Ausgabe 
19.12.1911 Viertes Blatt
 
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Nr. 298

Erlcheuu täglich Ausnahme bs Bonn lagt.

General-Anzeiger für Gderhesjen

XieGh^ener Somlllenbläiter* werden dem .Anzeiger* viermal roödienthdb deia-leql daß Xretsblatt für ft«n Kreil Gtehea" zwennal wöchentlich. Die ^Landwirischastllche» Leu- fragen" erfchemen monaUrch zweunat.

vierter Blatt \b\. Jahrgang

Dienstag, 19. Dezember (9U

floianonibrud und Frx'aj der vr ü blich« Unreerfuät« 8.,ch» und 6tem6rudtrtL

Ä 8 « n g e, G etzen.

Rcbaht»n. Expedition und Druckerei Schul» iiiost 7. Erpedinon und Berlag. r-w 51

9Ubotioictse* 11? leL-tilbu.x.lH4(iQtr*i<B«»

Der Wert der Znvalidenverficherung für arigeftellle Beamte im Hinblick auf die bestimm mgen der Reichs- versicherung5orünung.

Bon G. H. M o i i g - Gieren.

Die JwoaliDmversicherung Halle bisher für die groi>c Mehr» Zahl der Beamten leine nciciulidje idtjeuiung, n>al die Ur» iangutig einer biente nach d.n jurjeu ruw geücnj.n Bciumniungiii des 3iu>alibcnDeriiÜ LTungdgeicu,to neben ver Taifun iua,t i.ivg hd) war. Tcmgcmdfc intereliierten sich biLher iur Dic.e xkt- Uchcrnngüart ronpicgcnb nur die Samten, die Dcrnwgc ihrer Dienststellung :ich mit den Arbcu:iDcrsicherungsgeietzen und mit onnlvolttn'dKn Angelegenheiten bcschmtigcn niuuien. Tic iLcr- wiLgendc Mehrzahl bagcgcit sah die JnvaliDenver.ichcrung nicht mit Unrecht als eine für sie nicht bvinmmic Eiurichcung an, und die vor der Anstellung geliebten Marken wurden als ver­lorenes (Mb betrachtet. Aus diesem Gruiide werden diese Be- omlenkreisc auch die Gestattung der Neiä-Vversid-ciungsvionutig nicht eingehender verfolgt haben und cs bunte oct Mehrzahl ent­gangen jein, bab diese auch den angestellten Beamten nicht un­beträchtliche Borteüe bringt. Tic bietch-.-verstd erungsordnung ent- Hält nämlich die einsclwänlcnde Bestimmung des 16 des ^nt>.» Bers.-Ges. nicht mehr, wonach Dai, 9ied)t aus L.zug der Jtwal.oen- oder Altersrente il a. ruht bei den bieid-s», Staats» und Korn- munalbeamtcn, die Pensionen, WartcgeiDcr oder ähnliche Bezüge erhalten. Es besteht sonach also auch fiir die mit PensionS- berechtigung angeitelltcn Beamten die Möglichkeit, sich im Xdcgc dec ircüuilligcn icheitcrvcrsicherung den Bezug von Jnoalioenieme neben ihrer Peniion zu lichern. La aber Die Reiche^eriicheinngs. ordnung neben der Gewährung einer Rente an den Bcr.tchcr.en iclbst auch die Versorgung ani die Hinteroliebcnen Minorn und ümber/ ausgedehnt, kann der Lsamte auch vernuge U: Invaliden» Versicherung seinen Hinterbliebenen einen Rentetumspruch sichern. Tie Vorteile dieser Einrichtung sind im HiNviick aui die von den Beamten zu machenden geringen Aufwendung en so in die Augen springend. Daß nachdem genügende Kiarycit hierüber in den beteiligten Kreisen Ijcrridjcn wird künftig jeder Beamte nach erfolgter Anstellung seine Im tlidenversi letzen wird, um so mehr, als ihm niemand aicic.- Recht nehmen tann und es namentüo) nicht juiänig ist, daiz die Üliistellungs- dchörden etwa die Pension um den Betrag ocr ^luahbenrcnLC airjen. Tie Invalidenrente hat im vorliegenden Fall genau den gleichen Eharakter, den jede andere von den Beamten eingo gangene Lebens» oder Rentenversicherung hat.

