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21.1.1911 Drittes Blatt
 
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161. Jahrgang

Drittes Blatt

Erscheint täglich mit Ausnahme de? Sonntags.

.Landwirtschaftlichen Seit

wöchentlich.

fragen" erscheinen monatlich zwermal.

DieGießener ZamiliendlStter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, vaS '.Krelsblatt für den Kreis Gießen" zweimal

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groben Städten mit verhältnismäßig hohen Bodcnpreisen ist dies zumeist geschehen. Gerade darin liegt ein hoher ethischer und ' der vielfach noch nicht genügend gewürdigt wird.

eindringt, deren Lebenskraft zerstört und die musi idnuädn. welche den Haariack ballen nnd beschützen

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^ol. Redaktion.^ÄA112.Tel.-Adr..AnzeigertSieben.

Samstag, 1\. Januar M

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversuälS - Buch* und Steindrnckerei.

R. Lange, Gießen.

Vernachlässigt man öieieii ^minno, io zernvren utv «uium» <^«lde das Leben der Haarwurzeln, und Kahlkövngkeit ist die Folge. Um diesem entgegen zu treten, einvfiebll sick zur Verhinderung weiteren .Haar­ausfalles nnd zur erfolgreichen Bckämvning der Kahltvpngkeit mcktS besseres, wirksameres, als morgens nnd abends die Stovibaut leicht mit einem Haarwasser einzureiben, welches inan sich nack) folgendem Rezevt in jeder Avotbcke oder Drogerioherstellen lassen kann: Sa zr Bnv-Rum, 30 gr Livola de (omnosee, 1 gr krist. Menthnl. Zum Parfümieren gebe man '/. Teelöffel seinen Parmms zu. Wenn wie oben angegeben, für eine Beitlang regelmäßig angcwendei, wirkt dieses Mittel in unübertronener Welse. ES ist absolut, un­

sozialer _____, .

An .Hrem Streben sind die Bauvereinc vielfach durch die

schädlich und"obwohl es feine Farbstoffe enthält, hilft es bet ''rüb- zeitig ergrautem Haar viel zur Wiedererlangung von denen ursvrünglicher Farbe mit. <ss U

Gegen den Haarausfall.

Es gibt zweifellos wenige Scutc, die nickt mehr oder weuinert unter Haarausfall dem Vorläufer der Slahlkömiglelt zu leiden haben. ,Bwar können verschiedene Ursachen zu dieser unliebiamen Er4d'einling führen, in neun von zehn Bällen iedoch iit ne der Vildung von Viovsschuvven zuzuschreiben, einem Keim der in die Haarwurzeln

Reben allen diesen Obliegenheiten hat die Vcreinsleitung vielfach Rat und Lluslunst erteilt über zahlreid e. das WohiiungS> weien berührende Fragen, Bauprojekte begutachtet, die Wohnungs­frage bczw. einzelne Unterfragen literarisch und wissemchaUlick behandelt und sich in Gemeinsck ast mit gleichen lind ähnlich:" Organisationen in Deutschland und im Auslande an allen Ver­anstaltungen beteiligt, welche eine allgemeine Jnangriffnahma der Wohnungsreform zum Ziele haben.

Er ist in seiner Tätigkeit von den Behörden und allen De- völkerungskreisen rege unterstützt worden und auch die Presse hat sich jederzeit in den Dienst der brache gestellt. Ta der Vereint nicht über die Mittel zur Besoldung eines Beamtenstabes ver, fügt, muß der größere Teil der reckt umfangreichen Vereiusgeschatte ehrenamtlich erledigt werden. Nichtsdestoweniger darf man aber sagen, daß der Verein, dessen Tätigkeit in der Hauptsache dem vraktischen Leben gewidmet ift, dem Ziele, das er )idi bei 'einer Gründung gesteckt 'ljat, ein erhebliches Teil näher gelommen in.

mittel in weitgehendem Maße zu einem billigen Zinsfuß zur Verfügung gestellt und kommt den Wünschen der Bauvererne und Gemestiden stets entgegen. Auch die Landeskreditlafse und eben,o einige Sparkassen (z. B. in Mainz-, Worms, Gießen - Bingen, £>Oppenheim a. d. B., Friedberg, Schotten, Nidda, Erbach) haben der gemeinnützigen Bautätigkeit größere Mittel zu mäßigem Zinsfuß zur Verfügung gestellt oder in sonstiger Wei,e (z. B. durch, Zuschüsse) unterstützend und fordernd raitgcroirrt.

