in Paris den Preis von 1310 Frs. Aber diese Summen sind nichts gegenüber den Märchenpreisen, die im 17. Jahrhundert in Holland für Tulpen bezahlt wurden. Die Spekulation wußte die Preise in die Höhe zu treiben, die ganze Welt wutde vom Tulpenfieber ergriffen, und ein Liebhaber be ahlte in einem Falle 12 000 Frs. für 10 Tulpenzwiebeln. Um 1731 war die Hyazin h in Mode, und eine besonders seltene und beliebte Spielart, „Bleu non plus ultra", erzielte 1600 Frs. Aber auch das 20. Jahr- hundert hat seine Märchenpreise für Blumen. 1906 wurden in London 6 Orchideenpflanzen von der Art Ondontoglossum Crispum für 140 000 Mark verkauft, und ein Ontodoglossum Leonard erzi lte 25 000 Mark, während ein Stück der Fearleß Sander sogar mit ZI 750 Mark bezahlt wurde.
Kleine Tageschromk.
Der Zug 208/212 Stralsund — Berlin fti?6 am Sonn- lag nachmittag mit dem Güterzug 6021 in Stargard (M ck en- bürg) zusammen. Der Postschaffner Kühn und Falk wurden verletzt und dienstunfähig, ter Bahnpostwagen star' be schädigt. Das Gleis war etwa 8 Stunden g s ecrt D r Verkehr wurde durch Umsteigcn aufrecht erhalten. Der Nach ug 21. kommt ohne Post.
Der aus verschiedenen politischen P o essen im letzten Jahr bekannte erste Staatsanwalt Steinbrecht von der Staatsanwaltschaft Berlin I ist am Sonntai gestorben.
Tie Hin erbliebenen des französischen Gutsbesitzers Sapene, der sein 3 Millionen betragendes Vermögen de.n K nig A ion. vermachte, haben beschlossen, das Testament anzufech en, da Sa- tzene, der im Jrrenhause gestorben ist, bereits geistig krank gewesen sei, als er dieses Testament abgefaßt habe.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller uiuei oieiei Uxubrif stehenden Artitc übernimmt die Nedaktion dem Publikum geaenüber feiner!
Verantwortung '
Gießen. In der letzten Stadtverordnetensitzung wurde kür den Straßendurchbruch zwischen Bahnhofstraße und West-Anlage (früher Tiekenweg, Kleine Mühlgaffe, Grobe Mühlgaffe und ehe= maliger Körnergarten) die Bezeichnung „Grobe AI ü h l g a s s e" geiväblt, mit dem Vermerk! daß Gasse echt deutsch wäre; was niemand ivagt zu widerlegen.
In Anbetracht des alten früheren Zustandes der alten Gaste war diese Benennung sehr treffend.
Heute, nachdem faft alle diese Raritäten an alten Hütten verschwunden sind, hat dieser Straßenzug ein Anrecht daran!, Straße benannt ai werden. Und in dieser großen Mühlgaffe find kürzlich die acht Anlieger nächst der West-Anlage von der Großherzoginnen Bürgermeisterei onfgeiorbert, für den laufende n AI e t e r Straßenfront einen Straßenbeilrag von über 250 Akark zil leisteii.
Hierfür haben diese Glücklichen das Vergnügen, in der Mübl- gasse zu ivolmen. Tie frühere Flügelsgaste heißt beute Tammstraße und die Grünberger Straße tanste man vor einigen Jahren laut Stadtverordnetenbeschluß in „Kaiser-Allee" um.
„Allee" klingt zivar nicht deutsch Tas geflügelte Wort der heutigen Zeit heißt Fortschritt auch in der Straßenbenenntiiig.
Tie Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- uud Brotpreise am 30. Oktober 1911.
Weizen 100 Kg. '21.75 22.00 Mk. Weißbrot 2 Kg. 62 Psg.
Roggen 100 Kg. 19.50— 00.00 Alk. Schwarzbrot 2 Kg. 54 Pfg.
Schlachtviehpreise in F r a n k f u r t a. M.
Fleischpreise in Gießen
Ochsen
Kalber Schweine
50 Kg. Schlachtgeivicht 64—95 Alk.
'/.Kg. Schlachtgw 73—95 Pf.
7, „ , 62-64 „
7, Kg. 82-90 Pfg.
'/, 74—78 ,
7, „ 70-90 „
Getreidepreise in M a n n h e i m
Brotpreise in Gießen
M.irlte.
Gießen, 31. Lkt. AI a r kt b er, cht. Auf heutigem Wochen- markte kostete: Butter pr. Pfd. 1,25—1.35 Atk^ Hühnereier 1 St.
