Ausgabe 
21.11.1911 Drittes Blatt
 
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Laris, 18. Nov. Mehrere Blätter berichten aus Reims, daß es auf dem dortigen Flugfeld -wischen dem Flieger B 6- drin cs und einem deutschen Flugschüler zu einem hef­tigen Streit gekommen sei, der in Tätlichkeiten mißartete. Der Deutsche habe seinen Gegner mit einem Revolver bedroht, sei jedoch durch einen anderen Flieger entwaffnet worden.

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DieettVeet FEMtlleudlLtter- werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich betgelegt, daß Mrdiblöti 18r les Kreil Gießen" zweimal wöchentlich. D,er»AdWtrt«chafUlcheU -eit. trage»" erscheinen menetlid) zweimal.

Dienstag, 2l. November 1911

RoianonSdruct und Verlag der Br üblichen Unwerfuäil - Buch» und GtembrudeceL 9t Lang«,leben.

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Theodor Körner. Cberrfarrer Münder entwarf ein Lebensbild de- Dichters. Die rir<cflod)tencn DeNarnanonen und gemein­samen Gesänge trugen zur Verschönerung des BortragS bei. Ten Mllgltcbarn mit 25»adriger Mitgliedschaftwutden Einen- ruilome überreicht Im übrigen verdienen bie Sologesänge von Fräulein Buß besondere ßnüäijruing.

Hesjen-Nastau.

X £>anau, 20. Nov. Die mit 2600 Mark Iabre-gehilt und freier Wohnung ausgeschriebene Bürgermeister st eile des £rie*5 Langenselbold, Kreis 5>anau, ist dem feitbcriaci wit'sensclwstlichen Hilssarbciler der Bürgermeisterei Tarrnstadt, Dr. Wilh. Fritsch, übertragen morden Aus der Bahnstrecke L»anauGelnhausen hat sich der Pulverhilssarbeiter Ivb Taa au>3 Niederrodenbach überfahren lassen. Er wurde buMäblich zermalmt.

und SthuhcrSmc verlangt, wünfebe id> immer nur Pilo; ein anderes Schuh­put) mittel nehme id) nicht! Wenn Sie das Ihrem Kauf- . mann lagen, dann ift es Heber, daß Sie aud) ftets nur die allerbette und da­zu nod) die ausgleblgfte aller Schuhcremes, nämlld) Pilo, erhalten. t:

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liniDcrfität>»21ocbridifen.

Heidelberg, 18. Nov Tic Gesamtzahl der Studierenden an der Heidelberger Universität beläuft sich in dftsem Winter- Semester aus 2 4 10, davon 2250 immatrikulierte Studenten und Studentinnen und 160 Hörer und Hörerinnen.

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ns vom 24. Fcbrnr Richard Wagners

i Gesangvereins ;ner Mitglieder, di- imd sich an der

5t aber auch sikalischsich Ireise, die sich für rung in dressieren w inem Abend iben teilzunehms isbald bei Herrn

denen auS einer gräßlic^n Messingtrompele blecherne und quiet­schende Töne höchst -mxifelhailen Charakters hervordringen, von denen sich jeder mit einigen: musikalischem Geschmack Begabte mit Entsetzen abwendct. Dieses VorurteU ift heute nicht mehr berechtigt; besondere in der Wiedergabe der menschlichen Stimme hat das Grammophon eine hohe Vollkommenheit erreicht. Tas leise Surren über bie Platte gleitenden Nadel wird sich zwar wohl nie überwinden lassen; aber abgesehen von diesem Neben­geräusch, das man nach kurzer Zeit überhört, werden die Töne in vollendeter Reinheit wiedergegeben. In größeren Städten wie Berlin und München ist bab r auch das Grammophon für saft alle bedeutenden Künstler und Kunstschüler nn hervorragendes La ss- mittel für den Selbstunterricht und den Unterricht anderer geworden, und die Konzerte, die z. B. in München das dortige größte Grammophonhaus im Winter jeden Monat veranstaltet, sind saft jedesmal, bet Eintrittspreisen von 12 Mark, ausoerkauft. Dort finb es hauptsächlich die Carusoplatten, welche den Saal füllen, da die meisten andern Künstler in München selbst um wenig Geld zu hören sind. Aber in vielen anderen Städten sind Künstler wie Knote, Morena, Feinhals u- a. der Allgemeinheit so wenig erreichbar wie Caruso und für jeden, dem der Gesang jener ersten Kräfte selbst einen Genuß gewähren würde, bietet das Grammo­phon einen natürlich nicht völltgen, aber doch einen sehr hoch­wertigen Ersatz. Wer den Grammophonabend des Alldeutschen Verbandes am Donnerstag besucht, der wird daraus nicht nur infolge des Bewußtseins, bedrängten deutschen Volksgenossen zu Hilfe gekommen zu sein, sondern mich musikalisch nicht unbeiriedigt nach Hause geben. Der vorgeführte Apparat ist derselbe, der zu dem Oktoberkonzert des obengenannten Grammophonhauses im Konzertsaal derVier Jahreszeiten" in München benutzt wurde.

