Nr. 229
Tn elften« Injtigtt erfchetni lagüdi, au6et Gonntoß? - viermal roödjentlid) •IftencrSamillcnbläiler, iiDttinal luöditntl.KreiS' blalllürbtnKreiseitbtn (lienltng imb^teunn); jiofimal monail. tank- n>lrlfd)Qfflid}t ötitlracti Tienifpted) - Anfchlsiffe für die Redakiion 112, Verlag u. Lxpedirion 51 Ylbrefie für Teoefchcn:
«nzeiger Wieweit, nnnahmc von Lnzeigea für die LageSnunnner bil vormittags 9 Uhr.
Erstes Blatt
161. Jahrgang
Freitag, 29. September 1911
rr anal', i -Ä 75 in, viertel» Librhd) 2JH. 2.20; durck dibbele- il Zweigstellen monatlich 65 1-f.; burdj
ietzenerAnzeiger
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Die heutige Nummer umfafot 12 Seiten.
Das Ultimatum Italiens an die Türkei.
Ter italienische Minister des Auswärtigen hat den Wortlaut des Ultimatums an bic Türkei in der Presse veröffentlichen lassen, irr ist derart, baß der Türkei kaum eine Möglrchlcit olcibt, offenem Lvnflikt auszuwcickcii Heute fällt die Eittscheibung Italien laut Tripolis militärisch besetzen, und was es von der Türkei in dem Ultimatum noch verlangt, ist ledig.ich, daß deren Besatzung sich in das angekündigle Unvermeidliche fügen soll tv handelt sich also um einen ganz offene n Raubzug Italiens, unternommen zu einer Zeit, da die Türkei, bie iure Verwaltung nach europäischem ®h I ziemlich wehrlos ist. Man nimmt an, bau cs die Absicht Italiens ist, die türkische Flotte aus ihrer Fahrt von Beirut nach' rtonstantinvpcl adzusangen und als Piand zu bcljai- ' ten. Italien hat nämlich durch den nun wahrscheinlich auSbrechcnden türlischen Boykott die schwersten wirtschaftlichen Nachteile zu erwarten. Es ist, namentlich da Englands Haltung noch nicht in vollem Umfang vorausg.'fagl werden kann, noch keineswegs abznfehen, ob Italien aus einem Kriege mit der Türkei so viel sür sich herauszuholeu vermag, bah es die schweren Opfer, die auch sür Italien damit verbunden sind, lohnt.
Rom, 28. Sept. (Meldung der Agenzia Stefani) Heute nachmittag 2 Uhr 30 Minuten überreichte der Konstantinopeler italienische Gcsä)äftSträgcr in Begleitung des Ersten Tragomans dem Großwesir die Note, enthaltend daS Ultimatum Italiens an die Pforte.
Rom, 28. Sept. Ter Minister des Aeustern, bi San Giuliano, depeschierte in ber Nacht vom 26. zum 27. b. 1*L an den italienischen Geschäftsträger in Konstanti- nopel, de Startino, wovon er auch dem ottomanischen Geschäftsträger in Rom Mitteilung machte:
„Während einer langen Reihe von Jahren hörte bic italienische Regierung niemals auf, der Pforte oorzn- stellen, daß cs absolut notwendig sei, den Instand ocr Unordnung und Vernachlässigung, in welcher Tripolis und Kyrene von der Türkei gelassen werden, zu beendigen, damit diese Gegenden der gleichen Wohltaten des Fortschrittes wie die übrigen Teile Nordafrikas teilhaftig würden. Ein solcher Wechsel, der sich auf die allgemeinen Forderungen der Zivilisation gründet, stellt sür Italien ein vitales Interesse erster Ordnung dar, angesichts der geringen Entfernung, die diefe Gegenden von den italienischen Küsten trennt. Trotzdem die italienische Regierung immer in loyaler Weise ihre Unterstützung der taiserlichcn Regierung in verschiedenen politischen Fragen in der letzten Zett an gedeihen ließ, trotz der Mäßigung und Ckbulb, die die italienische Regierung bis heute bewiesen hat, sind nicht nur die 21 b- sichten betreffend Tripolis von der kaiserlichen Regie- rung mißdeutet worden, sondern, was mehr ist, jedes italienische Unternehmen in den oben erwähnten Gebieten ist beständig einer systematischen, höchst hartnäckigen und ungerechtfertigten Opposition begegnet. *