9-10 Vfg., Käse pr. et. 6—8 Pfg., Kasematte 2 et. o—6 1-fg. Lauben pr Pr. 0,80—1,00 Alk., Hühner pr. et. 1,00—1,60 Mk., »ahnen pr. Stück 0,80—1,80 9)if.> Enten pr. et 1,80-2,20 Mk., Gänse das Pfd 65-70 Pfg„ Ochsenfleisch pr. Pfd. 82-90 I'g> ?>iindsleisch pr. Pfund 84—86 Pfg., Kuhsteisch 70 Pfg^ echwerne- fleisch pr. Pfund 70—90 Pfg., Kalbfleisch pr. P'd. 74—78 Pfg., ,?anunelfleisch vr. Pfd 60—80 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kc^ gOO vis 9.00 Alk., Weißkrallt das Stück 15 bis 30 Pfg^ Zwlebeln per itr. 10,00—12,00 Alk., Alilch das l/iter 22 Pfg^ 'Aepfel per Str. 10 bis 20 Alk., 'Rüste 100 Stück 50—00 Pfg., per ^tr. 0—00 Alk., Banen das Pfund 10-20 Pfg. Alarktzeit von 8—2 Uhr.
k.0 Wiesbaden. V >eb Hof -Mart tderl ch vom 30. Ost. ■Wutrieb. Rinder 81 «Ochsen 31, Kühe 30, Bullen 0), Kälber 38
Lchak- "7, Lcbweine 372.
Tendenz: Rinder gedrückt, Kälber, Scha'e und Schweine mittel- mäljlg. Preis Durch-
pro 100 ßn. iduult^örei t tieo nö- ä olafj-’ pro 100 Ufuiti ot rt<D' veoen». »6t«
Ochsen. vcn-biSvoa-olr ewg
) ollsteifck'iae, ausaemäftete. hochnen
echlarhtivertes höchstens 6 Fahre alt 48—51 87—91 49 89
unge, f.eischige, nicht auSqe>näüete und ältere auSflemäilete . . . 43—47 77—*6 45 69
UngejocHts • öü—52 90—93 51 91
B u l l en.
Pollstelschige, ausgeivachseile. Höchsten echlachtivertes 44—47 71—78 45 74
pari en, Rüb«.
1 oll fleischige ausgemäslete Färsen höchst. Schlachtivertes 41—49 79—85 46 82
ollfleucknge ausgemäslete Kühe höchst.
Schlachtivertes bis zu I Fahren . . 36—40 71—74 38 72
allere ausgLinaslete Kühe und wenig gilt
entipideite lungere Klihe und närien 30—35 60—69 32 64
Acäpig genährte Kühe und Färsen . 27—29 54 58 28 56
Kai u ec.
pinsle Aiaslkälber 60-62 10M01 61 102
Uiiltlere Alail- und beste Saugkälber . 53 58 89-96 55 92
geringere Mast, und gute Saugkälber 48—52 80—88 50 84
geringere Sauglalber 40—44 70—74 42 72
o 0) ü *5.
Werdemastschafe 38—41 76—80 39 78
e ch >v e ine.
'lollsteischige Schweine vis zu 2 Zentner
^evendgeivicht 49V,-50 63—64 49'/, 63
'Lollsleischige Schweine über 2 Zentner
Lebendgewicht 49'/,-50 63—61 49'/, 63
Vollsleischige Schweine über 2'/, Zentner
^ebelidgeivlcht 48% 62-00 48X 62
Fleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 48^-49^ 62-63 49 62
Meteorologische veodachtungen der Station Gießen.
Höchste Temperatur am 29. bis 30. Oktober ----- + 7,4 *0.
Niedrigste , . 29 , 30, , = — 1,9 * C.
Niederschlag: 0,0 mm.
Okt.
1S11
Barometer auf 0* reduziert
Temperatur der Luft
Absolute B Feuchtigkeit «
Relative Feuchtigkeit
Wmd- | rtchlung |
Windstärke |j
ffirob 6ct Bewölkung in gehniel der fichtb. Himmelrst.
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Wetter
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+ 67
4,7
61
8
4
10
30 »
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+ 6,6
57
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8
2
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+ 4.5
5,4
86
8
2
10
Kirchliche Nachrichten.
Ralyvttsche «semetnoe. ttettesöienlt
Donnerstag, den 2. November.
Allerseeleutag.
Vormittags von 67, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.
, um 6'/, Uhr: Tie erste heil. Meste.
Vormittags 8 Uhr: Seelenamt Mr alle Ternorüenen oer Ptarrn Nachmittags um 67, Uhr: Roienkranz-Aiidacht mit Segen.
Freitag vormittag um 7 11 br ist hl. AI esse mit Segen.
a&mc CfynßoM ara/sv^ 8 \
WO WUHOMN-f .
Evn -neAAcr Ooufvrgang, und wieder einjtarkes' öackdwn!
Genau wie diele Palme gewachsen ilt,
ifi der Konfum in
Palmin (Pflanzenfett) und Palmona (Pflanzen- Butter-Margarine) in den letzten fieben Jahren gestiegen. Diefe Tatsache ist der beste Beweis dafür, daß untere Produkte einem wirklichen Bedürfnis entsprechen. Es wird bald keinen deutschen Haushalt mehr geben, in dem Palmin und Palmona nicht zu finden find. N jemand sollte daher versäumen, einen Verhieb damit zu machen. H.Sdjlinckdl Cie.FL-6.
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