Ausgabe 
20.3.1911 Zweites Blatt
 
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Ein ernstesWort

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Werner-Butzbach

demokiqtie nicht ui Ersulluufl gehen.

Beamte denkt daran, wie die Sozialdemokratie Euch

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Lr-er nicht das Börsenjobbertum unterstützen will, um dadurch die Grundpfeiler unseres heutigen Wirtlchastslebens zu untergraben, sondern wer für deu Schutz der ehrlichen Arbeit in Stadt und La»»d eintritt, der wähle am 21. März

ist nötig gegenüber der verhetzenden, irreführenden Tätigkeit der sozialdemokratischen Partei.

Wähler seid Schöne Worte werden Euch von der Sozialdemokratie versprochen, aber die Taten der sozialdenro- ans der Hut. kratischen Partei sehen ganz anders aus.

Bauern wehrt Die Sozialdemokratie will Euch an die Wand drücken und vernichten, wert sie weiß, daß bei

Euch. dem Fortbestehen eines gesunden Bauernstandes niemals ihre revolutionären Bestrebungen Boden finden im deutschen Vatcrlande. Ein sozialdemokratischer Führer hat es ja aus dem Parteitage ganz offen aus­gesprochen:Jede Revolution wird zu Boden gedrückt werden, durch die nägelbeschlagenen Schuhe der deutschen Bauern. Weil die Sozialdemokratie das weiß, will sie den Bauernstand durch die Einführung des von ihr geforderten Frei­handels den Bauernstand untergraben und vernichten. Deshalb Bcirmu wchrt Euch und wählt feinen Sozmldemott teil. Handwerker und Kaufleute kämpft Warenhäuser, N -mschbazare, unlauterer Wettbewerb, Schwindelausbelkäufe, um Eure bedrohte Existenz. Wanderlager, G fäugnisarbeit, Schwindel- uni) Pfuschkrarbeit und viele andere Mißstände mehr zerstören allmählich deu soliden Handwerker- und K ufmanusstaud. Ein einziges Warenhaus vernichtet manchmal die Hoffnungen tausender Angehörigen des Mittelstandes. Die Sozialdemokratie freut sich da­rüber, hat sie doch imHamburger Echo" ausdrücklich die Vernichtung des Mittelstandes als eine erfreuliche Er- scheinuug bezeichnet. Tie Sozialdemokratie qni- drt aber auch selber Konsumvereine, um deu M ttelitaud zu ruinieren und nm auf dem Wege über die wirtschaftliche Macht zur politischen Herrschaft zu gelangen. Aus deu Trümmern des Mittelstandes will man den sozialdemokratischen Znknnftsstaat ansbauen. Handwerker und Kaufleute! Sorgt im Interesse der Erhaltung Emer Existenz am 21. März dafür, daß die Hoffnungen der Sozial­

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Beamte, die ihre Pflicht und Schuldigkeit tun, werden bei jeder Gelegenheit als niedrige Knechtsseelen", alstraurige Helfer bei der Mederknüppelung der So- zialdemokratie", alsfaule Ordnungssäulen des Schmarotzers" bezeichnet und mit vielen anderen Schimpswörtern bedacht. Bei der Agitation im Wahlkreise umschmeichelt man die Beamten da, wo sie in größerer Anzahl vorhanden sind, um sie für sich einzufangen. Wo die Sozialdemokraten in Orten keine Beamten gewinnen können, schlagen sie aus den Beamtenstand los. So der Reichstagsabgeordnete Busold, der in einer Wählerversammlung in Villingen am 17. März in hämischer Weise sagte, daß die Beamtenwirtschaft und die Beamtenmacht in Deutschland zu arg sei:Wer die Uniform anhat, der gilt schon etwas und wenns nur der Po­lizeidiener ist." Für die Richtigkeit unserer Angaben stehen eine ganze Anzahl Zeugen em.

Deutsche Arbeiter Die Sozialdemokratie hat gegen die sämtlichen Arbeiterschutzgesetze ihre Stimmen ab- bekämpst Eure Feinde. gegeben. Also Alters-, Invaliden-, vor allen Dingen aber Kranken- und Unfallrenten sollte es nach dem Willen der Sozialdemokraten nicht geben. Der Arbeiter konnte dann mit dem Bettelsack ein­herziehen oder der Armenkasse zur Last fallen. Die Sozialdemokratie ist auch die Partei der größten Unfreiheit. Der Arbeiter darf nicht denken was er will, sondern er muß politisch so denken, wie es die Sozialdemokratie ihm vor­schreibt. Versucht er einmal eine eigene Meinung zu haben, so wird er rücksichtslos aus 1 einer Arbeit herausge­drängt. Wer nicht pariert, fliegt hinaus, so lautet der Grundsatz der Sozialdemokratie. Ein Arbeiter, der frei denken gelernt hat, und der für fleh und feine Familie forgen will, kann nicht fozialdemokraiifdi wählen.

Christlich deutsche Männer Der Mensch lebt nicht vorn Brot allein, er muß auch Ideale aufzuweisen haben, er muß in verteidigt Eure besten Güter, seinem Innern djnftlidje und nationale Ueberzeugungen wurzeln lassen, Dinge, die empor- >eben über die Dielfad) engen und kleinen Fragen des täglichen ßebeiid und die Leitstern sind und starker Führer, wenn unv onst alles zu verlassen droht. Die Sozialdemokratie sagt draußen zwar:Religion ist Privatsache." Aber der Kampf gegen )ie Religion ist der Sozialdemokratie schon längst zur Parteisache geworden. Beantragte dod) die sozialdemokratiiche Fraktion 1902 im Reichstage (Rr. 454 der amtlichen Drucksachen des Reichstages)die Religionsunterwei|ung kommt in allen Schulen des Deutschen Reiches als UnterrichtSgegenstano ausnahmslos in Fortfall". .

Der Kampf der Sozialdemokratie gegen Vaterland und Monarchie und gegen die heutige Gesellschaftsordnung, das Eintreten der Partei für die Revolution, ist bekannt, und wird vqn der Sozialdemokratie auch offen zugegeben. .

Aus all den oben angeführten Gründen kann kein Bauer, kein Handwerker und Kaufmann, kein Beamter- kein Arbeiter kein christlich-deutscher Mann sozialdemokratisch wählen.

Der Börsenjobber mutz denn für ihn tritt die sozialdemokratische Partei ganz offen ein, weil sie erst alles zerstören will, sozialdemokratisch wählen, was in Deutschland an MUturwerteu vorhanden ist. ,

Beweis dafür; Die vielen börlenfreundlichen Abstimmungen der loz.aldemokratikhen Partei. Weiter: «Der fozialdemokratnche Volkswillei» Hannover Pr. 200 vom 28. 8. 1900 schreibt in emem Artikel: «iSozialdemokratie und Mittelstand-: Die Berliner Volkstribune des früheren lozialdemokraiiichen Abgeordneten, jetzigen sozialdemokratischen Schrifffteliers Schippel schreibt: Wir wünschen freie Bahn für die Betätigung des Jobbertums. Wir wiederholen nochmals, datz wir im Börfenfchwindel einen wert« vollen Bundesgenossen zur Vorbereitung des sozialistischen Staates sehen und deshalb keine Ursache haben, denselben zu

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