Aber nicht nur für b;c dcmnöchst erst angestellt werdenden Beamten gelten diese Bestimmungen: auch für die Beamten, die ihre Invaudenversid'erui'.g bti ujrer schon vor Jahren erfolgten Anstellung haben verfallen lassen, besteht die Möglichkeit, die in den Jahren vor ihrer Anstel lang für die I nva l id en v er, i cheru irg aufgewendeten Beträge jett nod) nuubringenb als Grundstock für die Liderung einer Zmatzrenlc zu ihrer Pension au verwenden und der Zweck dieser Auöiührungen soll vor allem fein, dringend zu empfehlen^ von bk er Möglichkeit unverzüglich Gebrauch zu machen, da sie für die meisten Boomten nur nock) bis zum 1. Januar 1913 besteht. Wird diese nie wiederkehrende Gelegen­heit versäumt, so besteht für die meisten Beamten leine Möglichkeit mehr, die früher hierfür aufgewendeten Betrage in irgend einer Weise zu realisieren.

Hebet daS hierfür einzuschlagende Verfahren ist folgendes zu bemerken:

'Da die Versicherung der meisten Beamten verfallen sein wird, ist vor allein ein Wiederaufleben der Versicherung anzuftreoen. Rach der Reichsversicherungsordnung ist das Wiederauslebenlassen der verfallenen Vet'icherung durch ireümllige Weiterversicherung nir Personen zwilchen dem 10. und 60. Lebensjahr nur möglich, wenn sie vor dem Erlöschen der Atuvartschaft, allo wahrend der früheren vcrficheningSpfi.chtiaen Beschäftigung mindestens 500 Marken rcrwendcl, also 10 Jahre geklebt hatten. To:- wird bei den meisten Beamten nicht der Fall fein, da sie mit Rüäsidü auf die ihnen zuitchende Ai'.wort'chast auf pcniionöbercd-.tigtc An­stellung meistens ia?on vor der AnsieUung von der Jnvalidenver- licherungSpilicht befreit waren. Wer sich aber vor dem 1. Ja­nuar 1913 eine neue Cuittungjfarte ans stellen läßt und Durd) Eiuklcbung von Marten mit der Wicderaufrtwtung feiner Anwan­schaft beginnt, auf den finden nach Artikel 71 des Einführung^- gesetzeS zur ReichsversicheruiigSoidnung iwd) die für dielen Fall wesentlich günstigeren Lesfimmungen des JitvalidcnversicherungS- aesehes Anwendung. Danach genügt es aber, wenn ter Ver­sicherte gelegentlich seines früheren Bersicherungsv^-ri'ätf.iuies 100 Pflichtmarlen verwendet, also 2 Jahre geklebt Hal und das wird bei sehr vielen Staats-, fidjeclicfj aber bei den meinen Gemeinde- beamten der Fall sein. '.'Inch ist hierbei die graste Anzahl der aus dem Militäranwäiterstante hetrorgcgangeiien Beamten zu bedenken, die vor ihrem Eintritt zum '.Militär fast alle ver- nd)crungspslichtige Desthästigung ausübten.

