Die Aufhebung der Prügelstrafe in Dänemari
Toöessahtt der Ballons „Düsseldorf".
Amsterdam, 20. März.
Landtreis Gießen.
und die und Als nun
<ßcrid?tsfaaL
Danzig, 18. M-ärz. Aach fünftägiger Verhandlung vor dem hiesigen Schwurgericht wurde dec Wirtschastseleve von den Velden, der am 21. Februar 1909 den 68 Jahre alten Rechnungsführer der Domäne Ratsstube, Ehlert, im Eisenbahnzuge zwischen Subkau und Dirschau ermordete und beraubte, zum Tode verurteilt. Er sollte
Die hessische Erste Kammer und die Landgenieii d^ordnung.
R. B. D a r m ft a d t, 20. März.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 21. Riürz 1911.
Der Ballon „Düsseldorf'
Der Bndget-Aussckuß erledigte heute den .Haushalt für Ostafrika. Bei der Militärverwaltung gab der Staatssekretär bekannt, daß 400 landfremde Äs karr vorhanden leien. An Maschinengewehren würden Ernhelmrfche nrcht ausgebildet. Die Usambarabahn wird rn diesem Jahre schon den Kilimandscharo erreichen: dre Drace des Weiterbaues hängt von dem Natronvorrommen ab des Fiskus an dem Vorkommen ist Die Baumwollsaatznchtversucbe sind
Turnunterrickü liegt in den fänden bciualntcr ^.urmoarte unb
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man erwartet hatte. Die beiden Staütklassen werden zu einer vereinigt, Landklassen find es drei, insgesamt nehmen 13 Vereine am Wettstreit teil. Die Geldpreise belaufen sich auf rund 1000 Mk., gestiftet sind ferner zahlreiche Knnst- oeaenständc und mehrere Ehrenpreise, von denen in jede Klasse einer fällt. Jeder Verein erhält ein Ehrendlplom. Der Gesang eines Volksliedes schloß den Vertretertag.
Heuchelheim, 20. März. Das von dem hiesigen Gesangverein „Teutonia* veranstaltete Konzert ist in schöner Weise verlaufen. Der Verein brachte unter der Leitung seines Dirigenten H. Bauer aus Gießen wohl- gelungene Chöre zum Vortrag. Auch die übrigen Darbietungen wurden mit Beifall ausgenommen.
Kreis Schotten.
X Herchenhain, 20 März. Unser Zweigverein vom Vogelsberger Höhenklub hielt gestern eine Sitzung tn der „Schönen Aussicht" ab. Der Zweigverein will am der Hauptversammlung des Vogelsberger HöhenUubs den An trag stellen, daß auf der H e r ch e nh a i n e r H ö h e e t n Aussichtsturm erbaut wird. Zu diesem Zwecke stehen bereits 1800 Mk. zur Verfügung. Tie Herchenhainer Höhe ist der höchste Punkt des südlichen Vogelsbergs, von hier bietet sich ein weiter Rundblick. Es hat früher hter schon ein hölzerner Turm gestanden.
Starkenburg und Rheinhessen.
R. B. Darmstadt, 20. März. Ein empörender Akt von Vandalismus ist am Sonntag früh am Monument des Großherzvgs Ludwig I. auf dem Luisenplatz verübt worden. Dort wurden zwei der madi tigen 12 Sandsteinpfeiler, die mit starken eisernen Ketten versehen sind und die Einfriedigung des Denkmals bilden, direkt über der Erde abgebrochen und umgeworfen. Es ist rätselhaft, mit welcher Kraftaufwendung es möglich ge wesen ist, die etwa 40 Zentimeter dicken Pfeiler glatt ab zubrechen, und nicht minder verwunderlich ist, daß der kaum hundert Schritte davon entfernte Militärposten vor dem Alten Palais nicht das Geringste bemerkt hat.
