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General-Anzeiger für Cberheffen
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Dr. Hommefs Haematogen
WABNÜNGl Mae verlange ausdrücklich den Namen Dr. Hammel.
Tage lassen fid) den Knospen dieses Krautes die blutigen Tränen entpreffeii, mit denen die l)eilige Jungfrau ihr Laaer benetzte. Nach einer Flämischen Legende mar Maria das Kind
Cleverstolz ersetzt beste Meiereibutter
Vitello ist feinster Gutsbutter ebenbürtig
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Samstag, 16. Vezember 19JJ
Rotanonibnid unb Vertag bet Br üblichen Unwersuäls • Buch» unb SieinbrudereL
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spätere Zeit bat fruchtbar in gesund abgeschwächt), vereinzelt ist es auch üblich, die Obstbäume selbst mit Stöcken zu schlagen, । um sie fruchtbar zu machen.
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*WiemanTheaterkartenan den Sütann bringt. Lin origineller Trick, Um ein volles Daus zu haben, wird von dem bekannt en Impresario Schürmann in einem soeben erschienenen Buch „Masgues et Vffages" erzählt. Ter Erfinder dieser merf- würdigen Idee war ein vor einigen Jahrzehnten sehr bekannter Impresario Ullmann, und der Ort, an dem er diese Meisterleistung des Billettvertriebs ausführte, Breslau. Ullmann kommt eines Tages nach Breslau, um mit seiner Truppe eine Aufführung zu veranstalten. Trotz großer Plakate ist der Vorverkauf sehr schwach. Was tun? Zu guter Stunde, noch früh am Tage, macht sich Ull-
ftebafhon. EroebtNon unb Druckerei: Schul« ftroBe 7. Eroeb tion unb Verlag: ew dl 9iebaftion:e=a»#112. Tel.»Adr,Anzetgerutietzen.
Tie ^Httytner ^«mllienblärtef werben betn .Wnietaer* etrnnal wöchentlich betgeleflt, bas „Knublot! für den Kret« Gletzea" »wennal wochenilich. Die ..Lanbwirtlchastltchev Lett« traflen* erldjemen monatlich |iveimeL
soll man mit gebogenem Finger an jeden Obstbaum klopfen, ihn an die heilige Zeit zu erinnern, um dann zu sagen:
Auf, Baum, beut' ist die heilige Nacht, Bring' Früchte mehr, als du je gebracht.
Ebenso schlug man sich gegenseitig mit Ruten von Obstbäumen, um sich dadurch als fruchtbar gegenseitig zu bezeichnen
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(Cxoldmxind.sf-u.ck,)
Cigareffen
atls edel em türkischen Tabak, naturell - aromatisch
mann auf, mit dicken Päckchen von Billetts aller d>e rr mit Bleistift bezeichnet hat, setzt sich in eine Droschke und säk lvadrend seiner Fahrt still und versckarnegen die k illet!.' in alle ivmöe. Am Abend drängt sich, wie man sich wod'. denken kann, eine un- geheurc Menge vor bem DonsertdanS. Tre st.'ntrollenre, ' >nner von würdigem und strenaein Aussehen, betrounen alle Tillett« mit gerunzelter Stirn unb erklären, das; di gesunderen '<stleits aestohlen worden sind, das; man glücklicherweise die Nummern fest - stellen könne uni» daß ieder Besitzer eine- foldwit Billetts sich über dessen Herkunft vor der Polizei auSveisen müsse Tic guten Bürger zogen vor, die teueren .stassenpreise zu bezahlen, als sich r rl eien zu lassen. und daS Daus war ausverkmrst. Seitdem machte aber Ullmann auf seinen Reisen um Breslau immer einen grasten Bogen. . . .
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Weihnachten in der Pflanzenwelt.
Tie heilige Schönheit der Weihnackuserzählungen hat in der iianzen Sagende,-sie der Welt nicht ihresgleichen. Tie Natur agen, die sich an das Evangelium anknürnen, zeigen, wie nachdenklich das Volk mit Herz und Geist bei dem Wunder der Christnacht verweilte, wie es die Heiligkeit dec Personen unb Vorgänge fiff) näher zu bringen suchte und in die leichten'astliche Menschlichkeit zu Neiden bestrebt war, und wie es besci ?'<u war durch die Bon'tellung, dast die Natur in so manchen Tenl eichen die Erinnerung an Ebristi Geburt bewahre. Tie-' ersehen wir besonders auS dem Aussatz G. HörnerS im letzten Heil der treff liehen ’Jlatur und KiUtur", Herausgeber Dr. Böller, Münd-cn, Isaria-Berlag.