Der Zentralwohnuugsverein hat auch nach manch anderer Richtung hin mit gutem Erfolg Anregungen gelben, c* ,ci

Gemeinden unterstützt worden. Eine Anzahl hat die Jurg,d)a|t für die von den Vereinen aufgenommenen Darlehen übernommen, mehrere Gemeinden sind Mitglied bei den Baugenossenschaften geworden, andere wieder sind den letzteren bei der Beschaffung von Grundstücken behilflich geroefen.

Neben den Bauvereiuen sind Gemeinden dazu uBergcgangcn, selbst Wohnungsfürsorge für miiiderbemittelte EiMvchner zu be­treiben. Es seien genannt die Odenwälder Gemeinden Rimbach, König, Steinbach, Schöllenbach, ferner S t ei n t ur th u.. a.

ihm im Fahre 1905 veranstalteten Wettbewerbes zur Erlanguiig mustcrgülliger Entwürfe für Häuser mit kleinen Wohnungen hat dem Verein weit über die Reichsgrenzen hinaus Ruf verschalst. Das praktische Ergebnis war, daß der vielfach eingerissenen öden und geschmacklosen Bamveise Einhalt geboten wurde. In der architektoiiischen Gestaltung auch der kleinen Häuser zeigt sich allmählich eine erhebliche Besserung, es ist wieder Sinn, und Verständnis geweckt für traditionelle Bauweise und für Anpassung an heimische Verhältnisse. Dies ist zum großen Teile ein Ver­dienst des Vereins, dessen Vorgehen alsbald in vielen anderen deutschen Landesteilen Nachahmung gefunden hat.

Diese Bestrebungen sanden eine weitere kräftige Förderung durch die im Jahre 1908 unter der Leitung des Vereins nut sinanzieller Hilfe von sechs hessisck>en Großindustriellen errichtete K lcinwohnangskolonie, die nach einstimmigem Urteil der Presse und der Fachleute einen Hauptanziehungspunkt der Landesausstellung für freie und angewandte Kunst in Darmstadt bildete.

Auch allen anderen Fragen, die mit dem Wohnungswesen in Zusammenhang stechen, hat der Verein seine Aufmerksamkeit zugewcndet. Er hat für die im Städtebau zu beobachtenden Grundsätze neue Gesichtspunkte ausgestellt, namentlich auch unter Berücksichtigung des rationellen Ausbaues kleinerer Städte und Gemeinden, desgleichen war er bestrebt, im Bauordnungswesen modernen und die hervortretenden Bedürfnisse berücksichtigenden Anschauungen zum Durchbruch zu verhelfen. Die Ziele anderer, der Volkswirtschaft gewidmeter Vereinigungen, hat er jederzeit tatkräftig unterstützt, soweit sie auch die Wohnungsfrage berührten; hier sind namentlich zu nennen die Bekämpfung der Tuberkulose und der Säuglingssterblichkeit, Fragen, die auf den Hauptver­sammlungen des Vereins eingehend erörtert wurden.