Zur Wiedererlangung der Anwartschaft in alsdann nur die Verwendung von 200 Marten erfordert iw. Bei der rrenuUligen Fortsetzung der Verüd>ernng wird der Bern st orte crthiriiahrrmeiie Interesse Daran haben, diese Zahl mogiichn bald ju trreuixii. Er kann Di cd aber ganz nach seinem Belieben uni. 'einen Gel > verhiütnisseli regeln, Darf jedoch läyrlich nicht mehr als o- unD alle 2 Jahre, vom AussteU-ungstage Der r_mttungstane an ge­rechnet, nicht weniger als 20 Marlen einkleben. Auch die Ausw rhl der Marken ist in sein Belieben gestellt, er kann lowohl Die Der niedrigsten, als auch Die Der Höck neu Ztlasie verwenden, ganz wie es für seine Verhältnisse am zneckmästigiten i|t. <.e nach Der Höhe der verwendeten Marlen bemißt sich iDieter bic £>obe ocr Rente. Hat aber der Versicherte diese Karenzzeit von 20u U'iarien erfüllt, dann genügt zur Aufrechierlxntung inner An'xruche aus dieser Bersichnung Die Verwendung von LU Marken m jeDcr neuen 2 jährigen Anwartsd>aftsfrtst, solange die .Inwan a an nicht abermals erlischt.

Hieraus dürfte zur Genug: heroorgehen, welch lächerlich ge­ringe Aufwcndungeii erforderlich sind, um sich einen :,.entenan|pruch 5U sichern. Ein Beispiel möge dies näher erläutern:

angenommen, ein 40 jähriger Beamter habe vor ieiner An­stellung 500 Marken DerivenDet, davon 100 in Lohn klaue 11, 200 in Klasse III und 200 in Klasse ß*. Er setzt icuic Ver­sicherung jetzt fort, wendet zur Wiedererlangung inner Anwart­schaft zunächst 200 Marken Der Lohnklasse IV unD in Der ^olge noch weitete 100 Der gleichen Klasse auf. Mit oO Iahten wird ct Dienstunfähig. Er hat Fran und 2 Kinder unter lo_ fahren.

An Invalidenrente hätte er zu beanspruchen:

a) Grundbetrag:

ÖOO Marken Der Lohnklasse IV ä 18 Pfg. 90, Mk.

b) Steigerungssätzc: ,,

1U0 Ai arten Der Lohnklasse II ä 6 Pfg. 6, Mk.

200 , , III ä 8 Pfg. 16, Mk.

ÜOO , IV a 10 Psg. = 50,- -'-k,

zusammen luz, -.u

Hierzu ReichSzuschust........5U, A!k.

<nter für die 2 Kinder unter

15 Jahren je ........- 4->40 -t--

Gefamlrente lährlich lo4,±u Dtt.

Angenommen, . >r ^<.-ir..A rirbi unter .Hinterlassung t na Witwe unD 2 Kinder unter 15 Jahren. Tann h_:.cn ric v-nier- bltc.encn zu empfangen:

a) ttiiiiDenrenic; von Grimdbetroq und 6ieigerungd|aije obiger Acute (bei een Steigenmgoiayen kommen hier nur bte nod) Dein 1. 1. 12. gekitteten Beiträge in Betracht)..........36, TL*

dam pieichszufchust.......ö, 2-<f.

b) Da scnieutc. tut DaS 1. Kind/». 24,dO l.L

pieichszui.<,iist.........25, - Mk.

iur Das 2. tiinb */«».......4,30 I.k.

lsteichSzujchiist......... _______

jährliche Hinterbliebenenbezüge iu»,öu j.,t.

Tiefe Zahlen sprechen iu. naj. .%./ i..-D.er :j;id aser ihre §prad?e, wenn muu Dieruu dcaickfichiid., was Der veumtc zur lariangung Dieser tiicn.ai auhuinD<a mutzte. Tie vor Der An­stellung vetwcnd.ten Marken niüaat ticiati au^,:t sl atz rleioc.i. Da fie ja so wie so für ihn ueuaren waren. Hur Wicdcrinkrai. icyung und ixorlsctzuttg Dur Pcriichrru.ig wurden iu-.-g ,;m; uuet nur auigeinc.iDct 120 Mark.

Turch Benutzung ker in § 1472 R.-B.-L. vvrgescl-enen frei« willigen ^matzv^uch:rung ist n^-ter die-Üo?reit geboten, ooigc jienten nad) Velicben zu steigern.