Selbst für die Araber bat die Geburt dessen, den sie geringschätzig einen Vorläufer Mohammeds nannten, etwas Rührend« s «ehabt, im Koran Sure 19. 23 ff. wird erzählt: Einst befielen Ilaria die Wehen der Geburt an dem Stamme eines Palmen
Baumes, ba sagte sie: „O, wäre ich doch längst gestorben unb ganz vergessen". Ta rief eine Stimme uit.ee ihr: „Sei nicht getrübt, schon hat drin fcerr zu deinen Fristen ein Bächlein fließen lassen, unb schüttele nur an dem Stamme des Palmenbaumes, bann werben reife Tatteln genug auf dich herabfallen Ist unb trinke und erheitere dein Auge". Nach einer Sage aus Lincolns In re war der Stall in der Nacht, da der Herr gebaren wurde, bestreut mit Farnkraut und dem, was man jetzt das gelbe Frauen-Dettstroh nennt. Vor dieser Zeit hatten beide im Sommer unbedeutende, meiste, kleine Blumen hervorgebracht, aber jetzt war es Winter und sie hatten keine Bluten. Als der erste Schrei des göttlid)cn KindeS gehört wurde, trieb bas Bettstroh Blüten zu Ehren der Geburt des Heilandes, aber das Farnkraut zeigte keine Verehrung, so daß es überhaupt keine Blüten mehr hervorbringen kann, während das Bettstroh lange Zweige voll goldener Blümchen befummelt hat. Nach einer erzgebirgischen Sage verdankt das -Johanniskraut (önpericum) seinen Namen Maria Bettstroh dem gleiche:; Vorgang, unb bis zum heutigen
In den mittelalterlichen Krippenspielen gehörten blühende Bäume zur ständigen Trioration, um dadurch anzudeuten, daß durch bte Geburt Christi das Paradies zurückgefühit worden sei. Namentlich spielen Apfelbäume in dieser Lnniicht eine große Rolle. Vie groß der erlaube an dieses plötzliche mitternädnlid* Aufwachen des Apfelbaumes war, geht u a. auS einer lateinischen Handschrift der Wiener fiiorbibliotbri hervor, in welcher sich ein Schreiben des Bischofs von Bamberg vom 16 Januar 1426 an Nikolaus von Tinkelsbühl vorftndet, in welchem von zwei Apfelbäumen gesprochen wird, die in der Christnacht Blüten und Früchte brachten Um 1430 erzählt Johannes 'Jäher dieselbe Lage aus der Nahe von Nürnlnrg. Ein gewisser Andreas von Wcrtra bestätigt die Sage, indem er nicht nur die Farbe dieser Aepfel beschreibt, sondern angibt, daß er sie selbst in Händen gehabt habe. Auch in Tibur am Rhein war ein solcher Apsel- oaum, dessen Früchte dem Landgrafen von Hessen überbracht wurden, und ein ähnlicher stand im gavonbisäen Garten zu Würzburg Die Sage vom fruchttragenden Ao clbaum in der Weihnachtszeit war du ch das ganze Mittelalter sehr beliebt und wurde noch bis ins sp <tc 17. Jahrhundert wiederholt. Auch der Protestantismus oernt chte nicht diesen Glauben zu vernichten.
Aber auch die übt ge Pslan enrovlt nahm an der Freude deS Mensck)en in der Geb. ilSnackü Christi Anteil. Schon daS latri- nifche Kirck>enlied des 15. Jahrhunderts lästt die Natur in der WeihnachtSnacht erblühen: „Mles Land war mit Blütenfülle überdeckt, und in den sandigen Sorten selbst rannen Narben und Nektar," heißt cs im lateinischen Hinnnus von der Christnacht. Ter alte Hymnus, wie die sinnbildliche Kirchen- und Predigtsprache feiern Mana als einen Zweig aus der Wurzel Jesse, ihren Sohn aber aP dessen Blute. Ten bekanntesten Ausdruck hat diese Allegorie in dem deutschen Kirchenlied aus bim 16 Jahrhundert gefunden: Es ist ein Ros' entsprungen . . Einen noch heute befanntf i Weihnachtsbrauch berichtet der Leiv iger Magister und gcfri ite faiierlidK Poet PrätoriuS (geft. 1660) m seinem Buch „E ic Kompagnie Weihnachtssratzen". Sie sind ui halbem Her Ben ht, Halo unterhalteiib, l)alb satirisch und halb gelehrt. An zahlreichen Stellen berührt er diesen Volksglauben: ,,Es ist auch der Wohn, daß die Christwurz (eine Art der schwarzen Nieswurz) in der Christnacht ihre erste Blume trage. ES wächst bin unb wieder em Kraut, dessen Wurzel in sich den Namen Jesus CljristuS hat, so sie in der WeihnachtSnacht ausgegraben wird Auch die Alraunwurz blüht mitten in der Weihnachtsnacht, unb am Christtag steige der Saft wieder von unten hinaus in die Bäume". Nach dem genannten Autor sollen in der Christnacht auch die folgenden Blumen blühen, deren AnsangS- budntaben zusammen den Namen „Weihnadst" ergeben (durch Versehen des Setzers bei Herausgabe des Buches sind zwei Blumen fortgeblieben): es sind dies: Welcke Poley, Epsel, Indianische Nelken, Andreana feu Petroselinum Macxckom, Cvoeus, $)eren- ober Alaunwurz, Teige oder Zweige von Kirschen. Eine spätere Zeit legte den Glauben an die Christnmrz auf die sog. Rose von Jericho.