Der Verein bemüht sich ferner, die Bevölkerung über die Wichtigkeit einer guten und gesunden Wohnung aufzuklären, zu welchem Zwecke er u. a. ein MerkblattRegel für gutes und gesundes Wohnen" herausgegeben hat. Das Merkblatt hat bei den Fachleuten großen Beifall gefunden, die staatlichen Kreis­gesundheitsbeamten haben seine möglichste Verbreitung empfohlen und die Wohnungsinspektoren haben die Verteilung des Merk­blattes übernommen.

z. B. hingcwiesen aufdiebodcnvolitischenMaßnachmen, die alle großen und größeren Städte Hessens und ebenso eine Anzahl kleinerer Gemeinden durchgeführt haben und noch durch--1 uhren Hierzu wurde in fast allen Fällen durch den Zentralvereint der Anstoß direkt oder indirekt gegeben, indem er in Wort und Schrift ans die große Bedeutung und die Notwendigkeit eines größeren Geländebesiyes der Gemeinden Innwies. Die inzwischen erfolgten Ankäufe vm Ländereien durch die Gemeinden gehen in viele Millionen. Ter Segen dieses Vorgehens wird sich nicht nur in der Gegenwart, sondern noch mehr in der Zukunst bemerkbar machen. ,

Ferner sind vielfach private Arbeitgeber den An­regungen des Vereins gefolgt, indem sie Wohmingen für ihre Ar­beiter errichteten oder sich an Bauvereiuen beteiligten, oder den Arbeitern Darlehen zur Errichtung eigener Häuser gewährten.

Bedeutendes hat der Verein in der Verschönerung der äußeren Ausgestaltung der Häuser und Förderung der

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gesund, munter und geistig frisch sich entwickeln leben wollen, so geben Sie ihm Dr. Hommcl's Hämatogen. Warnung! Man verlange autz- druckUch den Namen Dr. Hommel. lD6/a

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

Wie die Erfahrung tausendfach gelehrt Hal, wird das Nestle sche Kindermehl nicht nur von Säuglingen, sondern auch von schwächlicken Kindern, Magenleidenden und Greisen ungemein gern genommen und infolge seiner leichten Verdaulichkeit gut ver­tragen. ES verhindert Verdauungsstörungen und bewirkt eine regelmäßige Gewichtszunalime.

hessischer Zenlralverein für Errichtung billiger Wohnungen.

Man schreibt uns: In den Bestrebungen zur Verbesserung 6er Wohnungsverhältnisse nimmt das Großherzogtum Hessen nach wie vor int Reiche mit den ersten Platz ein. Der nunmehr leit 10 Jahren bestehende hessische Zentralverein für Errichtung btl- billiger Wohnungen hat seine Tätigkeit auf dem Gebiete der Woh- nungsstage nach allen Richtungen ausgedehnt. Der ^znitiative seines Präsidenten Freiherrn von Hehl als Mitglied der 1. Kammer der Stände und dem Entgegenkommen der Regierung, ist es zu danken, daß Hessen als erster unter den deutschen Bundesstaaten ein.Wohnungsfürsorgegesetz erließ, durchs das Staatsmittel sur den gemeinnützigen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt wurden, die Wohnungsinspertion für das ganze Land eingesührt und durch Schaffung einer Laiideswohtmngsinspektion eine staatliche Zentrale für die Förderung des Wohnungsivesens geschaffen wurde.

Der Zentralverein hat sich besonders die Erzielung prak­tischer Fortschritte im Wohnungsweseti angelegen fem lassen. Es wurde mit der Gründung gemeinnütziger Bau­vereine vorgegangen, deren Tätigkeit der Erbauung gesunder und billiger Kleinwohtrungen gewidmet ist. Gegenwärtig be- steheii 40 solcher Vereine. Sie haben zur Hebung der Wohnung-- Verhältnisse erheblich) beigetragen. Man betrachte nur die schonen Wohnungskolonien, die um nur einige Beispiele herauszugreisen die Bauvereine in Darmstadt, Offenbach, Worms, Mainz Gießen, Bensheim, Heppenheim a. d. B., Friedber g , V il­bel, Butzbach, Homberg a. d. Ohm, RüssÄsheun, Astheun, Grost-Stemheim und Nidda geschaffen haben. Tie Häuser bieten zahlreichen Familien ein schönes Heim, sie sind gut gebaut, Praktisch eingerichtet und im Aeußern meist geschmackvoll ausgestattet. Man

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