Man braucht ,.u,crau) t ... groster 55ert : ung alhematüct zu fein, um Die h. rbei sicht icnu:n autzccvrocntUchen Botkilc einzuscyen: keine a. . ..c VuriiärningSa:: sann Den < cam . n ul,.;

t mit Der Jortievung D.r Bersich.rung begonnen.

21 u» stabt iniO Ltrnd.

Gictzen, 19. Dezember 1911.

* Der Voranschlag b c» Kreises Gießen für das Jahr 1912 ist gestern vom Rrci-^ag beraten und genehmigt worden. Er schlicstt mit 605 930 Mk. ab gegen uU8UuO Mk. im Vorjahre Tic ö:famtbciträgc der Ge­mein den j.ir Zwccle des .steeh'cS und ucc Provinz betragen 3(4 100 Mk. oder 31000 Mk. mehr als im Vorjahre. Tie üTcidlaften, an denen alle Gemeinden Des Krei|cS teilneh- men, betragun 334 uJO Ml. (32 300 Mk. mehr als int Vor­jahr). Tie Ausbringung ti-fer Summe erfordert bei An­nahme Der für 1911 crmitielten Summe Der doppelten Grundzahlen und der ganzen Eintommensteuerkapualien der Gemeinden des Kreises einen Zuschlag von 20 Pro­zent gegen 18,1 Prozent in 1911. Der Beitrag Des Kreises sür 1312 an Die Provinzialkafsc ist mit 138 000 Mk. gegen 136 000 Mi. un Vorjahre in Ausgabe gestellt.

* Die Hauptversammluitg des landwirt­schaftlichen Vereins jür Lberhessen findet am Donnerstag, 21. Tezember, nachmittags in Gießen auf Dem Lcnzschen g-eisenkeller statt. In Der Hauptsache wird sich Die Hauptversammlung mit Dem Anträge Des Bezirtsvereins Alsfeld zu be,chaitigen haben. 'Dieser Verein hat am 10. De­zember 1910 beschlossen, beim Präsidium Des Provinzial- vereinS Den Antrag aus Auslösung des Provinztal- B er ei ns zu steUett. Der Ausschuß des Prooinzialvereins hat in seiner Sitzung am 11. Mai 1911 jenen Antrag mit 14 gegen 7 Stimmen aogelehnt. Die Hauptversammlung hat in Der Sitzung am 21. Dezember über das Weiterbe­il ehen des Vereins ou eittscheid^n. 'Jlaa) Den Satzungen müssen >4 Der abgegebenen Stimmen für Die Auslösung sein, wenn dem Antrag Des Bezirksvereins Msscld stattgegeben wer­den soll.