Tie kaiserliche Regierung, die bis heute beständig eine feindselige Gesinnung gegen jede leg.time Wirksamkeit von italienischer Seite m Tripolis und Kyrene an den Tag gelegt hat, schlug ganz neuerdings ourch den in letzter Stunde unternommenen Schritt der lön.glichen Regierung eine Verständigung vor, indem sie sich bereit erUärte, jedes mit den bestehenden Verträgen, sowie der Würde ur.b den höheren Interessen ber Türkei sich vereinbarende wirtschaftliche Zugeständnis zu bewilligen. Aber bic königliche Regierung sieh t sich nicht mehr in der Lage, fetzt Verhandlungen anzuknüpfen, de ten Nutzlosig - leit bic Vergangenheit erwiesen habe und bic, weit entfernt, eine Garantie für bie Zulunft zu bieten, nur die beständige Ursache von Reibungen und Konflikten wären. Andererseits stellen die Nachrichten, d.e die lönig- liche Regierung von ihren rlwiisularagentcu von Tripolis und Eyrenaika erhält, bie Lage außerordentlich ernst infolge der Bewegungen, gegen die italienischen Untertanen bar, die augenscheinlich von den Beamten und anderen behördlichen Organen hrroorgerufen wer den. Die Bewegung bildet eine große Gefahr n ett nur für die Italiener, sondern auch für die Fremden icd er Nationalität, welche mit Recht beunruhigt und bc sorg: um ihre Sicherheit Tripolis zu verlassen anfang. n. Die Ankunft von Militärtransvortcn in Tripolis, auf deren ernste Folgen die italienische Regierung öic oiio- manisä>e vorher aufmerksam zu machen nickt versäumt hat, kann nur die Lage verschlimmern und legi der tön g liehen Regierung die unbedingte Verpflichtung au>, bin daraus drohenden Gefahren vorzubeugen.
Die italienische Regierung, die sich ge» zwungen sieht, von nun an an den Schutz ihrer Würde und Interessen z u denken, ist entschlossen, zu der militärischen Besetzung von Tripolis und Eyrenaika z u schreiten Diese Lösung ist bie einzige, bie für Italien in Betracht kommt. Tic kaiserliche Regierung rn.ge b.mzufo ge Anordnungen Treffen, daß dieser Schritt bei den g. gewärtigen ottomanischen Vertretern Tn Tri- polis auf keinen Widerstand stoße, daß die au» ihr sich ergebenden Maßnahmen ohne Schwierigkeit getroffen werden können. Weitere Abmachungen konnten von den Regierungen jeftgelcgt werden, um die Lage endgültig zu regeln. Tie königliche Gesandt cya t m Konstantinopel. erhielt den Auftrag, eine entscheidende
Antwort hieraus von der ottomanischen Regierung innerhalb 24 Stunden nadi Vorlegung des gegenwärtigen Schriftstückes zu verlangen, widrigenfalls fid) bic italienische Regierung genötigt sehen würde, zur Sicherung der Besetzung bie beabsichtigten Maßnal m e n unverzüglich zu treffen. Wollen Stc hierzu noch bemerken, daß in dem Termin von 21 Stunden die Antwort auch durch Vermittlung der türkischen Botschaft in Rom uns mitgeteilt iver» den soll.
Eine italienische Erklärung an die Adresse der Belkanflaaten.