Um 12 Uhr soll in der Christnacht alles im Keller auf* bewahrte Gemüse zu knospen beginnen, so erzählt man sich in Böhmen, in Klumpbenren und auf dem Solling, wie überhaupt in der ganzen Gegend zwischen Adelcpsen unb Minden glaubt man, b.r Hopfen grüne in der WeihnachtSnacht und komme selbst unter dem tiefsten Schnee hervor, nachher sei jedoch nichts mehr davon zu sehen. Tecselbe Glaube kommt im Hannover^ scheu, in Westfalen und in Elsaß vor. Auch sonst kommen Pslanzensagen, die sich aus die Christnacht beziehen, noch häufig vor, sie sind jedock) lvkalbeichränkt und oft schwankend überliefert.
Wenn man in der Christnacht nasse Strohbander um die Obstbäume bindet, so werden sie fruchtbar, denn diese Bänder halten den Raureif ab, der die Knospen erfrieren macht, auch
1 Eltern und mußte, als sie klein war, auf einem sehr harten Laaer schlafen Ihre Mutter, die hl. Anna, hätte sie gern auf weiche Tarnten gebettet, aber sie hatte kein Geld dazu. Ta fiel ihr ein, zarte Kräuter für ihr Kind zu suchen, sie ging auf bte Heide und pflückte wilden Tlstimian, dieser verwandelte unter dem Körper Mariä in eine bequeme Stätte In fast allen Familien des ErmlaiideS ist es Sitte, am ersten Weilmackts- feste bei der Hauptmahlzeit Erbsen zu essen. Als Grund wird von den Leuten angeführt, daß Christus gleich nad) seiner Geburt in die Krippe Erbsenstroh gelegt worden fei. Nach einer französischen Sage schenkte der Erzengel Gabriel der ficinen Hirtin Magdalene, als sie bitterlid) meinte, daß sic dem Jesuskind nichts schenken könne, licblidye Rosen, die auf seinem Befehl mitten im Winter aus vvrl-er nod) kahlen Sülchen sprossen.
Eine besondere Stellung in den Pflauzensagen der Christnacht nehmen die blühenden Bäume ein. Nad, germanischer Harstellung war die cigenllidjc Jahres Anfangsnacht vom 10 jem 11. November. Mit der Einsühruug des Christentums traien drei Tage das Erbe der Winter-Anfangsseier an, Martins- tag Andreastag und Nikolaustag. Ter erste war das erste yroße Schlachtfest des Herbstes, der letzte daS zweite. Aus den Andreastag aber ging alles über, was zum eigentlichen Jahresausang in Bestehung stand, namentlich die Losspiele, mit denen man die Schicksale des neuen Jahres erkundet, und der Glaube an die Blü!'rast der Natur in einer Nacht. Schon das ausgehende Mitielalter weilt nickt ungern bei den Vorstellungen vom Blühen der Pflanzen in kalter Wiitterszeit. Von mehreren berühmten Gelehrten, von ?Ubertus Magnus und Cornelius Agrippa von Nettesheim, von Theophrastus Bombastus Paracelsus unb dem Landstreicher Georg Sabellicus, dem nachherigen Faust der Sage, berichten ihre Zeiten, daß ste in blühenden Garten miß reifen Früchten unter Vogelsang und bet Quellengemurmel im Sommersonnenschein wandelten, während rings eine harte Eisdecke die Fluren ein hüllte. Ter Ctebanfe, sich des deutschen Glaubens utr Stützung der firdilidwn Autorität zu bedienen, lag nabe: seit dem 13. Jahrhundert läßt sich in Deutschland Nachweisen, daß die neue .Religion den Versuch machte, den Winteraufaugsglauben von den blübent>en Bäumen auf Weihnachten zu übertragen. Im 8. Buck>e des Lebens der heiligen Hedwig, die um 1180 in Schlesien geboren war, wird uns berichtet, daß ihr einst ein Knecht, als sie am Weihnacktstag tafelte, gemeldet habe, daß ein Kirsckbaum int Garten in fnldient Blütensckmiick stehe. Sie hörte dies und schickte ihn zurück, daß er beobachten solle, ob die Blüten am unteren ober am oberen Teile des Baumes sprossen. Er ging unb mribete zuruck, daß der Baum an seinen unteren Ae,tcn blühe. Jene aber wrack: „Ties ist ein Zeichen künftigen Sterbens: viele Arme werben dieses Jahr sterben." Unb wie sie vorausgesagt, so gelchah es.
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