Starkenburg und Rheinhessen.

- Offenbach, 20. Am 18. Oktober d. IS. wurde von etwa 50 alten Herren der Einzelverbände des Deutschen Wissenschaftlichen Verbandes nach dem Vorbilde der in letzter Zeit in zahlreichen Städten entstandenen Orts­gruppen die Ortsgruppe Frankfurt a. M.- Offenbach gegründet. Sie umfaßt das Otebiet von Großfranksurt, Offenbach und Umgebung. Als Aufgaben setzt sich die Orts­gruppe: Durch gesellige und wissenschaftliche Zusammen­künfte, der im Gebiete der neugegründeten Ortsgruppe wohnenden etwa 250 alten Herren und Aktiven des D. W. V. den Geist weiter zu pflegen, den die akademischen Verbin- dungen auf den Hochschulen ihnen eingepflanzt haben. Jeden ersten Dienstag iin Monat findet ein D. SB. V.-Abend statt im Domrestaurant Frankfurt, der dazu beitragen wird, bei allen alten Herren des D. W. V. das Gefühl der Zrp- sammengehörigkeit wach-urufen und zu Pflegen.

Kreis Wetzlar.

Wetzlar, 20. Nov. Der Eoang. GesellenvereiW feierte gestern sein 27. Stiftungsfest in Form eines Familien­abends. Nach der Begrüßung durch Pfarrer L Ü l l wechselten Sologesänge, Musikvortrage, Deklamationen usw. in fcunter Reihen­folge. Der Haupt teil des Programms galt dem Freiheitsdichter

Aus StaN und Land.

Mienen. 21. "November 1911.

Pfarrpersonalien. Ter Großherzog hat den evangelischen Pfarrer Joh Hoehne zu Angersbach aus Mn Nachsuchen zwecks Uebernahme einer Planstelle zu ruimgarten in Schlesien auS dem Dienste der hessischen Landeskirche entlassen.

Lehrerpersonalien liebertragen wurde dem mehrer Franz W i tz e l zu Biebelnheim eine LchrersteNe an -1 ' -emeindeschule zu Hebloch. Erledigt ist eine mit einem infl. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde- ihule zu GraS-Ellenbach.

Der Ob er hessische Geschichtsverein hält ait Donnerstag im Cafä Ebel eine ordentliche Ddttglicder- -ersammlung ab, bei der Prof. Dr. K. Helm über Reli- fionsmischungen im germanischen Heiden- am sprechen wird.

'Boni Frauenbund der Deutschen Kolonial- Arsellschaft wird unS geschrieben: Für den am Donner«- loy, den 23. November, slattfindenden Vortrag hot die hestge Abteilung deS Frauenbundes der Deutschen Kolonial- Kksellschaft Herrn v. Ramsay als Redner gewonnen. Daß bv Besucher dieses Vortrages einen gründlichen Nenner der laomalen Vcrhältniffe hören werden, zeigen folgende Angaben üter feine Laufbahn: v. Namsay ist ein im ttolonialdiensl »nzüglich bewährter Offizier. Er hat in Deutsch-Ostasnka ni den militärischen Unternehmungen der Truppe deS Reichs- lommiffarB für Ostafrika von 1889 bis 1891 und hierbei an he Erstürmung von BuschiriS Lager, der Einnahme von Eiabani, an der Mpwapua-Expedition, an der Gefangen- nehme BuschiriS, am Gefecht bei Palamakaa und an der Spedition gegen Wachemba teilgenommen. Ferner war v. Ramsar; in Kamerun an den Expeditionen in den Jahren li!293 beteiligt. In Ostafrika nahm er dann weiter teil an 6 November 1895 am Gefecht bei Kitumbini, am 15. und It November 1896 an der Bestrafung deS Sultans Luaffa ;i Uha, Ende November 1896 an der Bestrafung der Räuber an den zwei alten Karawanenstraßen von Tabora zum Ämganika, am 21. Nov. 1896 an der Erstürmung der Tambe Sultans Titan. Von 18981900 war v. Namsay zur ienstleistung beim Auswärtigen Amt (Kolonial-Abteilung) animandiert, von 19001907 war er dann in Kamerun iüg, um besten wistenschaftliche Erforschung er sich große dienste erworben hat.

* Hilfe für Lusern und Blumenau. Vom All- Nttschcn Verbaut) wird uns geschrieben: Gegen das Grarnrno- besteht noch in weiten Kreisern ein starkes Vorurteil; man -11!IIbei damit vielfach die Vorstellung kleiner Wirtschaften, in

Drittes Blatt (61. Jahrgang

Giehener Anzeiger

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