Ter italienische Minister des Acußeen schickte nachstehendes Telegramm am 26. Sepiemb.r a n b i c Gesandtschaften in Athen, Adrianopel, Janina, Va l o ii a, Uesküd , Prizrend, Skutari, Mona st i r, .uanca und Tu r azzo:
Ter ftäntige Wweriiünd der Türkei gf-jciulber jeder gesetz
Eurenaika und die Gefahr, der sich unfcrc Landelcutc m diesen Provinzen gegcnüderschen, fonncii die toriigliche Regierung von einem Augenblick zum andern zwingen, schwerwiegende Maßnahmen zu treffen, die den Anian zu einem 3u jammen ü ob zwischen Italien und der Türkei bieten könnten. Tic königliche Regierung ist entschlossen, cic Tripoliefrage m einer den Interessen und der Würde Italiens cni'preckuiü.n Weise zu lösen. Ader welches immer auch bic Mittel seien, die wir an- went-cn müssen, um oas Iicl zu crrächem bie uiruitblcgt unserer Politik bleibt immer bic Aufrechterhaltung des territorialen S tatuSouo auf ber Balkan Halbinsel und bic Festigung der europäischen Türkei. Folglich wollen wir nicht nur feine Bewegung aus bei Balkenhalbiiijel gegen die Türkei ermutigen, sondern find auch ernstlich entschlossen, unsere Anstrengungen zu verdoppeln. Um namentlich ui diesem Augenblick zu vermeiden, daß cs zu derartigen Vorgang cn komme, ist cs irottvenbig, daß, iv.nn sich ."öoiniungcn ober Illusionen ui diesem Sinne biloelcn oder bilden jolltcn, sie sofort zerstreu t werden follcn. Tie dwlomatifchen Vertreter füllen, jo oft sich die Gelegenheit biete, ihr Verhalten und ihre Aeußermigcn diesem tfnrj.cl der Politik der königlichen Regierung anpasfen.
Tie Ronpantinopelct Blätter saßten am Tonner«tag nie noti) ru.ig auf; sie rieten der Bevölkerung Ruhe an. Tie meistev. Blatter empfehlen, die Tripolrsfrage zu lösen, b.vor sie eine akute Form an- nimmt. Ten Boykott dürfe die Tüll i gegen Italien nicht erklären, da bie Italiener in Tripolis von ber Türkei wie bic eigenen Kinder betrachtet werben. Ten Blattern zufolge übergab bic italienische Regierung ber Pforte eine Note, in der unter Hinweis auf uie bedrohliche Lage der Italiener in Tripolis bic Pfor.c ausgefordert wiro, von ber Entsendung von Truppen un) Mumtion nach Tripolis 2lbsta>ld zu nci/mcn, da hierdurch bie Ausregung bet Ein heimischen gestrigen werbe. T.c P.orte erwiderte, vic Italiener in Tripolis liesen feine Geial)r. Tic Regierung werbe stets ihre Pslicht tun.
Tie italienischen Kolonien in Tripolis.
Tripolis, 28. Sept. (Agenzia Stefani./ Tie italienische Kolonie ist saft vollstänbig an Bo r d bcs Dampfers „Santo bi Rom a" eingefdjifft In ber Stadt sind nur italienischc Beamte unb einige wenige andere italienische Staatsangehörige zurückgeblieben, die sich auf das italienische Konsulat begeben haben. Ebenso sind noch einige Geistliche in der Stadt, die fidi feboch auf einer. für morgen erwarteten Dampfer einschisfen werden. Tci Handel ist lahm gelegt.
Ta» türkische Verhalten.
Ter Wali von Saloniki ist von der Rcg.crung angewiesen worden, seine Aufmerksamkeit darauf zu richte. , bau sich bie öffentliche Meinung über Tripolis nicht weiter errege. Er habe dafür zu sorgen, daß keine Kunbg^ banger, statlsinben und sie gegebenenfalls mit Waffengewalt -u verhindern.
Konstantinopel, 28. Sept Ter Minister bei Innern richtete an alle Provinzbehörden einen Runberlaß, in dem er erklärt, btc Regierung werde alles zum Schutze der Landesinteressen und zur Verteidigung der nationalen Ehre tun. Vorläufig handele es sich nur um einen Plan Italiens, ber au«g-. f. ?ri rotrber. tönntc. Der Erlaß ermahnt, solange bie Beziehungen zu Italien nicht abgebrochen seien, alle Boplottende.^en zu unterbunden. Auch die Tevuticrtcn von Tripolis ermahn ich bie Tripolitaucr, Ruhe zu halten, ba lein Gruno zu Besorgnissen vorhauben sei.
