sind je zwei der neuesten Torpedoboote

m °k ^^bssenten wegen der Beleuchtungsfrage per Schichau-, Germania- und Vulkanwerft bei schwerem Südwest-

D ? \ «s C t u 5 * * ? " ' rgen H a u Pt st e u e r - sturm seewärts ausgelaufen, um ihre Seetüchtigkeit unter gleich-

V ZollIchuppens a m Guterbah n h o f an zeitiger Vergleichung der Leistungsfähigkeit per drei verschiedenen

Handelskammer herangetreten. -Untn Hinweis auf frühere Fabrikate vergleick^en zu lassen.

Angelegenheit und unter Betonung der Unter dem Verdacht, zahlreiche Brandstiftungen, bei ^ei ®^mJneT?Otxx Yenern an das Großh. denen mehrere Personen umkamcn, verursacht zu haben, um in

iu ^bote stehenden den Besitz der Versicherungsprämien zu gelangen, wurde in O l d- ff erue recht bridg e der Millionär Appelbp, der auch in der Bap- bafbige Seftebung des so fthr beklagten Mißstmides hinzuwirken, tiftengemeinde eine hervorragende Stellung einnahm, verhaftet.

\ t , Bei Ankunft eines Schnellzuges auf dem Nordbahnhof in

a) Einem aus der Mitte der Versammlung gestellten Anträge Prag fand man den Landwehrleutnant Woldinsky, der in Zivil- entsprechend, beschließt die Handelskammer die Einführung kleidung aus dem Truppenlager gefahren war, in einem Abteil ö r r e r t e r F ahrkarten zwischen Gießen und Marienbad, geknebelt auf. Er war vor Prag von zwei Burschen über» Karlsbad, Wien, Lausanne, Marseille und Paris, ohne daß eine fallen und seiner Barschaft beraubt worden.

Bestellung auf lolche Karten vorausgeht,, zu beantragen. In Wien hat Annp Dirksen gestern in ihrer Wohnung

b) Nach Mitteilung der König!. Eisenbahndirektion FrMk- eine große Dosis Sero na I genommen. Der Gatte der tem- furt a. M. wird der in den letzten Wintern vorgenommene Versuch, peramentvollen Künstlerin, Frhr. v. Hammerstein, fand sie be-" u . « - -*-r. s - al ~ - z, B Wein, frisches wußtlos aus. Ihr Zustand ist ernst.

c DieNeue Freie Presse" meldet: Aus den letzten in

diesem Sommer unternommenen Versuch des Erzher­zogs Ferdinand Karl, Fräulein Bertha Czuber mor­ganatisch zu ehelichen, erfolgte ein ablehnender Be­scheid des Kaisers, worauf der Erzherzog offiziell um die Bewilligung ersuchte, seine Würde und seinen militäri­schen Rang niederzulegen. Er lebt seither als Ferdinand Karl auf einer Burg im Auslande. Die Entschließung des Kaisers über das Gesuch, die schon demnächst erfolgen soll, wird amtlich publiziert werden. Hierauf wird die Ver­mählung erfolgen. Bedingung des Verzichts ist längerer Aufenthalt des neuvermählten Paares im Auslände.

In Jcmowv (Gouvernement Sieletz) gab der R e ch t s a n w a l t Januszewski zwei Revolverschüsse auf den Dekan Nois- z e w s k i' ab und verwundete ihn tödlich. Der Rechtsanwalt verübte darauf Selbstmord. Die Gründe sind unbekannt.

In San Jose (Kalifornien) ist der Professor John- Montgommery bei Versuchen mit einem Gleitflieger eigener Erfindung um gekommen.

Aus Las Palmas wird gemeldet: Am 30. Oktober stießen der ftanzösi che DampferLiberia", der der französischen Dampft schiffahrtsgesellschaft gehört, und der französische DampferDio- libah" der die ..Liberia" schleppte, zusammen. Beide Dampfer befanden sich auf der Fahrt von Kotonou nach Marseille.Dio- libah" sank Einundzwanzig Mann der Besatzung und drei Fahrgäste ertranken.Liberia" wurde am Bug beschädigt.