* * Vorn A l l dcu t > eh c n B e rb a nd wird uns mit der Bitte um SSeiL'ffentlidjung geschrieben: Die Mitteilung im gestrigen Blatte über die Samiiuinigcn zugunsten der Blumenauer lieber schwemmt en könnte D:n Anschein erwecken, als oo das selbständige Vorgehen Uv AUdcutichen Verdatwes nur Die Folge einer gcuoissen Gercizthei: sein. In Wirkuchleit hat sich der VUl- deutsche Verband zu Der ibuoung d-.s regierungSofsi-ivsen Hilfs- ausschusses in iciner letzten 'Jiumrner der Alldeutschen Blätter vom 16. Dezember (also nad? dem Austritt Kirdvris auS dein offi­ziösen Ausschuß- folgendermaßen geäußert:Zur Freude aller Dcutfd?gciinntcn vcrlamet, d-.itz eine. . Hüfsiattgkeit .... be­absichtigt sei." Wenn trotzdem t:r Altdeutsche VeeoanD von feiner Sammlungdtätigfcit nid:; zurüästehl, so sind Dafür rein sachliche Gründe maßgebend. Zunächst hat uns Die Erfahrung gcicbri, Day int allgemeinen deutscheKomüees", Die ihrBureau" in Berlin haben und unter DemProtektorat" hoh- c Persönlichleiten stehen, bei ihren HlUeuniernehmungcn gerade die üteric zu Übergehen pflegen, Die für DeS Volkes Not stets ein warmes Herz und eine offene Hand ernnefen babat. Hier vermag also Die Tätigkeit des Der Aufruf Des Teu'-fchen Hilfskomitees folgenden Satz:An Die Herzen oes deur-chen V.-iles, Di: aller fremden ? Jlot stets untec Denen sich so viele un'crci Stamwesorüdcr befinden, tverf- iätig zu gedenken." Bon den 50 000 Einwohnern Vlumcnaud sind ungefähr 36 000 Teutsche und 14000 anDne Vo.lsange- hörige, varwrsächlich Italiener und Polen. Wie aus cem an­geführten Sas lerrorzuge. -ir scheint, gedenkt das HiliZkomilee icuie gesammelten Gelder Den vom Ungüid Betroffenen gl-schmiß.g tuiommen lassen zu wotten: di: Tatsac^ der öffentlichen tciltgung Der Regierung, Deren hohe Werttchätzung jeDer Art von Korrettheit" belannt ist, uno Die Testnalnne de, brasuianiichen Geiandien am Prüi'il um ipnd>i zum mindesten nuut gegen diese Äuff'aisung. Audi redet iono. t Die UtberfCbrit wie Di:-.ust- bitte des Auiru'e- ganz allgemein von durä« Die ^ochwafser- katastroph: Geschädigten, n.d,: von den geschädigten Deutschen. Nun macht es ja dem dem. en Herzen alle Ehre, nicht nur Der Vijit der Landsleute, sondern auch Der Der fremden Völker zu ge­denken. immerhin gibt es auch bei uns Latte, die e-5 rorsi:!?.n, chre DanringenDen Landslcu.e vor culcrn zu unterstützen: auch hier bildet a»»' Die Sammlung des Alidauschen Versandes, den vielfach Verbindungen m:: .. i Teuischm B.umenaus verknüvien, eine Ergänzung D.r DaUgbeit ocs HüfskomUees: Die vom All­deutschen Verband gefammcacr» Garen Li.fcn aus schlich! ich deut- eben Volksgenoisen zu. Es wäre zu wünsdien, daß beiden Samm- Etngsstellen Mittel in reichem Maße ;ugerriefen werden.

* Ter Eoang. Arbeiterverein veranstaltete am Sonntag einen Vortraasabend, bei dem Stadlsekretär Drefet über die durch Die Rcichsoer tcherungsordnung jebingten Aenderungen Der Lrankenversicherung prad). Die Ausführungen des Redners fanden reidum Beifall. An den Vortrag schloß sich eine sehr anregende Au.sv.ach^^t।sg eorüf te Dochenpflegerinnen. Tas hen 9kütifierüun deS Innern hat im TRtg.erung^bmt: Nr. 20 Dom 15 Augun D. I. Die neuen Vonchrn:en üuer cictaa> ^che Prüfung von legtruuien re:ö"ciuli4t Nunmehr ist

ouef) uc Lienstaiuveisimg für Die staatlich geprüften Vochat-

riifgrr:rtnct im RkgierungSblatt Nr. 33 vom 5. Dezember die-cs 3arrr5 t er au. ;i dämmen. 3Iaa diesen Vorschriften siebt das ?ctor, sichftact.ich geprüfte oxistaatlich anerkannte Qochenpilvgerin zu nennen, n^r exn Personen zu. Die den staat- lichc.i Artsneis tarüoer erworaen haben Dieser ÄuSweiS wird Die die n. igen Aennl'.itsje und Die erwrderliche Juverläisigkeit bnit-eit Sobald diese Einrichtung sich etwas eingclebt bat, n iru wohl icbc 2üöchnerm Daran, Wert legen, eine staatlich geprüfte oder aiutlannie Awchenpslegerin auzunchmen, da dadurch eine uarantte jür die Jnlanglich.ru gegeaen ist. Aus der Dienst- aniLttiung i: folgende* beioorzuhebcn: Es ist der LSochenpfleflerin

einer Geburt lelvständig zu uoernehmcn, da sich ihre Tätigkeit A'ochneiiii un? des Neugebt