R. B. Darmstadt, 20. März. Der als Oberstaats- anioalt von hier nach Gießen versetzte bisherige Land gerichtsrat Höfmann verläßt in diesen Tagen Darm stadt, um sein neues Amt anzutreten. Sein Scheiden wird allgemein bedauert. Fast zwei Jahrzehnte lang ist er ols Amtsrichter, Staatsanwalt und Mitalied des Landgerichts hier tätig gewesen und hat sich in allen diesen Steilungen Anerkennung und Vertrauen erworben. Ausgezeichnet durch scharfen Verstand und große juristische Begabung, ist er allem bürokratischen Wesen stets abhold gewesen, oeinc Lebenserfahrung und sein praktischer Blick kamen ihm rn seiner richterlichen Tätigkeit besonders zustatten. Tie Verehrung und Wertschätzung, deren sich der Scheidende im Kreise seiner Kollegen erfreut, fanden lebhaften Ausdruck bei einer Abschiedsseier im Hotel Hufnagel in Seeheim, wohin sich die meisten Teilnehmer an dem schönen Frühlingstag zu Fuß begeben hatten. Die Herz lichsten Glück- und Segenswünsche begleiten den Scheiden den in seinen neuen Wirkungskreis.
Hessen-Nassau.
X Klein-Linden, 20. März. Gestern fand in der „Deutschen Eiche" der Dertretertag zum Gesangs- Wettstreit des Gesangvereins Arion statt, der am 2. Juli abgehalten wird. Der Gesangverein Arion trug als Begrüßungschor vor: „Das ist der Tag des Herrn". Da in der Umgegend mehrere Gesangswettstreite abgehalten werden, z. B. in Lang-Göns, Leihgestern, Londorf und Dillenburg, ist der .Andrang der Vereme nicht so groß, wie
den. Weil aber die Lustschiffer von der Kälte erstarrt waren, gelang ihnen das nicht. Sie wurden schließlich von einem heftigen Wind gegen einen Basaltdamm der Deiche der van Ewijk-Schleuse oer Anna Paulowna-Pol- der geworfen. S ch r ö de r, der auf dem Rande des Korbes stand, wurde durch den Stoß hinausgeschleudert und siel auf den Deich, wobei er am Kops verwundet wurde. Kayser schlug sich mit dem Ballon über die Deiche unb gelangte in Eudeveer, ein Binnenwasser, nicht breiter als 200 Meter. Obwohl er in dieser ein)anten Umgebung bemerkt wurde, war es bei der vollkommenen Abwesenheit von Hilfsmitteln unmöglich, ihm zu Helsen, und er mußte in der Nähe von Land den Tod finden. Schröder fand Aufnahme in einem Landhaus, wo er mit Kleidung versehen und verpflegt wurde.
In dem Befinden des Fabrikanten Schröder ist eine Besserung eingetreten. Seine Frau ist bereits nach Amsterdain abgereift. Die L e i ch e des verunglückten Kay- s e r konnte bisher noch nicht geborgen werden.
des Niederrheinischen Vereins für Luftschiffahrt, Insassen. Otto Schröder und Paul Kayser, ist gestern naty mittag von einem heftigen Wind nach dem Anna Parn kowna-Polder getrieben. Schröder wurde am Kopfe ver- wund et, Kayser ertrank. i
Der Ballon war am Sonntag morgen bei günstigem Wetter in Krefeld aufgesticgen, um einen Ausflug nach Holland zu machen. Alles ging gut bis Harderwrjk, wo man, anstatt zu landen, aus die unselige Idee kam, wie sich Schröder ausdrückte, noch weiter zu gehen und zu trachten, in der Nähe von Amsterdam zu landen. Der Vorrat an Ballast, 3y2 Sack,>vurde ausgeworfen. Der Ballon stieg bis über 1600 Meter. Auf dieser Höhe angelangt, benrerkte man, daß sich die Windrichtung geändert hatte. Man wurde in nordwestlicher Richtung über den Zuidersee getrieben. Allmählich ging der Ballon nieder, so daß er während kurzer Zeit ganz in der Nähe eines der Zuiderboote trieb. Die Luftschiffer meinten, daß das Boot ihnen folge. Gegen i/24 Uhr nachmittags war man östlich der Insel Wieringen angelangt. Den Ballon konnte man aber nicht lange halten. Die Gondel wurde dann und wann durch! «das Wasser geschleift. Alles wurde über Bord geworfen, mit Ausnahme der Instrumente. Dadurch stieg der Ballon wieder einige Meter, doch ging er bald wieder nieder. Die Luftschisfer beschlossen, als sie das Land in der Nähe erblickten, dre Seile, Die den Ballon mit dem Korb verbinden, durchzuschnei-