Tic türkische Flotte, bic sich in den syrischen Gewässern befindet, soll möglichst bald Befehl erhalten, Kvn itciuinovcl anzulaujen. Ter Dali von Tripolis, ber gestern abenb fich nach Tripolis begeben sollte, erhi.lt telephonisch einen Befehl des Ministers des Innern, feine Ab reife zu verschieben. Gerüchten zufolge erhalt der Wali neue Iustrultionen. Nach anderen Gerüchten soll ein M i - litär-Wali ernannt werden.
Ter „Tally Ehroniclc" meldet aus Tripolis: Ter türkische Tampfcr „Terna" landete 100 Sol- baten uiid mehrere Kisten Munition und Gewehre Biele rurlifche Famlllen haben sich schon zur Flucht vorbe- reitet. Tas KomiteefürEinheitundFort schritt in Tripolis befahl jedoch den Türken, die Stadt unter keinen Umstanden zu verlassen; nötigenfalls wurden sie mit Gewalt zurückgehalten.
Krieg-
Konstantinopel, 29. Sept. Der Großwesir eilte nach Ucberreichung des Ultimatums sofort nach dem Palast, wohin alle Minister telephonisch berufen würben unb wo die Beratungen zurzeit noch sortdauern.
Tas „Bert. Tagebl." meldet aus Konstantinopel: Sie der Korrespondent des Blattes aus zuverlässiger Quetle
hort, durfte nadi dem Beschluß des Minrsterrats ber Groß- ivehr Hakk, Pascha auf das italicuischt Ultimatum nut non posfumos antworten Tas Verlaiigen Italiens, daß der Besetzung von Tripolis und Benghasi keine Lchwien^ leiten in den Weg gelegt werden, wird Iner als Die Forderung einer Sofortigen Räumung dieses Gebietes aiifgefafjt.
Eine genau insorniierle biplomalifd>c Persönlichkeit teilte der „Neuen Freien Presse" mit, bic gestellte Frist laufe Freitag mittag ab. Man war aus ein gewaltsames Vorgehen Italiens nadi den großen mlliiarifchen Mof, nahmen gefaßt unb wußte, baß bie b i pl o m a t i s che Aktion bes Gesäiasisträgers mir den Iweck hatte, Ieik sür Vorbereitungen zu gewinnen, lieber bic Antwort ber türkischen Regierung , st kein Zweifel S i e ka n ii s c l b st vc r st a ii b lich oi c Okkupation einer Provinz bes o 11 o m a n i f d) c n Reiches nicht Anlassen Europa wirb morgen vor ber Iat|adic stehen, baß bic Türkei Italien den Krieg erklärt. Ein Krieg auf zwo Fronten mit versckiedeilen Kampfesmelhoden, in Tripolis Blmvcraicßcn, in ber europäischen Türkei unb ber Lcvanlc wirtschaftlicher Kampf feilens ber Türkei. Nach lyfolgtei Kriegserklärung müssen alle Italiener binnen vier- unbzwanzig Stunben bie Türkei verlass en -vanbelS- verträge werben gekünbigt, alle italienischen Schulen werben geschlossen, unb ber türkische Boykott gegen alle italienische Waren beginnt.
Der Geivährsmann ber „Neuen Freien Presse" glaubt, Tripolis sei in biesem Kriege von nebensächlicher Bebentnug Viel wichtiger seien bie Verwicklungen, die am Balkan cintreicn können.
Schwierigleiten im Balkan-
Athen, 28. Sept. Tie ans Belgrad datierte Meldung eines auswärtigen Blattes, das griechische Kabinett halt Vorschläge in Sofia und Belgrad gemacht, um ein gemein-, schöstliches Vorgehen gegen die Türtei zu erreichen im Falle eines Zusammenstoßes zwischen dieser und Italien, ist falsch unb tendenziös. Das .Athener Kabinett tat Uine derartigen Schritte.