CTiirectt - : lyai über alle-, was in ihrem Beruf ihr an» vertraut wiro, strenges Sliiliairoeigcn zu luwahren. Sie hat be- lanDcrd nut allen st rösten daraus hinuitoirlen, daß die Äutter ihr stistd iclblt stillt, uno ist ihr litcnj verboten, ohne Zu­ziehung eines Arztes zur tuniillchen Ernuhiung eine- Säuglings zu raum oder gar selbständig iünultcbe Nährmittel tSmbcrmeble u w. anzuoronen. Bei '.aujUCiOigung Der Vorschristen kann ihr Die itaauiu'c Aner'ennung entzogen werden.

** Agenten der französischen Fremdenlegion haben dicicr Tage sich in unserer Gegend berumgetrreben und last wäre ein 18-jäbrigtr Bursaie aus Mlein-Xiinben in die Falle Der Agenten gegangen. Der fremde Herr hatte ihn in Der Stadt gctroiicn und in einer Wirtschaft mit ihm fröhlich gezecht. Tex unciiayrcne junge Winnn war schließlich bereit, mit in dieFremde"

seine SonntagSklcider zu holen, stellte ihm der Herr eine Kutsche zur ötriügung. Zu Hauie erzählte der Jüngling, er gehe mit einem Herrn in die Fremde, der ihm bereits Gelo gegeben habe. Di: Angehörigen sd-öpfien Verdacht und l-enachrichtigien die Po- lizci. Er ste.it. iiui h.r.iu ... . i.i uui; ,l Lmrichc vlgeil­

ten der Fremdenlegion in die Hönde geraten war. In Begleitung eines feingekleideten Herrn trat man Uyn am Bahnhof unD brachte ihn zurück.

" Preisgekrönte Brieftauben. Bei der am 10. Dezember abgcl^tttun Miiimr-Brieitauben-Ausstel- luitg zu Langendreer erhielt üarl Dohli ng-Gießen in k cd 1. K.afie den 14. E-jrenpreiL. Ferner erhielt er bei der Mititar-Zciesiaubcn-Lussielliuig in U e r d i n g c n a. Rh. in der 1. Klasse den 4. Ehrenpreis.

Landkreis Gießen.

-m. Steinbach b. Gießen, 1b. Dez. Als Ende ver­gangener Woche ein hiesiger Einwohner in der Nacht heim- lehrte und in seinen Hos kam, hörte er ein verdächtiges Geräusch. Er entzündete ein Feuerzeug, um die Ursache zu ergründen. Sosort wurde ihm dieses aus der Hand ge- schkayen. 2er Heimkehrende hatte aber doch einen Mann in serner Nähe entdeckt, den er nun fcsthielt und auS Leibes­kräften um Hilfe rief. Der Festgehaltene suchte den andern zu beschwichtigen. Als ihm dies nicht gelang und Leute zu Hilfe kamen, riß er sich los und entsloy. Cb eS sich hierbei nur um einen schlechten Scherz handelt, vielleicht um den mit seiner Furchtlosigkeit Renommierenden einmal aus die Probe zu stellen, ober ob ein Ucbersall geplant war, konnte bis jetzt nicht ermittelt werden. Der Gendarmerie wurde Anzeige erstattet.

x Grunberg, 18. Tez. Boni KreisauSschusse deS Kreises Gießen wurde in der Sitzung vom 16. Dezember d. Js. der am 19. August d. I. erfolgten 23ahl deS Kauf­manns Kaspar Ranft zum Bürgermeister von Grün­berg die Bestätigung erteilt. Gleichzeitig hat auch daS KreiSamt diese Wahl bestätigt. Der nunmehrige Bürger­meister war mit nahezu 100 Stimmen Mehrheit gegen den Beigeordneten Karl Konrad Fuldat gewählt worden. Einige persönliche Gegner haticn gegen seine Wahl Einspruch bzw. eine Beschwerde beim Kreis amt eingereicht und gebeten, dieser Wahl die Bestätigung zu versagen. Nach erfolgter Beweiserhebung und genauer Prüfung, wobei sich die Halt­losigkeit und auch Univa^rhen der vorgebrachten Gründe ergab, wurden Einspruch und Beschwerde, weil unbegründet, verworfen Die Berp'iicbtung des neuen Bürgermeister- wird also demnächst erfolgen.

Hessen-Nassau.

X. Hanau, 18. De;. Dem Bienenzucht- und Cb ft bauoerem in crotzostheim ist bei der in München ftottgefunbenen Ziehung ocr Geldlotterie des bape- rischcii Vogelichutzvereins der Hauptgewinn von 40 000 M f. zugcfallen. __

Gericl)t»saal.

X. Ha >iau, 15. Tez. Bor der etraffammer hatten sich die 28 Jahre alten Dagloi iiec Wel)r<ritz und Schreiner Karl Düll au« Fraiitturt a. Ai. we.;en Berubung mehrerer Fahrraddiebstähle zu vcianirootien. Beiee haben viele Vorstrafen au'zuweilen. Wehrlutz etilätte. Das alle icuie Versuche, wieder ein ehrlicher Mensch zu iverOen, stets an seinen vielen Boritrasen gescheuert leien, die ib;n jede ^clegenheU, Arbeit zu sindcn, avgeschnuten hätten. Tie Not nette thn oa?u, Ilebftärle auszusühren. Tüll äueevte sich in ähn­lichem cuine. Legen emefe VungenleiDenß und einer Verkrüppelung der rechten Hand tonne er schwere Arbeit nicht auSiühren. Do« bericht ichenlie den Angaben iec Ange'lagte>i, dah die vielen Bor- firafen ihnen aui der Suche nach Arbeit überall hindernd un Lege stehen und sie durch Not zu den Diebstählen verleitet worden seien, Glauben, linier Annahme milternder Umstande wurde gegen 12ei)ring aut 2 Jahre, gegen Dull aus 2 Jahre 8 Atonale Er- fängiti« erkannt.

Spielplan Ocr vereinigten zranksurter Stadttheater.

Donner'tag, den 2L -ezemoer'):Die Entführung au« dem 6err.tL- Freitag, den 22. DcjemLe;, gelchlofien. GnmStaq, den 23. Dezember: .Der Evangeltmann.' cenntag, den 24. Te zember, geictloiieiL i'lcntag, den 25. Dezember, nachniitiag« i , Uhr:Prinzessin QolDbaar.' .1- e 7 Ubc: ,Tte Hngenotieii.'' Dienstag, Den 26. Tezember, nachmittags 3)L Uhr: ,Prinzessin bjolDäaar.1 Abend« 7 Uhr:Arim.c unD Blaubart/ Mittwoch, den 27. Dezember, nachmittags 3', Uhr:Pnnzeisin Goldhaar/ Abends 7/, Uhr:Dlariha/

Schauspielhaus.

Donnertlag, den 21. Dezember, abends TL Uhr: Anatol- ZykluS. Frertag, den 22. Tezember, abends 77, Uhr: .Die Jour­nalisten/ SamLtaq, Den 23. Dezember'):QJlaube und Hemmt." Sonntag, den 2«. Tezember, -richtc^n. _ omaa, Den 25 Te ember, nachmittags 3)^ Uhr:ülach--..^ -.als Erzieher Aben^s'7Uhr: Puxl.' T^enstag, Den .6 Lezem.er, nachmittags 37, Uhr: ,_.a)ame -canS* 2 me/ ^ceab: i Uhr: ein 4>abt). 2Jlin- woch, ben 27. Tezemser:ÄJürf/

*) Sniang, wenn mät svderL bemerkt, abends u® 7