Ausgabe 
19.12.1911 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Auf zur Arbeit!

Der Wahlkampf hat begonnen. Dor uns steht eine wichtige Entscheidung. Der 12. Januar soll das Straf, gericht bringen für die Sünden des schwarz-blauen Blocks.

In diesem wichtigen Momente rufen wir die Reichstagswähler des Wahlkreises Gießen - Grimberg - Nidda auf zum schneidigen Angriff gegen rechts, zur energischen Abwehr gegen links.

Nicht wieder soll unser Wahlkreis vertreten sein durch ein Mitglied der Mehrheit, die ein frivoles Spiel mit den Interessen des deutschen Volkes getrieben hat, nicht wieder durch einen Vertreter einer vom Zentrum begünstigten Parteigruppe, nicht wieder durch einen Antisemiten, den seine Freunde rühmen (!) als den Ver­kündiger desEvangeliums der Raffe".

Der Wahlkreis GießenGrünbergNidda gehört dem Fortschritt und dem Freiheitsgedanken, nicht dem Rückschritt, der Reaktion.

Wir haben als Kandidaten einen Mann aus dem Volke aufgestellt, den

verbandsselretär Anton Erkelenz

einen Handwerkersohn und Arbeiter, dessen Worte, Schriften und Taten es beweisen, daß er zum Führer des Volkes taugt. In mehr als einem Dutzend von Plätzen des Wahlkreises hat er sich den Wählern vorgestellt und freudige Zustimmung gefunden.

Wir wenden uns an alle, die nicht wollen, daß der Wahlkreis einem Antisemiten oder einem Anhänger ver radikalen, internationalen Sozialdemokratie zufällt. Helft uns, den Bannerträger des liberalen Gedankens zum Siege zu führen. Die Zeit drängt, es gilt, sie zu nützen. Wer helfen, wer Mitarbeiten kann, der tue es sofort.

Männer, Fraren, Jugend, alleSchichten des Volkes sollen in gemeinsamer Arbeit kämpfen für unsere großen Ziele:

Für die Erhaltung der Wehrkraft unserer Nation, für die gleichmäßige Förderung unserer werktätige» Stände in Stadt und Land, für den Schutz der wirtschaftlich Schwachen, für die Pflege der großen Kultur- aufgaben unseres Volkes, für die Erhalterg seiner verfasfnngsniätzigen Freiheiten und Rechte, für unser deutsches Volk, daß es frei im Innern und stark nach außen sei! aWi,

n *

Die handel

Ms MM

Me von oeui, hingegen hatte- welche zollpolttt der Meinung, do preisgeben wuo einlommens vor macht werbe.

Nun ift der Wirtschaftsinteri Wirkungen umft die Nichterneuer unbequem werd rürkei ist in gu Lause der t Ebenso zeigt i steigende Tender dieAusiuhrTeutsi die Einiuhr von c

Den Semül ! stMtinopel ist i Abneigung der iängerung des *3 Pr die Türkei mit dem Harün nämlich die auf Zustimmung 2

kommen lassen, gelegte Heberet Vertrags liegt vor unb wird

Negierung SeutiW0 ist minoestensui die Türker müßte man schl doch h--t d^ w chre SiichtMt- Handelsvertrag & August 18V0

Der Wahlausschuß der fortschrittl. VoWpartci.

Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerer. R. Lange, Meßen.

Hiermit bringen wir zur allgemeinen Kenntnis, daß zum Weihnachtsfeste die erste Nummer eines Gießener Sonntagsblattes erscheint. Die weitere regelmäßige Zustellung erfolgt Freitags. Die neue Zeitschrift wird unter Mitwirkung des evangelischen Pfarr-Kollegiums von Herrn Pfarrer Bechtolsheimer geleitet und führt den Titel

Sonntagsgruß

(Bemeinbeblatt für die euang. Kirchengemeinde Gießen.

le mchrsach Brer Mn in bt orschemSieri 3um IaHre ^ntner betragen, i

sire

Wie schon aus dieser Bezeichnung hervorgeht, wendet sich das Sonntagsblatt an alle Mitglieder der evangelischen Gemeinde Gießens und wird namentlich in den Familien freundliche Aufnahme finden. Der Bezugs­preis ist für die acht Seiten umfassende Einzelnummer auf 5 Pfg., also äußerst billig, bemessen. Die letzte Seite ist zur Aufnahme geschäftlicher Empfehlungsanzeigen besttmmt und dürfte sich bei der besonderen Stellung eines Sonntagsblattes zu den Familien ebenfalls eifriger Inanspruchnahme erfreuen. Wir laden hiermit höflichst zum Bezug des Sonntagsblattes ein und bitten, uns Anzeigen für die Weihnachtsnummer bis spätestens zum Donnerstag, dem 21. Dezember, für die Neujahrs­nummer bis zum Mittwoch, dem 27. Dezember zugehen zu lasten.

Verlag des Sonntagsgrußes

Gemeindeblatt für die evangel. Kirchengemeinde Gießen.

Gießen, Schulsttaße7.

Bezugs-Bestellschein.

hiermit ersuche ich um regelmäßige Zustellung des Zonntagsgrußes, Gemeindeblatt für die evangel. Uirchengemeinde Gießen. Diese Bestellung gilt für * 1/4 Jahr, Bezugspreis M..65

'/- .. 1-30

Vi .. 2.60

(Nichtgewünschte Dezugsart bitte zu durchstreichen.)

Der Betrag ist gegen Quittung von mir zu erhebe::.

Unterschrift:---------------------------------------------------------------------------------------------

Ort:----------------------------------- Strafte: - ...................

Diese Bestellung kann auch den Trägerinnen des Gießener Anzeigers übergeben werden.

Anzeigen-Bestellschein.

hiermit bestelle ich der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Zteindruckerei in Gießen die beifolgende Bnzeige zur - maligen Veröffentlichung im Sonntagsgrufc, Gemeindeblatt für die evangelische Uirchengemeinde Gießen. Vie Anzeige soll auf 1 Feld zu M. 1.25, 30x45 mm

1 voppelfeld 2.25, 60x45 mm

4 faches Feld 4., 60x90 mm eingerichtet werden.

Unterschrift:

vrt: Straße: -