AuS Sofia wird gleichzeitig gemeldet, daß eine maßgebende Stelle erllärt habe, Bulgarien wolle den SVriep ber Türkei nicht zu feinen Gunsten aysnutzen.
Tie italienische Presse.
Tic amtliche „Tribun a" schreibt: Im Falle eines italienisch-türkischen Zusammenstoßes wurde die italienische Regierung bie Pforte davon verständigen, daß die türkischen Untertanen allezeit jeglichen Schutz genießen würden, vorausgesetzt, daß ihre Haltung sich mit dem Gesetz und den Forderungen der Lage im Einklang befinde. Tie „Tribüne" fügt hinzu: In die Maßnahmen, die die Regierung bezüglich Tripolis zu ergreifen gedenke, feien auch die einbegriffen, mit den italienischen Ltrcllkreisten die Interessen uno das Leben der in Tripolis ansässigen Angehörigen fremder Staaten z u schützen ohne Unterschied mit den Italienern, natürlich in den durch die Lage gezogenen Grenzen.
„Giornalc dItalia" betont: Tie Regierung konnte nicht anders handeln, als wie sie mit voller Zustimmung der gesamten öffentlichen Meinung gehandelt hat. Auch die gesamte öffentliche Meinung Europas hat im weiteren llnuang d.e Legitimität des Vorgehens Italiens aneriannt. Tie Note der ualicnifchen Regieruna spricht nur von einer italienischen Besetzung und läßt oen in den WilajetS einzuiuhrenbcn RechtSzustand unbestimmt.
Ter katholische ,A£ erriete d'Ita 1 i a" sd-rcibt: Die Lösung ist das wichtigste Problem des Gleichgewichts im Miiteuneer und der (v.arainien 'ür die Zukunft. Tas Land iwhcrt fick mit großer Schnelligkeit der Lösung, die von: den Ereignissen vegnnftigt und von der Nation gefordert war.
Ter republikanische „Ragion e" veröfientlicht einen' längeren Anikel des Abgeordneten Barzllai, in dem bie Bcweggrünbe, die bas Vorgehen Italiens notwenbig ge- machi hätten, ausführlick) auseinanbergefetzt werden.
Tie deutsche Presse.
Tic Berliner Morgenbläner vom heutigen Freitag äußern sich. Wie uns telegraphisch gemeldet Wirb, durchweg mißbilligend über oas italienische Vorgehen.
Tas „Berliner Tageblatt" erwartet einen bluli- gen Guerillairieg in Trioolis. Ta ferner auf türkischem Joden .#u00ü Italiener leben, und da Italien jährlich für M Ott" Lire italienische Waren nach der Türkei transponiere, so wäre, meint das Blatt, ein solcher Boykott für Italien ein ungeheurer, empfindlicher Scklag Es scheint, daß bie italienische Regierung biesem Schlag begegnen unb sich ein Psanbocrfchaffenwill, inbem fic das oorBeirut liegende, ; u spät nach Konstantinopel zurück- berufene türkische Geschwader abzufangen hofft Tas „Tageblatt" hegt ernste Besorgnisse, daß Europa in das turlo italienlscke Abenteuer binemgezogen wird Sckon verlangt die Petersburger „Börsen .itung", falls andere Länder Landentschädigungen erhalten, die Regelung der Tardanellenrrage und eine russische Kompensation, und auf dem Balkan rühren sich die allgemeinen Begehrlichkeiten. Tte europäischen Großmächte müssen in diesem Augenblick einmütig bemüht sein, dem Unheil Einhalt zu tun. Leider seien fie nach ben Borg ingen der letzten Zeit wenig zur Einigkeit gestimmt.
Auch die „Tägliche Rundschau" meint, daß der Kriegs funke auch auf das Gebiet Eurovas und weiterhin auf die übrigen Erdteile leicht überspringen könnte. Tie Stellung Italiens wäre übrige- im >inegs- fallc keineswegs glön ib, da die Türkei zu kämpfen verstände. Taher mufic .vohl die Nachricht stimmen, daß oer König Violitti nur mit großem Widerstreben die von bet:


