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Verlaus der Witterung seit gestern früh: Ein intensives Ties Itept über Skandinavien, während ein Hoch über Südweft- eurovn laperl. Jwolae aroßer Druckunterschiede weben überall ftürnuiche Winde. Regen sind allenthalben gefallen. Beim "Abziehen des Tiefs wird etwas Aufheiterung und Abkühlung eintreten.
Welteraiissichten in Hessen am Samstag dem 25. Zebr. 19H : Abnahme der Bewölkung und Nachlassen der Repenfälle, starke westliche Wmde, etwas kälter, iunter wieder Trübung.
von Besorgnis Wer sic erfüllt ist. Er verlangt eure bawiae Revision des Eisenbahnvertrages und kündigt eine diesbezügliche Eingabe an. Slaatsminister Ewald begrüßt die Einigkeit des Vamc-5 in her Härteren Schuldentilgung und rechtfertigt tnc von Al>g. Ulrich rritn'icTten Verbote der P robestvers ammlungen riegat den Zaren, wobei er oft von stürmuckfem H-.isall unterbrochen imrb.
Als nächster Redner spricht Geheimrat Becker.
Märkte.
fc. Wiesbaden, 23. Febr. Heu- und Strohmarkt. Angefahren waren 13 Wagen Heu und Stroh. Man notierte: Hell 6.00-7.20 Mk., Stroh (Richtstroh) 4.60—5.00 Alk. — Fruchtmarkt. Hater 15.00-16.20 Alk. Alles für 100 Kilo.
Die Naphtawcrke von Me Harwey wurden, wie aus Grosnhj (2"ercEgebieL gemeldet wird, offenbar von Eingeborenen überfallen. Der Eigentümer, der Engländer Mc. .*öarrocn, und sein Landsmann, der Verwalter Baniar, sowie ein russischer Telephonist wurden getötet. Tie Gattin Hannens, der Wächter und dessen Frau wurden verwundet.
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• Ein erregender Auftritt im Gericht wird aus Paris gemeldet: Da-' Schwurgericht von Mont Brison verurteilte bv* »5jährige Witwe Louche wegen Ermordung ihres Neffe», zu 20 Jahren Zuchthaus. In pem Augenblick, als da^ Urteil verkündet wurde, zog sie blitzschnell aus ihrer Tasche eine Art Lassv hervor und warf dieses über den Kops des Advokaten Mulsant, den Verteidiger der Privatbetelligten, riß ihn mit dem Strick zu Boden und schnürte ihm den hals zu. Mit Miihe gelang es, der Frau den Strick zu entreißen, und den Advokaten, der bereits dem Ersticken nahe war, zu befreien. Als die Verurteilte, die einen wahren Tobsuchtsanfall hatte, ins Gefängnis abgeführt wurde, rief die Menge: Zum Tode! zum Tode!
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Die Friedenstdee in der französischen Kammer.
Pari s, 23. ftebr. Nachdem bic Kammer d'ie ^itztms wieder auinenommen halte, fuhr sie in der Beratung des Gkictz nunnirfe? betr. den B a u zweier P a ni e t i th i i f c fort. 4,er Antrag Sembai, den Bau der beiden Panzer zu verschieben, bis die internationalen Besprechungen über die Einschränkung ter Rüstungen, die Frankreich anzuregen haben wurde, beendet seien, wurde von Pichon zurückgennesen. Pichon erinnerte daran, daß ähnliche Vorschläge schon seit dem Jahre 1899 vergeblich erörtert morden seien. Die Propaganda für das Zulernattonale Säucdgericht könne im Lande fortgcicyt werden. Man möge doch sehen, was England ultb die bereinigten Staalen^gelan haben. Präsident Taft habe in dem Attgcnbltck, wo der --chiedsvertvLgl mit England vorgeschlagen worden sei, die Notwendiglett betont, die Marine zu verstärken. Auch für Frankreich liege die Haupt- gaiontic des Friedens in der Stärke der Marine und des Hccrcs. iBetiall Nichts würde gefährlicher sein für Frankreich, als wenn ca sich schwäche in dem Augenblick, wo sich die anderen Nichte stärken Nachdem Pichon die Vertrauensfrage gestellt hatte, wurde der Antrag abgelehnt. Ebarlcs Dumont stellte daraus den Antrag, in deut die Regierung erstickst wird, mit allen Kräften bet den befreundeten unb verbündeten Mächten dcchin zu wirten, daß auf der nächsten Haager Friedenskonferenz die Frage einer gleichzeitigen Beschränkung der Rüstungen aus btc Tagesordnung gesetzt wird. Pichon erklärte, die Regierung verhalte sich die,em Antrag gegenüber durchaus nicht ablehnend, der nur die den französischen Delegierten der Haager <zriedens- konferenz erteilten Weisungen bestätige und der Reaicruna trete band lasse in der Wahl des Zeitpunktes Darauf wurde der Antrag Titmont mit 447 gegen ö6 Stimmen angenommen. Fortsetzung der Aussprache morgen.
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Kleine Tageschronik.
Auf bh Fahrt von Bebra nach Eisenach wurde ein Schaffner des Eisenbahnzuges vorn Sturme ab geweht, überfahren unb getötet.
Das Alpenfest im Saale des neuen Königlichen Opernhauses in Berlin (Kroll) wurde am Mittwoch abend jäh beendet. Ein „Zeppelin", der acht Meter über der Bühne an einem Gleitschlitten auf einem Drahtseil lief, stürzte herab. Die beiden Insassen wurden leicht verletzt, ebenso vom Korbe gestreifte vier Personen. Wahrend bie Festteilnehmer um ben „Zeppelin" herum- ftanben, fiel der Gleitschlitten mit solcher Wucht auf ben Sohn des Hoflieferanten van Dam, baß er auf bem Wege nach der Charite starb.
In einer Wäschesabrik zu Berlin explodierte ein Behälter mit Aether durch einen elektrischen Funken. Eine große Flamme schlug aus dem Raum und sämtliche Fensterscheiben platzten unb flogen in ben Dos. Zwei Mädchen wurden durch die Stichflamme an ben Händen unb im Gesicht erheblich verletzt
Ein Knabe, der mit Altersgenossen am Spreeufer in Berlin spielte, wurde von einem Windstoß erfaßt unb ins Wasser aeroorfen Nach einer halben Stunde wurde die Leiche ge° funben.
In Prag hinterließ ein seit 19 Jahren als Bettlerin lebendes 69jähriges Fräulein Wertpapiere unb Schmuckaegen- stände im Werte von 230 000 Kronen. Für wohltätige Zwecke stiftete sie 150 000 Kronen unb ben Rest erbt ihr Nefte.
Aus Nizza wird gemeldet: Der österreichische Flieger Flesch versuchte mit seinem Einffächer ben Rundflug Nizza- Monte Carlo-Nizza. Ws in einer Höhe von etwa 30 Metern Über dem! Meere der Motor plötzlich still stanb, stürzte bie Flugmaschine ins Meer. Flesch würbe unverletzt aus dem Wasser gezogen, während bie Maschine bedeutend beschädigt wurde.
Aus S h e r n e ß wird gemeldet: Als gestern ein Matrose ins Wasser fiel, sprang ihn der Leutnant Fischer vom „Alberton" mit einem Rettungsring nach. Er scheint aber mit dem Kopfe gegen einen harten Gegenstand angestoßen zu sein, benn er sank sofort unter unb ertrank. Der Matrose wurde gerettet.
In Moskau brach nachts in einem von Arbeitern bewohnten Hause Feuer aus, bas sich sclmell ausbreitete. Die Be wohner sprangen aus ben Fenstern, wobei a ch t Personen schwer und siebzehn leicht verletzt wurden. Unter ben Trümmern des cingestürzten Hauses wurden fünf verkohlte Leichen gefunden. ,
In M onallir unb Umgebung versetzten neuerdings heftige Erdstöße die Bevölkerung in Furcht. In Hrupifchte sind mehrere Häuser eingestürzt.
Gin Haus in Bitlis (Türker) brach unter der Schneelast zusammen und begrub '29 Personen unter fich, 15 wurden getötet. — Arbeiter der Bagdadbahn gerieten bei Kvnia unt:r eine Lawine. Ein Arbeiter wurde tot aus dem Schnee ge- Vgen Tie anderen waren so aufgeregt, daß sic bie Bahn- bcamten überfielen, bie durch herbeieilende Truppen geschützt werden mußten.
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Düsseldorf, 23. Febr Zn der heutigen Hauptversamm- lung des Stahlwerksverbandes wurde über die Geschäfte läge folgendes berichtet: Tas Znlandgeschäft in Halbzeug hielt sich aus der seitherigen Höhe unb der Eingang von Spezifikationen ist befriedigend, so daß bis Ende deS Geschäftsjahres mit einem monatlichen Versand im Umfange der letzten Monate zu rechnen ist Tel Auslandsmarft liegt zufriedenstellend und die Abnehmer zeigen vielfach Neigung, für längere Zeit abzuschließen. Zn I ü) tu e r e m Eisenbahnmaterial stellt sich der Bedarf der preußischen Staatsbahn für das Jahr 1911 um 50 000 bis 60 000 Tonnen höher als in 1910, da noch Nachtragsbedarf heraus- gekommen ist. Ter Abruf von Kreis- unb Kommuiialbahnen hat sich in ben letzten Wochen sehr gehoben. Vorn Auslanbe wurden toieberum umfangreiche verschiedene Aufträge herein- genommen. Weitere Anfragen liegen vor. Tas Rillen» schien enge sch äst hat sich günstig entwickelt: mit dem Inland sowohl wie mit bem Auslanb würben größere Abschlüsse getätigt, wobei allerdings im Ausland der fremde Wettbewerb immer noch auf die Preise drückt. Das Geschäft in Gruben- schienen, das zu Anfang des Zahres ruhig lag, hat sich wesentlich gebessert und der Spezifikationseingang ist in den letzten Wochen sehr rege geworden. Der Auslandsmarkt wird nach wie vor von dem belgischen Wettbewerb in ben Kreisen um-- stritten. In Formeisen verlief das Jnlaiibsgeschäst entsprechend der Jahreszeit bisher noch ruhig unb es herrscht nur geringe Neigung für größere Abschlüsse. Der Versand hat sich jeboch im Februar etwas gehoben. Die Freigabe bes Verkaufs für das zweite Quartal soll in der nächsten Hauptversammlung erfolgen. Im Auslandsmarkt herrschte ebenfalls zum Teil lioch Ruhe, jedoch werden bie Frühjahrsaussichten in einer Reihe von Säubern als günstig bezeichnet. Die nächste Hauvtoersammlung ist auf den 8. März anderaurnt. — In der gestern und heute abgehaltenen Sitzung über die Verlängerung der StabeisenvereiNi- gung wurde noch keine Entscheidung getroffen unb bie Schlußberatung auf ben 7. März nach Düsselborf vertagt.
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R.B. Darmstadt, 24. Febr. Die Zweite Kammer setzte heute sofort nach Eröffnung der Sitzung die Hauvtaussprache über das Budget fort. Als erster Redner sprach Abgeordneter ____ __________
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Odessa, 24. Febr. In den Kielräumen des Dampfers Graf Stroganoff" von der Nordreederei ist Feuer aus- aebrochen, das die Ladung von 12 000 Pud ^olosnußkcrnen vernichtete und einen Schaden von 300 000 Rubel ver- UE^ Newyork, 23. Febr. Eine Meldung des „Gbob^ aus Washington besagt, daß eine Gruppe internativ- naler Bankiers in London, Brüssel, Parts, Berltn und Newyork unter der Mitwirkung der Regierungen Brasiliens und des Staates Sao Paulo die Kontrolle des Kaffeemarktes zwecks Preisregulierung er- worben haben. Das KonAreßmitglied Norris habe tm Reprä entantenhause eine Entschließung etngebrachl, tu der das Staatsdepartement und das Zustizdepartement ersucht werden, dem Kongreß mitzuteilen, was geschehen könne, um das amerikanische Volk von dem Uebelstande zu befreien. Weiter habe Norris erklärt, die erhöhten Preise der billigeren Qualitäten träfen besonders die ärmere Bevölkerung. Die Erhöhungen betrügen 40 bis 50 Prozent. Die jährliche Mehrausgabe werde in Amerika auf 3o Millionen Dollars geschätzt. Auf diese Nachricht hin fielen die Preise an der Newyorker Kaffeebörse.
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