**• Die Säuglingssterblichkeit ist in Hessen auch im verflossenen Jahr in erfreulicher Weise zurückgegangen Es wurden im Jahre 1910 34 670 Kinder lebend geboren, wahrend 3913 Säuglinge (Kinder im eilten Lebens!ahr) starben. Auf 100 Lebcndgeborene kommen also 11,3 gestorbene Säuglinge gegen 13,0 im Jahr 1909. Der niedrigsten Säuglingssterblichkeit mit 7,2 erfreut sich Oberhessen, die höchste findet sich in den Nachbar- gemeinden von Main; und in den größeren Riedortcn des Kreises Bensheim. Sie übertrifft die von Oberhenen um das drei- bis vierfache. Der Rückgang der Säuglingssterblichkeit ist beionders aus die geminderte Sommersterblichkeit der ^äughnge zurua- zuführen Greift man z. B. den Monat August heraus, so erhält man n. d. Darmst. Ztg. folgendes Bild: Die Zahl der gestorbenen Säuglinge im Monat August der einzelnen Jahre 1905 bis 1910 betrug 859 — 800 — 538 — o27 — 581 — 358.
** Der Bezirkstag des Deutschen Fleis cher- Verbandes beider Hessen und Nassau findet am lo. Mai
hier statt. Gleichzeitig wird auch die neue Sch lach th o s- > Anlage dem Betrieb übergeben. Unsere Fleischer-Innung trifft große Anstalten, um ihren Gästen nach den Beratungen einige vergnügte Stunden zu bereiten.
e, <1 ♦♦ Kür den Frühjahrspferbemarkt liegen
Der zweite (Gesetzgebung s-) Aus schuß der ÄIreid)C Anmeldungen zur Prämiierung vor. Die Ersten Kammer hat soeben leinen Bericht über dre L a n d - lebten Lose der P f e r d e in a r k t l o t t e r i e finden guten gemein deordnung fertiggestellt, ^n dem vom Grafen uuö werden voraussichtlich ausverkauft. Der erste Wilhelm zu Solms-Laubach erstatteten^Bericht wird I-. besteht aus einem eleganten Viktoriawagen (von betont, daß der vorliegende Entwurf, rn der Kilbinger-Gießen) mit Pferd und silberplattiertem Ge-
nlte Recht in einer präziseren, übersichtlicheren Fassung er- ■■ * ö Friedrich Groß-Gießen). Der zweite Gewinn scheint und im allgemeinen zeitgemäß ergänzt resp-teilwetje I) i einem schönen Jagdwagen (von Wagner Louis abgeänbert wurde. Es sind dadurch m der Prax-s hervor- Mt aus emrn I-Y° BrüstblattgÄirr (Bon
getretene Lücken ausgesullt und es ist auch die Weiterent- ^^ristian Spies). Der dritte Gewinn besteht aus
Wickelung der wirtschaftlichen Verhältnisse und ber ©taub . m Lauterbacher Wagen (von Wagnermeister August der derzeitigen Gesetzgebung berunfichtigi worden. ?Eem- Pferd und komplettem Kummetgeschirr (von
lich wird hervorgehoben, daß die Bestimmungen über dre 0 yMüller u. Diebel). Es folgen sodann 9 Pferde Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen, sowie über die Pferde und Fohlen werden aus dem Markt
Berechtigung zum Wählen in mancher Beziehung ergänzt uuo 6 ^er Verlosungsausjchuß will mit dem Ankauf und verändert wurden, ^nbezug aus die Stellung, Ti«mft- let)eubcn Gewinne bei den hiesigen Geschäfts
verhältnisse und Bezüge des Bürgermeisters und der Bei- L ten begiirnen. Dieselben werden gut tun, die Arbeiten geordneten, sowie auch der Gemelndebeamten sind Bestrni- Einkäufer durch geeignete Vorschläge zu erleichtern, mungen getroffen worden, die bei verschiedenartig Mtal- ** Pom Turnv erein von 1846 schreibt man uns: Den teten Verhältnissen aus dem ^ande sachgemäß 6^61^1 diesjährigen Winterfestlichkeiten des Turnvereins von
und sicher einen Fortschritt bedeuten. 846 bildete ein am Sonntag, 19. März, nach dem Windhof
Der wichtige Titel über die G e m e i n d e v e r b än d e veranstalteter, gut besuchter Ausflug. Alle Teilnehmer kamen bedurfte unbedingt der Regelung, da die fortschreitende ans ihre Kosten und amüsierten sich aut. Nunmehr zur beginntti- wirtsckiaftliche Entwicklung einen solchen Zusammenschluß den ^ommersaison, in der ja oer Turrwlatz so gern amgesuc^, ÄSÄÄ forbJ unb -sÄcht-ilc in'sich
birgt, wenn solche Gebilde einer rechtlichen Grundlage ent> I j^gt in den Händen bewährter Turmoart
ehren. Der Ausschuß ist bei seinen Vorschlägen, soweit es Portnrner. Es fuidet regelmäßig jede Woche an Dienstag
Hhm angängig erschien, den Beschlüssen der Zweiten Kammer F^tag Aheiiden Riegenturnen, Atittwochs Küriurnen gefolgt. Es ist eine Reihe unwesentlicher Aenderungen donnerstags Turnai der Damen statt. Tie Fechtcrriegc, gemacht worden, die teils eine genauere Fassung bezwecken, ■' — ' - --- -- — w--------
teils durch die Fassung der Ltädteordnung bedingt sind, teils einer Anregung der Regierung folgen. Materielle Aenderungen hat der Ausschuß nur in geringem Umfang vorgenommen und zwar meist unter Anlehnung an den bisherigen Rechtszustand. Die w i ch t i g st e Ae nd e r un g besteht darin, daß der Ausschuß im Gegensatz zu den Beschlüssen der Zweiten Kammer an der bisherigen Einrichtung festhält, wonach der yöchftbesteuerte Grundbesitzer in den Landgemeinden im Gemeinderat nach Matzga.be der seitherigen Bestimmungen vertreten sein soll. Tie Zugehörigkeit des höchst besteuerten zum Gemeinderat wird — so sagt der Aus- jchußberichterstatter — dadurch bedingt, daß er wenigstens ein Viertel der in ber Gemeinde aufzubringenden Grundsteuer entrichtet, oder daß er nad) der geltenden Bestimmung des Gesetzes vom 3. Mai 18<)8 ein Grundsteuerkapital von wenigstens 1500 Gulden, nad) dem von dem Ausschuß gemachten Vorschlag einen zur Gemeindesteuer herangezogenen Grundbesitz im steuerbaren Wert von wenigstens 250OuO Mk. hat. Es erscheint hiernach seine Beteiligung int Gemeinderat gerechtiertigt; diese Beteiligung wird auch nad) den Erfahrungen meist im Interesse Der Gemeinden gelegen sein. Da Der Grundbesitzer nur über eine Stimme verfügt, ift aud) jeder unliebsame Einfluß znungnnsten der Gemeinden ausgeschlossen.
wöchentlich Mittwoazs in Gememictzaft ma oer Atanner- Altersriege übt, erfreut sich einer großen Teilnehm er zahl, seine neueste Errmigenschaft verfügt der Turnverein von 1846 auch iwch über eine Sportriege, eine Einrichtung, die sicher in den weitesten Kreisen Interesse .roadjruien wird. Diese Mitteilungen genügen wohl jeden Interessenten zu überzeugen, daß der Turnverein bemüht ist, in jeDer Beziehung allen Anwrderungen gerecht zu werden. Deshalb seien Eltern,und Lehrhcrren aus alle diele bestehenden Einrichtungen aufmerksam gemacht, damit sce loldje junge Leute, die nun zu Ostern die schule neilaiicn, veranlanen, von diesen gemeinnützigen Veranstaltungen Gcbrauck) zu machen. Recht sck)öne Erfolge I)atte der rührige Verein im vergangenen Jahre zic verzeichnen, ein Beweis, daß er sich seiner Aufgabe beivl'ßt ist und unterzieht. Die für seine Seijtimgcn erhaltenen Ehrendiplome und Urkunden hat die Firma H. Noll, Acäus- burg, in geschmackvoller Zusammenstellung m einem log. Turncrfenster misgestellt.
n. Steinefrenz b. Limburg, 20. März. Hier er> eignete sich gestern mittaa ein schwerer Unfall, der auf b,c Unsitte mancher Radfahrer, eine zweite Person auf ihrem Rade mit sich zu nehmen, zurückzuführen ist. Ein 18 Jahre alter junger Mann fuhr mit feinem gleichalterigen Kollegen aus der etwas abschüssigen Straße in den Ort,' wobei er die Herrschaft über das Rad verlor und in eine Schar aus der Straße spielender Kinder fuhr. Tas siebenjährige Töchterchen des Landwirts Schneider wurde dabei so schwer verletzt, daß es ins Limburger Krankenhauö gebracht werden mußte, wo es in der Nacht starb.
Es gibt aud) in Deutschland und nickt bloß^in den Reihen der Konservativen Leute, die für die Einführung ber Prügelstrafe eintreten. Und scheinbar hat eine wr- perliche Züchtigung viel für fidj bei allen den Vergehen und Verbrechen, die auf Roheit zurückzuführen smd ober eine gemeine Gesinnung verraten. Menschen, welche Kinder mißhandeln oder mißbrauchen, Tiere quälen, Mädchen unter Androhen von Schlägen zur Unzucht zwingen ober sie zu unzüchtigen Zwecken ins Ausland versck)leppen, welche Kitnstwerke demolieren, auf harmlose Passanten mit Messern stechen, oder den § 175 zu Erpressungszwecken benutzen, sind fraglos viel zu gelinde bestraft, wenn sie nur in § Gefängnis ober Zuchthaus wandern, wo sie eS zum Teil,. EiaentumSrecht was ihre Lebenshaltung cmbetrifft, besser h«ben, als m der 1 Die Bau,.." Freiheit. Aber die Einführung der Prügelstrafe muß doch Regierung übernommen; dafür werden die
großen Bedenken begegnen. Dieses Zuchtmittcl wurde nicht I aKa ben Kaligeldern verwendet. Leider sind
nur die Missetäter, die man doch bessern will, weiter ver- Reaeuzeiten stellenweise unregelmäßig.
rohen unb für bic menschliche Gesellschaft nodi gefährlicher s ervativer Seite wird bie Hoffnung ausmachen, sondern auch, selbst wenn es nicht öffentlich Mri . ^ sich bie Zuwendung aus dem Kali in der
Anwendung gelangte, schon durch lein blo^s Borhanden-1 Pofty^rsammlung vielleicht noch erhöhen lasse. Daneben sein einen Zug ber Brutalität tn unser Volk ^netntragen, Voranschlag für Ostafrika noch 110 000 Mark zur
überdies die ausführenben Beamten entwurdlgen und einem ^xberuug ber Baumwollkultur.
Sadismus Tor und Tür offnen, wie wir ihn überall Da Verhalten der Gouverneure gegen die Pflanzer
gesehen haben, wo, wie in Zwangserziehungsanitalten, Die na ti o n allib er al er Seite als ungehörig
wrperliche Züchtigung zum Teil zugelasfen ist. ^uverdem . , un^ Einschreiten verlangt. Der Staats- aber würde dod) dabei mit sehr ungleichem Maße gemessen ä „ bemerkt auf Anfrage, daß das Gebiet am Kili- merden. Wie das Ehrgefühl, das unter körperlicher Züch- ^scharo für mittlere Wirtschaftsbetriebe, also nicht nur tigung leidet, bei den verschiedenen Menschen ^gan^ ber- ' , । t ,u .-cin scheine. Angeblich kommen die
schied euer Stärke entwickelt ist, so steht es auch nut ber» Beffi fort, als die Rüssens die Erfolge Empfindung körperlicher Schmerzen Wie al,o. nnll ma« Adelten Valästina-Deutschen seien abzuwarten,
das richtige Maß finden jur eine körperliche Züchtigung, Forderungen für die Usambara- unb die Zentral-
bie in angemessenem Verhältnis steht zur SckMere beä l H^-He von 31/4 unb 14 Millionen Mark werden
zu sühnenden Vergehens? genehmigt^ Es wird angeregt, den Bau ber Zentral-
Trotz biefer fast in der ganzen Kulturwelt geteilten Be- bahn zum Tanganjika nicht zu unterbrechen, da man denken machte gerade das in gewisser Beziehung kulturell hierdurch 9 Millionen erspareii toni‘bc;
hochstehende Dänemark vor sechs Jahren unter dem Justiz- Udjidji weiterbauen, iind es wird em ^fchtragshaushalt Minister Alberti, der jetzt int Gefängnis sitzt, einen Versuch hierfür angeregt. Von verlchiedwen Seiten wird eine mit der Einführung der Prügelstrafe, worüber man überall Herabsetzung der Ausfuhrzölle au, yolgund auf Artikel, Den Kopf schüttelte. Es sollten nad) diesem arierbtngö bie sich erst entwickeln, gewunicht. Tav^Monopol^der ^oer- nur provisorischen Gesetz männliche Personen zwischen 181 mann-Linie wird von verschiedenen ^^Uen getadelt und und 55 Jahren zu der Zusatzstrafe einer körperlichen Zuchti-1 eine Durck)sid)t ihrer Vertrage mit dem gemuii)d)t.
gung verurteilt werden können, wenn sie fid) gewisser Es wird eine Entschließuiig aligenommeii, die für die Roheitsdelikte oder gewisser eine gemeine Gesinnung ver- subventionierten Limen einheitliche Tarife für alle verratender Verbrechen schuldig gemacht hatten. Es war jedoch ftachter wünscht. . c . f - 2
schon damals in Aussicht genommen, das Gesetz zu revi- Im V o r a n s ch l a g f u r K a m e t u n loub
Dieren falls es sich nichc bewährte. Die Ersahrungen nun, Turchgreifen der Verwaltung gegenüber der Konzession die man in Dänemark während des abgelaufenen Zeitraums Nordweft gewünsdft und die Verlegung des Gouvernements mit ber Prügelstrafe gemacht hat, lassen ihre Beibehaltung von Buea nach Duala angeregt.
wenig angebracht erscheinen. Auf Grunb der von uns oben | Dienstag Weiterberatung. ______
angeführten Bedenken hat die dänische Justiz, die sich hier einsichtiger erwies, als bie gesetzgeberischen Faktorei, von der Verhängung der Prügelstrafe so wenig Gebraüd) gemacht, und die Prügelstrafe ist in den wenigen Fallen, wo sie zur Anwendung gelangte, von den Gefängnisbeamten mit solchem Widerwillen vollzogen worden, daß ber jetzige Justizminister es >ür augebr an. gehalten hat, dem Reichstag einen Gesetzentwurf vorzulegen, in dem wohl die übrigen Bestin^mungen ber damaligen Äenderung der Strafgesetzgebung erneuert werden sollen, die Prügelstrafe aber fortsällt. Dieser Gesetzentwurf ist int Folcething bereits angenommen worden und unterließt jetzt ber Beratung bes Laubsthing, der ihm wahrscheinlid) auch beitreten wird. Die Prügelstrafe wäre damit für Dänemark erledigt, unb dieser mißglückte Versuch ihrer Einführung beweist, daß für sie heute kein Boden mehr in der Justizgesetzgebung ber Kulturländer ist. Sie kann daher trotz mancher Grunde, Die für sie zu sprechen scheinen, als abgetan gelten.
Es wird abzuwarten fein, wie sich bte Mehrheit der Zweiten Kammer zu dieser wesentlichen Abänderung der Vorlage stellen toirb.
Der voranschlag sür (Öftafrifa im Budgetausschuh der Reichstags.
:: Berlin, 20. März.


